EDEKA Südbayern eG

Gaimersheim

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt GnR 9
Eingetragen
20.11.1919
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Wirtschaftlich gesunde, voll existenzfähige Betriebe selbständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensrnittel-Einzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Joseph Pfeilstetter
seit 21.6.2022
Vorstandsmitglied
Wolfgang Leeb
seit 27.6.2018
Vorstandsmitglied
Claus Hollinger
seit 24.5.2017
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDEKA Südbayern eG

Gaimersheim

Jahresabschluss 2023

GESCHÄFTSBERICHT

I. Geschäftsverlauf

Aufgabenstellung und Einnahmequellen

Die Aufgabe der Genossenschaft besteht seit der Übertragung des Warengeschäftes auf die EDEKA Handelsgesellschaft Südbayern mbH zum 01. Januar 1979 lediglich in der satzungsgemäßen Förderung und Betreuung der Mitglieder sowie in der Verwaltung des Sach- und Finanzanlagevermögens. Zum 28. Juni 2018 hat die EDEKA Handelsgesellschaft Südbayern mbH in die EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH umfirmiert und rückwirkend zum 01. Januar 2018 ihr gesamtes Vermögen einschließlich aller Vertragsbeziehungen im Wege der Ausgliederung in die neu gegründete EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG eingebracht.

Im August 2008 haben Vorstände und Aufsichtsräte der Genossenschaft der EDEKA Südbayern eG und der EDEKA Chiemgau eG einen Partnerschaftsvertrag geschlossen und darin vereinbart, ohne rechtliche Verschmelzung beide Genossenschaften durch Satzungsänderungen wirtschaftlich zusammenzuschließen und dabei die Doppelmitgliedschaft und die Gremienidentität herbeizuführen. Doppelmitgliedschaft bedeutet, dass künftig jedes Mitglied der EDEKA Südbayern eG auch Mitglied der EDEKA Chiemgau eG sein soll und umgekehrt. Mit Gremienidentität ist gemeint, dass Vorstand und Aufsichtsrat beider Genossenschaften identisch besetzt sein sollen. Der Partnerschaftsvertrag fand seine Zustimmung durch die Mitglieder bei den außerordentlichen Generalversammlungen am 23.10.2008 bei der EDEKA Südbayern eG und bereits am 15.10.2008 bei der EDEKA Chiemgau eG.

Die wesentlichen Einnahmequellen der Genossenschaft bilden somit die Miet- und Pachterlöse sowie die Erträge aus den Finanzanlagen. Die von der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG und den Tochtergesellschaften der Genossenschaft Alueda Südbayern GmbH und EDEKA Grundstücksgesellschaft Südbayern GmbH zu zahlende Pacht und Miete ist so bemessen, dass der Genossenschaft die Aufwendungen erstattet sowie Kapitaleinsatz und Risiko angemessen entgolten werden.

Personal- und Sozialbereich

Die Genossenschaft beschäftigt keine Mitarbeiter. Die anfallenden Arbeiten werden im Auftragsverhältnis von der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG, Gaimersheim, erledigt.

Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 51.832. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Neubauten von zwei Getränkelagern. Für den Standort Landsberg wurden TEUR 30.867 und für den Standort Wallersdorf wurden TEUR 15.863 aufgewendet. Die restlichen Zugänge betreffen überwiegend den Neubau einer Halle in Straubing (TEUR 1.027), Neubau eines Parkhauses in Landsberg (TEUR 1.312) und eine Heizungssanierung beim Objekt in Obertraubling (TEUR 2.413).

Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Die Entwicklung der Genossenschaft war somit in 2023 und ist auch in den kommenden Jahren durch die Beschränkung ihres Aufgabenbereichs im Rahmen der Unternehmenskonzeption des EDEKA-Verbundes Südbayern zu sehen.

Das Geschäftsergebnis wird vom Vorstand als gut bezeichnet.

II. Lage der Genossenschaft

Vermögens- und Finanzlage

2023 2022 2021 2020 2019
Sachanlagen TEUR 215.784 170.039 132.366 133.629 128.672
Investitionen TEUR 51.832 46.343 4.399 9.773 6.943
Eigenkapital TEUR 319.047 291.954 258.546 238.813 221.743
Eigenkapitalquote % 56 55 52 62 59
Geschäftsguthaben TEUR 16.755 16.125 15.037 14.519 13.414

Vermögens- und Finanzlage weisen aufgrund einer soliden Eigenkapitalbasis, die durch Zuführung zur gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 24.300 aus dem Ergebnis 2023 weiter gestärkt wird, gesunde Verhältnisse auf.

Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
2020
TEUR
2019
TEUR
Miet- und Pachterlöse 8.810 8.837 8.688 8.389 8.019
Sonstige Erträge 5.863 11.109 2.225 874 1.277
Betrieblicher Aufwand 9.848 6.634 9.353 8.912 8.895
Beteiligungsergebnis 29.342 24.995 24.319 19.151 17.074
Zinsergebnis -870 -493 -1.151 -1.501 -1.915
Steuern 5.737 4.493 4.572 252 675
Jahresergebnis 27.560 33.321 20.156 17.749 14.886

Aus dem Ergebnis 2023 erfolgt an die Mitglieder eine reguläre Dividendenausschüttung mit einer Verzinsung von 7,0 % und zusätzlich eine Fusionsdividendenausschüttung mit einer Verzinsung von 8,0 %.

Das erneut hohe Beteiligungsergebnis steht im Zusammenhang mit dem Ergebnisanteil an der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG.

Mitgliederentwicklung

Die seit Jahren anhaltende Mitgliederabschmelzung setzte sich im Jahr 2023 wieder fort. Die Anzahl der Mitglieder reduzierte sich um 2 Mitglieder auf insgesamt 417 Mitglieder zum Jahresultimo.

Weiterhin ist die Gesellschaft bestrebt, wichtige Standorte für Neugründungen zu sichern und primär ihren Mitgliedern anzubieten.

III. Risikobericht

Risikomanagement

Die EDEKA Südbayern eG setzt zur Unternehmenssteuerung und Risikoüberwachung umfangreiche betriebswirtschaftliche Instrumente ein.

Von der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG, Gaimersheim, die im Auftragsverhältnis das Rechnungswesen der Genossenschaft bearbeitet, werden im Rahmen des Controlling-Prozesses regelmäßig Berichte zur Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements für die Entscheidungsträger und -gremien erstellt.

Die bestehenden Überwachungsinstrumente sowie Frühwarnsysteme werden ständig weiterentwickelt.

Risiken der künftigen Entwicklung

Die Entwicklung der Genossenschaft ist im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmensverbundes der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG und der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG.

Investitionen in Grundstücke und Bauten werden in der Regel zur konzerninternen Nutzung getätigt. Durch langfristig abgeschlossene Mietverträge mit einer einheitlichen Kalkulationsbasis stehen gesicherte Pachteinnahmen zur Verfügung.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Mit Beschluss der Vorstands- und Aufsichtsratssitzung der EDEKA Chiemgau eG am 13.03.2024 soll rückwirkend zum 01.01.2024 der Fusionsbeschluss mit der EDEKA Südbayern eG der Generalversammlung der EDEKA Chiemgau eG zur Genehmigung vorgelegt werden. Des Weiteren wird der Generalversammlung der EDEKA Südbayern eG am 23.04.2024 der Verschmelzungsvertrag zur Genehmigung vorgelegt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zum Tage der Aufstellung der Bilanz nicht eingetreten.

V. Voraussichtliche Entwicklung

Die Genossenschaft wird sich im Geschäftsjahr 2024 überwiegend aus Miet- und Pachterlösen finanzieren.

Wird bei der Generalversammlung dem Verschmelzungsvertrag zugestimmt, gelten alle Handlungen und Geschäfte der EDEKA Chiemgau eG als für Rechnung der EDEKA Südbayern eG vorgenommen.

Dies bedeutet, dass die Wirkungen der Verschmelzung im Innenverhältnis, d. h. im Verhältnis zwischen der EDEKA Südbayern eG und der EDEKA Chiemgau eG auf den 01.01.2024, 0:00 Uhr zurückbezogen werden. Alle Geschäftsvorfällte der EDEKA Chiemgau eG aus dem Zeitraum zwischen dem 01.01.2024 und dem Tag des Wirksamwerdens der Verschmelzung werden demgemäß im Jahresabschluss der EDEKA Südbayern eG zum 31.12.2024 berücksichtigt.

Ohne Einbeziehung der beabsichtigten Fusion wird im Jahr 2024 auf der Einnahmenseite auch mit Beteiligungserträgen gerechnet, wobei das Beteiligungsergebnis 2024 erst nach Ergebniszuweisung durch die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG quantifiziert werden kann.

 

Gaimersheim, 04. März 2024

Der Vorstand

Claus Hollinger

Anna Maria Schalk

Wolfgang Leeb

Kaspar März

Joseph Pfeilstetter

Bericht des Aufsichtsrates

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat seinen gesetzlichen und satzungsgemäßen Verpflichtungen zur Überwachung des Geschäftsbetriebes in vollem Umfang nachgekommen. Seine Tätigkeit lag - der Konzeption des EDEKA-Verbundes Südbayern entsprechend - schwerpunktmäßig bei der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH und deren Tochtergesellschaften.

Im Berichtsjahr fanden insgesamt dreizehn Sitzungen statt, davon eine nur mit Vorstand und Aufsichtsrat im Umlaufverfahren, davon elf gemeinsame Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat und jeweils mit der EDEKA Chiemgau eG, davon zwei im Umlaufverfahren und davon eine Sitzung mit dem Aufsichtsrat der EDEKA Chiemgau eG. Sechs der gemeinsam mit dem Vorstand abgehaltenen Sitzungen waren Gesellschafterversammlungen der EDEKA Südbayern Beteiligungsgesellschaft mbH, zugleich Gesellschafterversammlungen der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG und zugleich sechs Aufsichtsratssitzungen und davon eine Sitzung mit dem Kuratorium.

Der Aufsichtsrat ist mit dem Bericht des Vorstandes in allen Teilen einverstanden.

Wir danken an dieser Stelle dem Vorstand für die ausgezeichnete, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Gaimersheim, 04. März 2024

Leo Schwaiberger, Aufsichtsratsvorsitzender

BILANZ

AKTIVA

Anhang EUR Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. SACHANLAGEN (C 1) 215.784.372,26 170.038.703,46
II. FINANZANLAGEN (C 1) 138.073.125,88 135.563.051,21
353.857.498,14 305.601.754,67
B. UMLAUFVERMÖGEN (C 2)
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 355.145,15 324.879,95
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 195.981.601,89 210.200.282,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.115.440,84 17.270.131,11
211.452.187,88 227.795.293,11
II. GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 928.565,46 465.451,84
212.380.753,34 228.260.744,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.298,40 41.830,25
566.240.549,88 533.904.329,87

PASSIVA

Anhang EUR Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GESCHÄFTSGUTHABEN (C 3)
1. Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder 16.382.500,00 15.965.000,00
2. Geschäftsguthaben der ausscheidenden Mitglieder 372.500,00 160.000,00
16.755.000,00 16.125.000,00
II. ERGEBNISRÜCKLAGEN
1. Gesetzliche Rücklage 269.400.000,00 245.100.000,00
- davon aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres eingestellt 24.300.000,00 EUR (30.200.000,00)
2. Andere Ergebnisrücklagen 29.600.000,00 27.600.000,00
- davon aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres eingestellt 2.000.000,00 EUR (2.000.000,00)
299.000.000,00 272.700.000,00
III. BILANZGEWINN 3.292.324,43 3.129.444,63
319.047.324,43 291.954.444,63
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL (C 4) 354.948,78 379.284,78
C. RÜCKSTELLUNGEN (C 5)
1. Steuerrückstellungen 3.426.066,00 48.092,00
2. Sonstige Rückstellungen 997.907,73 1.002.286,89
4.423.973,73 1.050.378,89
D. VERBINDLICHKEITEN (C 6) 235.014.302,94 233.920.221,57
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 7.400.000,00 6.600.000,00
566.240.549,88 533.904.329,87

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 01.01. BIS 31.12.2023

Anhang EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse (C 7) 9.430.911,52 9.468.325,67
2. Sonstige betriebliche Erträge (C 8) 5.242.277,65 10.477.383,74
- davon aus Auflösung des Sonderpostens (24.336,00)
mit Rücklageanteil 24.336,00 EUR
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen (C 9) 3.211.950,59 981.923,97
4. ROHERGEBNIS 11.461.238,58 18.963.785,44
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (C 10) 9.180,00 9.180,00
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 5.165.371,83 5.047.324,59
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.462.005,91 595.176,67
8. BETRIEBSERGEBNIS 4.824.680,84 13.312.104,18
9. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 290.319,60 32.024,07
- davon Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus Gewerbesteuerumlage 269.463,00 EUR (7.473,00)
10. Erträge aus Beteiligungen 29.051.935,20 24.963.367,85
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (C 11) 1.250.132,05 1.323.136,46
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.120.128,20 1.816.601,85
13. ERGEBNIS VOR STEUERN 33.296.939,49 37.814.030,71
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.445.631,73 4.181.804,97
- davon aus latenten Steuern 800.000,00 EUR (3.100.000,00)
15. ERGEBNIS NACH STEUERN 27.851.307,76 33.632.225,74
16. Sonstige Steuern 291.651,52 310.952,90
17. JAHRESÜBERSCHUSS 27.559.656,24 33.321.272,84
18. Gewinnvortrag 32.668,19 8.171,79
19. Einstellung in die gesetzliche Rücklage 24.300.000,00 30.200.000,00
20. BILANZGEWINN 3.292.324,43 3.129.444,63

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die EDEKA Südbayern eG hat ihren Sitz in Gaimersheim und ist im Genossenschaftsregister des Amtsgerichtes Ingolstadt unter der Nr. GnR 9 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens und der Verbindlichkeiten werden nach § 265 Abs. 7 HGB zur Verbesserung der Übersichtlichkeit zum Teil zusammengefasst; sie sind im Anlagen- bzw. Verbindlichkeitenspiegel aufgegliedert. Von den in § 288 HGB geregelten Erleichterungsvorschriften für kleine Genossenschaften wurde Gebrauch gemacht.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden mit Ausnahme der Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil im Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Die EDEKA Südbayern eG ist eine kleine Genossenschaft gemäß § 267 Abs. 1 i.V.m. § 336 Abs. 2 Nr. 2 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Das Sachanlagevermögen ist zu seinen historischen Anschaffungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens werden mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 ausschließlich linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken von 14 bis 50 Jahren und für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen von 3 bis 20 Jahren vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen.

Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00 im Zugangsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht. Gegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im gleichen Jahr voll abgeschrieben und der sofortige Abgang im Anlagenspiegel unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Erkennbare Risiken sind nicht ersichtlich.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert (zu Anschaffungskosten) bilanziert.

Die anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Für die ausgewiesenen Sonderposten mit Rücklageanteil wurde im Geschäftsjahr 2010 im Zuge der erstmaligen Anwendung des HGB in der Fassung der neuen BilMoG-Regelungen gemäß der Übergangsvorschrift nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB das Wahlrecht zur Beibehaltung dieser Sonderposten ausgeübt. Der Sonderposten wird entsprechend der Entwicklung der entsprechenden Gebäude aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten, sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Es wird unterstellt, dass der Zinsänderungseffekt zum Geschäftsjahresende eintritt. Der Aufwand aus der Veränderung des Rechnungszinses wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Bei der Ermittlung latenter Steuern gemäß § 274 HGB wurden temporäre Differenzen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen berücksichtigt. Passive latente Steuern wurden entsprechend dem Wahlrecht mit aktiven latenten Steuern verrechnet (saldierter Ausweis).

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

1. Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
U Zugänge Umbuchung
EUR
U Abgänge Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 212.622.867,66 U 6.872.030,68 3.144.654,64 222.129.823,60
5.779.579,90
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.529.981,00 0,00 0,00 1.529.981,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.552.121,71 46.051.933,74 U 6.872.030,68 63.732.024,77
0,00
Sachanlagen 238.704.970,37 U 6.872.030,68 U 6.872.030,68 287.391.829,37
51.831.513,64 3.144.654,64
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.500.000,00 0,00 0,00 14.500.000,00
Beteiligungen 121.063.051,21 3.001.594,67 491.520,00 123.573.125,88
Finanzanlagen 135.563.051,21 3.001.594,67 491.520,00 138.073.125,88
Anlagevermögen 374.268.021,58 U 6.872.030,68 U 6.872.030,68 425.464.955,25
54.833.108,31 3.636.174,64
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.506.468,91 5.132.436,83 2.224.181,63 70.414.724,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.159.798,00 32.935,00 0,00 1.192.733,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 68.666.266,91 5.165.371,83 2.224.181,63 71.607.457,11
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 68.666.266,91 5.165.371,83 2.224.181,63 71.607.457,11
Buchwerte
Buchwerte 31.12.2023
EUR
Buchwerte 31.12.2022
EUR
Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.715.099,49 145.116.398,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.248,00 370.183,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.732.024,77 24.552.121,71
Sachanlagen 215.784.372,26 170.038.703,46
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.500.000,00 14.500.000,00
Beteiligungen 123.573.125,88 121.063.051,21
Finanzanlagen 138.073.125,88 135.563.051,21
Anlagevermögen 353.857.498,14 305.601.754,67

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten neben Salden aus der Verrechnung von Steuern auch Forderungen aus Ergebnisabführungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen den laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von EUR 20.981.601,89 mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, und Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 175.000.000,00, von dem EUR 100.000.000,00 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 1.950,00 (Vorjahr: EUR 1.950,00) ausgewiesen.

Unter den Guthaben bei Kreditinstituten des Vorjahres sind EUR 152.828,45 enthalten, die zugleich Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen an Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates.

3. Mitglieder / Geschäftsguthaben / Bilanzgewinn

Mitgliederentwicklung: Zahl der Mitglieder Anzahl Geschäftsanteile
Stand 01.01.2023 419 6.386
Zugänge 20 316
Abgänge 22 149
Stand 31.12.2023 417 6.553

Die Anzahl der Mitglieder ist um 2 zurückgegangen.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 417.500,00 erhöht. Der Zugang an Geschäftsguthaben ist überwiegend auf die Zeichnung weiterer Anteile durch Mitglieder zurückzuführen.

Die Mitglieder haften nur in Höhe ihres Geschäftsanteils. Eine darüberhinausgehende Haftung besteht nicht.

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 32.668,19 (Vorjahr: EUR 8.171,79).

4. Sonderposten mit Rücklageanteil

Der nach Art. 67 Abs. 4 S.1 EGHGB i.V.m. § 281 HGB a.F. und § 6b EStG auszuweisende Sonderposten mit Rücklagenanteil zeigt nachfolgende Entwicklung:

2023
EUR
Stand 01.01.2023 379.284,78
Auflösung 24.336,00
Stand 31.12.2023 354.948,78

5. Rückstellungen

Die "sonstigen Rückstellungen" wurden im Wesentlichen für erwartete Ansprüche aus Schadenersatz gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich inhaltlich und unterteilt nach Restlaufzeiten wie folgt:

Restlaufzeiten von
Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
davon 1 - 5 Jahren
EUR
davon mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.330.396,10 2.810.214,81 4.520.181,29 4.520.181,29 0,00
(Vorjahr) (10.034.181,29) (2.757.000,00) (7.277.181,29) (7.277.181,29) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.280.548,51 1.280.548,51 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.892.983,06) (1.892.983,06) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.348.749,48 1.348.749,48 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (272.835,63) (272.835,63) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 225.054.608,85 100.958.416,85 124.096.192,00 124.096.192,00 0,00
(Vorjahr) (221.720.221,59) (21.647.837,59) (200.072.384,00) (200.072.384,00) (0,00)
- davon aus Steuern: 1.188,16 1.188,16 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.176,24) (1.176,24) (0,00) (0,00) (0,00)
Gesamt 235.014.302,94 106.397.929,65 128.616.373,29 128.616.373,29 0,00
(Gesamt Vorjahr) (233.920.221,57) (26.570.656,28) (207.349.565,29) (207.349.565,29) (0,00)

Unter den Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sind EUR 53.214,81 enthalten, die zugleich Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen.

Durch Buchgrundschulden auf eigenem Grundbesitz sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 7.330.396,10 (Vorjahr: EUR 10.034.181,29) gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG in Höhe von EUR 224.404.403,41 und betreffen den sonstigen Verrechnungs- und Finanzverkehr sowie Darlehen über EUR 175.000.000,00.

Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Mieterlöse sowie Erlöse aus Nebenkosten und sonstigen Kostenerstattungen.

8. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit EUR 4.858.510,08 Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens und dem Abgang von Finanzanlagen enthalten.

9. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten zur Erzielung der Umsatzerlöse notwendige Instandhaltungsaufwendungen und sonstige Aufwendungen.

10. Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Löhne und Gehälter für die ehrenamtlichen Vorstände.

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträge sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 123,00 (Vorjahr: EUR 25,00) enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung mit weiteren Unternehmen des EDEKA-Verbundes Südbayern für Rahmenkreditlinien von TEUR 48.250 (Vorjahr: TEUR 48.250). Zum 31.12.2023 waren die Kreditlinien mit TEUR 20.000 (Vorjahr: TEUR 14.000) beansprucht.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da der EDEKA-Verbund Südbayern über ausreichend liquide Mittel verfügt, um die Kreditkonditionen einzuhalten.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Erbbauverträgen besteht zum 31. Dezember 2023 ein nicht abgezinstes Gesamtobligo in Höhe von TEUR 4.198.

3. Arbeitnehmer

Die Genossenschaft beschäftigt keine eigenen Arbeitnehmer. Die anfallenden Arbeiten werden im Auftragsverhältnis von der EDEKA Südbayern Handels Stiftung & Co. KG erledigt.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 27.559.656,24 und der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr mit EUR 32.668,19 sollen wie folgt Verwendung finden:

EUR
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 24.300.000,00
Ausschüttung einer Kapitaldividende von 7,0% 1.149.062,13
Ausschüttung einer Fusionsdividende von 8,0% 1.313.213,89
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen 800.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 30.048,41
Bilanzergebnis 27.592.324,43

5. Nachtragsbericht

Auf der Generalversammlung am 23. April 2024 der EDEKA Chiemgau eG sollen deren Mitglieder eine rückwirkende Verschmelzung zum 01. Januar 2024 auf die EDEKA Südbayern eG beschließen.

6. Mitglieder des Vorstandes

Geschäftsführer:

Claus Hollinger

Anna Maria Schalk

Ehrenamtlich:

Wolfgang Leeb

Kaspar März

Joseph Pfeilstetter

7. Mitglieder des Aufsichtsrates

Leo Schwaiberger, Vorsitzender

Josef Lechertshuber, stell. Vorsitzender

Stefan Alex

Herbert Esslinger (bis 23.02.23)

Dietmar Fackler

Sabine Fanderl

Andreas Schmid

Tobias Stubhann

Adelheid Summerer-Mayer (ab 26.04.23)

8. Zuständiger Prüfungsverband

EDEKA Verband kaufmännischer Genossenschaften e. V., New-York-Ring 6, 22297 Hamburg.

 

Gaimersheim, 04. März 2024

Der Vorstand

Claus Hollinger

Anna Maria Schalk

Wolfgang Leeb

Kaspar März

Joseph Pfeilstetter

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EDEKA Südbayern eG, Gaimersheim

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der EDEKA Südbayern eG, Gaimersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. März 2024

EDEKA Verband
kaufmännischer Genossenschaften e.V.

Hübotter, Wirtschaftsprüfer

Lipka, Wirtschaftsprüfer

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