Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Prysmian Kabel und Systeme GmbH
Alt-Moabit 91D, 10559 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Bott seit 1.8.2025 | Geschäftsführer |
Sezgin Islamoglu seit 2.5.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Draka Holding B.V. | 84.24% |
Prysmian Netherlands B.V. | 9.36% |
Prysmian S.p.A | 6.20% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prysmian Kabel und Systeme GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Prysmian Kabel und Systeme GmbHPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Prysmian Kabel und Systeme GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prysmian Kabel und Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 6. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 30. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Beckers, Wirtschaftsprüfer Bilz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 VorbemerkungenDie Gesellschaft ist unter der Firma Prysmian Kabel und Systeme GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 69779 B eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Draka Deutschland GmbH, Wuppertal, (Anteil 93,75 %) und die Prysmian S.p.A., Mailand, Italien, (Anteil: 6,25 %) sind gemeinsam an der Prysmian Kabel und Systeme GmbH, Berlin, beteiligt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Aufstellung des Abschlusses bleiben im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Sofern voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über die geschätzte Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Methode vorgenommen, wobei die Nutzungsdauern drei bis fünfzehn Jahre betragen. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren für den Geschäfts- oder Firmenwert entspricht der voraussichtlichen Nutzung und geht im Wesentlichen auf einen Kundenstamm im Bereich der damaligen Geschäftseinheit Industrie- und Spezialkabel zurück. Der Kundenstamm wurde im Rahmen der Einbringung des Kommanditanteils an der Pirelli Kabel und Systeme GmbH & Co. KG in die Pirelli Kabel und Systeme Verwaltungs- GmbH zum 31. Dezember 2002 erworben. Die Abschreibung folgt direkt der erwarteten Nutzungsdauer. Diese begründet sich aus den Laufzeiten der gemeinsam mit dem Kundenstamm erworbenen Absatz- und Beschaffungsverträge sowie Patenten und Zulassungen, deren Erfolgspotenziale voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft werden. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Für bewegliche Anlagegüter wird die Abschreibung pro rata temporis verrechnet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe aufwandswirksam erfasst, wenn die Netto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Auf Grundlage folgender Nutzungszeiträume werden die Abschreibungen ermittelt:
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen des Betriebs und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten sind gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken aus Gründen der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderer erkennbarer Risiken sind bei allen Vorräten individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden für bereits bekannte Ausfallrisiken gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch angemessene pauschale Abschläge von 0,6 % bis 50 % in Abhängigkeit der Über-Fälligkeiten auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der versicherten Forderungen Rechnung getragen. Im Fall von Forderungsverkäufen wird ein Abgang der Forderung bilanziert (echtes Factoring). Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Bei der Bemessung der Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken in Höhe der erwarteten Erfüllungsbeträge berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) und 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) p. a. beträgt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,30 % (Vorjahr 2,60 %) zugrunde gelegt. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,30% (Vorjahr 2,60%) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit Raten von 2,00 % bis 10,00 % für unterschiedliche Altersklassen berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen für drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften sind auf Vollkostenbasis ermittelt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlicht wurden. Für Altersteilzeitrückstellungen und Jubiläumsrückstellungen wurden Restlaufzeiten von drei Jahren und ein Zinssatz von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) angenommen. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Vorgänge in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die auf fremde Währung lauteten, sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bzw. bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erwartete Zahlungsströme in fremder Währung werden grundsätzlich über die mit uns verbundene Prysmian Treasury S.r.l, Mailand, Italien, kursgesichert. Abgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem abgesicherten Kurs bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind in Höhe von T€ 520 (unter anderem Forderungen in TPLN 2.077 und TUSD 452) sowie Schulden in Höhe von T€ 382 (Verbindlichkeiten in TPLN 1.352, TSEK 624, TCZK 208, TGBP 6, TCHF 1 und TUSD 16) vorhanden. Zur Vermeidung von Verlusten aus Währungskursschwankungen sind die Vermögensgegenstände über die Prysmian Treasury S.r.l abgesichert. Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Positionen (Kauf oder Verkauf), die jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen). Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Nominalvolumen der offenen Derivate von T€ 1.753 (TPLN -10.098, TCZK 7.121, TRON 872, THUF 10.278, TSEK 1.273 und TUSD -41) entsprechend den Laufzeiten des Zeitraums bis 24. Juli 2024. Die Geldeingänge der in die Bewertungseinheit einbezogenen Kunden erfolgen erfahrungsgemäß innerhalb vereinbarter Zahlungsziele; insofern besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit des Ausgleichs der erwarteten Transaktionen. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Draka Deutschland GmbH als Organträgerin werden bei der Berichtsgesellschaft keine latenten Steuern bilanziert. 2 Erläuterungen zur Bilanz2.1 AnlagevermögenDie Zusammensetzung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr sind aus dem als Anlage beigefügten Anlagengitter ersichtlich. FinanzanlagenAngaben zum Anteilsbesitz von mindestens 17 % der Anteile zum 31. Dezember 2023:
Die sonstigen Ausleihungen bestehen aus Festgeldguthaben, die dem Insolvenzschutz von Wertguthaben aus Altersteilzeitverträgen dienen. Die Guthaben sind an Mitarbeiter der alten Draka Cable Wuppertal GmbH verpfändet und unterliegen ausschließlich einer zu diesem Sicherungszweck bestimmten Verfügung. Es handelt sich hierbei nicht um Deckungsvermögen. 2.2 Umlaufvermögen2.2.1 VorräteVon den Vorräten sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 6.145 (Summe VJ T€ 7.547) offen abgesetzt worden. 2.2.2 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag verkaufte Forderungen in Höhe von T€ 22.673 (Summe VJ T€ 28.240) als Abgang gebucht worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Cash Clearing betreffen eine Verrechnungsvereinbarung mit der Prysmian Treasury S.r.l., Mailand, Italien, und sind zum Bilanzstichtag in das Guthaben aus dem mit dieser Gesellschaft geschlossenen Cashpool-Vertrag eingegangen. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf T€ 3.398 (VJ T€ 2.063) und resultierten aus dem Anspruch auf den Anteil am Jahresergebnis 2022 der Kabeltrommel GmbH & Co. KG, Troisdorf. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Ansprüche auf Mehrwertsteuer T€ 3.299 (VJ T€ 532), Anzahlungen an Lieferanten T€ 449 (VJ T€ 1.314), Forderungen gegen Mitarbeiter T€ 68 (VJ T€ 116), Forderungen gegen das Finanzamt T€ 80 (VJ T€ 80) und andere Forderungen T€ 2.018 (VJ T€ 29). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 2.3 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 15.000 und ist in voller Höhe eingezahlt. Ein Ergebnis würde entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages an die der Draka Deutschland GmbH, Wuppertal, abgeführt werden. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte keine Abführung an die Draka Deutschland GmbH, Wuppertal, da das Ergebnis aufgrund des Wiederauflebens des Besserungsscheins der Draka Holding B.V., Delft, Niederlande zusteht. Im Vorjahr hat die Draka Deutschland GmbH, Wuppertal, einen Verlust in Höhe von T€ 21.057 ausgeglichen. 2.4 RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 111.055 (VJ T€ 116.668) und wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Bei einem Ansatz dieser Rückstellungen unter Anwendung einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um T€ 1.170 höhere Rückstellung. In den Steuerrückstellungen sind Rückstellungen für Betriebsprüfungen der Geschäftsjahre 20182023 T€ 5.500 (VJ T€ 4.500) enthalten. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Personalrückstellungen (T€ 28.113) enthalten im Wesentlichen mit T€ 10.966 Altersteilzeitverpflichtungen, mit T€ 3.092 Jubiläumsverpflichtungen, mit T€ 742 Urlaubstage, mit T€ 1.942 Rückstellungen für Gleitzeittage sowie mit T€ 1.630 für Berufsgenossenschaftsbeiträge. 2.5 VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Besicherungen liegen bei den Verbindlichkeiten über marktübliche Sicherungseinbehalte aus Lieferantenverträgen hinaus nicht vor. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 37.973 (VJ T€ 47.255) sowie aus Finanziellen Schulden T€ 8.025 (VJ T€ 6.788). Darüber hinaus enthält der Wert von T€ 22.725 (VJ T€ 0), der hier aufgeführt ist, die Verpflichtung aus der Wiederbelebung eines Besserungsscheins zur Tilgung der Verbindlichkeiten einschließlich Zinsen gegenüber der Draka Holding B.V., Delft, Niederlande. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.362 (VJ T€ 2.812). 2.6 Außerbilanzielle GeschäfteZum Zwecke der Optimierung der Liquidität sowie zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Wesentliche Risiken ergeben sich für die Gesellschaft daraus nicht. Vorteile bestehen in einer verbesserten Liquiditätsplanung sowie schnelleren Realisierung der Lieferforderungen. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von T€ 22.673 (VJ T€ 28.240) verkauft, der noch nicht fällig war. Weitere außerbilanzielle Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, existieren nicht. 3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen sind zum Nominalwert ausgewiesen, Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften sind zum Terminkurs bewertet. 4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse4.1.1 Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Gemäß § 285 Nr. 32 HGB ist zu beachten, dass in den Umsatzerlösen des Jahres periodenfremde Erträge (T€ 1.800) enthalten sind, die zum Geschäftsjahr 2022 für die HV-Projekte gehören. 4.1.2 Aufgliederung nach Absatzgebieten
4.2 PersonalaufwandIm Personalaufwand sind mit T€ 3.870 (VJ T€ 2.445) Restrukturierungsaufwendungen enthalten, die außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. Der Personalaufwand beinhaltet in dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung" einen Ertrag in Höhe von T€ 2.437 (VJ Aufwand in Höhe von T€ 9.998) im Zusammenhang mit der Anpassung von Bewertungsparametern für die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Im Wesentlichen aus diesem Grund sind die Aufwendungen aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung im Vergleich zum Vorjahr um T€ 11.202 gesunken. 4.3 Erträge aus BeteiligungenDieser Posten enthält Erträge aus dem anteiligen Gewinnanspruch aus der Beteiligung an der Kabeltrommel GmbH & Co. KG, Troisdorf, (KTG). 4.4 Zinsen und ähnliche AufwendungenAufwand entstand insbesondere aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen von T€ 1.469 VJ T€ 3.414) und aus dem Bearbeitungsentgelt für den Verkauf von Forderungen von T€ 638 (VJ T€ 254). Darüber hinaus beinhalten die Zinsaufwendungen T€ 11.780 Zinsen (VJ T€ 0) im Zusammenhang mit dem Besserungsschein. 4.5 Aufwand aus BesserungsscheinDie Aufwendungen betreffen das Wiederaufleben eines Besserungsscheins mit T€ 10.935 zur Tilgung einer Verbindlichkeit gegenüber Draka Holding B.V., Delft, Niederlande. Im Jahr 2002 hatte die Draka Holding B.V., Delft, Niederlande, einen Forderungsverzicht an eine Vorgängergesellschaft der Draka Cable Wuppertal GmbH, Wuppertal erteilt. Durch die Verschmelzung der Draka Cable Wuppertal GmbH, Wuppertal, und der Draka Kabeltechnik GmbH, Wuppertal, mit der Prysmian Kabel und Systeme GmbH am 1. Januar 2019 wurde die bestehende Verpflichtung aus dem Forderungsverzicht mit Besserungsschein über T€ 160.000 der Draka Cable Wuppertal GmbH auf die Prysmian Kabel und Systeme GmbH übertragen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung bei der Prysmian Kabel und Systeme GmbH in 2023 lebt die Verpflichtung im Umfang des positiven Ergebnisses des Geschäftsjahres wieder auf. 5 Sonstige Angaben5.1 MitarbeiterDie Anzahl der im Jahresdurchschnitt bei uns beschäftigten Mitarbeiter, getrennt nach Gruppen (ohne Geschäftsführer), setzt sich wie folgt zusammen:
5.2 HaftungsverhältnisseDurch die Verschmelzung der Draka Cable Wuppertal GmbH, Wuppertal, und der Draka Kabeltechnik GmbH, Wuppertal, mit der Prysmian Kabel und Systeme GmbH am 1. Januar 2019 wurde die bestehende Verpflichtung aus einem Forderungsverzicht mit Besserungsschein über T€ 160.000 der Draka Cable Wuppertal GmbH auf die Prysmian Kabel und Systeme GmbH übertragen. Sobald die Prysmian Kabel und Systeme GmbH vor Ergebnisabführung einen Jahresüberschuss erwirtschaftet, lebt die Forderung zusätzlich der vertraglich vereinbarten Zinsansprüche wieder auf. Sofern die Gesellschaft seitdem Gewinne erwirtschaftet, lebt infolge des Besserungsscheines in Höhe des Gewinns die ursprüngliche Verbindlichkeit zuzüglich aufgelaufener Zinsen wieder auf. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von T€ 22.725 erwirtschaftet, dieser wurde in Höhe von T€ 11.780 zur Bedienung der aufgelaufenen Zinsen und zu T€ 10.945 zur Tilgung des Besserungsscheines verwandt. Der Restbetrag des Besserungsscheins ohne Zinsen beträgt zum 31. Dezember 2023 noch T€ 59.378 (VJ T€ 70.323). Der vereinbarte Zinssatz beträgt 5,125 %. 5.3 GeschäftsführungIm Geschäftsjahr 2023 waren zu Geschäftsführern bestellt:
Jeder Geschäftsführer vertritt jeweils gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer die Gesellschaft. Nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe über die Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung. 5.4 AufsichtsratDie Gespräche mit Vertretern der Arbeitnehmer zur weiteren Entwicklung dieses Organs sind bisher nicht zum Abschluss gekommen. 5.5 Gesamthonorar des AbschlussprüfersAuf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird mit Verweis auf die Befreiung durch die Angabe im Konzernabschluss der Prysmian S.p.A., Mailand, Italien, verzichtet. 5.6 KonzernzugehörigkeitDie Prysmian Kabel und Systeme GmbH ist ein Tochterunternehmen der Prysmian S.p.A., Mailand, Italien, und wird in deren IFRS Konzernabschluss einbezogen (Prysmian S.p.A. = kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird beim Gesellschaftsregister Nr. 04866320965 der Handelskammer Mailand offengelegt. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung nach § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses in Anspruch. 5.7 Mindestbesteuerung ("Pillar 2")Der Prysmian-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Prysmian Kabel und Systeme GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. 6. Relevantes Ereignis nach dem AbschlussstichtagDarüber hinaus fanden nach Ablauf des Geschäftsjahres keine Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres statt.
Berlin, den 30. Juli 2024 Sezgin Islamoglu, Geschäftsführer Pier Francesco Tota, Geschäftsführer Hendricus Christiaan Nieman, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. AllgemeinesDie Prysmian Kabel und Systeme GmbH, Berlin, (PKS) ist eine Tochtergesellschaft der Draka Deutschland GmbH, Wuppertal, (93,75 %) und der Prysmian S.p.A., Mailand, Italien, (6,25 %). Die PKS deckt ein Liefer- und Leistungsprogramm für Stromversorgungsunternehmen, Netzbetreiber, Industrieunternehmen, Großhändler und Installateure ab und gliedert sich in die beiden Geschäftssegmente "Energy" (im Folgenden auch "Energie" genannt) und Telecom (im Folgenden auch "Telekommunikation" genannt). Das Geschäftssegment "Energie" unterteilt sich in die folgenden Geschäftsbereiche:
Das Geschäftssegment Telekommunikation unterteilt sich in die Multi Media Solution (MMS), Vertrieb von Lichtwellenleitern (Optical Fiber) und Kupferfernmeldekabeln (Copper). Die PKS ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2023 durchlief die Prysmian Kabel und Systeme GmbH eine Reihe von makroökonomischen und branchenspezifischen Entwicklungen, die ihre Geschäftstätigkeit maßgeblich beeinflussten. Die Erholung der Weltwirtschaft von der COVID-19-Pandemie sowie der beschleunigte Übergang zu erneuerbaren Energien und zur Digitalisierung brachten sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das Unternehmen mit sich. Für das Jahr 2023 wurde eine Stagnation der deutschen Wirtschaft prognostiziert. Die hohe Inflation, die 5,9 % erreichte, verringerte die Realeinkommen und Ersparnisse und dämpfte den privaten Konsum. Dies stellte die Unternehmen aller Branchen vor Herausforderungen, auch Prysmian Kabel und Systeme GmbH. Trotz dieses Gegenwinds zeigte sich das Unternehmen widerstandsfähig, insbesondere im Bereich Handel und Installation (T&I). Das Unternehmen entwickelt Kabel und Systeme für den Anschluss von Gebäuden und die Verteilung von Energie in Geschäfts- und Wohngebäuden. Trotz des makroökonomischen Gegenwinds gelang es dem Unternehmen, sein Umsatzvolumen zu steigern, unter anderem durch die Einbeziehung neuer Kundensegmente wie Baumärkte. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Weitsicht und Anpassungsfähigkeit von Prysmian Kabel und Systeme GmbH bei der Bewältigung der makroökonomischen und branchenspezifischen Veränderungen im Jahr 2023. 3. Geschäftsverlauf und Lage des UnternehmensDie Prysmian Gruppe ist nach eigener Darstellung im Annual Report 2023 des Konzerns Weltmarktführer bei Energie- und Kommunikationskabeln und Systemen. Mit einem Umsatz von € 15.354 Millionen, 30.088 Mitarbeitern und 108 Werken in mehr als 50 Ländern bietet der Prysmian Konzern Herstellern, die Verkabelungssysteme für die Erzeugung und Verteilung von Energie und Telekommunikation einsetzen, eine breite Palette von Produkten, Dienstleistungen, Technologien und Know-how. Die ultimative Mutter der Prysmian Kabel und Systeme GmbH, die Prysmian S.p.A., Mailand, Italien, ist ein börsennotiertes Unternehmen und wird an der Mailänder Börse im Blue-Chip-Index gehandelt. Die Prysmian Gruppe ist in Deutschland ("die deutsche Gruppe") in folgenden rechtlichen Einheiten organisiert:
Betriebssegmente der PKSUmsatz je GeschäftsbereichIm Folgenden sind die Umsatzerlöse 2023 und 2022 aufgeführt, aufgeteilt nach Geschäftssegmenten (operating segments) und Geschäftsbereichen (business units):
EnergieDas Geschäftssegment Energie umfasst Unternehmen, die ein Produktportfolio anbieten, das auf die Anforderungen des jeweiligen Marktes zugeschnitten ist. Der Energiebereich ist wie folgt organisiert:
Trade and Installers (T&I)Für den T&I-Markt wurden Kabel und Systeme für den Anschluss von Gebäuden sowie zur Energieverteilung bei Gewerbe- und Wohngebäuden entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz um 11 % gestiegen. Der Absatz ist gestiegen von 35.245 Tonnen (FY 2022) auf 41.725 Tonnen in FY 2023. Die geplante Absatzmenge von 33.498 Tonnen konnte übertroffen werden, was unter anderem durch die Aufnahme neuer Kundensegmente wie den Baumärkten zurückzuführen ist. OEMDer Geschäftsbereich OEM besteht aus einer breiten Palette an Anwendungsgebieten (technisch beschrieben als Application Field ́s) die jeweils eigenen Marktdynamiken folgen. Insgesamt wuchs der Umsatz im Geschäftsbereich OEM um 18 %. Die Absatzmenge konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden von 13.525 Tonnen (FY 2022) auf 14.454 Tonnen (FY 2023). Die geplante Absatzmenge von 16.972 Tonnen wurde verfehlt. Dies ist unter anderem bedingt durch die neue Produktreihe der Ladesäulenkabel für Automobile (Electric Vehicle Charging), bei der die Nachfrage geringer ausfiel als ursprünglich geplant. Power DistributionDer Umsatz im Geschäftsbereich Power Distribution war gegenüber dem Vorjahr um 4 % leicht rückläufig. Dies ist auf eine reduzierte Absatzmenge von 34.752 Tonnen (FY 2022) auf 33.043 Tonnen (FY 2023) zurückzuführen. Hier ist ein Trend im Markt zu erkennen in Richtung größerer Leiterquerschnitte, welche einen längeren Produktionsprozess durchlaufen. RenewablesDer Umsatz im Geschäftsbereich Renewables wuchs gegenüber dem Vorjahr um 4 %. Die PKS konnte insbesondere im Bereich der Solarenergie einen erhöhten Auftragseingang verzeichnen, welcher auf die gestiegenen Energie-Preise in Deutschland und Europa zurückzuführen ist. Die Absatzmenge mit 19.250 Tonnen war auf Vorjahresniveau und hat die Planabsatzmenge von 20.019 Tonnen um 3 % verfehlt. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Erdbeben in der Türkei am 6. Februar 2023 zu einer kurzen Unterbrechung des Geschäfts mit Solar-Kunden in der Türkei geführt hatte. High VoltageEinen weiteren Geschäftsbereich stellt das Projektgeschäft mit Hochspannungskabeln (High Voltage) und den damit verbundenen Installationen dar, aber auch spezielle Produktgruppen für den Hochspannungsbereich. Gegenüber dem Vorjahr sank der Umsatz um 64 %, was auf den Abschluss und Auslauf der Großprojekte zurückzuführen ist. Die Vertriebsaktivität für neue langlaufende Projekte im HV-Geschäft wurde innerhalb der PKS eingestellt. TelekomDas Geschäftssegment Telekommunikation umfasst alle Anwendungen des privaten als auch geschäftlichen Bereichs für Sprach- und Datenübertragung. Die PKS bietet zudem Glasfaserkabel-Systeme und die dazugehörigen Verbindungslösungen an. Das Geschäftsfeld mit Glasfaserkabel (auch Telecom Optical genannt) wuchs von 1.215.816 Glasfaserkilometer (fibre kilometer) im Jahr 2022 auf 1.975.910 Glasfaserkilometer (FY 2023). Im Lagebericht des Vorjahres wurden Umsatzerlöse um rund 780 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert, diese Prognose wurde um 6 % übertroffen. Dies ist im Wesentlichen auf ein insgesamt positives Geschäftsfeld zurückzuführen. 4. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage
Die Umsatzerlöse stiegen nominal um 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist unter anderem auf die gestiegene Absatzmenge (111k Tonnen; VJ: 106k Tonnen) zurückzuführen. Die Absatzmenge lag somit auch über der für 2023 geplanten Absatzmenge von 109k Tonnen. Des Weiteren konnten sich einzelne Geschäftsbereiche von den negativen Effekten der COVID-19 Pandemie erholen. Der Materialaufwand stieg analog zum Umsatz auf Jahresbasis um 5%. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Lohninflation in Deutschland gestiegen. Dieser Effekt wurde v. a. durch die Entwicklung des Dienstzeitaufwands (Ertrag von T€ 2.437; VJ Aufwand von T€ 9.998) der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen überkompensiert. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen auf die Zinsen aus dem Wiederaufleben des Besserungsscheins (T€ 11.780; VJ T€ 0) zurückzuführen, bedingt durch das positive Ergebnis. Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Zinsaufwendungen für Pensionskassen und ähnliche Aufwendungen um T€ 1.945 aus. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag insgesamt in 2023 mit M€ 18 um M€ 31 über dem Vorjahr, wie auch geplant. Im Geschäftsjahr 2023 wird Aufwand aus Besserungsschein mit T€ 10.945 ausgewiesen, welcher in voller Höhe die Tilgung einer Verbindlichkeit gegenüber Draka Holding B .V. betrifft. Im Jahr 2002 hatte die Draka Holding B .V. einen Forderungsverzicht an eine Vorgängergesellschaft der Draka Cable Wuppertal GmbH, Wuppertal, erteilt. Durch die Verschmelzung der Draka Cable Wuppertal GmbH, Wuppertal, und der Draka Kabeltechnik GmbH, Wuppertal, mit der Prysmian Kabel und Systeme GmbH am 1. Januar 2019 wurde die bestehende Verpflichtung aus dem Forderungsverzicht mit Besserungsschein über T€ 160.000 der Draka Cable Wuppertal GmbH auf die Prysmian Kabel und Systeme GmbH übertragen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung bei der Prysmian Kabel und Systeme GmbH in 2023 lebt die Verpflichtung inklusive Zinsen im Umfang des positiven Ergebnisses des Geschäftsjahres wieder auf. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um T€ 18.900 erhöht. Immaterielle und unbewegliche Vermögenswerte, Maschinen und Anlagen erhöhten sich leicht gegenüber dem Bilanzjahr 2022. Dies ist auf zusätzliche Investitionen in die Produktionswerke zurückzuführen. Die Vorräte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,82 %; der Bestand von T€ 117.223 entspricht ca. 27,74 % der Bilanzsumme (Summe VJ 28,25 %). Die Vorräte an unfertigen Erzeugnissen gingen zurück (-4,87 %) während die Bestände an fertigen Produkten stichtagsbedingt zunahmen (+20,83 %). Von den Vorräten sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 6.145 (Summe VJ T€ 7.547) abgesetzt worden. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind die Beträge, die dem Konzern im Rahmen des Cash-Poolings zur Verfügung gestellt und entsprechend verzinst werden, enthalten. Das Cash-Pool-Guthaben beläuft sich zum Stichtag auf T€ 140.040 (Summe VJ T€ 104.090). Das positive Jahresergebnis vor Besserungsschein sowie positive Working Capital-Effekte spiegeln sich in dem verbesserten Cash-Pool-Guthaben wider. Das Umlaufvermögen macht 77,30 % (Summe VJ 77,12 %) der Bilanzsumme aus. Aufgrund des Wiederauflebens des Besserungsscheins ist das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2022 unverändert. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,08 % (Summe VJ 15,79 %). Die Liquiditätssteuerung im Rahmen des Cash-Poolings und die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft beurteilen wir als angemessen. Aufgrund der Integration der Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling haben sich keine unmittelbaren Auswirkungen der Finanzmarktsituation auf die Finanzierung der Gesellschaft ergeben. Die PKS konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen. Der Anstieg der Rückstellungen um T€ 12.613 gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellung für Schadensregulierungen (T€ 11.555) aufgrund der Steigerung des Umsatzes in sogenannte Spezialkabel (siehe Business Unit OEM und Renewable) und der erhöhten Komplexität und Anforderungen an die Produkte. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen (Reduktion um T€ 5.613) aus aufgrund des Rückgangs der erfassten Rückstellungen und des Dienstzeitaufwands. Der Rückgang ist hauptsächlich durch geringere Inflation und abgesenkte Gehalts- und Rententrends bedingt. Bei der Bestimmung der Höhe der Rückstellung und des Dienstzeitaufwands wirkte sich zudem der Abzinsungssatz positiv aus. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um rund T€ 6.287 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 14.681) aufgrund des Wiederauflebens des Besserungsscheins und auf den stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 10.324) zurückzuführen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 9.346 (insgesamt VJ T€ 6.874) handelt es sich um Schuldverschreibungen zur Abtretung von Forderungen. GesamtaussageInsgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die Geschäftsführung als stabil beurteilt. PersonalDie Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die PKS 1.177 (VJ 1.154) Mitarbeiter. Forschung und EntwicklungDer Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung betrug T€ 1.151 (VJ T€ 1.309) davon T€ 650 (VJ T€ 911) für externe Tests und T€ 502 (VJ T€ 398) für die Herstellung von Prototypen. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die Abteilung Forschung und Entwicklung 46 (VJ 43) Mitarbeiter. Die Abteilung Forschung und Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf die Produktentwicklung in den folgenden Hauptprojekten fokussiert:
5. RisikoberichtDie PKS ist in das Risikofrüherkennungs-, Überwachungs- und Steuerungssystem der Prysmian Gruppe eingebunden. Im Risikomanagementsystem der Prysmian Gruppe, das regelmäßig überarbeitet wird, sind die wesentlichen Risiken definiert, eine Strategie des Umgangs mit Risiken erarbeitet und die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb des Risikomanagementsystems der Gruppe dokumentiert. Aus der Gesamtheit der für die PKS identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risikofelder bzw. Einzelrisiken erläutert, welche aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PKS wesentlich beeinflussen können. Zur Steuerung und Überwachung des laufenden Geschäfts hat die Unternehmensleitung ein umfangreiches periodisches Berichtswesen aufgebaut, das sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren umfasst. Die Gesellschaft steuert ihre Ergebnisse auf Basis von IFRS. Die zentralen Steuerungsgrößen der PKS sind der Umsatz sowie der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und die Absatzmenge. GeschäftsrisikenUnsere wesentlichen Geschäftsrisiken sind mit der Entwicklung der Energie- und anderer Rohstoffkosten verbunden. Durch das Hoch in den Rohstoffpreisen ergibt sich entsprechend eine höhere Bewertung der Bestände und ein damit verbundenes bilanzielles Risiko. Würden die Preise in 2024 stark fallen oder könnten wir die Kosten nicht an unsere Kunden weitergeben, könnte sich ein Abwertungsbedarf auf die Vorräte ergeben und eine Verschlechterung der Ergebnissituation. Würde der Marktpreis stärker fallen als die Produktionskosten, würde sich dies entsprechend in einer niedrigeren Bruttomarge (Deckungsbeitrag) widerspiegeln. Für 2024 wird basierend auf den Einschätzungen der Prysmian Group Konzernzentrale erwartet, dass sich die Metallpreise, sowohl Kupfer als auch Aluminium, größtenteils auf einem höheren Niveau stabilisiert haben. Das Preisniveau hängt ab von der internationalen Nachfrage nach Investitionsgütern und Infrastruktur sowie dem Wechselkurs von US-Dollar zu Euro, wobei an der LME (London Metal Exchange) in US-Dollar abgerechnet wird. Auch geopolitische Spannungen stellen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Allen voran ist der Krieg in der Ukraine zu nennen. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie er sich weiterentwickelt und wie sich die Folgen des Krieges auf die Weltwirtschaft auswirken. Es besteht das Risiko, dass die Auswirkungen auf die globale Konjunktur erheblich sind. Dies könnte auch die Geschäfte der Gesellschaft und damit auch die Ergebnissituation, wie beispielsweise geringerer Absatz und Umsatz, negativ beeinflussen. Ein weiteres Risiko stellt eine konjunkturelle Abschwächung dar, welche beispielsweise durch einen starken Zinsanstieg der Zentralbanken ausgelöst werden könnte und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen, unseren Kunden und damit auch unsere Umsätze sinken lässt. Am 18. Januar 2022 gab die Prysmian Group bekannt, dass das Bundeskartellamt (BKartA) Durchsuchungen an einigen Standorten der Gruppe in Deutschland durchgeführt hat, hierzu gehört auch die Prysmian Kabel und Systeme GmbH. Die Durchsuchungen erfolgten im Rahmen einer Untersuchung des Bundeskartellamts wegen angeblicher Preisabstimmungen bei der Festsetzung der branchenüblichen Metallzuschläge in Deutschland. PKS kooperiert mit dem Bundeskartellamt. Zum jetzigen Stand gibt eine keine wesentlichen Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen das Kartellverbot, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf PKS haben könnte. BeschaffungsmarktrisikenEs wird damit gerechnet, dass die erreichten Höchststände für die PKS-relevanten Beschaffungskosten wie Metalle, öl- und gasbasierte Rohstoffe vorausichtlich in 2024 auf dem hohen Niveau stagnieren werden. Aufgrund des Ukraine-Kriegs wird mit keiner kurzfristigen Erholung gerechnet. Dies betrifft insbesondere alle Rohstoffe, die in ihrer Erzeugung energieintensiv sind. Ein weiterer Anstieg der Beschaffungskosten könnte die Ergebnissituation der Gesellschaft belasten. Dies könnte sich durch erhöhten Materialaufwand negativ auf das finanzielle Ergebnis auswirken. Risiko UmweltDie PKS betreibt ein Umweltmanagement System gemäß ISO 14001:2015, welches von RINA in 2021 zertifiziert wurde und welches für drei Jahre gilt. Innerhalb dieser Dauer findet jährlich ein Überwachungsaudit statt. Dazu werden regelmäßig Risikobetrachtungen aller umweltrelevanten Anlagen / Tätigkeiten und zur Überwachung interne Audits an allen Standorten der PKS durchgeführt. Durch die Zertifizierung wird das Risiko minimiert, Umsätze nicht generieren zu können für Kunden, die diese Zertifizierung voraussetzen. Risiko QualitätDie PKS betreibt ein Qualitätsmanagement System gemäß ISO 9001:2015 welches von RINA im Jahr 2021 zertifiziert wurde und welches für drei Jahre gilt. Innerhalb dieser Dauer findet jährlich ein Überwachungsaudit statt. Dazu werden regelmäßig Risikobetrachtungen, Auswertungen und Ursachenanalysen (FMEA, SWOT, usw.) aller internen und externen Fehler (Reklamationen) durchgeführt. Zur Überwachung der Wirksamkeit werden interne Audits an allen Standorten der PKS durchgeführt. Alle Maßnahmen dienen der Sicherstellung der Qualitätsanforderungen, um Reklamationen und deren finanzielle Auswirkungen niedrig zu halten und unsere Reputation und Marktposition zu halten und auszubauen. Bei Nichteinhaltung der Maßnahmen bestünde das Risiko, dass Kunden Schadenersatzansprüche geltend machen könnten. Dies würde das finanzielle Ergebnis entsprechend belasten. Finanzielle RisikenAufgrund der Preisschwankungen des Kupferpreises und der allgemeinen Unsicherheit auf den europäischen Märkten in Bezug auf die Eurostabilität könnte der Finanzbedarf der Kunden möglicherweise steigen. Das könnte zu einem erhöhten Forderungsausfallrisiko führen, was jedoch bislang nicht eingetreten ist. Gewährleistungs- und ProzessrisikenAuf Basis aktueller Erkenntnisse wurden Risiken für die Inanspruchnahme von Gewährleistungsansprüchen der Kunden und eventuelle Gerichtsprozesse pauschal im Rahmen des Jahresabschlusses geschätzt und entsprechende Rückstellungen gebildet. GesamtrisikolageFür die Gesellschaft ergab sich im Geschäftsjahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine derartigen Risiken erkennbar. 6. Chancen- und PrognoseberichtPower DistributionWir warten, dass die Absatzmenge für Power Distribution insgesamt im Jahr 2024 von 33k Tonnen auf 35k Tonnen leicht steigen wird. Der geplante Umsatz liegt bei 153 Mio. EUR. Trade and Installers (T&I)Der Geschäftsbereich Trade & Installers (T&I) wird voraussichtlich von 41k Tonnen auf 44k Tonnen steigen. Die größte Herausforderung für uns bleibt auf der einen Seite, ein gutes Serviceniveau mit Produktverfügbarkeit zu gewährleisten, aber gleichzeitig alte Lagerbestände zu minimieren. Der geplante Umsatz liegt bei 219 Mio. EUR. OEMWir warten, dass die Absatzmenge für den Geschäftsbereich OEM insgesamt im Jahr 2024 von 14k Tonnen auf 16k Tonnen leicht steigen wird. Der geplante Umsatz liegt bei 177 Mio. EUR. RenewablesDurch Investitionen in die deutsche Energiewende erwarten wir, dass der Geschäftsbereich Renewable auf einem hohem Niveau konstant bleibt mit einer geplanten Absatzmenge von 21k Tonnen (gegenüber Vorjahr 20k Tonnen). Der geplante Umsatz liegt bei 155 Mio. EUR. GesamtprognoseSofern sich die wirtschaftlichen Tendenzen entsprechend den oben genannten Annahmen entwickeln, rechnen wir für das nächste Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2024 mit steigenden Umsatzvolumen und einem positiven Ergebnis. Die Absatzmenge soll von 111k Tonnen (Geschäftsjahr 2023) auf 118k Tonnen im Geschäftsjahr 2024 gesteigert werden. Die zentralen Steuerungsgrößen der PKS sind der Umsatz sowie der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach IFRS. Für 2024 erwarten wir einen Umsatz von T€ 803.533 und ein EBIT IFRS von rund T€ 37.326. Diese Aussagen sind unsere Erwartungen auf Grundlage unserer heutigen Annahmen. Auch wenn wir für unsere Planung 2024 davon überzeugt sind, dass die getroffenen Annahmen richtig sind, kann die zukünftige Entwicklung aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse davon abweichen. Am wichtigsten ist dabei die Entwicklung des Auftragsbestandes im Bereich Spezialkabel und E&I. Im Jahr 2022 und 2023 konnten wir einen starken Kostenanstieg erfahren, der in unseren Planungserwartungen für 2024 zum großen Teil übernommen worden ist. Sollten die Materialkosten dennoch stärker steigen als geplant, müssten wir beurteilen, ob das Unternehmen in der Lage ist, diese Kostensteigerungen an den Endkunden weiterzugeben. Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2024 hat der IWF veröffentlicht. So liegt das geplante Wachstum weltweit bei 3,1 %, in Deutschland bei 0,5 %. Unsere Planungsrechnung basiert auf IFRS. Hieraus ergeben sich nach unserer Erwartung - mit Ausnahme der Abrechnung von Langfristfertigungsaufträgen und der unterschiedlichen Vorratsbewertung - keine wesentlichen Abweichungen zu dem Umsatz und EBIT nach HGB. 7. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)Entgegen § 289f Abs. 4 i. V. m. Abs. 2 Nr. 4 HGB i. V. m. § 36 GmbHG wurden keine Zielgrößen und Zielerreichungsfristen für den Frauenanteil und in der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung festgelegt.
Berlin, 30. Juli 2024 Die Geschäftsführung Sezgin Islamoglu, Geschäftsführer Pier Francesco Tota, Geschäftsführer Hendricus Christiaan Nieman, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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