24sieben GmbHLiquidiert
24113 Kiel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roger Mayer seit 24.11.2011 | Geschäftsführer |
Johannes Dr. Kleinsorg seit 10.2.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadtwerke Kiel AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
24sieben GmbHKielJahresabschluss zum 30. September 2011LageberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenDie Wirtschaft in Deutschland erlebte in den ersten Quartalen des Jahres 2011 - trotz der Katastrophe in Fukushima, der Währungs- und Staatsschuldenkrise einiger Mitgliedsländern der Eurozone und der USA sowie der Börsenturbulenzen im August 2011 - im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im 1. Quartal 2011 (Januar bis März 2011) um 4,6 % und im 2. Quartal 2011 (April bis Juni 2011) um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Wachstumsdynamik im 2. Quartal nachließ, sagen führende Wirtschaftsforschungsinstitute für das Gesamtjahr 2011 einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 Prozent voraus. Die Europäische Zentralbank hat im April und Juli 2011 in zwei Schritten den Leitzins von 1,00 auf 1,50 Prozent angehoben und damit eine Zinswende eingeleitet. Sie reagierte damit auf die gestiegenen Inflationsrisiken. In der Energiebilanz Deutschlands spiegelt sich der Wandel der Energiebranche bereits deutlich wider: Trotz kräftiger Konjunktur ist der Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2011 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 3,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs gesunken. Dies hat zwei Hauptursachen: Zum einen verringerte sich der Erdgasverbrauch aufgrund der milden Witterung um 8,6 %. Zum anderen ging der Beitrag der Kernenergie um 14,9 % zurück, weil im Rahmen des Atom-Moratoriums acht deutsche Kernkraftwerke abgeschaltet wurden. Erstmals war der Anteil der Kernenergie im ersten Halbjahr 2010/11 mit 9,3 % kleiner als der Anteil der erneuerbaren Energien - diese trugen 10,2 % zum Gesamtenergieverbrauch bei. Im Zuge der Energiewende wird sich die Struktur der deutschen Energiebilanz weiter nachhaltig verändern. EnergiemärkteDie deutsche und europäische Energiewirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der wesentlich durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen geprägt ist. Die Megatrends der Liberalisierung und des verstärkten Klimaschutzes wirken sich auf alle Wertschöpfungsstufen eines Energieversorgungsunternehmens weitreichend aus. In diesem Umfeld setzt sich die 24sieben GmbH in Politik, Verbänden und Öffentlichkeit für eine wettbewerbliche Ausgestaltung dieses Transformationsprozesses ein, der allen Marktteilnehmern die gleichen Chancen eröffnet. Mit diesem Ziel beteiligen wir uns aktiv an der Debatte über die Weiterentwicklung des rechtlichen und regulatorischen Rahmens, der unser Marktumfeld prägt. Energiepreise im Aufwind Während der Energieverbrauch aufgrund des kurzen Winters und der frühzeitig einsetzenden milden Witterung im Berichtsjahr leicht abnahm, stiegen die Preise auf den Energiemärkten infolge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung an. Im Geschäftsjahr 2010/11 bewegten sich die Notierungen für die Nordseeölsorte Brent zur Lieferung im Folgemonat zwischen 81 und 127 US-Dollar/Barrel. Der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 105 US-Dollar um 28 US-Dollar über dem Vorjahresniveau von 77 Dollar/Barrel. Der starke Aufwärtstrend resultierte zum einen aus den politischen Unruhen in Nordafrika, die auf den Nahen Osten übergriffen, zum anderen aus der starken Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar. Zudem war ein großes Interesse seitens der Finanzanleger zu beobachten. Die Erdgaspreise für das Frontjahrprodukt notierten im Berichtsjahr im Mittel bei 25 Euro/MWh und damit um 7 Euro höher als im Geschäftsjahr 2009/10. Dies ist auf das insgesamt starke Energiemarktumfeld, besonders auf den Ölmarkt, zurückzuführen. Darüber hinaus bestand nach den Naturkatastrophen in Japan die Sorge, dass es zu Abwanderungen von für Europa bestimmten Flüssigerdgastankern nach Japan kommen könnte, um die dort fehlenden Kernkraftwerkskapazitäten in der Erzeugung ausgleichen zu können. Der Preis für Grundlaststrom mit Lieferung im Folgejahr (Grundlast) stieg entsprechend der Entwicklung der Primärenergiepreise an und lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 55 Euro/MWh. Dies entspricht einem Preisanstieg von 6 Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2009/10. Das dreimonatige Moratorium sowie die Bekanntgabe des Ausstiegs aus der Atomkraft bis 2022 beeinflussten den Strommarkt stark. Auf dem Kohlemarkt zeigte sich ebenfalls ein starker Aufwärtstrend. Die Frontjahr-Preise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) stiegen, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2009/10, um 29 auf 121 US-Dollar/Tonne. Neben Produktions- und Transportschwierigkeiten in den größten Exportländern ließ auch die Wechselkursentwicklung die Kohlepreise ansteigen. Im Besonderen ist jedoch die erhöhte Nachfrage in Folge der Verkündung des o. a. Moratoriums als Preistreiber zu nennen. Die Preise für EU-Emissionsberechtigungen für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2010/11 ein Durchschnittsniveau von 15 Euro/Tonne CO 2- im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 0,50 Euro. Dies ist einerseits auf das starke Energiemarktumfeld, andererseits auf die erhöhte Nachfrage nach Zertifikaten seitens der konventionellen Kraftwerke zurückzuführen. Die gestiegene Nachfrage ergab sich aus der Entwicklung der Diskussion zur Kernenergie in Deutschland. Der starke Preisverfall Ende Juni resultierte aus einer EU-Direktive zur Steigerung der Energieeffizienz sowie der Glattstellung größerer spekulativer Long-Positionen. Der Clean-Dark-Spread, also die Erzeugungsmarge bei Strom, nahm im ersten Geschäftshalbjahr 2010/11 weiter ab. Im zweiten Halbjahr vergrößerte sich der Spread jedoch wieder. Tätigkeitsbereich der 24sieben GmbHDie 24sieben GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, das in den Geschäftsfeldern Vertrieb von Strom, Gas, Wärme und Wasser sowie deren Energiebeschaffung und Portfoliomanagement tätig ist. Die 24sieben GmbH konzentriert sich auf den Energievertrieb in Norddeutschland und die Energiebeschaffung für das Vertriebsgeschäft sowie auf den optimalen Einsatz und die Vermarktung der Erzeugungs- und Speicheranlagen der Stadtwerke Kiel Gruppe. Bei den vertrieblichen Aktivitäten nutzt die 24sieben GmbH den Kundenstamm der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft. Im Rahmen der Umsetzung des Projektes "Einmal/Gemeinsam" wurden in der 24sieben GmbH u.a. die Organisationsstrukturen verändert. Die Steuerung erfolgt nun nach den Geschäftfeldern "Vertrieb" und "Portfoliomanagement". Markt und UmfeldÜber die Themen Energieeffizienz, CO 2-Einsparung und Versorgungssicherheit steht die Wärme und Heizkraftwirtschaft weiterhin im Blickpunkt der gesellschaftlichen und politischen Interessen. Eine zentrale Bedeutung bilden hierbei der Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung, Dezentralisierung sowie der weitere Ausbau der Erzeugung von Strom und Wärme auf Basis der Erneuerbaren Energien. Überdies wird mit diversen Gesetzen (u.a. KWKModG, EEWärmeG, EEG) auch der Ausbau von Fernwärmenetzen gefördert. Weiterhin wird Fernwärme aus hocheffizienten KWK-Anlagen den Erneuerbaren Energien gleichgestellt. Bis 2020 soll in Deutschland der Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme auf 14 % und der Anteil der KWK-Stromerzeugung auf 25 % steigen. Als Trend dürfte sich auch in den nächsten Jahren ein Zuwachs im Bereich der Nah-/Fernwärme einstellen. Die Fernwärme steht dabei im Substitionswettbewerb mit Anbietern konkurrierender Wärme-Energieträger wie Gas, Öl, Strom, Solarthermie oder Pellets. Für das Geschäftsjahr 2011/12 ist auf Grund der Preissteigerung auf dem Rohölweltmarkt mit einer weiteren Erhöhung der Gas- und Fernwärmepreise zu rechnen. Im Wasserbereich intensivierte sich die Diskussion um eine angemessene Höhe der Wasserpreise nunmehr auf Bundesebene. Die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft erhielt als Vergleichsunternehmen einen Auskunftsbeschluss des Bundeskartellamtes und musste technische und wirtschaftliche Daten für die Jahre 2007 bis 2009 vorlegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in diesem Zusammenhang die Daten für das Kalenderjahr 2010 vorgelegt worden. Vertrieb Der Wettbewerb über die Segmente Strom und Gas hat sich weiter verstärkt. Im Kundensegment Firmenkunden konnte die 24sieben ihr Kundenstromportfolio im eigenen Netz größtenteils behaupten. In Netzen außerhalb von Kiel konnte die Position gefestigt werden, ein weiterer Ausbau wie in den vergangenen Jahren ist jedoch aufgrund des stark steigenden Wettbewerbs nur begrenzt gelungen. Insgesamt verbleibt das Geschäft mit bestehenden Großkunden in Hamburg, Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen auf leicht höherem Niveau. Insbesondere Neuabschlüsse mit Salamander Industrie-Produkte GmbH und Verlängerungen mit Ohly GmbH und HANSA-Milch AG sind zu erwähnen. Fokussiert werden derzeit kleinere Geschäftskunden, da dieses Kundensegment wirtschaftlichere Vertriebserfolge verspricht. Die Bepreisung im Bereich der Firmenkunden erfolgt marktnah über den Börsenzugang durch die MVV Trading GmbH. Der Wettbewerb hat im Gasmarkt das Niveau des Strommarktes erreicht. Insbesondere der Wettbewerb um Geschäftskunden hat sich vor dem Hintergrund eines anhaltend niedrigen Preisniveaus an den Gasmärkten stark ausgeprägt. Im Netzgebiet Kiel haben sich daher die Kundenverluste der 24sieben im Bereich der Sondervertragskunden bei Erdgas weiter erhöht. Spürbar ist ferner eine deutlich erhöhte Sensibilität der Großkunden bei Entscheidungen über den Energieeinkauf. Das neue Produkt "24/7 Gasstrategie" ist vergleichbar mit entsprechenden Fondsprodukten im Strombereich. Das führt zu erfolgversprechenden Verhandlungen mit Wohnungsbaugesellschaften über den Bereich Kiel hinaus. Vor dem Hintergrund der dauerhaft öffentlich geführten Energiepreisdiskussion wurde der Wettbewerbsdruck im Bereich Privatkunden größer. Ausdruck findet dies u.a. auch in der Neufassung des EnWG. Durch die Insolvenz des starken Wettbewerbers "TelDaFax", der mit Vorkasse gearbeitet hat, wurden jedoch einige Kunden wieder zurückgewonnen. Dem steigenden Wettbewerb wurde mit dem Aufbau zusätzlicher Steuerungs- und Kundenbindungskapazitäten begegnet. Im Privatkundensegment bewegten sich die Kundenverluste insbesondere beim Gas über den Erwartungen; im Strom lagen sie auf Planniveau. Die Kundenverluste betrafen in erster Linie die Grundversorgungsprodukte Strom Basis und Gas Basis, deren Mengen zu vielfach neu aufgetretenen Discountern, umliegenden Regionalversorgern sowie zu Ökoenergieanbietern abwanderten. Im Strom wurden die steigenden Kosten aus der EEG-Umlage durch eine Preiserhöhung um 1,35 Ct/kWh weitergegeben. Die Preise für die Privat- und Gewerbekunden im Gas konnten trotz steigender Preise an den Gasmärkten im GJ 10/11 stabil gehalten werden. Die mit hohen Transportverlusten verbundene Wärmelieferung über Dampfnetze wird in Zusammenarbeit mit der SWKiel Erzeugung GmbH zugunsten eines besseren Transport-verfahrens weiter zurückgebaut; insgesamt wurden die Bestrebungen zur Gewinnung neuer Fernwärmekunden erfolgreich fortgesetzt. Die bundesweiten Trends und die Diskussionen in der Wasserwirtschaft ausgelöst durch Abfragen des Kartellamts zu Wasserpreisen schlagen sich auch in Kiel nieder. Die Stadtwerke Kiel-Gruppe erhielt als Vergleichsunternehmen einen Auskunftsbeschluss des Bundeskartellamtes und musste technische und wirtschaftliche Daten für die Jahre 2007 bis 2009 vorlegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in diesem Zusammenhang die Daten für das Kalenderjahr 2010 vorgelegt worden. Portfoliomanagement Hauptlieferanten im Bereich Strom sind das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (kurz: GKK) und die MVV Trading GmbH (vormals 24/7 Trading GmbH). Zuständig für den Handel von Strom, Gas und weiteren Commodities und somit für den Zugang zur EEX ist im Konzernverbund der MVV die MVV Trading GmbH, von der im Wesentlichen die Marktmengen im Bereich Strom und Gas beschafft werden und an die die Kraftwerksmengen vermarktet werden. Neben der Lieferung erzeugter Wärme von GKK, Müllverbrennung und kleineren Dritterzeugern wird die komplette Wärmeerzeugung der SWKiel Erzeugung GmbH angekauft. Die Wassermengen werden ausschließlich von der SWKiel Netz GmbH bezogen. BeteiligungenDie 24sieben GmbH ist an der Vertriebsgesellschaft Nordland Energie GmbH mit 39,8 % beteiligt. Des Weiteren sind die Stadtwerke Lübeck GmbH und die ZVO mit 25,1 % und die Stadtwerke Eckernförde GmbH mit 5 % beteiligt. Im Geschäftsjahr konnte als weiterer Partner die Gemeindewerke Stockelsdorf mit 5 % Beteiligungsanteil gewonnen werden. Die Gesellschaft tritt als Strom- und Gasanbieter im Norddeutschen Raum auf. ErtragslageDie 24sieben erzielte Umsatzerlöse aus dem Verkauf und Handel von Strom, Erdgas, Wärme und Wasser in Höhe von insgesamt 436,8 Mio. € (Vorjahr 437,3 Mio. €). Der Stromumsatz steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 19,2 Mio. € auf 220,6 Mio. €. Der Gesamtabsatz betrug 2.013 GWh (gegenüber 1.604 GWh im Vorjahr). Umsatz- und Absatzentwicklung steigen somit in Summe gegenüber dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen bedingt aus der Umstellung auf die Bruttomethode der Kraftwerksvermarktung des GKKs, d. h. diese Mengen werden für künftige Geschäfte nicht mehr direkt an den eigenen Vertrieb verkauft, sondern nur noch für bereits geschlossene Geschäfte mit dem Vertrieb berücksichtigt. Der Absatz an Letztverbraucher wurde durch den intensivierten Wettbewerb gegenüber dem Vorjahresabsatz leicht unterschritten. Die Kosten für den Strombezug steigen gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung ist auf die beschriebene Umstellung (+ 45,2 Mio. €) sowie dem deutlichen Anstieg der EEG-Umlage zurückzuführen. Die 24sieben GmbH beschafft den konventionellen Strom überwiegend vom GKK, der MVV Trading GmbH sowie von der SWKiel Erzeugung GmbH. Die Kosten für Stromnetznutzung verringerten sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung ist ursächlich auf spezifisch niedrigere Netznutzungskosten infolge der Anreizregulierung zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Strom stellt einen wesentlichen Bestandteil des Betriebsergebnisses dar und zeigt sich weiterhin positiv. Das deutlich geringere Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus den gemäß Marktpreisentwicklung rückläufigen Deckungsbeiträgen aus der Vermarktung und Nutzung des im GKK erzeugten Stroms. Der Gasumsatz reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 12,0 Mio. € auf 114,4 Mio. €. Der Gesamtabsatz hat sich aufgrund der nicht ganz so kühlen Witterung, dem deutlichen Mengenrückgang mit Weiterverteilern und Verkäufe an die MVV Trading GmbH gesenkt und beträgt 3.152 GWh (3.978 GWh Vorjahr). Der Absatz gegenüber Letztverbrauchern hat sich ebenfalls witterungs- und wettbewerbsbedingt leicht verringert. Durch den intensiven Wettbewerb sank die Anzahl der Kunden im Privatkundengeschäft. Die Erdgasaufwendungen sinken insbesondere mengenbedingt gegenüber dem Vorjahr, wobei sich der durchschnittliche Bezugspreis leicht erhöht hat. Die Kosten für die Gasnetznutzung sanken preis- und mengenbedingt unter das Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Gas stellt ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Betriebsergebnis dar, insbesondere aufgrund von geringeren Netznutzungsentgelten konnte das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Zur Preissicherung des Energiebezuges wurden Sicherungsgeschäfte geschlossen. Stromseitig erfolgte eine Sicherung auf Basis des Kohlepreises, da die wesentlichen Bezugsverträge Preisanpassungen auf diesen Rohstoff vorsehen. Gasseitig erfolgt die Sicherung durch Preiskoppelung auf Basis des Ölpreises. Der Fernwärmeumsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 12,6 Mio. € auf 67,1 Mio. €. Die Verkaufsmengen an Dritte verringerten sich um 40 GWh auf 1.166 GWh (Vorjahr 1.206 GWh). Der Umsatzrückgang beruht in erster Linie auf der Anpassung der Geschäftsfeldlogik (-13,0 Mio. €) und einer veränderten Verrechnungssystematik mit der SWKiel Erzeugung GmbH. Die Bezugskosten der Wärme profitieren von der guten Verfügbarkeit des GKK in den Wintermonaten. Die Wärmeaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr witterungsbedingt sowie aufgrund einer angepassten Verrechnungssystematik mit der SWKiel Erzeugung GmbH gesunken. Trotz nachgelagerter Preisanpassungen und gestiegener Primärenergiekosten konnte aufgrund des dennoch kälteren Winters und der hohen Verfügbarkeit des GKK in den Wintermonaten ein positiver Rohertrag in der Wärme erzielt werden. Der Wasserumsatz aus dem Endkundengeschäft stieg aufgrund von periodenfremden Effekten auf 34,6 Mio. € (Vorjahr 29,6 Mio. €). Der Wasserabsatz sinkt auf 17,5 Mio. m³ (Vorjahr 17,7 Mio. m³). Die Mengenänderung betrifft im Wesentlichen Sondervertragskunden. Das Rohergebnis im Geschäftsbereich Wasser stellt sich aufgrund der periodenfremden Effekte ebenfalls positiv dar. Im Materialaufwand der 24sieben GmbH werden somit im Wesentlichen die Aufwendungen aus Strom, Gas, Wasser und Wärme von 405,2 Mio. € ausgewiesen. In den Aufwendungen sind Aufwendungen für die Nutzung der Strom- und Erdgasnetze von 70,7 Mio. € enthalten. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge um + 5,5 Mio. € auf 13,6 Mio. € ist geprägt durch Erträge aus Sicherungsgeschäften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verändern sich geringfügig um + 1,2 Mio. € auf 24,5 Mio. €. Der positive operative Geschäftsverlauf der Vorjahre konnte im Geschäftsjahr 2010/11 aufgrund positiver Preis- und periodenfremder Effekte fortgesetzt werden. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Ergebnis von rund 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 24,8 Mio. Euro) ab, das an die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft abgeführt wird. Vermögenslage und FinanzlageDie Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2011 auf 41,6 Mio € (Vorjahr 34,5 Mio. €) verändert. Auf der Aktivseite erhöhen sich die Vorräte geringfügig gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € auf 7,2 Mio. €. Ferner erhöht sich das Anlagevermögen auf 1,4 Mio. € durch einen Anstieg der Ausleihungen. Des Weiteren erhöhen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund von periodenfremden Effekten auf 32,0 Mio €. (Vorjahr 25,6 Mio. €). Die Passiva veränderten sich durch höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 7,4 Mio. € auf 23,2 Mio. €. Durch den Rückgang des Jahresergebnisses 2010/11 veränderte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (22,3 Mio. €) deutlich. Wesentliche Effekte ergeben sich aus einem niedrigeren Jahresergebnis sowie Änderungen im Zahlungsausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten. Dabei wirkte sich ein verschlechterter Abrechnungsstand aus. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (-0,5 Mio. €) sowie des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (-24,9 Mio. €) ging der Finanzmittelfonds um insgesamt 3,1 Mio. € auf -3,6 Mio. € zurück. Die Liquidität der 24sieben GmbH ist über das Cash-Pooling innerhalb der Stadtwerke Kiel - Gruppe sicher gestellt. Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der stark erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 2,9 % auf 2,4 %. Chancen und RisikenEs besteht ein Risikomanagementsystem, das sich an den Vorgaben des zentralen Risikomanagements der MVV-Gruppe ausrichtet und diese umsetzt. Durch das System werden in effizienter Weise fortlaufend Risikopotentiale identifiziert, um so frühzeitig Maßnahmen der Absicherung einleiten zu können. Folgende wesentlichen Risiken werden bei der 24sieben u.a. überwacht: Vertrieb Preis- und Mengenrisiken
Liquiditäts- und Zahlungsausfallrisiken
Sonstige spezielle Risiken
Chancen im Vertrieb
Portfoliomanagement Preis- und Mengenrisiken
Technische Chancen und Risiken:
Ereignisse nach dem StichtagEs zeichnet sich ab, dass die planmäßige Revision des Gemeinschaftskraftwerkes Kiel länger dauern wird und wahrscheinlich noch bis deutlich in die Heizperioden reichen wird. Zur Sicherung der Wärmeversorgung in Kiel muss die Produktion in kostenintensiveren Gaskraftwerken erfolgen. Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine besonderen Ereignisse ergeben, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. AusblickDie Vertriebserfolge im Firmenkundengeschäft entsprechen der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Planung; es wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung erwartet. Dies gilt insbesondere für den Gasbereich, wo die Einführung neuer Produkte in den nächsten Jahren die Ausweitung des Geschäftes in Norddeutschland unterstützen wird. Im Privatkundensegment erwarten wir weiterhin einen intensiven Wettbewerb mit dem Risiko steigender Wechselquoten. Der Erfolg mit der regionalen Marken- und Produktführung im Kieler Absatzgebiet bietet auch weiterhin eine gute Basis für eine gute Kundenbindung im Stammgebiet. Der zum 01.10.2011 durchgeführte Markenrelaunch soll diesen Pfad deutlich verstärken. Ebenfalls sind spezielle Kundenbindungs- und -rückgewinnungsmaßnahmen vorgesehen. Aufgrund des gestiegenen Preisniveaus an den Gasmärkten werden die Preise für Privat- und Gewerbekunden zum 01.11.2011 um 0,3 Ct/kWh angehoben werden. Mit dem Start der Nordland Energie GmbH in den Markt für Strom- und Gasmassenkunden wird sich der Erfolg plangemäß erst nach einer Anlaufzeit positiv darstellen. Bei einer Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir von einer erfolgreichen Fortsetzung des Wachstums aus. Im Bereich des Portfoliomanagements - also der Vermarktung der Kraftwerksmengen und der Optimierung in der Anlagensteuerung - ist aufgrund der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich Weltkonjunktur und Finanzmärkten von stagnierenden Energiepreisen auszugehen. Dies und die grundsätzlich geringeren ausfallenden kostenlosen CO 2-Zuteilungen für Kraftwerke ab 1.1.2013 kann insbesondere in den Segmenten Strom und Wärme zu schwächeren Ergebnisbeiträgen und aufgrund von Verdrängungspotentialen insbesondere im Segment Gas zu leicht rückläufigen Ergebnisbeiträgen führen. Der Kraftwerksausfall des GKK und die Unsicherheit bzgl. der Nachfolgeregelung werden sich kurz- bzw. mittelfristig auf das Wärmeergebnis auswirken. Intern wird das nächste Geschäftsjahr geprägt sein von einer weiteren Verbesserung der Steuerungsfähigkeiten des Controllings der 24sieben GmbH durch Implementierung entsprechender Projekte zur Systemoptimierung in den Bereichen SAP IS-U und SAP Business Warehouse. Außerdem wird die Anpassung aller Systeme und Strukturen an die neue Steuerungslogik nach Geschäftsfeldern eine wichtige Rolle spielen. Ab dem 01.10.2011 ist geplant, die SWKiel Erzeugung GmbH auf die 24sieben GmbH zu verschmelzen, um so alle innerhalb der Marktbereiche stattfindenden Aktivitäten unter einem gesellschaftsrechtlichen Dach zusammenzufassen. Damit erreicht wird auch eine Vereinfachung der internen Verrechnungen und organisatorischen Abläufe. Vor dem Hintergrund der geschilderten Gesamtsituation wird das Ergebnisniveau ohne Berücksichtigung regulatorischer Auswirkungen bzw. Einmaleffekte in den folgenden beiden Geschäftsjahren wahrscheinlich verhaltener ausfallen.
Kiel, den 26. Oktober 2011 Die Geschäftsführung Dr. Johannes Kleinsorg Roger Mayer Bilanz in Tsd EuroAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung in Tsd Euro
AnhangAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010/2011 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die erstmalige Anwendung der geänderten Vorschriften durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgte im Geschäftsjahr 2010/2011. Es haben sich keine Effekte aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergeben. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt und die Beträge in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mitder Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausleihungen werden zum Nennwert ausgewiesen. Die Bewertung der Waren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um angemessene Wertberichtigungen, bewertet. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Energielieferungen und Wasserlieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch unserer Kunden verrechnet. Die Ermittlung der abgegrenzten Forderungen erfolgt kundenindividuell unter Berücksichtigung von Gesamtmengen. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechte und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities, sowie Zins- und Währungsswaps und Swaps über CO 2-Zertifikate. Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird für den hieraus drohenden Verlust dem Vorsichtsprinzip entsprechend Vorsorge durch eine entsprechende Rückstellung aus Bewertungseinheiten getroffen. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Market-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Erläuterungen zur Bilanz1. Finanzanlagen
* Jahresabschluss zum 30. September 2010 Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 8). 2. Vorräte
Unter den Waren werden im Wesentlichen die Erdgasbestände der Kavernen ausgewiesen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 146 506 Tsd Euro (Vorjahr 148 014 Tsd Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 136 652 Tsd Euro (Vorjahr 130 438 Tsd Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4 923 Tsd Euro (Vorjahr 4 365 Tsd Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 524 Tsd Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen:
4. Flüssige Mittel In Höhe von 1 000 Tsd Euro handelt es sich um zugunsten der RWE Net AG, Dortmund, gesperrte Guthaben. 5. Rückstellungen
Es handelt sich hauptsächlich um Rückstellungen für EEG-Bezug (5 362 Tsd Euro), für Abrechnungsverpflichtungen (3 467 Tsd Euro), Netznutzung Strom und Gas (2 262 Tsd Euro), Leistungspreis GKK Strom und Wärme (2 853 Tsd Euro) sowie Bilanzkreis Gas (977 Tsd Euro). 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 5 659 Tsd Euro (Vorjahr Tsd 0). Diese resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 903 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 34 793 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) und sonstigen Forderungen in Höhe von 33 037 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung7. Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer Die im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Effekte in den Umsatzerlösen resultieren überwiegend aus dem branchenüblichen Erlösabgrenzungsverfahren. 8. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1 797 Tsd Euro (Vorjahr 1 987 Tsd Euro) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 874 Tsd Euro (Vorjahr 1 235 Tsd Euro). 9. Materialaufwand
Die im Materialaufwand enthaltenen periodenfremden Effekte (1 113 Tsd Euro) sind hauptsächlich auf die Endabrechnung GKK Strom 2010 und der Gutschrift für CO 2 GKK Wärme 2008 zurückzuführen. 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr 0 Tsd Euro) enthalten. 11. Finanzergebnis
12 Steuern
Sonstige Angaben und AnlagenAngaben § 6b EnWG Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 147 717 Tsd Euro, davon entfallen 140 927 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und BewertungseinheitenZum Bilanzstichtag bestanden folgende derivativen Finanzinstrumente:
Die Bewertung erfolgt zum Fair Value auf Basis von Terminpreiszeitreihen unter Berücksichtigung der Zinskurve. Die 24sieben GmbH setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodityrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zins- und Währungsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und Emissionsrechte. Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse als Drohverlustrückstellung ausgewiesen. Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden sowie der Weiterverteiler wurden Portfolio-Bewertungseinheiten aufgebaut. Diese sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben und künftig voraussichtlich ausgleichen werden. Im Bereich Gas sind analog zu Strom Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind. Zur Gaspreissicherung eingesetzte HEL-Swaps sind in einem separaten Portfolio zur Sicherung der Preisrisiken (Teilrisiken) aus den Gasbezugsverträgen erfasst und als Bewertungseinheit mit den aus den Bezugsverträgen resultierenden Teilrisiken abgebildet. Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft den Bezug aus fremden Kraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus dem Kraftwerk) in einer Makro- Bewertungseinheit zusammengefasst. Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 19.926 Tsd Euro. Dem stehen positive Marktwerte kompensierend gegenüber. Der Gesamtsaldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem Zeitwert von 22.297 Tsd Euro sowie Makro-Hedges mit einem Zeitwert von 34.448 Tsd Euro. In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Strom) und 16,0 Mio. Euro (Gas) einbezogen. Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie erzeugte Bezugsmenge aus GKK berücksichtigt. Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 3 Jahren gesichert. Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für nicht kompensierte Verluste sind zum 30. September 2011 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von insgesamt 0 Tsd Euro gebildet. Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen. Konzernbeziehungen Für den größten Kreis von Unternehmen wird ein befreiender Konzernabschluss von der MVV GmbH, Mannheim, aufgestellt. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Die Konzernabschlüsse werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Geschäftsführung Dr. Johannes Kleinsorg, Diplom-Volkswirt, kaufm. Angestellter der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel Roger Mayer, Diplom-Ingenieur, technischer Angestellter der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel (seit 19.10.2011) Vergütung von Geschäftsführung Der Geschäftsführer hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Honorare des Abschlussprüfers Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG, Mannheim, dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Anlagenspiegel Finanzanlagen Beteiligungen Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gesamt in Tsd Euro
Kiel, 26.10.2011 Die Geschäftsführung Dr. Johannes Kleinsorg Roger Mayer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der 24sieben GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Kiel, den 27. Oktober 2011 PricewaterhouseCoopers
Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer ppa. Andreas Block, Wirtschaftsprüfer Niederschrift über einen GesellschafterbeschlussAls alleinige Gesellschafterin der 24sieben GmbH fasst die Stadtwerke Kiel AG unter Verzicht auf Form- und Fristvorschriften folgenden Gesellschafterbeschluss:
Kiel, 24. Juli 2012 Stadtwerke Kiel AG als allein stimmberechtigte Gesellschafterin Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Teupen, Vorstandsmitglied |
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