24sieben GmbHLiquidiert

24113 Kiel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 5588 KI
Eingetragen
16.9.2004
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Erzeugung bzw. Gewinnung und Beschaffung sowie der Handel und Vertrieb von Elektrizität, Gas, Wärme, Kälte und Wasser sowie die Erbringung von Energiedienstleistungen und anderen mit den vorgenannten Geschäftsbereichen zusammenhängenden Dienstleistungen. Die Tätigkeit kann sich auf den Transport und die Verteilung von Wärme, Kälte und Wasser erstrecken.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Roger Mayer
seit 24.11.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stadtwerke Kiel AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stadtwerke Kiel AG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

24sieben GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum 30. September 2011

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft in Deutschland erlebte in den ersten Quartalen des Jahres 2011 - trotz der Katastrophe in Fukushima, der Währungs- und Staatsschuldenkrise einiger Mitgliedsländern der Eurozone und der USA sowie der Börsenturbulenzen im August 2011 - im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im 1. Quartal 2011 (Januar bis März 2011) um 4,6 % und im 2. Quartal 2011 (April bis Juni 2011) um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Wachstumsdynamik im 2. Quartal nachließ, sagen führende Wirtschaftsforschungsinstitute für das Gesamtjahr 2011 einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 Prozent voraus. Die Europäische Zentralbank hat im April und Juli 2011 in zwei Schritten den Leitzins von 1,00 auf 1,50 Prozent angehoben und damit eine Zinswende eingeleitet. Sie reagierte damit auf die gestiegenen Inflationsrisiken.

In der Energiebilanz Deutschlands spiegelt sich der Wandel der Energiebranche bereits deutlich wider: Trotz kräftiger Konjunktur ist der Primärenergieverbrauch im ersten Halbjahr 2011 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 3,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs gesunken. Dies hat zwei Hauptursachen: Zum einen verringerte sich der Erdgasverbrauch aufgrund der milden Witterung um 8,6 %. Zum anderen ging der Beitrag der Kernenergie um 14,9 % zurück, weil im Rahmen des Atom-Moratoriums acht deutsche Kernkraftwerke abgeschaltet wurden. Erstmals war der Anteil der Kernenergie im ersten Halbjahr 2010/11 mit 9,3 % kleiner als der Anteil der erneuerbaren Energien - diese trugen 10,2 % zum Gesamtenergieverbrauch bei. Im Zuge der Energiewende wird sich die Struktur der deutschen Energiebilanz weiter nachhaltig verändern.

Energiemärkte

Die deutsche und europäische Energiewirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der wesentlich durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen geprägt ist. Die Megatrends der Liberalisierung und des verstärkten Klimaschutzes wirken sich auf alle Wertschöpfungsstufen eines Energieversorgungsunternehmens weitreichend aus.

In diesem Umfeld setzt sich die 24sieben GmbH in Politik, Verbänden und Öffentlichkeit für eine wettbewerbliche Ausgestaltung dieses Transformationsprozesses ein, der allen Marktteilnehmern die gleichen Chancen eröffnet. Mit diesem Ziel beteiligen wir uns aktiv an der Debatte über die Weiterentwicklung des rechtlichen und regulatorischen Rahmens, der unser Marktumfeld prägt.

Energiepreise im Aufwind

Während der Energieverbrauch aufgrund des kurzen Winters und der frühzeitig einsetzenden milden Witterung im Berichtsjahr leicht abnahm, stiegen die Preise auf den Energiemärkten infolge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung an.

Im Geschäftsjahr 2010/11 bewegten sich die Notierungen für die Nordseeölsorte Brent zur Lieferung im Folgemonat zwischen 81 und 127 US-Dollar/Barrel. Der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 105 US-Dollar um 28 US-Dollar über dem Vorjahresniveau von 77 Dollar/Barrel. Der starke Aufwärtstrend resultierte zum einen aus den politischen Unruhen in Nordafrika, die auf den Nahen Osten übergriffen, zum anderen aus der starken Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar. Zudem war ein großes Interesse seitens der Finanzanleger zu beobachten.

Die Erdgaspreise für das Frontjahrprodukt notierten im Berichtsjahr im Mittel bei 25 Euro/MWh und damit um 7 Euro höher als im Geschäftsjahr 2009/10. Dies ist auf das insgesamt starke Energiemarktumfeld, besonders auf den Ölmarkt, zurückzuführen. Darüber hinaus bestand nach den Naturkatastrophen in Japan die Sorge, dass es zu Abwanderungen von für Europa bestimmten Flüssigerdgastankern nach Japan kommen könnte, um die dort fehlenden Kernkraftwerkskapazitäten in der Erzeugung ausgleichen zu können.

Der Preis für Grundlaststrom mit Lieferung im Folgejahr (Grundlast) stieg entsprechend der Entwicklung der Primärenergiepreise an und lag im Berichtsjahr bei durchschnittlich 55 Euro/MWh. Dies entspricht einem Preisanstieg von 6 Euro gegenüber dem Geschäftsjahr 2009/10. Das dreimonatige Moratorium sowie die Bekanntgabe des Ausstiegs aus der Atomkraft bis 2022 beeinflussten den Strommarkt stark.

Auf dem Kohlemarkt zeigte sich ebenfalls ein starker Aufwärtstrend. Die Frontjahr-Preise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) stiegen, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2009/10, um 29 auf 121 US-Dollar/Tonne. Neben Produktions- und Transportschwierigkeiten in den größten Exportländern ließ auch die Wechselkursentwicklung die Kohlepreise ansteigen. Im Besonderen ist jedoch die erhöhte Nachfrage in Folge der Verkündung des o. a. Moratoriums als Preistreiber zu nennen.

Die Preise für EU-Emissionsberechtigungen für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2010/11 ein Durchschnittsniveau von 15 Euro/Tonne CO 2- im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 0,50 Euro. Dies ist einerseits auf das starke Energiemarktumfeld, andererseits auf die erhöhte Nachfrage nach Zertifikaten seitens der konventionellen Kraftwerke zurückzuführen. Die gestiegene Nachfrage ergab sich aus der Entwicklung der Diskussion zur Kernenergie in Deutschland. Der starke Preisverfall Ende Juni resultierte aus einer EU-Direktive zur Steigerung der Energieeffizienz sowie der Glattstellung größerer spekulativer Long-Positionen.

Der Clean-Dark-Spread, also die Erzeugungsmarge bei Strom, nahm im ersten Geschäftshalbjahr 2010/11 weiter ab. Im zweiten Halbjahr vergrößerte sich der Spread jedoch wieder.

Tätigkeitsbereich der 24sieben GmbH

Die 24sieben GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, das in den Geschäftsfeldern Vertrieb von Strom, Gas, Wärme und Wasser sowie deren Energiebeschaffung und Portfoliomanagement tätig ist. Die 24sieben GmbH konzentriert sich auf den Energievertrieb in Norddeutschland und die Energiebeschaffung für das Vertriebsgeschäft sowie auf den optimalen Einsatz und die Vermarktung der Erzeugungs- und Speicheranlagen der Stadtwerke Kiel Gruppe. Bei den vertrieblichen Aktivitäten nutzt die 24sieben GmbH den Kundenstamm der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft. Im Rahmen der Umsetzung des Projektes "Einmal/Gemeinsam" wurden in der 24sieben GmbH u.a. die Organisationsstrukturen verändert. Die Steuerung erfolgt nun nach den Geschäftfeldern "Vertrieb" und "Portfoliomanagement".

Markt und Umfeld

Über die Themen Energieeffizienz, CO 2-Einsparung und Versorgungssicherheit steht die Wärme und Heizkraftwirtschaft weiterhin im Blickpunkt der gesellschaftlichen und politischen Interessen. Eine zentrale Bedeutung bilden hierbei der Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung, Dezentralisierung sowie der weitere Ausbau der Erzeugung von Strom und Wärme auf Basis der Erneuerbaren Energien. Überdies wird mit diversen Gesetzen (u.a. KWKModG, EEWärmeG, EEG) auch der Ausbau von Fernwärmenetzen gefördert. Weiterhin wird Fernwärme aus hocheffizienten KWK-Anlagen den Erneuerbaren Energien gleichgestellt.

Bis 2020 soll in Deutschland der Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme auf 14 % und der Anteil der KWK-Stromerzeugung auf 25 % steigen. Als Trend dürfte sich auch in den nächsten Jahren ein Zuwachs im Bereich der Nah-/Fernwärme einstellen. Die Fernwärme steht dabei im Substitionswettbewerb mit Anbietern konkurrierender Wärme-Energieträger wie Gas, Öl, Strom, Solarthermie oder Pellets. Für das Geschäftsjahr 2011/12 ist auf Grund der Preissteigerung auf dem Rohölweltmarkt mit einer weiteren Erhöhung der Gas- und Fernwärmepreise zu rechnen.

Im Wasserbereich intensivierte sich die Diskussion um eine angemessene Höhe der Wasserpreise nunmehr auf Bundesebene. Die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft erhielt als Vergleichsunternehmen einen Auskunftsbeschluss des Bundeskartellamtes und musste technische und wirtschaftliche Daten für die Jahre 2007 bis 2009 vorlegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in diesem Zusammenhang die Daten für das Kalenderjahr 2010 vorgelegt worden.

Vertrieb

Der Wettbewerb über die Segmente Strom und Gas hat sich weiter verstärkt.

Im Kundensegment Firmenkunden konnte die 24sieben ihr Kundenstromportfolio im eigenen Netz größtenteils behaupten. In Netzen außerhalb von Kiel konnte die Position gefestigt werden, ein weiterer Ausbau wie in den vergangenen Jahren ist jedoch aufgrund des stark steigenden Wettbewerbs nur begrenzt gelungen. Insgesamt verbleibt das Geschäft mit bestehenden Großkunden in Hamburg, Schleswig Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen auf leicht höherem Niveau. Insbesondere Neuabschlüsse mit Salamander Industrie-Produkte GmbH und Verlängerungen mit Ohly GmbH und HANSA-Milch AG sind zu erwähnen. Fokussiert werden derzeit kleinere Geschäftskunden, da dieses Kundensegment wirtschaftlichere Vertriebserfolge verspricht. Die Bepreisung im Bereich der Firmenkunden erfolgt marktnah über den Börsenzugang durch die MVV Trading GmbH.

Der Wettbewerb hat im Gasmarkt das Niveau des Strommarktes erreicht. Insbesondere der Wettbewerb um Geschäftskunden hat sich vor dem Hintergrund eines anhaltend niedrigen Preisniveaus an den Gasmärkten stark ausgeprägt. Im Netzgebiet Kiel haben sich daher die Kundenverluste der 24sieben im Bereich der Sondervertragskunden bei Erdgas weiter erhöht. Spürbar ist ferner eine deutlich erhöhte Sensibilität der Großkunden bei Entscheidungen über den Energieeinkauf. Das neue Produkt "24/7 Gasstrategie" ist vergleichbar mit entsprechenden Fondsprodukten im Strombereich. Das führt zu erfolgversprechenden Verhandlungen mit Wohnungsbaugesellschaften über den Bereich Kiel hinaus.

Vor dem Hintergrund der dauerhaft öffentlich geführten Energiepreisdiskussion wurde der Wettbewerbsdruck im Bereich Privatkunden größer. Ausdruck findet dies u.a. auch in der Neufassung des EnWG. Durch die Insolvenz des starken Wettbewerbers "TelDaFax", der mit Vorkasse gearbeitet hat, wurden jedoch einige Kunden wieder zurückgewonnen. Dem steigenden Wettbewerb wurde mit dem Aufbau zusätzlicher Steuerungs- und Kundenbindungskapazitäten begegnet. Im Privatkundensegment bewegten sich die Kundenverluste insbesondere beim Gas über den Erwartungen; im Strom lagen sie auf Planniveau. Die Kundenverluste betrafen in erster Linie die Grundversorgungsprodukte Strom Basis und Gas Basis, deren Mengen zu vielfach neu aufgetretenen Discountern, umliegenden Regionalversorgern sowie zu Ökoenergieanbietern abwanderten. Im Strom wurden die steigenden Kosten aus der EEG-Umlage durch eine Preiserhöhung um 1,35 Ct/kWh weitergegeben. Die Preise für die Privat- und Gewerbekunden im Gas konnten trotz steigender Preise an den Gasmärkten im GJ 10/11 stabil gehalten werden.

Die mit hohen Transportverlusten verbundene Wärmelieferung über Dampfnetze wird in Zusammenarbeit mit der SWKiel Erzeugung GmbH zugunsten eines besseren Transport-verfahrens weiter zurückgebaut; insgesamt wurden die Bestrebungen zur Gewinnung neuer Fernwärmekunden erfolgreich fortgesetzt.

Die bundesweiten Trends und die Diskussionen in der Wasserwirtschaft ausgelöst durch Abfragen des Kartellamts zu Wasserpreisen schlagen sich auch in Kiel nieder. Die Stadtwerke Kiel-Gruppe erhielt als Vergleichsunternehmen einen Auskunftsbeschluss des Bundeskartellamtes und musste technische und wirtschaftliche Daten für die Jahre 2007 bis 2009 vorlegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in diesem Zusammenhang die Daten für das Kalenderjahr 2010 vorgelegt worden.

Portfoliomanagement

Hauptlieferanten im Bereich Strom sind das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (kurz: GKK) und die MVV Trading GmbH (vormals 24/7 Trading GmbH). Zuständig für den Handel von Strom, Gas und weiteren Commodities und somit für den Zugang zur EEX ist im Konzernverbund der MVV die MVV Trading GmbH, von der im Wesentlichen die Marktmengen im Bereich Strom und Gas beschafft werden und an die die Kraftwerksmengen vermarktet werden. Neben der Lieferung erzeugter Wärme von GKK, Müllverbrennung und kleineren Dritterzeugern wird die komplette Wärmeerzeugung der SWKiel Erzeugung GmbH angekauft. Die Wassermengen werden ausschließlich von der SWKiel Netz GmbH bezogen.

Beteiligungen

Die 24sieben GmbH ist an der Vertriebsgesellschaft Nordland Energie GmbH mit 39,8 % beteiligt. Des Weiteren sind die Stadtwerke Lübeck GmbH und die ZVO mit 25,1 % und die Stadtwerke Eckernförde GmbH mit 5 % beteiligt. Im Geschäftsjahr konnte als weiterer Partner die Gemeindewerke Stockelsdorf mit 5 % Beteiligungsanteil gewonnen werden. Die Gesellschaft tritt als Strom- und Gasanbieter im Norddeutschen Raum auf.

Ertragslage

Die 24sieben erzielte Umsatzerlöse aus dem Verkauf und Handel von Strom, Erdgas, Wärme und Wasser in Höhe von insgesamt 436,8 Mio. € (Vorjahr 437,3 Mio. €).

Der Stromumsatz steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 19,2 Mio. € auf 220,6 Mio. €. Der Gesamtabsatz betrug 2.013 GWh (gegenüber 1.604 GWh im Vorjahr). Umsatz- und Absatzentwicklung steigen somit in Summe gegenüber dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen bedingt aus der Umstellung auf die Bruttomethode der Kraftwerksvermarktung des GKKs, d. h. diese Mengen werden für künftige Geschäfte nicht mehr direkt an den eigenen Vertrieb verkauft, sondern nur noch für bereits geschlossene Geschäfte mit dem Vertrieb berücksichtigt. Der Absatz an Letztverbraucher wurde durch den intensivierten Wettbewerb gegenüber dem Vorjahresabsatz leicht unterschritten.

Die Kosten für den Strombezug steigen gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung ist auf die beschriebene Umstellung (+ 45,2 Mio. €) sowie dem deutlichen Anstieg der EEG-Umlage zurückzuführen. Die 24sieben GmbH beschafft den konventionellen Strom überwiegend vom GKK, der MVV Trading GmbH sowie von der SWKiel Erzeugung GmbH.

Die Kosten für Stromnetznutzung verringerten sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung ist ursächlich auf spezifisch niedrigere Netznutzungskosten infolge der Anreizregulierung zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Strom stellt einen wesentlichen Bestandteil des Betriebsergebnisses dar und zeigt sich weiterhin positiv. Das deutlich geringere Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus den gemäß Marktpreisentwicklung rückläufigen Deckungsbeiträgen aus der Vermarktung und Nutzung des im GKK erzeugten Stroms.

Der Gasumsatz reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 12,0 Mio. € auf 114,4 Mio. €. Der Gesamtabsatz hat sich aufgrund der nicht ganz so kühlen Witterung, dem deutlichen Mengenrückgang mit Weiterverteilern und Verkäufe an die MVV Trading GmbH gesenkt und beträgt 3.152 GWh (3.978 GWh Vorjahr). Der Absatz gegenüber Letztverbrauchern hat sich ebenfalls witterungs- und wettbewerbsbedingt leicht verringert. Durch den intensiven Wettbewerb sank die Anzahl der Kunden im Privatkundengeschäft.

Die Erdgasaufwendungen sinken insbesondere mengenbedingt gegenüber dem Vorjahr, wobei sich der durchschnittliche Bezugspreis leicht erhöht hat.

Die Kosten für die Gasnetznutzung sanken preis- und mengenbedingt unter das Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Gas stellt ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Betriebsergebnis dar, insbesondere aufgrund von geringeren Netznutzungsentgelten konnte das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Zur Preissicherung des Energiebezuges wurden Sicherungsgeschäfte geschlossen. Stromseitig erfolgte eine Sicherung auf Basis des Kohlepreises, da die wesentlichen Bezugsverträge Preisanpassungen auf diesen Rohstoff vorsehen. Gasseitig erfolgt die Sicherung durch Preiskoppelung auf Basis des Ölpreises.

Der Fernwärmeumsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 12,6 Mio. € auf 67,1 Mio. €. Die Verkaufsmengen an Dritte verringerten sich um 40 GWh auf 1.166 GWh (Vorjahr 1.206 GWh). Der Umsatzrückgang beruht in erster Linie auf der Anpassung der Geschäftsfeldlogik (-13,0 Mio. €) und einer veränderten Verrechnungssystematik mit der SWKiel Erzeugung GmbH. Die Bezugskosten der Wärme profitieren von der guten Verfügbarkeit des GKK in den Wintermonaten.

Die Wärmeaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr witterungsbedingt sowie aufgrund einer angepassten Verrechnungssystematik mit der SWKiel Erzeugung GmbH gesunken. Trotz nachgelagerter Preisanpassungen und gestiegener Primärenergiekosten konnte aufgrund des dennoch kälteren Winters und der hohen Verfügbarkeit des GKK in den Wintermonaten ein positiver Rohertrag in der Wärme erzielt werden.

Der Wasserumsatz aus dem Endkundengeschäft stieg aufgrund von periodenfremden Effekten auf 34,6 Mio. € (Vorjahr 29,6 Mio. €). Der Wasserabsatz sinkt auf 17,5 Mio. m³ (Vorjahr 17,7 Mio. m³). Die Mengenänderung betrifft im Wesentlichen Sondervertragskunden. Das Rohergebnis im Geschäftsbereich Wasser stellt sich aufgrund der periodenfremden Effekte ebenfalls positiv dar.

Im Materialaufwand der 24sieben GmbH werden somit im Wesentlichen die Aufwendungen aus Strom, Gas, Wasser und Wärme von 405,2 Mio. € ausgewiesen. In den Aufwendungen sind Aufwendungen für die Nutzung der Strom- und Erdgasnetze von 70,7 Mio. € enthalten.

Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge um + 5,5 Mio. € auf 13,6 Mio. € ist geprägt durch Erträge aus Sicherungsgeschäften.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verändern sich geringfügig um + 1,2 Mio. € auf 24,5 Mio. €.

Der positive operative Geschäftsverlauf der Vorjahre konnte im Geschäftsjahr 2010/11 aufgrund positiver Preis- und periodenfremder Effekte fortgesetzt werden. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Ergebnis von rund 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 24,8 Mio. Euro) ab, das an die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft abgeführt wird.

Vermögenslage und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2011 auf 41,6 Mio € (Vorjahr 34,5 Mio. €) verändert. Auf der Aktivseite erhöhen sich die Vorräte geringfügig gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € auf 7,2 Mio. €. Ferner erhöht sich das Anlagevermögen auf 1,4 Mio. € durch einen Anstieg der Ausleihungen. Des Weiteren erhöhen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund von periodenfremden Effekten auf 32,0 Mio €. (Vorjahr 25,6 Mio. €).

Die Passiva veränderten sich durch höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 7,4 Mio. € auf 23,2 Mio. €.

Durch den Rückgang des Jahresergebnisses 2010/11 veränderte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (22,3 Mio. €) deutlich. Wesentliche Effekte ergeben sich aus einem niedrigeren Jahresergebnis sowie Änderungen im Zahlungsausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten. Dabei wirkte sich ein verschlechterter Abrechnungsstand aus. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (-0,5 Mio. €) sowie des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (-24,9 Mio. €) ging der Finanzmittelfonds um insgesamt 3,1 Mio. € auf -3,6 Mio. € zurück. Die Liquidität der 24sieben GmbH ist über das Cash-Pooling innerhalb der Stadtwerke Kiel - Gruppe sicher gestellt.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der stark erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 2,9 % auf 2,4 %.

Chancen und Risiken

Es besteht ein Risikomanagementsystem, das sich an den Vorgaben des zentralen Risikomanagements der MVV-Gruppe ausrichtet und diese umsetzt. Durch das System werden in effizienter Weise fortlaufend Risikopotentiale identifiziert, um so frühzeitig Maßnahmen der Absicherung einleiten zu können. Folgende wesentlichen Risiken werden bei der 24sieben u.a. überwacht:

Vertrieb

Preis- und Mengenrisiken

Die öffentliche Diskussion um die Abgabepreise stellt für die 24sieben GmbH ein Ertragsrisiko insoweit dar, dass die Gesellschaft steigende Bezugspreise nicht an ihre Kunden in vollem Umfang weitergeben kann bzw. entsprechende Marktanteile reduziert werden und somit langfristig Gewinnmargen verloren gehen.

Wegen zunehmender Wettbewerbsintensität kann die geplante Verkaufsmenge bei geplanter Rohmarge nicht erreicht werden.

Witterungseinflüsse (Gradtagsabweichungen) wirken sich negativ auf die Verkaufsmenge und somit auf die Rohmarge im Gas und insbesondere in der Fernwärme erheblich aus.

Mehr-/Mindermengenabrechnungen wirken den ursprünglich angesetzten Allokationsmengen entgegen und führen zu Mehrkosten/Umsatzerlösen in der Energielogistik/-beschaffung sowie Mehr-/Minderumsätzen bei Standardlastprofilkunden (SLP).

Liquiditäts- und Zahlungsausfallrisiken

Forderungsausfälle und Insolvenzen führen zu einer Erhöhung der Abschreibungen aus Forderungen und belasten die Liquidität.

Der Umgang mit Gaspreiswidersprüchen ist bisher noch nicht endgültig geklärt und Forderungen aufgrund von eigenhändigen Rechnungskürzungen mit Bezug auf § 315 BGB nicht juristisch durchgesetzt worden.

Sonstige spezielle Risiken

Fehlerhafte oder verspätete Abrechnungen aufgrund von technischen, personellen oder prozessualen Problemen führen zur Schädigung der Reputation, die mit erhöhten Kundenverlusten einhergehen.

Chancen im Vertrieb

Eine wiederholt kühle Witterung (Gradtagsabweichungen) wirkt sich hingegen positiv auf die Verkaufsmenge und somit auf die Rohmarge im Gas und insbesondere in der Fernwärme aus.

Zusätzliche Potentiale außerhalb des Heimatmarktes Kiel können über den Geschäftskundenvertrieb sowie mittelfristig über die Beteiligung an der Nordland Energie GmbH erzielt werden.

Portfoliomanagement

Preis- und Mengenrisiken

Eine Reduzierung des CDS (Clean-Dark-Spread: Preisdifferenzen zwischen Großhandelspreisen für Strom einerseits und Beschaffungspreisen für CO 2-Zertifikate und Kohle) führt zu einer Reduktion des Ergebnisses aus der Kraftwerksvermarktung.

Steigende Kosten bei Kohle und CO 2-Zertifikaten können trotz Sicherungsgeschäften zu erhöhten Erzeugungskosten in den Segmenten Strom und Wärme führen.

Preisrisiko Gas, wenn der Durchschnittspreis des Kavernengases zum Zeitpunkt der geplanten Auslagerung höher ist als der Bezugs- und/oder Marktpreis.

Mindestabnahmenverpflichtung aus flexiblen Bezugsverträgen können im Falle geringer Gasmengen aufgrund Witterung unterschritten werden.

Als Maßnahme zur Risikominimierung gilt seit dem Vorstandsbeschluss der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft im April 2011 für die Strom- und Gasgeschäfte der 24sieben GmbH ein MVV-weites Regelwerk zum Hedging von Erzeugungs-, B2B- und B2C-Positionen.

Technische Chancen und Risiken:

Wärme: Das GKK fällt auf Grund technischer Probleme oder äußerer Einwirkungen aus. Aufgrund von Schäden an den Turbinen fällt das GKK zurzeit sicher bis zum 14.11.2011 aus. Die technische Prüfung läuft noch.

Strom: Das GKK fällt aufgrund technischer Probleme oder äußerer Einwirkungen längerfristig aus. Aufgrund von Schäden an den Turbinen fällt das GKK zurzeit sicher bis zum 14.11.2011 aus. Die technische Prüfung läuft noch.

Die Kavernen stehen aufgrund technischer Defekte nicht zur Verfügung, geplante Gasmengen können nicht ein- oder ausgelagert werden.

Analog zu den oben ausgeführten Risiken bestehen Chancen insoweit, dass abweichend von den Planungen die Energieversorgung aus dem GKK und Kapazitäten der Kavernen in höherem Maße zur Verfügung stehen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Es zeichnet sich ab, dass die planmäßige Revision des Gemeinschaftskraftwerkes Kiel länger dauern wird und wahrscheinlich noch bis deutlich in die Heizperioden reichen wird. Zur Sicherung der Wärmeversorgung in Kiel muss die Produktion in kostenintensiveren Gaskraftwerken erfolgen.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine besonderen Ereignisse ergeben, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Ausblick

Die Vertriebserfolge im Firmenkundengeschäft entsprechen der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Planung; es wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung erwartet. Dies gilt insbesondere für den Gasbereich, wo die Einführung neuer Produkte in den nächsten Jahren die Ausweitung des Geschäftes in Norddeutschland unterstützen wird.

Im Privatkundensegment erwarten wir weiterhin einen intensiven Wettbewerb mit dem Risiko steigender Wechselquoten. Der Erfolg mit der regionalen Marken- und Produktführung im Kieler Absatzgebiet bietet auch weiterhin eine gute Basis für eine gute Kundenbindung im Stammgebiet. Der zum 01.10.2011 durchgeführte Markenrelaunch soll diesen Pfad deutlich verstärken. Ebenfalls sind spezielle Kundenbindungs- und -rückgewinnungsmaßnahmen vorgesehen. Aufgrund des gestiegenen Preisniveaus an den Gasmärkten werden die Preise für Privat- und Gewerbekunden zum 01.11.2011 um 0,3 Ct/kWh angehoben werden.

Mit dem Start der Nordland Energie GmbH in den Markt für Strom- und Gasmassenkunden wird sich der Erfolg plangemäß erst nach einer Anlaufzeit positiv darstellen. Bei einer Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir von einer erfolgreichen Fortsetzung des Wachstums aus.

Im Bereich des Portfoliomanagements - also der Vermarktung der Kraftwerksmengen und der Optimierung in der Anlagensteuerung - ist aufgrund der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich Weltkonjunktur und Finanzmärkten von stagnierenden Energiepreisen auszugehen. Dies und die grundsätzlich geringeren ausfallenden kostenlosen CO 2-Zuteilungen für Kraftwerke ab 1.1.2013 kann insbesondere in den Segmenten Strom und Wärme zu schwächeren Ergebnisbeiträgen und aufgrund von Verdrängungspotentialen insbesondere im Segment Gas zu leicht rückläufigen Ergebnisbeiträgen führen. Der Kraftwerksausfall des GKK und die Unsicherheit bzgl. der Nachfolgeregelung werden sich kurz- bzw. mittelfristig auf das Wärmeergebnis auswirken.

Intern wird das nächste Geschäftsjahr geprägt sein von einer weiteren Verbesserung der Steuerungsfähigkeiten des Controllings der 24sieben GmbH durch Implementierung entsprechender Projekte zur Systemoptimierung in den Bereichen SAP IS-U und SAP Business Warehouse. Außerdem wird die Anpassung aller Systeme und Strukturen an die neue Steuerungslogik nach Geschäftsfeldern eine wichtige Rolle spielen.

Ab dem 01.10.2011 ist geplant, die SWKiel Erzeugung GmbH auf die 24sieben GmbH zu verschmelzen, um so alle innerhalb der Marktbereiche stattfindenden Aktivitäten unter einem gesellschaftsrechtlichen Dach zusammenzufassen. Damit erreicht wird auch eine Vereinfachung der internen Verrechnungen und organisatorischen Abläufe.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Gesamtsituation wird das Ergebnisniveau ohne Berücksichtigung regulatorischer Auswirkungen bzw. Einmaleffekte in den folgenden beiden Geschäftsjahren wahrscheinlich verhaltener ausfallen.

 

Kiel, den 26. Oktober 2011

Die Geschäftsführung

Dr. Johannes Kleinsorg

Roger Mayer

Bilanz in Tsd Euro

Aktiva

  30.09.2011 30.09.2010 Anhang
Anlagevermögen      
Finanzanlagen 1 436 896 1
  1 436 896  
Umlaufvermögen      
Vorräte 7 236 7 028 2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31 969 25 604 3
Flüssige Mittel 1 006 1 001 4
  40 211 33 633  
  41 647 34 529  

Passiva

     
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 1 000 1 000  
  1 000 1 000  
Rückstellungen 17 480 17 732 5
Verbindlichkeiten 23 167 15 797 6
  41 647 34 529  

Gewinn- und Verlustrechnung in Tsd Euro

  01.10.2010 bis 30.09.2011 01.10.2009 bis 30.09.2010 Anhang
Umsatzerlöse 472 733 472 633  
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer - 35 925 - 35 347  
Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 436 808 437 286 7
Sonstige betriebliche Erträge 13 566 8 088 8
Materialaufwand 406 346 397 241 9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 537 23 281 10
Finanzergebnis 35 - 1 11
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 19 526 24 851  
Steuern 4 4 12
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 19 522 24 847  
abgeführter Gewinn      
Jahresüberschuss 0 0  

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010/2011 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die erstmalige Anwendung der geänderten Vorschriften durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgte im Geschäftsjahr 2010/2011.

Es haben sich keine Effekte aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt und die Beträge in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mitder Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausleihungen werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Bewertung der Waren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um angemessene Wertberichtigungen, bewertet. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Energielieferungen und Wasserlieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch unserer Kunden verrechnet. Die Ermittlung der abgegrenzten Forderungen erfolgt kundenindividuell unter Berücksichtigung von Gesamtmengen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechte und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities, sowie Zins- und Währungsswaps und Swaps über CO 2-Zertifikate.

Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird für den hieraus drohenden Verlust dem Vorsichtsprinzip entsprechend Vorsorge durch eine entsprechende Rückstellung aus Bewertungseinheiten getroffen. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Market-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Finanzanlagen

Name Sitz Höhe des Anteils
%
Eigenkapital * (Tsd) Ergebnis des Geschäftsjahres * (Tsd)
Nordland Energie GmbH Kiel 39,8 434 -848

* Jahresabschluss zum 30. September 2010

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 8).

2. Vorräte

in Tsd Euro 30.09.2011 30.09.2010
Waren 7 236 7 028
  7 236 7 028

Unter den Waren werden im Wesentlichen die Erdgasbestände der Kavernen ausgewiesen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 30.09.2011 30.09.2010
Forderungen    
aus Lieferungen und Leistungen 23 435 17 803
(mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
gegen verbundene Unternehmen 4 466 5 096
(mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 538 511
(mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2 530 2 194
(mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
  31 969 25 604

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 146 506 Tsd Euro (Vorjahr 148 014 Tsd Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 136 652 Tsd Euro (Vorjahr 130 438 Tsd Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4 923 Tsd Euro (Vorjahr 4 365 Tsd Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd Euro 30.09.2011 30.09.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 480 37 074
Sonstige Vermögensgegenstände 1 986 30 656
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 - 21 433
Sonstige Verbindlichkeiten 0 - 41 201
  4 466 5 096

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 524 Tsd Euro).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd Euro 30.09.2011 30.09.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 719 1 056
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 1 181 - 545
  1 538 511

4. Flüssige Mittel

In Höhe von 1 000 Tsd Euro handelt es sich um zugunsten der RWE Net AG, Dortmund, gesperrte Guthaben.

5. Rückstellungen

in Tsd Euro 30.9.2011 30.9.2010
Sonstige Rückstellungen 17 480 17 732
  17 480 17 732

Es handelt sich hauptsächlich um Rückstellungen für EEG-Bezug (5 362 Tsd Euro), für Abrechnungsverpflichtungen (3 467 Tsd Euro), Netznutzung Strom und Gas (2 262 Tsd Euro), Leistungspreis GKK Strom und Wärme (2 853 Tsd Euro) sowie Bilanzkreis Gas (977 Tsd Euro).

6. Verbindlichkeiten

in Tsd Euro 30.09.2011 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 30.09.2010 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Verbindlichkeiten        
aus Lieferungen und Leistungen 1 780 1 780 4 404 4 404
gegenüber verbundenen Unternehmen 21 378 21 378 9 397 9 397
Sonstige 9 9 1 996 1 996
  23 167 23 167 15 797 15 797

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd Euro 30.09.2011 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 30.09.2010 davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 622 19 622 11 033 11 033
Sonstige Verbindlichkeiten 34 793 34 793 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 - 1 636 - 1 636
Sonstige Vermögensgegenstände - 33 037 - 33 037 0 0
  21 378 21 378 9 397 9 397

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 5 659 Tsd Euro (Vorjahr Tsd 0).

Diese resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3 903 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 34 793 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) und sonstigen Forderungen in Höhe von 33 037 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd Euro 2010/2011 2009/2010
Strom 220 610 201 419
Gas 114 389 126 430
Fernwärme 67 088 79 735
Wasser 34 635 29 576
Sonstige 86 126
  436 808 437 286

Die periodenfremden Effekte in den Umsatzerlösen resultieren überwiegend aus dem branchenüblichen Erlösabgrenzungsverfahren.

8. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1 797 Tsd Euro (Vorjahr 1 987 Tsd Euro) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 874 Tsd Euro (Vorjahr 1 235 Tsd Euro).

9. Materialaufwand

in Tsd Euro 2010/2011 2009/2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 301 831 242 466
Aufwendungen für bezogene Leistungen 104 515 154 775
  406 346 397 241

Die im Materialaufwand enthaltenen periodenfremden Effekte (1 113 Tsd Euro) sind hauptsächlich auf die Endabrechnung GKK Strom 2010 und der Gutschrift für CO 2 GKK Wärme 2008 zurückzuführen.

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr 0 Tsd Euro) enthalten.

11. Finanzergebnis

in Tsd Euro 2010/2011 2009/2010
Zinsen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 27 0
(aus verbundenen Unternehmen) 0 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 1
(aus verbundenen Unternehmen) 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2 2
(an verbundene Unternehmen) 0 0
  35 - 1

12 Steuern

in Tsd Euro 2010/2011 2009/2010
Sonstige Steuern 4 4
  4 4

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

5 684 Tsd Euro für Weiterbelastung Personalkosten von der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel

4 403 Tsd Euro für Emissionsrechte CO 2 von der MVV Trading GmbH, Mannheim

3 450 Tsd Euro für Managementdienstleistungen von der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel

5 921 Tsd Euro für Erträge Kohle- und Heizölswaps von der MVV Trading GmbH, Mannheim

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 147 717 Tsd Euro, davon entfallen 140 927 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

94 190 Tsd Euro für Gasterminkaufkontrakte

47 336 Tsd Euro für Stromterminkaufkontrakte

5 601 Tsd Euro für Pacht- und Leasingverträge

590 Tsd Euro für Einzahlungs- und Darlehensverpflichtungen

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivativen Finanzinstrumente:

  Nominalvolumen positive Marktwerte negative Marktwerte
Strom 4.879.142 MWh 7.404 T€ - 7.150 T€
Kohle 635.000 t 1.621 T€ - 555 T€
CO 2 1.294.972 t 759 T€ - 4.409 T€
GCert 114.341 MWh 2 T€ - 29 T€
Gas 3.834.870 MWh 4.872 T€ - 7.783 T€
Öl 22.329 hl 164 T€ 0 T€

Die Bewertung erfolgt zum Fair Value auf Basis von Terminpreiszeitreihen unter Berücksichtigung der Zinskurve.

Die 24sieben GmbH setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodityrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zins- und Währungsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und Emissionsrechte.

Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse als Drohverlustrückstellung ausgewiesen.

Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden sowie der Weiterverteiler wurden Portfolio-Bewertungseinheiten aufgebaut. Diese sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben und künftig voraussichtlich ausgleichen werden.

Im Bereich Gas sind analog zu Strom Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind. Zur Gaspreissicherung eingesetzte HEL-Swaps sind in einem separaten Portfolio zur Sicherung der Preisrisiken (Teilrisiken) aus den Gasbezugsverträgen erfasst und als Bewertungseinheit mit den aus den Bezugsverträgen resultierenden Teilrisiken abgebildet.

Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft den Bezug aus fremden Kraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus dem Kraftwerk) in einer Makro- Bewertungseinheit zusammengefasst.

Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 19.926 Tsd Euro. Dem stehen positive Marktwerte kompensierend gegenüber. Der Gesamtsaldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

Portfolio Marktwerte Sicherungsgeschäfte Marktwerte Grundgeschäfte Saldo Marktwerte aus Grund- und Sicherungsgeschäften
  kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Gas-Vertrieb 78 T€ -2.825 T€ 10.352 T€ 5.691 T€ 10.274 T€ 8.516 T€
Strom-Vertrieb 1.744 T€ 211 T€ -232 T€ 5.695 T€ -1.976 T€ 5.483 T€
Strom-Erzeugung -209 T€ -2.375 T€ 13.025 T€ 18.840 T€ 13.234 T€ 21.214 T€

Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem Zeitwert von 22.297 Tsd Euro sowie Makro-Hedges mit einem Zeitwert von 34.448 Tsd Euro.

In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Strom) und 16,0 Mio. Euro (Gas) einbezogen.

Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie erzeugte Bezugsmenge aus GKK berücksichtigt.

Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 3 Jahren gesichert.

Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt.

Für nicht kompensierte Verluste sind zum 30. September 2011 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von insgesamt 0 Tsd Euro gebildet.

Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen.

Konzernbeziehungen

Für den größten Kreis von Unternehmen wird ein befreiender Konzernabschluss von der MVV GmbH, Mannheim, aufgestellt. Für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Die Konzernabschlüsse werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

Dr. Johannes Kleinsorg, Diplom-Volkswirt, kaufm. Angestellter der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel

Roger Mayer, Diplom-Ingenieur, technischer Angestellter der Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel (seit 19.10.2011)

Vergütung von Geschäftsführung

Der Geschäftsführer hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG, Mannheim, dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Anlagenspiegel

Finanzanlagen Beteiligungen Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Gesamt in Tsd Euro

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.10.2010 896 0 896
Zugänge 0 590 590
Abgänge - 50 0 - 50
Umbuchungen 0 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.09.2011 846 590 1 436
Abschreibungen 01.10.2010 0 0 0
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 30.09.2011 0 0 0
Restbuchwerte 30.09.2011 846 590 1 436
Restbuchwerte 30.9.2010 896 0 896

 

Kiel, 26.10.2011

Die Geschäftsführung

Dr. Johannes Kleinsorg

Roger Mayer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der 24sieben GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Kiel, den 27. Oktober 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andreas Block, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift über einen Gesellschafterbeschluss

Als alleinige Gesellschafterin der 24sieben GmbH fasst die Stadtwerke Kiel AG unter Verzicht auf Form- und Fristvorschriften folgenden Gesellschafterbeschluss:

1.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010/2011 mit einer Bilanzsumme in Höhe eines Betrages von 41.647.000,00 € und einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe eines Betrages von 19.522.000,00 € wird festgestellt.

2.

Dem Geschäftsführer wird für das Geschäftsjahr 2010/2011 Entlastung erteilt.

 

Kiel, 24. Juli 2012

Stadtwerke Kiel AG als allein stimmberechtigte Gesellschafterin

Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender

Dr. Jörg Teupen, Vorstandsmitglied

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

10 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.