Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 105245
Eingetragen
14.12.2006
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Die Forschung, die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von medizinischen und insbesondere kardiotechnischen Produkten und die Erbringung von damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven-René Friedel
seit 17.11.2014
Geschäftsführer
Ares Krishna Dr. Menon
seit 17.11.2014
Geschäftsführer
Klaus Wü+rtenberger
seit 14.12.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
99.80%
Erbengemeinschaft des Herrn Ulrich Ströher
0.20%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Syscore GmbH
Germany
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berlin Heart GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

• Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

• Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf Berlin Heart

• Branchenentwicklung - Markt für mechanische Herzunterstützung

• Geschäftsentwicklung Berlin Heart

• Umsatzentwicklung

• Forschung und Entwicklung

• Investitionen

Mitarbeiter

• Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

• Nachtragsbericht

• Risikomanagement und Geschäftsrisiken

• Geschäftschancen

• Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftliche Lage war auch im Jahr 2023 aufgrund diverser geopolitischer Ereignisse und Verwerfungen deutlich angespannt. Der andauernde Russland-Ukraine-Krieg, der Gaza-Krieg sowie die nach wie vor hohe Inflation haben die Weltwirtschaft negativ beeinträchtigt. Diese Faktoren führten zu politischen und damit auch wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ein weiterer dämpfender Faktor ist die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert.

Die Weltwirtschaft wuchs laut IWF im Jahr 2023 um 3,1 %. Für 2024 wird ein Wachstum von 2,6 % und für 2025 von 3,2 % erwartet. Die in fast allen Weltregionen sehr hohe Inflation hat sich zum Jahresende 2023 bereits abgeschwächt und soll mittelfristig weiter sinken. In den USA wird das Erreichen die 2 %-Inflationsmarke für Mitte 2024, für Europa gegen Ende 2024 erwartet. Durch Lohnzuwächse wird der entstandene Kaufkraftverlust für die Konsumenten zunehmend kompensiert und infolge sinkender Zinsen werden sich die Re-Finanzierungs- Möglichkeiten bzw. -konditionen für Unternehmen verbessern. Beides wird zu positiven wirtschaftlichen Impulsen führen. Insgesamt wird sich das weltwirtschaftliche Wachstum, auch zyklusbedingt, jedoch verlangsamen, was insbesondere auf entsprechenden Prognosen für die USA und China beruht. Für Europa hingegen wird ein moderates bzw. gleichbleibendes Wachstum erwartet. Allerdings sind die Risiken für 2024 und darüber hinaus vielfältig. Neben diversen lokalen Konflikten und Verschiebungen in den globalen Machtverhältnissen spielen die zunehmende gesellschaftliche Spaltung und die soziale Ungleichheit eine Rolle.

Die wirtschaftliche Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt, den USA, gestaltete sich im Jahresverlauf 2023 besser als prognostiziert. Infolge des steigenden privaten Konsums und auch erhöhter Anlageinvestitionen wurde dort bisher eine Rezession vermieden. Für 2024 geht der internationale Währungsfonds (IWF) von einer Verlangsamung der BIP-Entwicklung in den USA aus. Nach einem Plus von 2,4 % im Jahr 2023 soll sich das Wachstum auf 1,3 % im Jahr 2024 reduzieren. Dabei besteht weiterhin die Möglichkeit das die US-Wirtschaft in eine Rezession abgleitet.

Chinas Wirtschaftswachstum verzeichnete 2023 erwartungsgemäß eine der schwächsten Entwicklungen der letzten 30 Jahre. Die Krise am Immobilienmarkt und der schwache Binnenkonsum belasteten die Konjunktur. Insgesamt hat China im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum von 5,2 Prozent verzeichnet. Das Wachstum Chinas wird sich voraussichtlich im Jahr 2024 erneut abschwächen. Der IWF und das Conference Board erwarten in den nächsten Jahren nur ein Wachstum von ca. 4%.

Die europäische Wirtschaft ist im Jahr 2023 stagniert. Das Wachstum lag bei 0,6 bis 0,7 % (Europäische Kommission 0,6 %, IFO 0,7 %, OECD 0,6 %). Dabei haben sich die Volkswirtschaften Europas unterschiedlich entwickelt, wobei das Wachstum in Deutschland unterdurchschnittlich ausfiel. Maßgeblich für die schwache gesamteuropäische Entwicklung ist der geringe Konsumanstieg der privaten Haushalte, da trotz gestiegener Löhne und geringer Arbeitslosigkeit der Konsum zögerlich war. Es wird erwartet, dass sich dies im Jahr 2024 verbessert, da die Löhne stärker als die Preise ansteigen werden. Für das Jahr 2024 wird daher ein Wachstum von 1,2 % vorhergesagt, wobei die Vorhersage aus 2022 nach unten korrigiert wurde.

Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2023 geschrumpft. Damit steigt das Risiko einer Rezession für das Jahr 2024. Gründe für das schwache Wirtschaftsjahr resultieren aus den Belastungen infolge des Energiepreisschocks, der geldpolitischen Straffungen und der weltwirtschaftlichen Abschwächung. Dies verzögert die allgemein erwartete wirtschaftliche Erholung. Die EU-Kommission senkte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich von plus 0,2 auf minus 0,4 Prozent. Damit wird die größte Volkswirtschaft der EU zum Schlusslicht in Europa.

Der Medizintechnikmarkt gehört weiterhin zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Die Branche steht aber unter erheblichem Druck. Die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren waren schwierig: steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Löhne sowie Lieferkettenprobleme haben die Gewinne gesenkt. Daneben bestehen weiterhin Herausforderungen mit der Adaption an die MDR (Medizinprodukteverordnung) und seit kurzem gilt das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Bei der MDR wurde durch die EU die Übergangsfrist auf 2028 verlängert, um die Lage etwas zu entspannen. Insgesamt gehen die Investitionen am Standort Deutschland zurück und Forschungsinvestitionen werden zunehmend ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf einem Tiefstand gesunken. Im Jahr 2023 wird der durchschnittliche Umsatzanstieg in der MedTech-Branche ca. 4,8 Prozent betragen. Dies liegt unter der weltweiten Rate von 6,4 %. Die Lage der Branche hat sich zum Ende des Jahres 2023 etwas verbessert. Es wird erwartet, dass sich dies im Jahr 2024 fortsetzt.

Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf Berlin Heart

Im Jahr 2023 gestalteten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Berlin Heart weiterhin anspruchsvoll. Insbesondere weiter steigende Bezugspreise bei bestimmten Fertigungsmaterialien und Logistik-Dienstleistungen führen zu einer erhöhten wirtschaftlichen Belastung. Hinzu kommen stark steigende Personalkosten aufgrund der Inflationsentwicklung sowie der zunehmende bürokratische Aufwand zur Aufrechterhaltung des regulatorischen Systems. Trotz dieser Herausforderungen konnte Berlin Heart im Jahr 2023 ein gutes und über den Erwartungen liegendes Ergebnis erwirtschaften.

Wie in den vergangenen Jahren waren unsere geschäftlichen Aktivitäten von einer konstant hohen Nachfrage im pädiatrischen Bereich geprägt. Allerdings stellt der Mangel an Pflegekräften, insbesondere in der Intensivpflege, mittlerweile eine Herausforderung für unser Geschäft in Deutschland dar. Dennoch konnten wir steigende Implantationen und Umsätze verzeichnen.

Die aktuellen Krisenherde in der Ukraine sowie im Gazastreifen haben uns nach unserer Einschätzung wirtschaftlich nicht beeinträchtigt. Zu Russland und Weißrussland unterhalten wir seit geraumer Zeit keine Geschäftsbeziehungen mehr. In der Ukraine gab es in der Vergangenheit nur vereinzelt Patienten, die mit unseren Produkten versorgt wurden. Unsere Aktivitäten in Israel konnten bisher ohne Einschränkungen fortgesetzt werden. Physische Engpässe auf der Beschaffungsseite wurden infolge unserer aktiven Bevorratungsstrategie bisher vermieden.

Über viele Jahre hinweg spielte die Inflation in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle, da die Teuerungsraten niedrig waren. Diese Situation änderte sich im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Corona-Tief, wobei die negativen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine diesen Effekt verstärkten. Im Jahresdurchschnitt 2023 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um +5,9 % im Vergleich zu 2022. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) war die Inflationsrate für 2023 damit niedriger als im Vorjahr, als sie noch bei +6,9 % lag. Um den Auswirkungen der hohen Inflation auf unsere Mitarbeiter Rechnung zu tragen, erfolgten seit Ende 2022 mehrere zentrale Gehaltsmaßnahmen. Hierbei wurden vor allem die unteren Gehaltsgruppen stärker entlastet. Aufgrund unserer Wettbewerbsposition waren wir bislang in der Lage einen Teil der erheblichen Kostensteigerungen an unsere Kunden in Form von Preiserhöhungen weiterzugeben.

Angesichts der hohen Inflation haben die Notenbanken seit 2022 ihre Geldpolitik deutlich gestrafft. Der Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft im Euroraum wurde seitdem in zehn Schritten auf zuletzt 4,5 % im September 2023 angehoben. Vor diesem Hintergrund haben wir bereits im vierten Quartal 2022 den Einsatz von Zinssicherungsgeschäften wieder aufgenommen, die im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wirksam wurden.

Seit 2019 ist das QM-System von Berlin Heart nach der MDR zertifiziert. Die Berlin Heart Produkte EXCOR Active und EXCOR Ikus sind bereits nach der MDR CE gekennzeichnet. Für die EXCOR Blutpumpen hat Berlin Heart Ende 2023 das CE-Zertifikat erhalten und für die EXCOR Kanülen wird dies für Anfang 2024 erwartet.

Der wesentlichste makroökonomische Einfluss auf das Umsatzgeschäft ergibt sich für Berlin Heart aus dem starken US-Geschäft und somit den Wechselkursschwankungen des Währungspaares EUR / US$. Im Monatsdurchschnitt 2023 betrug das Wechselkursverhältnis 1,08 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (1,07) leicht negativ für Berlin Heart als Exporteur entwickelt. Insgesamt konnten wir auf Basis der gewählten Sicherungsstrategie einen Sicherungskurs von 1,08 EUR / US$ und somit in Höhe des Monatsdurchschnitts erzielen. In Zukunft gehen wir weiterhin von Volatilitäten aus, so dass die mittelfristige Absicherung unserer internen Preiskalkulation durch entsprechende Derivate eine wichtige Rolle spielt.

Für das Jahr 2024 sehen wir unverändert herausfordernde Rahmenbedingungen für deutsche Medizintechnikhersteller.

Branchenentwicklung - Markt für mechanische Herzunterstützung im chirurgischen Umfeld 1

Herz-Kreislauferkrankungen stellen in den entwickelten Industrieländern nach wie vor die am meisten verbreitete Erkrankung mit hoher Mortalität dar.

Der globale Markt für die mechanische Herzunterstützung (VAD) bei Erwachsenen hat sich im Jahr 2023 nach unserer Einschätzung weiter stagnierend entwickelt. Das System HeartMate3 von Abbott ist aktuell das einzige zugelassene, langfristig implantierbare LVAD für Erwachsene. Aufgrund der Wettbewerbssituation und des hohen Potentials arbeiten diverse Start-Up- Unternehmen, auch aus China, an innovativen Lösungen für dieses nach wie vor unterversorgte Markt-Segment.

Im Markt für mechanische Herzunterstützung bei Kindern, insbesondere Kleinkindern, ist Berlin Heart weiterhin Weltmarktführer. Vor allem in Nordamerika haben wir diese Position im letzten Jahr noch einmal deutlich ausgebaut. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass sich der VAD-Markt für Kinder infolge der durch Berlin Heart bereits realisierten bzw. in Realisierung befindlichen Produktinnovationen auch in der Zukunft positiv entwickeln wird. Allerdings ist auch festzuhalten, dass der VAD-Markt für Kinder ein Nischensegment mit übersichtlichen Fallzahlen ist. Infolgedessen erwarten wir auch in naher Zukunft keinen ausgeprägten Wettbewerb.

1 Hierzu zählen wir aktive Pump-Systeme, die Patienten mittel- bis langfristig unterstützen. Kurzfristige Unterstützungssysteme für den Einsatz von Stunden bis wenigen Tagen, z.B. ECMO-Systeme oder Katheter basierte Systeme wie sie zunehmend im Bereich der interventionellen Kardiologie zum Einsatz kommen, werden hier nicht betrachtet.

Geschäftsentwicklung Berlin Heart

Berlin Heart auf einen Blick (Angaben in € Mio.)

Geschäftsjahr 2020 2021 delta 2022
Umsatzerlöse 21,8 24,3 + 12 % 31,6
Gesamtleistung 23,0 25,7 + 12 % 31,5
Forschungs- und Entwicklungskosten 8,2 8,7 + 6 % 9,8
Jahresüberschuss / -fehlbetrag -1,2 -1,3 -5 % 0,3
EBIT 1) - 0,2 - 1,2 - 391 % 1,0
EBITDA 2) 1,5 0,7 + 53 % 3,0
Eigenkapitalquote 3) -24 % 5 % + 29 % 16 %
Investitionen 4) 1,7 2,7 + 57 % 2,5
Mitarbeiter zum 31.12. 5) 226 210 -7 % 226
Geschäftsjahr delta 2023 delta
Umsatzerlöse + 30 % 34,0 + 7 %
Gesamtleistung + 22 % 35,9 +14 %
Forschungs- und Entwicklungskosten +13 % 10,8 + 11 %
Jahresüberschuss / -fehlbetrag + 121 % 1,0 - 250 %
EBIT 1) + 178 % 1,7 - 74 %
EBITDA 2) + 324 % 5,0 + 65 %
Eigenkapitalquote 3) + 10 % 17 % + 2 %
Investitionen 4) -5 % 4,2 + 66 %
Mitarbeiter zum 31.12. 5) +8 % 240 + 6 %

1) EBIT ist die Abkürzung für "Earnings before Interests and Taxes", d.h. das "Ergebnis vor Zinsen und Steuern". Das "vor" bedeutet, dass die Aufwandsposten Zinsen und Steuern vom Einkommen und Ertrag (Ertragssteuern) unberücksichtigt bleiben bzw. dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden.
2) EBITDA ist die Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization". Das bedeutet "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände".
3) Die Eigenkapitalquote gibt das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital (= Bilanzsumme) des Unternehmens wieder.
4) ohne als "selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" aktivierte Entwicklungsleistungen
5) ohne Geschäftsführung und Auszubildende

Im Geschäftsjahr 2023 konnte Berlin Heart mit einem Umsatzanstieg von +7 % auf € 34,0 Mio. das beste Umsatzergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielen und die positive Geschäftsentwicklung der Vorjahre fortsetzen. Trotz weiterhin hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von € 10,8 Mio. bzw. 32 % des Umsatzes, stieg das EBITDA auf € 5,0 Mio. an, verglichen mit € 3,0 Mio. im Vorjahr. Grund für die positive Entwicklung war insbesondere die spürbar verbesserte Lieferfähigkeit infolge erweiterter Fertigungskapazitäten sowie die sehr hohe Versorgungsqualität, insbesondere mit EXCOR Active.

Die Erträge aus Bestandsveränderungen (2023: € 1,6 Mio. / 2022: € -0,2 Mio.) beeinflussen die Gesamtleistung zusätzlich positiv.

Das übergeordnete Ziel für 2023, das im Vorjahr durch einen Zuwachs von > 30 % erreichte Geschäftsvolumen zu stabilisieren, konnten wir in vollem Maße erreichen.

Mit Blick auf das Jahresergebnis hat sich dieses um € +0,7 Mio. auf einen Jahresüberschuss von € 1,0 Mio. verbessert.

Insgesamt liegt das Jahresergebnis 2023 deutlich über unseren Erwartungen und übertrifft die im Lagebericht 2022 abgebildete Prognose. Mit dem im Geschäftsjahr 2023 erreichten Umsatz- und Ertragsvolumen haben wir das strategische Ziel, Berlin Heart mit seinem EXCOR Kerngeschäft auf Basis von wegweisenden Innovationen und einer ausgeprägten Qualitätspolitik als hochprofitablen Nischenanbieter zu positionieren erreicht.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Berlin Heart GmbH betrug im Geschäftsjahr 2023 € 34,0 Mio. (Vorjahr: € 31,6 Mio.). Die Umsatzsteigerung beziffert sich auf € +2,4 Mio. bzw. +7 % und vollzog sich in fast allen Regionen. 88 % der Umsätze (Vorjahr: 88 %) wurden außerhalb Deutschlands erzielt. Das weltweite Implantationsvolumen beläuft sich auf dem Niveau des Vorjahres (+2 %).

Wesentlich für das Übertreffen unserer Prognose sind signifikant erhöhte Mietumsätze mit dem neuen portablen Antrieb EXCOR Active. Diese kompensieren erwartet rückläufige Ikus Antriebsverkäufe in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 2,2 Mio.).

Im Detail stiegen die Umsätze in Deutschland um € +0,3 Mio. bzw. +7 %. Außerhalb Deutschlands in der Region Übriges Europa verzeichneten wir ein Umsatzergebnis auf Niveau des Vorjahres (-1 %). In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz um € +3,4 Mio. bzw. +23 %. Hier konnten wir in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum erzielen, was neben unseren Produktinnovationen auch auf ein verbessertes Antikoagulations-Management und insgesamt verbesserte klinische Ergebnisse zurückzuführen ist. In der Region Sonstige, insbesondere in Australien, Japan und Saudi-Arabien führen verringerte Antriebsabsätze zu einem planungskonformen Umsatzrückgang von € -1,4 Mio. bzw. -18 %. In Australien und Saudi-Arabien erfolgte im Vorjahr die Erstausstattung mit EXCOR Active Antrieben.

Der Gesamtumsatz der Berlin Heart Gruppe lag im Geschäftsjahr 2023 bei € 41,6 Mio. (Vorjahr: € 38,0 Mio.). In Summe über alle Regionen wurde das Umsatzergebnis auf Gruppenebene um € +3,6 Mio. bzw. +9 % ausgebaut. Negative Wechselkurse beeinflussten das Umsatzergebnis mit € -0,8 Mio. infolge der Eurostärke im Vergleich zum US-Dollar.

Forschung und Entwicklung

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden auch in 2023 überdurchschnittlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung zur Stärkung des Kerngeschäftes sowie zur langfristigen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten getätigt. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr € 10,8 Mio. (Vorjahr: € 9,8 Mio.) in Forschungsaktivitäten sowie in Produktentwicklungen investiert. Die F&E-Quote beläuft sich entsprechend auf 32 % (Vorjahr: 31 %).

Bei unseren Innovationsvorhaben haben wir in 2023 noch einmal verstärkt im EXCOR Kerngeschäft investiert. Hierzu zählen im Wesentlichen Optimierungen und weitere Produktfeatures für das EXCOR Active System. Ferner arbeiten wir an weiteren Produkt-Varianten für das Kanülensortiment, um unsere Patienten noch besser versorgen zu können. Für die Folgejahre gehen wir nun von geringeren F&E-Aufwendungen im Kerngeschäft aus und konzentrieren uns hier auf die weitere Zulassung (u.a. USA und Japan) und Vermarktung von EXCOR Active sowie die zunehmende Versorgung von Single Ventricle Patienten. Neben dem Kerngeschäft haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikante Mittel in die Vorentwicklung eines neuen implantierbaren Herzunterstützungssystems für Kinder investiert und hierbei weitere Fortschritte erzielt.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung der vorgenannten Kanülenvarianten haben wir aufgrund der bevorstehenden wirtschaftlichen Verwertung Entwicklungskosten in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.) unter den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgswirksam aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich auf € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.).

Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betrugen € 4,2 Mio. (Vorjahr: € 2,5 Mio.). Diese Angabe umfasst aus Gründen der Vergleichbarkeit nicht die unter dem Posten selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesenen Entwicklungsleistungen (2023: € 0,2 Mio. / 2022: € 0,0 Mio.).

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände belaufen sich auf € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.).

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von € 4,1 Mio. (Vorjahr: € 2,4 Mio.) umfassen den weiteren Erwerb von EXCOR Active Systemen in Höhe von € 3,2 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.) zur Erweiterung des EXCOR Active Mietpools. Umgliederungen von stationären Antriebseinheiten aus dem Umlaufvermögen erfolgten im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr nicht. Beide Antriebsgenerationen werden für Mietzwecke verwendet. Ferner entfallen € 0,3 Mio. auf die Erneuerung der Klimatechnik im Reinraum am Standort Wiesenweg.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte Berlin Heart 240 Mitarbeiter (Vorjahr: 226). Dabei betrug die Teilzeitquote 33 % (Vorjahr: 34 %). Der Frauenanteil belief sich auf 43 % (Vorjahr: 40 %). Im Jahresdurchschnitt waren 232 Personen bei Berlin Heart beschäftigt (Vorjahr: 213).

Der Personalaufwand erhöht sich auf € 14,8 Mio. (Vorjahr: € 14,4 Mio.), insbesondere infolge des Ausbaus der Fertigungs- und Qualitätssicherungs-Ressourcen, der Wiederbesetzung von Stellen in marktnahen Bereichen sowie der vorgenommenen zentralen Gehaltsmaßnahmen angesichts der hohen Inflation.

Die Wertschöpfung pro Mitarbeiter erhöht sich auf T€ 155 (Vorjahr: T€ 148).

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Für das Geschäftsjahr 2023 weisen wir einen Nachsteuergewinn von € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.) aus. Das Jahresergebnis ist im Wesentlichen durch den Umsatzanstieg um € +2,4 Mio. bzw. +7 % auf € 34,0 Mio. und durch die weiterhin überdurchschnittlich hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung mit einer F&E-Quote von 32 % (Vorjahr: 31 %) geprägt. Sonder- bzw. Einmaleffekte aus der Aktivierung von Entwicklungsleistungen belaufen sich auf € 0,2 Mio. (2022: € 0,0 Mio.).

Die Gesamtleistung beträgt € 35,9 Mio. und hat sich gegenüber Vorjahr (2022: € 31,5 Mio.) vor allem infolge erhöhter Umsätze (€ +2,4 Mio.) sowie Bestandsmehrungen (€ +1,9 Mio.) um insgesamt € +4,4 Mio. verbessert.

Ferner reduzieren sich die sonstigen betrieblichen Erträge infolge von reduzierten positiven Währungskurseffekten (€ 0,8 Mio.) um € -0,2 Mio. auf € 1,8 Mio.

Die Materialaufwendungen steigen auf € 4,9 Mio. (Vorjahr: € 4,7 Mio.). Das Rohergebnis beziffert sich auf € 32,9 Mio. (Vorjahr: € 28,8 Mio.).

Aufgrund noch einmal erhöhter F&E-Investitionen im EXCOR Kerngeschäft erhöhen sich die Forschungs- und Produktentwicklungsaufwendungen auf in Summe € 10,8 Mio. (Vorjahr: € 9,8 Mio.). Davon entfallen auf direkte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (ohne Personal- und Gemeinkosten) € 5,1 Mio. (Vorjahr: € 3,5 Mio.).

Gegenüber dem Vorjahr steigen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf € 8,0 Mio. (Vorjahr: € 7,8 Mio.) an. Die Aufwendungen aus Kursdifferenzen aus dem Währungspaar EUR/USD reduzieren sich um € -0,4 Mio. auf € 0,8 Mio. Aufwandserhöhend wirken im Wesentlichen ansteigende Mieten und Raumkosten (2023: € 1,7 Mio. / 2022: € 1,5 Mio.) infolge der Strompreisentwicklung sowie mit Aufhebung der Pandemiemaßnahmen normalisierte Reisekosten (2023: € 0,7 Mio. / 2022: € 0,6 Mio.).

Weitere Investitionen in den EXCOR Active Mietpool führen zu einem Anstieg der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 2,3 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.). Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von € 1,0 Mio. umfassen Sortimentsbereinigungen im Bereich des Kanülenportfolios sowie infolge der Ausphasung der auslaufenden Antriebsgenerationen Ikus und Excor mobil.

Die Bilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Vorjahresstichtag auf € 36,8 Mio. (Vorjahr: € 34,9 Mio.).

Auf der Aktiva beläuft sich der Anteil des Anlagevermögens auf € 15,3 Mio. bzw. 42 %. Der weitere Aufbau des Mietpools EXCOR Active um € +3,2 Mio. auf € 8,6 Mio. führt im Wesentlichen zum Anstieg des Anlagevermögens um 4 %-Punkte gegenüber Vorjahr. Gegenläufig wirken Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.) und übrige Abschreibungen in Höhe von € 2,4 Mio. (Vorjahr: € 1,2 Mio.). Letztgenannte beinhalten Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.).

Der Vorratsbestand in Höhe von insgesamt € 9,3 Mio. steigt infolge der Bevorratung mit Fertigerzeugnissen zur Ausschöpfung weiteren Umsatzpotentials um € +0,7 Mio. (Vorjahr: € 8,6 Mio.).

Die liquiden Mittel erhöhten sich um € +0,2 Mio. auf € 2,0 Mio.

Auf Basis des Jahresüberschusses in Höhe von € 1,0 Mio. erhöht sich das Eigenkapital auf € 6,4 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 17 % (Vorjahr: 16 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf € 4,3 Mio. (Vorjahr: 4,2 Mio.). Hiervon entfallen € 2,0 Mio. auf bestehende Betriebsmittellinien, die aufgrund des gestiegenen Working Capitals im dritten Quartal 2023 um € +2,0 Mio. auf € 7,0 Mio. erweitert wurden.

Zur Finanzierung der Investitionen in strategische Produktentwicklungen (EXCOR Active System und implantierbares Herzunterstützungssystem) wurden bis 2020 auf jährlicher Basis mit der Muttergesellschaft (Sysstra Holding GmbH) der Gesellschafterin Syscore GmbH langfristige Nachrangdarlehen vereinbart. Hieraus bestehen zum Stichtag Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 18.500. (Vorjahr: T€ 18.500). Die Darlehen haben Restlaufzeiten bis zu den Jahren 2028 - 2031.

Zum weiteren Aufbau des EXCOR Active Mietpools wurde im vierten Quartal 2023 ein gesondertes Nachrangdarlehen mit der Sysstra Holding GmbH in Höhe von € 1,5 Mio. geschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 und ist jeweils zum 31. Dezember 2024, 31. Dezember 2025 und 31. Dezember 2026 in Höhe von € 0,5 Mio. zu tilgen.

Insgesamt bestehen somit zum Stichtag Nachrangdarlehen mit der Sysstra Holding GmbH in Höhe von € 20,0 Mio. (Vorjahr: € 18,5 Mio.).

Der operative Cashflow ist mit € 3,3 Mio. (Vorjahr: € 2,5 Mio.) gegenüber dem Vorjahr um € 0,8 Mio. verbessert, was im Wesentlichen auf die positive Veränderung des Geschäftsergebnisses zurückzuführen ist. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Investitionstätigkeit in Höhe von € -4,2 Mio. (Vorjahr: € -2,4 Mio.) beläuft sich der Netto-Cashflow auf € -0,9 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierung beläuft sich auf € 1,1 Mio. Dies entspricht im Wesentlich dem neu aufgenommenen Nachrangdarlehen gegenüber der Sysstra Holding GmbH zur weiteren Finanzierung des EXCOR Active Mietpools.

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

Risikomanagement und Geschäftsrisiken

Im Rahmen der Tätigkeit auf einem hochinnovativen und dynamischen Geschäftsfeld ist Berlin Heart einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Unser Geschäft, unsere Finanzausstattung und die Ergebnisse unseres operativen Geschäfts können durch die nachfolgend aufgeführten Risiken beeinträchtigt werden:

Berlin Heart ist dem exogenen Risiko des Marktes ausgesetzt. Vor allem eine verschlechterte finanzielle Lage öffentlicher und privater Gesundheitsträger in den jeweiligen Ländern und damit verbundene Sparmaßnahmen sowie geänderte rechtliche Rahmenbedingungen können den Absatz unserer Produkte erschweren.

Zudem können intensivierte Wettbewerberaktivitäten, z. B. durch Platzierung überlegener Produkte oder anderweitiger Vertriebsmaßnahmen, zu einer Verfehlung unserer Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsprognosen führen. Ebenso können verzögerte oder fehlgeschlagene Produktentwicklungen oder -zulassungen unsere wirtschaftliche und finanzielle Lage negativ beeinflussen. Durch unsere Marktstellung, gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie Produktinnovationen in Verbindung mit einem fokussierten Projektmanagement versuchen wir, diesen Risiken zu begegnen.

Aktuell sind uns keine, in unseren Märkten in Vermarktung oder Zulassung befindliche Wettbewerbsprodukte bekannt. Berlin Heart ist aufgrund seiner Marktstellung jedoch auf den möglichen Markteintritt von Wettbewerbern in den kommenden Jahren vorbereitet.

Die Markteinführung neuer Produkte ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Dies gilt insbesondere für Hochtechnologie- bzw. als Hochrisiko klassifizierte Medizinprodukte. Insofern können sich Produkte im Rahmen der Markteinführung bzw. im Rahmen von Zulassungsstudien als nicht tauglich erweisen und erwartete Erlöse verzögern, reduzieren oder ausfallen. Durch eine normenkonforme Produktentwicklung und umfangreiche Verifizierungs- und Validierungsaktivitäten versuchen wir diesem Risiko entgegenzuwirken.

Weiterhin können aufgrund unserer F&E-Tätigkeiten sowie durch bereits bestehende Schutzrechte Kollisionen mit Schutzrechten Dritter entstehen. Diese Risiken sind nur bedingt steuerbar. Durch ein vorausschauendes IP-Management sowie einer qualitativ hochwertigen und umfänglichen Rechtsberatung versuchen wir, mögliche Negativeffekte zu minimieren.

Durch die hohe Komplexität und Spezialisierung unserer Produkte sind wir einem erhöhten Fertigungs- und Zuliefererrisiko ausgesetzt. Ferner können Qualitätsverluste unserer Produkte sowie temporär begrenzte Fertigungskapazitäten die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. Durch eine qualitätsorientierte Fortentwicklung unserer Fertigungstechnologien und ein umfangreiches sowie an internationale Regularien ausgerichtetes Qualitätsmanagementsystem, einer engen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie einer laufenden Anpassung unserer Fertigungskapazitäten an aktuelle Marktgegebenheiten versuchen wir, diesen Risiken proaktiv zu begegnen. Ferner gewährleistet unser Risikomanagement die laufende Analyse, Bewertung und Kontrolle von Risiken über den gesamten Produktlebenszyklus, so dass Risiken unserer Medizinprodukte - bezogen auf den medizinischen Nutzen für den Patienten - vertretbar und in einem hohen Maß mit dem Schutz von Gesundheit und Sicherheit vereinbar sind. Zudem haben wir eventuelle Garantieansprüche durch eine entsprechende Rückstellungsbildung abgedeckt. Infolge erhöhter Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt sind wir ebenfalls erhöhten Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Die Folgen einer möglichen Haftung versuchen wir, mittels angemessener Versicherung zu minimieren.

Aufgrund der Vertriebsaktivitäten im nordamerikanischen Markt sind wir einem erhöhten Wechselkursrisiko ausgesetzt. Durch eine entsprechende Berücksichtigung dieses Risikos in unserer Preisbildung versuchen wir dem entgegenzuwirken. Ferner haben wir gemäß unserer risikoaversen Ausrichtung Devisenkurssicherungsgeschäfte von kurz- und mittelfristiger Laufzeit abgeschlossen, um negative Abweichungen von unseren internen Kalkulationsgrundlagen so gering wie möglich zu halten.

Durch mögliche, erneute Pandemien sowie geopolitische Konflikte besteht die erhöhte Gefahr der Störung unserer Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie der Energieversorgung. Möglichen negativen Effekten begegnen wir insbesondere mit einer Bevorratung an RHB- Stoffen mit einer Reichweite von bis zu 12 Monaten und in Einzelfällen auch darüber hinaus.

Mit der Innovationsstrategie der Berlin Heart und den damit einhergehenden negativen operativen Cashflows werden auch zukünftig weitere Kapitalmaßnahmen aus dem Gesellschafterbereich verbunden sein. Erklärungsgemäß werden die entsprechenden Finanzierungserfordernisse bei einer planungskonformen Unternehmensentwicklung durch ein signifikantes Kommitment der Gesellschafterin oder mit ihr verbundener Unternehmen abgedeckt. Für die Jahre 2022 bis 2024 wurde bei einer planungskonformen Unternehmensentwicklung eine Finanzierungsbestätigung von bis zu € 13,0 Mio. abgegeben, von denen bisher € 3,5 Mio. zugeflossen sind. Bei einer signifikanten Verfehlung der Unternehmensplanung können zukünftig Finanzierungsrisiken aus dem Nichtzustandekommen der jährlichen Kapitalmaßnahmen im benötigten Umfang resultieren. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko in der Sicherstellung eines cash-positiven Kerngeschäfts (ohne die aufwandsseitige Berücksichtigung der Vorentwicklung des implantierbaren Herzunterstützungssystems). Durch die Reduzierung der umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die Begrenzung der aktuellen unternehmerischen Tätigkeiten auf das profitable Kerngeschäft, kann der Finanzierungsbedarf ausreichend beeinflusst werden. Ferner besteht die Möglichkeit, alternative Finanzierungsquellen bzw. weitere Investoren bei der Umsetzung der Berlin Heart Innovationsstrategie einzubeziehen.

Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses. Sie können bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen und sich somit positiv oder negativ auf das Ergebnis auswirken. Neben dem Marktzins werden die Finanzierungskosten der Berlin Heart auch durch zu zahlende Kreditrisikoprämien bestimmt, welche sich an dem Rating der Hausbanken orientieren. Zinsänderungsrisiken werden bereits durch die Vereinbarung von überwiegend Festsatzdarlehen sowie durch den Einsatz von Zinsderivaten reduziert.

Die fortschreitende Digitalisierung hat zur Folge, dass die Notwendigkeit von immer verfügbarer und sicherer IT zunimmt. Daraus resultieren IT-, Telekommunikations- und Cyberrisiken, wie die Unterbrechung der Verfügbarkeit von IT-Systemen, die zu schwerwiegenden Geschäftsunterbrechungen führen können, oder der nicht autorisierte Zugang Dritter zu Unternehmensdaten. Dem begegnen wir mit einem Informationssicherheitsmanagement.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtrisikoposition im Berichtsjahr durch die weiterhin positive Entwicklung des EXCOR Kerngeschäfts nicht verändert. Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sehen wir auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken.

Geschäftschancen

Neben Risiken birgt unsere Geschäftstätigkeit auch substanzielle Chancen. Die im Folgenden gelisteten Punkte geben hierzu einen groben Überblick.

Aufgrund der weiterhin laufenden Markteinführung bzw. -penetration von EXCOR Active sowie der damit verbundenen Verbesserung der extrakorporalen Herzinsuffizienztherapie für Patienten und Angehörige, gehen wir auch zukünftig von moderat steigenden Umsätzen aus.

Ebenso gehen wir bei der Versorgung von Single-Ventricle-Patienten (Kinder und Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler) zukünftig von ebenfalls moderat steigenden Umsätzen aus.

Langfristig bieten die gegenwärtigen Vorentwicklungs- sowie Schutzrechtsaktivitäten die Möglichkeit der Festigung und Erweiterung unserer Marktstellung. Berlin Heart forscht und entwickelt insbesondere im Segment implantierbarer Herzunterstützungssysteme. Diese Produkte adressieren einen nach wie vor unterversorgten, dynamischen Markt mit hohem Ertragspotential.

Prognosebericht

Die im Kapitel »Prognosebericht« getroffenen Aussagen basieren auf der im Dezember 2023 von der Geschäftsführung und dem Beirat verabschiedeten mittelfristigen Planung der Berlin Heart GmbH bzw. der Berlin Heart Gruppe. Grundlage dieser Planung sind die von uns gesetzten Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung des Marktes für mechanische Herzunterstützung. Dabei handelt es sich um Einschätzungen des Unternehmens, die sich auf einschlägige Analysen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, internationaler Organisationen und Branchenverbände sowie auf interne Marktanalysen stützen. Die dargestellten Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an Zielsetzungen unserer Geschäftsfelder sowie an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Die im Folgenden getroffenen Aussagen basieren auf unserem aktuellen Kenntnisstand.

Gestörte Lieferketten bringen gravierende Probleme mit sich, auf die wir bisher erfolgreich im Rahmen des Risikomanagements reagiert haben. Auf Basis der eingeleiteten Maßnahmen und weiterer Bevorratung von Roh- Hilfs und Betriebsstoffen sowie der bestehenden Vorratsbestände an Fertigerzeugnissen sind wir der Auffassung, dass wir für weitere Eventualitäten gut aufgestellt sind und diese, je nach zukünftigem Ausmaß und Länge, keine Existenzbedrohung für Berlin Heart darstellen.

Neben dem Russland-Ukraine-Krieg wird mittlerweile auch im Nahen Osten ein Krieg zwischen Israel und Palästina geführt. Ferner beobachten wir derzeit diverse geopolitische Konfliktherde, deren zukünftige Entwicklung ungewiss ist und die mit hohen Unsicherheiten bezüglich ihrer Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung verbunden sind.

Auf Basis der kontinuierlich verbesserten Implantations- und Umsatzentwicklung in fast allen Märkten gehen wir weiterhin davon aus, dass unsere Innovationen markgestaltend sind und Berlin Heart eine starke Wettbewerbsposition besitzt. Auf Basis unserer rollierenden Absatzprognosen erwarten wir für das Jahr 2024 ein stabiles Bestandsgeschäft. Neben einem Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2023 gehen wir infolge erhöhter Investitionen in Forschung und Entwicklung von einem Fehlbetrag von ca. € -5 Mio. aus.

Wesentliches Ziel in 2024 ist die Zulassung und Marktpenetration von EXCOR Active in weiteren Regionalmärkten, u.a. den USA und Japan. Ferner werden wir die Entwicklung des implantierbaren Herzunterstützungssystems für Kinder intensivieren. Für 2024 rechnen wir daher mit einem Anstieg der F&E- und Zulassungsaufwendungen auf ca. € 17 Mio.

Für die Jahre 2025 ff. erwarten wir weiter moderat steigende Umsätze sowie jährliche Aufwendungen für Forschung & Entwicklung zwischen € 16 Mio. und € 18 Mio. Haupteinflussfaktor auf die Höhe der Entwicklungskosten ist das Voranschreiten der Entwicklung des neuen implantierbaren Herzunterstützungssystems.

Für das EXCOR Kerngeschäft prognostizieren wir weiterhin eine Ausweitung der Profitabilität auf ein EBITDA in Höhe von > € 10 Mio. bzw. eine EBITDA-Marge von > 25% in der Berlin Heart Gruppe.

 

Berlin, 30. April 2024

Sven-René Friedel

Dr. Ares K. Menon

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.801.788,30 5.391.779,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 385.238,00 459.336,55
3. Geschäfts- und Firmenwert 2,00 2,00
4. geleistete Anzahlungen 12.211,90 0,00
5.199.240,20 5.851.117,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 111.177,00 86.795,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.225.785,60 5.599.732,13
(davon für Mietzwecke € 6.928.586,00; Vorjahr € 4.513.988,00)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.233,02 251.420,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.463.301,44 1.335.071,12
10.082.497,06 7.273.018,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.404,09 41.404,09
15.323.141,35 13.165.540,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.749.830,83 2.471.568,26
2. Unfertige Erzeugnisse 2.402.486,73 1.822.881,21
3. Fertige Erzeugnisse 5.102.747,11 4.296.114,69
4. Geleistete Anzahlungen 1.463,00 1.463,00
9.256.527,67 8.592.027,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.604.483,42 3.942.602,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.217.454,75 5.939.048,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 806.543,23 1.017.963,28
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 50.193,91; Vorjahr € 36.611,43)
9.628.481,40 10.899.614,38
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.965.740,64 1.719.014,10
20.850.749,71 21.210.655,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 658.580,24 475.046,92
36.832.471,30 34.851.242,96

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 29.376.724,83 29.376.724,83
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 90.005,53 90.005,53
IV. Verlustvortrag -26.492.487,13 -26.764.737,26
V. Jahresüberschuss 952.282,95 272.250,13
6.426.526,18 5.474.243,23
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.480.625,19 3.129.962,90
2.480.625,19 3.129.962,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.314.583,04 4.192.110,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.591.999,83 1.465.702,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.102.843,74 19.617.834,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 584.381,16 345.853,09
(davon aus Steuern € 176.545,86; Vorjahr € 203.459,32)
27.593.807,77 25.621.500,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 183.816,18 393.936,51
E. Passive latente Steuern 147.695,98 231.599,49
36.832.471,30 34.851.242,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 33.990.028,85 31.639.351,46
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.632.022,02 -248.455,53
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 263.365,09 73.426,14
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.823.729,87 1.975.213,12
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 786.777,01; Vorjahr € 926.147,09)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.337.766,96 2.440.492,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.517.713,09 2.241.573,29
4.855.480,05 4.682.066,10
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.595.387,75 12.357.625,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.239.793,26 2.041.370,44
(davon für Altersversorgung € 53.773,13; Vorjahr € 52.419,11)
14.835.181,01 14.398.996,41
7. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.251.891,86 2.045.505,55
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.046.535,05 0,00
3.298.426,91 2.045.505,55
8. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 5.080.928,03 3.511.047,40
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.981.703,42 7.849.486,05
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 815.549,25; Vorjahr € 1.183.810,71)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.193,61 133,45
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 788.359,13 691.327,94
(davon an verbundene Unternehmen € 576.500,00; Vorjahr € 555.000,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -83.903,51 -34.150,19
(davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € -83.903,51; Vorjahr € -34.150,19)
13. Ergebnis nach Steuern 970.164,40 295.389,38
14. Sonstige Steuern 17.881,45 23.139,25
15. Jahresüberschuss 952.282,95 272.250,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Berlin Heart GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 105245 B eingetragen und hat ihren Firmensitz im Wiesenweg 10, 12247 Berlin, Deutschland.

Der Jahresabschluss der Berlin Heart GmbH wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren vorgenommen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen gelten die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr unverändert:

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die in der Verfügungsmacht der Berlin Heart GmbH stehen, aus denen für die Berlin Heart GmbH ein künftiger Nutzen zu erwarten ist und die verlässlich bewertet werden können, werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe fertige Erzeugnisse) bewertet, sofern sie eindeutig identifizierbar und somit vom Geschäfts- oder Firmenwert zu unterscheiden sind.

Die immateriellen Vermögenswerte werden um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (zu den wesentlichen Nutzungsdauern siehe Sachanlagen) vermindert.

Entwicklungskosten werden unter strenger Beachtung des Vorsichtsprinzips bei Erfüllung der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen unter dem Posten "selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" aktiviert. Planmäßige Abschreibungen erfolgen ab Abschluss der jeweiligen Entwicklungsphase.

Nachfolgende Tabelle zeigt die bei der Gewinnausschüttung zu beachtenden Beträge nach § 268 Absatz 8 HGB.

in TEUR 31.12.2023
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.802
Passive latente Steuern auf selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -1.409
+ aktive latente Steuern 1.262
= Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB 4.654

Nachfolgende Tabelle zeigt die bei der Gewinnausschüttung der Berlin Heart GmbH zu beachtenden Beträge nach § 268 Absatz 8 HGB.

in TEUR 31.12.2023
Kapitalrücklagen 29.377
+ Gewinnrücklagen 90
- Verlustvortrag -26.492
- Jahresüberschuss 952
= Zwischensumme 3.927
- Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB -4.654
= Nicht ausschüttungsfähiger Betrag -728
Maximal ausschüttbarer Betrag unter Berücksichtigung des § 268 Abs 8 HGB 0

Die Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen für Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden aus Transparenzgründen separat als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgewiesen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe fertige Erzeugnisse) vermindert um zeitanteilige lineare Abschreibungen, bewertet.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen neben dem Anschaffungspreis die direkt zurechenbaren Aufwendungen, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand und an den Standort für seine vorgesehene Verwendung zu bringen.

Geringwertige Vermögensgegenstände im Wert bis zu EUR 800 werden sofort als Aufwand erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen werden grundsätzlich entsprechend den deutschen steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt und erfolgen "pro rata temporis".

Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 7-10
EDV-Programme, Sonstige Rechte 3-5
Bauten 6-13
Technische Anlagen und Maschinen 3-13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13

Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen.

Anlagen im Bau werden zu ihren Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten ausgewiesen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Das gemilderte Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 3 HGB wurde beachtet.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. Es wird grundsätzlich die Durchschnittsbewertung angewandt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten entsprechend ihrem Fertigungsstand. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und der Wertverzehr von Anlagevermögen, soweit er durch die Herstellung des Wirtschaftsgutes veranlasst ist, sowie angemessene Verwaltungsgemeinkosten herangezogen. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Die Materialeinzelkosten wurden anhand von Stücklisten zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Fertigungseinzel- und die Fertigungsgemeinkosten, der Wertverzehr von Anlagevermögen sowie die Verwaltungsgemeinkosten wurden anhand der Betriebsabrechnung bzw. auf Grundlage von Arbeitsplänen ermittelt. Fertige Erzeugnisse, die längerfristig vermietet werden, werden unter den Sachanlagen ausgewiesen. Bei Umbuchung werden diese unter dem Posten andere aktivierte Eigenleistungen erfasst.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Der Ansatz der Forderungen, geleisteten Anzahlungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mitteln erfolgt zu Nennwerten abzüglich ggf. angemessener Wertberichtigungen. Das strenge Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem Devisenmittelkurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kursdifferenzen aus dem unterjährigen Ausgleich von monetären Posten in Fremdwährung sowie aus der Bewertung der offenen Fremdwährungsposten werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag ergebniswirksam erfasst.

Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, die Teil einer Bewertungseinheit sind, werden zum zugehörigen Devisenterminkurs bewertet.

Bewertungsgrundlagen

Außer in den folgenden Fällen sind die Vermögenswerte und Schulden grundsätzlich auf Basis fortgeführter historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet worden:

derivative Finanzinstrumente und

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente.

Diese Vermögenswerte und Schulden wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie nicht effektiver Teil einer Bewertungseinheit sind.

Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Wartungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Gebühren zur Aufrechterhaltung von Schutzrechten und sonstige im Voraus bezahlte Aufwendungen werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Abs. 1 HGB erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Dazu gehören Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte.

Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung sowie zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei Darlehen mit variabler Verzinsung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen werden grundsätzlich Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv bzw. retrospektiv festgestellt.

Ertragsteuern

Der Steueraufwand der Periode enthält auch latente Steuern. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschafts- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit eine zukünftige Verlustverrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Falle eines Passivüberhangs erfolgt die Verrechnung mit bestehenden Verlustvorträgen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,35 % zugrunde (15,00 % für die Körperschaftssteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,35 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Umsatzrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Verfügungsmacht, das heißt die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen, auf den Käufer übergeht. Der Umfang der Umsatzerlöse umfasst die zuverlässig ermittelbaren Erträge, sofern der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird.

Die Erfassung von Umsatzerlösen aus Dienstleistungen erfolgt nach Erbringung der Leistung. Die Umsatzerlöse werden gegebenenfalls um Erlösschmälerungen (z.B. Preisnachlässe und Mengenrabatte) verringert.

Sonstige Erlöse, bspw. aus dem Verkauf von Anlagen, werden im Posten sonstige Erträge erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens sind in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- und Firmenwert Geleistete Anzahlungen Gesamt
in €
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1. Januar 2023 7.918.217 7.898.661 2.668.997 0 18.485.875
Zugänge 207.874 59.461 - 12.212 279.548
Umbuchungen - - - - -
Abgänge - 76.950 - 76.950
31. Dezember 2023 8.126.091 7.881.173 2.668.997 12.212 18.688.473
Abschreibungen
1. Januar 2023 2.526.438 7.439.325 2.668.995 - 12.634.758
Zugänge 797.865 133.526 - 931.391
Abgänge - 76.916 - - 76.916
31. Dezember 2023 3.324.303 7.495.935 2.668.995 - 13.489.233
Restbuchwerte
31. Dezember 2023 4.801.788 385.238 2 12.212 5.199.240
31. Dezember 2022 5.391.779 459.337 2 0 5.851.118

Sachanlagen

in € Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen davon für Mietzwecke
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1. Januar 2023 2.050.962 20.817.650 11.865.777
Zugänge 41.463 465.011 -
Umbuchungen - 3.339.989 3.214.895
Abgänge 1.977 1.150.042 123.036
31. Dezember 2023 2.090.448 23.472.607 14.957.636
Abschreibungen
1. Januar 2023 1.964.167 15.217.918 7.351.789
Zugänge 15.995 1.163.928 785.453
Abgänge 891 1.135.025 108.192
31. Dezember 2023 1.979.271 15.246.822 8.029.050
Restbuchwerte
31. Dezember 2023 111.177 8.225.786 6.928.586
31. Dezember 2022 86.795 5.599.732 4.513.988
in € Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1. Januar 2023 3.493.611 1.335.071 27.697.294
Zugänge 173.177 3.468.219 4.147.870
Umbuchungen - -3.339.989 0
Abgänge 1.160.351 - 2.312.370
31. Dezember 2023 2.506.436 1.463.301 29.532.793
Abschreibungen
1. Januar 2023 3.242.190 - 20.424.275
Zugänge 140.577 - 1.320.500
Abgänge 1.158.563 - 2.294.479
31. Dezember 2023 2.224.203 - 19.450.296
Restbuchwerte
31. Dezember 2023 282.233 1.463.301 10.082.497
31. Dezember 2022 251.421 1.335.071 7.273.019

Finanzanlagen

in € Anteile an verbundenen Unternehmen Gesamt Total
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1. Januar 2023 41.404 41.404 46.224.573
Zugänge - - 4.427.418
Umbuchungen - -
Abgänge - 2.389.320
31. Dezember 2023 41.404 41.404 48.262.670
Abschreibungen
1. Januar 2023 - 33.059.033
Zugänge - - 2.251.892
Abgänge - - 2.371.396
31. Dezember 2023 - - 32.939.529
Restbuchwerte
31. Dezember 2023 41.404 41.404 15.323.141
31. Dezember 2022 41.404 41.404 13.165.540

Die Gesellschaft hält an der im Geschäftsjahr 2005 gegründeten Berlin Heart Inc., The Woodlands, Anteile in Höhe von 100 %. Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Abs. 1 und 2 HGB entfällt, da die Größenmerkmale gemäß § 293 Abs. 1 HGB nicht erfüllt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.217 (Vorjahr: T€ 5.939) enthalten T€ 5.217 (Vorjahr: T€ 5.939) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben bei letzteren T€ 50 (Vorjahr: T€ 37) eine Laufzeit von > 1 Jahr.

Finanzinstrumente

Hinsichtlich des Wertänderungsrisikos (Fremdwährungsschwankungen) wird mit den sich gegenläufig zu den Devisentermingeschäften (Sicherungsgeschäft) im Nominalvolumen von TUS-$ 2.500 verhaltenden Fremdwährungsforderungen (Grundgeschäft) eine Bewertungseinheit in Form eines Portfolio-Hedges gebildet. Ein Portfolio-Hedge deckt die Risiken mehrerer, hinsichtlich Laufzeit, Art und Risikofaktor, gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsinstrumente ab. Die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate haben einem positiven Wert von T€ 130. Die Bewertung von Forderungen in fremder Währung sowie des Devisentermingeschäftes erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden die Fremdwährungsforderungen mit dem Kassakurs und das zu ihrer Kurssicherung abgeschlossene Währungsderivat mit dem Marktterminkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet (T€ 0); Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Die Geschäfte werden bis März 2024 fällig.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatzgeschäften in US- Dollar resultieren, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Portfolio-Hedge) zusammengefasst.

Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode angewendet. Insoweit erfolgt die Nichtanwendung der §§ 249 Abs. 1, 252 Abs. 1 Nr. 3, 4 sowie 256a HGB. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von geplanten Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TUS-$ 16.400 bei beizulegenden Zeitwerten von insgesamt T€ +357. Die Devisentermingeschäfte sind bis Dezember 2025 fällig.

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden, d. h. einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen ermittelt.

Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Devisentermingeschäfte in USD (Portfolio-Hedge).

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Finanzinstrumente:

Kategorie Art Umfang beizulegender Zeitwert Buchwert Bewertungsmethode
währungsbezogen TUS-$ T€ T€
# 1 Termin 01 250 19 0 mid market-preis
Termin 02 250 19 0 mid market-preis
Termin 03 400 13 0 mid market-preis
Termin 04 250 18 0 mid market-preis
Termin 05 200 7 0 mid market-preis
Termin 06 250 19 0 mid market-preis
Termin 07 250 3 0 mid market-preis
Termin 08 200 6 0 mid market-preis
Termin 09 250 18 0 mid market-preis
Termin 10 200 7 0 mid market-preis
Termin 11 250 19 0 mid market-preis
Termin 12 250 17 0 mid market-preis
Termin 13 200 7 0 mid market-preis
Termin 14 250 18 0 mid market-preis
Termin 15 200 7 0 mid market-preis
Termin 16 250 3 0 mid market-preis
Termin 17 250 16 0 mid market-preis
Termin 18 300 10 0 mid market-preis
Termin 19 250 16 0 mid market-preis
Termin 20 250 -1 0 mid market-preis
Termin 21 250 16 0 mid market-preis
Termin 22 200 7 0 mid market-preis
Termin 23 250 16 0 mid market-preis
Termin 24 250 3 0 mid market-preis
Termin 25 250 16 0 mid market-preis
Termin 26 200 7 0 mid market-preis
Termin 27 250 15 0 mid market-preis
Termin 28 250 -1 0 mid market-preis
Termin 29 250 7 0 mid market-preis
Termin 30 200 7 0 mid market-preis
Termin 31 250 6 0 mid market-preis
Termin 32 250 3 0 mid market-preis
Termin 33 250 6 0 mid market-preis
Termin 34 200 7 0 mid market-preis
Termin 35 250 6 0 mid market-preis
Termin 36 250 0 0 mid market-preis
Termin 37 200 6 0 mid market-preis
Termin 38 250 6 0 mid market-preis
Termin 39 250 6 0 mid market-preis
Termin 40 300 9 0 mid market-preis
Termin 41 250 0 0 mid market-preis
Termin 42 250 6 0 mid market-preis
Termin 43 250 6 0 mid market-preis
Termin 44 400 12 0 mid market-preis
Termin 45 500 2 0 mid market-preis
Termin 45 223 0 0 mid market-preis
Termin 46 250 1 0 mid market-preis
Termin 47 400 11 0 mid market-preis
Termin 48 250 1 0 mid market-preis
Termin 49 250 1 0 mid market-preis
Termin 50 277 -3 0 mid market-preis
Termin 51 250 1 0 mid market-preis
Termin 52 250 -3 0 mid market-preis
Termin 53 400 11 0 mid market-preis
Termin 54 250 1 0 mid market-preis
Termin 55 400 11 0 mid market-preis
Termin 56 250 1 0 mid market-preis
Termin 57 250 1 0 mid market-preis
Termin 58 250 1 0 mid market-preis
Termin 59 400 11 0 mid market-preis
Termin 60 250 1 0 mid market-preis
Termin 61 250 1 0 mid market-preis
Termin 62 250 -2 0 mid market-preis
Termin 63 250 2 0 mid market-preis
Termin 64 250 2 0 mid market-preis
Termin 65 400 10 0 mid market-preis
Termin 66 250 2 0 mid market-preis
Termin 67 250 2 mid market-preis
Termin 68 250 2 0 mid market-preis
Termin 69 250 2 0 mid market-preis
Termin 70 250 3 0 mid market-preis
Termin 71 250 3 0 mid market-preis
Total 18.900 487 0
Kategorie Art Umfang beizulegender Zeitwert Buchwert Laufzeitbeginn
zinsbezogen T€ T€ T€
#2 Swap I 2.000 10 0 31.03.2023
Swap II 2.000 -9 0 01.10.2023

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 659 (Vorjahr T€ 475) beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit diversen Serviceverträgen für Software (T€ 335; Vorjahr: T€ 173) sowie Versicherungsprämien (T€ 171; Vorjahr: T€ 217).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (T€ 1.088; Vorjahr: T€ 1.567), ausstehende Rechnungen (T€ 650; Vorjahr: T€ 494), Gewährleistungen (T€ 328; Vorjahr: T€ 359), Rückbaukosten (T€ 147; Vorjahr: T€ 149) sowie Rabatte (T€ 108; Vorjahr: T€ 113).

Die Überdeckung infolge der Ausübung des Beibehaltungswahlrechts (Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB) und der damit unterlassenen Neubewertung von Rückstellungen beträgt T€ 10.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.578 737 - 4.315
(Vorjahr) (2.078) (2.115) (-) (4.192)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.592 - - 1.592
(Vorjahr) (1.466) (-) (-) (1.466)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.603 19.500 13.000 21.103
(Vorjahr) (1.118) (18.500) (18.500) (19.618)
Sonstige Verbindlichkeiten 584 - - 584
(Vorjahr) (346) (-) (-) (346)
Gesamt 7.357 20.237 13.000 27.594
(Vorjahr) (5.007) (20.615) (18.500) (25.622)

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt durch:

1.

Sicherungsübereignung des Rohstoff- und Warenlagers in seinem jeweiligen Bestand;

2.

Abtretung der Kundenforderungen (Globalzession);

3.

Darlehensbelassungs- und Rangrücktrittserklärung.

Zur Finanzierung der umfangreichen F&E-Tätigkeiten wurden bis zum Jahr 2020 jährlich mit der Sysstra Holding GmbH, Darmstadt, Verträge über Nachrangdarlehen geschlossen. Hieraus bestehen zum Stichtag Nachrangdarlehen mit der Sysstra Holding GmbH in Höhe von T€ 18.500 (Vorjahr: T€ 18.500). Die Darlehen haben Restlaufzeiten bis zu den Jahren 2028 - 2031.

Mit Datum vom 01. Oktober 2023 wurde mit der Sysstra Holding GmbH ein gesondertes Nachrangdarlehen in Höhe von € 1,5 Mio. zum weiteren Aufbau des EXCOR Active Mietpools geschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 und ist jeweils zum 31. Dezember 2024, 31. Dezember 2025 und 31. Dezember 2026 in Höhe von € 0,5 Mio. zu tilgen.

Insgesamt bestehen zum Stichtag Nachrangdarlehen mit der Sysstra Holding GmbH in Höhe von € 20,0 Mio. (Vorjahr: € 18,5 Mio.).

Mit den Geschäftsbanken wurde zudem im September 2023 eine Ausweitung der bestehenden Kreditlinien vereinbart, um das gestiegene Working Capital adäquater zu finanzieren. Die Betriebsmittellinien der Commerzbank AG sowie UniCredit Bank AG auf Basis EURIBOR erhöhen sich um jeweils € +1,0 Mio. auf insgesamt € 7,0 Mio.,

Darüber hinaus sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 177 (Vorjahr: T€ 179) enthalten.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Passivüberhang der latenten Steuern von T€ -1.375. Der Passivüberhang wird mit bestehenden Verlustvorträgen in Höhe von T€ 1.228 verrechnet. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:

Bilanzposten 31.12.2023 Differenz Handels- vs. Steuerbilanz Steuersatz 31.12.2023 Aktive latente Steuern
T€ % T€
Sonstige Rückstellungen 167 29,35 49
49
Bilanzposten 31.12.2023 Differenz Handels- vs. Steuerbilanz Steuersatz 31.12.2023 Passive latente Steuern
T€ % T€
Bilanzpostenbezogene Fremdwährungsbewertung -49 29,35 -14
Selbstgeschaffene Rechte und Werte -4.802 29,35 -1.409
-1.424
Nutzung von Verlustvorträgen 4.182 29,35 1.228
Saldo 147

Gegenüber dem Vorjahr erhöhen sich die aktiven latenten Steuern aus Bilanzposten um T€ 25 und verringern sich aus der Nutzung von Verlustvorträgen um T€ 109. In Summe beläuft sich die Verringerung auf T€ 85. Die passiven latenten Steuern aus Bilanzposten verminderten sich um T€ 169. Die Veränderungen betrugen in Summe T€ +84.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend § 277 Abs. 1 HGB erfasst und gliedern sich wie folgt:

Deutschland Europa Nordamerika Sonstige Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
EXCOR 4.035 5.636 17.654 6.254 33.580
SONSTIGE 169 70 170 0 410
4.205 5.707 17.825 6.254 33.990

Die periodenfremden Erträge (T€ 4) im Geschäftsjahr betreffen im Wesentlichen Nachaktivierungen für selbsterstellte Wirtschaftsgüter (T€ 4).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe reduzieren sich auf T€ 2.338 (Vorjahr: T€ 2.440). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich auf T€ 2.518 (Vorjahr: T€ 2.442).

Personalaufwand

Der Personalaufwand der Berlin Heart GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ TE
Löhne und Gehälter 12.595 12.358
soziale Abgaben und Aufwendungen 2.240 2.041
Gesamt 14.835 14.399

In Summe erhöhen sich die Personalaufwendungen um +3 % auf T€ 14.835 (Vorjahr: T€ 14.399).

Abschreibungen

Die Abschreibungen (T€ 2.252; Vorjahr: T€ 2.046) betreffen vor allem Sachanlagen mit T€ 1.321 (Vorjahr: T€ 1.142). Auf in den Vorjahren selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände entfallen T€ 798 (Vorjahr: T€ 798). Die auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens über die üblichen Abschreibungen hinaus vorgenommenen Abwertungen von T€ 1.047 ergaben sich aus einer Sortimentsbereinigung des Kanülenportfolios sowie infolge der Ausphasung der auslaufenden Antriebsgenerationen Ikus und Excor mobil. Von den Abschreibungen entfielen T€ 246 auf Bestände von fertigen Erzeugnissen, die somit in dem Posten Bestandsveränderung nicht enthatlen sind.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Die Materialaufwendungen (T€ 1.090; Vorjahr: T€ 488) und bezogenen Leistungen (T€ 3.990; Vorjahr: T€ 3.023) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden aus Transparenzgründen separat als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgewiesen.

Der Gesamtbetrag der Forschung- und Entwicklungskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug T€ 10.843 (Vorjahr: T€ 9.794).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 7.982; Vorjahr: T€ 7.849) sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 154 (Vorjahr: T€ 31) enthalten.

Finanzergebnis

Die zinstragenden Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2023 T€ 24.315 (Vorjahr: T€ 22.692). Dem standen Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente in Höhe von T€ 1.966 (Vorjahr: T€ 1.719) gegenüber.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhen sich um T€ 97 auf T€ 788 (Vorjahr T€ 691). Das Finanzergebnis reduziert sich in der Folge um T€ -80 auf T€ -771 (Vorjahr T€ -691).

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 2 (Vorjahr: T€ 1).

Ertragsteuern

Der Ertragssaldo der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt T€ -84 (Vorjahr: T€ -34). Davon entsprechen T€ -84 (Vorjahr: T€ -34) Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: (Gesamtbetrag der vertraglichen Verpflichtung)
Mietverträge / sonstige Mietverpflichtungen 5.264
Versicherungsverträge 145
Wartungsverträge 173
F&E - Kooperationsverträge 1.000
Leasingkontrakte 357
Zinsen Darlehen 3.391
10.332

Mitarbeiteranzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführung und Auszubildende hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert:

2023 2022
Angestellte 146 134
Arbeiter 74 69
Aushilfen 12 11
Gesamt 232 213

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft vertreten durch die Geschäftsführer:

 

Herr Sven-Rene Friedel - Ressorts: Finanzen & Administration, Forschung & Entwicklung, Regulatory Affairs & Qualitätsmanagement

 

Herr Dr. Ares K. Menon - Ressorts: Clinical Affairs & Clinical Science, Vertrieb & Marketing, Produktion

Zu Beiratsmitgliedern waren bestellt:

 

Herr Ulrich Ströher, Geschäftsführer der USB GmbH, Darmstadt (Vorsitzender)

 

Frau Sylvia Ströher, Geschäftsführerin der SFO GmbH, Darmstadt

Vergütungsbericht

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung und früheren Mitgliedern der Geschäftsführung wird von der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht wesentlich von dem durch Rechenvorgang feststellbaren Durchschnittsbetrag abweichen.

Mitgliedern des Beirats wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge (Vorjahr: T€ 0) gewährt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
Name und Sitz der Gesellschaft % T€ T€
Berlin Heart Inc., The Woodlands (USA) 100,0 1.633 * 374 *

* It. vorläufigem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

Ergebnisverwendung/-vorschlag:

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 952 wird zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, 30. April 2024

Sven-René Friedel

Dr. Ares K. Menon

E. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Berlin Heart GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Berlin, den 28. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Witing, Wirtschaftsprüfer

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

17. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 28. Juni 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Berlin Heart GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Berlin Heart GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berlin Heart GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

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