Saarstahl Precision Wire GmbH

Alleestraße 11, 66386 Sankt Ingbert, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 32109
Vorher
Drahtwerk St. Ingbert GmbH
Eingetragen
21.3.1927
Branche
Herstellung von Drahtwaren, Ketten und FedernHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus Metall
Gegenstand
Die Herstellung und Verarbeitung von Draht und Drahterzeugnissen sowie sonstigen Metallerzeugnissen aller Art; die Vornahme aller Handels- und Finanzierungsgeschäfte die mit den vorstehend beschriebenen Aktivitäten unmittelbar oder mittelbar in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henrik Müller
seit 13.1.2026
Geschäftsführer
Pascal Port
seit 4.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Annette Reimsbach
seit 9.4.2024
Prokura
Norbert Ronig
seit 14.3.2014
Prokura
Peter Andreas Holz
seit 13.8.2012
Geschäftsführer
Carsten Kai Bäcker
seit 15.2.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
9.569.788 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Drahtwerk St. Ingbert GmbH

St. Ingbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH (DWI) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, Völklingen. Sie agiert im Markt als Produzent für blanke Drähte, gezogene Kaltstauchdrähte, verzinkte Drähte, PVC/PE - ummantelte Drähte sowie blanke und verzinkte, gerichtete Stäbe.

Zusätzlich verarbeitet die Drahtwerk St. Ingbert GmbH zu ihrem "Normalproduktspektrum" Draht der Muttergesellschaft Saarstahl AG und entwickelt sich in ein klassisches Drahtservicezentrum für Kaltstauchdraht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Nach einem schwachen 2. Halbjahr 2022 mit einem sehr schwachen 4. Quartal gestaltete sich das Jahr 2023 äußerst schwierig. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und damit verbundenen Auswirkungen wie eine hohe Inflation (Energiekosten, Lebensmittel …), ausgeprägte Konsumschwäche, hohe Zinsen sowie eine Unsicherheit in der Bevölkerung aufgrund politischer Entscheidungen (u. a. Heizungsgesetz) sorgten dafür, dass sich die Nachfrage nach Drahtprodukten auf einem sehr niedrigen Niveau abspielte. Hinzu kam eine Schwäche in der Bauindustrie, die wegen steigender Zinsen, hoher Materialkosten und steigenden Auflagen für Neubauvorhaben zu einem immer stärkeren Rückgang der Baugenehmigungen führte. Daran hat sich auch Ende des Jahres 2023 nicht viel geändert.
Alles in allem waren die Bedarfe des Marktes für die drahtverarbeitende Industrie in Deutschland sehr oft nicht auskömmlich, was auch auf die DWI zutraf.
Die Drahtwerke St. Ingbert GmbH führte zu Beginn des Jahres 2023 die Kurzarbeit ein und musste diese bis einschließlich November auch verfahren. Ab Dezember gab es keine Kurzarbeit mehr.


Dies galt sowohl für die "Normalprodukte" von DWI als für die Lohnarbeitssparte der Saarstahl AG.
Lieferkettenprobleme oder sonstige Engpässe stellten in 2023 keine Beeinträchtigungen der Produktion dar.

2.2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft


Nach einem mengenmäßig noch einigermaßen zufriedenstellenden ersten Quartal, schwächten sich die Auftragseingänge im Jahresverlauf nochmals ab. Dieser Trend hielt bis zum 4. Quartal des Jahres an. Hier kamen es dann aufgrund von "Nachholeffekten" zu leicht besseren Zahlen, die jedoch immer noch nicht ausreichend waren.
Viele unserer Kunden führten im Jahresverlauf ebenfalls "Schließtage", reduzierte Anlieferzeitfenster oder auch Kurzarbeit ein. DWI agierte ebenfalls mit Produktionseinschränkungen, verlängerten Stillständen oder reduzierten Versandfenstern.


Die DWI verzeichnete in 2023 in den eigenen Produkten mit einem Verkaufsergebnis von ca. 51.300 to eine Reduzierung des Absatzes von ca. 13.000 to (ca. 20,3 %).
Die Mengen im Lohnarbeitsbereich für SAG reduzierten sich ebenfalls, mit ca. 37.000 to um ca. 7.000 to im Vergleich zu 2022.

Im Bereich der naßblanken Drähte reduzierte sich in 2023 das Absatzvolumen sehr stark. Mit ca. 12.900 to Versand (2022 = ca. 19.200 to) sieht man hier die Probleme unserer kompletten Kundenbranchen. Die bekannten Stammkunden aus dem Konsumgüterbereich klagten ebenfalls über Beschäftigungsprobleme. Betroffen waren alle Bereiche, weiße Ware, Einkaufswagen ebenso wie die Möbelindustrie.

Bei den verkupferten Drähten beschränkten wir uns weiterhin auf die wirtschaftlich sinnvollen Absatzmöglichkeiten, konnten aber die Absatzreduzierungen der vergangenen Jahre stoppen und die Versandmenge von ca. 830 to (2022) auf ca. 1.430 to steigern.

In der Gruppe der verzinkt nachgezogenen Drähte konnten wir, trotz des schwierigen Marktumfeldes unsere Vorjahresmenge um ca. 750 to auf ca. 2.400 to nochmals steigern. Hier sehen wir auch in Zukunft aufgrund der technischen Verbesserungen weitere Möglichkeiten, die Mengen zu erhöhen.

Beim den Automaten stählen rund - und Profildraht wurden unsere Kunden von den Verkaufsrückgängen getroffen. Viele Drehteile fließen hier in die Möbel- und Fensterindustrie. Mit ca. 2.700 to lag der Rückgang hier bei ca. 14 % im Vergleich zum Vorjahr.

Der Produktbereich der gezogenen Kaltstauchdrähte verzeichnete mit ca. 9.950 to Versand ebenfalls einen Rückgang. Hier zeigte sich vor allem in der ersten Jahreshälfte die Marktschwäche, im zweiten Halbjahr normalisierte sich hier die Nachfrage. Die Mengen in die Automobilindustrie laufen hier recht ordentlich, aktuell merken wir hier aus der Baubranche eine gewisse verhaltene Nachfrage.

Der Bereich des energieintensiven feuerverzinkte n Drah tes verzeichnete in 2023 wiederum einen Absatzrückgang. Mit ca. 18.750 to konnte wir die Mengen des Vorjahres (ca. 23.350 to) nicht erreichen. Die Volumenmärkte Doppelstabmatte und Gewächshäuser brachen wegen der Schwäche am Bau und den hohen Betriebskosten ein.
Die Insolvenz eines Marktbegleiters im 4. Quartal sorgte hier in den letzten beiden Monaten für eine gestiegenen Nachfrage im Produktbereich "Cellulosebindedrähte". Diese für uns positiven Auswirkungen ziehen sich auch in das Jahr 2024 hinein.

Die verzinkten Stäbe wie auch die blanken Stäbe (Elektrodenkerndraht) verzeichneten in 2023 nochmals Rückgänge (2023: 1.000 to; 2022: 1.130 to). Eine Vertriebsoffensive und eine Verbesserung im Maschinenpark sollte uns hier aber für das Jahr 2024 Mehrmengen bringen.

Im PVC/PE T Drahtbereich kam es zum wiederholten Mal zu reduzierten Mengen von ca. 2.150 to (2022 = 3.400 to). Massive Absatzprobleme bei unseren Kunden gepaart mit Konsumschwäche und Schwäche in der Bauindustrie führten hier zu diesem Ergebnis.

2.3. Ertragslage


Der Auftragseingang lag in Summe 6,7 %, der Versand 19,6 % unter Vorjahresniveau.
Die Produktionsmenge (ohne Lohnarbeit) sank um 18,9 %.

Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH erwirtschaftete 2023 bei einem Umsatz von 71,6 Mio. € (Vorjahr 99,2 Mio. €) einen Jahresfehlbetrag von 3,0 Mio. € (Vorjahr Jahresüberschuss 2,2 Mio. €).


Das EBIT lag 2023 bei - 2,8 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €) und das EBITDA bei - 0,2 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio. €). Aufgrund gesunkener Produktionsmengen und gesunkener Bezugspreise verringerte sich der Materialaufwand in 2023 um 21,4 Mio. € auf 52,4 Mio. € gegenüber 2022. Die Personalkosten lagen mit 13,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 unter Vorjahresniveau. Die Abschreibungen lagen mit 2,6 Mio. €. leicht unter dem Vorjahr.
Das Finanzergebnis lag in 2023 mit - 0,2 Mio. € auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz 2023 lag aufgrund der geringeren Absatzmengen und den stark gesunkenen Durchschnittserlöse deutlich unter dem Planwert. Das Ergebnis gestaltete sich dadurch negativer als erwartet.

2.4. Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Mio. € auf 43,3 Mio. € gesunken. Auf der Aktivseite resultiert dies im Wesentlichen aus dem niedrigeren Wert der Sachanlagen sowie dem gesunkenen Wert der Vorräte. Auf der Passivseite zeigt sich eine Reduzierung des Eigenkapitals sowie eine Reduzierung der sonstigen Rückstellungen. Die Eigenkapitalquote lag mit 48,3 % unter dem Vorjahreswert (51,0 %). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf 1,2 Mio. € (Vorjahr Mittelzufluss 1,0 Mio. €). Der Mittelbedarf für die Investitionstätigkeit betrug 1,1 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Der Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 0 €, sodass die flüssigen Mittel um 0,1 Mio. € auf 2,1 Mio. € zunahmen.

Kennzahlen   2022 2023
Deckungsgrad Anlagevermögen in % 98,4 91,7
Innenfinanzierungskraft in % 166,7 109,1
Eigenkapitalintensität in % 51,0 48,3
Verschuldungsgrad in % 0,0 0,0
EBIT-Marge in % 2,5 -3,9
EBITDA-Marge in % 5,2 -0,3
Materialintensität in % 74,6 75,3
Personalintensität in % 14,1 18,8

Erläuterungen:
Deckungsgrad Anlagevermögen: Eigenkapital in Relation zum Anlagevermögen
Innenfinanzierungskraft: Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Relation zu den Nettoinvestitionen des Sachanlagevermögens
Eigenkapitalintensität: Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme
Verschuldungsgrad: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Relation zum Eigenkapital
EBIT- / EBITDA-Marge: EBIT / EBITDA in Relation zu den Umsatzerlösen
Material- / Personalintensität: Material- / Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung

3. Entwicklung wesentlicher Leistungsfaktoren

3.1. Mitarbeiter

Der Stand der aktiven Belegschaft stellt sich wie folgt dar:

Lohnempfänger Gehaltsempfänger Gesamt
31.12.2022 173 38 211
31.12.2023 158 38 196

Die Arbeitssicherheit liegt weiterhin im Fokus. Ein strategischer Plan zur Verbesserung der Arbeitssicherheit, angelegt über einen Zeitraum von drei Jahren, ist erstellt.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen mit ihren Fähigkeiten, Leistungen und ihrer Einsatzbereitschaft einen entscheidenden Beitrag für den Erfolg und die weitere Entwicklung des Drahtwerkes St. Ingbert dar.

Die Personalarbeit ist eng angelehnt an die der Muttergesellschaft Saarstahl AG.

3.2. Produktion

Der Produktionsbereich der Drahtwerke umfasst ein vorgelagertes Walzdrahtlager, das alle nachfolgenden Produktionsbereiche versorgt.

Die Produktionsbereiche sind:

• PB 0 Beizen - erzeugt Vorprodukte für PB 1-4 sowie Fertigprodukte der Lohnarbeit SAG
• PB 1 Drahtzug - erzeugt Verkaufsdrähte und Vorprodukte für PB2 und PB3
• PB 2 Verzinkung - erzeugt Verkaufsprodukte und Vorprodukte für PB3
• PB 3 PVC-Draht/Stäbe - erzeugt PVC/PE-Draht und Stäbe
• PB 4 Glühe - glüht Walzdraht

Das Drahtwerk St. Ingbert ist zwischen und innerhalb der Produktionsbereiche sehr flexibel aufgestellt und kann auf Marktschwankungen gut und schnell reagieren.

3.3. Investitionen


Neue Glühständer, eine überholte "neue" Ziehmaschine und ein Brückenkran im Bereich Verzinkung waren die wesentlichen Investitionen im abgelaufenen Jahr.
Eine neue Steuerung für unseren Block 5 sowie die Genehmigung für eine weitere gebrauchte Ziehmaschine wurden ebenfalls erteilt.

Für 2024 sind weitere Investitionen geplant.

4. Risiko- und Chancenbericht


Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Saarstahl AG einbezogen.
Die SHS-Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA übernimmt zentrale Risikomanagementaufgaben für die Unternehmen der saarländischen Stahlindustrie. Sie ist diesbezüglich Dienstleister für die Saarstahl AG und ergänzt damit das dezentrale operative Risikomanagement in den Tochtergesellschaften. Ein regelmäßiger Risikomanagementprozess ist die Basis des Risikomanagementsystems der Saarstahl AG und seiner Tochtergesellschaften. Dieser umfasst neben der Risikoidentifikation und einer Risikobewertung auch die Risikosteuerung. Die 2016 eingeführte Ad-hoc Risikoberichterstattung ist Bestandteil des Risikomanagementsystems und ermöglicht es jederzeit einen aktuellen Überblick über die Risikosituation abzubilden. Daneben wird auch den mit den Risiken verbundenen Chancen Rechnung getragen. Der Vorstand der Saarstahl AG sowie die Geschäftsführung der Drahtwerk St. Ingbert GmbH werden im Rahmen des Risikomanagementsystems regelmäßig über die aktuelle Situation informiert.

Inhalt, Aufbau und Ergebnisse des Risikomanagementsystems sind in prüfbarer Weise im Sinne des KonTraG dokumentiert.

In 2017 wurde das Compliance Management System der SHS-Gruppe organisatorisch mit dem Risikomanagementsystem verknüpft und in den vorhandenen Risikomanagementprozess ein Compliance Modul integriert. Mit dem Modul werden Informationen bezüglich Umsetzung der Compliance-Kultur, Compliance-Organisation und -Kommunikation sowie im Rahmen der Gefährdungsanalyse identifizierter Compliance-Risikobereiche erhoben. Ziel ist die frühzeitige Identifikation von Compliance-Risiken und daraus folgend, die Ableitung von Maßnahmen (Compliance-Programm).

Zum 30. Juni 2017 ist das Compliance Modul erstmals in den Berichterstattungsprozess des SHS-Risikomanagements aufgenommen worden. Die Bearbeitung erfolgt durch die Risikokoordinatoren.

Die Konzernrevision ist im Rahmen des Gesamtansatzes der Unternehmensführung zur Einrichtung eines internen Führungs- und Überwachungssystems Bestandteil des Risikomanagements im Sinne des KonTraG. In dieser Funktion obliegt ihr auch die systematische und zielgerichtete interne Prüfung des Risikomanagementsystems.

DWI ist darüber hinaus in das Qualitätsmanagementsystem und in das Energiemanagementsystem der Saarstahl AG integriert.

4.1. Personalrisiken

Für die Drahtwerk St. Ingbert GmbH als Hersteller technologisch und qualitativ hochwertiger Produkte sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie deren hohe Einsatzbereitschaft für den Unternehmenserfolg von elementarer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund legt die Drahtwerk St. Ingbert GmbH großen Wert darauf, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und bietet für Fach- und Führungskräfte unterschiedlichste Weiterbildungsmöglichkeiten an. Unabhängig hiervon können aus Abgängen Risiken durch Wissens- und Erfassungsverlust entstehen. Diesen Risiken wird durch eine generationenübergreifende Zusammenarbeit entgegengewirkt, um einen systematischen Wissenstransfer auf die nachfolgenden Mitarbeiter sicherzustellen.

4.2. Risiken der betrieblichen Tätigkeit


Aufgrund der Komplexität der Fertigungsprozesse sowie der eingesetzten Produktionsanlagen können technisch bedingte Produktionsausfallrisiken und Qualitätsrisiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Neben dem Einsatz innovativer Diagnosesysteme für die vorbeugende und zustandsorientierte Instandhaltung und der konsequenten Weiterentwicklung des nach internationalen Normen zertifizierten Qualitätssicherungssystems wirken insbesondere kontinuierliche Investitionen in modernste Anlagen diesen Risiken entgegen und leisten somit einen Beitrag zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit sowie der Qualität der Produkte der Gesellschaft.
Unabhängig hiervon bestehen Risiken aus höherer Gewalt, wie Explosionen oder Großbrände, die sowohl Vermögenswerte der Drahtwerk St. Ingbert GmbH erheblich beschädigen als auch zu schwerwiegenden Produktionsstörungen führen können.
Diese Risiken implizieren zwar ein großes Schadenspotenzial, allerdings ist deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzuschätzen. Dennoch hat das Unternehmen mit Brandschutzeinrichtungen, Notfallplänen etc. präventive Maßnahmen implementiert und in angemessenem Umfang Versicherungsverträge abgeschlossen.
Forderungsausfallrisiken werden durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt.

4.3. Chancen

Die betriebliche Tätigkeit der Drahtwerk St. Ingbert GmbH besteht aus einer Vielzahl von Prozessen, die teilweise in Abhängigkeitsverhältnissen stehen bzw. durch Schnittstellen miteinander verbunden sind. In der Optimierung dieser innerbetrieblichen Prozesse sieht DWI eine operative Chance. Durch Anpassung kann es bei ausgewählten Prozessen sein, Arbeitsabläufe zu beschleunigen und hierdurch Kosten zu sparen.

Auch für 2024 liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Optimierung der Prozesse zur weiteren Steigerung der Produktivität und der Qualität sowie dem Ausbau der Mengen im gezogenen Kaltstauchdraht und in den sonstigen lukrativen Produktsegmenten.

5. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024


Viele Unruhen auf dieser Welt (Ukrainekrieg, militärische Auseinandersetzungen im GAZA - Streifen, Rebellenaufstände (Huthi) usw.) verunsichern die allgemeine Lage im Welthandel.
China kämpft mit mehreren Krisen (Immobilienkrise (Evergrande), Jugendarbeitslosigkeit und geringem Wachstum) und kann so die Position als Lokomotive der Weltwirtschaft nicht ausreichend begleiten.
Die E - Mobilität, die Transformation der Industrie hin zu reduziertem CO2 - Ausstoß und viele weitere Faktoren führen bei den deutschen bzw. europäischen Firmen zu Unsicherheiten und Schwierigkeiten bei der Planung des nächsten Jahres.
Die weiterhin hohe Inflation sowie hohe Zinsen und die Konsumschwäche wirken ebenfalls noch im täglichen Leben und erschweren die wirtschaftliche Gesamtsituation.
Entsprechend hoch ist die Verunsicherung in den Unternehmen in Deutschland.
Viele Unternehmen sehen deshalb kritisch in die Zukunft und verkünden keine großen Wachstumsraten bzw. Investitionsbereitschaft.
Die Baubranche ist ebenfalls pessimistisch. Die Anzahl der Baugenehmigungen ist stark rückläufig. Alles in allem eine sehr angespannte und schwierige wirtschaftliche Situation.


Einzig die Tatsache, dass gewisse Nachholeffekte langsam eintreten, gepaart mit Lohnsteigerungen lassen erhoffen, dass im Laufe des Jahres 2024 der Konsum gestärkt werden kann.
Antizipierte und erhoffte Zinssenkungen der Zentralbanken könnten dann im Verlauf des zweiten Halbjahres dazu führen, dass die Industrie in der Eurozone wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt.

In Summe sehr große Herausforderungen für DWI, denen wir uns aber mit Zuversicht stellen.

Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH plant mit einem höheren Mengenvolumen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Aufgrund der höheren Mengen ist mit einem höheren Umsatz zu rechnen. Hohe Rohstoffpreise und Energiekosten für 2024 lassen allerdings ein Ergebnis nach Steuern über Vorjahresniveau, einen negativen EBIT und einen positiven EBITDA erwarten.

 

St. Ingbert, den 07. März 2024

DRAHTWERK ST. INGBERT Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Peter HOLZ

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a

  Anhang 31.12.2023 31.12.2022
  T EUR T EUR T EUR T EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0   1  
II. Sachanlagen (1) 21.809   23.344  
III. Finanzanlagen (2) 945   945  
    22.755   24.289
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.077   6.596  
2. Unfertige Erzeugnisse 1.131   2.156  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.732 10.941 4.664 13.416
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.085   5.871  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 408   632  
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.019 7.513 728 7.230
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   2.101   2.012
    20.554   22.658
C. Rechnungsabgrenzungsposten   2   2
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   2   0
    43.313   46.949

P a s s i v a

  Anhang 31.12.2023 31.12.2022
  T EUR T EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 9.570 9.570
II. Kapitalrücklage 14.313 14.313
III. andere Gewinnrücklage 126 126
IV. Bilanzverlust -3.140 -131
  20.868 23.877
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.000 1.983
2. Steuerrückstellung 113 148
3. sonstige Rückstellungen (4) 2.791 3.236
  4.904 5.367
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 914 1.135
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (5) 15.700 15.741
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
(6) 6 28
5. sonstige Verbindlichkeiten (7) 689 641
  17.309 17.545
D. Rechnungsabgrenzungsposten 232 160
  43.313 46.949

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

  Anhang GJ 2023 GJ 2022
  T EUR T EUR
1. Umsatzerlöse (8) 71.579 99.182
2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-1.957 -258
3. sonstige betriebliche Erträge (9) 1.049 953
  70.672 99.877
4. Materialaufwand (10) 52.416 73.824
5. Personalaufwand (11) 13.086 13.963
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
2.640 2.705
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.202 6.762
  -2.671 2.623
8. Zinsergebnis (12) -208 -166
  -2.879 2.457
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 148
10. Ergebnis nach Steuern -2.879 2.309
11. sonstige Steuern 130 127
12. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.009 2.182
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -131 -2.313
14. Bilanzverlust -3.140 -131

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben


Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB werden einige Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH, mit Sitz in der Alleestraße 11 in St. Ingbert ist im Registergericht Saarbrücken unter der Handelsregisternummer HRB 32109 eingetragen.


Alleinige Gesellschafterin von Drahtwerk St. Ingbert GmbH ist die Saarstahl AG, Völklingen. Mehrheitsaktionärin der Saarstahl AG ist die SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillingen.
Diese wird für das Jahr 2023 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den größten Konzernkreis aufstellen, in den die Drahtwerk St. Ingbert GmbH einbezogen wird. Die Saarstahl AG wird für das Jahr 2023 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den kleinsten Konzernkreis aufstellen, in den die Drahtwerk St. Ingbert GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Beide sind auch am Sitz der SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA erhältlich.

Damit sind alle Voraussetzungen gem. § 291 HGB für einen befreienden Konzernabschluss erfüllt und die Drahtwerk St. Ingbert GmbH braucht keinen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen für bewegliche Anlagegegenstände erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear bzw. für Zugänge vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 degressiv.
Soweit erforderlich, wird bei den Sachanlagen der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert zwischen 250 und 1.000 € werden aktiviert und als Sammelposten über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden die steuerlichen Nutzungsdauern gemäß der allgemeinen amtlichen AFA-Tabelle bzw. die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angewandt. Hieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende durch-schnittliche Nutzungsdauern:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 4 Jahre
Industriegebäude 12 bis 20 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 8 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt die Bewertung teilweise nach der Lifo-Methode, teilweise zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB zu Marktpreisen beträgt T€ 892.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, welche die aktivierungspflichtigen Bestandteile umfassen.
In die Herstellungskosten sind angemessene Kosten für die allgemeine Verwaltung, für soziale Einrichtungen im Betrieb, für freiwillige soziale Leistungen sowie für die betriebliche Altersversorgung berücksichtigt. Die Erzeugnisse werden, soweit eine verlustfreie Bewertung erforderlich ist, zu den voraussichtlichen Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Hierbei werden bei der Ermittlung der noch entstehenden Aufwendungen Vollkosten zugrunde gelegt.
Die verlustfreie Bewertung wurde bis auf die Lohnarbeit auf Basis der einzelnen Kundenaufträge ermittelt. Die Wertansätze der Vorräte entsprechen dem Niederstwertprinzip.

Forderungen und s onstigen Vermögensgegenstände n sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen sind abgezinst. Für alle erkennbaren Risiken werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Für nicht erkennbare Risiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für bestimmte sonstige Vermögensgegenstände besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 %, die bei den Einzelposten gekürzt ist.
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Die zum Nennbetrag bewerteten Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; die dazugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 wurden insolvenzgesicherte Festgeldkonten mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet und der übersteigende Betrag als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten und 2,1 % bei den Renten ausgegangen. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,83 % (2022: 1,78 %); es handelt sich um einen für den 31.12.2023 von der Deutschen Bundesbank prognostizierten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende und ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zur Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinses von sieben Jahren beträgt am 31. Dezember 2023 T€ 12.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Altersteilzeitverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Heubeck 2018 G) ermittelt. Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Altersteilzeitverpflichtungen aus dem zum Bilanzstichtag erdienten Wertguthaben, den individuellen Aufstockungsleistungen und etwaig anfallenden Abfindungsbeträgen unter Berücksichtigung zukünftiger Entgeltsteigerungen. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Entgelten ausgegangen. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinssatz für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf 1,10 % (2022: 1,44 %). Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Bewertungsmethode dahingehend geändert, dass nun ein fristenadäquater Zinssatz mit einer Restlaufzeit zwischen 3 und 4 Jahren verwendet wird statt wie bislang aus Vereinfachungsgründen ein zulässiger Zinssatz über eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, wobei kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet wurden. Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 32,0 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagespiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

(2) Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Drahtwerk St. Ingbert GmbH ist zu 100% an der Schweissdraht Luisenthal GmbH beteiligt. Das Eigenkapital der Schweissdraht Luisenthal GmbH zum 31.12.2023 beträgt T€ 2.547 (2022: T€ 2.205) und das Jahresergebnis 2023 T€ 342 (2022: T€ 140).

(3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 408 (2022: T€ 632). Die Restlaufzeit ist wie im Vorjahr bis zu einem Jahr.

( 4 ) sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft.
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden den Rückstellungen für insolvenzgesicherte Festgeldkonten in Höhe von T€ 94 (2022: T€ 377) mit Altersteilzeit in Höhe von T€ 742 (2022: T€ 1.451) (Erfüllungsrückstand T€ 94 und Aufstockungsbetrag T€ 648) verrechnet.

(5) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In diesem Posten sind Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 12.697 (2022: T€ 8.022) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 15.620 (2022: T€ 15.649) enthalten.

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Davon
Restlaufzeit
mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
lfd. Jahr 15.700 - -
(Vorjahr) (15.741) (-) (-)

(6) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In diesem Posten sind Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6 (2022: T€ 28) enthalten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(7) sonstige Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit ist wie im Vorjahr ausschließlich bis zu einem Jahr.

Aus Steuern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 288 (2022: T€ 321).

Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 226 (2022: T€ 59).

sonstige finanzielle Verpflichtungen


Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 430 (2022: T€ 498).
Es handelt sich hierbei um die in den Folgejahren anfallenden Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen T€ 331 (2022: T€ 433) und kurzfristigen Verpflichtungen aus den Bestellobligos T€ 99 (2022: T€ 65).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Die Aufteilung auf die Absatzmärkte stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
T€ T€
Inland 41.691 54.833 - 24,0%
Ausland 29.889 44.349 - 32,6%
71.579 99.182 - 27,8%

(9) sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
T€ T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 353 385
Erträge aus der Erstattung von Versicherungen 19 282
übrige Erträge 677 286
1.049 953
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten:
- Erträge aus Vorjahren 560 488
- Erträge aus der Währungsumrechnung 58 0

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Versicherungserstattungen betreffend Zahlungen aus dem Zinkwannen - Schaden in Höhe von T€ 0 (2022: T€ 278) enthalten.

(10) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.718 72.244
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.697 1.580
52.416 73.824

(11) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 10.087 11.146
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung und
sonstige soziale Aufwendungen
2.999 2.817
- davon Aufwendungen für die Altersversorgung (401) (229)
13.086 13.963

(12) Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -237 -167
- davon an verbundene Unternehmen (-188) (-91)
- davon aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen (-49) (-73)

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Dipl. Ing. Peter Holz.

Die Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung entfallen gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:

2023 2022
T€ T€
Lohnempfänger 162 168
Angestellte 37 37
Summe 199 205

Auf die Angabe des Gesamthonorars für die Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angaben im befreienden Konzernabschluss der Saarstahl Aktiengesellschaft, Völklingen gemacht werden.

Marktunübliche Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB wurden keine getätigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf € - 3.008.511,14
Nach Berücksichtigung eines Verlustvortrages in Höhe von € - 131.496,09
ergibt sich ein Bilanzverlust von € - 3.140.007,23

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

St. Ingbert, den 07. März 2024

DRAHTWERK ST. INGBERT Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Peter HOLZ

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Umbuch. Stand
31.12.2023
  T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
5 - 5 - -
  5 - 5 - -
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
25.810 10 - - 25.820
2. technische Anlagen und Maschinen 39.274 250 - 111 39.636
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.147 150 74 - 4.223
4. Anlagen im Bau 111 696 - -111 696
  69.343 1.105 74 - 70.374
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 945 - - - 945
  945 - - - 945
  70.293 1.105 74 - 71.325
  Abschreibungen
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2023
  T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
4 1 5 -
  4 1 5 -
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
15.815 822 - 16.637
2. technische Anlagen und Maschinen 27.476 1.548 - 29.024
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.708 270 74 2.904
4. Anlagen im Bau - - - -
  45.999 2.640 74 48.565
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - -
  - - - -
  46.003 2.640 74 48.570
  Nettowerte
Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2022
  T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
- 1
  - 1
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschl.
der Bauten auf fremden Grundstücken
9.183 9.995
2. technische Anlagen und Maschinen 10.611 11.798
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.319 1.440
4. Anlagen im Bau 696 111
  21.809 23.344
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 945 945
  945 945
  22.755 24.289

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Drahtwerk St. Ingbert GmbH, St. Ingbert

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Drahtwerk St. Ingbert GmbH, St. Ingbert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Drahtwerk St. Ingbert GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 8. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Szabo, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Bilanzverlust in Höhe von 3.140.007,23 €, der sich aus dem Jahresfehlbetrag 2023 von 3.008.511,14 € und dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von 131.496,09 € ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juli 2024 festgestellt.

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