Pfeiffer GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Britta Rohrbach seit 28.3.2019 | Geschäftsführer |
Tim Rohrbach seit 28.3.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbHOrtenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Unternehmenstätigkeit Die Pfeiffer Stahlrohrmaste GmbH ist ein Unternehmen mit Produktionsstandorten die sich ausschließlich in Deutschland befinden. Das mittlerweile in 5. Generation inhabergeführte Unternehmen wurde von Wilhelm Pfeiffer im Jahre 1895 gegründet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir auf eine 128-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehört die Herstellung von Stahl- Vollwand- Beleuchtungsmasten. Darüber hinaus produziert Pfeiffer Stahl-Vollwandmaste aller Art, speziell für Lichtzeichenanlagen, Stromversorgungsleitungen, Straßenbahnlinien und die Deutsche Bahn. Die konsequente Spezialisierung auf Sondermaste mit speziellen Kundenanforderungen für Beleuchtung, Fahrleitungsbau oder Sonderbau ist für unser Unternehmen nach wie vor von größter Bedeutung. Im Berichtsjahr konnten die Verkaufsstückzahlen dieser Sondermaste im Vergleich zum Vorjahr auf sehr hohem Niveau gehalten bzw. noch erhöht werden. Wir unterhalten derzeit drei Betriebsstätten, die sich in der Mitte Deutschlands befinden. Die Fertigungsstätte für konische Vollwandmaste befindet sich, ebenso wie die für zylindrisch-abgesetzte Maste aller Art, in Ortenberg. Alle weiteren Arbeiten an den Produkten wie z. B. Kontrolle der Zinkoberflächen, Einbau der Türklappen oder Veredeln/Beschichten der Oberflächen werden in unserem Werk in Ulrichstein vorgenommen. In diesem Werk befindet sich auch die Logistikabteilung unseres Unternehmens. Hier werden die Maste, nach gründlicher Qualitätskontrolle, gebündelt, verpackt und verladen. Der Versand erfolgt mit eigenen Sattelzügen mit Ladekran. Wir sind dadurch unabhängig von Endlademöglichkeiten des Bestellers und können durch kompetentes Personal die sichere, beschädigungsfreie Entladung unserer Produkte gewährleisten. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 hat die Nachfrage nach Produkten der Pfeiffer Stahlrohrmaste GmbH, im Vergleich zum Vorjahr leicht nachgelassen. Die im Jahr 2022 sehr starke Nachfrage war insbesondere der weltweiten Covid-19 Pandemie geschuldet. Entsprechend ist die Nachfrage im Berichtsjahr wieder auf ein normales, als noch immer positiv zu bezeichnendes Maß, gesunken. Die Material- und Energieversorgung bleibt auch im Berichtsjahr stabil. Notwendige fossile Energieträger, wie Erdgas, Schweißgase, Diesel und weitere Rohstoffe, sowie Stahl, hier vorwiegend Coils und Rohre, bleiben verfügbar. Aufgrund dessen ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen der geplanten Produktionen. Die Preise für Stahl, Betriebsmaterial, und Energie sind auch 2023 auf sehr hohem Niveau geblieben, haben sich aber weitgehend stabilisiert. Die Stahlpreise sind im 4. Quartal gefallen. Die gesunkenen Stahlpreise sind in unsere Kalkulation eingeflossen und konnten so an unsere Auftraggeber weitergegeben werden. Wir sind nach wie vor der einzige deutsche Stahlrohrmasthersteller mit einem Fertigungswerk für konische Stahl-Vollwandmaste in Deutschland. Unsere Wettbewerber befinden sich hauptsächlich in den europäischen Nachbarländern Polen, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Portugal. Durch die deutlich niedrigeren Lohnkosten in diesen Ländern haben diese Firmen noch immer einen Preisvorteil gegenüber unserem Unternehmen. Marktbegleiter mit Produktionsstandorten für konische Maste in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren von ausländischen Firmen übernommen bzw. handeln mit Masten, die sie im Ausland beziehen. Unsere zentrale Lage in der Mitte Deutschlands bringt uns einen gewissen Transportkostenvorteil, der die niedrigeren Produktionskosten unserer Wettbewerber im europäischen Ausland in geringem Maße ausgleicht. Beleuchtungs- Standardmaste in abgesetzter und konischer Form können in unseren Fertigungswerken, ab einer gewissen Stückzahl, nicht kostendeckend hergestellt werden. Die Vollautomatisierten Fertigungsanlagen unserer Marktbegleiter, die auf Masse und Standardprodukte ausgelegt sind, haben hier deutliche Vorteile. Unser Bestreben, auf Kundenwünsche und Anforderungen einzugehen, sowie Mastprojekte in hoher Qualität und mit absoluter Liefertermintreue abzuschließen, setzt uns nach wie vor positiv von anderen Mastherstellern ab und wird langfristig gesehen von entscheidender Bedeutung für eine positive Geschäftsentwicklung bleiben. Die Qualität unserer Produkte werden wir weiter verbessern. 2. Geschäftsverlauf Die Pfeiffer Stahlrohrmaste GmbH verzeichnete für das Jahr 2023 einen Umsatz von EUR 20,6 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um EUR 1,7 Mio. oder 9,0 %. Die im Lagebericht 2022 prognostizierte Entwicklung für das Jahr 2023 wurde damit übertroffen. Der Umsatzanstieg verteilt sich über nahezu alle Produktgruppen. Wachstumstreiber sind weiterhin kundenspezifische Beleuchtungsmaste und Signalmaste. Im Berichtszeitraum lag der Auftragseingang bei EUR 16,7 Mio., also EUR 7,8 Mio. oder 32 % deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang hat sich damit dem Jahr 2021 wieder angeglichen. Die stabile Auftragslage und der Auftragsbestand am Jahresende bedeutet eine gute Auslastung unserer Produktion bis in das 2. Quartal des neuen Jahres hinein, was uns eine sorgfältige Vorausplanung ermöglicht. Die Einkaufspreise für notwendige fossile Energieträger wie Erdgas, Schweißgase, Diesel und weitere Rohstoffe, sowie Stahl, hier vorwiegend Coils und Rohre, sind zum Ende des Berichtsjahres gesunken. Wir konnten am Anfang des Jahres Rahmenverträge mit unseren Vorlieferanten abschließen, die auch verlässlich eingehalten wurden. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren, sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen lagen bei EUR 9,7 Mio., also EUR 0,3 Mio. oder 3,0 % unter dem Vorjahreswert. Die Gemeinkosten im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnten im Berichtszeitraum auf gleichem Niveau wie im Vorjahr gehalten werden. Das Jahresergebnis von EUR 1,6 Mio.lag im Berichtszeitraum mit EUR 0,8 Mio deutlich über dem schon sehr guten Vorjahreswert. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor sehr gut. 1. Ertragslage Der Umsatzanstieg betrug EUR 1,7 Mio. oder 9,0 % im Vergleich zum Vorjahr und verteilt sich über alle Produktbereiche. Größtes Umsatzsegment sind nach wie vor Beleuchtungs- und Signalmaste in konischer und abgesetzter Form, die im Berichtszeitraum rund 80 % unserer verkauften Artikel ausmachen. Die wesentlichen Aufwandsposten haben sich wie folgt entwickelt:
Das Jahresergebnis lag im Berichtszeitraum bei EUR 1,6 Mio. und damit deutlich über dem schon sehr guten Vorjahreswert. 2. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Ein langfristiger Bankkredit wird planmäßig getilgt, die Kontokorrentlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Alle Lieferantenrechnungen wurden innerhalb der Skontofrist beglichen. Unsere Kapitalstruktur hat sich im Berichtsjahr verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen belassen. 3. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.
Umweltschutz Nachdem alle Werke auf LED Beleuchtung umgerüstet sind, konnten wir bei wesentlich besserer Beleuchtungsstärke in den Produktionshallen eine Energieeinsparung von 56 % erreichen. Weiterhin wurde die umfassende Dachsanierung in unserem Werk I - Produktion konische Masten - abgeschlossen. Der letzte noch auszuführende Hallenbereich wurde erfolgreich saniert. Die Produktionshalle Bereich Schweißanlage hat somit ebenso den gleichen Wärmedämmstandard erreicht wie die bereits sanierten Hallenteile. Weiterhin wurde ein Lärmschutzprofil eingesetzt, welches die Lärmentwicklung innerhalb der Produktionshalle sowie den nach außen dringenden Lärm stark vermindert. Drei weitere Firmen-PKW wurden auf Hybrid-Antrieb umgestellt. Vor Ort befindliche Ladelösungen ermöglichen es unseren Mitarbeitern, rein elektrisch die Anreise zur Arbeitsstätte zu bewältigen. Entsprechend konnten wir auch in unserem Fuhrpark signifikante CO 2 Einsparungen realisieren. Innerhalb der Betriebsstätten wurden Temperaturmessstellen installiert, um eine optimale Schaltung der Heizungsanlagen zu ermöglichen. Es kann nun genauer eingeregelt werden, wann die jeweilige Heizung vor Schichtbeginn gestartet und wann diese wieder gestoppt werden muss, um eine gleichbleibende Wärme innerhalb des Produktionsbereiches zu realisieren. Unnötige Laufzeiten der Heizsysteme wurden somit stark reduziert. Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag den CO 2 Ausstoß zu minimieren sowie die Geräuschimmissionen zu reduzieren. Um die Nachhaltigkeit unserer Produkte zu gewährleisten, sind wir stets bemüht die Langlebigkeit unserer Maste sicherzustellen. Die Geschäftsführung achtet gemeinsam mit allen Mitarbeitern aus Produktion und Verwaltung darauf, dass die Qualität aller verkauften Teile sehr hoch ist. Wir verlängern dadurch die "Lebenszeit" der stehenden Maste und verhindern damit unnötigen Austausch der Produkte und mindern damit die Umweltbelastung. Unser Unternehmen arbeitet in jedem Bereich qualitätsorientiert. Um uns stetig in allen Abteilungen zu verbessern sind wir nach ISO 9001 zertifiziert. Die Verwaltungsmitarbeiter arbeiten mittlerweile zu 80 % papierlos. Es werden nur noch absolut notwendige Unterlagen (z.B. Arbeitspapiere für die Produktion) ausgedruckt. Alle anderen Unterlagen wie Rechnungen, Angebote, Technische Unterlagen und Aufträge werden digital abgelegt. Um dies zu gewährleisten wurde unsere Serverkapazität erweitert. Die Reparaturen und Wartungen an unseren Maschinen und Anlagen wurden wie in den vergangenen Jahren regelmäßig durchgeführt. Investiert wurde weiterhin in den Entsorgungsprozess von Produktionsabfällen. Es bestehen nach unserem Kenntnisstand keine Haftungsgefahren oder Schadenersatzansprüche für selbst verursachte Umweltschäden. Prognosebericht Durch den weiterhin als positiv zu bewertenden Auftragseingang im Berichtsjahr ist der Auftragsbestand im Jahr 2024 als gut zu bewerten. Großaufträge für Beleuchtungs- und Signalmaste sind zu verbuchen. Unsere Produktion ist dadurch bis in das erste Quartal gut ausgelastet. Fachkräftemangel ist nach wie vor ein großes Thema in nunmehr fast allen Branchen. Auch im kommenden Jahr werden wir konsequent Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen anbieten. Die im Jahr 2020 eingeführte Gewinnbeteiligung, die sich an der Betriebszugehörigkeit und Jahresanwesenheitszeit unserer Mitarbeiter orientiert, wurde in der Produktion und in der Verwaltung sehr positiv angenommen. Durch das sehr gute Betriebsergebnis sind wir auch im abgelaufenen Jahr wieder in der Lage, einen hohen Betrag an unsere Mitarbeiter auszahlen zu können. Die positive Wirkung dieser Sonderzahlung und damit verbundener Wertschätzung unserer Mitarbeiter, ist nach wie vor deutlich festzustellen. Nach wie vor ist der jährliche Ersatzbedarf an Beleuchtungsmasten hoch. Deutsche Städte investieren in den Ausbau der Infrastruktur und der Elektromobilität. Der große Bedarf an Beleuchtungs-, Signal-, und Masten für Ladestationen wird dadurch mittelfristig hoch bleiben. Unsere Liefertermintreue hat unter der Corona-Pandemie sowie unter den Problemstellungen des Ukraine Krieges nachgelassen. Diese negative Entwicklung werden wir im kommenden Geschäftsjahr wieder umkehren. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens als positiv. Die Stahlrohrmastbranche bietet ein großes Wachstumspotential. Den Risiken, an ausländische Masthersteller Aufträge zu verlieren, begegnen wir durch hohe Qualität unserer Produkte und einem guten Reklamationsmanagement. Risikobericht 1. Risiken aus der Corona-Pandemie Seit Ende 2019 hat sich das Corona Virus weltweit verbreitet und hat zu vielfältigen wirtschaftlichen Einschnitten, Unsicherheiten und Risiken sowohl in den Beschaffungs-, als auch in den Absatzmärkten der Pfeiffer Stahlrohrmaste GmbH geführt. Auch wenn die weitere Ausbreitung in Europa deutlich verlangsamt und ein zeitliches Ende der staatlichen Beschränkungen absehbar scheint, ist sicher, dass diese Pandemie einen erheblichen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Europa hat. Neben dem Risiko einer erneuten Corona-Welle, verursacht durch eine aggressivere Corona Variante, besteht das Risiko einer tiefgreifenden Rezession mit negativen Folgen auf das Konsumverhalten auf der gesamten Welt. Infolge dessen kann die Corona Pandemie negative Auswirkungen auf die Auslastung der Produktion infolge geringerer Auftragseingänge und auf die Höhe der Forderungsausfälle haben. Selbst wenn in unserem Hause fast alle Kunden durch eine Ausfallversicherung abgesichert sind, ist die weitere Entwicklung genau zu beobachten. 2. Risiken aus dem Ukraine-Krieg Der seit Februar 2022 vorherrschende Ukrainekrieg hat ähnlich wie die Corona-Pandemie zu vielfältigen wirtschaftlichen Einschnitten, Unsicherheiten und Risiken sowohl in den Beschaffungs-, als auch in den Absatzmärkten der Pfeiffer Stahlrohrmaste GmbH geführt. Auch wenn sich die Materialpreise im Berichtszeitraum wieder auf hohem Niveau stabilisiert haben, muss auch im kommenden Geschäftsjahr mit eventuell auftretenden erheblichen Preisschwankungen gerechnet werden. Die weitere Entwicklung des Ukrainekrieges ist auch im folgenden Geschäftsjahr nicht absehbar, entsprechend rechnen wir weiterhin damit, dass es zu einer Ausweitung des Krieges kommen könnte. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die Materialversorgung unseres Unternehmens dar. 3. Branchenspezifische Risiken Wie bereits erwähnt haben sich die Preise an den Beschaffungsmarkten auf hohem Niveau stabilisiert. Die Materialverfügbarkeit ist aus heutiger Sicht gewährleistet, dennoch ist die weitere Entwicklung im Auge zu behalten. Wir bewegen uns in einem Markt, in dem der Wettbewerb zu einem deutlichen Preisverfall führt. Insofern unterliegen unsere Produkte einer steten Preisüberprüfung seitens unserer Kunden. Ferner unterliegen wir jederzeit dem Risiko, einen wichtigen Kunden zu verlieren. Diesem Risiko begegnen wir, indem wir unsere Kundenstruktur möglichst weit diversifizieren, um nicht in Kundenabhängigkeit zu gelangen. Um uns von unseren Marktbegleitern abzuheben sind unsere Qualitätsanforderungen sehr hoch. Dadurch unterliegen wir dem Risiko, innerhalb von Produktchargen nicht immer die hohen Qualitätsanforderungen permanent erfüllen zu können. Diesen Risiken begegnen wir durch Modernisierung und Automatisierung unserer Produktion. Wir werden die Wiederholgenauigkeit in der Produktion dadurch weiter verbessern. Einzelne Vorbaugruppen werden wir mit geringerer Toleranz herstellen können, was eine große Qualitätsverbesserung mit sich bringt. Unsere weit über der Norm liegenden, laufenden Qualitätskontrollen werden wir beibehalten und ausbauen. Sie haben sich in der Vergangenheit als wertvoll zum Erreichen für unser Qualitätsansprüche herausgestellt. 4. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten in der Brache zugenommen. Da unsere Produkte in qualitativer Hinsicht echte Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere ertragsorientierten Risiken eher gesunken sind. 5. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Schutz vor Forderungsausfall war im abgelaufenen Jahr wichtig und wird in der Zukunft von großer Bedeutung für unser Unternehmen bleiben. Wie schon erwähnt, ist mit einer tiefgreifenden Rezession mit negativen Folgen auf das Konsum- und Zahlungsverhalten unserer Kunden zu rechnen. Eine Prüfung von Neukunden und stichprobenartig auch von Bestandskunden erfolgt von unserer Buchhaltung regelmäßig. Wir bedienen uns hierbei der Auskunftei Creditreform. Des Weiteren haben wir im Jahr 2020 eine Kreditversicherung bei der Allianz Trade (ehemals Euler Hermes) abgeschlossen, um uns gegen eventuelle Forderungsausfälle unserer Kunden abzusichern. Die Entwicklung der Materialeinkaufpreise ist genau zu beobachten. Es ist darauf zu achten, dass steigende-, aber auch fallende Materialeinkaufspreise in unsere Kalkulation und damit in unsere Verkaufspreise einfließen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. 6. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir, wie schon in den vergangenen Jahren, in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden und vor allem stark schwanken Rohstoffpreisen und dem stagnierenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 7. Forschung und Entwicklung Projekte bezüglich Forschung und Entwicklung stehen zurzeit nicht an. 8. Voraussichtliche Entwicklung und Ziele 2024 Wir sehen uns auch für das kommende Jahr gut gerüstet. Der Auftragsbestand am Jahresende lässt ein gutes Geschäftsjahr 2024 erwarten. Wir erwarten für das Jahr 2024 eine 10 % niedrigere Gesamtleistung als im Berichtsjahr. Das Ergebnis wird durch die voraussichtlich steigenden Gesamtaufwendungen spürbar niedriger als im Berichtsjahr ausfallen. Aufgrund des außergewöhnlichen Geschäftsjahres 2023 stellt dies eine positive Entwicklung unserer Unternehmung dar. Wir rechnen mit einem Anstieg der Gemeinkosten um 6 %, was vor allem den stetig steigenden Personalkosten geschuldet ist. Der Beschaffungsmarkt für Vormaterial wie Coils, Tafelware, Zink und Rohre ist zu beobachten. Unsere Verkaufspreise sind den steigenden / fallenden Materialeinkaufspreisen anzupassen. Durch konsequentes Prüfen der fertigen Bauteile und Verbesserung der Qualität unserer Produkte, werden wir die Reklamationskosten im Jahr 2024 um 10 % reduzieren. Wir rechnen für das Jahr 2024 mit einer um 5 % geringeren Anzahl von Mitarbeitern bei 10 % geringerem Umsatz wie im Berichtszeitraum.
Ortenberg, den 23. Januar 2025 Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbH hat den Sitz in Ortenberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Friedberg unter HRB 3212. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Wir haben den zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Inanspruchnahme der für diese Gesellschaften bestehenden größenabhängigen Erleichterungen und nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses erstellt. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und - bei außergewöhnlichen Wertminderungen - um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 2 bis 25 Jahren sind die Abschreibungen nach der linear Abschreibungsmethode vorgenommen worden. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittspreisen bzw. niedrigerem Marktpreis bewertet. Für Altbestände und ungängige Teile wurden angemessene Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, wobei neben Einzelkosten anteilige Gemeinkosten einbezogen werden. Notwendige Abwertungen werden vorgenommen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bestehende Risiken durch ausreichend bemessene Wertberichtigungen berücksichtigt worden. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Eingetretene Wertminderungen sind durch Abschreibungen auf den Börsenpreis in Ansatz gebracht worden. Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Nominalwert aktiviert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellen Ausgaben dar, die zu Aufwendungen für eine bestimmte Zeit des nachfolgenden Geschäftsjahres werden. Sie sind in Höhe der Vorauszahlungsbeträge aktiviert. Hierunter ist ferner der Differenzbetrag zwischen Auszahlungs- und Rückzahlungsbetrag aufgenommener Kredite in Höhe von EUR 107,12 (31.12.2022: EUR 364,88) ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen sind - soweit es sich um Anwartschaften handelt - nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet worden. Rückstellungen für bereits laufende Renten werden mit dem Barwert der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (Stand Dezember 2023 bei einem 10-Jahres-Durchschnitt) für Verpflichtungen mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren und auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Bei den Pensionszusagen, die unter den Anwendungsbereich des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" fallen, erfolgt die Bewertung mit einem faktorbasierten Bewertungsverfahren aus dem Ergebnisbericht der DAV "Aktuarielle Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" vom 26. April 2022. Zur kongruenten Bewertung wurden die Pensionsrückstellungen mit dem Buchwert der korrespondierenden Rückdeckungsversicherungsansprüche angesetzt (Primat der Aktivseite). Entgeltsteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % berücksichtigt. Bei Berechnung mit dem 7-Jahres-Durschnitt ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von EUR 24.219,00. Für Anwartschaften aus Altersvorsorgeverpflichtungen besteht Deckungsvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen. Die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen sind an die Berechtigten aus der Pensionszusage verpfändet und daher als Deckungsvermögen mit der betroffenen Pensionsrückstellung verrechnet worden. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen EUR 486.483,00 und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Dieser ergibt sich aus dem steuerlichen Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag. Die Höhe des Erfüllungsbetrags der Altersvorsorgeverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.791.056,00. In 2023 ergaben sich aus der Verminderung des Aktivwertes Aufwendungen von EUR 11.160,00, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen in 2023 ergibt sich ein Aufzinsungsbetrag von EUR 34.550,00, der ebenfalls im Finanzergebnis enthalten ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Nachzahlungen an Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:
Umlaufvermögen Zu dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:
Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 6.332.438,95 enthalten (31.12.2022: EUR 5.473.175,72). Durch die Verlängerung des Zeitraums für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes bei der Bemessung der Rückstellungen für Pensionen von 7 auf 10 Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Rückstellung nach der bisherigen und der neuen Regelung in Höhe von EUR 24.219,00 (31.12.2022: EUR 49.075,00), der einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang bestehen für folgende Risiken:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und weiteren Angaben ergeben sich aus der anschließenden Übersicht:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden wesentlichen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Ferner bestehen aus unbefristeten Pachtverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen voraussichtlich jährliche Verpflichtungen von EUR 618.313,62 (31.12.2022: EUR 543.933,67). IV. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Elektromeister Knut Rohrbach, Ortenberg (bis 31. Oktober 2023), Frau Betriebswirtin (VWA) Britta Rohrbach, Ortenberg, und Herr Diplom-Wirtschaftsingenieur Tim Rohrbach, Ortenberg. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene Von den Pensionsverpflichtungen entfallen ohne Berücksichtigung der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen auf ehemalige Geschäftsführer EUR 1.543.617,00 (31.12.2022: EUR 450.445,00). An diese sind in 2023 Gesamtbezüge von EUR 45.711,16 (2022: EUR 38.175,96) gezahlt worden.
Ortenberg, den 23. Januar 2025 Geschäftsführer gez. Britta Rohrbach gez. Tim Rohrbach Der Jahresüberschuss 2023 von 1.636.847,15 EUR wird unter Berücksichtigung der Vorabausschüttung von 100.000,00 EUR und unter Einbeziehung des bestehenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 6.332.438,95 EUR auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.02.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSVorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht 2023 der PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbH, Ortenberg, haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PFEIFFER Stahlrohrmaste GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschenburg, den 23. Januar 2025 Dr. Czwalinna, Wirtschaftsprüfer |
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