Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 1067
Eingetragen
3.6.1981
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Handel mit Mineralölen und Mineralölprodukten als auch ein Speditionsund Logistikbetrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fritz-Henry Hilker
seit 27.1.2025
Geschäftsführer
Timo Dr. Jording
seit 5.9.2013
Geschäftsführer
Thomas Neubert
seit 17.11.2011
Prokura
Silke Busse
seit 8.12.2003
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kemena GmbH

Löhne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Kemena GmbH ist als Speditions- und Logistikbetrieb tätig.

2. Allgemeine Entwicklung der Branche

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verlief im Jahr 2023 negativ. Die Konsumbereitschaft in den privaten Haushalten verringerte sich um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Laut Destatis ist dies auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen. Auch die staatlichen Konsumausgaben sanken gegenüber 2022 um 1,7 %. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken. Durch das krisengeprägte Umfeld kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ins Stocken.

Im Jahr 2023 betrug das gesamte Transportaufkommen in Deutschland rund 3,4 Milliarden Tonnen. Davon entfielen 2,8 Milliarden Tonnen auf den Straßengüterverkehr. Insgesamt ging die Gütermenge in 2023 um 6,6 % zurück. Auch für das Jahr 2024 wird die Güterverkehrsleistung voraussichtlich sinken.

Die Speditions- und Lagerwirtschaft entwickelte sich im Laufe des Jahres 2023, einhergehend mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, negativ.

3. Entwicklung unserer Gesellschaft

Die Umsatzerlöse als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator haben sich in 2023 rückläufig entwickelt. Dies entspricht unserer Prognose aus dem Vorjahres-Lagebericht. Wir hatten eine geringfügige Unterschreitung angenommen. Unterjährig waren sie auf Monatsbasis stabil. Nur in den Monaten April, Juli und Dezember gab es jeweils saisonale Umsatzschwankungen.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse um 1.395 TEUR. Dies entspricht einem Rückgang um 4,93 %. Hierbei verringerten sich sowohl die Erlöse aus der Speditionstätigkeit als auch die Erlöse aus der Lagerwirtschaft. Im Bereich der Lagerwirtschaft ist der Rückgang auf den Standort Gütersloh zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator sank im Vorjahresvergleich um 570 TEUR auf 182 TEUR. Dies ist, neben dem Rückgang der Umsatzerlöse, auf den höheren Aufwand aus der Inanspruchnahme von fremden Beförderungsleistungen zurückzuführen. Dies führte zu einem rückläufigen Rohertrag. Außerdem wurden im Berichtsjahr keine Beteiligungserträge vereinnahmt.

Der Jahresüberschuss entspricht somit der Prognose aus dem Vorjahres-Lagebericht. Die Umsatzerlöse entwickelten sich ebenfalls wie prognostiziert.

Unsere wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kunden- und die Mitarbeiterzufriedenheit. Die langfristigen Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden weisen auf die bestehende vertrauensvolle Zusammenarbeit hin. Die Fluktuation der Mitarbeiter ist branchenüblich.

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftliche Lage als ausbaufähig.

4. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

a) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
langfristiges Vermögen 1.225 1.437
kurzfristiges Vermögen 5.844 6.478
Gesamtvermögen 7.069 7.915
Eigenkapital 3.329 3.147
Fremdkapital 3.740 4.768
davon Gesellschaftern geschuldet 0 0
Gesamtkapital 7.069 7.915

Die Bilanzsumme ist zum Vorjahresstichtag um 846 TEUR gesunken. Auf der Aktivseite sank das langfristige Vermögen aufgrund der über dem Investitionsniveau liegenden planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen. Das kurzfristige Vermögen ist durch einen geringeren Bestand an Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zum Bilanzstichtag geprägt. Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses des Berichtsjahres, während das Fremdkapital aufgrund niedriger Rückstellungsdotierungen gesunken ist. Die Verbindlichkeiten verringerten sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 47,1 % (Vorjahr: 39,8 %).

b) Finanzlage

Unsere Gesellschaft ist ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Die Liquidität ist durch ausreichende Guthaben bei Kreditinstituten gesichert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 944 TEUR. Unter Berücksichtigung des Mittelbedarfs aus der Investitionstätigkeit von 197 TEUR sowie einem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 0 TEUR erhöhte sich der Finanzmittelbestand, bestehend aus den flüssigen Mitteln und den Kassenbeständen, zum 31. Dezember 2023 von 1.312 TEUR auf 2.059 TEUR.

c) Ertragslage

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 26.899 28.294
sonstige betriebliche Erträge 806 587
Betriebsaufwand -27.310 -27.702
Finanzergebnis -22 20
Ergebnis vor Ertragsteuern 373 1.198
Ertragsteuern -191 -446
Jahresüberschuss 182 752

Die Umsatzerlöse sind um 1.395 TEUR oder 4,93 % auf 26.899 TEUR gesunken. Die höheren sonstigen betrieblichen Erträge sowie der geringere Betriebsaufwand konnten, unter Berücksichtigung der weggefallenen Beteiligungserträge, den Umsatzerlösrückgang nicht kompensieren, sodass sich der Jahresüberschuss um 570 TEUR auf 182 TEUR reduzierte.

Die Umsatzrentabilität ((Ergebnis vor Ertragsteuern + Zinsaufwand)/Umsatzerlöse) beträgt 1,5 % nach 4,3 % im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote erhöht sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,1 %- Punkte auf 10,0 %. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich um 1,6 %-Punkte auf 44,8 %.

5. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Für Deutschland wird nach dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für 2024 auf 0,2 % und für 2025 auf 0,9 % geschätzt.

Die Entwicklung aus 2023 hat sich innerhalb der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2024 fortgesetzt. Die Umsatzeinbrüche aus dem Nachfragerückgang der Kunden der Küchenindustrie setzt sich weiter fort. Wir können weiterhin Neugeschäfte akquirieren. Diese kompensieren jedoch nicht den Umsatzeinbruch. Wir haben noch Anpassungspotenziale in den Kostenstrukturen, insbesondere bei den Personal- sowie den Fahrzeugkosten, welche wir derzeit nutzen.

Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken sich auch auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Insbesondere die partiell unverändert hohe Inflation ist eine große Belastung für die Konjunktur. Von den stark gestiegenen Finanzierungsaufwendungen sind wir verschont geblieben, da wir ausschließlich eigenkapitalfinanziert aufgestellt sind.

Aufgrund überproportional gestiegener betrieblicher Aufwendungen und dem oben genannten Rückgang der Umsätze mit Kunden aus dem Bereich der Küchenindustrie gehen wir davon aus, dass der Jahresüberschuss 2024 aus der operativen Geschäftstätigkeit gleichbleibend zum Berichtsjahr ausfallen wird. Die Umsatzerlöse werden moderat unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Durch den Verkauf einer Beteiligung wird der Jahresüberschuss aus der Gesamttätigkeit deutlich über dem Niveau der letzten Jahre liegen. Dies ist jedoch ein Einmaleffekt.

Bei unseren wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, der Kunden- und der Mitarbeiterzufriedenheit, sehen wir keine Änderungen zum Berichtsjahr.

6. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Risiken haben die Risiken der Branche (Auslastungsrisiko, Abhängigkeit von Subunternehmern, Fachkräftemangel) direkte Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Hinzu kommen branchenspezifische konjunkturelle Entwicklungen in unserem Kundenstamm. Derzeit verzeichnet weiterhin die Küchenmöbelindustrie, unverändert zu 2023, einen deutlichen Nachfragerückgang.

Im Hinblick auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist das Ziel unseres Finanzmanagements die Sicherung der Gesellschaft gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Unsere Risikopolitik ist als konservativ einzustufen.

Zu unseren wesentlichen Finanzinstrumenten gehören, neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Hierzu halten wir ein effektives Forderungsmanagement vor. Das Ausfallrisiko ist als gering einzustufen.

Wo möglich, begegnen wir Risiken mit einem angemessenen Versicherungsschutz. Darüber hinaus überwachen wir die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung unserer Gesellschaft durch regelmäßige Auswertungsanalysen. Die Liquiditätsausstattung ist als gut einzustufen, sodass ein Liquiditätsrisiko derzeit nicht erkennbar ist. Die Werthaltigkeit der Forderungen wird durch ein straffes Debitorenmanagement auch unterjährig regelmäßig überprüft. Außerdem setzen wir das Instrument des Factorings zu Finanzierungszwecken ein.

Bestandsgefährdende Risiken sind für das Unternehmen nicht ersichtlich.

Chancen ergeben sich aus einer möglichen schnellen konjunkturellen Erholung in Deutschland und einer damit einhergehenden positiven Branchenentwicklung. Außerdem sehen wir Chancen in der Zusammenarbeit mit gut aufgestellten und wirtschaftlich erfolgreichen Kunden. Mit unseren umfangreichen Transport- und Lagerkapazitäten sowie unserer langjährigen Expertise sehen wir uns gut aufgestellt. Ferner setzen wir künftig auch Elektrolastkraftwagen ein, da es hier zu Nachfragen seitens unserer Kunden kam.

 

Löhne, den 27. November 2024

gez. Klaus H. Jording, Geschäftsführer

gez. Dr. Timo Jording, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.620,30 151.494,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.661,02 5.852,02
2. technische Anlagen und Maschinen 175.067,53 155.527,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 767.093,34 968.680,05
946.821,89 1.130.059,60
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 155.000,00 155.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 54.377,78 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.366.249,36 4.859.695,43
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.975,71 0,00
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
3. sonstige Vermögensgegenstände 317.700,58 282.620,47
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
3.685.925,65 5.142.315,90
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.059.436,52 1.312.136,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 43.876,42 23.723,08
7.069.058,56 7.914.729,94

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 3.120.816,55 2.368.600,06
III. Jahresüberschuss 181.822,32 752.216,49
3.328.638,87 3.146.816,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.260.124,00 1.303.438,00
2. Steuerrückstellungen 262.747,47 437.211,02
3. sonstige Rückstellungen 444.872,57 552.982,97
1.967.744,04 2.293.631,99
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 590.046,88 636.863,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 590.046,88 € (Vorjahr: 636.863,80 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572.235,28 482.211,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 572.235,28 € (Vorjahr: 482.211,20 €)
3. sonstige Verbindlichkeiten 610.393,49 1.355.206,40
- davon aus Steuern: 68.919,35 € (Vorjahr: 632.933,65 €)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 10.954,47 € (Vorjahr: 2.984,11 €)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 610.393,49 € (Vorjahr: 1.355.206,40 €)
1.772.675,65 2.474.281,40
7.069.058,56 7.914.729,94

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 26.899.432,47 28.293.867,51
2. sonstige betriebliche Erträge 805.638,07 586.689,30
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.702.364,24 -2.246.858,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.910.790,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.149.623,99 -12.060.414,91 -12.212.655,02
- davon für Altersversorgung: 48.357,21 € (Vorjahr: 47.642,22 €)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -412.363,12 -468.766,79
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -12.098.336,34 -12.732.246,31
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 45.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.903,39 150,60
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.004,00 -24.665,70
- davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 23.081,00 € (Vorjahr: 23.462,00 €)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -191.233,00 -446.433,49
11. Ergebnis nach Steuern 218.258,32 794.081,49
12. sonstige Steuern -36.436,00 -41.865,00
13. Jahresüberschuss 181.822,32 752.216,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kemena GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Löhne
Registereintrag: Handelsregister, Abteilung B
Registergericht: Bad Oeynhausen
Register-Nr.: 1067

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer entspricht in der Regel den steuerlichen AfA-Tabellen.

Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer Abnutzung unterliegen und deren Anschaffungskosten Euro 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Heizölbestände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das Risiko von Forderungsausfällen wurden pauschale Wertberichtigungen in Höhe von Euro 59.800,00 gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes mit einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren der vergangenen zehn Jahre von 1,81 % (Vorjahr: 1,78 %) nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Der Zinssatz wurde auf den 31. Dezember 2023 ermittelt. Eine Gehalts- sowie eine Rentendynamik wurden nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand, mit Ausnahme der erstmaligen Erfassung von Heizölbeständen an den einzelnen Lagerstandorten unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Vorratsvermögen, nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Selbstständig nutzbare, bewegliche, abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Diese Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf Euro 38.427,03.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. Umsatzsteuerforderungen gegenüber dem Finanzamt (TEuro 31/Vorjahr: TEuro 18), Gewerbesteuerforderungen gegenüber der Stadt (TEuro 78/Vorjahr: TEuro 0) sowie im Folgejahr abziehbare Vorsteuern (TEuro 11/Vorjahr: TEuro 23).

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des zehnjährigen und des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf Euro 20.877,00. Für diesen Betrag besteht eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Tantiemen und Prämien (TEuro 46/Vorjahr: TEuro 78), ausstehenden Urlaub (TEuro 220/Vorjahr: TEuro 185), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEuro 98/Vorjahr: TEuro 107), ausstehende Leistungen für die Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe (TEuro 25/Vorjahr: TEuro 25) sowie Jahresabschlussaufwendungen (TEuro 30/Vorjahr: TEuro 25).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt (Werte zum 31. Dezember 2022 in Klammern):

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren Restlaufzeit fünf Jahre und mehr Summe
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 590.046,88 0,00 0,00 590.046,88
(636.863,80) (0,00) (0,00) (636.863,80)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572.235,28 0,00 0,00 572.235,28
(482.211,20) (0,00) (0,00) (482.211,20)
sonstige Verbindlichkeiten 610.393,49 0,00 0,00 610.393,49
(1.355.206,40) (0,00) (0,00) (1.355.206,40)
1.772.675,65 0,00 0,00 1.772.675,65
(2.474.281,40) (0,00) (0,00) (2.474.281,40)

Die den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu Grunde liegenden Lieferungen unterliegen den üblichen Eigentumsvorbehalten. Weitere Besicherungen bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEuro 572 (Vorjahr: TEuro 482) den Liefer- und Leistungsverkehr.

Angabe zu Haftungsverhältnissen

Gegenüber einem Kreditinstitut besteht eine betragsmäßig begrenzte Bürgschaft über TEuro 10.400 für verschiedene Darlehen eines nahe stehenden Unternehmens. Diese valutieren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 über insgesamt TEuro 9.092.

Mit einer grundsätzlichen Inanspruchnahme der Gesellschaft wird nicht gerechnet, weil das nahe stehende Unternehmen seinen Verpflichtungen bisher immer fristgerecht nachgekommen ist.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEuro 333 sowie Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEuro 59 ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind betriebs- und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 149 enthalten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Gewerberaummietverträgen sowie Leasingverträgen im Zusammenhang mit dem Fuhrpark und Staplern über TEuro 15.017. Bei Verträgen unbestimmter Laufzeit und kurzfristiger Kündigungsmöglichkeit wurde zur Ermittlung des Verpflichtungsbetrages eine Restlaufzeit von einem Jahr angenommen. Der Betrag beinhaltet Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu 6,5 Jahren.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 250
Angestellte 54
leitende Angestellte 14
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 318
Vollzeit beschäftigte Mitarbeiter 300
Teilzeit beschäftigte Mitarbeiter 18

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Klaus H. Jording ausgeübter Beruf: Kaufmann (im Versorgungsbezug)
Geschäftsführer: Dr. Timo Jording ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEuro 360 gewährt (davon als Versorgungsbezug: TEuro 85).

Gewährte Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen

Früheren Geschäftsführern sowie deren Hinterbliebenen wurden TEuro 15 gewährt. Diesen gewährten Bezügen stehen keine Gegenleistungen im Geschäftsjahr gegenüber.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 181.822,32.

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Im Geschäftsjahr 2024 wurde die unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung veräußert. Hieraus haben sich entsprechende außerordentliche Erträge ergeben, die das Jahresergebnis 2024 beeinflussen werden.

 

Löhne, den 27. November 2024

gez. Klaus H. Jording, Geschäftsführer

gez. Dr. Timo Jording, Geschäftsführer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 799.011,99 34.149,70 -350.854,37 482.307,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 148.991,74 148.991,74
2. technische Anlagen und Maschinen 443.757,48 74.861,34 518.618,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.420.167,87 93.120,63 -369.828,52 5.143.459,98
6.012.917,09 167.981,97 -369.828,52 5.811.070,54
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 155.000,00 155.000,00
6.966.929,08 202.131,67 -720.682,89 6.448.377,86
Abschreibungen kumuliert
Vortrag 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 647.517,49 61.998,70 -350.829,17 358.687,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 143.139,72 1.191,00 144.330,72
2. technische Anlagen und Maschinen 288.229,95 55.321,34 343.551,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.451.487,82 293.852,08 -368.973,26 4.376.366,64
4.882.857,49 350.364,42 -368.973,26 4.864.248,65
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
5.530.374,98 412.363,12 -719.802,43 5.222.935,67
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.620,30 151.494,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.661,02 5.852,02
2. technische Anlagen und Maschinen 175.067,53 155.527,53
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 767.093,34 968.680,05
946.821,89 1.130.059,60
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 155.000,00 155.000,00
1.225.442,19 1.436.554,10

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kemena GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kemena GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kemena GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaftsvermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,

die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Herford, den 27. November 2024

DR. WOELKE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Upheber, Wirtschaftsprüfer

Michael Blöbaum, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

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