Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 25428
Eingetragen
15.9.2009
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
der Vertrieb, die Be- und Verarbeitung von Glas und mit Glas verwandten Erzeugnissen sowie der Vertrieb von baulichen Anlagen, die im Wesentlichen aus Glas hergestellt sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Thalmann
seit 20.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Stephan Ernst WitteFlachglas Projekt-Erwerbs GmbH+1
75.20%
V****** W****Flachglas Projekt-Erwerbs GmbH+1
24.80%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FLACHGLAS Sachsen GmbH

Grimma

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 42.880,00 9.383,00
II. Sachanlagen 1.285.303,00 1.287.357,06
III. Finanzanlagen 60.000,00 60.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 740.498,93 909.578,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.081.744,07 1.733.826,64
III. Flüssige Mittel 2.659.053,62 1.527.242,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 230,56
5.869.479,62 5.527.618,33

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 99.695,74 99.695,74
III. Gewinnvortrag 2.595.210,99 2.602.289,77
IV. Jahresüberschuss 993.009,38 542.921,22
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 126,98
C. Rückstellungen 726.799,72 576.067,80
D. Verbindlichkeiten 1.344.183,79 1.606.516,82
E. Passive latente Steuern 10.580,00 0,00
5.869.479,62 5.527.618,33

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
1. Rohergebnis 7.164.755,95 6.785.278,88
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.950.528,30 3.013.677,09
b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 614.623,66 3.565.151,96 586.865,72
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 367.362,93 491.514,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.170.927,15 2.126.613,54
5. Erträge aus Beteiligungen 250.000,00 150.000,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.555,67 23.342,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.789,21 21.742,77
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 323.741,99 171.859,57
9. Ergebnis nach Steuern 1.001.338,38 546.348,27
10. Sonstige Steuern 8.329,00 3.427,05
11. Jahresüberschuss 993.009,38 542.921,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Flachglas Sachsen GmbH ist ein mittelständisches Industrieunternehmen der Glasverarbeitenden Branche. Hauptgeschäftsfeld ist die Produktion von modernen Isoliergläsern sowie die Be- und Weiterverarbeitung von Flachglas. Der Sitz befindet sich in Grimma.

Die Firma ist beim Handelsgericht Leipzig unter HRB 25428 eingetragen.

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der FLACHGLAS Sachsen GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes betreffend den Gesellschaften mit beschränkter Haftung und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die FLACHGLAS Sachsen GmbH wendet seit dem Geschäftsjahr 2016 die Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes an.

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veränderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahresabschluss.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die zwischen 3 und 20 Jahren liegen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Übertragung des beweglichen Sachanlagevermögens im Rahmen der Verschmelzung zum 1. April 2009 erfolgte zum Zeitwert. Alle nach dem Verschmelzungsstichtag angeschafften Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden pro rata temporis nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen 3 und 20 Jahren liegen, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen € 250,00 bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG grundsätzlich aufwandswirksam gebucht.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Wertmindernde Faktoren aus der Lagerdauer und der Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wird zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen aktivierungspflichtige Einzelkosten sowie aktivierungsfähige Gemeinkosten, wobei Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht einbezogen werden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bilanziert. Dem Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen.

Die Flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Erhaltene Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen werden grundsätzlich in den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen eingestellt und über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Für alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren bilanzierungsfähigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Vorsicht angemessene Rückstellungen gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die FLACHGLAS Sülzfeld GmbH mit Sitz in Sülzfeld (Stammkapital T€ 25, Anteil 100%). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nach dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 T€ 2.094 der Jahresüberschuss T€ 456.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 140 (Vorjahr T€ 476).

Forderungen gegen Verbundene Unternehmen haben in Höhe von T€ 140 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, sämtliche anderen Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig.

Das Gezeichnete Kapital beträgt T€ 100. Alle Geschäftsanteile werden von der FLACHGLAS Projekt-Erwerbs GmbH gehalten.

Im Berichtsjahr wurde die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse bei der Abschreibung gekürzt und dort gesondert ausgewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert mit Gesamt
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 359 0 0 359
(Vorjahr) (344) (0) (0) (344)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5 0 32 37
(Vorjahr) (34) (142) (0) (176)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 515 405 28 948
(Vorjahr) (563) (650) (95) (1.308)

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Mietkauf (T€ 567) sind Sicherungsübereignungen der Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Herrn Stephan Witte in Höhe von T€ 150, besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 32 (Vorjahr T€ 31) die Gesellschafterin.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern T€ 166 (Vorjahr T€ 353) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0 (T€ 0).

Haftungsverhältnisse bestehen aus einer Mithaftung über T€ 321 für Kreditverbindlichkeiten der Gesellschafterin, der Flachglas Projekt-Erwerbs GmbH, Grimma. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Tochtergesellschaft und Gesellschafterin, deren wesentliche Assets die Geschäftsanteile der Flachglas Sachsen GmbH sind, wird das Risiko der Inanspruchnahme als minimal angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus der Anmietung des Betriebsgrundstückes in Höhe von T€ 264 jährlich. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2027 mit Verlängerungsoption. Aus Leasing und Wartungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 29 jährlich.

4. Sonstige Angaben

Beteiligungen

Es besteht eine Beteiligung an sämtlichen Geschäftsanteilen der FLACHGLAS Sülzfeld GmbH, Sülzfeld. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nach dem Jahresabschluss zum 31.12.2022 T€ 2.094 der Jahresüberschuss T€ 456.

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 91 (Vorjahr 98) Personen, davon 62 (Vorjahr 69) gewerbliche Arbeitnehmer und 29 (Vorjahr 29) Angestellte. Darüber hinaus befanden sich durchschnittlich 3 (Vorjahr 2) Personen im Ausbildungsverhältnis (Azubis).

Geschäftsführung

Herr Stephan Witte, Diplom-Kaufmann, Köln, und seit dem 20. Februar 2019 Herr Benjamin Thalmann, Bachelor of Arts - Business Administration, Berlin. Die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird von uns angewendet.

Die Gesellschaft hat gegenüber Geschäftsführern Forderungen von T€ 225 (Stand 31. Dezember 2023).

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht aufgetreten.

 

Grimma, 20. Juli 2024

Stephan Witte, Geschäftsführer

Benjamin Thalmann, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

FLACHGLAS SACHSEN GmbH GLASVERARBEITUNG, Grimma

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.489,20 40.860,00 0,00 0,00 117.349,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 76.489,20 40.860,00 0,00 0,00 117.349,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.066,22 0,00 0,00 0,00 24.066,22
2. technische Anlagen und Maschinen 3.969.433,71 137.585,29 160.719,61 71.237,07 4.017.536,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.195.938,84 40.157,40 5.421,00 0,00 1.230.675,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.892,82 180.144,25 0,00 -71.237,07 155.800,00
Summe Sachanlagen 5.236.331,59 357.886,94 166.140,61 0,00 5.428.077,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.000,00 0,00 0,00 0,00 55.000,00
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
Summe Finanzanlagen 60.000,00 0,00 0,00 0,00 60.000,00
Summe Anlagevermögen 5.372.820,79 398.746,94 166.140,61 0,00 5.605.427,12
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.106,20 7.363,00 0,00 0,00 74.469,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 67.106,20 7.363,00 0,00 0,00 74.469,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.448,22 2.436,00 0,00 0,00 12.884,22
2. technische Anlagen und Maschinen 3.142.061,47 229.423,60 160.718,61 0,00 3.210.766,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796.464,84 128.079,40 5.420,00 0,00 919.124,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.948.974,53 359.939,00 166.138,61 0,00 4.142.774,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.016.080,73 367.302,00 166.138,61 0,00 4.217.244,12
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.880,00 9.383,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 42.880,00 9.383,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.182,00 13.618,00
2. technische Anlagen und Maschinen 806.770,00 827.372,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.551,00 399.474,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 155.800,00 46.892,82
Summe Sachanlagen 1.285.303,00 1.287.357,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.000,00 55.000,00
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
Summe Finanzanlagen 60.000,00 60.000,00
Summe Anlagevermögen 1.388.183,00 1.356.740,06

Lagebericht 2023

I. Einführung

Der Jahresabschluss der FLACHGLAS Sachsen GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die FLACHGLAS Sachsen GmbH mit Sitz in Grimma, Sachen, Deutschland, ist ein Unternehmen, welches in der Glasveredelung und Glasbearbeitung tätig ist. Der Schwerpunkt liegt in der Herstellung von Isolierglas.

II. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Geschäftsjahr 2023 der FLACHGLAS Sachsen GmbH war -wie auch 2022- geprägt durch die schwankenden Materialpreisentwicklungen, teilweise noch als Folgen des ab Februar 2022 ausgebrochenen Ukraine Krieges und den entsprechenden Folgen für Preise, Lieferketten, etc. in Europa. Die Einkaufspreise für Flachglas sind in 2023 gesunken und wir konnten von den fallenden Preise bei bestehenden Aufträgen und vergebenen Projekten profitieren. Auch setzte die erwartete und von uns eingeplante Bau-Krise mit weniger Auftragsvolumen im Markt ein, allerdings später und weniger intensiv als von uns für 2023 erwartet. Daher konnten -trotz geringerer Mengen als im Geschäftsjahr 2022- gute Margen gehalten werden und ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

Steigende Personalkosten pro Mitarbeiter sind eines unserer großen Herausforderrungen und begleiten uns dauerhaft.

Unsere fortlaufenden Automatisierungsmaßnahmen und Investitionen haben ausgleichend auf die Personalkostensteigerungen gewirkt und bei der Stabilisierung der Profitabilität geholfen. Gleichzeitig wurde mit vielen Kostenmaßnahmen versucht Kostensteigerungen aufzufangen. Somit konnten wir trotz rückläufiger Mengen (in m 2 ) um circa 16,4 % und rückläufigem Umsatz (16,0 %) den EBIT signifikant steigern.

2. Produktion

FLACHGLAS Sachsen GmbH stellt insbesondere Isolierglas an 2 Produktionslinien her.

Die Produktion im Jahr 2023 lief grundsätzlich zufriedenstellend und leider mit rückläufiger Auslastung. Möglichen Lieferengpässen wurde mit langfristiger Planung entgegengewirkt und es wurden keine Engpässe festgestellt.

Insgesamt und dauerhaft ist es eine Herausforderung das notwendige Personal für die Produktion zu finden und langfristig zu binden.

Im Verlaufe des Geschäftsjahres war die Performance pro Stunde und pro Quadratmeter der Produktion stabil und im Leistungsbereich der Vorjahre.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die erzielten Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 13.681 (VJ T€ 16.279). Der deutliche Rückgang des Umsatzes ist im Wesentlichen durch die oben beschriebenen Preiseffekte und die Mengenreduzierungen zu begründen. Jedoch schätzen die Kunden die breit aufgestellte Fertigungs- und Dienstleistungsbereitschaft und die Qualität der FLACHGLAS Sachsen GmbH, daher konnten gute Margen aufrecht erhalten und ausgebaut werden.

4. Geschäftsergebnis

Der Jahresgewinn beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf sehr gute T€ 993 und liegt deutlich über dem Vorjahr mit einem Überschuss von T€ 543. Die Steigerung ist insbesondere auf beschriebene Preis-, Kunden-, und Organisationsentwicklungen zurückzuführen.

5. Beschaffung

Die Situation am Beschaffungsmarkt hat sich in 2023 schwankend entwickelt. Durch die getroffenen internen Maßnahmen war die Beschaffungssicherheit im gesamten Geschäftsjahr 2023 fortlaufend gegeben.

6. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr wurden in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen einschließlich Anlagen im Bau T€ 399 VJ T€ 302) investiert. Im Wesentlichen wurden hier -wie auch im Vorjahr Investitionen in die Logistik, die Qualität und Lagerung, sowie in die Automation getätigt.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum 31.12.2023 T€ 2.659 (VJ T€ 1.527). Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Kontokorrent-Linien nicht in Anspruch genommen (VJ T€ 0). Die Gesellschaft weist über 64% Eigenkapital aus und hat einen niedrigen Verschuldungsgrad. Die Finanzierung der Gesellschaft ist sichergestellt, die Kredite werden regelmäßig getilgt.

7. Personal- und Sozialbelange

Die Anzahl der am 31.12.2023 bei der FLACHGLAS Sachsen GmbH aktiv beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich auf 91 (VJ 98). Die Anzahl der zum Stichtag beschäftigten Auszubildenden und Werkstudenten beträgt 2 (VJ 2).

Die Neugewinnung von qualifizierten Mitarbeitern im angestellten sowie gewerblichen Bereich mit unseren Qualifikationsanforderungen war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wie in den Jahren davor sehr schwierig. Eine erhoffte Entspannung am Arbeitsmarkt mit mehr zur Verfügung stehendem qualifizierten Personal trat leider nicht ein.

8. Umweltbelange

Durch den Einsatz umweltschonender und energieeffizienter Rohstoffe, verbunden mit einer fachgerechten Entsorgung, gehen wir bewusst mit den Ressourcen der Natur um. So wurde z.B. im letzten Geschäftsjahr in sehr großem Umfang Glasschrott für das Recycling und die Glasschmelze zur Verfügung gestellt.

Um die Anforderungen des Industriezweiges und der Branche zu berücksichtigen, arbeiten Mitarbeiter aktiv in übergeordneten Fachgremien, sind Teilnehmer an Kongressen und halten ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Zur Vermeidung von Umweltschäden und einem unangemessenen Verbrauch an Energie wurde ein System von Notfall- und Alarmplänen eingerichtet. Es wurden Festlegungen für Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen getroffen.

9. Forschung und Entwicklung

Mit ihrer Forschung und Entwicklung zielt die FLACHGLAS Sachsen GmbH auf die Erfüllung der Bedürfnisse der Zukunft ab, um damit einen Beitrag für den zukünftigen Markterfolg zu leisten. Dafür optimiert sie Verfahren und Prozesse, um in der Technologie führend zu sein und nachhaltig zu wirtschaften. Dabei ist sie stets darauf bedacht, Relevanz und Effizienz ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zu optimieren - ob im Alleingang oder in Kooperation mit Dritten. Mit all diesen Aktivitäten stärkt sie die eigene Wettbewerbsposition in der Zukunft.

Ergebnisse der Arbeiten in diesen Bereichen werden abhängig von ihrer strategischen Bedeutung in geeigneter Weise veröffentlicht oder finden Eingang in Schutzrechtsanmeldungen. Die Planungen und Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung werden über die Behandlung durch die Organe der Gesellschaft hinaus mit hochkarätigen Experten diskutiert und bewertet, die auch bei der Beobachtung und Einschätzung langfristiger Technologietrends unterstützen.

III. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Bei gesunkenem Umsatz ist der Gewinn mit T€ 993 (VJ T€ 543 Gewinn) in 2022 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen.

Hauptursache dafür sind die beschriebenen Sondereffekte, sowie intensives Kunden- Organisations- und Kostenmanagement.

Das EBIT im Geschäftsjahr 2023 mit T€ 1.054 (VJ T€ 564 EBIT) war von oben genannten Themen beeinflusst.

Die Materialquote verringerte sich auf 49,3 % (VJ 61,4 %), was im Wesentlichen mit den gesunkenen Rohstoffpreisen und Gaspreisen begründet werden kann.

Die Personalaufwendungen haben sich im Berichtszeitraum bei T€ 3.565 (VJ T€ 3.601). stabilisiert. Grund hierfür sind die leicht rückläufigen Mitarbeiterzahlen und die weniger gearbeiteten Stunden in der Produktion bedingt durch den Mengenrückgang.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im GJ 2023 auf insgesamt T€ 2.171 (VJ T€ 2.126) auf Grund der allgemeinen Preissteigerungen.

2. Vermögenslage

Durch die weiteren Investitionen in Anlagetechnik sowie Prozessoptimierung ist das Anlagevermögen leicht gestiegen. Das Vorratsvermögen ist stichtagsbezogen um T€ 169 gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich reduziert, da im Vorjahr eine höhere Anzahlung auf Investitionen enthalten war.

Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind vor allem durch Rückführung von Darlehen gesunken.

Der Verschuldungsgrad ist niedrig. Das Eigenkapital beträgt T€ 3.788 oder 64,5 % (VJ T€ 3.345 oder 60,5 %), somit ist die Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft sehr gut.

3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr gut zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist mit Skonto beglichen. Die Verschuldung bei Kreditinstitunten ist niedrig. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert und es wurden keine Kontokorrent-Linien in Anspruch genommen. Zum 31.12.2023 betrug der Cash Bestand T€ 2.659 (VJ T€ 1.527).

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Deutschland ist Ende 2023 in eine Baukrise geraten, die auch 2024 noch anhalten wird, daher wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem signifikanten Rückgang der Nachfrage gerechnet. Aufgrund der hohen bestehenden Margen und der von uns getroffenen Maßnahmen hoffen wir für 2024 dennoch mit einem ausgeglichenen Ergebnis auf EBIT Ebene auf jeden Fall mit einem positiven EBITDA. Die Zielerreichung ist stark abhängig von der Fähigkeit Kunden zu binden, Mehrkosten auch an Kunden weiter zu reichen, Margen zu halten und Lieferketten zu managen. Wir rechnen für 2024 mit weniger Umsatz als im Geschäftsjahr 2023.

Für das Jahr 2025 werden alle möglichen Szenarien simuliert und Gegenmaßnahmen eingeleitet, es können aber auch im Jahr 2025 für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken bestehen bleiben, allerdings sehen wir uns besser vorbereitet als viele Wettbewerber und mit ausreichenden Polstern ausgestattet. Die FLACHLGAS Sachsen GmbH geht 2025 als gesunde Firma mit guter Vermögenslage in ein weiteres unsichereres Jahr, welches wir aktiv angehen werden.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die unsichere Entwicklung von der Kundennachfrage, die Zinsentwicklungen und die unsichere Entwicklung der staatlichen Fördermittel bringen Risiken für die Geschäftsjahr 2025 mit sich. Wir sehen uns für die Herausforderungen aber gut aufgestellt.

Mittelfristig besteht in unserem Absatzraum ein steigender Bedarf an unseren Produkten. Der Bedarf an Wohnraum soll laut Marktforschung steigen nur wird derzeit weniger gebaut, aufgrund der dargestellten Situation. Aber der Bedarf wächst, staut sich und wir freuen uns auf die Zeit der Ernte.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, werden durch Fakturierung ausschließlich in Landeswährung und fast ausnahmslosem Lieferantenpool im Euro-Raum nahezu ausgeschlossen.

Auf der Beschaffungsseite der FLACHGLAS Sachsen GmbH können wir auf Lieferanten mit langer Historie zurückgreifen. Für unsere hohen Qualitätsansprüche in unseren eigenen Prozessen und Produkten finden Qualitätskontrollen statt, die dokumentiert werden und bei Abweichungen an die definierten Anforderungen Korrekturen eingeleitet werden.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle könnten in 2024 und 2025 steigen, wir haben jedoch ein gutes Controlling. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Darlehen werden regelmäßig getilgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden aus Datenbanken.

Auf Basis von internen Vorgaben werden monatliche Berichte, die eine systematische Erfassung und Bewertung von Geschäftsvorfällen sowie die Meldung von hieraus resultierenden Risiken beinhalten, erstellt. Im Rahmen von Budget-, Forecast- und Vorjahresvergleichen wird die Zahlenbasis auch unterjährig permanent auf Aktualität und Richtigkeit geprüft. Durch das bestehende Berichtswesen werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Dem Schutz von Persönlichkeitsrechten, Geschäftsgeheimnissen, Innovationen und Prozessdaten gegen unberechtigte Zugriffe, Zerstörung und Missbrauch wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Mitarbeiter, Prozessgestaltung und Informationstechnik werden in das Risiko- und Sicherheitsmanagement einbezogen.

Verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ist ein Garant für Erfolg. Geltendes Recht bildet einen verbindlichen Rahmen für die umfangreichen unternehmerischen Aktivitäten der Gesellschaft.

Risikomindernd wirkt sich auch der hohe Qualitätsstandard der Produkte und Dienstleistungen der Gesellschaft aus, der durch regelmäßige interne und externe Überwachungsaudits und kontinuierliche Verbesserungsprozesse sichergestellt wird.

Die sich aus der gegenwärtigen Geschäftssituation für die Zukunft ergebenden Risiken sind vielfältig. Sollten zusätzliche oder mehrere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten nachhaltige Wirkung entfalten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen, respektive können Schäden eintreten, die nicht oder nicht vollständig durch eine Versicherung oder Rückstellung abgedeckt sind.

Die FLACHGLAS Sachsen GmbH ist derzeit nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten.

Das kreative und leistungsstarke Mitarbeiterpotenzial bildet eine wichtige Basis, um die Innovations- und Technologieführerschaft der Gesellschaft auch zukünftig und insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sicherzustellen und auszubauen.

Auch werden begrenzte Lebenszyklen der Produkte zu einer veränderten Profitabilität führen. Gleichermaßen stellt die globale Verteilung der Standorte innerhalb der Branche eine weitere große Herausforderung dar.

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der anhaltende Ukraine-Krieg, der wieder aufgeflammte Israel-Gaza-Konflikt und die weitere Entwicklung der Baubranche brachten für uns weitere schwer kalkulierbare Risiken. Derzeit können wir diese jedoch gut managen.

 

Grimma, 24. Juli 2024

Stephan Witte, Geschäftsführer

Benjamin Thalmann, Geschäftsführer

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FLACHGLAS Sachsen GmbH, Grimma:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Flachglas Sachsen GmbH, Grimma, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flachglas Sachsen GmbH, Grimma, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter

[https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie]

eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 25. Juli 2024

MSW PARTNERS GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Münch, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbes. auf § 328 HGB hin.

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