Sikora Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Lieder seit 25.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Christian Dr. Frank seit 2.7.2013 | Vorstandsmitglied |
Peter Früchtenicht seit 31.1.2011 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sikora AktiengesellschaftBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen der Gesellschaft & TechnologieDie Bremer Sikora Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz: "SIKORA AG") setzt seit über 50 Jahren als Hersteller von Premium Mess-, Regel-, Inspektions- und Sortiergeräten für die Draht- und Kabel-, Rohr- und Schlauch-, Glasfaser-, sowie Kunststoffindustrie weltweit Maßstäbe. In die Produktionslinie integriert erhöhen die Messgeräte die Qualität, Profitabilität und Prozesseffizienz der Fertigung. SIKORAs Produktportfolio deckt im Kabel- und Draht-, sowie im Rohr- und Schlauchbereich nahezu alle Bereiche ab, die bei der Online-Messung von Dimensionen wie Durchmesser, Wanddicke, Ovalität, Konzentrizität, aber auch produktspezifischer Parameter wie der Kapazität und der Oberfläche zum Einsatz kommen, um optimale Produktqualität bei minimalem Einsatz von Ressourcen zu ermöglichen. Die innovative Technik von SIKORA, kombiniert mit einem Netzwerk von Servicemitarbeitern in den Wachstumsregionen der Welt, hat SIKORA zu einem erfolgreichen Anbieter in den obengenannten Marktsegmenten gemacht. Das Ziel, das die Kunden mit dem Einsatz dieser Geräte verfolgen, ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dies lässt sich heute nur erhalten, wenn Preis und besonders die Qualität des Produkts stimmen. Hinsichtlich der Produktionskosten ist der optimale Materialeinsatz zu nennen, darüber hinaus die Vermeidung von Schrott und die Steigerung der Produktivität. Somit trägt SIKORA in besonderem Maße zur Nachhaltigkeit bei der Nutzung von Ressourcen bei. Das breite Produktportfolio von SIKORA ist am besten durch die Aufteilung in Mess-, Prüfungs- und Regelsystemen der INLINE 2000/6000 Serie, X-RAY Systeme, Systeme auf Basis von Millimeterwellentechnologie und Inspektions- und Sortiersysteme beschrieben. Innovation, technologisches Know-how, Qualität, Service und globale Präsenz sind die 5 Säulen der SIKORA Unternehmensphilosophie. In Zusammenarbeit mit 15 Tochtergesellschaften und mehr als 30 regionalen Repräsentanzen weltweit bedient die SIKORA AG, mit Hauptsitz in Bremen, alle Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität, Produktivität und Kosteneinsparung. Darüber hinaus sichern die internationalen Vertriebs- und Servicestandorte eine schnelle und zuverlässige Kundenbetreuung vor Ort. Die SIKORA AG beschäftigt zum 31. Dezember 2023 292 Mitarbeiter in Bremen und weitere 94 Mitarbeiter in Auslandstochtergesellschaften. Forschung und Entwicklung Die SIKORA AG verfügt über eigene und langjährige Forschungskapazitäten, die marktgerechte und kundenorientierte Forschungsleistungen erbringen. Ziel dieser Forschungsleistungen ist es, die Produkte der SIKORA AG stets zu optimieren und innovativ auf neuen Märkten agieren zu können. Diese Neuentwicklungen zeigen auch das nachhaltige Bemühen, regelmäßig neue Produkte mit neusten Technologien auf den Markt zu bringen. Derzeit arbeiten in unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung über 60 Mitarbeiter. Darüber hinaus arbeiten wir in Kooperationsprojekten, mit externen Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen. Die eigenen Technologien schützt die SIKORA AG durch eine konsequente weltweite Patentanmeldung. 2. WirtschaftsberichtGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die Weltwirtschaft war in 2023 durch sehr viele Unsicherheitsfaktoren geprägt. Militärische und politische Auseinandersetzungen an verschiedensten geographischen Orten haben die wirtschaftlichen Aktivitäten in diesen Regionen bzw. weltweit stark beeinflusst. Hier ist insbesondere die militärische Auseinandersetzung in der Ukraine zu nennen. Die weiterhin bestehenden Schwierigkeiten im Beschaffungsmarkt und mit den weltweiten Zulieferketten machten eine reguläre Geschäftstätigkeit mit entsprechenden Vorhersagen und Prognosen schwierig. Die Gesamtsituation hat sich in 2023 wirtschaftlich nicht verbessert. Laut des Berichtes des IWF (Internationaler Währungsfonds) beträgt das aktuelle Wachstum circa 3,1% 1. Insbesondere in Deutschland haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert. Hemmnisse für Wachstum sind vor allem ein enormer Fachkräftemangel und eine immer größer werdende Bürokratie. Durch die zahlreichen regionalen und globalen Unsicherheitsfaktoren zeigt sich die allgemeine Wirtschaftslage weiterhin sehr angespannt und instabil. 1 Quelle: IMF - World Economic Outlook, Januar 2024 BRANCHENENTWICKLUNG 2023 Im Draht- und Kabelmarkt war ein Wachstum zu verzeichnen. Dies kann vor allem mit dem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und Infrastrukturprojekten weltweit begründet werden. In der Rohr- und Schlauchindustrie waren Investitionen weiterhin eher zögerlich. Die Umstellung und Strategieänderung der Fahrzeughersteller Richtung Elektromobilität hatten Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Auch die Krise in der Bauwirtschaft hat negative Auswirkungen auf diese Industrie. Hier wird sich in den nächsten Jahren zeigen, welche strategische Stoßrichtung es für das Thema Rohr und Schlauch geben wird. Der Kunststoffmarkt entwickelte sich weiter positiv für SIKORA. Insgesamt wird eine weitere Zunahme der Nachfrage nach den Technologien in diesem Markt beobachtet, die SIKORA AG mit seinen neuen Produkten, dem PURITY SCANNER und dem PURITY SCANNER Concept System bedient. Insgesamt ist der Kunststoffmarkt ein sehr großer Markt, in dem hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden. Das Thema Circular Economy spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Die Glasfaserindustrie ist im Rückgang. Auf den asiatischen Märkten besteht Überkapazität. GESCHÄFTSVERLAUF 2023 DER SIKORA AG Insgesamt war der Geschäftsverlauf der SIKORA AG im Jahr 2023 positiv. Die Umsatzerlöse lagen bei 70,730 Mio. Euro. Insbesondere in den Bereichen Draht und Kabel und im Service konnten gute Auftragseingänge erzielt werden. Die Auftragseingänge im Rohr und Schlauch Markt waren verhalten. Der Gesamtumsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS 2023 Die Umsätze des Jahres 2023 entwickelten sich kontinuierlich, bereits ab Jahresbeginn 2023 weiter positiv und konnten mit 37,16 % (19,163 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Steigerungsrate der Umsätze belief sich für das erste Halbjahr auf 17,94 % (4,643 Mio. EUR) und für das zweite Halbjahr auf 56,55 % (14,520 Mio. Euro). Die positive Liefersituation konnte durch ausreichende Warenbestände, die Optimierung der Lagerhaltungs- und Produktionsprozesse, sowie die Weiterentwicklung und den Ausbau der internen Schnittstellen-Kommunikation erreicht werden. Der Auftragsvorlauf konnte im Geschäftsjahr 2023 auf 55,908 Mio. Euro (Auftragsbestand per 31. Dezember 2022 in Höhe 41,417 Mio. Euro) weiter stabilisiert und ausgebaut werden. Die ursprünglich angenommene moderate Umsatzsteigerung wurde im Geschäftsjahr 2023 deutlich übertroffen. STATUS DER TOCHTERGESELLSCHAFTEN Brasilien - São Paulo China - Fuzhou Frankreich - Les Ulis Indien - Neu-Delhi Italien - Vicenza Japan - Yokohama Korea - Seoul Russland - Moskau Türkei - Istanbul Ukraine - Vinnitsa USA - Peachtree City Vereinigte Arabische Emirate - Dubai Mexiko - Querétaro Malaysia - Subang Jaya Polen - Łódź Die Stabilisierung der Geschäftsausweitungen und Integration von neuen Geschäftsfeldern nimmt auch weiterhin bei der SIKORA AG und in den Tochtergesellschaften einen großen strategischen Stellenwert ein. In 2023 wurden in den bestehenden Tochtergesellschaften weitere Mitarbeiter eingestellt. Aufgrund der anhaltenden Kampfhandlungen und weiterhin ungewissen wirtschaftlichen Entwicklungen der Tochtergesellschaften in der Ukraine und Russland, befinden sich die beiden Tochtergesellschaften seit 2022 in Schließung und Abwicklung. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsätze der SIKORA AG von 51,567 Mio. Euro auf 70,730 Mio. Euro gestiegen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Auftragseingänge wurde im vorstehenden Absatz zum Geschäftsverlauf 2023 dargestellt. Die Materialaufwandsquote ist von 25,3% im Vorjahr auf 26,1% im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Der Anstieg ergibt sich nach wie vor im Wesentlichem aus der Preissteigerung von Rohstoffen und Vorleistungsgütern. Im Personalaufwand ist ein Aufbau von rund 3,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Dieser Aufbau resultiert im Wesentlichen aus Neueinstellungen und dem damit verbundenen Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 899 TEUR auf 18,728 Mio. Euro (Vorjahr 17,829 Mio. Euro) ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung von Dienstleistungskosten für die ergänzenden Optimierungen der ERP-Systeme. Weitere Erhöhungen ergaben sich bei den Lizenz-, den Reise- und Fortbildungskosten, sowie den Patentkosten. Sie trugen mit einem Anteil von 688,3 TEUR zu einer zusätzlichen Kostensteigerung bei. Das Ergebnis vor Steuern lag im Berichtsjahr bei 14,347 Mio. Euro (Vorjahr: 3,850 Mio. Euro). Vermögenslage In das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2023 1,916 Mio. Euro (Vorjahr: 1,859 Mio. Euro) investiert, der Großteil entfällt auf die Fortführung der Digitalisierung und auf Erweiterungsinvestitionen im Bereich der IT-Infrastruktur und Software-Lizenzen, sowie mit einem wesentlichen Anteil von 598 TEUR auf die Erweiterung und Optimierung der Lagerhaltung und Qualitätssicherung. Für die Steigerung des Produktionspotenzials wurden Betriebsausstattungen und Anlagen in Höhe von 327 TEUR ausgebaut. Die Vorratsbestände (vor Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen) haben sich um 2,7 Mio. Euro erhöht. Der Bestandsaufbau und die Erweiterung der Bevorratung ergibt sich aus dem erheblich gestiegenen Auftragsvorlauf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich aufgrund von frühzeitigen Zahlungseingängen vor dem Geschäftsjahresende um 585 TEUR, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich stichtagsbezogen um 2,1 Mio. Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 948 TEUR reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf den Abbau von Steuererstattungsansprüchen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzieren sich, durch ratierliche Darlehenstilgungen, auf 5,715 Mio. Euro (Vorjahr: 7,489 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 1,463 Mio. Euro, mit einer Steigerung um 72 TEUR, auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 1,391 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich, aufgrund des gestiegenen Auftragsvorlaufs, um 177 TEUR auf 2,838 Mio. Euro (Vorjahr: 2,662 Mio. Euro). Zur Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird auf die Angabe im Anhang verwiesen. Hinsichtlich der Bankguthaben wird auf die Aussagen in der Finanzlage verwiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 70,2% (Vorjahr: 66,2%). Finanzlage Die Steigerung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 5,8 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) ist im Wesentlichen auf das gestiegene Jahresergebnis zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit 0,7 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -1,2 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die über den erhaltenen Dividenden liegenden Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit 6,7 Mio. Euro negativ (Vorjahr: -6,7 Mio. Euro) und resultiert im Wesentlichen aus der Fortführung der Tilgungen der langfristigen Darlehen in Höhe von 1,6 Mio. Euro sowie aus Ausschüttungen an die Anteilseigner in Höhe von 5,0 Mio. Euro. Der Finanzmittelfonds setzt sich zum Bilanzstichtag aus den liquiden Mitteln zusammen und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 588 TEUR auf 2,0 Mio. Euro verringert. Liquidität war jederzeit gegeben. GESAMTBEURTEILUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG IN 2023 Zwar war die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt positiv, jedoch geprägt von vielen Unsicherheitsfaktoren wie den Ukrainekrieg und die Problematik am Zulieferermarkt. Durch diese globalen Unsicherheitsfaktoren ist es schwierig, die nachhaltige Entwicklung zu prognostizieren. Ein agiles Reagieren auf neue Gegebenheiten war bzw. ist täglich notwendig. Das Ergebnis, welches in 2023 erzielt wurde, ist zufriedenstellend. Für 2024 wird weiteres Wachstum erwartet. 3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTChancen SIKORAs internationales Netzwerk von Tochtergesellschaften in den wesentlichen Wachstumsmärkten der Welt, die enge Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern und die starke Konzentration auf die permanente Weiterentwicklung der Produkte und die Forschung nach neuen Messmethoden geben der SIKORA AG eine starke Marktposition und bieten gute Chancen, Marktanteile auch künftig zu halten und auszubauen. In den letzten 20 Jahren hat die SIKORA AG ein Netzwerk von aktuell 15 Tochtergesellschaften mit dem Fokus auf eine enge Kundenbetreuung sowohl in der Beratung, als auch im Verkauf und im Service aufgebaut. Mit diesen Tochtergesellschaften ist stets auch eine gute Balance für internationale Schwankungen am Markt geschaffen worden. Die auf den vorstehenden Seiten beschriebene Produktpalette deckt darüber hinaus unterschiedliche Geschäftsfelder ab, die weitestgehend voneinander unabhängig sind. Gerade mit den in den letzten Jahren neu hinzugekommenen, aber auch mit den sich aktuell in der Entwicklung befindlichen Geräten sieht die SIKORA AG gute Chancen, nicht nur Marktanteile zu halten, sondern auch auszubauen und neue Märkte zu erschließen. Ein Team von über 60 kreativen und engagierten Mitarbeitern forscht an zukunftsweisenden Technologien und präsentiert der Industrie Jahr für Jahr "state of the art" Produkte, durch die die Position des Unternehmens am Markt Jahr für Jahr kontinuierlich ausgebaut wird. Risiken Neben den Chancen, die sich aus der unternehmerischen Tätigkeit ergeben, gibt es zunehmende globale Risiken, die den Erfolg von der SIKORA AG negativ beeinflussen können. Die geopolitischen Spannungen nehmen zu. Im Ukrainekrieg ist kein Ende abzusehen. In den USA stehen Wahlen an, deren Ausgang den globalen Welthandel stark beeinflussen könnten. Die Verlässlichkeit der Zulieferer und Zulieferketten ist nach wie vor schwierig. Es kann passieren, dass wichtige Bauteile mit erheblicher Verzögerung geliefert werden oder die Verfügbarkeit gar ganz wegfällt. Der im Februar 2022 begonnene Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat zudem Auswirkungen auf die allgemeine Weltwirtschaft, die Lieferkette sowie die globale Nachfrage. Die SIKORA AG ist mit Tochtergesellschaften in der Ukraine und in Russland vertreten. Derzeit finden in Russland keine Geschäfte mehr statt. In der Ukraine ist das Geschäft sehr verhalten. Die Tochtergesellschaften der Sikora AG in Russland und der Ukraine befinden sich weiterhin in Schließung. Die Geschäftsaktivitäten in der Ukraine werden durch andere Vertriebsgesellschaften übernommen. Ferner führen weiter steigende Energiepreise zu höheren Fixkostenbelastungen der Sikora AG. Mittel- bzw. längerfristige Vorhersagen in dieser Sondersituation sind nahezu unmöglich. Diese globalen Risiken haben für die SIKORA AG eine immer größer werdende Bedeutung, da die SIKORA AG auf dem Weltmarkt aktiv ist. Diese Risiken, wie auch die internen Risiken, werden mit einem internen Risikomanagement genaustens beobachtet und Gegenmaßnahmen definiert. Eine starke Eigenkapitalquote stabilisiert das Unternehmen bei konjunkturellen Schwankungen oder Risiken. Dem steigenden Druck von anderen Marktteilnehmern und dem steigenden Druck auf die Preise wird durch kontinuierliche technische Verbesserungen entgegengewirkt mit dem Ziel, ein ständiges Alleinstellungsmerkmal für existierende und neue Produkte zu erreichen. Risiken der Fluktuation von Kernkompetenzen, insbesondere in Forschung und Entwicklung, wird durch ein höchst attraktives Arbeitsumfeld sowie höchst interessante Projekte entgegengewirkt. Das Nachziehen von jungen Kompetenzträgern in Positionen mit höherer Verantwortung ist eine erklärte Strategie der SIKORA AG. Regionale Nachfrage Risiken aus regionalen Absatzschwankungen begegnet die SIKORA AG mit der globalen Ausrichtung des Unternehmens. Mit diesem strategischen Ansatz kann das Risiko von Absatzschwankungen auf den Gesamtumsatz reduziert werden. Geschäftsschwankungen in Branchen der SIKORA AG Tätigkeit Risiken durch eine Schwankung der Nachfrage in bestimmten Segmenten wie Energie-, Bau-, Fahrzeug- und Kommunikationsindustrie waren in den letzten Jahren bereits durch die breite Produktpalette minimiert und wurden in 2023 durch die nochmalige Erweiterung der Produktpalette weiter reduziert. Insbesondere die Diversifikation mit dem PURITY SCANNER in den Kunststoffmarkt sowie der Ausbau des Produktportfolios im Rohr-, Schlauch- und Glasfaserbereich soll für zusätzliche Stabilität sorgen. Trotz der schwierigen Situation wird weiterhin in neue Technologien investiert, die in naher Zukunft als neue Produkte auf den Markt kommen werden. Wechselkursschwankungen Wechselkursschwankungen sind durch die globale Verteilung der Geschäfte nur von geringem Einfluss. Der Anteil der Fakturierungen in EURO ist weiterhin überwiegend und begrenzt somit das Währungsrisiko. Liquidität Die Liquidität wird regelmäßig und sorgfältig überwacht. Aufgrund des positiven Ratings der SIKORA AG bei den Banken und der soliden Selbstfinanzierungskraft verfügt das Unternehmen über ausreichende Liquidität. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungsbestände werden laufend überwacht. Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln ist begrenzt, da die kontoführenden Banken eine hohe Bonität vorweisen. Das Ausfallrisiko bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird grundsätzlich als gering eingeschätzt, da die wirtschaftliche Lage der verbundenen Unternehmen positiv ist. Darüber hinaus sind derzeit keine wesentlichen Ausfallrisiken vorhanden. Mitarbeiter Es besteht Fachkräftemangel. Das Recruiting von neuen Fachkräften ist aufwendig und kostenintensiv. Deutschlandweit ist der Krankenstand nach wie vor hoch. Die SIKORA AG liegt hier im Durchschnitt. Die Mitarbeiter sind ausnahmslos hoch qualifiziert und stehen loyal zum Unternehmen. Es ist dem Management ein wichtiges Anliegen, SIKORAs erfolgreiche Marktposition gemeinsam mit allen Mitarbeitern auszubauen. Durch die Kombination möglichst vieler Maßnahmen, wie Modernisierung des Recruitings, Mitarbeiterbindung, Einführung von individueller Personalentwicklung sowie der Ausbildung von eigenen Fach- und Führungskräften, begegnen wir der angespannten Wettbewerbssituation um Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt kontinuierlich und so gut wie möglich. Neueinstellungen wurden insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Service, Forschung & Entwicklung und Produktion vorgenommen. Nachbau / Produktkopie Bedingt durch die hohe Innovationsrate und der in neuen Geräten eigentlich kaum zu kopierenden Software der SIKORA Produkte, hat die Produktpiraterie bisher keinen maßgeblichen Einfluss auf das Geschäft. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM SIKORA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess als umfassendes System. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit einschließlich des Schutzes des Vermögens und der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Um eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen gegenwirken zu können, betreibt die SIKORA AG ein proaktives Risikomanagement für wesentliche Bereiche. Durch regelmäßige monatliche Meetings der Geschäftsführung mit den leitenden Funktionsträgern werden aufkommende Risiken ausführlich diskutiert und Lösungen erarbeitet. Forderungsrisiken werden durch regelmäßige Mahnläufe überwacht. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind bei SIKORA folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Geschäftsfelder eingebunden. Die Dokumentation der Grundsätze, der Aufbau- und Ablauforganisation sowie der Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden laufend ausgebaut. Die von SIKORA implementierten Regelungen dienen der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses. PROGNOSEBERICHTERSTATTUNG FÜR 2024 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Eine Prognose für das gesamtwirtschaftliche Umfeld für 2024 erscheint äußerst schwierig. Der Internationale Währungsfonds geht für 2024 von einem Wachstum von 3,1% aus. Letztlich wird es entscheidend sein, wie sich die Auseinandersetzungen in Osteuropa weiterentwickeln. Eine Ausweitung des Konflikts in Osteuropa wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch die globale Weltwirtschaft und Finanzsysteme belasten. Investitionen könnten zurückgehen, Zuliefererketten noch schwieriger werden und dementsprechend müssten Produktionskapazitäten zurückgefahren werden. Trotz der positiven Wachstumsprognose der Industrienationen bleibt abzuwarten, inwiefern dies mit den neuen Konflikten noch realistisch ist. Für die Regionen Middle East und Zentralasien wird eine prognostizierte Zuwachsrate von 2,9% erwartet. Die Volkswirtschaft in China geht von einer Wachstumsprognose von 4,6% aus, Indien von 6,5%.2 Eine genaue und robuste Prognose zu dem Gesamtwirtschaftsjahr 2024 ist, wie schon erwähnt, unter diesen Voraussetzungen kaum möglich bzw. mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Branchenumfeld Trotz des sehr unsicheren Umfeldes geht SIKORA für 2024 von einem Wachstum aus. In regionaler Hinsicht erwartet SIKORA für den allgemeinen Energiekabelbereich weiterhin stabile Umsätze in Asien, Nordamerika und den arabischen Ländern. Durch das erweiterte Produktportfolio im Bereich Rohr und Schlauch sowie den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in diesen Bereichen kann in 2024 mit steigenden Umsätzen gerechnet werden. Der Kunststoffmarkt, in dem der PURITY SCANNER eingesetzt werden kann, hat weltweit weiterhin ein großes Potential. Für 2024 rechnet die SIKORA AG mit steigenden Umsatzzahlen für diesen Bereich. Insbesondere durch die kontinuierliche Stärkung der Vertriebsstruktur gewinnen die Kunden verstärkt Vertrauen in die Technologie und die Investitionsbereitschaft wird erhöht. PROGNOSE DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT SOWIE DER FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 2024 Auf Basis der oben genannten Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen in den genannten Geschäftsfeldern rechnet die SIKORA AG für 2024 mit moderat steigenden Umsatzerlösen im Vergleich zu 2023. Aufgrund der gelungenen ERP-Umstellung in 2022 und den damit verbundenen Optimierungen in 2023 gehen wir davon aus, dass sich die vorhandenen Prozesse weiter stabilisieren werden. Dies trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung bei SIKORA bei. Die Materialeinsatzquote wird sich voraussichtlich auf einem gleichbleibenden Niveau 2 Quelle: IMF - World Economic Outlook, Januar 2024 bewegen. Preissteigerungen im Beschaffungsmarkt werden versucht zu verhindern bzw. durch Ersatztechnologien zu kompensieren. Der Personalaufwand wird sich durch Sonderzahlungen, die sich an der Tariferhöhung orientieren, sowie durch Neueinstellungen erhöhen. Die Liquidität wird durch die laufende Geschäftstätigkeit sowie entsprechende Fremdfinanzierung sichergestellt. Sowohl beim Ergebnis vor Steuern als auch beim Jahresergebnis wird ein leichter Anstieg gegenüber 2023 erwartet. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung 2024 Der Vorstand geht davon aus, dass die SIKORA AG ihren profitablen Kurs in den kommenden Jahren fortsetzen wird, wenn auch phasenweise mit Rückgängen aufgrund globaler Risiken. Insbesondere durch die Diversifikation erhofft man sich ein höheres Wachstum. Allerdings setzt dies voraus, dass sich die Rahmenbedingungen wie erwartet entwickeln. Regional werden besondere Chancen in den Schwellenländern gesehen, technologisch vor allem im Bereich Offshore, Energiekabel, Rohr und Schlauch und Kunststoffindustrie. Durch die in vielen Bereichen führende Stellung von SIKORA sollte es möglich sein, den Umsatz zu steigern und das Ergebnis langfristig weiter zu verbessern. Hinsichtlich voraussichtlicher Risiken können diese unterteilt werden in Risiken, die ihren Ursprung in internen Abläufen haben bzw. externen Ursprungs sind. Interne Risiken werden nur begrenzt gesehen. Aufgrund der breiten Kundenstruktur, erhöhter Anzahlungen und Dokumentengeschäfte bestehen geringe Risiken für eventuelle Ausfälle von Forderungen. Aufgrund der Risiken im Beschaffungsmarkt erweitert SIKORA aktuell die Basis der Zulieferer, um bei Terminverschiebungen entsprechend flexibel reagieren zu können. Im Jahr 2023 wurden Verbesserungsmaßnahmen bezüglich interner Prozessabläufe fortgeführt. Dies betrifft im Wesentlichen Prozessverbesserungsabläufe durch die Einführung des neuen ERP-Systems, inklusive eines Produktionsplanungssystems und einer neuen Version des CRM-Systems. Externe Risiken werden vor allem durch die politischen Spannungen in Osteuropa gesehen, die unmittelbar Auswirkungen auf das Weltwirtschafts- und Finanzsystem haben können. Dadurch kann die Weltwirtschaft nach wie vor als nicht stabil angesehen werden und global agierende Unternehmen haben eine große Herausforderung diesen Bedingungen standzuhalten. Eine verlässliche Quantifizierung solcher Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung und auf das Unternehmensergebnis ist hier nicht möglich. 4. Schlusserklärung gemäß § 312 AktiengesetzDie SIKORA AG hat für das Geschäftsjahr 2023 einen Bericht über ihre Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Hierin hat die Sikora AG erklärt, dass sie bei jedem Rechtsgeschäft angemessene Gegenleistungen erhalten hat. Berichtspflichtige andere Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Dieser Beurteilung liegen alle Umstände zugrunde, die zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bremen, 23. April 2024 Sikora Aktiengesellschaft Dr. Christian Frank Vorstandsvorsitzender Holger Lieder Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Sikora Aktiengesellschaft, Bremen, (im Folgenden kurz: "Sikora AG") wird auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bremen (HRB 21071). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um den Posten "Ergebnis vor Steuern" ergänzt, um einen verbesserten Einblick in die Ertragslage zu gewähren. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. 2. Angaben zur Bilanzierung und BewertungEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Das Sachanlagevermögenwird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um plan- mäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen. Soweit zulässig wurde hier bis einschließlich des Geschäftsjahres 2009 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Seit dem Geschäftsjahr 2010 werden neu zugegangene Anlagegüter ausschließlich linear abgeschrieben.
Die den Abschreibungen auf Anlagevermögen zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen bei:
Innerhalb der Finanzanlagenwerden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden am Bilanzstichtag Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Die Vorrätewerden zu Anschaffungs- und. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer werden vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnissesind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei nebst den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung werden, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. E rhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Sie werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Bei den grundsätzlich mit ihren Nennwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird dem allgemeinen Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, konkreten Einzelrisiken mit einer angemessenen Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenfalls zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 550.000,00 Euro (Vorjahr: 550.000,00 Euro) ist aufgeteilt in 550.000 Stückaktien (Vorjahr: 550.000 Stückaktien) im Nennbetrag von 1,00 Euro (Vorjahr: 1,00 Euro) als vinkulierte Namensaktien. Die Gesellschaft hat entsprechend § 150 Abs. 1 und 2 AktG die gesetzliche Rücklage gebildet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung maßgeblichen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sofern erforderlich werden im Rahmen der Bewertung Kostensteigerungen berücksichtigt und bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr Diskontierungen mit fristadäquaten Zinssätzen der Deutschen Bundesbank vorgenommen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten oder für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Zugangsdatum und im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ein- bzw. Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Erträge bzw. Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Zur besseren Vergleichbarkeit sind Eigenkapital und Jahresergebnis einem für Konsolidierungszwecke aufgestellten Jahresabschluss (HBII) entnommen worden, der nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen aufgestellt wurde. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr in voller Höhe um solche aus Lieferungen und Leistungen. Bilanzgewinn Aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 15.975.562,55 Euro wurden im Geschäftsjahr 2023 5.000.000,00 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 10.975.562,55 Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen und Personal gebildet. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 5.714,6 TEuro (Vorjahr: 7.488,8 TEuro) durch Grundpfandrechte besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend übliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr auch um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 70.730 TEuro entfallen auf:
Sie lassen sich geographisch wie folgt verteilen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Forschungszuschüssen (121,0 TEuro; Vorjahr 243,2 TEuro), periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen (110,5 TEuro; Vorjahr 0 TEuro), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (65,1 TEuro; Vorjahr 130,1 TEuro), Erträge aus Kursdifferenzen (43,9 TEuro; Vorjahr 103,7 TEuro) und aus Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen (135,2 TEuro; Vorjahr 45,4 TEuro). Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen im Vorjahr in Höhe von 134.750,00 Euro außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundene Unternehmen und in Höhe von 398.000,00 Euro außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.167,3 TEuro (Vorjahr 1.412,3 TEuro). Diese Verpflichtungen resultieren aus KfZ-Leasingverträgen (198,9 TEuro; Vorjahr 262,1 TEuro), Maschinen-Leasingverträgen (10 TEuro; Vorjahr 35 TEuro) sowie Mietverträgen für Kopiergeräte (129,9 TEuro; Vorjahr 70,3 TEuro). Des Weiteren besteht ein Mietvertrag für Lagerhallen (828,8 TEuro; Vorjahr 1.045,0 TEuro). Die Miet- und Leasingverpflichtungen sind in Höhe von 329,9 TEuro innerhalb eines Jahres, in Höhe von 827,4 TEuro innerhalb von einem bis fünf Jahren und in Höhe von 10,0 TEuro in mehr als fünf Jahren fällig. Neben den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag weiterhin Verpflichtungen im Rahmen eines Bestellobligos für die Vorratsbeschaffung in Höhe von 21.327,7 TEuro (Vorjahr 14.357,5 TEuro). Darüber hinaus besteht ein Dienstleistungsvertrag mit einem verbundenen Unternehmen, der ein jährliches Volumen von rund 4,5 Mio. Euro hat und auf unbestimmte Dauer läuft. Mindeststeuergesetz Das Mindeststeuergesetz ist nicht anzuwenden. Organe Vorstandsvorsitzender ist Herr Dr. Christian Frank (Vorstand Forschung & Entwicklung, Operations, Finanzen, HR). Zum Vorstand gehört des Weiteren Herr Holger Lieder (seit 1.09.2023; Vorstand Vertrieb, Service, Marketing). Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden insgesamt mit 75,0 TEuro (Vorjahr: 75,0 TEuro) vergütet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen grundsätzlich keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 252 (Vorjahr: 212), davon im kaufmännischen Bereich 89 (Vorjahr: 73) sowie im gewerblichen Bereich 151 (Vorjahr: 130). Zudem waren im Durchschnitt 12 Aushilfen (Vorjahr: 9) beschäftigt. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Sikora AG, Bremen, wird in den Konzernabschluss der Sikora Holding GmbH & Co. KG, Bremen, einbezogen. Die Sikora Holding GmbH & Co. KG, Bremen, stellt für 2023 den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Aufgrund der Einbeziehung in diesen Konzernabschluss ist die Gesellschaft von der Verpflichtung einen Konzernabschluss aufzustellen befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den Regeln des deutschen Handelsrechts erstellt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Sikora Holding GmbH & Co. KG, Bremen, einbezogen wird. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 20.858.065,01 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Bremen, den 23. April 2024 Sikora Aktiengesellschaft Dr. Christian Frank Vorstandsvorsitzender Holger Lieder Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sikora Aktiengesellschaft, Bremen Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Sikora Aktiengesellschaft, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sikora Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 23. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer Bericht
des Aufsichtsrates der Sikora AG, Bremen (Amtsgericht
Bremen, HRB 21071)
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Herrn Prof. Thomas Sikora (Vorsitzender), |
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Herrn Wolfgang van Hettinga (stellv. Vorsitzender), |
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Herrn Dr. Torsten Köhne und |
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Herrn Stephan Kulenkampff |
hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und wurde durch den Vorstand anhand ausführlicher schriftlicher Unterlagen vor jeder Sitzung wie auch regelmäßig unterjährig über die Geschäfte und über die Lage, die Risikosituation und deren Management, die kurz- und mittelfristige Planung, die Investitionen sowie über die organisatorischen Maßnahmen und verfolgten Strategien des Unternehmens unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die wesentlichen Geschäftsvorfälle mit dem Vorstand besprochen sowie diesen überwacht und beraten. Bei Vorgängen von Bedeutung stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates telefonisch und/oder digital mit seinen Aufsichtsratskollegen und/oder dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt.
Zu seiner Sitzung am 29.04.2024 lag dem Aufsichtsrat der Jahresabschluss und Lagebericht der Sikora AG zum 31.12.2023 sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor. Die Abschlussprüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Jahresabschluss wurde im Beisein der Wirtschaftsprüfer eingehend erörtert und Fragen aus dem Aufsichtsrat umfassend beantwortet. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinerlei Veranlassung zur Erhebung von Einwendungen gesehen und den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt sowie den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung am 3.06.2024 zugestimmt. Die PriceWaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Bremen wird zum Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 vorgeschlagen.
Herr Holger Lieder wurde zum 01.09.2023 einstimmig zum Mitglied des Vorstandes bestellt, verantwortlich für die Aufgabenbereiche Verkauf, Service und Marketing.
Im Berichtsjahr tagte der Vorstand in Sitzungen am 27.01., 20.02., 27.04., 18.08. und 17.11.2023 sowie in zwei separaten "Strategie" Sitzungen unter Teilnahme sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes. Hierbei konzentrierte sich die Arbeit des Aufsichtsrates in den Sitzungen und darüber hinaus mit Priorität auf die Themenschwerpunkte:
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Umsatzeinbruch im Geschäftsjahr 2022 aufgrund Einführung des IT Projektes "Fusion" bei gleichzeitig exzellenter Auftragslage. |
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Die durch Lieferengpässe gestiegenen Lieferzeiten. |
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Maßnahmen zur Reduzierung bzw. Beseitigung von Problemen durch die Einführung von Fusion. |
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Organisationsentwicklung und Umsatzerwartung bis 2027 (Strategie 2027). |
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Erweiterungen des Produktportfolios mit Entwicklungen externer Partner. |
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Erweiterung der Personal- und Produktionskapazitäten. |
Zum Teil wurden zu einzelnen Tagesordnungspunkten der Sitzungen Fachgebiets- oder Abteilungsleiter hinzugezogen, so insbesondere zum Thema "Strategie 2027" Herr Lieder, zum Thema "Operations" Herr Majohr, zum Thema "Service" Herr Küker und zum Thema "Entwicklung" Herr Dr. Holle.
Das Geschäftsjahr 2023 war wie schon 2022 geprägt von einem hervorragenden Auftragseingang. Die Sikora AG sieht sich insgesamt in einem über die nächsten Jahre stark wachsendem Markt. Mit dem innovativen und im Markt exzellent eingeführten Produktportfolio sehen wir im Vergleich zu Wettbewerbern einen überproportionalen Anstieg von Umsatz und Gewinn der AG bis 2027 und darüber hinaus.
Die "Scharfschaltung" der neuen IT-Systeme und Prozesse am 1.11.22 führte im Geschäftsjahr 2023 zu vermehrten Fertigungsproblemen wichtiger Produkte und damit zu starken Umsatzeinbrüchen im November und Dezember 2022. Die Umstellungsschwierigkeiten trafen in 2023 auf eine Phase stark steigender Auftragseingänge, was zunächst bisherige Lieferzeiten weiter erhöhte. Es wurde eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung zum 27.1.23 terminiert, um den FuSION Prozess weiter durch den Aufsichtsrat eng zu begleiten. Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 konnten viele der aufgetretenen Probleme identifiziert und weitgehend beseitigt oder minimiert werden. Es ergab sich eine weitgehende Konsolidierung von Produktions- und sonstigen Geschäftsabläufen. Hierdurch konnten in 2023 Umsatz und Gewinn nicht nur auf ein normales Niveau zurückgeführt werden, sondern durch weiter stark verbesserte Produktionsabläufe signifikant gesteigert werden.
Die Strategie 2027 des Vorstandes und die damit erwartete starke Umsatzsteigerung bis 2027 sieht einen Ausbau der bisherigen Produktionsflächen vor. Diese wurde durch Umnutzung bestehender Flächen sowie durch Anmieten von freien Produktionsflächen in unmittelbarer Nähe des Standortes realisiert.
Die Personal-Gesamtsituation war auch im Geschäftsjahr 2023 geprägt durch den bekannten Fachkräftemangel, insbesondere in Produktion, Logistik und Außendienst, der sich am Standort Bremen noch besonders manifestiert. Es wurden verstärkte Anstrengungen zur Anwerbung neuer Mitarbeiter unternommen.
Insgesamt sieht der Aufsichtsrat die AG hinsichtlich ihrer Organisation und Innovationskraft mit einer sehr speziellen hochtechnisierten Ausrichtung weiterhin sehr gut positioniert für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus für die mittelfristige Zukunft.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Mitgliedern des Vorstandes und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sikora AG für den erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2023 und empfiehlt der Hauptversammlung die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2023. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.
Berlin, den 28.05.2024
Prof. Dr. Thomas Sikora Vorsitzender des Aufsichtsrates
In der Gesellschafterversammlung am 03.06.2024 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft zum Ultimo 2023 in Höhe von 20.858.065,01 Euro einen Betrag in Höhe von 10.000.000,00 Euro bis zum 10.06.2024 an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 10.858.065,01 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am
29.04.2024 festgestellt.
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