Schlote Harzgerode GmbHLiquidiert

06493 Harzgerode, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 24166
Eingetragen
8.3.2017
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die mechanische Bearbeitung von Metallteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Schlote
seit 8.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schlote Harzgerode GmbH

Harzgerode

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

Schlote Harzgerode GmbH
Harzgerode

für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Unternehmens
Die Schlote Harzgerode GmbH (im Folgenden: "Gesellschaft") entstand 2017 in enger Kooperation mit dem Partner Trimet Automotive Holding GmbH (heute: BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Aluminiumgießerei) in Harzgerode. Mit einem In­vestment von rund 50 Millionen Euro entstand eines der modernsten Werke der Schlote-Gruppe. Am Standort Harzgerode erfolgt die mechanische Bearbeitung von Getriebe- und Kupplungsgehäusen über eine Projektlaufzeit von sieben Jahren. Die CNC-Bearbeitung erfolgt für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und BMW. Die gefertigten Komponenten werden täglich per LKW an die verschiedenen Getriebe-Montagewerke der Kunden in Europa geliefert.
Die Gesellschaft gehört zur Schlote-Gruppe, die ein weltweit agierender Technolo­gie- und Kompetenzverbund hochspezialisierter Werke der industriellen Metallbear­beitung mit innovativen Automatisierungskonzepten ist.
Die insgesamt zehn diversifizierten Werke der Schlote-Gruppe mit Sitz im In- und Ausland arbeiten als Entwicklungspartner und Serienlieferant für die Automobil- und Zulieferindustrie sowie der Gießereitechnik.
Neben der mechanischen Bearbeitung von Komponenten und Bauteilen beinhaltet das Schlote-Leistungsspektrum zugleich die Montage von einbaufertigen Komponen­ten sowie die Konstruktion und Fertigung von Druckgussformen, Werkzeugen und Vor­richtungen.
Die Absatzmärkte der Schlote-Gruppe liegen in Europa - primär in Deutschland - und China.

B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Laut Jahreswirtschaftsbericht 2021 vom Januar 2022 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) war das Jahr 2021 für die deutsche Wirtschaft "erneut ein turbulentes Jahr". Nach dem Frühjahr kam es zwar zu einer leichten Erholung, dann aber durch Lieferengpässe und Materialknappheit sowie einer Zunahme der Corona Infektionszahlen wieder zu einem "spürbaren Dämpfer". Insgesamt ist laut Bericht das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 mit 2,7% gewachsen.
Die internationalen Automobilmärkte haben ein turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während insbesondere in der ersten Jahreshälfte aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild ab. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheit bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Von den drei größten Absatzregionen musste im Gesamtjahr 2021 einzig Europa (EU-27, Europäische Freihandelsassoziation EFTA und Vereinigtes Königreich) einen Rückgang (-2 Prozent) verbuchen. Das für das Geschäftsjahr 2021 erwartete Wachstum von 12 Prozent konnte damit in keiner Weise erreicht werden. In den USA (+3 Prozent) und in China (+7 Prozent) legte der Absatz hingegen leicht zu. Auch in diesen beiden Ländern bleiben die Absatzzahlen hinter den Erwartungen zurück. In Japan ist der Absatz von fabrikneuen Pkw im vergangenen Jahr um knapp 4 Prozent zurückgegangen, während die Märkte in Russland (+4 Prozent), Indien (+27 Prozent) und Brasilien (+1 Prozent) Zuwächse verzeichnen konnten.
Somit hat sich die für das Jahr 2021 erwartete langsame Verbesserung der Marktlage eingestellt, auch wenn die Rückgänge des Jahres 2020 nicht wettgemacht werden konnten.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) in seiner Marktprognose ein Wachstum auf dem Pkw-Weltmarkt mit einem Plus von 4 %. Während die Märkte in den Vereinigten Staaten und China um jeweils 2 % zulegen werden, soll der deutsche Markt ein Wachstum von 7 % zeigen. Nach wie vor gibt es Lieferkettenprobleme und einen damit verbundenen Materialmangel, die diesen positiven Trend dämpfen könnten.
Es ist nicht auszuschließen, dass die neuerliche schwere Belastung der weltweiten Wirtschaft durch den Ukraine Krieg und damit einhergehende Energiekostensteigerungen und einer stark erhöhten Inflation den Eintritt dieser Prognose gefährden oder zumindest vermindern.

Geschäftsverlauf
Während das Geschäftsjahr 2020 noch erfreulich verlief, sind die Auswirkungen von Lieferengpässen und Materialknappheit sowie ausbleibende Abrufe unserer Kunden im Geschäftsjahr 2021 voll durchgeschlagen. Das Werk konnte noch weniger vollausgelastet werden als bereits im Jahr 2020. Die Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2021 blieben erneut hinter den geplanten Zielen zurück. Dies zeigt sich in dem massiven Rückgang des Jahresergebnissen um TEUR 1.728 auf TEUR 600.

Lage der Gesellschaft
Bei der Bewertung der Ertragslage der Gesellschaft in Relation zum erwirtschafteten Umsatz muss berücksichtigt werden, dass die Gesellschaft im Wesentlichen Gussteile bearbeitet. Diese Gussteile werden in Abhängigkeit von der Steuerung der Lieferketten durch die OEM's zum Teil über die Gewinn- und Verlustrechnung als Umsatzerlöse und Materialauf­wand erfasst. Bei einer kostenlosen Beistellung berühren sie die Gewinn- und Verlustrechnung jedoch nicht.
Das sich als Saldo aus Gesamtleistung zuzüglich den sonstigen betrieblichen Erträgen und abzüglich des Materialaufwands ergebende Rohergebnis ist die wesentliche Kennzahl der betrieblichen Leistung und hat sich wie folgt entwickelt:



2021 TEUR
2020 TEUR
Veränderung in %
Gesamtleistung
14.977
20.280
-26,1
sonstige betriebliche Erträge
196
185
+5,9
Materialaufwand
2.103
3.646
-42,3
Rohergebnis
13.070
16.819
-22,3



Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind um TEUR 5.272 (-26,0 %) auf TEUR 14.998 (Vorjahr TEUR 20.270) zurückgegangen. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Ver­hältnis zur Gesamtleistung) ist um 4 %-Punkte auf 14,0 % gesunken.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2021 führte zu einer Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter. Die Anzahl der Mitarbeiter ist auf 108 (Vorjahr 124) zurückgegangen. Die Personalkosten sind demzufolge um TEUR 758 auf TEUR 4.240 (Vorjahr TEUR 4.998) reduziert. Trotz dieser Reduzierung der Personalkosten hat der Rückgang der Gesamtleistung die Personaleinsatzquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) um 3,6 %-Punkte auf 28,3 % steigen lassen.
Planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgten linear in Höhe von TEUR 3.213 (Vorjahr TEUR 3.256). Sie befinden sich damit auf Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 205 auf TEUR 3.853 (Vorjahr TEUR 4.058) reduziert. Dazu beigetragen hat ein Rückgang des Reparaturaufwandes für Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Rückgang des IT-Aufwandes.
Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 286 auf TEUR 870 (Vorjahr TEUR 1.156) gesunken. Der Rückgang liegt insbesondere im Bereich der langfristigen Zinsen begründet.

Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 27.151 (Vorjahr TEUR 33.299). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist wie im Vorjahr weiter gestiegen und erreicht 91,6 % (Vorjahr 85,2 %). Der Wert des Anlagevermögens ist im Geschäftsjahr um TEUR 3.481 auf TEUR 24.877 (Vorjahr TEUR 28.358) gesunken. Die wirtschaftlichen Eigenmittel der Gesell­schaft unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 10.338 (Vorjahr TEUR 8.641) und machen damit 38,0 % (Vorjahr 26,0 %) der Bilanzsumme aus.

Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr TEUR 1.196).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei TEUR 40 (Vorjahr TEUR 0).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 9.556 (Vorjahr TEUR 15.854) ausgewiesen; im Wesentlichen handelt es sich hier­bei um Mietkauffinanzierungen. Insgesamt betragen die bilanzierten Mietkaufdarlehen zum Bilanzstichtag TEUR 13.908 (Vorjahr TEUR 19.228).

B. Nachtragsbericht
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses war die ganze Welt noch immer gefangen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die es so in dieser Intensität lange Zeit vorher niemals gegeben hat.
Im 1. Quartal 2022 führte der aufgrund steigender Corona Infektionen in Shanghai dort verhängte Lockdown zu weiteren Verzögerungen in der Belieferung vieler Bereiche. Wenn auch die Schlote-Gruppe hiervon nicht unmittelbar betroffen war, sind etliche weitere Abrufrückgänge unserer Kunden hierauf zurückzuführen.
Die Situation ist geprägt von einer Verunsicherung über die künftige Entwicklung, sei es durch das Käuferverhalten oder sei es durch den ebenfalls Corona-bedingten Mangel an Electronic-Chips, der auch im 2. Quartal 2022 erneut zu weiteren Abrufrückgängen unserer Kunden führte.
Zusätzlich zu diesen seit über 2 Jahren bestehenden Unsicherheiten durch die Corona Krise begann im Jahr 2022 der Krieg gegen die Ukraine. Die ersten Auswirkungen sind in sehr hohen Energiepreisen, einer sprunghaft gestiegenen Inflation und einem steigenden Zinsniveau bereits spürbar. Inwieweit diese Situation zu einer allgemeinen Verunsicherung und damit Kaufzurückhaltung führt, ist heute noch nicht absehbar.
Die Befürchtung weiterer Materialengpässe oder Lieferkettenstörungen durch diesen furchtbaren Krieg haben sich aktuell jedoch noch nicht bewahrheitet.
Wir haben Anfang Juni 2022 mit einem Kunden Kompensationszahlungen für Leerkosten bereits erfolgreich verhandeln können, andere Verhandlungen stehen noch aus. Weiterhin ist unser Handeln geprägt durch striktes Kostenmanagement und eine scharfe Kostenkontrolle.
Durch intensive Kommunikation mit Kunden und Lieferanten haben wir eine weitest gehende Synchronisierung von Zahlungszielen erreichen können.
Darüber hinaus haben wir eine hausinterne Untersuchung über die Positionierung der Schlote-Gruppe im aktuellen Umfeld anhand der vorhandenen und in Verhandlung befindlichen Aufträge Ende April 2022 vorgenommen. Hieraus ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung eindeutig, dass die Schlote-Gruppe nach wie vor absolut richtig positioniert ist und bereits eine starke Stellung im Weltmarkt für den Bereich der E-Mobility erreichen konnte.

D. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementprozess Die Schlote Harzgerode GmbH ist, wie andere Unternehmen der Schlote-Gruppe, auf verschiedenen Märkten tätig. Daraus ergeben sich zahlreiche Chancen, jedoch auch geschäftsspezifische Risiken.
Das Ziel unseres wirtschaftlichen Handelns besteht deshalb darin, die Chancen zu nutzen und die Risiken aktiv zu steuern, damit wir den Unternehmenswert systematisch und nachhaltig erhöhen können.
Unser Risikomanagement ist ein zentraler und fester Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Dadurch stellen wir sicher, dass Risiken und Chancen gruppenweit systematisch analysiert und einheitlich bewertet werden. Die dadurch geschaffene Risiko- und Chancentransparenz ermöglicht es uns adäquate Steuerungs- und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um Risikopotenziale zu verringern bzw. die Chancen zu nutzen. Unser Risikomanagementsystem basiert dabei auf Unternehmensgrundsätzen, Verfahren sowie präventiven und aufdeckenden Kontrollen.

Liquiditätsrisiken Zu den zentralen Aufgaben der Muttergesellschaft, Schlote Holding GmbH, gehört die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Unternehmen der Schlote-Gruppe. Hierzu koordiniert bzw. steuert die Schlote Holding Zahlungsströme innerhalb der Gruppe, damit ausreichend finanzielle Mittel vorhanden sind.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt durch die zentrale Treasury bei der Schlote Holding. Hierzu werden u. a. von der Holding Liquiditätsplanungen für jede Konzerngesellschaft erstellt, um eventuelle Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können.

Liquiditätsrisiken, bis zu Bestandsgefährdung, könnten bei weiter sinkenden Abrufen und damit Umsätzen entstehen, sollte es uns nicht wie stets in der Vergangenheit gelingen, diese durch Kompensationszahlungen und anderen Mitteln auszugleichen.
Wir gehen unverändert von einer positiven Fortführungsprognose unseres Unternehmens aus und sind überzeugt, die wahrlich hohen Herausforderungen der Corona-Pandemie und auch des Krieges in der Ukraine meistern zu können. Dennoch besteht zum derzeitigen Zeitpunkt eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Dauer und des Umfangs, die nicht vollumfänglich abschätzbar ist.
Sollte der Geschäftsverlauf deutlich negativer oder länger noch von der aktuellen Situation beeinflusst werden, als wir aktuell erwarten, bestünde eine wesentliche Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Tätigkeit aufwerfen könnte.
Wir gehen aktuell hiervon nicht aus und sind weiterhin auch aufgrund der nunmehr gelaufenen Neuaufträge und vieler neuer E-Mobility Projekte positiv gestimmt.

Risiken von Forderungsausfällen Um das potentielle Ausfallrisiko von Kundenforderungen zu begrenzen, erfolgt bereits in der Angebotsphase eine Bonitätsprüfung des potentiellen Neukunden. Ergeben sich hieraus erhöhte Risiken, weil bspw. Vertragskonditionen von allgemeinen Vorgaben abweichen sollen, dann muss dieser Neukunde von der Geschäftsleitung freigegeben werden.
Ausfallrisiken begrenzen wir darüber hinaus durch ein aktives Forderungsmanagement und die ständige Überwachung von Bonitäten und Zahlungsverhalten sowie durch die teilweise Versicherung von Forderungen.

Marktchancen und -risiken Wirtschaftslage:
Die Schlote Harzgerode GmbH als Teil der Schlote-Gruppe ist ein internationaler Automobilzulieferer, der seinen Umsatz nahezu ausschließlich mit OEM's oder 1st-Tier-Suppliern erwirtschaftet. Insofern hängt die wirtschaftliche Entwicklung der Schlote-Gruppe von der Marktentwicklung für PKW ab. Leistungen für Komponenten von Diesel-Fahrzeugen erbringen wir in nur geringen Umfang.
Durch die Corona Krise kam es schon bisher zu einem Einbruch beim PKW-Absatz weltweit. Die Verunsicherung durch den Krieg in der Ukraine trägt ein Übriges dazu bei.
Es ist derzeit nicht absehbar, wann es zu einer vollständigen Erholung der Automobilbranche kommen wird. Wir haben nach derzeitigem Kenntnisstand hinsichtlich der Auswirkungen der Krise diverse Maßnahmen getroffen, die wir für ausreichend halten, den Bestand der Schlote-Gruppe zu sichern. Hinsichtlich des Eintreffens unserer Annahmen besteht aufgrund der Unsicherheit der zukünftigen Entwicklungen jedoch keine Gewähr. Sollte es notwendig werden, werden wir weitere Maßnahmen ergreifen, um kurzfristig auf die weltweite Entwicklung reagieren zu können.
Für den ,,E-Car-Markt" sind wir sehr gut aufgestellt:
So bearbeiten wir bereits für zahlreiche Kunden Getriebegehäuse für Hybrid-Motorenteile und gehen hier von weiter steigenden Umsätzen aus. Aber auch Gehäuse von E-Antriebstechniken für reine E-Cars können ohne Schwierigkeiten von uns bear­beitet werden, so dass wir davon ausgehen, auch in diesem Segment unsere Markt­position weiterauszubauen.

Konjunkturelle Zyklen:
Die Automobilbranche unterliegt ständigen konjunkturellen Zyklen, weil die Konjunk­tur, das Konsumverhalten und die Konsumpräferenzen sich immer wieder ändern. Darüber hinaus unterliegt die Automobilbranche schwankenden Produktionsvolumi­na, die auch die Nachfrage nach Produkten der Schlote-Gruppe und somit auch der Schlote Harzgerode GmbH beeinflussen.
Durch die immer noch andauernde aktuelle weltweite Corona Krise und dem Krieg in der Ukraine wird von führenden Wirtschaftsexperten eine nur langsame Erholung für 2022 vorhergesagt.
Wir steuern derzeit die Unternehmen der Schlote-Gruppe teilweise immer noch mit Kurzarbeit, die sich an der aktuellen zu erbringenden Leistung pro Kalenderwoche orientiert und wöchentlich nachjustiert wird.
Dennoch ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses 2021 noch nicht absehbar, wie genau die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona Krise und dem Krieg in der Ukraine verlaufen wird. Hieraus können weitere Risiken resultieren. Wir monitoren diese Risiken permanent auf wöchentlicher Entscheidungsbasis für eventuell zusätzlich erforderliche Maßnahmen.

Innovations- und Kostendruck:
Hohe Energiekosten und Investitionen, starker Preisdruck, stetige Modernisierung von Prozesstechnologien und Fertigungseinrichtungen bei hartem Wettbewerb prägen die Situation in der Automobilindustrie, welcher die Schlote-Gruppe durch das implementierte Transformationsprogramm und dem MOVE-Programm entgegenwirkt. Mit den Kunden verhandeln wir intensiv Energie-Teuerungszuschläge.

Personal:
Aufgrund der zwar durch die Corona Krise eingetrübten, aber immer noch guten Beschäftigungssituation in Deutschland, Italien und der Tschechischen Republik erweist sich die ausreichende Verfügbarkeit ge­eigneter Fachkräfte für Produktion, Instandhaltung und Verwaltung zunehmend als Herausforderung für die Schlote-Gruppe im speziellen und produzierende Unternehmen, wie der Schlote Harzgerode GmbH, im allgemeinen. Die Schlote-Gruppe steuert über modulare Elemente zum einen den Verbleib des bestehenden Personals im Unternehmen wie auch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

Produktrisiken:
Die Schlote Harzgerode GmbH als Teil der Schlote-Gruppe bearbeitet Gussteile für Kunden, die ihre Produkte im In- und Ausland vertreiben. Ggf. auftretende Haftpflichtrisiken für Personen-, Sach- und daraus resultierenden Vermögensschäden, welche durch eine unsachgemäße Bearbeitung verursacht worden sind, sind in einem umfangreichen Haftpflicht-Versicherungsprogramm versichert.

Zusammenfassende Bewertung Gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ist die grundsätzliche Risiko- und Chancenstruktur etwas risikoreicher geworden, da noch nicht abzusehen ist, wie sich die gesamten Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine und der immer noch nicht besiegten Corona-Pandemie gestalten. Mit dem implementierten Transformationsprogramm konnten Prozesse optimiert werden. Durch Effizienzverbesserungen konnten Ergebnispotenziale erschlossen und die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nachhaltig verbessert werden. Quartalsweise werden die erreichten Ziele aus den Maßnahmen mit dem Controlling durchgesprochen und eventuell Adjustierungen vorgenommen. Aus heutiger Sicht der gesetzlichen Vertreter sind für die Schlote-Gruppe strukturell keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, da die Transformation zur E-Mobility bei der Schlote-Gruppe gut vorankommt.
Regelmäßig werden die Aufträge und Anfragen in konventionell, Hybrid und E-Mobility analysiert. Der Anteil der E-Mobility steigt stetig und liegt bei den Anfragen über 25 %. Es bestehen jedoch wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen der Corona Krise und dem Krieg in der Ukraine, die derzeit nicht abschätzbar sind. Diese werden weiter unten erläutert. Marktrisiken, der hohe Kapitalbedarf für Anlage- und Umlaufvermögen und die zunehmend geringere Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte erfordern eine umsichtige Steuerung der Unternehmensgruppe.
Die vorstehend getroffenen Aussagen betreffen die grundsätzliche strukturelle Positionierung der Schlote-Gruppe in unserem Marktumfeld. Die endgültigen Auswirkungen der aktuellen Corona Krise und des Krieges sind noch nicht vollständig absehbar. Wir sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2021 und der Erstellung dieses Lageberichts der Auffassung, dass die von uns getroffenen und eingeleiteten Maßnahmen, die wir vorstehend sowohl in der zusätzlichen Finanzierung, unter anderem den bereits bewilligten WSF III Antrag, bzw. der bewilligten Überbrückungshilfe  IV als auch in der operativen Steuerung der Unternehmensgruppe beschrieben haben, ausreichend sind.
Sollten sich die Corona Krise oder der Krieg merklich gegenüber unseren Planungsannahmen verlängern oder/und aber die konjunkturelle Wiederanlauf sich erheblich verzögern oder/und die oben aufgeführten Maßnahmen ganz oder teilweise erfolglos umgesetzt werden, bestünde eine wesentliche Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Tätigkeit aufwerfen könnte und dann der Konzern oder seine Tochtergesellschaften möglicherweise nicht in der Lage wäre, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Diese Aussagen sind nicht in der individuellen Struktur der Schlote-Gruppe begründet, sondern betreffen die weltweiten Auswirkungen auf die Konjunktur.

Prognosebericht
Ende Dezember 2021 hatten wir für das Wirtschaftsjahr 2022 in enger Abstimmung mit unseren Kunden die sogenannte Basisplanung 2022 als integrierte Unternehmensplanung mit dem Planungstool LucaNet aufgestellt. Die Planung wurde "Bottom-up" mit den einzelnen Schlote-Werken im Zeitraum Oktober bis Mitte Dezember 2021 für 2022 ausschließlich auf Basis der uns vorliegenden erteilen Aufträge von unseren Kunden erstellt. Mit Beginn des 2. Quartals 2022 gingen die Abrufe unserer Kunden nach unten. Nahezu im Wochenrhythmus, teilweise auch während der laufenden Lieferwoche, haben unsere Kunden die Umsatzabrufe verändert.
Teilweise wurden diese Korrekturen nur wenige Tage später abermals korrigiert, teilweise auch wieder leicht nach oben.
Wir sind dabei die Planung zu aktualisieren, gehen jedoch nach heutigem Stand davon aus, dass wir die Situation beherrschen werden. Für die Monate März und April 2022 haben wir Mittel aus der Überbrückungshilfe IV bewilligt bekommen.
Durch die neuen Anläufe der bereits für 2020 von unseren Kunden versprochenen Neuaufträge nunmehr im Juni 2021 wird sich die Gesamtleistung unsere Gruppe wieder erholen und nach oben entwickeln. Die Produktionsprozesse für diese Aufträge sind implementiert und werden die künftigen Betriebsergebnisse wieder verbessern.
Die Umsatzerlöse werden aus der Vertriebsplanung abgeleitet, die bis einschließlich des Geschäftsjahres 2022 nur aus dem "Booked Business" besteht. Für jeden Auftrag gibt es eine separate Planung der Erlöse und der projektabhängigen Kosten, wie z. B. des Materialaufwands. Die variablen Auftragskosten werden aus den im System hinterlegten Grenzkosten pro Stück gezogen und so der Materialaufwand und andere Kostenarten abgeleitet. Im Rahmen der Personalplanung wird der Personalbedarf je Abteilung (FTE) geplant und mit den entsprechenden Stundensätzen bewertet. Im Gegensatz zur Materialeinsatzquote, soll die Personaleinsatzquote steigen, da ein höherer Eigenanteil eingeplant wird. Die Abschreibungen für die sich bereits im Bestand befindlichen Anlagengüter werden aus dem Abschreibungsplan entnommen.

Die integrierten Unternehmensplanungen berücksichtigen auch die Maßnahmen aus dem Transformationsprozess, die zu Verbesserungen des Produktionsablaufs oder administrativer Prozesse führen sollen. Für jede Maßnahme liegt eine detaillierte Beschreibung sowie Erläuterung der zu erreichenden Ziele vor. Sämtliche Maßnahmen werden nicht vollumfänglich, sondern unter Berücksichtigung ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt.
Die Verbesserung des technischen Standards aus den vorgenommenen Erweiterungsinvestitionen führen dazu, dass sowohl im Qualitäts- als auch im Umweltmanagement eine spürbar bessere Zielerreichung möglich ist.

Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft
Es ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes nahezu unmöglich, eine fundierte und seriöse Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2022 aufzustellen.
In der Basisplanung gehen wir von einem deutlich positiven Ergebnis im Jahr 2022 aus, wir erstellen jedoch zurzeit gerade eine Alternativplanung, die von weiteren Verlusten im Jahr 2022 ausgeht. Insgesamt werden sich die Umsatzerlöse, das Rohergebnis und das EBITDA im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 jedoch weiter deutlich erholen.
Wie bereits erläutert, ist es durch die zusammentreffenden Auswirkungen von Corona und Ukraine Krieg schwer bis unmöglich, eine Unternehmensplanung unter den üblichen Voraussetzungen zu erstellen. Wir nehmen daher davon Abstand, konkrete Planungen einzelner Positionen zu nennen.
Mittel- und langfristig ist die Nachhaltigkeit unserer Aufträge mit Laufzeiten von sieben Jahren und länger ein Garant für eine Grundabsicherung des Geschäftes. Aus Sicht der Geschäftsführung produziert die Schlote-Gruppe bereits heute stark im Bereich E-Mobility und wird dieses Geschäft weiter ausbauen.

 

Harzgerode, den 29. Juni 2022

Schlote Harzgerode GmbH

gez. Die Geschäftsführung


Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 24.877.266,87 28.357.931,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 69.685,00 49.513,00
II. Sachanlagen 24.807.581,87 28.308.418,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.202,00 28.960,00
2. technische Anlagen und Maschinen 24.471.626,00 27.949.692,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.753,87 329.766,87
B. Umlaufvermögen 2.120.385,77 4.743.785,51
I. Vorräte 251.410,54 230.560,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.697.691,39 3.317.634,19
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.088,15 116.349,12
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 171.283,84 1.195.590,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 153.297,91 197.726,25
Bilanzsumme 27.150.950,55 33.299.443,63

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 4.870.003,05 4.270.211,79
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Gewinnvortrag 2.770.211,79 442.524,89
III. Jahresüberschuss 599.791,26 2.327.686,90
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 3.839.854,20 4.359.431,59
C. Rückstellungen 881.253,06 1.887.989,23
D. Verbindlichkeiten 17.049.840,24 21.911.811,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.128,59 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.334,16 770.085,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.628.254,20 11.603,76
E. Rechnungsabgrenzungsposten 510.000,00 870.000,00
Bilanzsumme 27.150.950,55 33.299.443,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 13.070.413,28 16.819.296,46
2. Personalaufwand 4.240.056,44 4.997.749,50
a) Löhne und Gehälter 3.547.074,84 4.198.161,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 692.981,60 799.587,75
davon für Altersversorgung 4.329,16 4.177,16
3. Abschreibungen 3.212.760,47 3.256.226,33
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.212.760,47 3.256.226,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.852.981,62 4.058.448,87
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 870.115,37 1.155.732,53
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 293.277,62 1.022.205,45
7. Ergebnis nach Steuern 601.221,76 2.328.933,78
8. sonstige Steuern 1.430,50 1.246,88
Jahresüberschuss 599.791,26 2.327.686,90

Anhang


Schlote Harzgerode GmbH
Harzgerode

für das Geschäftsjahr

A.   Allgemeine Angaben
Die Schlote Harzgerode GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") hat ihren Firmensitz in 06493 Harzgerode, Aluminiumallee 1, und ist mit der Registriernummer HRB 24166 in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 08.03.2017.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.
Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Zur besseren Übersicht wurde das Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten und abzgl. Anschaffungskostenminderungen im Zeitpunkt des Zugangs bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese um planmäßige Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt, die Nutzungsdauern sind auf drei bis sieben Jahre festgelegt.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten und abzgl. Anschaffungskostenminderungen angesetzt und um planmäßige Abschreibungen gemindert. Dazu gehören die Material-, Fertigungs- und die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Wertezehr des Anlagevermögens. Die Abschreibungen werden nach den voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren zu Grunde. Die Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Wert € 150,00, aber nicht € 1.000,00 übersteigt, wurden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Durchschnittswerten bzw. dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis ergibt. Ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht festzustellen, so werden diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd. Diese beinhalten die Material-, Fertigungs- und die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Wertezehr des Anlagevermögens. In der Folgebewertung werden die vereinbarten Entgelte den voraussichtlich noch anfallenden zukünftigen Vollkosten gegenübergestellt. Im Rahmen der Ermittlung werden wirtschaftliche Vorteile berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert nach Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt.
Liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, ist ein aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Darin enthaltene Disagien werden über die Vertragslaufzeit linear als Aufwand erfasst.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet öffentliche Fördermittel und wird entsprechend der Entwicklung der planmäßigen Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens werden mit den Abschreibungen saldiert Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen und Risiken gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlauf-zeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nettobetrag ausgewiesen.
Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen, ist ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse umfasst ausschließlich Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt aus der öffentlichen Finanzierungshilfe an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW).

Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 7.468 (Vorjahr: TEUR 6.058), davon bestehen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber Kreditinstituten, TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 770) gegenüber verbundenen Unternehmen und TEUR 1.628 (Vorjahr: TEUR 12) gegenüber Gesellschaftern.
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 9.582 (Vorjahr: TEUR 15.854), davon bestehen TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 669 sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 96 beinhalten ausschließlich Weiterberechnungen aus dem Leistungsaustausch der Firmen der Schlote-Gruppe.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Mietkauf von Sachanlagenvermögen in Höhe von TEUR 13.908 (Vorjahr: TEUR 19.228). Der Betrag wird unter diesem Posten ausgewiesen, weil der Finanzierer kein Kreditinstitut ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 3.612 (Vorjahr TEUR 2.881).

Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch zusammen mit anderen Konzernunternehmen für eine gemeinsam nutzbare Kreditlinie bei einer Großbank. Die Inanspruchnahme der Kreditlinie durch andere Konzernunternehmen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 4.989 (Vorjahr TEUR 281). Das Risiko aus den Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen zu werden, wird aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse des Konzerns als gering eingeschätzt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.750 (Vorjahr TEUR 3.704) beinhalten planmäßige Abschreibungen, die um Erlöse aus der Auflösung des Sonderpostens aus Investitionszuschüssen von TEUR 537 (Vorjahr TEUR 448) reduziert sind.

E.   Sonstige Angaben
Zahl der Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt 108 (Vorjahr 124), davon 89 (Vorjahr 109) gewerbliche Mitarbeiter.

Mitglieder der Geschäftsführung
Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Jürgen Schlote, Diplom-Ökonom, Harsum.
Es wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Mutterunternehmen
Die Gesellschaft ist im Sinne des § 290 HGB ein Tochterunternehmen der Schlote Holding GmbH. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schlote Holding GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses war die ganze Welt noch immer gefangen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die es so in dieser Intensität lange Zeit vorher niemals gegeben hat. Im 1. Quartal 2022 führte der aufgrund steigender Corona Infektionen in Shanghai dort verhängte Lockdown zu weiteren Verzögerungen in der Belieferung vieler Bereiche. Wenn auch die Schlote-Gruppe hiervon nicht unmittelbar betroffen war, sind etliche weitere Abrufrückgänge unserer Kunden hierauf zurückzuführen. Die Situation ist geprägt von einer Verunsicherung über die künftige Entwicklung, sei es durch das Käuferverhalten oder sei es durch den ebenfalls Corona-bedingten Mangel an Electronic-Chips, der auch im 2. Quartal 2022 erneut zu weiteren Abrufrückgängen unserer Kunden führte. Zusätzlich zu diesen seit über 2 Jahren bestehenden Unsicherheiten durch die Corona Krise begann im Jahr 2022 der Krieg gegen die Ukraine. Die ersten Auswirkungen sind in sehr hohen Energiepreisen, einer sprunghaft gestiegenen Inflation und einem steigenden Zinsniveau bereits spürbar. Inwieweit diese Situation zu einer allgemeinen Verunsicherung und damit zu einer Kaufzurückhaltung führt, ist heute noch nicht absehbar. Die Befürchtung weiterer Materialengpässe oder Lieferkettenstörungen durch diesen furchtbaren Krieg haben sich aktuell jedoch noch nicht bewahrheitet.

Wir haben Anfang Juni 2022 mit einem Kunden Kompensationszahlungen für Leerkosten bereits erfolgreich verhandeln können, andere Verhandlungen stehen noch aus. Weiterhin ist unser Handeln geprägt durch striktes Kostenmanagement und eine scharfe Kostenkontrolle. Durch intensive Kommunikation mit Kunden und Lieferanten haben wir eine weitest gehende Synchronisierung von Zahlungszielen erreichen können. Darüber hinaus haben wir eine hausinterne Untersuchung über die Positionierung der Schlote-Gruppe im aktuellen Umfeld anhand der vorhandenen und in Verhandlung befindlichen Aufträge Ende April 2022 vorgenommen. Hieraus ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung eindeutig, dass die Schlote-Gruppe nach wie vor absolut richtig positioniert ist und bereits eine starke Stellung im Weltmarkt für den Bereich der E-Mobility erreichen konnte.
Wir gehen unverändert von einer positiven Fortführungsprognose unserer Unternehmensgruppe aus und sind der Überzeugung, dass wir mit dem Bündel aller Maßnahmen (Kostensenkungen, Prozessoptimierungen, Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten, bereits bewilligter WSF III Tranche von EUR 10 Mio. und bewilligter Überbrückungshilfe IV Antrag für März und April 2022) diese wahrlich hohe Herausforderung der Corona-Pandemie und auch des Krieges in der Ukraine meistern können. Dennoch besteht zum derzeitigen Zeitpunkt eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Dauer und des Umfangs, die nicht vollumfänglich abschätzbar ist. Sollte der Geschäftsverlauf deutlich negativer oder länger noch von der aktuellen Situation beeinflusst werden, als wir aktuell erwarten, bestünde eine wesentliche Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Tätigkeit aufwerfen könnten und dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage wäre, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen.

Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 599.791,26.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag der Beschluss über die Ergebnisverwendung noch nicht vor. Die Ergebnisverwendung wird gem. § 325 Abs. 1b Satz 2 HGB gesondert offengelegt.

 

Harzgerode, den 29. Juni 2022

gez. Jürgen Schlote


Beschluss über die Verwendung des Jahresergebnisses:
Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 599.791,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

A.
Anlagevermögen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten (historisch)


Stand
Zugänge
Abgänge
Stand


01.01.2021


31.12.2021






I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
139.377,86
71.667,83
0,00
211.045,69

Summe I
139.377,86
71.667,83
0,00
211.045,69
II.
Sachanlagen




1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
33.428,25
0,00
0,00
33.428,25
2.
technische Anlagen und Maschinen
35.813.544,35
130.308,58
0,00
35.943.852,93
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
463.865,95
78.916,02
17.646,50
525.135,47

Summe II
36.310.838,55
209.224,60
17.646,50
36.502.416,65

Gesamt
36.450.216,41
280.892,43
17.646,50
36.713.462,34


A.
Anlagevermögen
Abschreibungen


Stand
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand


01.01.2021



31.12.2021







I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
89.864,86
51.495,83
0,00
0,00
141.360,69

Summe I
89.864,86
51.495,83
0,00
0,00
141.360,69
II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
4.468,25
2.758,00
0,00
0,00
7.226,25
2.
technische Anlagen und Maschinen
7.863.852,35
3.608.374,58
0,00
0,00
11.472.226,93
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
134.099,08
87.587,02
6.304,50
0,00
215.381,60

Summe II
8.002.419,68
3.698.719,60
6.304,50
0,00
11.694.834,78

Gesamt
8.092.284,54
3.750.215,43
6.304,50
0,00
11.836.195,47
A.
Anlagevermögen
Buchwert


Stand
Stand


31.12.2021
30.12.2020




I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
69.685,00
49.513,00

Summe I
69.685,00
49.513,00
II.
Sachanlagen


1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
26.202,00
28.960,00
2.
technische Anlagen und Maschinen
24.471.626,00
27.949.692,00
3.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
309.753,87
329.766,87

Summe II
24.807.581,87
28.308.418,87

Gesamt
24.877.266,87
28.357.931,87

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


Die Gesellschaft hat von den Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB Gebrauch gemacht. Wir weisen gem. § 328 Abs. 1a HGB darauf hin, dass sich der offen gelegte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

An die Schlote Harzgerode GmbH, Harzgerode

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schlote Harzgerode GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schlote Harzgerode GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und · ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" im Anhang, sowie die Angaben im Abschnitt D des Lageberichts "Chancen-, Risiko- und Prognosebericht", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung eines Bündel an Maßnahmen (Kostensenkungen, Prozessoptimierungen, Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten, bereits bewilligten WSF III Tranche von 10 Mio. € und Überbrückungshilfe IV für März und April 2022) abhängig ist. Wie im Abschnitt "Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt D des Lageberichts "Chancen-, Risiko- und Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten, i.W. durch die Corona Pandemie und den Ukraine Krieg ausgelöst, auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar stellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hannover, den 29. Juni 2022

Gehrke Econ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Olaf Goldmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Stephan Hachmeyer, Wirtschaftsprüfer

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