Schlote
Harzgerode GmbH
Harzgerode
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
Schlote Harzgerode GmbH
Harzgerode
für das Geschäftsjahr 2021
A.
Grundlagen des Unternehmens
Die Schlote Harzgerode GmbH (im Folgenden:
"Gesellschaft") entstand 2017 in enger Kooperation mit dem
Partner Trimet Automotive Holding GmbH (heute: BOHAI TRIMET
Automotive Holding GmbH, Aluminiumgießerei) in
Harzgerode. Mit einem Investment von rund 50 Millionen
Euro entstand eines der modernsten Werke der
Schlote-Gruppe. Am Standort Harzgerode erfolgt die
mechanische Bearbeitung von Getriebe- und
Kupplungsgehäusen über eine Projektlaufzeit von
sieben Jahren. Die CNC-Bearbeitung erfolgt für
Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und BMW. Die gefertigten
Komponenten werden täglich per LKW an die
verschiedenen Getriebe-Montagewerke der Kunden in Europa
geliefert.
Die Gesellschaft gehört zur Schlote-Gruppe, die
ein weltweit agierender Technologie- und
Kompetenzverbund hochspezialisierter Werke der
industriellen Metallbearbeitung mit innovativen
Automatisierungskonzepten ist.
Die insgesamt zehn diversifizierten Werke der
Schlote-Gruppe mit Sitz im In- und Ausland arbeiten als
Entwicklungspartner und Serienlieferant für die
Automobil- und Zulieferindustrie sowie der
Gießereitechnik.
Neben der mechanischen Bearbeitung von Komponenten
und Bauteilen beinhaltet das Schlote-Leistungsspektrum
zugleich die Montage von einbaufertigen Komponenten
sowie die Konstruktion und Fertigung von Druckgussformen,
Werkzeugen und Vorrichtungen.
Die Absatzmärkte der Schlote-Gruppe liegen in
Europa - primär in Deutschland - und China.
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Laut Jahreswirtschaftsbericht 2021 vom Januar 2022
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
(BMWK) war das Jahr 2021 für die deutsche Wirtschaft
"erneut ein turbulentes Jahr". Nach dem Frühjahr kam
es zwar zu einer leichten Erholung, dann aber durch
Lieferengpässe und Materialknappheit sowie einer
Zunahme der Corona Infektionszahlen wieder zu einem
"spürbaren Dämpfer". Insgesamt ist laut Bericht
das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021
mit 2,7% gewachsen.
Die internationalen Automobilmärkte haben ein
turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während
insbesondere in der ersten Jahreshälfte aufgrund des
niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von
Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse
realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten
Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild ab.
Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die
weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheit bei
weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise
für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen.
Von den drei größten Absatzregionen musste im
Gesamtjahr 2021 einzig Europa (EU-27, Europäische
Freihandelsassoziation EFTA und Vereinigtes
Königreich) einen Rückgang (-2 Prozent)
verbuchen. Das für das Geschäftsjahr 2021
erwartete Wachstum von 12 Prozent konnte damit in keiner
Weise erreicht werden. In den USA (+3 Prozent) und in China
(+7 Prozent) legte der Absatz hingegen leicht zu. Auch in
diesen beiden Ländern bleiben die Absatzzahlen hinter
den Erwartungen zurück. In Japan ist der Absatz von
fabrikneuen Pkw im vergangenen Jahr um knapp 4 Prozent
zurückgegangen, während die Märkte in
Russland (+4 Prozent), Indien (+27 Prozent) und Brasilien
(+1 Prozent) Zuwächse verzeichnen konnten.
Somit hat sich die für das Jahr 2021 erwartete
langsame Verbesserung der Marktlage eingestellt, auch wenn
die Rückgänge des Jahres 2020 nicht wettgemacht
werden konnten.
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der
Verband der Automobilindustrie (VDA) in seiner
Marktprognose ein Wachstum auf dem Pkw-Weltmarkt mit einem
Plus von 4 %. Während die Märkte in den
Vereinigten Staaten und China um jeweils 2 % zulegen
werden, soll der deutsche Markt ein Wachstum von 7 %
zeigen. Nach wie vor gibt es Lieferkettenprobleme und einen
damit verbundenen Materialmangel, die diesen positiven
Trend dämpfen könnten.
Es ist nicht auszuschließen, dass die
neuerliche schwere Belastung der weltweiten Wirtschaft
durch den Ukraine Krieg und damit einhergehende
Energiekostensteigerungen und einer stark erhöhten
Inflation den Eintritt dieser Prognose gefährden oder
zumindest vermindern.
Geschäftsverlauf
Während das Geschäftsjahr 2020 noch
erfreulich verlief, sind die Auswirkungen von
Lieferengpässen und Materialknappheit sowie
ausbleibende Abrufe unserer Kunden im Geschäftsjahr
2021 voll durchgeschlagen. Das Werk konnte noch weniger
vollausgelastet werden als bereits im Jahr 2020. Die
Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2021 blieben
erneut hinter den geplanten Zielen zurück. Dies zeigt
sich in dem massiven Rückgang des Jahresergebnissen um
TEUR 1.728 auf TEUR 600.
Lage der Gesellschaft
Bei der Bewertung der Ertragslage der Gesellschaft in
Relation zum erwirtschafteten Umsatz muss
berücksichtigt werden, dass die Gesellschaft im
Wesentlichen Gussteile bearbeitet. Diese Gussteile werden
in Abhängigkeit von der Steuerung der Lieferketten
durch die OEM's zum Teil über die Gewinn- und
Verlustrechnung als Umsatzerlöse und
Materialaufwand erfasst. Bei einer kostenlosen
Beistellung berühren sie die Gewinn- und
Verlustrechnung jedoch nicht.
Das sich als Saldo aus Gesamtleistung zuzüglich
den sonstigen betrieblichen Erträgen und
abzüglich des Materialaufwands ergebende Rohergebnis
ist die wesentliche Kennzahl der betrieblichen Leistung und
hat sich wie folgt entwickelt:
|
2021 TEUR
|
2020 TEUR
|
Veränderung in %
|
Gesamtleistung
|
14.977
|
20.280
|
-26,1
|
sonstige betriebliche
Erträge
|
196
|
185
|
+5,9
|
Materialaufwand
|
2.103
|
3.646
|
-42,3
|
Rohergebnis
|
13.070
|
16.819
|
-22,3
|
Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind um TEUR 5.272 (-26,0 %)
auf TEUR 14.998 (Vorjahr TEUR 20.270) zurückgegangen.
Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im
Verhältnis zur Gesamtleistung) ist um 4 %-Punkte
auf 14,0 % gesunken.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage im
Geschäftsjahr 2021 führte zu einer Reduzierung
der Anzahl der Mitarbeiter. Die Anzahl der Mitarbeiter ist
auf 108 (Vorjahr 124) zurückgegangen. Die
Personalkosten sind demzufolge um TEUR 758 auf TEUR 4.240
(Vorjahr TEUR 4.998) reduziert. Trotz dieser Reduzierung
der Personalkosten hat der Rückgang der Gesamtleistung
die Personaleinsatzquote (Personalaufwand im
Verhältnis zur Gesamtleistung) um 3,6 %-Punkte auf
28,3 % steigen lassen.
Planmäßige Abschreibungen auf das
Anlagevermögen erfolgten linear in Höhe von TEUR
3.213 (Vorjahr TEUR 3.256). Sie befinden sich damit auf
Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich
um TEUR 205 auf TEUR 3.853 (Vorjahr TEUR 4.058) reduziert.
Dazu beigetragen hat ein Rückgang des
Reparaturaufwandes für Maschinen und Betriebs- und
Geschäftsausstattung sowie der Rückgang des
IT-Aufwandes.
Die Zinsaufwendungen sind um TEUR 286 auf TEUR 870
(Vorjahr TEUR 1.156) gesunken. Der Rückgang liegt
insbesondere im Bereich der langfristigen Zinsen
begründet.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 beträgt
TEUR 27.151 (Vorjahr TEUR 33.299). Der Anteil des
Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist wie im Vorjahr
weiter gestiegen und erreicht 91,6 % (Vorjahr 85,2 %). Der
Wert des Anlagevermögens ist im Geschäftsjahr um
TEUR 3.481 auf TEUR 24.877 (Vorjahr TEUR 28.358) gesunken.
Die wirtschaftlichen Eigenmittel der Gesellschaft
unter Berücksichtigung des Sonderpostens für
Investitionszuschüsse und der Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 10.338
(Vorjahr TEUR 8.641) und machen damit 38,0 % (Vorjahr 26,0
%) der Bilanzsumme aus.
Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag
über liquide Mittel in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr
TEUR 1.196).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
liegen bei TEUR 40 (Vorjahr TEUR 0).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 9.556
(Vorjahr TEUR 15.854) ausgewiesen; im Wesentlichen handelt
es sich hierbei um Mietkauffinanzierungen. Insgesamt
betragen die bilanzierten Mietkaufdarlehen zum
Bilanzstichtag TEUR 13.908 (Vorjahr TEUR 19.228).
B.
Nachtragsbericht
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses war die
ganze Welt noch immer gefangen von den Auswirkungen der
Corona-Pandemie, die es so in dieser Intensität lange
Zeit vorher niemals gegeben hat.
Im 1. Quartal 2022 führte der aufgrund
steigender Corona Infektionen in Shanghai dort
verhängte Lockdown zu weiteren Verzögerungen in
der Belieferung vieler Bereiche. Wenn auch die
Schlote-Gruppe hiervon nicht unmittelbar betroffen war,
sind etliche weitere Abrufrückgänge unserer
Kunden hierauf zurückzuführen.
Die Situation ist geprägt von einer
Verunsicherung über die künftige Entwicklung, sei
es durch das Käuferverhalten oder sei es durch den
ebenfalls Corona-bedingten Mangel an Electronic-Chips, der
auch im 2. Quartal 2022 erneut zu weiteren
Abrufrückgängen unserer Kunden führte.
Zusätzlich zu diesen seit über 2 Jahren
bestehenden Unsicherheiten durch die Corona Krise begann im
Jahr 2022 der Krieg gegen die Ukraine. Die ersten
Auswirkungen sind in sehr hohen Energiepreisen, einer
sprunghaft gestiegenen Inflation und einem steigenden
Zinsniveau bereits spürbar. Inwieweit diese Situation
zu einer allgemeinen Verunsicherung und damit
Kaufzurückhaltung führt, ist heute noch nicht
absehbar.
Die Befürchtung weiterer Materialengpässe
oder Lieferkettenstörungen durch diesen furchtbaren
Krieg haben sich aktuell jedoch noch nicht bewahrheitet.
Wir haben Anfang Juni 2022 mit einem Kunden
Kompensationszahlungen für Leerkosten bereits
erfolgreich verhandeln können, andere Verhandlungen
stehen noch aus. Weiterhin ist unser Handeln geprägt
durch striktes Kostenmanagement und eine scharfe
Kostenkontrolle.
Durch intensive Kommunikation mit Kunden und
Lieferanten haben wir eine weitest gehende Synchronisierung
von Zahlungszielen erreichen können.
Darüber hinaus haben wir eine hausinterne
Untersuchung über die Positionierung der
Schlote-Gruppe im aktuellen Umfeld anhand der vorhandenen
und in Verhandlung befindlichen Aufträge Ende April
2022 vorgenommen. Hieraus ergibt sich aus Sicht der
Geschäftsführung eindeutig, dass die
Schlote-Gruppe nach wie vor absolut richtig positioniert
ist und bereits eine starke Stellung im Weltmarkt für
den Bereich der E-Mobility erreichen konnte.
D. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementprozess Die Schlote Harzgerode GmbH
ist, wie andere Unternehmen der Schlote-Gruppe, auf
verschiedenen Märkten tätig. Daraus ergeben sich
zahlreiche Chancen, jedoch auch geschäftsspezifische
Risiken.
Das Ziel unseres wirtschaftlichen Handelns besteht
deshalb darin, die Chancen zu nutzen und die Risiken aktiv
zu steuern, damit wir den Unternehmenswert systematisch und
nachhaltig erhöhen können.
Unser Risikomanagement ist ein zentraler und fester
Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Dadurch stellen wir
sicher, dass Risiken und Chancen gruppenweit systematisch
analysiert und einheitlich bewertet werden. Die dadurch
geschaffene Risiko- und Chancentransparenz ermöglicht
es uns adäquate Steuerungs- und Gegenmaßnahmen
zu entwickeln, um Risikopotenziale zu verringern bzw. die
Chancen zu nutzen. Unser Risikomanagementsystem basiert
dabei auf Unternehmensgrundsätzen, Verfahren sowie
präventiven und aufdeckenden Kontrollen.
Liquiditätsrisiken Zu den zentralen Aufgaben der
Muttergesellschaft, Schlote Holding GmbH, gehört die
Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der
Unternehmen der Schlote-Gruppe. Hierzu koordiniert bzw.
steuert die Schlote Holding Zahlungsströme innerhalb
der Gruppe, damit ausreichend finanzielle Mittel vorhanden
sind.
Die Steuerung der Liquidität erfolgt durch die
zentrale Treasury bei der Schlote Holding. Hierzu werden u.
a. von der Holding Liquiditätsplanungen für jede
Konzerngesellschaft erstellt, um eventuelle
Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu
können.
Liquiditätsrisiken, bis zu
Bestandsgefährdung, könnten bei weiter sinkenden
Abrufen und damit Umsätzen entstehen, sollte es uns
nicht wie stets in der Vergangenheit gelingen, diese durch
Kompensationszahlungen und anderen Mitteln auszugleichen.
Wir gehen unverändert von einer positiven
Fortführungsprognose unseres Unternehmens aus und sind
überzeugt, die wahrlich hohen Herausforderungen der
Corona-Pandemie und auch des Krieges in der Ukraine
meistern zu können. Dennoch besteht zum derzeitigen
Zeitpunkt eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der
Dauer und des Umfangs, die nicht vollumfänglich
abschätzbar ist.
Sollte der Geschäftsverlauf deutlich negativer
oder länger noch von der aktuellen Situation
beeinflusst werden, als wir aktuell erwarten, bestünde
eine wesentliche Unsicherheit, die Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Tätigkeit aufwerfen könnte.
Wir gehen aktuell hiervon nicht aus und sind
weiterhin auch aufgrund der nunmehr gelaufenen
Neuaufträge und vieler neuer E-Mobility Projekte
positiv gestimmt.
Risiken von Forderungsausfällen Um das
potentielle Ausfallrisiko von Kundenforderungen zu
begrenzen, erfolgt bereits in der Angebotsphase eine
Bonitätsprüfung des potentiellen Neukunden.
Ergeben sich hieraus erhöhte Risiken, weil bspw.
Vertragskonditionen von allgemeinen Vorgaben abweichen
sollen, dann muss dieser Neukunde von der
Geschäftsleitung freigegeben werden.
Ausfallrisiken begrenzen wir darüber hinaus
durch ein aktives Forderungsmanagement und die
ständige Überwachung von Bonitäten und
Zahlungsverhalten sowie durch die teilweise Versicherung
von Forderungen.
Marktchancen und -risiken Wirtschaftslage:
Die Schlote Harzgerode GmbH als Teil der
Schlote-Gruppe ist ein internationaler Automobilzulieferer,
der seinen Umsatz nahezu ausschließlich mit OEM's
oder 1st-Tier-Suppliern erwirtschaftet. Insofern hängt
die wirtschaftliche Entwicklung der Schlote-Gruppe von der
Marktentwicklung für PKW ab. Leistungen für
Komponenten von Diesel-Fahrzeugen erbringen wir in nur
geringen Umfang.
Durch die Corona Krise kam es schon bisher zu einem
Einbruch beim PKW-Absatz weltweit. Die Verunsicherung durch
den Krieg in der Ukraine trägt ein Übriges dazu
bei.
Es ist derzeit nicht absehbar, wann es zu einer
vollständigen Erholung der Automobilbranche kommen
wird. Wir haben nach derzeitigem Kenntnisstand hinsichtlich
der Auswirkungen der Krise diverse Maßnahmen
getroffen, die wir für ausreichend halten, den Bestand
der Schlote-Gruppe zu sichern. Hinsichtlich des Eintreffens
unserer Annahmen besteht aufgrund der Unsicherheit der
zukünftigen Entwicklungen jedoch keine Gewähr.
Sollte es notwendig werden, werden wir weitere
Maßnahmen ergreifen, um kurzfristig auf die weltweite
Entwicklung reagieren zu können.
Für den ,,E-Car-Markt" sind wir sehr gut
aufgestellt:
So bearbeiten wir bereits für zahlreiche Kunden
Getriebegehäuse für Hybrid-Motorenteile und gehen
hier von weiter steigenden Umsätzen aus. Aber auch
Gehäuse von E-Antriebstechniken für reine E-Cars
können ohne Schwierigkeiten von uns bearbeitet
werden, so dass wir davon ausgehen, auch in diesem Segment
unsere Marktposition weiterauszubauen.
Konjunkturelle Zyklen:
Die Automobilbranche unterliegt ständigen
konjunkturellen Zyklen, weil die Konjunktur, das
Konsumverhalten und die Konsumpräferenzen sich immer
wieder ändern. Darüber hinaus unterliegt die
Automobilbranche schwankenden Produktionsvolumina, die
auch die Nachfrage nach Produkten der Schlote-Gruppe und
somit auch der Schlote Harzgerode GmbH beeinflussen.
Durch die immer noch andauernde aktuelle weltweite
Corona Krise und dem Krieg in der Ukraine wird von
führenden Wirtschaftsexperten eine nur langsame
Erholung für 2022 vorhergesagt.
Wir steuern derzeit die Unternehmen der
Schlote-Gruppe teilweise immer noch mit Kurzarbeit, die
sich an der aktuellen zu erbringenden Leistung pro
Kalenderwoche orientiert und wöchentlich nachjustiert
wird.
Dennoch ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Konzernabschlusses 2021 noch nicht absehbar, wie genau die
wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der wesentlichen
Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona Krise und dem
Krieg in der Ukraine verlaufen wird. Hieraus können
weitere Risiken resultieren. Wir monitoren diese Risiken
permanent auf wöchentlicher Entscheidungsbasis
für eventuell zusätzlich erforderliche
Maßnahmen.
Innovations- und Kostendruck:
Hohe Energiekosten und Investitionen, starker
Preisdruck, stetige Modernisierung von Prozesstechnologien
und Fertigungseinrichtungen bei hartem Wettbewerb
prägen die Situation in der Automobilindustrie,
welcher die Schlote-Gruppe durch das implementierte
Transformationsprogramm und dem MOVE-Programm
entgegenwirkt. Mit den Kunden verhandeln wir intensiv
Energie-Teuerungszuschläge.
Personal:
Aufgrund der zwar durch die Corona Krise
eingetrübten, aber immer noch guten
Beschäftigungssituation in Deutschland, Italien und
der Tschechischen Republik erweist sich die ausreichende
Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte für
Produktion, Instandhaltung und Verwaltung zunehmend als
Herausforderung für die Schlote-Gruppe im speziellen
und produzierende Unternehmen, wie der Schlote Harzgerode
GmbH, im allgemeinen. Die Schlote-Gruppe steuert über
modulare Elemente zum einen den Verbleib des bestehenden
Personals im Unternehmen wie auch die Rekrutierung neuer
Mitarbeiter.
Produktrisiken:
Die Schlote Harzgerode GmbH als Teil der
Schlote-Gruppe bearbeitet Gussteile für Kunden, die
ihre Produkte im In- und Ausland vertreiben. Ggf.
auftretende Haftpflichtrisiken für Personen-, Sach-
und daraus resultierenden Vermögensschäden,
welche durch eine unsachgemäße Bearbeitung
verursacht worden sind, sind in einem umfangreichen
Haftpflicht-Versicherungsprogramm versichert.
Zusammenfassende Bewertung Gegenüber dem
Geschäftsjahr 2021 ist die grundsätzliche Risiko-
und Chancenstruktur etwas risikoreicher geworden, da noch
nicht abzusehen ist, wie sich die gesamten Auswirkungen aus
dem Krieg in der Ukraine und der immer noch nicht besiegten
Corona-Pandemie gestalten. Mit dem implementierten
Transformationsprogramm konnten Prozesse optimiert werden.
Durch Effizienzverbesserungen konnten Ergebnispotenziale
erschlossen und die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe
nachhaltig verbessert werden. Quartalsweise werden die
erreichten Ziele aus den Maßnahmen mit dem
Controlling durchgesprochen und eventuell Adjustierungen
vorgenommen. Aus heutiger Sicht der gesetzlichen Vertreter
sind für die Schlote-Gruppe strukturell keine
bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, da die
Transformation zur E-Mobility bei der Schlote-Gruppe gut
vorankommt.
Regelmäßig werden die Aufträge und
Anfragen in konventionell, Hybrid und E-Mobility
analysiert. Der Anteil der E-Mobility steigt stetig und
liegt bei den Anfragen über 25 %. Es bestehen jedoch
wesentliche Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen
der Corona Krise und dem Krieg in der Ukraine, die derzeit
nicht abschätzbar sind. Diese werden weiter unten
erläutert. Marktrisiken, der hohe Kapitalbedarf
für Anlage- und Umlaufvermögen und die zunehmend
geringere Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte
erfordern eine umsichtige Steuerung der Unternehmensgruppe.
Die vorstehend getroffenen Aussagen betreffen die
grundsätzliche strukturelle Positionierung der
Schlote-Gruppe in unserem Marktumfeld. Die endgültigen
Auswirkungen der aktuellen Corona Krise und des Krieges
sind noch nicht vollständig absehbar. Wir sind zum
Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2021 und
der Erstellung dieses Lageberichts der Auffassung, dass die
von uns getroffenen und eingeleiteten Maßnahmen, die
wir vorstehend sowohl in der zusätzlichen
Finanzierung, unter anderem den bereits bewilligten WSF III
Antrag, bzw. der bewilligten
Überbrückungshilfe IV als auch in der
operativen Steuerung der Unternehmensgruppe beschrieben
haben, ausreichend sind.
Sollten sich die Corona Krise oder der Krieg merklich
gegenüber unseren Planungsannahmen verlängern
oder/und aber die konjunkturelle Wiederanlauf sich
erheblich verzögern oder/und die oben
aufgeführten Maßnahmen ganz oder teilweise
erfolglos umgesetzt werden, bestünde eine wesentliche
Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit des
Konzerns zur Fortführung der Tätigkeit aufwerfen
könnte und dann der Konzern oder seine
Tochtergesellschaften möglicherweise nicht in der Lage
wäre, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine
Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu
begleichen. Diese Aussagen sind nicht in der individuellen
Struktur der Schlote-Gruppe begründet, sondern
betreffen die weltweiten Auswirkungen auf die Konjunktur.
Prognosebericht
Ende Dezember 2021 hatten wir für das
Wirtschaftsjahr 2022 in enger Abstimmung mit unseren Kunden
die sogenannte Basisplanung 2022 als integrierte
Unternehmensplanung mit dem Planungstool LucaNet
aufgestellt. Die Planung wurde "Bottom-up" mit den
einzelnen Schlote-Werken im Zeitraum Oktober bis Mitte
Dezember 2021 für 2022 ausschließlich auf Basis
der uns vorliegenden erteilen Aufträge von unseren
Kunden erstellt. Mit Beginn des 2. Quartals 2022 gingen die
Abrufe unserer Kunden nach unten. Nahezu im Wochenrhythmus,
teilweise auch während der laufenden Lieferwoche,
haben unsere Kunden die Umsatzabrufe verändert.
Teilweise wurden diese Korrekturen nur wenige Tage
später abermals korrigiert, teilweise auch wieder
leicht nach oben.
Wir sind dabei die Planung zu aktualisieren, gehen
jedoch nach heutigem Stand davon aus, dass wir die
Situation beherrschen werden. Für die Monate März
und April 2022 haben wir Mittel aus der
Überbrückungshilfe IV bewilligt bekommen.
Durch die neuen Anläufe der bereits für
2020 von unseren Kunden versprochenen Neuaufträge
nunmehr im Juni 2021 wird sich die Gesamtleistung unsere
Gruppe wieder erholen und nach oben entwickeln. Die
Produktionsprozesse für diese Aufträge sind
implementiert und werden die künftigen
Betriebsergebnisse wieder verbessern.
Die Umsatzerlöse werden aus der Vertriebsplanung
abgeleitet, die bis einschließlich des
Geschäftsjahres 2022 nur aus dem "Booked Business"
besteht. Für jeden Auftrag gibt es eine separate
Planung der Erlöse und der projektabhängigen
Kosten, wie z. B. des Materialaufwands. Die variablen
Auftragskosten werden aus den im System hinterlegten
Grenzkosten pro Stück gezogen und so der
Materialaufwand und andere Kostenarten abgeleitet. Im
Rahmen der Personalplanung wird der Personalbedarf je
Abteilung (FTE) geplant und mit den entsprechenden
Stundensätzen bewertet. Im Gegensatz zur
Materialeinsatzquote, soll die Personaleinsatzquote
steigen, da ein höherer Eigenanteil eingeplant wird.
Die Abschreibungen für die sich bereits im Bestand
befindlichen Anlagengüter werden aus dem
Abschreibungsplan entnommen.
Die integrierten Unternehmensplanungen
berücksichtigen auch die Maßnahmen aus dem
Transformationsprozess, die zu Verbesserungen des
Produktionsablaufs oder administrativer Prozesse
führen sollen. Für jede Maßnahme liegt eine
detaillierte Beschreibung sowie Erläuterung der zu
erreichenden Ziele vor. Sämtliche Maßnahmen
werden nicht vollumfänglich, sondern unter
Berücksichtigung ihrer geschätzten
Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt.
Die Verbesserung des technischen Standards aus den
vorgenommenen Erweiterungsinvestitionen führen dazu,
dass sowohl im Qualitäts- als auch im Umweltmanagement
eine spürbar bessere Zielerreichung möglich ist.
Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns und der
Gesellschaft
Es ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses
Lageberichtes nahezu unmöglich, eine fundierte und
seriöse Unternehmensplanung für das
Geschäftsjahr 2022 aufzustellen.
In der Basisplanung gehen wir von einem deutlich
positiven Ergebnis im Jahr 2022 aus, wir erstellen jedoch
zurzeit gerade eine Alternativplanung, die von weiteren
Verlusten im Jahr 2022 ausgeht. Insgesamt werden sich die
Umsatzerlöse, das Rohergebnis und das EBITDA im
Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 jedoch weiter
deutlich erholen.
Wie bereits erläutert, ist es durch die
zusammentreffenden Auswirkungen von Corona und Ukraine
Krieg schwer bis unmöglich, eine Unternehmensplanung
unter den üblichen Voraussetzungen zu erstellen. Wir
nehmen daher davon Abstand, konkrete Planungen einzelner
Positionen zu nennen.
Mittel- und langfristig ist die Nachhaltigkeit
unserer Aufträge mit Laufzeiten von sieben Jahren und
länger ein Garant für eine Grundabsicherung des
Geschäftes. Aus Sicht der Geschäftsführung
produziert die Schlote-Gruppe bereits heute stark im
Bereich E-Mobility und wird dieses Geschäft weiter
ausbauen.
Harzgerode, den 29. Juni
2022
Schlote
Harzgerode GmbH
gez.
Die Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
24.877.266,87 |
28.357.931,87 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
69.685,00 |
49.513,00 |
| II.
Sachanlagen |
24.807.581,87 |
28.308.418,87 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
26.202,00 |
28.960,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
24.471.626,00 |
27.949.692,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
309.753,87 |
329.766,87 |
| B.
Umlaufvermögen |
2.120.385,77 |
4.743.785,51 |
| I.
Vorräte |
251.410,54 |
230.560,96 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.697.691,39 |
3.317.634,19 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.088,15 |
116.349,12 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
171.283,84 |
1.195.590,36 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
153.297,91 |
197.726,25 |
| Bilanzsumme |
27.150.950,55 |
33.299.443,63 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.870.003,05 |
4.270.211,79 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
1.500.000,00 |
1.500.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
2.770.211,79 |
442.524,89 |
| III.
Jahresüberschuss |
599.791,26 |
2.327.686,90 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuschüsse |
3.839.854,20 |
4.359.431,59 |
| C.
Rückstellungen |
881.253,06 |
1.887.989,23 |
| D.
Verbindlichkeiten |
17.049.840,24 |
21.911.811,02 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
40.128,59 |
0,00 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
96.334,16 |
770.085,49 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
1.628.254,20 |
11.603,76 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
510.000,00 |
870.000,00 |
| Bilanzsumme |
27.150.950,55 |
33.299.443,63 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
13.070.413,28 |
16.819.296,46 |
| 2.
Personalaufwand |
4.240.056,44 |
4.997.749,50 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.547.074,84 |
4.198.161,75 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
692.981,60 |
799.587,75 |
| davon
für Altersversorgung |
4.329,16 |
4.177,16 |
| 3.
Abschreibungen |
3.212.760,47 |
3.256.226,33 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
3.212.760,47 |
3.256.226,33 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.852.981,62 |
4.058.448,87 |
| 5.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
870.115,37 |
1.155.732,53 |
| 6.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
293.277,62 |
1.022.205,45 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
601.221,76 |
2.328.933,78 |
| 8.
sonstige Steuern |
1.430,50 |
1.246,88 |
| Jahresüberschuss |
599.791,26 |
2.327.686,90 |
Anhang
Schlote Harzgerode GmbH
Harzgerode
für das Geschäftsjahr
A.
Allgemeine Angaben
Die Schlote Harzgerode GmbH (im Folgenden
"Gesellschaft") hat ihren Firmensitz in 06493 Harzgerode,
Aluminiumallee 1, und ist mit der Registriernummer HRB
24166 in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal
eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte
am 08.03.2017.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie
den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend
die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
aufgestellt.
Die Gesellschaft erfüllt die
Größenkriterien im Sinne des § 267 Abs. 2
HGB und gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
aufgestellt.
Zur besseren Übersicht wurde das
Gliederungsschema der Bilanz um den Posten
"Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern"
erweitert.
B.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten
zzgl. Anschaffungsnebenkosten und abzgl.
Anschaffungskostenminderungen im Zeitpunkt des Zugangs
bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese um
planmäßige Abschreibungen gemindert. Die
Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt,
die Nutzungsdauern sind auf drei bis sieben Jahre
festgelegt.
Vermögensgegenstände des
Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten und abzgl.
Anschaffungskostenminderungen angesetzt und um
planmäßige Abschreibungen gemindert. Dazu
gehören die Material-, Fertigungs- und die
Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der
Material- und Fertigungsgemeinkosten und der Wertezehr des
Anlagevermögens. Die Abschreibungen werden nach den
voraussichtlichen Nutzungsdauern der
Vermögensgegenstände und unter Beachtung der
steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Den
planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern
zwischen 3 und 13 Jahren zu Grunde. Die
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis
zu € 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben. Bewegliche Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens, deren Wert € 150,00, aber
nicht € 1.000,00 übersteigt, wurden im Jahr des
Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und über
fünf Jahre abgeschrieben.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren
werden zu Durchschnittswerten bzw. dem niedrigeren Wert
angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis
ergibt. Ist ein Börsen- oder Marktpreis nicht
festzustellen, so werden diese mit dem niedrigeren
beizulegenden Wert angesetzt.
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu
Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der
Herstellungskosten erfolgt retrograd. Diese beinhalten die
Material-, Fertigungs- und die Sonderkosten der Fertigung
und angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten und den Wertezehr des
Anlagevermögens. In der Folgebewertung werden die
vereinbarten Entgelte den voraussichtlich noch anfallenden
zukünftigen Vollkosten gegenübergestellt. Im
Rahmen der Ermittlung werden wirtschaftliche Vorteile
berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den
Herstellungskosten nicht berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind grundsätzlich
zum Nennwert nach Abzug gebotener Wertberichtigungen
angesetzt.
Liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen,
ist ein
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Darin
enthaltene Disagien werden über die Vertragslaufzeit
linear als Aufwand erfasst.
Das
Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der
Sonderposten für Investitionszuschüsse
beinhaltet öffentliche Fördermittel und wird
entsprechend der Entwicklung der planmäßigen
Abschreibung der bezuschussten
Vermögensgegenstände erfolgswirksam
aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung des
Sonderpostens werden mit den Abschreibungen saldiert Die
Rückstellungen werden nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung für alle am
Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen und Risiken
gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlauf-zeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit
dem Nettobetrag ausgewiesen.
Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag
für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen,
ist ein
passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.
C.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist dem
Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage diesem Anhang
beigefügt ist.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr.
Sonderposten für Investitionszuschüsse
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse
umfasst ausschließlich Fördermittel des Landes
Sachsen-Anhalt aus der öffentlichen Finanzierungshilfe
an die gewerbliche Wirtschaft im Rahmen der
Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur" (GRW).
Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten
Rückstellungen für Gewerbe- und
Körperschaftsteuer.
Verbindlichkeiten
Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 7.468 (Vorjahr:
TEUR 6.058), davon bestehen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0)
gegenüber Kreditinstituten, TEUR 96 (Vorjahr: TEUR
770) gegenüber verbundenen Unternehmen und TEUR 1.628
(Vorjahr: TEUR 12) gegenüber Gesellschaftern.
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe
von TEUR 9.582 (Vorjahr: TEUR 15.854), davon bestehen TEUR
26 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber Kreditinstituten.
Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 669 sind
durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen von TEUR 96 beinhalten ausschließlich
Weiterberechnungen aus dem Leistungsaustausch der Firmen
der Schlote-Gruppe.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im
Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Mietkauf von
Sachanlagenvermögen in Höhe von TEUR 13.908
(Vorjahr: TEUR 19.228). Der Betrag wird unter diesem Posten
ausgewiesen, weil der Finanzierer kein Kreditinstitut ist.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 3.612 (Vorjahr TEUR
2.881).
Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch zusammen
mit anderen Konzernunternehmen für eine gemeinsam
nutzbare Kreditlinie bei einer Großbank. Die
Inanspruchnahme der Kreditlinie durch andere
Konzernunternehmen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 4.989
(Vorjahr TEUR 281). Das Risiko aus den
Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen zu werden,
wird aufgrund der geordneten wirtschaftlichen
Verhältnisse des Konzerns als gering
eingeschätzt.
D.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in
Höhe von TEUR 3.750 (Vorjahr TEUR 3.704) beinhalten
planmäßige Abschreibungen, die um Erlöse
aus der Auflösung des Sonderpostens aus
Investitionszuschüssen von TEUR 537 (Vorjahr TEUR 448)
reduziert sind.
E.
Sonstige Angaben
Zahl der Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne
Geschäftsführer und Auszubildende) beträgt
108 (Vorjahr 124), davon 89 (Vorjahr 109) gewerbliche
Mitarbeiter.
Mitglieder der Geschäftsführung
Alleiniger Geschäftsführer ist Herr
Jürgen Schlote, Diplom-Ökonom, Harsum.
Es wird von der Befreiungsvorschrift des § 286
Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Mutterunternehmen
Die Gesellschaft ist im Sinne des § 290 HGB ein
Tochterunternehmen der Schlote Holding GmbH. Der
Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der Schlote Holding GmbH einbezogen. Der
Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht.
Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses
war die ganze Welt noch immer gefangen von den Auswirkungen
der Corona-Pandemie, die es so in dieser Intensität
lange Zeit vorher niemals gegeben hat. Im 1. Quartal 2022
führte der aufgrund steigender Corona Infektionen in
Shanghai dort verhängte Lockdown zu weiteren
Verzögerungen in der Belieferung vieler Bereiche. Wenn
auch die Schlote-Gruppe hiervon nicht unmittelbar betroffen
war, sind etliche weitere Abrufrückgänge unserer
Kunden hierauf zurückzuführen. Die Situation ist
geprägt von einer Verunsicherung über die
künftige Entwicklung, sei es durch das
Käuferverhalten oder sei es durch den ebenfalls
Corona-bedingten Mangel an Electronic-Chips, der auch im 2.
Quartal 2022 erneut zu weiteren Abrufrückgängen
unserer Kunden führte. Zusätzlich zu diesen seit
über 2 Jahren bestehenden Unsicherheiten durch die
Corona Krise begann im Jahr 2022 der Krieg gegen die
Ukraine. Die ersten Auswirkungen sind in sehr hohen
Energiepreisen, einer sprunghaft gestiegenen Inflation und
einem steigenden Zinsniveau bereits spürbar. Inwieweit
diese Situation zu einer allgemeinen Verunsicherung und
damit zu einer Kaufzurückhaltung führt, ist heute
noch nicht absehbar. Die Befürchtung weiterer
Materialengpässe oder Lieferkettenstörungen durch
diesen furchtbaren Krieg haben sich aktuell jedoch noch
nicht bewahrheitet.
Wir haben Anfang Juni 2022 mit einem Kunden
Kompensationszahlungen für Leerkosten bereits
erfolgreich verhandeln können, andere Verhandlungen
stehen noch aus. Weiterhin ist unser Handeln geprägt
durch striktes Kostenmanagement und eine scharfe
Kostenkontrolle. Durch intensive Kommunikation mit Kunden
und Lieferanten haben wir eine weitest gehende
Synchronisierung von Zahlungszielen erreichen können.
Darüber hinaus haben wir eine hausinterne Untersuchung
über die Positionierung der Schlote-Gruppe im
aktuellen Umfeld anhand der vorhandenen und in Verhandlung
befindlichen Aufträge Ende April 2022 vorgenommen.
Hieraus ergibt sich aus Sicht der
Geschäftsführung eindeutig, dass die
Schlote-Gruppe nach wie vor absolut richtig positioniert
ist und bereits eine starke Stellung im Weltmarkt für
den Bereich der E-Mobility erreichen konnte.
Wir gehen unverändert von einer positiven
Fortführungsprognose unserer Unternehmensgruppe aus
und sind der Überzeugung, dass wir mit dem Bündel
aller Maßnahmen (Kostensenkungen,
Prozessoptimierungen, Verhandlungen mit Kunden und
Lieferanten, bereits bewilligter WSF III Tranche von EUR 10
Mio. und bewilligter Überbrückungshilfe IV Antrag
für März und April 2022) diese wahrlich hohe
Herausforderung der Corona-Pandemie und auch des Krieges in
der Ukraine meistern können. Dennoch besteht zum
derzeitigen Zeitpunkt eine wesentliche Unsicherheit
hinsichtlich der Dauer und des Umfangs, die nicht
vollumfänglich abschätzbar ist. Sollte der
Geschäftsverlauf deutlich negativer oder länger
noch von der aktuellen Situation beeinflusst werden, als
wir aktuell erwarten, bestünde eine wesentliche
Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der Tätigkeit
aufwerfen könnten und dass die Gesellschaft
möglicherweise nicht in der Lage wäre, im
gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine
Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu
begleichen.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem
Jahresüberschuss von EUR 599.791,26.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft
schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue
Rechnung vorzutragen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses
lag der Beschluss über die Ergebnisverwendung noch
nicht vor. Die Ergebnisverwendung wird gem. § 325 Abs.
1b Satz 2 HGB gesondert offengelegt.
Harzgerode, den 29. Juni
2022
gez.
Jürgen Schlote
Beschluss über die Verwendung des
Jahresergebnisses:
Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den
Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 in Höhe
von EUR 599.791,26 auf neue Rechnung vorzutragen.
Anlagespiegel
A.
|
Anlagevermögen
|
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
(historisch)
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
|
|
31.12.2021
|
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
139.377,86
|
71.667,83
|
0,00
|
211.045,69
|
|
Summe I
|
139.377,86
|
71.667,83
|
0,00
|
211.045,69
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
33.428,25
|
0,00
|
0,00
|
33.428,25
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
35.813.544,35
|
130.308,58
|
0,00
|
35.943.852,93
|
3.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
463.865,95
|
78.916,02
|
17.646,50
|
525.135,47
|
|
Summe II
|
36.310.838,55
|
209.224,60
|
17.646,50
|
36.502.416,65
|
|
Gesamt
|
36.450.216,41
|
280.892,43
|
17.646,50
|
36.713.462,34
|
A.
|
Anlagevermögen
|
Abschreibungen
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Stand
|
|
|
01.01.2021
|
|
|
|
31.12.2021
|
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
89.864,86
|
51.495,83
|
0,00
|
0,00
|
141.360,69
|
|
Summe I
|
89.864,86
|
51.495,83
|
0,00
|
0,00
|
141.360,69
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.468,25
|
2.758,00
|
0,00
|
0,00
|
7.226,25
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
7.863.852,35
|
3.608.374,58
|
0,00
|
0,00
|
11.472.226,93
|
3.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
134.099,08
|
87.587,02
|
6.304,50
|
0,00
|
215.381,60
|
|
Summe II
|
8.002.419,68
|
3.698.719,60
|
6.304,50
|
0,00
|
11.694.834,78
|
|
Gesamt
|
8.092.284,54
|
3.750.215,43
|
6.304,50
|
0,00
|
11.836.195,47
|
A.
|
Anlagevermögen
|
Buchwert
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
|
31.12.2021
|
30.12.2020
|
|
|
€
|
€
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
69.685,00
|
49.513,00
|
|
Summe I
|
69.685,00
|
49.513,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
26.202,00
|
28.960,00
|
2.
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
24.471.626,00
|
27.949.692,00
|
3.
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
309.753,87
|
329.766,87
|
|
Summe II
|
24.807.581,87
|
28.308.418,87
|
|
Gesamt
|
24.877.266,87
|
28.357.931,87
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2022 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
Die Gesellschaft hat von den
Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB Gebrauch
gemacht. Wir weisen gem. § 328 Abs. 1a HGB darauf hin,
dass sich der offen gelegte Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers auf den vollständigen
Jahresabschluss bezieht.
An die Schlote Harzgerode GmbH, Harzgerode
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Schlote Harzgerode
GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schlote
Harzgerode GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember
2021 und · ermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Besondere
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" im Anhang, sowie die
Angaben im Abschnitt D des Lageberichts "Chancen-, Risiko-
und Prognosebericht", in denen die gesetzlichen Vertreter
beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der
erfolgreichen Umsetzung eines Bündel an
Maßnahmen (Kostensenkungen, Prozessoptimierungen,
Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten, bereits
bewilligten WSF III Tranche von 10 Mio. € und
Überbrückungshilfe IV für März und
April 2022) abhängig ist. Wie im Abschnitt "Besondere
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" im Anhang sowie die
Angaben im Abschnitt D des Lageberichts "Chancen-, Risiko-
und Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, deuten
diese Ereignisse und Gegebenheiten, i.W. durch die Corona
Pandemie und den Ukraine Krieg ausgelöst, auf das
Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko
im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar stellt.
Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses
Sachverhalts nicht modifiziert.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hannover, den 29. Juni
2022
Gehrke
Econ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Olaf Goldmann, Wirtschaftsprüfer
gez.
Stephan Hachmeyer, Wirtschaftsprüfer
|