PAZIA TREND GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Albert seit 27.7.2022 | Prokura |
Tobias Joch seit 16.12.2021 | Geschäftsführer |
Stephan Müller seit 3.8.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rebecca Müller | 49.99% |
Meliha Benzenhöfer | 49.99% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
inovex GmbHPforzheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtInhaltsübersicht 1. Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Situation 2. Berichterstattung über die Branchensituation 3. Rohertrag- und Auftragsentwicklung 4. Dienstleistungsangebot 5. Investitionen 6. Finanzierungen 7. Personal- und Sozialbereich 8. Umweltschutz 9. Ertragslage 10. Vermögenslage 11. Finanzlage 12. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten 13. Chancenbericht 14. Prognosebericht (für die Geschäftsjahre 2024 und 2025) 15. Berichterstattung über bestehende Zweigniederlassungen 1. Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Situation Die weltweite Wirtschaftsleistung zeigt sich im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 nur wenig verändert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) weist für das gesamte Jahr 2023 beim weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Plus von 3,2 % aus, also ein ähnliches Wachstum wie im Jahr 2022. Für das Jahr 2024 rechnet der IWF ebenfalls mit einem Plus von 3,2 %, für 2025 mit dem gleichen Wert (Stand: April 2024). Die Weltwirtschaft wächst somit nach Einschätzung des IWF stetig, aber auf einem niedrigen Niveau. (Quelle: World Economic Outlook des IWF, 04/2024) Die wirtschaftliche Entwicklung im europäischen Wirtschaftsraum hat sich deutlich abgeschwächt. Während die Wirtschaft der EU-Länder 2022 noch um 3,5 % wuchs, kam die Entwicklung im Jahr 2023 bei nur 0,4 % Wachstum fast zum Stillstand. Für das laufende Jahr 2024 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab - die Prognosen rechnen bestenfalls mit einem Wachstum von 1,0 %. Erst 2025 könnte sich die Lage etwas verbessern, mit einem dann erwarteten Wirtschaftswachstum zwischen 1,4 % und 1,6 %. (Quellen: EU-Konjunkturmonitor des Statistischen Bundesamts, 06/2024; Wirtschaftsprognose Frühjahr 2024 der Europäischen Kommission, 05/2024) Die deutsche Wirtschaft konnte nach einem Plus von 1,8 % im Jahr 2022 im Berichtsjahr 2023 beim BIP nur noch ein Minus von -0,3 % verzeichnen, wie das Statistische Bundesamt meldet. Für das Jahr 2024 geht man von einer nur sehr schwachen Erholung im Bereich von 0,1 % bis 0,2 % aus. Analog zur leicht positiven Entwicklungsprognose für Europa im Jahr 2025 rechnen die meisten Analysen dann wieder mit einem etwas höheren Wachstum im Bereich um 1,0 %. (Quellen: Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2008 bis 2023 und Prognose des ifo-Instituts bis 2025, 03/2024; Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 2023 des Statistischen Bundesamts, 05/2024; Economic forecast for Germany der Europäischen Kommission, 05/2024) 2. Berichterstattung über die Branchensituation Der Branchenverband BITKOM weist für das Jahr 2023 im Software-Markt ein Plus von rund 9,6 % gegenüber 2022 aus. Damit liegt dieser Teilmarkt sehr deutlich über dem gemittelten Gesamttrend für Informationstechnik (IT-Hardware, Software, IT-Services), die nur um 2,2 % gewachsen ist. Der Anstieg der IT-Services ist dabei mit 5,1 % schwächer ausgefallen als im Jahr 2022 (8,5 %). Im Jahr 2024 soll das Software-Segment laut BITKOM weiterhin gut mit ca. 9,4 % wachsen (IT-Services: 4,8 %). Die Nachfrage nach IT-Hardware ist im Jahr 2023 stark eingebrochen (-5,4 %), soll sich aber im Jahr 2024 wieder auf das Niveau von 2022 steigern (4,6 %). Im Durchschnitt soll der Informationstechnik-Markt 2024 um 6,1 % wachsen, getrieben vom Wachstum im Software-Segment. (Quelle: ITK-Marktzahlen des BITKOM, 01/2024) 3. Rohertrag- und Auftragsentwicklung Trotz sinkender Nachfrage infolge der angespannten wirtschaftlichen Situation im Europäischen Raum hat sich der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,4 Prozent erhöht. Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2023 beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 3.361 (Vorjahreswert: T€ 4.627). Diesem Trend werden wir durch strategische Investitionen, u. a. in Marketing, Vertrieb und der Erschließung neuer Branchen entgegenwirken. Es ist aber bereits absehbar, dass die Sicherung der Nachfrage auch in 2024 eine zentrale strategische Frage bleiben wird. Der Auftragsbestand weist, unserer allgemeinen positiven Geschäftssituation entsprechend, weiterhin eine gute Auslastungsquote aus, die aber durch die Vielzahl an negativen Einflussfaktoren zu einer Zurückhaltung bei Investitionen wegen unternehmerischer Unsicherheit geführt hat. Unsere Stabilität ist jedoch nicht gefährdet, weil sich viele Aufträge über längere Zeiträume erstrecken und die Profitabilität der Projekte unverändert hoch ist. Außerdem zeigen die strategischen Maßnahmen bereits erste Erfolge und es gelingt uns zunehmend, neue Kunden trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zu gewinnen. 4. Dienstleistungsangebot Die inovex GmbH positioniert sich als innovations- und exzellenzorientiertes IT-Projekthaus mit dem Leistungsschwerpunkt »Digitale Transformation«. Wir unterstützen Unternehmen umfassend bei der Digitalisierung und Agilisierung ihres Kerngeschäfts sowie bei der Realisierung von neuen digitalen Geschäftsideen. Unser Portfolio reicht von klassischen digitalen Kerndisziplinen wie Web Platforms und Mobile Apps inklusive Interface Design und Backend Services über verschiedenste analytische Anwendungen (Business Intelligence, Big Data, Machine Learning, Data Science) bis hin zu neueren digitalen Trends wie (Industrial) Internet of Things und Artificial Intelligence sowie »hardware-näheren« Innovationen wie Edge bzw. Embedded Computing. Selbstverständlich entwickeln wir auch die vollautomatisierten Cloud-Infrastrukturen, auf denen diese digitalen Lösungen im DevOps-Modus betrieben werden, wir modernisieren vorhandene Anwendungen (Replatforming) und wir härten Systeme gegen Angriffe von außen (Security). Außerdem begleiten wir unsere Kunden auch in den frühen Phasen ihrer Digitalisierungsvorhaben durch Workshops und Trainings. Mit dieser Aufstellung bieten wir einen umfassenden und lückenlosen Leistungskatalog rund um die Digitalisierung und Agilisierung von Unternehmen. Mit unserem Portfolio adressieren wir Unternehmen, die auch auf den zunehmend digitalisierten Märkten erfolgreich agieren möchten und dafür ihre Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse digital anreichern oder grundlegend transformieren müssen. Ein zweiter Kundentyp sieht in innovativen digitalen Technologien und Devices die Chance, neue Wertschöpfungsmodelle zu realisieren, die ohne die Digitalisierung nicht denkbar wären, etwa im Bereich der Konvergenz von Onlinemedien, mobilen Medien und TV-Medien oder im Bereich der digitalen Gesundheitsdienstleistungen. Durch unser integriertes Dienstleistungsangebot realisieren wir eine Ende-zu-Ende-Strategie, d. h. wir bieten Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalen Transformation stellen, eine lückenlose Lieferkette: angefangen bei der Analyse und Bewertung des Status Quo und der Konzeption und Priorisierung geeigneter Transformationsprojekte über die eigentliche IT-System-Entwicklung bis hin zum Betrieb der neuen Systeme im Data Center und zur Schulung der Anwender. Damit gewährleisten wir ein einheitliches Projektverständnis vom Kickoff bis zum Rollout, ein konsistentes Datenmanagement, eine sehr hohe funktionale Qualität, eine optimale Anwenderakzeptanz und eine lange System-Lebensdauer - und damit einen hervorragenden Return on Investment (ROI) für unsere Auftraggeber. Innerhalb dieser Ende-zu-Ende-Lieferkette werden einzelne Bausteine ausgetauscht, sobald wir erkennen, dass bestimmte Technologien durch verbesserte Lösungen ersetzt werden können. Genauso prüfen wir ständig, ob die Verfeinerung oder Ergänzung von Angeboten inhaltlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der grundsätzliche Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und damit unser zentrales Leistungsversprechen bleiben immer stabil, weil wir stets darauf abzielen, unseren Auftraggebern innovative, »schlüsselfertige« Gesamtlösungen mit hoher Qualität und einem optimalen ROI zu liefern. Damit wir unser Exzellenzversprechen aufrechterhalten können, betreiben wir in verschiedenen Kontexten innovationsorientierte Forschung und Entwicklung. Dazu gehören unsere thematisch fokussierten »Innovation Circles« mit Research-Budgets für rund 20 Technologie-Cluster, das Technologielabor »inovex Lab«, die Betreuung der Forschungsarbeiten von zahlreichen Studierenden, die bei uns angestellt sind, ein Weiterbildungsbudget für alle Angestellten sowie gemeinsame Weiterbildungstage in den operativen Technologie-Teams. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir für diese F&E-Maßnahmen insgesamt rd. Mio.€ 2,9 aufgewendet (Vorjahreswert: rd. Mio.€ 3,3). Wir beschäftigen zum Ende des Jahres 2023 im F&E-Bereich 3 Mitarbeiter:innen in Vollzeit sowie 61 Nachwuchskräfte, also Studierende aus technischen Disziplinen (Vorjahr: 97 Nachwuchskräfte). 5. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden von inovex Investitionen von insgesamt T€ 467 getätigt. Die Investitionen entfallen im Wesentlichen auf die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Dies betrifft überwiegend die technische Ausstattung der Mitarbeiter:innen. 6. Finanzierungen Der Finanzmittelbedarf im Geschäftsjahr 2023 wurde vollständig aus Eigenmitteln gedeckt. 7. Personal- und Sozialbereich Der Personalstand bei den Mitarbeiter:innen mit Berufserfahrung hat sich zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2023 nur minimal verändert: Am 31. Dezember 2023 waren insgesamt 451 aktive Mitarbeiter:innen beschäftigt (383 Mitarbeiter:innen mit Berufserfahrung; 68 Studierende, Auszubildende und Aushilfen). Ende 2022 betrug der Personalstamm 490 aktive Mitarbeiter:innen (388 Mitarbeiter:innen mit Berufserfahrung; 102 Studierende, Auszubildende und Aushilfen). Wir haben neben dem operativen Personal, das in unseren IT-Projekten eingesetzt wird, auch weitere perspektivische Positionen in den internen Bereichen geschaffen (vor allen Dingen in den Bereichen »People & Culture« und Sales), um unser weiteres Wachstum zu unterstützen. Unser Personalstand ist das Resultat einer breit angelegten, langfristigen Personalgewinnungs- und Personalbindungsstrategie, die einerseits auf einer differenzierten Ansprache von Nachwuchskräften und erfahrenen Fachleuten, andererseits auf einer sehr persönlichen Wertschätzung und Betreuung aller Mitarbeiter:innen aufbaut. Die wichtigste Ressource dieser Strategie ist ein attraktives Arbeitsplatzangebot, das die praktische Anwendung innovativer Technologien und Methoden bei namhaften Kunden mit einem soliden und sympathischen Arbeitsumfeld kombiniert. Damit gewinnen wir hochtalentierte und hochqualifizierte neue Mitarbeiter:innen und halten gleichzeitig die Fluktuationsquote auf einem Niveau, das auf der Hälfte des branchenüblichen Durchschnitts von rund 20 % liegt. (Quelle: Information Services Group (ISG), März 2022) 8. Umweltschutz Wir orientieren uns sowohl in der IT-Projektarbeit als auch beim Betrieb unserer eigenen Infrastruktur (technische Gebäudeausstattung, ITK etc.) an nachhaltigen Energieeffizienz-Zielen, die wir in der IT-Projektarbeit z. B. durch die Virtualisierung von Rechenzentrumsressourcen oder bei unserer eigenen Infrastruktur durch sensorgesteuerte Beleuchtungstechnik erreichen. Außerdem werden alle uns bekannten umweltrechtlichen Vorschriften beachtet. Darüber hinaus setzt sich ein interdisziplinäres Team mit der Frage auseinander, wie wir noch nachhaltiger und umweltbewusster wirtschaften können, und entwickelt konkrete Ideen für Maßnahmen zur weiteren Steigerung unserer Nachhaltigkeit. 9. Ertragslage Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von T€ 4.785 erzielt, das sich um T€ 1.974 gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.759) reduziert hat. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 3.361 (Vj.: T€ 4.627). Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass wir dank unserer intensiven Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung eine Forschungszulage des Bundes in Höhe von T€ 246 erhalten haben. 10. Vermögenslage Die Bilanzsumme von inovex hat sich im Vorjahresvergleich um T€ 101 auf T€ 14.055 verringert. Da laufende Kundenprojekte in regelmäßigen Abrechnungsperioden als Teilleistungen auf Basis des Projektfortschritts abgerechnet werden, bestehen unter den Vorräten sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag kaum offene Leistungen. Stattdessen werden die abgerechneten Aufträge unter den Forderungen abgebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen valutieren zum Bilanzstichtag mit einem Bestand von T€ 6.889 (Vj.: T€ 9.124). Zum 31. Dezember 2023 wird ein positives Eigenkapital in Höhe von T€ 8.168 (Vj.: T€ 7.657) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag rund 58,1 %. 11. Finanzlage Die stabile Finanzlage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 wurde über den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gewährleistet. a. Finanzierungsanalyse Die Summe der liquiden Mittel erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um T€ 1.402 auf T€ 3.966. b. Investitionsanalyse Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt T€ 441 (Vj.: T€ 655) in Sachanlagen investiert. c. Liquiditätsanalyse Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 4.773 (Vj.: T€ 3.861). Der Anstieg erklärt sich aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.234 von 9.124 T€ im Jahr 2022 auf 6.889 T€ im Jahr 2023. Gegenläufig hat sich ein geringeres Jahresergebnis ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 betrug T€ -467 (Vj.: T€ -654). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiterhin eine hohe Stabilität aufweist, auch wenn die besonders starken Leistungsmarken aus den Jahren 2020 und 2021 noch nicht wieder erreicht worden sind. Im Geschäftsjahr 2023 konnte, wie auch in den Vorjahren, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen ohne Verzögerung nachgekommen werden. 12. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Unternehmensstrategische Risiken Als unternehmerisches Risiko sind die weiteren, bereits seit vielen Jahren etablierten Dienstleister der Branche zu nennen, die ihre Märkte verteidigen und den Preisdruck im Bereich der informationstechnologischen Dienstleistungen weiter erhöhen werden. Durch die intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden und durch unsere Investitionen in die Technologiebeobachtung und -bewertung erkennen wir Innovationen an den Absatzmärkten und zukünftige Anforderungen an unsere Projekte rechtzeitig und beziehen sie systematisch in die Planung ein. Personalrisiken inovex zeichnet sich durch eine vertrauensbasierte Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien aus. Auf jeder Ebene ist eigenverantwortliches Denken und Handeln gefordert. Die von uns für die zukünftige Entwicklung gesetzten Ziele basieren auf der Annahme, dass der Bedarf an Fach- und Führungskräften angesichts dieser Maßnahmen in zufriedenstellendem Maße gedeckt werden kann. Durch unseren effizienten Recruiting-Prozess, den wir über mehrere Jahre speziell für die Gewinnung anspruchsvoller, im IT-Markt sehr gefragter Mitarbeiter:innen optimiert haben, sind wir grundsätzlich sehr gut in der Lage, den Personalbedarf zu decken, wobei wir keine qualitativen Eingeständnisse machen würden, falls nicht hinreichend viele geeignete Talente identifiziert werden sollten. In diesem Fall würden wir unsere Wachstumsziele entsprechend anpassen, denn die Risiken, die wir uns durch nicht hinreichend qualifizierte Mitarbeiter:innen im Projektgeschäft einhandeln würden, sind nicht vertretbar. Zusammenfassung der Risikosituation Die Folgen des anhaltenden Ukraine-Krieges für die weltweite, für die europäische und für die deutsche Wirtschaft, speziell auch im IT-Dienstleistungssektor, sind in ihrem letztendlichen Ausmaß und ihrer Nachhaltigkeit nur schwer einzuschätzen. Gestörte Lieferketten, protektionistische Tendenzen auf der makroökonomischen Ebene und eine Zurückhaltung bei Investitionen wegen unternehmerischer Unsicherheit sind noch drei weitere Faktoren, die sich unmittelbar negativ auswirken. Die Konjunkturprognosen insgesamt sind folglich aktuell nicht sehr optimistisch, was sich auch auf inovex als Unternehmensdienstleister auswirken dürfte. Auf der Grundlage uns heute bekannter Informationen sind aber keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand von inovex gefährden würden. Über das übliche Maß hinausgehende Preisänderungs- und Ausfallrisiken, denen inovex ausgesetzt ist, bestehen nicht. Entsprechend unserer Unternehmensgröße und Organisation haben wir eine unternehmensinterne Kommunikation sowie interne Kontrollsysteme, die eine Minimierung der genannten Risiken gewährleistet. 13. Chancenbericht inovex ist seit 25 Jahren ein etablierter Anbieter in den Bereichen IT-Beratung, Software-Entwicklung und angrenzende IT-Dienstleistungen, die weiterhin Wachstums- und Ertragspotenzial bieten. Alle Bereiche der Organisation sind darauf ausgerichtet, entsprechende Chancen zu identifizieren, zu analysieren und konsequent zu nutzen, um die Marktposition auch zukünftig zu sichern. Den beschriebenen Risiken stehen unsere Stärken gegenüber, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, Ergebnis- oder Liquiditätsentwicklung haben können. Chancen ergeben sich für inovex im Wesentlichen aus • unserem breiten Kundenportfolio, das eine Vielzahl voneinander unabhängiger Branchen umfasst • der wachsenden medialen Aufmerksamkeit und der anhaltenden Nachfrage nach unseren IT-Dienstleistungen im Umfeld der »Digitalen Transformation« • der Optimierung und Automatisierung betrieblicher Prozesse • dem hervorragend ausgebildeten und hochmotivierten Personal • unserer langjährigen Tradition und unseren Dienstleistungen, welche die hohen Ansprüche unserer Kunden stets erfüllen • unseren strategischen Maßnahmen im Hinblick auf die Personalgewinnung und -bindung sowie die Kundengewinnung und -bindung, mit denen wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen. Weitere Chancen werden sich aus den eingangs genannten strategischen Investitionen ergeben: • Erschließung neuer Branchen wie Medical IoT und Energiewirtschaft • Verstärkung unseres Leistungsangebots im Bereich Beratung und Strategieentwicklung. Entsprechend der Unternehmensgröße und Organisation hat inovex eine unternehmensinterne Kommunikation sowie ein Chancenmanagement, das eine Maximierung der genannten Chancen gewährleistet. 14. Prognosebericht (für die Geschäftsjahre 2024 und 2025) Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute für das deutsche BIP gehen für das Jahr 2024 von einem faktischen Nullwachstum und für 2025 von einem schwachen Wachstum in Höhe von maximal 1,0 % aus. Für den Bereich der Informationstechnik in Deutschland wird für das Jahr 2024 gleichzeitig ein Wachstum von 6,1 % prognostiziert, was uns als IT-Dienstleister grundsätzlich Wachstumschancen über dem Durchschnitt der Gesamtkonjunktur eröffnet. Die schwache Gesamtkonjunktur und die daraus resultierende Unsicherheit bei unseren Kunden lassen aus unserer Sicht aber dennoch nur verhaltene Prognosen für unsere eigenen Ergebnisse zu. Aufgrund unserer derzeitigen Auftragslage und unter Berücksichtigung der Einschätzungen vieler Wirtschaftsforschungsinstitute gehen wir für das Jahr 2024 beim Umsatz und beim Rohertrag von einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2023 aus. Wir sind aber optimistisch, dass unsere strategischen Konsolidierungsmaßnahmen greifen werden, und planen daher, im Jahr 2025 wieder zweistellig mit einer sich gleichzeitig auch wieder verbessernden Umsatzrendite zu wachsen. 15. Berichterstattung über bestehende Zweigniederlassungen inovex unterhält neben dem Hauptsitz in Pforzheim sieben inländische Niederlassungen in Karlsruhe, München, Köln, Hamburg, Stuttgart, Erlangen und Berlin.
Pforzheim, den 31. Oktober 2024 inovex
GmbH
gez. Stephan Müller, Geschäftsführer gez. Tobias Joch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen ab Geschäftsjahr 2023 wieder als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen (im Vorjahr: große Kapitalgesellschaft). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen Der Genossenschaftsanteil wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zur verlustfreien Bewertung werden bei Bedarf entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Diese enthalten die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und des nachlaufenden Skontoaufwands ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 1 % gebildet. Pensionsverpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt Rückstellungen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. C. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu den Restlaufzeitvermerken
Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde in den Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 4.780.947,29 (Vorjahr: EUR 3.004.075,57) einbezogen. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt in jedem Geschäftsjahr der sich aus der Anpassung des Durchschnittsbildungszeitraums zur Feststellung des maßgeblichen Abzinsungssatzes ergebende Differenzbetrag einer Ausschüttungssperre. Zur Bestimmung dieses Betrages ist der Erfüllungsbetrag zu ermitteln, der sich unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,74 % ergibt. Der Erfüllungsbetrag bei einem Rechnungszins von 1,74 % beträgt EUR 3.199.915, der handelsrechtliche Erfüllungsbetrag EUR 3.170.305. Demnach unterliegt der Ausschüttungssperre ein Betrag in Höhe von EUR 29.610. Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Gewährleistungsverpflichtungen, Rückstellungen für Berufsgenossenschaft und KVJS sowie Kosten für zukünftige steuerliche Außenprüfungen. Angabe zu den Restlaufzeiten/Verbindlichkeitenspiegel
Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte
Unsere Gesellschaft hat die Büroräume an den verschiedenen Standorten angemietet. Diese Gestaltung dient der Verbesserung unserer Eigenkapitalquote. Dem steht ein Liquiditätsnachteil bezüglich der Mietaufwendungen über die mehrjährigen Vertragslaufzeiten gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.111 sonstige finanzielle Verpflichtungen (insb. aus Kfz- und Fahrrad-Leasingverträgen). D. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Stephan Müller (Diplom-Ingenieur) sowie Herrn Tobias Joch (Diplom-Informatiker) geführt. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Unterschriften der Geschäftsführung
Pforzheim, den 31. Oktober 2024 gez. Stephan Müller, Geschäftsführer gez. Tobias Joch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die inovex GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der inovex GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der inovex GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gem. § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Pforzheim, 31. Oktober 2024 AWP
Treuhand GmbH
H. Bischoff, Wirtschaftsprüfer M. Eska, Wirtschaftsprüfer |
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