Markgraf GmbH Bauunternehmung
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christiane Prof. Dr. Fritze seit 20.11.2025 | Geschäftsführer |
Liborius Gräßmann seit 11.9.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rainer Markgraf Stiftung -Stiftung des bürgerlichen Rechts-Eigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Markgraf Familien GmbHBayreuthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 BIS 30. SEPTEMBER 2023
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Muttergesellschaft Markgraf Familien GmbH, Bayreuth, wurde am 5. Juli 2014 gegründet und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bayreuth unter der Nummer HRB 5982 eingetragen. Der Konzernabschluss der Markgraf Familien GmbH zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert (§ 275 Abs. 2 HGB). Sofern es der Übersichtlichkeit diente, haben wir bei Wahlrechten Angaben in den Konzernanhang verlagert. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Bezeichnungen der mit arabischen Zahlen versehenen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind wegen der Besonderheiten der Branche bei Bedarf entsprechend geändert worden (§ 265 Abs. 6 HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, wobei die Bewertung in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Zum Bilanzstichtag wird gegebenenfalls eine Anpassung an den niedrigeren Stichtagskurs vorgenommen. Soweit die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt, wird der entsprechende Posten gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung des auf fremde Währung (CZK) lautenden Abschlusses der W. Markgraf stav s.r.o ., Cheb, Tschechien, wurde gemäß § 308a HGB durchgeführt. Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Aufgrund der Neubewertung des Eigenkapitals der W. Markgraf GmbH & Co KG ergaben sich Hinzuaktivierungen bei Grund und Boden mit TEUR 2.862 und Gebäuden mit TEUR 6.609. Der nach Abzug von latenten Steuern und dem Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter verbleibende Mehrwert wurde in Höhe von TEUR 5.684 in die Kapitalrücklage eingestellt. Konzerninterne Transaktionen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen wurden im Rahmen der Schulden- bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Sofern das Konzernergebnis von Gewinnen und Verlusten zwischen den einbezogenen Unternehmen beeinflusst ist, werden diese Zwischenergebnisse eliminiert. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind - unter Berücksichtigung obiger Hinzuaktivierungen im Rahmen der Erstkonsolidierung - zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände (= Computer-Software) werden unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei Jahren linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) vermindert um planmäßige (und außerplanmäßige) Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear (pro rata temporis) ermittelt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet worden, soweit nicht am Bilanzstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorlag und deshalb eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB veranlasst war. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 255 Abs. 4 HGB bewertet. Die nicht abgerechneten Bauten sind mit den Herstellungskosten oder mit den niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Werten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzelkosten zuzüglich eines Zuschlags für angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Steuerlich nicht aktivierungspflichtige Gemeinkosten werden nicht einbezogen. Ein niedrigerer beizulegender Wert berücksichtigt vorhersehbare Verluste aus Bauaufträgen; bei der verlustfreien Bewertung sind die Selbstkosten auf Vollkostenbasis angesetzt. Abschlagszahlungen auf erbrachte Teilleistungen sind bis zur Höhe der aktivierten Bauten in Ausführung sowie der hierfür geleisteten Anzahlungen an Nachunternehmer abgesetzt. Im Übrigen erfolgt ihr Ausweis im Passivposten "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen". Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Ansatz erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden auf Basis des versicherungsmathematischen Gutachtens nach der Projected Unit Credit Method (PUC) ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Darüber hinaus werden Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen - Anteilsbesitz Neben der Muttergesellschaft sind die folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:
* Die Anteile werden von der W. Markgraf GmbH
& Co KG gehalten.
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die 100 %-Beteiligung an der Markgraf GmbH Bauunternehmung gemäß § 296 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist Komplementärin der W. Markgraf GmbH & Co KG, Bayreuth. III. Erläuterungen zum Konzernabschluss 1. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel anbei dargestellt. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um ein Darlehen an die Gesellschafterin. Umlaufvermögen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Größere Beträge unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Ansatz der Pensionsrückstellungen erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die WIMA Gesellschaft für Wirtschaftsmathematik mbH, München, beauftragt. Laut Gutachten wurden folgende Bewertungsprämissen angewandt:
Die Rückstellungen wurden auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre bilanziert. Die Differenz zur Höhe auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 7 Jahre (1,63 % p.a.) beträgt EUR 101.808 und ist ausschüttungsgesperrt.
Sonstige Rückstellungen Die Position enthält im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Personalaufwendungen und Nachlaufkosten abgerechneter Aufträge. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von TEUR 10.314 (VJ: TEUR 4.432). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 722 (VJ: TEUR 442). Aktive und passive latente Steuern auf Einzelabschlussebene wurden nicht gebildet. Aus der Neubewertung des Anlagevermögens im Rahmen der Erstkonsolidierung der W. Markgraf GmbH & Co KG ergab sich eine Aufstockung des Bilanzwertes für Gebäude in Höhe von TEUR 6.609. Hierauf wurde ein Bilanzposten für passive latente Steuern in Höhe von TEUR 902 gebildet. Basis der Berechnung war ein Gewerbesteuersatz von 13,65 %. Zum Bilanzstichtag belief sich der Posten auf TEUR 659, nachdem im Geschäftsjahr planmäßig TEUR 27 ertragswirksam aufgelöst wurden. 2. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 0 (VJ: TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 0 (VJ: TEUR 0) enthalten. Zinsertrag Die Erträge aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen überwiegend aus dem Garantiebereich werden im Finanzergebnis ausgewiesen (TEUR 92, VJ: TEUR 73). Abschreibungen auf Finanzanlagen Wie im Vorjahr wurden bei Wertpapieren im Berichtsjahr Abschreibungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 685 (VJ: TEUR 847) vorgenommen. Zinsaufwand Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen (TEUR 103, Vj: TEUR 98). Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 13 (Vj: TEUR 0) im Zinsaufwand enthalten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Konzernbilanzgewinn nach Verrechnung mit dem Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Sonstige Angaben 1. Auftragsbestände An den Bilanzstichtagen waren folgende Auftragsbestände vorhanden:
2. Eventualverbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestanden gemäß § 251 HGB nicht angabepflichtige Bürgschaften von externen Avalgebern gegenüber Auftraggebern und Nachunternehmern in Höhe von TEUR 174.940. Sie gliedern sich wie folgt:
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverträge für Fahrzeuge mit einer Laufzeit von jeweils 48 Monaten. Die Verträge reichen derzeit bis ins Jahr 2027 und betragen rund TEUR 1.677 pro Jahr. 4. Beschäftigte Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 1.044 Mitarbeiter, die sich in folgende Gruppen aufgliedern:
5. Geschäftsführung Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren zum Bilanzstichtag:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. 6. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftjahr 2022/2023 setzt sich wie folgt zusammen:
7. Nachtragsbericht Seit dem Abschlussstichtag 30. September 2023 liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, über die zu berichten wäre.
Bayreuth, den 28. Juni 2024 Liborius Gräßmann, Geschäftsführer Hans-Jochen Becker, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/2023
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 30. SEPTEMBER 2023
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 BIS 30. SEPTEMBER 2023
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. OKTOBER 2022 BIS 30. SEPTEMBER 20231. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell Die Markgraf Familien GmbH mit Sitz in Bayreuth wurde am 5. Juli 2014 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und die Verwaltung von gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen. Der Konzern ist entstanden durch die Einbringung von 66,8 % der Anteile an der W. Markgraf GmbH & Co KG am 17. September 2014. Neben der Muttergesellschaft sind die folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die 100 %-Beteiligung an der Markgraf GmbH Bauunternehmung gemäß § 296 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist Komplementärin der W. Markgraf GmbH & Co KG und selbst nicht operativ tätig. Sie ist für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung. Alle Unternehmen im Konzern weisen ein einheitliches Geschäftsjahr mit Stichtag 30. September auf. Im Geschäftsjahr 2022/2023 der W. Markgraf GmbH & Co KG Bauunternehmung, Bayreuth, belief sich deren Gesamtleistung auf EUR 381,4 Mio. und der Jahresüberschuss auf EUR 16,3 Mio. Das Eigenkapital zum 30. September 2023 betrug EUR 68,4 Mio. Die W. Markgraf GmbH & Co KG Bauunternehmung, Bayreuth, hält wiederum 100 % der Anteile an der W. Markgraf stav s.r.o., Cheb, Tschechien. Diese betreibt ein Betonfertigteilwerk zur Unterstützung des bestehenden Werkes am Standort Immenreuth. Im Geschäftsjahr 2022/2023 der W. Markgraf stav s.r.o. betrug deren Gesamtleistung EUR 5,6 Mio. (Vorjahr: EUR 6,9 Mio.). Da die Markgraf Familien GmbH als Mutterunternehmen selbst nicht operativ tätig ist, wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nahezu vollständig durch das Zahlenwerk der W. Markgraf GmbH & Co KG Bauunternehmung dominiert. Die weiteren Ausführungen zum Geschäftsverlauf beziehen sich deshalb im Wesentlichen auf den Geschäftsverlauf der W. Markgraf GmbH & Co KG Bauunternehmung. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 schwierig. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukts (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Im Euroraum war hingegen insgesamt ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu verzeichnen. Laut Statistischem Bundesamt haben sich im Jahr 2023 neben dem bereits länger bestehenden Fachkräftemangel die weiterhin hohen Baukosten und die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen ausgewirkt. Betroffen war in erster Linie der Hochbau, während die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte. Bei den Bauinvestitionen stellt das Statistische Bundesamt im Jahr 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 % fest. Im Jahr 2023 wurden die Leitzinsen durch die EZB bis einschließlich September in mehreren Schritten um weitere 2,0 % auf 4,5 % angehoben, was zu deutlich höheren Bauzinsen geführt hat. Davon wurde insbesondere der Wohnungsbau gebremst. Positive Signale kamen jedoch vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an der hohen Nachfrage bei den energetischen Sanierungen liegen dürfte. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (zdb) sieht wegen der markant verschlechterten Rahmenbedingungen einen Rückgang des Umsatzes um real 5,5 % im Jahr 2022 und um real 5,3 % im Jahr 2023. Wegen voller Auftragsbücher zum Jahresbeginn entwickelte sich der Wohnungsbau mit einem Umsatzrückgang von 4,5 % im Jahr 2022 demnach etwas besser als andere Bereiche der Baubranche. Der Rückgang von Baugenehmigungen um rund 27 % belastete im Jahr 2023 den Wohnungsbau jedoch. Nominal sank der Umsatz im Wohnungsbau 2023 um 5,7 % und real um 11,9 %. Der Wirtschaftsbau ist insbesondere von den Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft geprägt. Die vorherrschenden Unsicherheiten und die Baukostenentwicklung bremsten die Nachfrage im Jahr 2022, wodurch der Umsatz um real 5 % zurückging. Aufgrund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen zeigte das Jahr 2023 einen weiteren Rückgang von real 1,3 %. Der öffentliche Bau konnte insbesondere im Bereich der Infrastruktur 2022 seine Zielvorgaben nicht erreichen. Bei den entsprechenden Umsätzen wurde vom zdb ein Rückgang für 2022 von real 6 % und für 2023 eine weitere Verringerung von rund 1 % berechnet. Die hohe Inflation macht sich auch in der Baubranche bemerkbar. Bereits von November 2020 bis November 2021 waren die Preise laut statistischem Bundesamt im Wohnungsbau um 14,4 % gestiegen. Im November 2022 wurde eine Preissteigerung von 16,9 % im Wohnungsbau, 17,6 % für gewerbliche Betriebsgebäude, 17,8 % für Bürogebäude und 19,3 % im Straßenbau gemessen. Diese Preissteigerungen gehen überwiegend auf die Weitergabe der erhöhten Material- und Energiepreise zurück. Von November 2022 bis Februar 2023 erhöhten sich die Baupreise um weitere 2,7 %. Im weiteren Verlauf des Jahres 2023 war der Anstieg der Baupreise wie auch die allgemeine Inflation rückläufig. In der Baubranche erhöhten sich ab April 2022 die Tarife verschiedener Lohngruppen um 2,2 % (West) bzw. 2,8 % (Ost). Zum 1. April 2023 folgte eine weitere Tariferhöhung um 2,0 % bzw. 2,7 %. Darüber hinaus gab es eine tarifliche Einmalzahlung im Juni 2023 von EUR 450 je Beschäftigtem. Weiterhin stiegen die Preise für Leistungen von Nachunternehmen, auf welche oftmals von größeren Bauunternehmen zurückgegriffen wird. Hier hat sich im Laufe des Jahres 2023 jedoch nachfragebedingt die Verfügbarkeit von Leistungen verbessert. Die weltpolitische Lage hat sich seit Ende Februar 2022 aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine stark verändert. Insbesondere aufgrund der vorgenannten Preissteigerungen an den Energie- und Rohstoffmärkten sowie der anhaltenden Gefahr von Beschaffungsengpässen sind in zahlreichen Volkswirtschaften weiterhin hohe wirtschaftliche Schäden zu verzeichnen. Der Verlauf der Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Konjunktur auch unter Berücksichtigung weiterer geopolitischer Krisen sind derzeit nicht zuverlässig abzuschätzen. Daher ist eine Beurteilung der Folgen für die Bauwirtschaft ebenfalls mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. b) Geschäftsverlauf Der Konzern hatte im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Anstieg der Umsatzerlöse um rund 7,4 % auf EUR 377,1 Mio. zu verzeichnen, nach EUR 351,0 Mio. im Vorjahr. Die betriebliche Gesamtleistung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 %, nach einem Rückgang um 3,5 % im Vorjahr. c) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug die betriebliche Gesamtleistung EUR 381,0 Mio. (VJ: EUR 398,6 Mio.) inkl. halbfertiger Bauten. Die schlussgerechneten Umsatzerlöse betrugen EUR 377,1 Mio. gegenüber den EUR 351,0 Mio. des Vorjahres. Davon entfielen auf den Hochbau rund EUR 280 Mio. (VJ: EUR 267 Mio.) und auf den Tiefbau rund EUR 97 Mio. (VJ: EUR 84 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge (u. a. aus der Auflösung von nicht mehr erforderlichen Rückstellungen, Erstattungen aus Bauleistungsversicherungen und Erlöse aus Anlageverkäufen) betrugen EUR 11,2 Mio. (VJ: EUR 2,4 Mio.). Unsere Großprojekte konzentrierten sich auf die Ballungszentren München, Berlin, Hamburg und Frankfurt sowie auf die Heimatregion Nordbayern. Der Auftragsbestand zum 30. September 2023 betrug EUR 427 Mio. (VJ: EUR 447 Mio.), davon Hochbau EUR 332 Mio. (VJ: EUR 358 Mio.) und Tiefbau EUR 95 Mio. (VJ: EUR 89 Mio.). Markgraf hat im Berichtsjahr 71,0 % der Umsatzerlöse für die Beschaffung von Material und Fremdleistungen aufgewendet. Das entspricht einem Einkaufsvolumen von rund EUR 268 Mio. (VJ: EUR 276 Mio.). Davon betragen die Nachunternehmer(NU)-Leistungen EUR 201 Mio. (VJ: EUR 208 Mio.). Im Fokus stehen optimale Beschaffungsprozesse, ein qualifiziertes Lieferantenmanagement sowie eine konsequente Auswahl leistungsfähiger und finanzstarker Nachunternehmer. Hierbei setzen wir unser Augenmerk auf eine möglichst langfristige und für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Personalaufwand hat sich bei einer leichten Steigerung der Mitarbeiterzahlen und aufgrund der tarifvertraglichen Vereinbarungen auf EUR 82,0 Mio. (VJ: EUR 76,4 Mio.) erhöht. Ab April 2022 waren die Tarife verschiedener Lohngruppen um 2,2 % (West) bzw. 2,8 % (Ost), sowie ab April 2023 um weitere 2,0 % bzw. 2,7 % gestiegen. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur betrieblichen Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und liegt bei 21,5 % (VJ: 19,2 %). Die operativen Ergebnisse sind sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau wie im Vorjahr weiterhin sehr gut. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit hat sich auf einem hohen Niveau gehalten und beläuft sich auf TEUR 17.064 (VJ: TEUR 17.468). d) Finanzlage Der Konzernjahresüberschuss im Jahr 2022/2023 beträgt TEUR 11.559 (VJ: TEUR 14.686). Die Erträge aus Finanzanlagen und Zinsen betrugen TEUR 1.186 (VJ: TEUR 233) vor Steuern. Der Konzern hatte mit Stand 30. September 2023 Bankguthaben von TEUR 44.783 (VJ: TEUR 32.295) sowie Wertpapiere im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 62.432 (VJ: TEUR 62.962). Das Eigenkapital zum 30. September 2023 beträgt TEUR 80.145 (VJ: TEUR 74.917). Die Eigenkapitalquote beträgt somit 34,9 % (VJ: 36,6 %) der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 229.532 und ist gegenüber dem Vorjahr um 12,21 % gestiegen. Die Aufwendungen für Abschreibungen in 2022/2023 beliefen sich auf TEUR 6.702 (VJ: TEUR 6.748). Auf Grund der bereits durchgeführten und im Geschäftsjahr 2023/2024 geplanten Investitionen ist per 30. September 2024 mit Aufwendungen für Abschreibungen in Höhe von ca. EUR 7,1 Mio. zu rechnen. Unsere Großinvestitionen basieren auf einem auf fünf Jahre ausgerichteten Investitionsplan. Außer den in der Bauwirtschaft üblichen Bürgschaftsverpflichtungen für Vertragserfüllung und Gewährleistung aus Bauverträgen bestehen wie bisher keine kurz-, mittel- oder langfristigen Bankverbindlichkeiten. Ein ausreichender Avalrahmen steht dem Konzern zur Verfügung. Die Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 9.049 (VJ: TEUR 7.446). Hierbei entfiel der Großteil der Investitionen auf Zukäufe von Baumaschinen für den Hoch- und Tiefbau, darunter neue Hydraulikbagger, Radlader und Container sowie auf die Baumaßnahmen am neuen Standort des Unternehmens in Kemnath. Weitere Ersatzinvestitionen im Bereich Güter- und Personentransport sowie Investitionen im Bereich IT, kamen hinzu. Die Investitionen dienen zur Produktivitätssteigerung und Technologieverbesserung und stehen zudem unter den Gesichtspunkten der Energieeffizienz sowie Schonung der Umwelt. Sie wurden in voller Höhe aus Eigenmitteln finanziert. Um Spitzen abzudecken, werden wir weiterhin vom Baugerätemietmarkt Gebrauch machen. Ziel ist, unsere Baustellen und unser Personal mit modernster technischer Ausstattung zu unterstützen. Weiterhin gilt es, die stets strenger werdenden technischen Vorschriften und Umweltauflagen zu erfüllen. Bei den bilanzierten Wertpapieren unseres Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 62.432 handelt es sich hauptsächlich um festverzinsliche Wertpapiere und nur zu einem geringen Anteil um Zertifikate und ähnliche Anlagen. Die Finanzanlagen entsprechen der im Februar 2016 ins Leben gerufenen konservativ ausgerichteten Anlagerichtlinie. Diese steht unter dem Motto: "Sicherheit vor Rendite!" Aufgrund der volatilen Kapitalmärkte waren jedoch Wertberichtigungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 685 vorzunehmen. Der Konzern weist einen hohen Bestand an liquiden Mitteln auf und besitzt keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dies ist als sehr positiv zu bewerten. Die ausgegebenen Bürgschaften von externen Avalgebern gegenüber Auftraggebern und Nachunternehmern zum 30. September 2023 betragen TEUR 174.940 (VJ: TEUR 185.897), wovon TEUR 146.536 (VJ: TEUR 158.987) auf den Hochbau und TEUR 28.404 (VJ: TEUR 26.910) auf den Tiefbau entfallen. Es bestehen keine Wechselverpflichtungen. Für die Dienstwagenflotte bestehen jährlich Leasingverbindlichkeiten von TEUR 1.677. Es gibt keine stillen und fremden Gesellschafter sowie keine andere Form der Fremdfinanzierung. e) Vermögenslage Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben gegenüber dem Vorjahr durch Investitionen um TEUR 2.015 auf TEUR 50.236 zugenommen. Der Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens ist hauptsächlich durch die vorgenannten Abschreibungen um TEUR 530 zurückgegangen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 26.753 auf TEUR 38.805 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 26.739 (VJ: TEUR 26.419) erhöht. Die Veränderungen resultieren überwiegend aus stichtagsbedingten Effekten in Bezug auf einzelne Bauprojekte. Wie in den Vorjahren wird weiterhin ein aktives Working Capital Management betrieben. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich mit TEUR 2.868. f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren - Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtleistung, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 17.629 bzw. 4,4 % auf TEUR 381.011 gesunken ist und damit etwas unter den Erwartungen liegt, stellt einen bedeutenden finanziellen Leistungsindikator und eine zentrale Steuerungsgröße des Unternehmens dar. Die Umsatzerlöse stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,4 % und liegen nun bei TEUR 377.060 (VJ: TEUR 351.043), wobei für diese Veränderung stichtagsbezogene Effekte aus der Fertigstellung von Bauprojekten ausschlaggebend waren. Bei den halbfertigen Baustellen ist zum Bilanzstichtag eine Zunahme des Bestands um TEUR 835 gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 war eine Zunahme des Bestands um TEUR 46.899 erfolgt. Das Ergebnis vor Steuern als weiterem bedeutenden finanziellen Leistungsindikator verbesserte sich von TEUR 17.701 im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 18.251 im abgelaufenen Berichtszeitraum. Auch aufgrund der weiteren Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern ist der Geschäftsverlauf des Berichtsjahres aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend. - Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist im Wesentlichen die wiederum in der Gesamtleistung als bedeutendem finanziellen Leistungsindikator gemessene Bauleistung einschließlich der enthaltenen NU-Leistungen zu nennen. Die Quantifizierung erfolgt im Rahmen der oben dargestellten Gesamtleistung. - Arbeitnehmerbelange Hoch qualifizierte und überdurchschnittlich engagierte Mitarbeiter sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg unseres Konzerns. Unsere künftige Entwicklung wird von der Frage abhängen, ob wir auch weiterhin in der Lage sind, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu akquirieren, auszubilden und im Konzern zu binden. Markgraf hat seine Präsenz bei den technischen Fachhochschulen, den Universitäten, den Real- und Mittelschulen sowie in den sozialen Medien weiter erhöht. Durch begleitende und unterstützende Maßnahmen wollen wir die Hochschulabgänger frühzeitig an unseren Konzern binden. Die innerbetrieblichen Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen der gewerblichen Mitarbeiter und des Managementnachwuchses sind ein wichtiger Bestandteil zur Steigerung und Erhaltung unserer Wettbewerbskraft und werden verstärkt durchgeführt, was nicht nur in Coronazeiten häufig online erfolgt. Attraktive Karrierechancen verbunden mit leistungs- und ergebnisorientierter Entlohnung sind Garanten für hoch motivierte Mitarbeiter. Zum 30. September 2023 betrug die Beschäftigtenzahl unserer Stammbelegschaft 1.054 Mitarbeiter einschließlich Auszubildende und BA-Studenten und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (VJ: 1.039 Mitarbeiter). Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren bei Markgraf insgesamt 80 Auszubildende und BA- Studenten (VJ: 72) in unterschiedlichen Berufen beschäftigt. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und dem Wirtschaftsausschuss war konstruktiv. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Prognosebericht Der stabile Gesamtauftragsbestand unseres Unternehmens lässt bei einer insgesamt schwachen Baukonjunktur einen dennoch positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 erwarten. Wir planen eine Gesamtleistung per 30. September 2024 von ca. EUR 410 Mio. bei einer gleich bleibenden Umsatzrentabilität. Die Ergebniserwartung ist jedoch abhängig von der planmäßigen Fertigstellung der Projekte, einer konstanten Auslastung sowie vom Eintreffen der aktuellen Ergebnisprognosen der einzelnen Baustellen. Wir erwarten vor diesem Hintergrund ein stabiles Ergebnis vor Steuern etwa in Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022/2023. Wir sind uns bei der Prognose darüber bewusst, dass die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Inflation sowie der hohen Finanzierungszinsen hinsichtlich der Folgen für die Bauwirtschaft auch für das laufende Geschäftsjahr nicht in Gänze kalkulierbar sind. Bislang zeigt sich jedoch, dass Markgraf trotz erschwerter Rahmenbedingungen auch im Jahr 2023 stabil wirtschaften konnte. Wir erwarten dies auch für das Jahr 2024. Schwebende Verfahren und erkannte Risiken aus der Bauabwicklung sind vollständig wertberichtigt bzw. in den Rückstellungen abgebildet. Aus laufenden oder zu erwartenden Rechtsstreitigkeiten sehen wir derzeit keine wesentlichen Risiken auf Markgraf zukommen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 sind Investitionen von ca. EUR 37 Mio. geplant, wobei der neue Standort in Kemnath einen Schwerpunkt bildet. Durch die breite Streuung unseres Leistungsportfolios sehen wir uns in der Lage, auch auf etwaige Schwankungen in einzelnen Teilbereichen rechtzeitig reagieren zu können. Markgraf erwartet bei der Mitarbeiterzahl im Jahr 2024 bedingt durch die insgesamt gute Auslastung einen stabilen Beschäftigtenstand und will sich auch künftig mit einem ansprechenden Leistungsangebot als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. b) Risikobericht Risikomanagementsystem: Die W. Markgraf GmbH & Co KG Bauunternehmung wendet im Hause ein integriertes Managementsystem (Markgraf Führungssystem) an. Bestandteile dieses Systems sind Qualitätsmanagement (ISO 9001:2015), Arbeitssicherheitsmanagement (ISO 45001:2018), Umweltmanagement (ISO 14001:2015), Energiemanagement (ISO 50001:2018) und ein Wertemanagement (EMB Bau). Angesichts der zunehmenden Bedrohungslage für Unternehmen in Bezug auf Cyber-Kriminalität hat die Unternehmensgruppe Markgraf im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Informationssicherheitsmanagement (ISO 27001:2013) eingeführt. Ein striktes strategisches Risikomanagement bei der Auftragsauswahl sowie permanente Überprüfungen der operativen Prozesse während der Ausführung lassen Abweichungen von den Soll-Zuständen zeitnah erkennen und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen können schnell in die Wege geleitet werden. Anstehende Großprojekte durchlaufen bereits in der Kalkulationsphase eine spezielle Risikobetrachtung und bedürfen vor der Angebotsabgabe einer expliziten Genehmigung durch die Geschäftsführung. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse, Verantwortlichkeiten und Auswahl der Führungskräfte und Mitarbeiter sind so definiert, dass durch ein laufendes Reporting und Controlling eine korrekte und zeitnahe Berichterstattung aller geschäftlichen Transaktionen und Risiken gewährleistet ist. Risiken: Insbesondere bei neuen Bauprojekten besteht immer ein Restrisiko von unkalkulierbaren Risiken, welche etwa durch äußere Gegebenheiten auftreten. So können beispielsweise witterungsbedingte Umstände zu bauzeitlichen Verzögerungen führen, die wiederum steigende Kosten nach sich ziehen. Die Baubranche hatte insbesondere in den letzten beiden Kalenderjahren mit Lieferengpässen bei verschiedenen Gruppen von Baumaterial zu kämpfen. Auch die gestiegenen und weiterhin steigenden Energiepreise führen zu Belastungen bei den Produktionskosten. Komplexen Risiken rund um Auftragsauswahl bzw. Auftragsabwicklung mit den je nach Bauvorhaben zu beurteilenden technischen Risiken, wie beispielsweise Baugrund, Geologie, Bauverfahren, Technologie, Baumaterialien, Geräte, Planung oder Arbeitsvorbereitung wird durch intern festgelegte Standards und Prozesse entgegengewirkt, um dadurch Verlustprojekte zu vermeiden. Risiken im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens werden durch eine laufende Finanzplanung und kontinuierliche Statusberichte minimiert. Die Einhaltung der kaufmännischen Grundsätze wird durch die Fachbereiche Rechnungswesen und Controlling sichergestellt. Risiken im Bereich der Informationstechnik, wie beispielsweise dem unberechtigten Datenzugriff bzw. Datenmissbrauch, wird im Rahmen der vorhandenen Digitalisierungsstrategie durch ein Sicherungskonzept Rechnung getragen. Umweltrisiken werden durch Maßnahmen im Rahmen des Umweltmanagements minimiert. Wesentlichen Personalrisiken, wie Engpässe bei der Personalbeschaffung, Fachkräftemangel und personelle Fluktuation, wird mittels nachhaltiger und bedarfsorientierter Personalentwicklung gegengesteuert. Durch gezieltes Recruiting qualifizierter Fach- und Führungskräfte, umfassende Weiterbildungsmaßnahmen und angemessener monetärer Vergütung sollen Personalrisiken möglichst weitgehend reduziert werden. Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben seit Februar 2022 bereits vorher zu Tage getretene Risiken verstärkt, wie etwa Preissteigerungen bei Baumaterialien oder Energierohstoffen. Außerdem wurden Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten bislang als vergleichsweise gering eingestuft wurden, deutlich wahrscheinlicher bzw. haben sich bereits realisiert und zeigen negative Auswirkungen auf die Baubranche und damit auch auf unseren Konzern. Hier ist vor allem das Auslaufen der Niedrigzinspolitik der EZB zu nennen. Die Steigerungen der Leitzinsen und damit auch der Zinsen für Investitionsfinanzierungen belasten die Baubranche insbesondere im Wohnungsbau und im gewerblichen Bau. c) Chancenbericht Chancen: Trotz der derzeitigen Entwicklungen mit erschwerten Rahmenbedingungen bleibt weiterhin hoher und sogar steigender Bedarf im Bereich des Wohnungsbaus. Durch die zunehmende Urbanisierung sowie dem Anstieg der Bevölkerungszahl und dem damit stets steigenden Bedarf an Wohnraum, welcher vor allem in Ballungszentren rar ist, aber auch die Entwicklung, dass die Familien wieder aufs Land ziehen, begünstigt auch durch die neuen Formen des mobilen Arbeitens, sind die Aussichten für das Baugewerbe in diesem Bereich weiterhin als gut zu qualifizieren. Zudem wird diese Entwicklung durch die von der Bundesregierung verfolgte "Wohnungsbau-Offensive" weiter gefördert. Insgesamt wird die Branche von der hohen Nachfrage nach Maßnahmen zur energetischen Sanierung bei Bestandsimmobilien auch aufgrund der Versorgungsrisiken sowie der Preisentwicklung bei Heizenergie profitieren. Im Bereich des öffentlichen Baus bzw. der Infrastruktur sind die Erwartungen der Branche zum aktuellen Zeitpunkt eher verhalten. Mit dem "Bundesverkehrswegeplan 2030" hat die Bundesregierung jedoch ein Investitionsvolumen von ca. EUR 270 Mrd. geplant, das vor allem in den Bereichen des Straßen- und Schienenbaus, in welchen Markgraf ebenfalls aktiv ist, investiert werden soll. Die derzeitigen Auftragsvergaben in diesem Bereich zeigen für Markgraf weiterhin eine solide Positionierung. Falls sich Investitionen in diesem Bereich zeitlich etwas nach hinten verlagern sollten, gehen wir dennoch von einer Umsetzung der geplanten Projekte aus. Auch das Thema Klimawandel und die damit verbundene stets zunehmende Nachfrage nach energieeffizienter Bauweise lassen in Zukunft auch in diesem Marktsegment steigende Umsatzzahlen erhoffen.
28. Juni 2024 Liborius Gräßmann, Geschäftsführer Hans-Jochen Becker, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Markgraf Familien GmbH, Bayreuth Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Markgraf Familien GmbH, Bayreuth, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Markgraf Familien GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 18. Juli 2024 DR.
KLEEBERG & PARTNER GMBH
Dr. Petersen, Wirtschaftsprüfer ppa. Plankensteiner, Wirtschaftsprüfer Billigung Konzernabschluss Der Konzernabschluss zum 30. September 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung der Markgraf Familien GmbH am 30. Juli 2024 gebilligt. |
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