Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 19226
Eingetragen
23.12.1976
Branche
Reparatur und Instandhaltung von sonstigen zivilen Beförderungsmitteln a. n. g.Reparatur und Instandhaltung von zivilen Schiffen, Booten und YachtenReparatur und Instandhaltung von Maschinen
Gegenstand
Die Reparatur und die Bearbeitung von Schiffs- und stationären Motoren, insbesondere japanischer Herkunft, sowie die technische Beratung von Reedereien, ferner der Import, Export und Handel mit technischen Artikeln mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Becker
seit 3.8.2012
Geschäftsführer
Sandra Henning
seit 2.10.2008
Prokura
Geschäftsführer
Stefan Dr. Gall
seit 14.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

55.00% identifiziert45.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
45.00%
R***** M****** B*****
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Stefan Gall
Hamburg
46.800 €
45.00%
Kommanditgesellschaft Fisser & v. Doornum GmbH & Co.
Germany
46.800 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nippon Diesel Service GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.581,20 1
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 31.279,44 15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.403,56 87.683,00 58
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 451.410,25 451
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 5.984.676,40 4.416
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.617.027,92 4.653
2. Sonstige Vermögensgegenstände 38.766,35 2.655.794,27 62
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 718.055,65 1.195
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.795,36 20
9.921.996,13 10.871

PASSIVA

31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 104.000,00 104
II. Kapitalrücklage 102.258,38 102
III. Gewinnrücklagen 258.659,38 259
IV. Gewinnvortrag 3.685.797,52 3.952
V. Jahresüberschuss 674.391,60 4.825.106,88 233
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 164.219,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 828.626,02 992.845,02 776
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 617.473,08 354
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.420.801,68 5.061
3. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern: € 26.107,43 (i.V.: T€ 2)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.513,62 (i.V.: T€ 3) 65.769,47 4.104.044,23 30
9.921.996,13 10.871

*) Betrag unter € 500,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 5.132.755,51 4.557
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.467.289,42 2.267
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 344.515,86 2.811.805,28 284
- davon für Altersversorgung: € 17.138,36 (i.V.: T€ 18)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.988,56 30
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.370.795,53 1.425
- davon aus der Währungsumrechnung: € 855.388,80 (i.V.: T€ 866)
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 250
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.434,41 5
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 241.611,38 61
8. Ergebnis nach Steuern 676.120,35 235
9. Sonstige Steuern 1.728,75 2
10. Jahresüberschuss 674.391,60 233

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Allgemeines

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister eingetragen unter HRB 19226.

Der Jahresabschluss der Nippon Diesel Service GmbH, Hamburg, - im Folgenden kurz NDS genannt - für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen erfolgen linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Auf die Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens wurden die Jahresabschreibungen zeitanteilig verrechnet.

Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden linear auf 20 Jahre, bei der Lagerhalle linear auf 14 Jahre. Die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear zwischen drei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Computerhardware und Betriebs- und Anwendersoftware wird auf einem Jahr abgeschrieben.

Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens werden gemäß den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden, soweit die Beträge zwischen € 800,00 und € 1.000,00 liegen, in einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Die Vorräte werden zu den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach dem last in first out (LiFo) Prinzip.

Für überalterte und ungängige Vorräte werden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos (bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) werden Pauschalwertberichtigungen von 1 % bis 3 % gebildet.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten sind Rückstellungen in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen berücksichtigen dabei den Erfüllungsbetrag.

Für bekannte Garantieansprüche werden Rückstellungen in Höhe der voraussichtlich anfallenden Kosten gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Gewährleistungsrisikos wurde darüber hinaus eine pauschale Rückstellung auf der Grundlage der garantiebehafteten Umsätze von 0,1 % gebildet.

Die Rückstellung für Abrissverpflichtungen erfolgt ratierlich bis zum Ende der Pachtzeit im Jahre 2035. Eine Aufzinsung erfolgt im Rahmen der Zuführung zu der Rückstellung.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Grundlage für die Währungsumrechnung sind die Wechselkurse der europäische Zentralbank, Frankfurt am Main.

II. EINZELANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in dem Anlagespiegel auf Blatt 8 dargestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalten die Beteiligung an Laser Cladding Singapore PTE LTD. NDS ist mit 22 % an der Gesellschaft beteiligt, deren Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 SGD 949.232,00 (umgerechnet: T€ 650) beträgt.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Gewinn von TSGD 183 (umgerechnet: T€ 125).

Vorräte

Die Vorräte betreffen Waren, die im Lager in Hamburg erfasst werden.

Forderungen

Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Unter den Guthaben bei Kreditinstituten ist zum Stichtag ein Betrag von TEUR 20 enthalten, über den die Gesellschaft nicht frei verfügen kann (liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung). Das verpfändete Guthaben dient zur Absicherung von Einfuhrabgaben zugunsten des Hauptzollamtes Hamburg.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen T€ 829 (i.V.: T€ 776) bestehen unter anderem für Boni (T€ 535), für Abrissverpflichtungen (T€ 142), für Verkaufsprovisionen (T€ 26), für noch nicht genommenen Urlaub (T€ 38) sowie für Garantie- und Gewährleistungen (T€ 31).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rohergebnis

Das Rohergebnis enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 888 (i.V.: T€ 986).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.371 (i.V.: T€ 1.424) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T€ 855 (i.V.: T€ 866), EDV-Kosten T€ 77 (i.V.: T€ 56), Rechts- und Beratungskosten T€ 50 (i.V.: T€ 64) und Geldverkehr T€ 49 (i.V.: T€ 49).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Verzinsung der Rückstellung für Abrissverpflichtungen.

III. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung/Vertretungsbefugnis

Die Gesellschaft hat mindestens zwei Geschäftsführer. Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Stefan Gall, Schifffahrtskaufmann, Hamburg,

Herr Dr. Michael Fisser, Kaufmann, Hamburg,

Herr Roland Becker, Kaufmann, Rosengarten.

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam vertreten oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen.

Prokura war im Geschäftsjahr erteilt an: Frau Sandra Henning, Kauffrau, Hamburg.

Die Prokuristin vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer.

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtvergütung von T€ 1.608.

Nachtragsbericht

Negative Auswirkungen aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und in Gaza haben auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft bis dato keinen gravierenden Einfluss. Die Umsatzerlöse haben sich weiter positiv entwickelt.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Krisen können die mittelfristigen Auswirkungen auf die Gesellschaft allerdings nicht zuverlässig beurteilt werden. Negative Auswirkungen sind nicht auszuschließen. Derzeit werden jedoch zumindest keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gesehen.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2023 31 (i.V.: 27) Angestellte.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den bestehenden Gewinnvortrag sowie den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 674 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 11. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Als abschließendes Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nippon Diesel Service GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nippon Diesel Service GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nippon Diesel Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 11. Juli 2024

HANSA PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Aul, Wirtschaftsprüfer

gez. Arp, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Nippon Diesel Service GmbH ist eine Handelsgesellschaft für technische Ersatzteile und für Service für die Handelsschifffahrt, insbesondere für Dieselanlagen. Zu den Kunden zählen Reedereien und sogenannte Managing Owners in Europa.

Der Anteil der Kunden in den verschiedenen Segmenten der Handelsschifffahrt war in 2023 in etwa gleichverteilt wie im Vorjahr (34 % Bulker, 20 % Tanker, 20 % Container-schiffe, 26 % Übrige).

Über die 22 %ige Beteiligung an der Laser Cladding Singapore PTE LTD, Singapur partizipiert NDS außerdem an der zukunftweisenden Technologie des Lasercladding, welche die Rekonstruktion von Bauteilen mittels Laser-Pulver-Auftrags beinhaltet. Dieses Geschäftsfeld zielt auf die gleiche Kundschaft wie im Hauptgeschäft und ist auch deshalb besonders interessant. Weiterhin sind gelaserte Komponenten preisgünstiger als Neuteile bei attraktiven Standzeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2023 setzten sich die geopolitischen Spannungen fort, vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und seine Folgen beeinflusst weiterhin die Entwicklung der Weltwirtschaft. Die als Reaktion auf den Krieg eingeleiteten Sanktionen und die damit einhergehenden hohe Preise für Energie und Rohstoffe setzten sich ebenso aus dem Vorjahr 2022 fort, was ein Hemmnis für Konjunktur, Konsum und Investitionen bedeutet.

Vor diesem Hintergrund fiel das Weltwirtschaftswachstum in 2023 mit +2,7 % wieder schwächer als erwartet aus. Die USA konnten zwar erfolgreich eine Rezession verhindern (+2,4 %) und die wichtigen Schwellenländer gerieten nicht wie befürchtet in eine Schuldenkrise, aber sowohl China (+5,2 %) als auch der Euro-Raum (+0,6 %) wiesen ein schwaches Wirtschaftswachstum auf. Dabei hat sich das deutsche Wirtschaftswachstum in 2023 besonders stark abgekühlt (-0,3 %). Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage verschlechterten sich in Deutschland die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So lag die Preissteigerung mit +5,9 % deutlich über denen anderer wichtiger Volkswirtschaften, insbesondere der USA (+4,1 %) und Chinas (+0,5 %).

In Deutschland leiden aufgrund der Energiepreiskrise besonders die energieintensiven Industriezweige unter hohen Produktionskosten.

Die globale Schwäche der Wirtschaft wirkte sich auch auf den Welthandel (-1,4 %) und den Transportsektor aus. Der für die Containerschifffahrt ermittelte Index für Zeitcharterraten NewContex schloss Ende 2023 mit 514 (i.V.: 783) Punkten und lag damit ca. 35 % unter dem Vorjahresniveau. Die Charterraten befinden sich damit nur noch knapp über dem Niveau der von 2009 bis 2020 andauernden Schifffahrtskrise.

Der Markt der Massengutfrachter unterlag in 2023 starken Schwankungen. Zum Jahresende schloss der Baltic Dry Index (BDI) bei nur noch 2.094 Punkten, nachdem er Anfang Dezember 2023 einen Jahreshöchststand von über 3.350 Punkten erreicht hatte. Der BDI lag zum Stichtag damit aber dennoch deutlich über dem Vorjahresschlusswert (1.515).

Im Bereich der Rohöl- und Produktentanker ergab sich für 2023 ein uneinheitliches Bild. Die Entwicklung der Charterraten fiel nach Größenklassen unterschiedlich aus. Während die Charterraten für die kleineren Schiffsklassen im Bereich der Produktentanker (Handy, MR, LR1, LR2) um 9 % bis 29 % fielen, war im Bereich der mittelgroßen Rohöltanker (Aframax und Suezmax) ein Anstieg um 10 % bis 29 % und für die großen Rohöltanker (VLCC) eine leicht rückläufige Entwicklung (-7 %) zu verzeichnen.

Diese Situation führte zu gestiegenen Ersatzeilpreisen bei einem anhaltend harten Wettbewerb.

2. Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr kann als insgesamt erfolgreich angesehen werden.

Im Jahr 2023 haben wir einen festen Frachtenmarkt erlebt, auch Neubau- und Second- hand-Tonnage-Preise waren höher als im Vorjahr, was insgesamt zu gestiegenen Anfragen und Einkäufen unserer Kundschaft führte. Diese positive Entwicklung im Schifffahrtsmarkt führte zu gestiegenen Umsätzen bei uns.

Der ClarkSea Index zeigte mit die besten Frachtraten seit den 2000er Jahren. Dennoch entwickelte sich der Markt dahingehend, dass es zeitnah mehr Angebot als Nachfrage geben könnte. Es scheint also geboten, mit Vorsicht die weitere Entwicklung zu beobachten.

Die Welthandelsflotte hat sich seit 2019 bis 2023 um jährlich etwa 3,4 % vergrößert.

Die geopolitisch angespannte Lage führte zu größeren Reisedistanzen in der Seeschifffahrt, was defacto mit höherem Bedarf seitens der Einkäufer gleichgesetzt werden kann.

Der japanische Yen bleibt für NDS die wesentliche Währung, insofern ist seine Entwicklung im Verhältnis zum Euro von großer Bedeutung für uns. Gegenüber dem Euro entwickelte sich der Yen schwächer, während er gegenüber dem US-Dollar an Wert zugenommen hat.

Die Laser Cladding Singapore PTE LTD erwirtschafteten in 2023 wieder einen leichten Gewinn.

Die Warenbestände in unserem Lager haben wir deutlich erhöht, um etwaigen Lieferengpässen entgegenzuwirken, was zu einer höheren Kapitalbindung geführt hat. Die Liquidität der Gesellschaft wurde hierdurch leicht belastet.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens wird vorrangig von der Entwicklung der Schifffahrt bestimmt, die sich in 2023 weiter positiv entwickelt hat. Dementsprechend hat sich das operative Geschäft der NDS ebenfalls positiv entwickelt.

a) Ertragslage

Erträge werden unverändert im Wesentlichen aus dem Handel mit Ersatzteilen für Schiffsdieselmotoren und anderen technischen Aggregaten an Bord von Seeschiffen generiert. Dabei stiegen im Berichtsjahr die Umsätze um rd. 2 % und der damit direkt zusammenhängende Materialaufwand (Wareneinkauf, Frachtkosten und Fremdleistungen für Reparaturen und Montage) sank um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dies führte zu einem im Vergleich zum Vorjahr um T€ 576 besseren Rohergebnis von T€ 5.133.

Der Personalaufwand ist um T€ 261 gestiegen. Demgegenüber sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 53 gesunken. Aufgrund des verbesserten Rohergebnisses ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um T€ 368 auf T€ 950 gestiegen. Nach Abzug von Abschreibungen auf Sachanlagen (T€ 26) sowie Zinsen (T€ 6) und Steuern (T€ 244) ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 674 (i.V.: T€ 233).

Das positive operative Ergebnis des Berichtsjahres wurde von verschiedenen Sondereffekten in Höhe von insgesamt T€ +80 positiv beeinflusst (i.V.: T€ -201). Hier sind vorrangig Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von saldiert T€ 33 (i.V.: T€ 120) sowie Erträge von saldiert T€ 47 aus der Auflösung bzw. Zuführung von Wertberichtigungen (i.V.: Aufwendungen von T€ 71 aus der Zuführung von Wertberichtigungen) zu nennen. Zudem waren im Vorjahr Abschreibungen auf Finanzanlagen (T€ 250) notwendig, die im Berichtsjahr nicht anfielen.

Nach den erheblichen, pandemiebedingten Umsatzrückgängen in 2020 bis 2022 hat sich die Situation in 2023 deutlich verbessert. So wurden einerseits unrentable Geschäftsbereiche wie auch die Niederlassung in Nantong/China abgestoßen, als auch andererseits neue Absatzbereiche im Bereich Öl & Gas erschlossen.

Das Ergebnis ist insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist insgesamt stabil. Trotz des deutlich gewachsenen Umsatzvolumens ist der Kapitalbedarf für das Working Capital, der sich aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltenen Anzahlungen zusammensetzt, insgesamt nur um T€ 911 angestiegen. Die Liquidität hat sich dementsprechend um T€ 477 auf T€ 718 vermindert (davon T€ 84 wechselkursbedingte Verminderung).

Die Gesellschaft kommt nach wie vor ohne fremde Finanzmittel aus, ist also vollständig eigenfinanziert.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf T€ 156 (i.V.: T€ 343). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf T€ -43 und betrifft Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Cash-Flow aus Finanztätigkeit beläuft sich auf T€ -506 und betrifft Ausschüttungen an die Gesellschafter sowie Zinszahlungen. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfond, der vorwiegend aus frei verfügbaren Bankguthaben besteht, um T€ 477 auf T€ 718 vermindert. Davon sind T€ 84 eine wechselkursbedingte Verminderung.

Die freie Liquidität ist ausreichend, um die Finanzierung des laufenden Betriebs sicherzustellen. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen.

c) Vermögenslage

Mit einer Eigenkapitalquote von 49 % (i.V.: 43 %) bei einer gefallenen Bilanzsumme auf T€ 9.922 (i.V.: T€ 10.871) ist die Vermögenslage insgesamt als solide zu bezeichnen.

Die Vorräte sind um T€ 1.569 auf T€ 5.985 gestiegen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen um T€ 2.036 auf T€ 2.617. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen um T€ 1.640 auf T€ 3.421. Im Übrigen haben sich die Bilanzpositionen entsprechend des Geschäftsumfangs mit entwickelt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzrendite und Cash-Flow herangezogen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 441 verbessert. Die Geschäftsführung ist mit der Gesamtentwicklung zufrieden.

Die gesamtwirtschaftliche Lage kann als stabil bzw. solide beschrieben werden.

III. Prognosebericht

Das grundlegende unternehmerische Ziel von NDS liegt in der langfristigen Festigung der Marktposition. Der Erhalt des bestehenden Kundenstammes und die Akquisition neuer Kunden stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die Vertiefung der Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten.

Wesentliche Änderungen dieser Geschäftspolitik sind nicht vorgesehen.

Der Bereich Lasercladding mit der 22 % Beteiligung an der Laser Cladding Singapore PTE LTD, Singapur, wird voraussichtlich auch in 2024 noch zu keinen Beteiligungserträgen führen, da die Beteiligungsgesellschaft nach wie vor in einer Restrukturierung befindlich ist. Für 2024 wird zwar mit einem positiven Ergebnis für die Laser Cladding gerechnet, allerdings müssen zunächst die Verlustvorträge aus den Vorjahren ausgeglichen werden, bevor Gewinnausschüttungen möglich sind.

Vor dem Hintergrund des für 2024 erwarteten schwachen Wachstums der Weltwirtschaft (+3,2 %) sowie des Welthandels (+3,0 %) wird auch für die Schifffahrt eher eine nur verhalten positive Entwicklung erwartet. Aufgrund der Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer fahren die meisten Schiffe die längere Route um das Kap der guten Hoffnung, so dass ein großer Teil der Schiffstonnage durch den Umweg länger gebunden ist und sich dadurch die Transportkapazität erheblich verknappt. Dies hat für den Container- und Tankermarkt zu deutlichen Charterratenanstiegen geführt. Sobald jedoch diese Sondersituation entfällt, werden sich die Schifffahrtsmärkte voraussichtlich wieder abkühlen.

Dementsprechend beurteilt die Geschäftsführung die weitere Entwicklung des Unternehmens vorsichtig positiv. Der verschärfte Konkurrenzdruck und der anhaltend schwache Wirtschaftsausblick trübt den grundsätzlich positiven Ausblick für NDS ein.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem positiven Ergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres gerechnet. Für die Liquiditätsentwicklung wird eine unverändert stabile Entwicklung prognostiziert.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Kundschaft von NDS besteht schwerpunktmäßig aus Unternehmen in der Handelsschifffahrt. Die Charterraten für die Schiffe können erheblich variieren. Hieraus ergeben sich deutliche branchenspezifische Risiken. Durch eine enge und langfristige Kundenbindung bei gleichzeitig niedriger Konzentration der einzelnen Kunden (kein Kunde hat einen Umsatzanteil größer 10 %) wird dieses Risiko möglichst gering-gehalten. Zudem führt die gleichmäßige Verteilung der Kunden auf die verschiedenen Segmente der Handelsschifffahrt zu einer hohen Diversifikation und Risikostreuung, da sich die einzelnen Schifffahrtssegmente unterschiedlich entwickeln. Letztlich wird auch mit dem zukunftsträchtigen Geschäft des Lasercladding auf die Gewinnung von Kunden außerhalb der Schifffahrt abgestellt.

Ertragsorientierte Risiken

Der weiter intensivierte Wettbewerb in der Branche hat unmittelbaren Einfluss auf die Ertragsstruktur der Gesellschaft. Durch die langfristige Kundenbindung sowie die sehr guten Lieferantenbeziehungen können Marktanteile gesichert werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Potentielle Währungsrisiken, welche die Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind durch die Abwicklung des Verkaufs in japanischen Yen sowie teilweise auch in USD bedingt. Da im Wesentlichen auch der Einkauf in Yen abgewickelt wird, ergeben sich diese Risiken für die nicht in Yen anfallenden Liquiditätsabflüsse.

Eine Absicherung durch (derivative) Finanzinstrumente, beispielsweise durch Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte etc., erfolgt bewusst nicht. Die Währungsrisiken sind insgesamt überschaubar bzw. beherrschbar.

Die Liquiditätslage ist insgesamt gut. Zum aktuellen Zeitpunkt beeinflussen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und vor allem des Ukraine-Krieges weiterhin die gesamte Weltwirtschaft. Allerdings scheinen die Auswirkungen der Krisen an den Märkten inzwischen eingepreist zu sein, so dass derzeit keine gravierenden bzw. zumindest keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen werden.

2. Chancenbericht

Nach Japan bestehen sehr enge und lange Beziehungen zu den wesentlichen Lieferanten. Ebenso konnte in Europa zu einer Vielzahl von Kunden ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut werden. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Schifffahrtsmärkte in den letzten drei Jahren war das Abwrackverhalten der Kunden sehr verhalten. Die bestehende Schiffflotte weist daher wieder zunehmend auch älter werdende Schiffe auf, die einen erhöhten Ersatzteilbedarf haben. Dieser Effekt ist allerdings aufgrund der Entwicklung der über zwölf Jahre andauernden Schifffahrtskrise, während der sehr viel Tonnage frühzeitig abgewrackt worden ist, bisher noch nicht so stark ausgeprägt.

3. Gesamtaussage

Die im Jahr 2023 weiterhin sehr ausgeprägten Wettbewerbsbedingungen sowie die intensive Neubauaktivität von Schiffen haben unser Geschäft zwar belebt, führen aber zu einer vorsichtigen Einschätzung der Zukunft, weil ggf. Überkapazitäten in der Schifffahrt zu geringeren Frachtraten und dadurch zu einer Verschlechterung unserer Auftragslage führen könnten.

Auf der anderen Seite geht die Geschäftsführung von einer nach wie vor gefestigten Position im Absatzmarkt aus. Die finanzielle Stabilität der Gesellschaft ist als ein weiterer wesentlicher Faktor zu nennen. In Summe wird daher zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr geblickt.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen sehr umfangreichen Kundenstamm, wobei die Forderungsausfälle sich bisher in einem überschaubaren Rahmen bewegt haben. Die Zahlungsmoral hat sich entsprechend der besseren finanziellen Situation auf Seiten der Kunden deutlich verbessert.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus wird vor dem Aufbau einer neuen Geschäftsbeziehung die Bonität des potentiellen Kunden überprüft.

 

Hamburg, den 11. Juli 2024

Nippon Diesel Service GmbH

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 141.051,97 5.500,00 3.466,18 143.085,79
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 542.427,35 20.945,82 0,00 563.373,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.876,36 16.683,79 24.058,40 326.501,75
876.303,71 37.629,61 24.058,40 889.874,92
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 701.410,25 0,00 0,00 701.410,25
1.718.765,93 43.129,61 27.524,58 1.734.370,96
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 139.981,71 2.978,06 3.455,18 139.504,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 527.723,33 4.370,40 0,00 532.093,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 275.485,49 18.640,10 24.027,40 270.098,19
803.208,82 23.010,50 24.027,40 802.191,92
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 250.000,00 0,00 0,00 250.000,00
1.193.190,53 25.988,56 27.482,58 1.191.696,51
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.581,20 1.070,26
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 31.279,44 14.704,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.403,56 58.390,87
87.683,00 73.094,89
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 451.410,25 451.410,25
542.674,45 525.575,40

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