Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 31202
Eingetragen
19.10.2011
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit WerkzeugmaschinenErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind supply chain-Dienstleistungen für Unternehmen in Europa, einschließlich Erwerb und Verkauf von Bauteilen und Komponenten sowie Zusammenbau von Bauteilgruppen zur Rationalisierung des Einkaufs- und Beschaffungswesens von Herstellern, insbesondere Original Equipment Manufacturer.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rainer Trapp
seit 22.9.2015
Geschäftsführer
Brent Cobb
seit 13.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hiawatha, IA 52233/USA, 925 N. 15th Ave
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WCI Europa GmbH

Rodenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Zeitraum 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023

WCI Europa GmbH

1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Kernkompetenzen der WCI Europa GmbH (nachfolgend "WCI EUROPA") sind die Baugruppenmontage sowie die Lieferung von Teilekits und Komponenten. Vorgenannte Kernkompetenzen des Unternehmens beinhalten im Allgemeinen auch Mehrwertdienste wie Global Sourcing, Import, Lieferantenkonsolidierung und Lagerhaltung. Der Kundenstamm der WCI EUROPA kommt aus den Bereichen Industriegüter, Konsumgüter, Landwirtschafts- und Baumaschinen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Rodenbach, Deutschland.

1.2 Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil unseres unternehmerischen Erfolgs. Nur mit motivierten und effizienten Mitarbeitern können wir unsere Geschäftsziele erreichen. Ihr Engagement und ihre Qualifikation sind die Grundlage unserer Wettbewerbsfähigkeit. Das Unternehmen legt Wert auf ein herausforderndes und attraktives Arbeitsumfeld sowie eine solide Aus- und Weiterbildung. Wir bieten unseren Mitarbeitern maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen für neue Technologien und Aufgaben. Zum Abschlussstichtag beschäftigten wir 22 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer).

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Die im Wirtschaftsbericht genannten Jahresangaben beziehen sich auf folgende Perioden:

2022: 01. November 2021 bis 31. Oktober 2022

2023: 01. November 2022 bis 31. Oktober 2023

2.1. Makroökonomische und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Nachfrage der Industriegüter-, Land- und Baumaschinenindustrie im Geschäftsjahr 2023 war konstant. Der Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie belasten aktuell das Vertrauen und die Investitionen der Unternehmen. Für das Jahr 2024 erwarten die Ökonomen eine konstante bis rückläufige Nachfrage beim privaten Konsum. In der Landwirtschaft und im Baugewerbe ist ein signifikanter Rückgang der Nachfrage erkennbar. Mit einem gleichbleibenden bis leicht fallenden BIP im unteren einstelligen Prozentbereich gegenüber 2023 wird gerechnet.

2.2. Geschäftsentwicklung der WCI Europa GmbH

2.2.1 Geschäftsverlauf im Allgemeinen

Im Berichtsjahr 2023 stagnierte der Umsatz auf Grund der stagnierenden Nachfrage.

WCI EUROPA hat das Geschäftsjahr 2023 positiv abgeschlossen, bei einer höheren Eigenkapitalquote von 68,6 % (2022: 57,8 %). Das Ergebnis vor Steuern (2023: 1.213.170,40 €) war um 280 Tsd. € höher als im Vorjahr (2022: 932.814,61 €). Alle Abteilungen haben zur positiven Geschäftsentwicklung beigetragen und das gute Ergebnis bei geringerem Umsatz des Unternehmens unterstützt.

2.2.2 Investitionen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Investitionen.

2.2.3 Ziele und Strategien

WCI EUROPA verfolgt das übergeordnete Ziel eines profitablen Wachstumskurses. Wirtschaftliches Ziel ist es, Umsatz und EBITDA weiter zu steigern.

Unser Ziel ist es hierbei, unseren Kunden den besten Service und die höchste Qualität der Dienstleistungen zu angemessenen Preisen zu bieten. Deshalb sind unsere Unternehmensziele darauf ausgerichtet, die Kundenzufriedenheit zu steigern und damit die führende Marktposition des Unternehmens zu sichern und weiter auszubauen. Zudem schreiten wir in der Kundendiversifikation weiter voran und werden hierbei u. a. verstärkt in den Konsumgütermarkt einsteigen. Eine solide Finanzstrategie ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie von WCI Europa. In diesem Zusammenhang strebt WCI EUROPA einerseits eine starke Eigenkapitalbasis und andererseits ein Gleichgewicht zwischen Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung an.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Ertragslage

Die insgesamt nachhaltige Entwicklung des Unternehmens spiegelt sich auch in einem positiven Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 wider:

in Tsd. € 2023 2022
Umsatzerlöse 19.975 20.157
Rohertrag 3.716 3.404
Sonstige betriebliche Erträge 153 98
Personalkosten -1.320 -1.333
Abschreibungen -761 -556
Sonstige betriebliche Aufwendungen -536 -642
Betriebsergebnis (EBIT) 1.252 972
Finanzergebnis -39 -39
Ergebnis vor Steuern 1.213 933
Sonstige Steuern -7 -4
Steuern vom Einkommen und Ertrag -345 -263
Ergebnis nach Steuern 861 665

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis (2022: 665 Tsd. €) erhöhte sich das Ergebnis im Berichtszeitraum 2023 um 196 Tsd. € auf 861 Tsd. € nach Steuern.

Der Personalaufwand (2023: 1.320 Tsd. €) war auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 1.333 Tsd. €). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 674 Tsd. € (davon Vorräte 235 Tsd. € und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 439 Tsd. €) betreffen einen Kunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr 536 Tsd. € und lagen um 17 % unter den Vorjahresaufwendungen (2022: 642 Tsd. €). Ursächlich hierfür sind insbesondere um 88 Tsd. € geringere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

2.3.2 Vermögenslage

Die Bilanzpositionen und Veränderungen des Vorjahreszeitraums sind den folgenden Darstellungen zu entnehmen:

Aktiva
in Tsd. €
2023 2022
Anlagevermögen 2.010 2.076
Vorräte 2.359 2.564
Forderungen und sonst. Vermögenswerte 3.167 3.188
hiervon: Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.800 2.749
hiervon: Sonstige Vermögensgegenstände und ARAP 367 439
Kassenbestand, Bankguthaben 1.123 961
Bilanzsumme 8.659 8.789

Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2023 betrug 8.659 Tsd. € und lag damit um 1,5 % unter dem Vorjahreswert (2022: 8.789 Tsd. €).

Das Anlagevermögen (2023: 2.010 Tsd. €) reduzierte sich im Berichtszeitraum um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr (2022: 2.076 Tsd. €).

Zugleich reduzierten sich die Bestände (2023: 2.359 Tsd. € / 2022: 2.564 Tsd. €) um 8 %.

Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (2023: 3.167 Tsd. €) liegen auf Vorjahresniveau (2022: 3.188 Tsd. €).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2023: 1.123 Tsd. €) sind im Zeitraum 2023 um 162 Tsd. € (16,9 %) gestiegen (2022: 961 Tsd. €).

Passiva
in Tsd. €
2023 2022
Eigenkapital 5.940 5.079
hiervon: Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.467 1.467
hiervon: Gewinnvortrag 3.612 2.947
hiervon: Jahresüberschuss 861 665
Fremdkapital 2.719 3.710
hiervon: Rückstellungen 285 309
hiervon: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.334 1.427
hiervon: Verbindlichk. Lieferungen & Leistungen 1.021 1.657
hiervon: Sonstige Verbindlichkeiten und latente Steuern 79 317
Bilanzsumme 8.659 8.789

Die Kapitalstruktur des Unternehmens wurde nachhaltig gestärkt. Das Eigenkapital liegt mit 5.940 Tsd. € um 861 Tsd. € (17 %) über dem Vorjahr (2022: 5.079 Tsd. €). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 68,6 % nach 57,8 % im Vorjahr.

Das Fremdkapital hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 26,7 % (2022: 3.710 Tsd. €) verringert (2023: 2.719 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von 1.657 Tsd. € auf 1.021 Tsd. € zurückgegangen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert insbesondere aus um 158 Tsd. € geringeren kreditorischen Debitoren sowie um 80 Tsd. € zurückgegangenen Verbindlichkeiten aus Steuern.

2.3.3 Finanzlage

WCI EUROPA ist mit Bargeld und den zugesagten Kredit- und Avallinien gut finanziert. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente machten 13 % der Bilanzsumme aus. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wurde stets durch regelmäßig eingehende Kundenzahlungen und die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sichergestellt.

Die Lieferantenverbindlichkeiten wurden innerhalb vereinbarter Fälligkeiten sowie bei entsprechender vertraglicher Vereinbarung unter Inanspruchnahme des Skontos (2023: 43 Tsd. € / 2022: 33 Tsd. €) bedient.

2.3.4 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung der WCI Europa GmbH im Geschäftsjahr 2023

WCI EUROPA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Strategie des profitablen Wachstums, bedingt durch die diversen globalen Konflikte und politischen Veränderungen, nicht fortsetzen können. Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem positiven Jahresergebnis von 861 Tsd. € nach Steuern (Vorjahr 2022: 665 Tsd. €). Die finanzielle Situation der WCI EUROPA hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt.

Die im Lagebericht des Vorjahres abgegebene Umsatzprognose (22.000 Tsd. €) wurde nicht erreicht. Das Ziel-EBITDA (1.560 Tsd. €) wurde hingegen übertroffen.

Insgesamt befindet sich das Unternehmen auf einer guten und soliden wirtschaftlichen Basis.

2.3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend werden die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:

Indikator 2023 2022 2024 Prognose
Umsatz in Tsd. Euro 19.975 20.157 19.000
EBITDA in Tsd. Euro 2.013 1.528 1.500

Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und EBITDA (= bereinigtes EBITDA vor Abschreibungen auf Umlaufvermögen). Diese ergeben sich im Jahresabschluss aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Sie werden im Monatsreporting den geplanten Werten sowie den entsprechenden Ist-Zahlen des Vorjahres gegenübergestellt und ihre Entwicklung wird ausgewertet.

3. PROGNOSE-; CHANCEN- und RISIKOBERICHT

3.1 Ausblick

Die europäische Wirtschaft wird weiterhin von politischen Unsicherheiten wie der Entwicklung des Handelsstreits zwischen der Europäischen Union, den USA und China, den Covid-19 Spätfolgen, der aktuellen Situation in der Ukraine und der sich anbahnenden Konflikte in Asien leiden. Des Weiteren beeinflussen der weltweite Klimawandel, die Energiekrise und der Fachkräftemangel in Deutschland die Industrie und das Verbraucherverhalten.

Entsprechend der Entwicklung auf europäischer Ebene sowie der lokalen politischen Rahmenbedingungen werden für den Wirtschaftsstandort Deutschland fallende Wachstumsraten erwartet.

Die anhaltenden Handelsstreitigkeiten mit den USA belasten zusammen mit den Spannungen im Chinesischen Meer und der Ukraine Krise die wirtschaftliche Entwicklung und stellen ein weiteres erhebliches Risiko für den Export getriebenen Standort Deutschland dar. Für unser eigenes Unternehmen gehen wir grundsätzlich davon aus, dass die Wachstumsdynamik im Geschäftsumfeld mit unserer Leistung übereinstimmt, jedoch aktuell gebremst wird.

Weitere Einflussgrößen sind die Energieversorgung und der Fachkräftemangel, deren weitere Auswirkungen auf den internationalen Handel und unser Geschäft nur schwer quantifizierbar sind. Wir erwarten im Jahr 2024 eine Auswirkung auf die globale Wirtschaft und insbesondere auf unsere Geschäftsaktivitäten. Durch eine weitere Diversifizierung wollen wir mittelfristig die Abhängigkeit von den Branchen Agrarwirtschaft und Baumaschinen verringern. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von ca. 19 Mio. € bei deutlich sinkenden EBITDA Niveau.

3.2 Chancen-Bericht

Chancen bieten sich auch weiterhin insbesondere im Ausbau des Vertriebs und der Neukundengewinnung. Hierfür haben wir unsere Vertriebsaktivitäten mittels einer Handelsvertretung verstärkt. Die Wachstumschancen der WCI Europa GmbH erachten wir mittel- bis langfristig als positiv und konzentrieren uns darauf, unseren Kundenstamm zu vergrößern und unser Produktangebot bei unseren derzeitigen Kunden zu erweitern.

3.3 Risiken für die zukünftige Entwicklung

Allgemeine wirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Das Geschäft von WCI EUROPA ist zwangsläufig mit Risiken in den Bereichen Investitionsgüter, Landwirtschafts- und Baumaschinen verbunden.

Wirtschaftliche und politische Risiken gefährden die gesamtwirtschaftliche und auch die branchenspezifische Entwicklung weltweit. Risiken für die Stabilität Europas ergeben sich aus den im Ausblick genannten Gründen auch aus der gesamtwirtschaftlichen Situation. Dies kann sich negativ auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten auswirken und zu entsprechenden Umsatz- und Ertragsrisiken führen.

Einkommensorientierte Risiken

Ein unmittelbares Ergebnisrisiko sehen wir derzeit nicht. Das allgemeine Ertragsrisiko beschränkt sich im Wesentlichen auf operationelle Risiken der Projektrealisierung, technologische Projektrisiken, steigende Energiekosten und allgemeine Wettbewerbsrisiken. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken und deren enges Management ist ein wesentlicher Bestandteil der Corporate Governance. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen im Rahmen jederzeit beherrschbarer Risiken zu nutzen. Die Umsätze werden derzeit mit nur wenigen, international agierenden, Kunden getätigt. Da diese Kunden jedoch weltweit auch von nahe stehenden Unternehmen der WCI EUROPA beliefert werden, wird von einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis ausgegangen, so dass ein Verlust eines Kunden zwar erhebliche Einkommenseinbußen zur Folge hätte, die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes jedoch als gering angesehen wird.

Finanzielle Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. WCI EUROPA definiert alle geplanten und Budgetziele sowie die mittelfristigen Geschäftsziele auf der Grundlage ausgewählter operativer Indikatoren. Zur Unterstützung der wertorientierten Unternehmensführung wird ein standardisiertes Steuerungssystem eingerichtet, das auch die Controlling- und Planungsprozesse des Unternehmens abbildet. Die bestehenden Kontrollsysteme sind nach unserer Einschätzung effektiv und stellen mittels der operativen und ergebnisorientierten Indikatoren den Fortbestand des Unternehmens sicher. Wir betreiben ein aktives Forderungsmanagement und eine detaillierte Kundenüberwachung durch fortlaufende Erhebung von Wirtschafts- und Kreditinformationen.

Gesamtbeurteilung

Die Risikosituation des Unternehmens hat sich nach Einschätzung des Managements gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht wesentlich verändert. Insgesamt überwiegen die Marktrisiken die unternehmensspezifischen Risiken. Dank der implementierten Strukturen und Prozesse erkennen wir frühzeitig Risikoentwicklungen und können diesen entsprechend begegnen. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikosituation des Unternehmens eine angemessene Risiko- und Chancenlage, an der sich unsere Geschäftsplanung orientiert. Zukünftige Entwicklungen, die sich nachhaltig negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rodenbach, 10. Juli 2024

Brent Cobb

Rainer Trapp

Bilanz

Aktiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.009.710,67 2.075.983,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 2.009.708,67 2.075.981,67
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.861.203,67 1.917.635,67
2. technische Anlagen und Maschinen 89.810,00 100.761,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.695,00 57.585,00
B. Umlaufvermögen 6.645.327,31 6.706.295,47
I. Vorräte 2.359.326,42 2.563.612,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.163.374,44 3.181.521,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.122.626,45 961.162,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.310,00 6.786,17
Aktiva 8.659.347,98 8.789.065,31

Passiva

31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.940.585,79 5.079.348,44
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.441.926,52 1.441.926,52
III. Gewinnvortrag 3.612.421,92 2.947.158,99
IV. Jahresüberschuss 861.237,35 665.262,93
B. Rückstellungen 284.595,66 308.699,50
C. Verbindlichkeiten 2.430.981,00 3.395.905,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.333.669,92 1.426.907,09
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.097.311,08 1.968.998,07
D. Passive latente Steuern 3.185,53 5.112,21
Passiva 8.659.347,98 8.789.065,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.11.2022 - 31.10.2023
EUR
1.11.2021 - 31.10.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.868.654,48 3.502.615,66
2. Personalaufwand 1.320.433,96 1.333.055,42
a) Löhne und Gehälter 1.065.134,60 1.095.262,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 255.299,36 237.793,15
davon für Altersversorgung 2.070,00 2.070,00
3. Abschreibungen 321.525,29 456.021,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 86.879,73 81.026,79
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 234.645,56 374.994,57
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 974.511,91 741.771,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 28.409,81 115.909,13
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.012,92 38.953,16
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 345.437,49 263.285,51
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.926,68
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.112,21
7. Ergebnis nach Steuern 867.732,91 669.529,10
8. sonstige Steuern 6.495,56 4.266,17
9. Jahresüberschuss 861.237,35 665.262,93

Anhang 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: WCI Europa GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rodenbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kaiserslautern
Register-Nr.: B 31202

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Soweit für einzelne Wirtschaftsgüter ein Investitionszuschuss gezahlt wurde, wurde dieser von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten das Berichtsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken beachtet. Effekte aus der Abzinsung einerseits und Preis- und Kostensteigerungen andererseits wurden ausgleichend und unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält diese Beträge.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von 136.994,41 EUR. Sie resultieren aus zu hoch angesetzten Vorauszahlungen auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein nicht verzinster, unbefristeter Vorschuss an einen Geschäftsführer enthalten. Dieser Betrug im Vorjahr EUR 241,35 EUR, wovon 203,98 EUR zurückgezahlt wurden. Somit verbleiben zum Stichtag 37,37 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellungen für ausstehende Rechnungen,

- Rückstellung für Jahresprämien.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel enthält Angaben über die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.333,6 94,3 1.239,3 850,4
(Vorjahr) 1.426,9 93,2 1.333,7 949,4
aus Lieferungen und Leistungen 1.021,2 1.021,2 0,0 0,0
(Vorjahr) 1.657,2 1.657,2 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 76,2 76,2 0,0 0,0
(Vorjahr) 311,8 311,8 0,0 0,0
Summe 2.431,0 1.191,7 1.239,3 850,4
(Vorjahr) 3.395,9 2.062,2 1.333,7 949,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.333.669,92 EUR durch Pfandrechte an unbeweglichen Sachen besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind besichert durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag 55.908,83 EUR (Vorjahr: 53.185,72 EUR) und sind im Bilanzposten sonstige Verbindlichkeiten enthalten.

Latente Steuern

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 3.185,53 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Auflösung um 1.926,68 EUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 15.158,44 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen einen KFZ-Leasing-Vertrag, der über 36 Monate abgeschlossen wurde und noch 20 Monate nach Abschlussstichtag läuft.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, betreffen Abschreibungen auf Waren in Höhe von 235 TEUR sowie Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 439 TEUR. Diese betreffen einen Kunden und sind bezüglich ihres Umfangs von außergewöhnlicher Bedeutung.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 21,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 22,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Brent Cobb ausgeübter Beruf: Präsident World Class Industries Inc., USA
Geschäftsführer: Rainer Trapp ausgeübter Beruf: Gesamtgeschäftsführer WCI Europa GmbH, Rodenbach

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 861.237,35 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ergibt sich ein Betrag von 4.473.659,27 EUR der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 4.473.659,27 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rodenbach, 10. Juli 2024

Brent Cobb, Geschäftsführer

Rainer Trapp, Geschaftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WCI Europa GmbH, Rodenbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WCI Europa GmbH, Rodenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WCI Europa GmbH, für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 10. Juli 2024

Gottschalk, Becker & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Gottschalk, Wirtschaftsprüfer

Ansel, Wirtschaftsprüfer

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