Bakelite Germany Buyer GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Kiefel seit 3.5.2024 | Prokura |
Jon Gregory Berger seit 20.4.2023 | Geschäftsführer |
Laurence Barning-Borghouts seit 20.4.2023 | Prokura |
Vivien Meurer seit 3.3.2023 | Prokura |
Stephan Füßl seit 8.6.2021 | Geschäftsführer |
Laura Boninsegni seit 8.6.2021 | Geschäftsführer |
Rob Brueren seit 8.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bakelite UK Holding Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bakelite GmbHIserlohnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell Organisation und rechtliche Struktur Die Bakelite GmbH (im Folgenden auch kurz Gesellschaft) und ihre Tochtergesellschaften zählen zu den führenden Herstellern von duroplastischen Kunststoffen. Sie verfügen über ein dichtes Netz von Vertretungen und Stützpunkten weltweit. Oberstes Mutterunternehmen der Bakelite GmbH zum Bilanzstichtag ist die Bakelite UK TopCo Ltd, Penarth, United Kingdom. Geschäftsbereiche Die Bakelite GmbH produziert im Wesentlichen Phenolharze und duroplastische Formmassen. Phenolharze der Bakelite GmbH werden in der Bauindustrie, der Automobilindustrie und als Bindemittel in verschiedenen verarbeitenden Industrien eingesetzt. Duroplastische Formmassen werden in Haushalts-, Elektro- und Automobilanwendungen eingesetzt. Zusätzlich unterstützen Shared Service Center unsere Business Units mit zentralen Serviceleistungen. Hierzu zählen u.a. der Einkauf, das Personalwesen, die Rechtsabteilung, Steuern und sonstige zentrale Dienstleistungen. 2. Forschung und Entwicklung Am Standort Iserlohn-Letmathe unterhält die Gesellschaft umfänglich ausgestattete Forschungslabore zur Entwicklung von neuen Produkten, die den zukünftigen Anforderungen unserer Absatzmärkte in Performance und Nachhaltigkeit entsprechen. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft hat sich zum Ende des Jahres gegenüber den ursprünglichen Annahmen besser, jedoch mit regionalen Unterschieden, entwickelt. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 3,2%. Für die Jahre 2024 und 2025 wird mit einem gleichbleibenden BIP von 3,2% gerechnet. Die hohe Inflation sowie die gestiegenen Zinsen haben die Nachfrage stagnieren lassen und somit eine weitere Erholung der Märkte unterbunden. Das Jahr 2023 ist geprägt durch unterschiedliche Wirtschaftsleistungen in den großen Wirtschaftsräumen. Die USA erreichte einen moderaten Anstieg des BIP im Jahr 2023 auf 2,5% (2022 2,1%), im Euroraum viel der BIP auf 0,4% (2022 3,5%). Deutschland verzeichnete einen Rückgang auf -0,3% des BIP (2022 1,8%). Nach einem überdurchschnittlichen Rückgang des BIP im Jahr 2022 konnte China das BIP-Wachstum im Jahr 2023 auf 5,2% (2022 3,0%) steigern. Japan steigerte das BIP-Wachstum auf 1,9% (2022 1,0%). (Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook Update) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsleistung der chemischen Industrie war im Jahr 2023 schwächer als erwartet. (Quelle: VCI-Jahresbericht 2023) Die strikte Zinspolitik und die geringe Investitionsbereitschaft der Industrie haben die Nachfrage insgesamt sinken lassen. Obwohl die Energiepreise im zweiten Halbjahr wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht hatten, sind diese im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch und wirken sich negativ auf die industrielle Produktion aus. Energieintensive Industrien, zu denen auch die chemische Industrie gehört, sind besonders betroffen. (Quelle: VCI-Jahresbericht 2023) Die hohe Inflation und die gestiegenen Zinsen haben das Konsumverhalten der privaten Haushalte auf einem schwachen Niveau verharren lassen. (Quelle: International Monetary Fund, World Economic Outlook Update) Im Jahr 2023 sind trotz der oben genannten Rahmenbedingungen die Absatzmengen auf dem Stand des zweiten Halbjahres 2022 geblieben. Rahmenbedingungen in den Geschäftsfeldern Die Inflation in der EU und in Deutschland lag in den letzten Jahren in Spitzen über 10%. Eine deutliche Erhöhung der Zinsen hatte darüber hinaus einen negativen Effekt auf die Bau- und Konsumgüterindustrie. Die sinkende Nachfrage der privaten Haushalte hat die Konsumgüterindustrie negativ belastet. Während in der Bauindustrie die Baugenehmigungen weiterhin gesunken sind, konnte die Automobilindustrie gegen den Trend weltweit den Absatz steigern. (Quelle: Hauptverband der deutschen Bauindustrie, BAU-Telegramm Konjunktur, VDA 2023) Finanzierung des Bakelite-Konzerns Die Finanzierung auf Konzernebene stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die Bakelite GmbH kann bei Bedarf auf das konzerninterne Cashpooling sowie konzerninterne Darlehen zurückgreifen. Bei der Beurteilung der Finanzlage ist zu berücksichtigen, dass zudem eine Patronatserklärung der Bakelite UK Holding Ltd., Penarth, United Kingdom, zugunsten der Bakelite GmbH besteht. 2. Personal Die Anzahl der Beschäftigten der Bakelite GmbH betrug zum Jahresende 335 (Vorjahr: 352 Mitarbeiter). Die zukünftige Wettbewerbssituation des Unternehmens hängt wesentlich an effizienten Organisationsstrukturen, die im großen Maße von der Einsatzbereitschaft, dem Engagement und der Innovationsfähigkeit unserer Mitarbeiter getragen wird. Die zielgerichtete persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter nimmt darin einen hohen Stellenwert ein. Bakelite sieht in der kontinuierlichen Fortbildung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter einen zentralen Wettbewerbsfaktor in ihrem technologieorientierten Wettbewerbsumfeld. Weiterhin bietet Bakelite ihren Mitarbeitern eine markt- und leistungsgerechte Vergütung an, die sowohl die persönliche Leistung als auch den Erfolg des Unternehmens widerspiegeln soll. 3. Umwelt Zur Herstellung unserer Produkte betreiben wir komplexe chemische Anlagen. Der Betrieb solcher Anlagen birgt nicht nur potenzielle Risiken für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund hat die Bakelite GmbH ein Umweltmanagementsystem eingerichtet und dieses an den zwei Standorten nach DIN EN ISO 14001:2015 zertifizieren lassen. Gesetzliche und behördliche Auflagen und darüberhinausgehende Anforderungen sind stets die Grundlagen unseres Handelns im Bereich Umweltschutz. Wir sind bestrebt, diesen Standard auch weiterhin zu halten und durch eigenverantwortliche und kontinuierliche Weiterentwicklung des betrieblichen Umweltschutzes objektiv zu verbessern. Die Vermeidung des Einbringens von unerwünschten Stoffen in die Umwelt steht dabei an erster Stelle. Mit Unterweisungen, Schulungen, Bedienungs- und Betriebsanweisungen wird sichergestellt, dass die Mitarbeiter in allen Betriebssituationen die jeweils notwendigen festgelegten Regelungen im Bereich Umweltschutz und Sicherheit umsetzen. 4. Arbeitssicherheit Bakelite hat auf Konzernebene ein internes EHS (Environmental, Health and Safety) Managementsystem eingerichtet, dass sich im Wesentlichen an den Standards, ISO 9001, ISO 14001 sowie Responsible Care® orientiert. Die OSHA-Quote (Occupational Safety & Health Administration) von 1,24 lag über dem Niveau des Vorjahres von 0,35. Die OSHA-Quote bemisst die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle bezogen auf die Anzahl der von allen Beschäftigten geleisteten Arbeitsstunden. 5. Datensicherheit Der Bakelite Konzern hat Standorte in der ganzen Welt. Um die Aktivitäten zwischen den Standorten zu erleichtern, werden Computersysteme für die Tätigkeiten genutzt. Daher ist der Konzern Angriffen durch Hacking, Phishing oder anderen Methoden ausgesetzt. Dieses Risiko wird durch den Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen. Mitarbeiterschulungen und Back-Up Systemen gemindert. Wo es erforderlich ist, sind formelle Verfahren in Kraft. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über einen speziellen Versicherungsschutz. 6. Geschäftsverlauf Das Absatzvolumen ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 14,1% gesunken. Der Umsatz verringerte sich um 36,2 Mio. €. Die deutlich gesunkene Nachfrage der privaten Haushalte und der Bauindustrie sind im Wesentlichen ursächlich für das geringere Volumen. Die Investitionen in das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 betrugen insgesamt T€ 5.895 (Vorjahr: T€ 4.813) und entfielen im Wesentlichen auf die Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Viele der vorgenommenen Investitionen haben langfristigen Charakter und werden teilweise erst in späteren Jahren abgeschlossen. Insgesamt sind die Investitionen im Geschäftsjahr höher als die Abschreibungen von T€ 4.836. Das Geschäftsjahr 2023 ist im Wesentlichen durch die oben dargestellten Bedingungen eher schwach verlaufen. Vorjahresprognose und tatsächliche Entwicklung Zur Beurteilung der Ertragslage der Gesellschaft auf Ebene der Gesellschaft und zur Steuerung verwenden wir die Umsatzentwicklung, das EBITDA nach US-GAAP sowie die Zielerreichung bei der Arbeitssicherheit. Die Prognose zur Umsatzentwicklung für das Jahr 2023 von 167,8 Mio. EUR wurde mit 159,5 Mio. EUR nicht erreicht. Das nach wie vor geringe Konsumverhalten der privaten Haushalte ist im Wesentlichen hierfür verantwortlich. Das EBITDA nach US-GAAP lag bei 12,5 Mio. EUR. (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR) verglichen mit der Prognose von 7,5 Mio. EUR, wurde diese um 5,0 Mio. EUR übertroffen. Die stark gesunkenen Energiekosten sind im Wesentlichen dafür verantwortlich. Im Bereich Arbeitssicherheit konnte das Niveau des Vorjahres nicht gehalten werden (siehe Punkt 4. Arbeitssicherheit). Es wurde eine gleichbleibende OSHA-Quote prognostiziert. Durch die Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsbewusstseins geht die Gesellschaft davon aus, dass die Inzidenzzahlen wieder auf das Vorjahresniveau fallen werden. 7. Lage der Gesellschaft
Der Umsatz der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um T€ 36.217 gegenüber dem Vorjahr verringert. Zu Erläuterungen hinsichtlich der Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsverlauf. Im Laufe des Jahres sind die Preise auf dem Beschaffungsmarkt gesunken. Die Materialintensität 1 beträgt daher 63,7% und lag somit unter dem Vorjahresniveau von 68,7%. Die Personalintensität 2 hat sich durch die geringere Gesamtleistung von 15,6% auf 17,7% erhöht. Im Jahr 2022 wurde die Umsatzrentabilität durch Bildung einer Rückstellung, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist, in Höhe von T€ 8.519 belastet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Jahr 2023 die Reduzierung dieser Rückstellung um T€ 4.043 enthalten. Im Jahr 2023 hat sich die Umsatzrentabilität 3 auf 1,9% (Vorjahr: - 7,9%) verbessert. Die Liquidität 1. Grades 4 liegt mit 4,9% auf dem Vorjahresniveau. Die Liquidität 2. Grades 5 beträgt 46,5% im Vergleich zu 48,8% im Vorjahr. Ursächlich für die Reduzierung der Liquidität 2. Grades sind die unter der Vermögenslage dargestellten Veränderungen. Die direkte Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der Bakelite GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich durch den bestehenden Cashpool gewährleistet. Zu weiteren Ausführungen zur Unternehmens- und Konzernfinanzierung wird auf II. 1. Finanzierung des Bakelite-Konzerns verwiesen. Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% auf T€ 123.332 verringert. Ursächlich hierfür ist vor allem der verringerte Bestand an Vorräten. Die Vorräte sind auf T€ 19.034 (Vorjahr: T€ 21.907) gesunken. Im Wesentlichen sind hierfür die gesunkenen Preise am Beschaffungsmarkt verantwortlich. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen spiegelt die allgemeine Marktsituation wider.
Die Eigenkapitalquote 6 hat sich durch die Verrechnung des Jahresüberschusses in Höhe von T€ 3.119 mit den Verlustvorträgen auf 42,7% (Vorjahr: 38,9%) verbessert. Die Eigenkapitalrendite 7 in Höhe von 5,9% (Vorjahr: -32,3%) hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund des positiven Ergebnisses vor Verrechnung mit Verlustvortag verbessert. Die kurzfristigen Passiva sind mit T€ 43.577 um T€ 7.307 geringer als im Vorjahr. Die Reduzierung der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen sonstigen Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten. Bei den Rückstellungen ist die im Jahr 2022 gebildete Restrukturierungsrückstellung um T€ 4.043 reduziert worden, da die Aktualisierung der Schätzannahmen ergab, dass die erwarteten Aufwendungen geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Jahr 2023 Vorauszahlungen in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 705) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 303) enthalten. III. Angenommene RahmenbedingungenTrotz der im Jahr 2023 gesunkenen Energiepreise im Vergleich zu den Spitzen in 2022, verbleiben die Inflation und auch die Zinsen auf einem sehr hohen Niveau. Nach einer ersten Jahreshälfte mit Absatzmengen auf einem bereits niedrigen Niveau verschlechterte sich das Absatzvolumen in der zweiten Jahreshälfte erneut. IV. PrognoseberichtIm Jahr 2024 gehen sowohl die Industrie als auch führende Wirtschaftsinstitute nicht von einer Erholung der Märkte aus. Es besteht das Risiko einer Rezession, vor allem in Deutschland. Zu Jahresbeginn wurde die Produktion von Pulverharzen in Italien eingestellt. Eine Verlagerung der profitablen Produkte nach Iserlohn-Letmathe fand statt. Nicht profitable Produkte wurden eingestellt. Mit dem Restrukturierungsprojekt gelingt es Kosten deutlich zu reduzieren und die Kapazitäten an die aktuelle Nachfrage anzupassen. Die Produktion von Pulverharzen findet heute ausschließlich in Iserlohn-Letmathe statt. Als Teil der strategischen Planungen werden die Aktivitäten im Bausektor ausgeweitet. Die mittelfristigen Prognosen, unabhängig von der aktuellen Marktsituation, in Bereichen wie Dämmstoffe oder Holzanwendungen, sind insgesamt positiv, da diese Anwendungen zu einem insgesamt verbesserten CO 2 Ausstoß beitragen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem EBITDA nach US-GAAP in Höhe von 14,4 Mio. EUR (Ist-Werte des Berichtsjahres: 12,5 Mio. EUR). Für die Umsatzerlöse wird ein Wert von 156 Mio. EUR (Ist-Werte des Berichtsjahres: 159,5 Mio. EUR) erwartet. Im Bereich der Arbeitssicherheit geht die Gesellschaft für das Jahr 2024 von einer geringeren OSHA-Quote in Höhe von 0,35 (Ist-Werte des Berichtsjahres: 1,24) aus. V. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Risikomanagementsysteme Risikomanagement ist ein entscheidendes Element für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Unser Handeln ist wie jedes unternehmerische Engagement mit Chancen und Gefahren verbunden und darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, möglichst zu begrenzen und Chancen optimal zu nutzen. Die Handhabung identifizierter Risiken wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bakelite-Konzern entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur in den Konzernbereichen dezentral gesteuert. Die Bakelite GmbH ist zum Abschlussstichtag in den mehrstufigen Planungs-, Informations- und Kontrollprozess des Konzerns eingebunden, der durch das zentrale Controlling des Bakelite-Konzerns im Rahmen der Budgetplanung und im unterjährigen Controlling-Prozess begleitet sowie in seiner Funktionsfähigkeit und Effizienz überwacht wird. Zur Verbesserung der Effizienz unserer Anlagen und um die Energieverbräuche nachhaltig zu reduzieren, betreiben wir ein umfangreiches Energiemanagementsystem. Die zugrundeliegenden Prozesse werden regelmäßig zertifiziert. Die Produktion von Pulverharzen in Italien wurde zu Jahresbeginn 2024 eingestellt. Aktuell produziert die Bakelite Gruppe in Europa Pulverharze ausschließlich in Iserlohn-Letmathe. Im Zuge der Konzentration der Pulverharzfertigung in Deutschland wurden Kosten abgebaut und Preise erhöht, so dass sich die Profitabilität in 2024 trotz weiterhin schwacher Rahmenbedingungen verbessert. Bakelite Europa und die GmbH sind somit auf weiterhin schwache Absatzmengen vorbereitet. Nach heutigem Verständnis ist mit einer Erholung der Märkte vor 2025 nicht zu rechnen. Mit der strategischen Neuausrichtung auf mittelfristig wachsende Märkte, wie zum Beispiel Dämmstoffe und Holzanwendungen, die zu einer Reduzierung von CO 2 Emissionen beitragen, wird die Zukunftsfähigkeit der Bakelite GmbH gesichert. Risiken Geschäftsbereichsrisiken (Absatz- und Beschaffungsmarkt) Weitgehend alle Geschäftsbereiche befinden sich nach wie vor in einer konjunkturellen Schwäche. Dies trifft vor allem auf den Bausektor, den Konsumgüter- und den Automobilsektor zu. Allerdings verbleiben die aktuellen Absatzmengen auf einem stabil niedrigen Niveau. Die Talsohle der Nachfrage scheint erreicht. Überkapazitäten im Allgemeinen können Preise und Margen unter Druck setzen. Bisher konnten deutlich gestiegene Kosten aber an Kunden weitergegeben werden. Ebenfalls wurden Maßnahmen ergriffen, um die Kosten der geringeren Nachfrage anzupassen. Die geringe Nachfrage nach duroplastischen Formmassen aus dem zweiten Halbjahr 2022 hat sich im Jahr 2023 und in das Jahr 2024 fortgesetzt. Da die Produktion von duroplastischen Formmassen energieintensiv ist, können vor allem steigende Strompreise die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Die Bakelite GmbH hat Kostenreduzierungen umgesetzt. Beschaffungsrisiken bestehen in einem schwachen Marktumfeld nicht mehr.
Mit den Maßnahmen zur Anpassung der Produktionskapazitäten bei Pulverharzen und der damit verbundenen Kostensenkung hat sich die Gesellschaft dem schwachen, aber stabil niedrigen Geschäft anpassen können. Aus heutiger Sicht bestehen deshalb keine wesentlichen Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich der Markt bereits in 2022 wieder erholt. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine und den wirtschaftlichen Folgen, wie die Kostensteigerung bei Energien, die daraus resultierende Inflation und gestiegenen Zinsen, hat sich die Konjunktur deutlich und bis in das Jahr 2024 hinein abgeschwächt. Die Gesellschaft sieht sich mit den getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung gut gerüstet und schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit der genannten Risiken im Absatz- und Beschaffungsmarkt als gering ein. Sonstige Risiken
Bakelite nutzt wirtschaftliche und sichere Anlagen, deren Ausfall oder Störung zu Ertragseinbußen führen, und somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Daher begegnen wir den Produkt-, Sicherheits- und Umweltschutzrisiken durch das "Responsible Care®-Konzept", umfassende Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutzsysteme, Zertifizierungen sowie permanente Weiterentwicklung unserer Produkte und Verfahren. Die Gesellschaft schätzt daher die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ausfällen oder Störungen der Produktion als gering ein.
Unerwartete Budget- oder Prognoseabweichungen sowie Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können dazu führen, dass Anteile an verbundenen Unternehmen neu bewertet werden müssen. Dies kann die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft erheblich beeinflussen. Veränderungen der Input-Faktoren können entweder durch Abschreibungen zu Belastungen oder aber durch Zuschreibungen zu einer Entlastung der Ergebnissituation führen. Regelmäßige Überprüfungen der Werthaltigkeit der Beteiligungen, die Prüfung und Plausibilisierung der Mittelfristplanungen sowie die Überwachung der laufenden Ergebnis- und Wertentwicklungen geben uns jederzeit ein aktuelles Bild über unser Bewertungsportfolio und über zukünftige Bewertungsrisiken. Notwendige strategische Maßnahmen zur Reduzierung des Wertminderungsrisikos können rechtzeitig getroffen werden, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit genannter Risiken als eher gering angesehen wird. Der Krieg in der Ukraine könnte im weiteren Verlauf des Jahres Einfluss auf unsere Finanzanlagen haben. Da die Bakelite Shchekinoazot LLC, Tula, Russland, nur auf dem russischen Markt, sowohl bei der Beschaffung als auch beim Absatz, tätig ist, haben derzeit weder der Ukraine Krieg noch die aktuellen Sanktionen der europäischen Union Einfluss auf den gewöhnlichen Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Die Gefahr einer Verstaatlichung sieht die Gesellschaft nicht, da dieses Joint Venture zusammen mit einer russischen Gesellschaft besteht. Risiken aufgrund der eingeschränkten Möglichkeit von Geldtransfers aus Russland und damit einhergehenden eingeschränkten Möglichkeiten von Dividendenausschüttungen wurde aus Vorsichtsgründen durch eine außerplanmäßige Abschreibung im Jahr 2022 in Höhe von T€ 3.143 auf den Beteiligungsbuchwert berücksichtigt. Der verbleibende Beteiligungsbuchwert beläuft sich auf T€ 3.765.
Aufgrund unserer internationalen Verkaufsaktivitäten erfolgen Teile unserer Verkäufe im Bereich Phenolharze & Formmassen auf USD-Basis. Die Gesellschaft stuft die Fremdwährungsrisiken nachrangig ein und sieht von dem Einsatz von Finanzinstrumenten zur Risikoabsicherung ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken wird als niedrig eingestuft.
Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der Bakelite GmbH wird durch eine Liquiditätsplanung, dem bestehenden Cash Pooling Verfahren sowie der Einbindung in die konzernweite Finanzierungsstruktur jederzeit sichergestellt. Zusätzlich gibt es eine konzerninterne Patronatserklärung der Bakelite UK Holding Ltd., Penarth, United Kingdom, zugunsten der Bakelite GmbH. Der Standort Finnland hatte direkte russische Geschäftsbeziehungen, die weggebrochen sind. Da durch die Gewinnung von Neukunden die Ausfälle kompensiert werden konnten, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Liquiditätsrisiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage hätten, sowohl kurzfristig als auch mittelfristig als gering eingestuft. Zu den Risiken aus der Beteiligungsbewertung für die russische Bakelite Shchekinoazot LLC, Tula, Russland, verweisen wir auf den Punkt "Risiken aus Beteiligungsbewertung".
Die Gesellschaft verfügt über einen permanent angepassten und umfassenden Versicherungsschutz, die finanziellen Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken ausschließt bzw. weitestgehend begrenzt. Auch wenn keine Garantie möglich ist, dass die Versicherungssummen alle erdenklichen Risiken abdecken, ist davon auszugehen, dass durch Schadens- oder Haftungsfälle eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft nicht eintreten kann.
Auf Basis unseres Risikomanagementsystems wurden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet. Diesen wird durch geeignete Maßnahmen entgegengesteuert und so weit wie möglich beherrscht. Die Entwicklung wesentlicher Risiken wird regelmäßig verfolgt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden würden. 2. Chancenbericht Mit dem European Green Deal wurden CO 2 -Einsparungen festgelegt. Um diese Ziele zu erreichen, werden sowohl die Dämmung von Gebäuden als auch der Einsatz von Holz im Bausektor unerlässlich. In der Gebäudedämmung wird der Anteil der Sanierung von Bestandsgebäuden steigen. Holz kann sowohl Beton als auch Stahl in der Konstruktion ersetzen und weist eine deutlich bessere CO 2 - Bilanz auf. Unsere Produkte sind essenziell für die Fertigung dieser Anwendungen. Bakelite investiert in Nachhaltigkeit und entwickelt in diesem Zusammenhang Produkte mit einer verbesserten CO 2 -Bilanz. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist ein Entwicklungsziel. Diese Produkte werden bereits produziert und vermarket und zukünftig einen größeren Anteil am Produktportfolio einnehmen und überproportional wachsen. Geschäftsbereichschancen Neben den oben genannten Chancen wird der Automatisierungsgrad mit signifikanten Investitionen erhöht, so dass sich die Kostenstruktur deutlich verbessern wird. Im Bereich der Spezialanwendungen wird der Fokus auf die Vermarktung von Spezialprodukten an die Automobilindustrie gelegt. Hierdurch strebt die Gesellschaft ein Wachstum im Automobilsektor durch die Bedienung spezieller Bedürfnisse der Automobilindustrie, wie beispielsweise Reduktion von CO 2 -Emissionen und Gewichtersparnis durch Substituierung von Metallen durch Kunststoffe, an. Die Anforderungen an eine Gewichtsreduktion in Automobilen fördern den Einsatz duroplastischer Formmassen als Metallersatz. Darüber hinaus werden die Aktivitäten im Bausektor erweitert. In diesem Zusammenhang tragen unsere Pulverharze in Bereichen wie Dämmstoffe und Holzanwendungen insgesamt zu einer Reduktion des CO 2 -Ausstoßes bei. Aufgrund des zunehmenden Umweltbewusstseins und der regulatorischen Anforderungen wird die Nachfrage nach diesen Produkten voraussichtlich steigen. Dies bietet dem Unternehmen eine zusätzliche Wachstumschance.
Iserlohn-Letmathe, den 28.10.2024 Bakelite GmbH Die Geschäftsführung Stephan Füßl Laura Boninsegni Rob Brueren Jon Gregory Berger
1 Materialaufwand im Verhältnis zur
Gesamtleistung
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben und ErläuterungenAlleinige Gesellschafterin der Bakelite GmbH zum Bilanzstichtag ist die Bakelite Germany Buyer GmbH, Iserlohn. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Beträge sind im Folgenden in T€ erfasst, sofern nicht ausdrücklich andere Einheiten genannt werden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze1. Grundlagen Die Bakelite GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sie hat ihren Sitz in Iserlohn-Letmathe, mit einer Niederlassung in Frielendorf. Die Bakelite GmbH ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn (HRB 5860) eingetragen. Der Jahresabschluss der Bakelite GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. 2. Bilanzierung und Bewertung einzelner Abschlussposten Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 255 Abs. 1 und 2 HGB), vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen umfassen direkt zurechenbare Kosten, anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen. Planmäßige Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen werden grundsätzlich mit der linearen Abschreibungsmethode angesetzt. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und beträgt 3 bis 25 Jahre. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG analog angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung werden in Ausübung des Wahlrechts des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird der Betrag der Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung wieder zugeschrieben. Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zum gleitenden Durchschnitt der Einstandspreise - erhöht um Bezugskosten und vermindert um Skonti und Mengenrabatte - bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungsfähigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Soweit Verkaufserlöse, abzüglich der noch anfallenden Aufwendungen und Gewinnspannen, die Herstellungskosten nicht decken, wurden Abschläge von den Herstellungskosten vorgenommen. Daneben wurden Bestandsrisiken aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit in Abhängigkeit von der individuell unterschiedlichen Lagerfähigkeit jeder einzelnen Vorratsgruppen in ausreichendem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Geschäftsjahr geleistete Ausgaben abgegrenzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. (2022: 1,78 % p.a.) bewertet. Der Effekt (Unterschiedsbetrag) aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis erfasst. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zum 31. Dezember 2023 der vergangenen 10 Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25% (2022: 3,25%), Rentensteigerungen von jährlich 2,75% (2022: 2,25%), sowie eine alters- und dienstzeitspezifische Fluktuation gemäß den TW Standartwerten zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der zugrunde gelegte Rechnungszinssatz beträgt 1,03% (2022: 0,42%). Die Differenz zwischen dem Zeitwert des Deckungsvermögens und den Anschaffungskosten unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung wurde nach den handelsrechtlichen Bestimmungen durchgeführt. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 1,74% (2022: 1,44%). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3. Währungsumrechnung Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum aktuellen Kurs bei Entstehung und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum aktuellen Kurs bei Entstehung und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden keine kursgesicherten Fremdwährungsforderungen. III. Erläuterungen zur Bilanz4. Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz der Bakelite GmbH ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Veränderung im Geschäftsjahr 2023 sind in der beigefügten "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt. 5. Finanzanlagen Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Bakelite GmbH ist im Anhang unter Punkt 20. Anteilsbesitz dargestellt. 6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T€ 611 aus Weiterbelastungen von Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren mit T€ 16.010 im Wesentlichen aus der Verlustübernahme. 7. Eigenkapital Am 15. November 2022 wurde zwischen der Bakelite Germany Buyer GmbH, Iserlohn, und der Bakelite GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Organgesellschaft muss ihre eigenen vorvertraglichen Verlustvorträge aus Vorjahren zunächst mit den im laufenden Jahr erzielten Gewinnen verrechnen bevor eine Ergebnisabführung an den Organträger erfolgt. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 3.119 wurde vollständig mit dem Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von T€ 10.329 verrechnet. Nach der Verrechnung verbleibt ein Verlustvortrag in Höhe von T€ 7.210, der auf die folgenden Geschäftsjahre vorgetragen wird. 8. Rückstellungen Zum Stichtag werden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 26.445 ausgewiesen. Diese liegen um T€ 484 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte (Vorjahr: Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 25.947, Unterschiedsbetrag: T€ 2.147). Der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 484 (Vorjahr: T€ 2.147) unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Hinsichtlich des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages liegt jedoch keine Abführungssperre vor. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von T€ 371 (Vorjahr: T€ 274) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Im Jahr 2022 hat die Gesellschaft eine neue Restrukturierungsmaßnahme beschlossen. Die hierfür gebildete Rückstellung in Höhe von T€ 8.519 wurde im Jahr 2023 auf T€ 4.189 reduziert. 9. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von T€ 15.861 (Vorjahr T€ 16.199), einem langfristigen Darlehen T€ 7.850 (Vorjahr 7.364 T€), sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.773 (Vorjahr: T€ 3.608) zusammen. 10. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, §§ 285 Nr. 3 und 3a HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Kfz- und Maschinen) bestehen in Höhe von T€ 1.294 (Vorjahr: T€ 854) mit den folgenden Fälligkeiten:
Die finanziellen Verpflichtungen betreffen vorwiegend Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Gabelstapler. Im Vergleich zum Erwerb haben die Leasingverträge die folgenden Vorteile: geringere Kapitalbindung, höhere Flexibilität sowie Wegfall des Verwertungsrisikos. Finanzielle Risiken könnten sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr genutzt werden können. In solchen Fällen werden dem Risiko entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Das Bestellobligo für das Folgejahr beträgt T€ 2.562 (Vorjahr: T€ 1.680). Haftungsverhältnisse Die Bakelite UK TopCo Ltd. hat zum Bilanzstichtag zwei Kreditverträge mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen: einen pfandrechtlich gesicherten Kreditrahmen von USD 485 Mio. (ABL Credit Agreement), sowie einen Kreditrahmen (Revolving Loan) von USD 100 Mio. Die Bakelite GmbH haftet hierfür gemeinschaftlich mit der Muttergesellschaft und einigen anderen Unternehmen des Bakelite Konzerns. Mit einer Inanspruchnahme wird seitens der Gesellschaft jedoch nicht gerechnet, da die Bakelite Gruppe aufgrund des derzeitigen Geschäftsverlaufes und der derzeitigen Cash-Flow Planung ausreichende eigene liquide Mittel zur Verfügung stehen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung11. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen mit Drittkunden erzielt. 12. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 4.097 (Vorjahr: T€ 147) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 4.061 (Vorjahr: T€ 63). Dieser Vorgang hat für das Geschäftsjahr 2023 eine außergewöhnliche Größenordnung. Erträge aus Währungsumrechnungen sind in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 0) enthalten. 13. Personalaufwand/Mitarbeiter
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl:
14. Abschreibungen auf Sachanlagen Im Rahmen des Restrukturierungsprozesses sind Produktionslinien stillgelegt worden. Im Jahr 2023 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 564 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen worden. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Reduzierung der Frachten, Transportversicherung und Versandverpackungen resultiert aus der geringeren Nachfrage. Im Jahr 2022 ist in den Aufwendungen für Restrukturierung die Bildung einer Rückstellung für ein neues Restrukturierungsprogramm enthalten. 16. Zinsergebnis
Die Erträge aus der Altersteilzeitverpflichtung, aufgrund eines Zinsänderungseffektes in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 1) wurden unter dem Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. 17. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr betragen T€ 3.143. 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag und Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuern. 19. SonstigesAbschlussprüferhonorar Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen von T€ 208 an (Vorjahr: T€ 207). 20. Anteilsbesitz
21. Organe der Bakelite GmbH Die Geschäftsführer bzw. Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats lauten wie folgt:
Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen, da lediglich 2 Mitglieder der Geschäftsführung Bezüge von der Gesellschaft bezogen haben. Für Geschäftsführer bestanden zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 876 (Vorjahr: T€ 922). Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr T€ 20 (Vorjahr: T€ 20). 22. Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in den Bereichen Einkauf/Verkauf von Vermögensgegenständen, Bezug/Erbringung von Dienstleistungen, Nutzung/ Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen, Finanzierung (inkl. Cash-Pooling) sowie Abreden im Ein- oder Verkauf. Die Transaktionen enthalten keine zu marktunüblichen Konditionen getätigten Geschäfte. 23. Nachtragsbericht Der Aufsichtsrat wurde mit Beschluss der Gesellschafterin am 16.07.2024 aufgelöst. V. KonzernzugehörigkeitOberstes Mutterunternehmen ist die Bakelite UK TopCo Ltd, Sully Moors Road, Penarth, Wales CF64 5YU, Großbritannien, die den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Am Sitz der Gesellschaft wird der Konzernabschluss hinterlegt. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister der Bakelite Germany Buyer GmbH, Iserlohn, Deutschland (Amtsgericht Iserlohn HRB 10132) deponiert. Die Bakelite GmbH ist daher nach § 292 HGB in Verbindung mit der Konzernabschlussbefreiungsverordnung (KonBefr) von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss, der nach IFRS aufgestellt ist, enthält folgende vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden:
Iserlohn-Letmathe, den 28.10.2024 Bakelite GmbH Die Geschäftsführung Stephan Füßl Laura Boninsegni Rob Brueren Jon Gregory Berger Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bakelite GmbH, Iserlohn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bakelite GmbH, Iserlohn, - bestehend aus der Bilanz zum Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bakelite GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 29. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Britta Rohwedder, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 31.10.2024 festgestellt. |
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