Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 641 GE
Eingetragen
6.3.2006
Branche
Großhandel mit FlachglasGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von keramischen Erzeugnissen, Glaswaren, Holzwaren a. n. g., sowie Flecht- und Korbwaren
Gegenstand
Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Verarbeitung, der Verkauf und der Vertrieb von Quarzprodukten, Keramikprodukten, verschiedener Rohmaterialien, Komponenten und anderen Produkten für die Halbleiterindustrie und verwandte industrielle Anwendungen sowie der Im- und Export der genannten Produkte und sonstige Geschäfte in Bezug auf die genannten Produkte. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland beteiligen, gleichartige oder verwandte Unternehmen erwerben oder gründen sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Winkler
seit 9.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WONIK QnC CorporationKOR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WONIK QnC Corporation
South Korea
6.292.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Won Ik Quartz Europe GmbH

Geesthacht

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Won Ik Quartz Europe GmbH, Geesthacht

I. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Won Ik Quartz Europe GmbH, im Folgenden kurz WQE genannt, gehört zum weltweit operierenden WONIK Konzern und ist eine Tochtergesellschaft der WONIK QnC Corporation.

Das Unternehmen produziert in Geesthacht und liefert Quarzglasfertigprodukte überwiegend im europäischen Markt in die Halbleiter- und Solarindustrie, an deren Anlagenlieferanten sowie zu einem kleineren Teil Quarzglashalbzeuge und Quarzglasfertigprodukte in andere Industrien.

Die Quarzglasprodukte werden bei den Halbleiterherstellern in deren Fertigungsanlagen eingesetzt und unterliegen je nach Fertigungsprozess einem unterschiedlich hohen regelmäßigen Verschleiß durch Kontamination (ENDUSER Geschäft) und müssen somit ersetzt werden. Bei neuen Fertigungsanlagen werden die Quarzglasprodukte mit der Erstausrüstung oftmals als zwei- bzw. dreifaches Ersatzteilpaket vom Anlagenhersteller geliefert (OEM Geschäft). Erst nach einer Einfahrphase, teilweise auch erst nach Ablauf der Prozessgewährleistung des Anlagenherstellers, entwickelt sich das Quarzglasgeschäft zwischen dem Halbleiterhersteller und dem Quarzglasproduzenten direkt. Während der Geschäftsverlauf für das Halbleiterdirektgeschäft Schwankungen in der Größenordnung von 40%, je nach Auslastung der Halbleiterwerke, unterworfen ist, kann die Schwankung in Abhängigkeit vom Investitionsbedarf der Halbleiterindustrie beim Geschäft mit den Anlagenherstellern bis zu 100% betragen.

b) Forschung und Entwicklung

Neben der ständigen Optimierung der Fertigungsprozesse wird Forschung und Entwicklung aufgrund von kundenspezifischen Produktanforderungen durchgeführt. Dazu zählen einerseits Neuteile, die in Zusammenarbeit mit den OEM entwickelt werden, andererseits betrifft es bestehende Produkte, die verbessert werden, um z.B. die Prozesseigenschaften beim Enduser zu optimieren.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Halbleiterendkunden waren wie auch die OEM zum Jahresende nicht mehr voll ausgelastet. Trotzdem hatten sie sehr hohe Bedarfe und sehr hohen Quarzverbrauch. Die Solarkunden verzeichneten ebenfalls einen im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Bedarf.

Die Verlängerung der Einsatzzeiten der Quarzteile, die Substitution durch Siliziumcarbidprodukte sowie das Reparieren und Aufarbeiten von gebrauchten Quarzglasprodukten (Refurbishing) wird von vielen Kunden nach wie vor forciert.

Auch die Quarzglasprodukthersteller waren im Jahresverlauf weltweit nicht voll ausgelastet. Die Lieferzeiten der europäischen Hersteller haben sich im Jahresverlauf aufgrund der geringeren Bedarfe reduziert, sind aber immer noch teilweise höher als in Asien.

WQE konnte seine führende Position im europäischen Markt behaupten.

b) Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 entsprach dem Geschäftsplan. Die prognostizierten Umsätze wurden erreicht.

Die Personalstärke mit 65 Mitarbeitern im gewerblichen und 23 Mitarbeitern im administrativen Bereich ist mit durchschnittlich 88 Mitarbeitern weiter gestiegen.

Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und guten Auftragseingangs war die Fertigung im gesamten Jahr voll ausgelastet. Der höhere Kapazitätsbedarf wurde über Einstellungen neuer Mitarbeiter teilweise abgefangen, im Wesentlichen aber über Zukäufe realisiert. Die Lieferzeiten haben sich für viele Produkte deutlich verlängert.

c) VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

1. Ertragslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 19.119 100,0 15.980 100,0
Bruttoergebnis vom Umsatz 2.669 14,0 1.800 11,3
Jahresergebnis 573 3,0 243 1,5

Aufgrund der hohen Auslastung konnte im Geschäftsjahr wieder eine höhere Effizienz erreicht werden, wodurch sich der Ertrag im Vergleich zu 2022 steigerte. Der USD-Wechselkurs veränderte sich 2023 nicht wesentlich. Insgesamt wirkte sich der Wechselkurs jedoch negativ auf das Betriebsergebnis aus. Die Aufwendungen für Strom und technische Gase haben sich im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas reduziert. Die Umsätze mit den Endverbrauchern der Halbleiterindustrie stiegen nochmals deutlich um 36,5%. Mit den Anlagenherstellern der Halbleiterindustrie war ein leichter Umsatzverlust von 4,5% zu verzeichnen. Der Bedarf der Solarindustrie hat sich 2023 deutlich um 38,3% erhöht. Der Intercompany Umsatz ist um 37,2% gesunken und der Umsatz mit den sonstigen Nichthalbleiterkunden ist gegenüber dem Vorjahr um 68,3% signifikant gestiegen.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Absatzmärkten folgendermaßen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Inland 6.390 33,4 5.134 32,1
Westeuropa 8.212 43,0 6.438 40,3
Übriges Ausland 3.880 20,3 3.394 21,2
Intercompany 637 3,3 1.014 6,4

Nach Unterteilung in OEM und Enduser (Halbleitergeschäft) sowie Photovoltaik gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Enduser 11.938 62,4 8.747 54,7
OEM 4.766 24,9 4.988 31,2
Photovoltaik 1.354 7,1 979 6,1
Intercompany 637 3,3 1.014 6,4
Sonstige 424 2,2 252 1,6

WQE verzeichnete im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres einen abnehmenden Auftragseingang. Dadurch sanken die Lieferzeiten erstmals wieder leicht. Die Reichweite des Auftragsbestandes betrug zum Jahresende jedoch immer noch mehr als ein Jahr.

2. Finanzlage

Es bestehen nur kurzfristig fällige Verbindlichkeiten, die aus eigenen liquiden Mitteln gezahlt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 135 getätigt, die im Wesentlichen auf die Ergänzung und den Ersatz von Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Erneuerung der EDV entfielen.

Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von insgesamt rd. EUR 2 Mio. im Wesentlichen in den Maschinenpark geplant.

Kapitalflussrechnung:

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 573 243
Abschreibung 253 250
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 67 234
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -888 -1.884
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 157 873
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 162 -284
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -132 -227
3. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 30 -511
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 765 1.276
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 795 765

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit TEUR 162 gegenüber TEUR -284 im Vorjahr positiv. Unter Berücksichtigung des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit von TEUR 132 hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr im Ergebnis um TEUR 30 erhöht.

3. Vermögenslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen 1.772 17,2 1.893 19,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen 8.555 82,8 7.637 80,1
Gesamtvermögen 10.327 100,0 9.530 100,0
Eigenkapital 7.337 71,0 6.764 71,0
Kurzfristiges Fremdkapital 2.990 29,0 2.766 29,0
Gesamtkapital 10.327 100,0 9.530 100,0

Das Anlagevermögen (langfristig gebundenes Vermögen) hat sich aufgrund von Investitionen in Höhe von TEUR 132, denen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 253 gegenüberstehen, leicht reduziert. Die Vorräte wurden im Geschäftsjahr aufgrund der hohen Auslastung und um Materialengpässen vorzubeugen nochmals deutlich aufgebaut. Obwohl der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist, sind die Forderungen leicht gesunken. Deshalb sind die liquiden Mittel gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Insgesamt hat das kurzfristig gebundene Vermögen zugenommen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr im Ergebnis um TEUR 797 erhöht.Das Eigenkapital ist aufgrund des Gewinnes im Geschäftsjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist mit 71,0% unverändert, da auch das kurzfristige Fremdkapital gestiegen ist.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzieller Leistungsindikator der Gesellschaft ist in erster Linie das Bruttoergebnis vom Umsatz (Rohmarge), das weiterhin deutlich positiv ist und sich im Geschäftsjahr aufgrund der beschriebenen Ursachen gegenüber dem Vorjahrswert erhöht hat. Ferner werden der Vorratsbestand sowie die Liquidität zur Steuerung des Unternehmens überwacht.

e) Gesamtaussage

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 wie erwartet verlaufen. Zwar hatten die Auswirkungen der Energiekrise und der Covid-19 Pandemie weiterhin Einfluss auf das Ergebnis, insgesamt war die Nachfrage aber signifikant höher als im Vorjahr, so dass das Umsatzziel erreicht wurde. Der Auftragsbestand sank aufgrund des geringeren Auftragseinganges im Jahresverlauf. Durch die hohe Auslastung hat das Unternehmen trotz unverändert hoher Kosten ein positives Ergebnis erwirtschaftet.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird insgesamt von einem höheren Bedarf der Enduser ausgegangen. Die OEM werden nochmals geringere Bedarfe gegenüber 2023 haben, da die Investitionen der Chipproduzenten weiter auf dem mittleren Niveau bleiben könnten. Die Halbleiterproduzenten in Europa sind nicht voll ausgelastet. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Markt im zweiten Halbjahr wieder anzieht. Dadurch und durch die hohen Bedarfe im gesamten Geschäftsjahr wird die Vollauslastung der Quarzglasproduzenten im Wesentlichen anhalten, während die Lieferzeiten weiter sinken könnten. Die Quarzglasprodukthersteller könnten in der Lage sein, ihre Preissteigerungen an die Kunden weitergeben zu können.

Die Solarindustrie hat sich 2023 gesteigert, dürfte in Zukunft in Europa aber weiter nur noch ein sehr kleiner Markt bleiben. Der Umsatz könnte in 2024 leicht weiter ansteigen.

Der Fokus der Fertigung liegt in 2024 weiterhin auf der Optimierung der Fertigungsabläufe sowie der Erhöhung der Kapazitäten. Der Fachkräftemangel in Deutschland könnte dies erschweren. Die Entwicklung des USD-Wechselkurses kann zu einer Beeinflussung der Materialkosten wie auch der Umsätze führen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass im Zuge der Energiekrise weitere Preissteigerungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe das Ergebnis negativ beeinflussen. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die WQE unterliegt als führender Hersteller im Bereich der Quarzglasprodukte zum einen mit dem überwiegenden Anteil seines Umsatzes für die Halbleiterindustrie und zum anderen mit dem Standbein in der Solarindustrie genau den Entwicklungen dieser beiden Märkte. Die Entwicklung von WQE ist somit eng mit dem zyklischen Geschäftsverlauf beider Industrien verknüpft.

Die europäische Halbleiterindustrie hat in den letzten Jahren nennenswerte Investitionen durchgeführt oder begonnen, so dass unverändert ein steigendes Bedarfsverhalten zu erwarten ist. Europa als Halbleiterhersteller befindet sich weltweit unverändert auf Platz 5 hinter Taiwan, Korea, USA und China, aber durch die Fokussierung auf spezielle Halbleiterelemente unterliegt sie nicht mehr den extremen Schwankungen, wie sie z.B. im Speichermarkt üblich sind.

Wesentliche Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sieht die Geschäftsführung nicht. Große Einzelforderungen gegenüber Kunden bestehen nicht. Plötzliche starke Preisänderungen sind bei Rohmaterialien nicht zu erwarten. Die Gesellschaft kauft Rohmaterial auch in USD ein. Die mögliche Schwankung des Wechselkurses wird in der Unternehmensplanung grundsätzlich berücksichtigt. Die Geschäftsführung geht derzeit kurzfristig von keiner nennenswerten Veränderung aus. Sollte jedoch die Entwicklung negativ sein, wird hierauf im Einzelfall reagiert werden. Liquiditätsrisiken sind durch die gute Eigenkapitalausstattung und die vorhandenen liquiden Mittel nicht zu erkennen. Die Gesellschaft ist in das Berichtswesen der WONIK - Gruppe eingebunden und berichtet in diesem Zusammenhang monatlich an den Konzern.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf verlässliche Liefermöglichkeiten mit langjähriger Geschäftsbeziehung zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern durch.

Dem bestehenden Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich fast ausschließlich über Eigenkapital.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Geesthacht, den 5. Februar 2024

gez. Mathias Winkler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.771.799,54 1.893.094,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.407,54 17.677,54
II. Sachanlagen 1.764.391,00 1.875.415,82
1. technische Anlagen und Maschinen 1.427.221,00 1.576.055,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.170,00 294.140,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.220,82
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 8.517.715,53 7.616.230,76
I. Vorräte 5.207.629,12 4.325.851,69
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 600,00 83.585,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.514.601,32 2.524.941,26
1. Forderungen gegen Gesellschafter 80.564,71 3.070,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,01 34.108,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.434.036,60 2.487.762,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 795.485,09 765.437,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.971,60 21.152,50
Aktiva 10.326.486,67 9.530.477,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.337.131,39 6.763.817,34
I. Gezeichnetes Kapital 6.292.600,00 6.292.600,00
II. Gewinnvortrag 471.217,34 228.683,05
III. Jahresüberschuss 573.314,05 242.534,29
B. Rückstellungen 803.808,83 736.921,91
C. Verbindlichkeiten 2.185.546,45 2.029.738,37
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 990.183,71 752.016,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 636.281,54 750.915,89
3. sonstige Verbindlichkeiten 559.081,20 526.806,31
Passiva 10.326.486,67 9.530.477,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.859.232,65 2.272.082,41
2. Vertriebskosten 1.446.787,23 1.223.257,33
3. allgemeine Verwaltungskosten 606.187,98 460.615,07
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 231.656,49 351.762,04
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 229.027,26 348.034,65
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.238,32
6. Ergebnis nach Steuern 574.600,95 243.686,29
7. sonstige Steuern 1.286,90 1.152,00
8. Jahresüberschuss 573.314,05 242.534,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 (verkürzt für Zwecke der Offenlegung)

Won Ik Quartz Europe GmbH, Geesthacht

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma: Won Ik Quartz Europe GmbH
Sitz: Geesthacht
Registergericht: Lübeck
Registernummer: HRB 641 GE

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Won Ik Quartz Europe GmbH, Geesthacht, (im folgenden "Gesellschaft" genannt) sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt.

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Vermögensgegenstände werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

3.2 Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Abschreibungen) unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung bewertet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 % bzw. TEUR 22 berücksichtigt.

3.4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 1 Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst.

3.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3.6 Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

3.7 Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

4. Angaben zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagenspiegel.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Gesellschafter (zugleich verbundenes Unternehmen) resultieren ebenso wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

4.4 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschafter (zugleich verbundenes Unternehmen) resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

4.5 Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

4.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024
TEUR
2025
TEUR
2026 ff.
TEUR
Gesamt
TEUR
Mieten (Raum, Maschinen, Geschäftsausstattung) 341 2 0 343
Leasingverträge 33 26 40 99
374 28 40 442

Die Gesellschaft unterhält bei verschiedenen Kunden in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Singapur Konsignationslager, deren Zweck in erster Linie die Sicherstellung der Materialverfügbarkeit zu jedem Zeitpunkt bei den Kunden und aus Sicht der Gesellschaft die Kundenbindung ist.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.2 Personalaufwand, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB, setzt sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Löhne und Gehälter 4.436
Soziale Abgaben 942
5.378

6. Ergänzende Angaben

6.1 Anzahl der Arbeitnehmer

2023
Durchschnittliche Anzahl der Arbeiter 65
Durchschnittliche Anzahl der Angestellten 23

6.2 Geschäftsführer der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Mathias Winkler, Diplom-Kaufmann, zugleich ausgeübter Beruf. Die Bezüge des Geschäftsführers werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht aufgeführt.

6.3 Konzernzugehörigkeit

100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der WONIK QnC Corporation, Kyungbuk, Korea, gehalten, die den Konzernabschluss für den zugleich größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser kann beim Handelsregister Gumi City Kyungbuk, Korea, eingesehen werden.

6.4 Angaben zum Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB ist unterblieben, da die Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

6.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.

 

Geesthacht, den 5. Februar 2024

gez. Mathias Winkler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 476.361,12 0,00 -128.766,30 0,00 347.594,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
476.361,12 0,00 -128.766,30 0,00 347.594,82
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.333.303,74 19.978,55 -186.217,56 0,00 6.167.064,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.561.479,50 106.580,69 -51.353,81 11.381,65 2.628.088,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.220,82 8.160,83 -2.000,00 -11.381,65 0,00
8.900.004,06 134.720,07 -239.571,37 0,00 8.795.152,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.061.871,73 0,00 0,00 0,00 1.061.871,73
10.438.236,91 134.720,07 -368.337,67 0,00 10.204.619,31
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 458.683,58 10.257,00 -128.753,30 340.187,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
458.683,58 10.257,00 -128.753,30 340.187,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.757.248,74 168.812,55 -186.217,56 4.739.843,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.267.339,50 74.207,34 -50.628,81 2.290.918,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.024.588,24 243.019,89 -236.846,37 7.030.761,76
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.061.870,73 0,00 0,00 1.061.870,73
8.545.142,55 253.276,89 -365.599,67 8.432.819,77
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.407,54 17.677,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
7.407,54 17.677,54
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.427.221,00 1.576.055,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 337.170,00 294.140,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.220,82
1.764.391,00 1.875.415,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1.771.799,54 1.893.094,36

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2024 festgestellt. Die Gesellschafterin hat beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Won Ik Quartz Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Won Ik Quartz Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Won Ik Quartz Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 6. Februar 2024

ARGENTA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schulz, Wirtschaftsprüfer

Katrin Jensen, Wirtschaftsprüfer

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