Sana-Catering-Service GmbH

Adalperostraße 31, 85737 Ismaning, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 146961
Eingetragen
6.3.2003
Branche
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger VerpflegungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für gastronomische DienstleistungenErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Vollverpflegungsservice einschließlich Bewirtschaftung von Verpflegungsbereichen und Cafeterien für Krankenhäuser, Heime, Behörden, Industrieund Verwaltungsunternehmen sowie ähnlichen Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Utto Huber
seit 27.5.2025
Geschäftsführer
Monika Böttger
seit 18.7.2019
Prokura
Prokura
Klaus Josef Wiendl
seit 4.4.2016
Geschäftsführer
Nenad Kolesar
seit 7.1.2016
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sana Immobilien Service GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sana-Catering-Service GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2019

der Sana-Catering-Service GmbH, Ismaning/Landkreis München

Die Sana-Catering-Service GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Sana Immobilien Service GmbH, die 100 % der Gesellschaftsanteile hält. Die Sana Immobilien Service GmbH und somit auch die Sana-Catering-Service GmbH werden in den Konzernabschluss der Sana Kliniken AG einbezogen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Vollverpflegungsservice einschließlich der Bewirtschaftung von Verpflegungsbereichen und Cafeterien für Krankenhäuser, Pflegeheime, Behörden sowie Industrie- und Verwaltungsunternehmen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, abgeschlossen am 31.01.2018, zwischen der Sana Immobilien Service GmbH als Organträger und der Sana-Catering-Service GmbH als Organgesellschaft.

1. Gesamtwirtschaftliche und Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zwar kann die Weltwirtschaft auch in diesem Jahr ihren Wachstumskurs fortsetzen, doch bestätigen sich die Indikatoren des letzten Jahres dahingehend, dass sich die Aussichten sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern zunehmend eintrüben. Die geringen Wachstumsaussichten werden durch Handelskonflikte und politische Unsicherheiten weiter belastet und schwächen so das öffentliche Vertrauen bzw. führen zu Investitionshemmnissen. Die OECD rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum der Weltwirtschaft i.H.v. 2,9 Prozent, für das kommende Jahr werden 3,0 Prozent erwartet. Deutschland ist aufgrund seiner Exportabhängigkeit davon überproportional betroffen. Hier prognostiziert die OECD ein Wachstum von 0,5 Prozent in 2019 und 0,6 Prozent in 2020.[1] Diese Prognose deckt sich mit der Erwartung der Bundesregierung. Diese rechnet ebenfalls mit einem Wirtschaftswachstum i.H.v. 0,5 Prozent in 2019 und 1,0 Prozent in 2020.[2] Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich in ihrer Gemeinschaftsprognose zur konjunkturellen Entwicklung der Bundesregierung für 2019 angeschlossen. Für 2020 prognostizieren sie jedoch ein leicht höheres Wachstum von 1,1 Prozent.[3]

Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich in 2019 zunehmend verschlechtert. Im Oktober liegt der ifo Geschäftsklimaindex bei nur noch 94,6 Punkte im Vergleich zum Jahresbeginn (99,9 Punkte). Dies liegt im Wesentlichen in einer schlechteren Einschätzung der aktuellen Lage (97,8 Punkte; Januar 2019: 105,0 Punkte). Auch die Erwartungen der Unternehmen gingen im Jahresverlauf zurück, sie konnten sich zuletzt jedoch etwas aufhellen (91,5 Punkte; Januar 2019: 95,1 Punkte).[4] Die Verbraucherpreise sind zu Beginn des vierten Quartals 2019 um 1,1 Prozent gestiegen. Damit schwächte sich die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - jedoch um 0,5 Prozentpunkte seit Juni 2019 wieder ab.[5]

Hinsichtlich Handel und Dienstleistungen ist insbesondere im Bereich Großhandel und unternehmensnahe Dienstleistungen die Abkühlung der Weltwirtschaft und in deren Folge auch der deutschen Industrie spürbar. Zwar gehen im Handel die Investitions- und Beschäftigungspläne zurück, doch bleiben die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage stabil und im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen relativ hoch. Einzig die Erwartungen sinken deutlich und erstmalig seit Anfang 2013 wieder in den negativen Bereich. Im Großhandel gehen auch die Beschäftigungspläne zurück, jedoch ist kein Beschäftigungsabbau zu erwarten. Der Fachkräftemangel bleibt auch im Handel ein wirtschaftliches Risiko. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern trübt sich die Stimmung ein und auch der Blick in die Zukunft sorgt für Zurückhaltung. Allerdings liegen die Erwartungen noch über dem Schnitt der Gesamtwirtschaft. Auch die verbundenen Dienstleister trifft der Abschwung in der Industrie zunehmend deutlich. Die Investitionspläne der Dienstleistungsbranche sinken insgesamt, fallen aber im Vergleich der Gesamtwirtschaft noch am zuversichtlichsten aus. Ebenso setzt sich der Beschäftigungsaufbau weniger dynamisch fort.[6]

Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins weiterhin auf seinem historischen Tiefstwert von 0,0 Prozent. Im Frühjahr 2016 wurde der zentrale Zinssatz auf diesen Wert abgesenkt. Die amerikanische Notenbank hat hingegen in ihrer Sitzung am 30. Oktober 2019 die Geldpolitik gelockert und den Leitzins auf 1,5-1,75 Prozent gesenkt. In Großbritannien liegt der Leitzins dagegen stabil bei 0,75 Prozent.[7]

Die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen ist wesentlich für die Finanzierung des Gesundheitssystems. Im ersten Halbjahr 2019 haben die gesetzlichen Krankenkassen mehr ausgegeben als sie eingenommen haben. So stehen Einnahmen in Höhe von 124,7 Milliarden Euro Ausgaben in Höhe von 125,2 Milliarden Euro gegenüber. Trotz des leichten Defizits liegen die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen immer noch bei rund 20,8 Milliarden Euro, was einer Finanzreserve von mehr als dem Vierfachen der gesetzlich geforderten Mindestreserven entspricht.[8]

Die gesetzliche Krankenversicherung hat, wie die anderen Sozialversicherungszweige, durch die weiterhin günstige Entwicklung der Beitragseinnahmen des Gesundheitsfonds bei einem Anstieg der beitragspflichtigen Einnahmen im 1. Halbjahr 2019 von 4,4 Prozent, von der positiven Lohn- und Beschäftigungsentwicklung profitiert.

Die Ausgaben für Krankenhausbehandlung sind im 1. Halbjahr 2019 um 2,9 Prozent moderat gestiegen.

Neben der Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen zum 1. Januar 2019 prägte insbesondere die Diskussion um die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System die gesundheitspolitische Diskussion. Zum 1. Januar 2019 wurden erstmalig Pflegepersonaluntergrenzen für die Bereiche Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie durch die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) in Kraft gesetzt. Seit dem 1. April 2019 wird die Nichteinhaltung der Untergrenzen mit Sanktionen belegt. Die Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen hat den Wettbewerb um bereits aktuell nicht ausreichend vorhandene Fachkräfte verschärft, so dass Krankenhäuser unter den regulatorischen Rahmenbedingungen immer häufiger Kapazitäten vom Netz nehmen müssen. Mit der Anpassung der PpUGV vom 28. Oktober 2019 erfolgte eine Erweiterung bzw. Erhöhung der Pflegepersonaluntergrenzen ab dem 1. Januar 2020. Dies wird den Wettbewerb um Fachkräfte nochmals erhöhen.

Eine deutliche Veränderung der Finanzierung der Krankenhäuser sieht das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) ab dem Jahre 2020 vor. Ab dem Jahr 2020 werden die Pflegepersonalkosten der Krankenhäuser aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliedert und parallel zu den DRG-Fallpauschalen über ein krankenhausindividuelles Pflegebudget nach dem Selbstkostendeckungsprinzip finanziert. Die Ausgestaltung der Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System wurde insbesondere durch die Pflegebudgetverhandlungsvereinbarung vom 23. September 2019 und die Pflegepersonalkostenabgrenzungsvereinbarung vom 18. Februar 2019 konkretisiert. Gleichzeitig wird die Komplexität der Leistungs- und Entgeltverhandlungen aufgrund des individuell zu verhandelnden Pflegebudgets deutlich zunehmen.

In der Gesamtbetrachtung steht die Krankenhauslandschaft in Deutschland durch diese zahlreichen Maßnahmen vor den größten strukturellen und ökonomischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte, denen es trotz der bestehenden Unsicherheit aktiv zu begegnen gilt.

2. Geschäftsverlauf der Sana-Catering-Service GmbH

Umsatzentwicklung

Die Sana-Catering-Service GmbH konnte das Geschäftsjahr mit einer sehr zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung abschließen. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr (48.478 TEUR) um 3,18 % auf 50.018 TEUR und lagen damit leicht über Plan. Ausschlaggebend für den Umsatzzuwachs ist die Übernahme der Patientenversorgung am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont zum 01.01.2019.

Der Anteil des Umsatzes mit nicht verbundenen Gesellschaften betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 16,1 % (Vj. 16,1 %).

Kostenentwicklung

Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (19.416 TEUR) um 724 TEUR auf 20.140 TEUR und lag damit geringfügig über dem Plan von 20.075 TEUR. Bedingt durch Tariflohnsteigerungen sowie der Zunahme personalintensiver Umsätze erhöhte sich die Personalaufwandsquote im Berichtszeitraum von 40,1 % auf 40,3 %. Im Gegenzug verringerte sich die Materialaufwandsquote von 46 % auf 45,8 % und lag damit über Plan.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Neu- und Ersatzbeschaffungen i.H.v. 217 TEUR (Vj. 868 TEUR) getätigt. Die durchgeführten Investitionen lagen damit deutlich über dem Abschreibungsrahmen von 356 TEUR (Vj. 478 TEUR). Im Wesentlichen wurde in Regenerierwägen investiert.

Personal- und Sozialbereich

Derzeit beschäftigt die Gesellschaft durchschnittlich 592 Mitarbeiter auf der Berechnungsbasis Vollzeitkräfte (Vj. 583). Alle Mitarbeiter der Sana-Catering-Service GmbH werden aufgabengerecht geschult. Neben Kurztrainings (Training2go) wird auch auf das Angebot der Sana Management Service GmbH mit Führungs-Werkstatt und Sana Managementakademie sowie bei zertifizierten Fachschulungen auf externe Angebote zurückgegriffen. Zudem haben sich das Traineeprogramm und das Mentorenprogramm als wichtige Instrumente der Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeiterbindung etabliert.

Umweltschutz und Hygiene

Die gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz werden eingehalten. Bei der Auswahl und Listung der Lieferanten wird auf Umweltaspekte Wert gelegt. Auch die Auswahl und der Umgang mit Reinigungs-, Desinfektions- und weiteren Behandlungsmitteln erfolgt nach Umweltgesichtspunkten. Zur korrekten Entsorgung von Abfällen beraten sowohl der Abfallbeauftragte der Klinik als auch die Effizienzbörse die Verantwortlichen der Sana-Catering-Service GmbH. Der Abfallbeauftragte der Klinik überwacht die Einhaltung der entsprechenden Richtlinien. Durch eine Analyse der Produktionsprozesse konnten auch positive Effekte für die Umwelt erzielt werden.

Die Hygiene nimmt einen hohen Stellenwert bei der Sana-Catering-Service GmbH ein, da die Einhaltung von Hygienevorschriften im Hinblick auf Patientensicherheit einen wichtigen Baustein der Qualitätssicherung im Krankenhaus bzw. im Gesundheitswesen darstellt. Die Sana-Catering-Service GmbH ist dabei in das Hygienemanagementsystem der jeweiligen Kliniken eingebunden und arbeitet eng mit den Klinikhygieneabteilungen sowie der Abteilung Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit der Sana Management Service GmbH zusammen. Zudem erfolgt bei der Standardisierung von hygienerelevanten Prozessen der Sana-Catering-Service GmbH eine Einbindung des Bereiches Hygiene und Infektiologie der Sana Kliniken AG.

Alle Mitarbeiter der Sana-Catering-Service GmbH werden regelmäßig in den Bereichen Umweltschutz und Hygiene geschult. Die Schulungsmaßnahmen werden im Rahmen des Qualitätsmanagements der Sana-Catering-Service GmbH dokumentiert.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenswert der Sana-Catering-Service GmbH wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen insbesondere die Beziehungen der Gesellschaft zu Kliniken und Mitarbeitern sowie zu weiteren Dienstleitungsgesellschaften der Sana Kliniken AG. In Summe lassen diese Angaben Rückschlüsse darauf zu, inwieweit es dem Unternehmen gelingt,

als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter auszubilden und an sich zu binden,

das Dienstleistungsangebot so auszurichten, dass die Kernprozesse der Kunden durch effizientes Schnittstellenmanagement unterstützt werden,

die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern sowie

Ablauf und Dienstleistungsprozesse so zu gestalten, dass Ressourcen geschont und effizient eingesetzt werden.

Diese Aspekte sind nach Überzeugung der Sana-Catering-Service GmbH wesentliche Bausteine einer zukunftsweisenden erfolgreichen Positionierung im Wettbewerb. Unterstützend werden hierfür innovative Digitalisierungsprojekte zur wettbewerbsfähigen Weiterentwicklung des Dienstleistungsportfolios identifiziert und der Umsetzungsgrad monitort.

3. Darstellung der Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr um 8,6 % von 1.622 TEUR auf 1.482 TEUR gesunken. Die Anlagenintensität reduzierte sich somit von 23,5 % auf 19,3 %.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände belaufen sich zum Jahresende auf 5.509 TEUR (Vj. 4.532 TEUR). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 546 TEUR. Des Weiteren bestehen hauptsächlich Forderungen gegenüber der Sana Kliniken AG aus dem Cash Pooling. Die Forderungsquote bezogen auf die Bilanzsumme beträgt 71,6 % (Vj. 65,7 %). Bei den Forderungen besteht nahezu kein Ausfallrisiko, da es sich fast vollständig um konzerninterne Forderungen handelt.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich bezogen auf die Bilanzsumme von 75,7 % auf 80,7 %.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Jahresende auf 3.608 TEUR (Vj. 3.025 TEUR). Von den Verbindlichkeiten entfallen 1.952 TEUR (Vj. 1.605 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und 1.359 TEUR (Vj. 972 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Rückstellungen belaufen sich auf 2.112 TEUR (Vj. 1.895 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Finanz- und Liquiditätslage

Die Finanz- und Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2019 kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. Dank eines stringenten Cash-Managements war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gesichert. Die gesamten Investitionsmaßnahmen konnten aus dem operativen Cash-Flow finanziert werden. Das Gesellschafterdarlehen gegenüber der Sana Kliniken AG konnte um weitere 58 TEUR reduziert werden.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Wirtschaftsjahr aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme leicht von 28,6 % auf 25,6 %. Entsprechend stieg die Fremdkapitalquote von 71,4 % auf 74,4 %.

Es besteht eine unbefristete Vereinbarung mit der Sana Kliniken AG, Ismaning, zum Cash-Pooling mit dem Ziel, die verfügbaren Finanzmittel optimal zu nutzen. In diesem Zusammenhang wurde der Gesellschaft eine interne Kontokorrentlinie i.H.v. 1.500 TEUR eingeräumt. Guthaben bzw. Inanspruchnahmen im Rahmen des Cash-Poolings werden marktadäquat verzinst. Die Kontokorrentlinie wurde aufgrund verzögert eingegangener Einzahlungen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen einmalig im Januar 2019 in Anspruch genommen.

Ertragslage

Das geplante Jahresergebnis 2019 von 975 TEUR konnte mit 1.952 TEUR um 977 TEUR (Vj. 1.604 TEUR) stark übertroffen werden. Wesentlich hierfür war die weiterhin im Unternehmen verbliebene Leistungserbringung an den Sana Kliniken Ostholstein und Lübeck. Weiterhin lagen geplante Teuerungsraten im Sachkostenbereich weit unter den Erwartungen.

4. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden branchenüblich von der Gesellschaft nicht ausgeführt.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Sana Kliniken AG hat ein konzernweit einheitliches Risikomanagementsystem etabliert, um frühzeitig potentielle Risiken und Chancen zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten. Gleichfalls übt das Risikomanagementsystem eine Steuerungsfunktion aus, welche auf der Ergreifung geeigneter Maßnahmen basiert. Die Bündelung der Risiken und Chancen aller Tochtergesellschaften im konzernweiten Risikomanagementsystem erlaubt hierbei einen Vergleich der jeweils ergriffenen Maßnahmen und unterstützt bei der Etablierung einer "best practice" bei ähnlich gelagerten Sachverhalten. Auf Konzernebene werden zusätzlich zentrale Risiken formuliert und gesteuert.

Die Erfassung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung wesentlicher Risiken erfolgt gemäß der in der Konzern-Richtlinie Risikomanagement formulierten Kriterien in einer konzernweit eingesetzten Software. Dadurch wird eine einheitliche Bearbeitung des Risikomanagements im Sana Konzern sichergestellt.

Die in der Risikomanagement-Software erfassten Informationen werden regelhaft einmal pro Quartal an den Vorstand der Sana Kliniken AG berichtet. Zusätzlich besteht eine Pflicht der Tochtergesellschaften zur Ad-hoc-Risikoberichterstattung an den Vorstand der Sana Kliniken AG.

Die Angemessenheit und Effektivität des Risikomanagementsystems wird in regelmäßigen Prüfungen und Beratungsleistungen externer Dritter sowie des Konzerncontrollings beurteilt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Sana Kliniken AG einen Prüfungsausschuss bestellt, der sich mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems befasst.

Risiken mit besonderem Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Durch die erfolgreichen Akquisitionen der Sana Kliniken AG wird auch das Unternehmenswachstum der Sana-Catering-Service GmbH forciert. Folglich erhöhen sich die Anforderungen an die interne Organisation und Optimierung der Geschäftsprozesse.

Als weiteres Risiko wird im Risikomanagementsystem die Besetzung von offenen Stellen mit geeignetem Personal genannt, ein Branchenproblem aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels.

Chancen mit besonderem Einfluss auf Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Als Chance wird das interne und externe Wachstum der Sana Kliniken AG gesehen. Die Sana-Catering-Service GmbH erhält dadurch neues Beauftragungspotential im Bereich der Speiseversorgung und damit verbundenen Dienstleistungen. Darüber hinaus können Skalen- und Standardisierungseffekte im Einkauf und für Investitionen generiert sowie innovative Trends adaptiert werden.

Bestandsgefährdende Risiken

Für den Prognosezeitraum von einem Jahr liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor.

6. Prognosebericht

Die Sana-Catering-Service GmbH hat als Gesellschaft der Sana Kliniken AG ihre jährliche Unternehmensplanung auf Basis eines konzernweit standardisierten Planungsprozesses erstellt. Dabei werden die individuellen Leistungsdaten, erwartete mikro- und makroökonomische Rahmenbedingungen sowie die zukünftige Ausrichtung des Portfolios der Einzelgesellschaft berücksichtigt.

Durch die Vertragsstrukturen innerhalb der Sana Kliniken AG ist eine mittelfristige Sicherung der Geschäftsgrundlage gegeben. Vorrangiges Ziel wird es deshalb auch weiterhin sein, die Bestandsbetriebe und Neukunden wirtschaftlich zu entwickeln, die Kundenzufriedenheit durch die Berücksichtigung von regionalen Bedürfnissen in der Speisenversorgung zu erhöhen sowie den Ausbau innovativer Versorgungstechnologien weiter voranzutreiben. Durch die Zentralisierung sowohl von Unterstützungsprozessen (Supply Chain Management) als auch operativen Konzepten (Zentralküchen) werden einerseits Kostenoptimierungen als auch Qualitätsstandards weiter ausgebaut. Die Gesellschaft wird sich weiterhin als Dienstleister positionieren, der sowohl durch Eigenbewirtschaftung als auch wirtschaftlich sinnvolle Fremdvergabe Kosteneffekte für seine Kunden generiert.

Aufgrund der Neuaufträge an den Sana Kliniken Düsseldorf (Cafeterien), Bad Doberan (Patienten- und Mitarbeiterversorgung sowie Cafeteria), Ev. Krankenhaus Gottesfriede Woltersdorf (Warenlieferung und Cafeteria) und der Weiterführung der Leistungserbringung in der Großküche Lensahn wird trotz der Auswirkungen der weltweiten Covid 19-Krise das geplante Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1.500 TEUR in 2020 erreicht. Mittelfristig rechnen wir mit leicht sinkenden Umsätzen und leicht steigenden Materialaufwendungen. Dies resultiert im Wesentlichen auf rückgängigen Belegungszahlen in den Krankenhäusern sowie veränderten Cafeteria Konzepten aufgrund der Hygieneverordnungen der Bundesländer. Zudem führen weitere Tariflohnsteigerungen, die über den geplanten Erwartungen liegen, zu deutlich steigenden Personalkosten (Dreistufige Anhebung des Mindestlohns).

Großen Wert werden wir auch weiterhin auf die Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Führungskräfte und Mitarbeiter legen, die über die in der Sana Management Service GmbH eingerichtete Personalentwicklungsabteilung sichergestellt werden.

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Entgegen § 289f Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 36 GmbHG wurden keine Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer festgelegt. Des Weiteren wurden entgegen § 289 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 52 Abs. 2 GmbHG seitens der Gesellschafterversammlung keine Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung festgelegt.

 

Ismaning, 22. Dezember 2020

Klaus Wiendl, Geschäftsführer

[1] OECD Interim Economic Outlook, September 2019

[2] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Herbstprojektion 2019, Oktober 2019

[3] Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019: Industrie in der Rezession - Wachstumskräfte schwinden, September 2019

[4] ifo Geschäftsklimaindex - Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen, Oktober 2019

[5] Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 434 vom 13. November 2019

[6] DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2019

[7] Finanzen.net - Leitzinsen (aufgerufen am 19. November 2019)

[8] Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung Nr. 29 vom 4.September 2019, Berlin

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 1.482.284,63 1.622.254,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.770,00 25.049,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.770,00 25.049,00
II. Sachanlagen 1.464.514,63 1.597.205,93
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.393.445,00 1.017.706,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.069,63 579.499,93
B. Umlaufvermögen 6.202.626,12 5.217.432,40
I. Vorräte 598.910,36 570.224,86
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 598.910,36 570.224,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.508.717,44 4.532.237,74
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 499.869,67 379.453,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.074.520,99 1.273.595,26
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.934.326,78 2.879.188,78
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 94.998,32 114.969,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.999,71 12.839,71
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 41.536,47
Summe Aktiva 7.693.910,46 6.894.063,51

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 1.973.814,89 1.973.814,89
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 114.600,00 114.600,00
1. andere Gewinnrücklagen 114.600,00 114.600,00
III. Gewinnvortrag 1.359.214,89 1.359.214,89
B. Rückstellungen 2.112.200,00 1.895.000,00
1. sonstige Rückstellungen 2.112.200,00 1.895.000,00
C. Verbindlichkeiten 3.607.895,57 3.025.248,62
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.358.502,18 971.601,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.951.727,83 1.604.981,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.736,15 171.848,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 227.929,41 276.817,83
Summe Passiva 7.693.910,46 6.894.063,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Betriebsergebnis 1.954.318,84 1.638.121,04
a) Rohergebnis 27.852.362,73 27.105.463,27
Gesamtleistung 50.016.339,63 48.478.856,12
Umsatzerlöse 50.017.695,35 48.478.428,78
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.355,72 427,34
sonstige betriebliche Erträge 752.613,53 913.296,59
Materialaufwand 22.916.590,43 22.286.689,44
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.400.253,00 19.491.207,52
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.516.337,43 2.795.481,92
b) Personalaufwand 20.140.205,28 19.415.998,94
Löhne und Gehälter 16.550.175,00 15.948.905,99
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.590.030,28 3.467.092,95
c) Abschreibungen 356.284,09 478.201,88
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 5.401.554,52 5.573.141,41
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -965,91 -7.121,96
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.977,93 2.361,58
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.943,84 9.483,54
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.340,78 18.314,50
4. Ergebnis nach Steuern 1.960.693,71 1.612.684,58
5. sonstige Steuern 8.965,88 7.703,39
6. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -1.951.727,83 -1.604.981,19
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.951.727,83 1.604.981,19
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang 2019

Sana-Catering-Service GmbH, Ismaning

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Gegenstand des Unternehmens ist der Vollverpflegungsservice einschließlich der Bewirtschaftung von Verpflegungsbereichen und Cafeterien für Krankenhäuser, Pflegeheime, Behörden sowie Industrie- und Verwaltungsunternehmen. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar zu dienen geeignet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Die Gesellschaft hat als große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 3 HGB den Jahresabschluss nach den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufzustellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist unter Sana-Catering-Service GmbH mit Sitz in Ismaning im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 146961 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 256a HGB) unter Berücksichtigung der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer bewertet. Die Einrichtungen und Ausstattungen werden über einen Zeitraum von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Bankguthaben werden zu Nominalbeträgen am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden die Vorauszahlungen für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag zeitanteilig ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Auf Grund des Wahlrechtes gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern nicht bilanziert. Bei einem konzerneinheitlich geltenden Steuersatz in Höhe von 30,0 % hätte sich ein aktiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 68,1 (Vj. TEUR 30,7) ermittelt. Dieser resultiert aus den sonstigen Rückstellungen.

Im Geschäftsjahr ergaben sich - wie im Vorjahr - keine passiven latenten Steuern.

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens und die Entwicklung der kumulierten Anschaffungskosten und Abschreibungen in 2019 sind nachfolgend in einem Anlagennachweis dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Softwarelizenzen. Die Abschreibungsdauer der Softwarelizenzen beträgt 3 Jahre.

(3) Vorräte

Die Vorräte enthalten im Wesentlichen Lebensmittel.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich nach Laufzeiten wie folgt auf:

31.12.2019
Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
in Jahren
TEUR bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 500 500 0
(Vj. 379) (Vj. 379) (Vj. 0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.075 2.075 0
(Vj. 1.274) (Vj. 1.274) (Vj. 0)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.934 2.934 0
(Vj. 2.879) (Vj. 2.879) (Vj. 0)
5.509 5.509 0
(Vj. 4.532) (Vj. 4.532) (Vj. 0)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.447 aus einem Cash-Pooling-Guthaben bei der Sana Kliniken AG

(Vj. TEUR 1.192) sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 628 (Vj. TEUR 81). Der Anstieg des Cash-Pooling Guthabens korrespondiert mit dem Jahresergebnis und der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenständen enthalten u.a. Abgrenzung erwarteter Rückvergütungen (TEUR 1.282; Vj. TEUR 1.071).

(5) Kassenbestand

Die flüssigen Mittel betreffen Kassenbestände.

(6) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen von TEUR 115 resultieren aus der BilMoG-Umstellung in 2010.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 371 Vj. TEUR 397) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.710, Vj. TEUR 1.472).

(8) Verbindlichkeiten

31.12.2019
Gesamt
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit in Jahren bis 1 Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.358 1.358
(Vj. 971) (Vj. 971)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.952 1.952
(Vj. 1.605) (Vj. 1.605)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70 70
(Vj. 172) (Vj. 172)
Sonstige Verbindlichkeiten 228 228
(Vj. 277) (Vj. 277)
3.608 3.608
(Vj. 3.025) (Vj. 3.025)
31.12.2019 davon mit einer Restlaufzeit
in Jahren
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
(Vj. 0) (Vj. 0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0
(Vj. 0) (Vj. 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
(Vj. 29) (Vj. 0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
(Vj. 0) (Vj. 0)
0 0
(Vj. 29) (Vj. 0)

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter entfallen in voller Höhe von TEUR 1.952 (Vj. TEUR 1.605) auf Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Darlehensverpflichtung gegenüber der Sana Kliniken AG (TEUR 29; Vj. TEUR 87) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (TEUR 40; Vj. TEUR 85).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vorjahr mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren betrafen Darlehensverbindlichkeiten.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung Dezember in Höhe von TEUR 134, (Vj. TEUR 134) sowie der Umsatzsteuerschuld Dezember (TEUR 76, Vj TEUR 122).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus der Bereitstellung der Patientenverpflegung (TEUR 38.638, Vj. TEUR 39.927), der Bewirtschaftung von Cafeterien (TEUR 5.471, Vj. TEUR 5.320) sowie der Belieferung externer Kunden (TEUR 2.601, Vj. TEUR 2.480) zusammen.

In den Umsatzerlösen sind TEUR 145 (Vj. TEUR 30) periodenfremde Erlöse, im Wesentlichen aus Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen, enthalten.

Des Weiteren sind in den Umsatzerlösen Erlöse aus Sachbezugsgewährung (TEUR 162; Vj. TEUR 156) enthalten.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Personalkostenerstattungen (TEUR 144 Vj. TEUR 135) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 115, Vj. TEUR 524) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 104) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen aus nichtabziehbarer Vorsteuer TEUR 90 (Vj. TEUR 104).

(3) Materialaufwand

Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Beschaffungskosten für den Speisen-,

Lebensmittel- und Warenbezug (TEUR 19.216, Vj. TEUR 18.123), Fremdleistungen für Service, Transport und Reinigung (TEUR 1.437, Vj. TEUR 1.186) sowie Fremdpersonal (TEUR 575, Vj. TEUR 1.047) enthalten.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für zentrale Verwaltungsdienstleistungen (TEUR 2.947, Vj. TEUR 2.727), Miet- und Leasingkosten (TEUR 687, Vj. TEUR 705); EDV Aufwand (TEUR 351, Vj. TEUR 384), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 60, Vj. TEUR 114) sowie Instandhaltung (TEUR 200, Vj. TEUR 223).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 157 (Vj. TEUR 174) enthalten.

(5) Finanzergebnis

Es sind keine wesentlichen Erträge oder Aufwendungen aus der Auf- oder Abzinsung enthalten.

(6) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Sana Immobilien Service GmbH fallen keine laufenden Ertragsteuern an.

E. Sonstige Angaben

(1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 312 (Vj. TEUR 151) aus der Anmietung von Flächen und gegenüber externen Unternehmen in Höhe von TEUR 665 (Vj TEUR 782), die aus der Anmietung externer Betriebseinrichtungen, Kraftfahrzeugen und Maschinen resultieren.

(2) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es lagen unter der Berücksichtigung von § 285 Nr. 21 Teilsatz 2 HGB keine berichtspflichtigen marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor.

(3) Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2019 bestellt:

Herr Klaus Wiendl, Gebäudereinigungsmeister

(4) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9a HGB verzichtet.

(5) Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer lt. § 285 Ziff. 7 HGB

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 799 Mitarbeiter (Vj. 802) beschäftigt.

(6) Unternehmensverbindungen

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Sana Kliniken AG, Ismaning, dem Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Sana Immobilien Service GmbH, Ismaning, die wiederum eine 100%ige Tochter der Sana Kliniken AG, Ismaning, ist.

(7) Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Sana Kliniken AG, Ismaning, einbezogen wird.

(8) Nachtragsbericht

Nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf oder die Lage der Gesellschaft haben.

Für die Auswirkungen des Coronavirus (COVID 19-Coronavirus SARS-CoV-2) auf unsere Geschäftstätigkeit verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Kapitel Prognosebericht.

F. Verwendung des Jahresergebnisses

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Sana Immobilien Service GmbH, der Jahresüberschuss wird an die Sana Immobilien Service GmbH abgeführt.

 

Ismaning, den 22. Dezember 2020

Sana-Catering-Service GmbH

Klaus Wiendl, Geschäftsführer

Beschlüsse

Die Gesellschafterversammlung billigt einstimmig den mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der Sana-Catering-Service GmbH nebst Lagebericht.

Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung der Anschaffungswerte
01.01.2019
EUR
Umbuchung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 271.549,21 0,00 0,00 36.359,67
271.549,21 0,00 0,00 36.359,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.698.832,25 579.499,93 145.910,16 185.705,97
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 579.499,93 -579.499,93 71.069,63 0,00
4.278.332,18 0,00 216.979,79 185.705,97
Gesamt: 4.549.881,39 0,00 216.979,79 222.065,64
Entwicklung der Abschreibungen
31.12.2019
EUR
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 235.189,54 246.500,21 7.279,00 36.359,67
235.189,54 246.500,21 7.279,00 36.359,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.238.536,37 2.681.126,25 349.005,09 185.039,97
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.069,63 0,00 0,00 0,00
4.309.606,00 2.681.126,25 349.005,09 185.039,97
Gesamt: 4.544.795,54 2.927.626,46 356.284,09 221.399,64
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 217.419,54 17.770,00 25.049,00
217.419,54 17.770,00 25.049,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.845.091,37 1.393.445,00 1.017.706,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 71.069,63 579.499,93
2.845.091,37 1.464.514,63 1.597.205,93
Gesamt: 3.062.510,91 1.482.284,63 1.622.254,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sana-Catering-Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sana-Catering-Service GmbH, Ismaning - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sana-Catering-Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte

Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und erstellten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 27. März 2020 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 22. Dezember 2020 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Ergänzung des Jahresabschlusses hinsichtlich der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, insbesondere die Erstellung eines Anhangs, sowie auf den im Rahmen der Änderung der Rechnungslegung zusätzlich erstellten Lagebericht bezog.

 

Stuttgart, 27. März 2020 / begrenzt auf die vorgenannte Änderung: 22. Dezember 2020

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