IMST Design+Systems International GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Litschke seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Winfried Simon seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Arnd Neborg seit 9.10.2025 | Prokura |
Frank Henkel seit 7.10.2014 | Prokura |
Rüdiger Dr. Follmann seit 7.10.2014 | Prokura |
Matthias Franz Prof. Dr. Geißler seit 17.3.2008 | Prokura |
Johannes Dr.-Ing. Borkes seit 14.1.2005 | Prokura |
Peter Dr. Waldow seit 14.1.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
| 2.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.00% | |
IMST GmbHEigenbeteiligung | 11.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IMST GmbHKamp-LintfortJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Anhang zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und wird beim Amtsgericht Kleve unter der Nummer HRB 6737 geführt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden handelsrechtlichen und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Nähere Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachfolgend dargestellt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände, einschließlich des Firmenwerts, sind zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt (§ 253 I 1, III HGB); die Nutzungsdauern sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR, die in Vorjahren in einem Pool erfasst wurden, werden weiterhin über 5 Jahre abgeschrieben. Es besteht eine Beteiligung i.H.v. 60% an der IMST Design + Systems International GmbH, Kamp-Lintfort (Gründung im September 2006, Eigenkapital 145 TEUR). Der letzte festgestellte Jahresabschluss (Geschäftsjahr 2022) der IMST Design + Systems International GmbH endete mit einem Jahresüberschuß i.H.v. 17,3 TEUR. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in nachfolgendem Anlagespiegel dargestellt: ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2023
Finanzanlagen Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB). Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist zu Anschaffungskosten erfolgt. Die unfertigen Leistungen und die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt (§ 253 I HGB). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Von den zu Rechnungsbeträgen bewerteten Forderungen wurden Pauschalwertberichtigungen abgesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden zu Rechnungsbeträgen abzgl. einer angemessenen Pauschalwertberichtigung angesetzt. Die Forderungen bestehen auf Grund von Leistungsbeziehungen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Posten sind ausnahmslos rechtlich bis zum Abschlussstichtag entstanden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde entsprechend § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB i.V.m. Richtlinie 6.5 EStR in den Vorjahren gebildet und beinhaltet Investi-tionszuschüsse für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen und Gegenständen des Sachanlagevermögens. Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen beinhalten Verbindlichkeiten aufgrund der Veranlagungen des Vorjahres und des laufenden Jahres. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (künftige Arbeiten an verlustbehafteten Projekten; T€ 1.446). Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen wurde eine Abzinsung nach Maßgabe der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätze vorgenommen. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes wurden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Tilgungsdarlehen i.H.v. 101 TEUR. Die Sicherung dieses Darlehens erfolgt über eine Grundschuld. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 287 (Vorjahr: T€ 323) auf Steuern und T€ 45 (Vorjahr: T€ 48) auf noch abzuführende Sozialversicherungsabgaben. Fremdwährungsumrechnung Beträge in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Einstellungen und Auflösungen des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Im Berichtsjahr wurden keine Beträge in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt; die Auflösung betrug T€ 29 (Vorjahr: T€ 29). Personalaufwand Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 123 wissenschaftlich-technische Mitarbeiter, 14 kaufmännische Mitarbeiter und 11 Aushilfskräfte und Studenten (im Vorjahr 126 wissenschaftlich-technische, 13 kaufmännische Mitarbeiter, 13 Aushilfskräfte und Studenten) beschäftigt. Sonstige Erläuterungen und Angaben Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Finanzielle Verpflichtungen Die aus bereits getätigten Bestellungen resultierenden Verpflichtungen bewegten sich im Rahmen des üblichen. Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer in Höhe einer Summe von T€ 3.249. Der Haftungsbescheid des Finanzamtes enthält kein Leistungsgebot. Organe Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Prof. Dr. Peter Waldow (Ingenieur der Elektrotechnik), Mülheim.
Kamp-Lintfort, den 30.03.2024 Dr. Peter Waldow Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Berichterstattung über Branchensituation und Gesamtwirtschaft Das Geschäftsjahr 2023 war für die IMST GmbH von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland war immer noch durch eine langsame Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie geopolitischen Spannungen beeinflusst, die zu Unsicherheiten auf den für die IMST GmbH relevanten Märkten führten. Die IMST GmbH ist ein international tätiges Ingenieurbüro und Schaltungs-Designhaus mit Schwerpunkten in der kommerziellen Funktechnik und der Mikroelektronik. Damit gehört die IMST GmbH zum Bereich der Kommunikationstechnik/Mikroelektronik innerhalb der Elektrotechnik bzw. Elektronikindustrie. Die deutsche Elektrotechnik/Elektronikindustrie ist sowohl nach Umsatz und Anzahl der Beschäftigten eine der großen Industriebereiche Deutschlands. Das beschriebene volatile Geschäftsumfeld wirkte sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich industrielle Erlöse der berichtenden IMST GmbH aus. Deren Ertragslage war im Vergleich zum Vorjahr leicht negativ. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die IMST GmbH erzielte im Kalenderjahr 2023 unter Berücksichtigung der Erhöhung bzw. der Verminderung des Bestandes an unfertigen Arbeiten eine Gesamtleistung in Höhe von 16.034 TEUR (2022: 14.710 TEUR), also eine Steigerung von 9,0% (nach 47% Rückgang) verglichen jeweils mit dem Vorjahr. Diese Steigerung blieb unter den Erwartungen der Gesellschaft. Pandemiebedingt konnten in 2023 immer noch Verzögerungen bei der Beauftragung bzw. der Bearbeitung von Aufträgen, teilweise auch bei den Bewilligungen im Bereich der öffentlich-rechtlichen Forschungsprojekte festgestellt werden. Insgesamt war allerdings die pandemiebedingte negative Entwicklung der gesamten Branche Elektrotechnik der letzten Jahre in 2023 kompensiert in Richtung einer normalen Entwicklung. Das Ergebnis ohne Bestandsveränderungen fertiger/unfertiger Erzeugnisse war mit 15.588 T€ ebenfalls etwas stärker im Vergleich zum Vorjahr (13.784 T€, +13%). Die öffentlichen, teilfinanzierten Forschungsprojekte trugen mit 5.132 TEUR deutlich positiv zum Geschäftsergebnis bei, nach 4.043 TEUR im Vorjahr (+27%). Unter Einbeziehung der festgebuchten Aufträge aus öffentlichen Forschungskonsortien lag der Gesamtauftragsbestand zum Ende der Berichtsperiode 2023 bei 11.115 TEUR (nach 16.834 TEUR Ende 2022) und deckt damit eine Reichweite von etwa 10 Monaten ab. Der Auftragsbestand aus Industrieprojekten zum Ende des Berichtszeitraums 2023 betrug 3.750 TEUR und liegt damit etwa auf dem halben Vorjahres-Vergleichswert (7.582 TEUR in 2022). 3. Angaben zum Produktportfolio Die IMST GmbH hat im Berichtszeitraum sich weiterhin als Projektentwickler und Systemintegrator komplexer Systeme sowie zum Anbieter elektronischer Komponenten und Produkte positioniert, mit Schwerpunkten Industrie, Automotive und Luftfahrt. IMST bietet qualitativ hochwertige Ingenieurdienstleistungen im Bereich der kommerziellen Funkkommunikationstechnik und Mikroelektronik an. Das Unternehmen partizipiert seit Jahren an nationalen und europäischen Forschungskonsortien des BMBF, BMWK und der EU, zusammen mit Universitäten und Partnern aus Mittelstand und (Groß-) Industrie. Diese enge Kooperation bringt das Unternehmen in die Lage, auf den regulären Wirtschaftsmärkten standardisierte, fertig konfektionierte Lösungen, Services und Produkte anzubieten, die von der heimischen Industrie und vom Mittelstand gerne beauftragt bzw. beschafft werden. Diese Wertschöpfung in Form modulartiger, vorkonfektionierter Produkte und Halbfertiglösungen wird ermöglicht durch Vorentwicklung in den öffentlichen, im Wettbewerb vergebenen, Forschungsprojekten, die prinzipiell (aufgrund ihrer Teilfinanzierung) stets negativ zum Jahresergebnis beitragen. Bekanntlich gelang es dem Unternehmen, die seit 2016 entwickelte XPU-Technologie in einer speziell aufbereiteten Software erstmalig einem Unternehmen in 2021 zur Verfügung zu stellen, mit einem erheblichen Sonderertrag. Versuche der Wiederholung einer Lizenzierung bei anderen Unternehmen sind bislang nicht erfolgreich verlaufen, werden aber beständig versucht. Internetbasierte Vertriebskanäle in Form eines Webshops werden im Dienstleistungsgeschäft sowie im internationalen Vertrieb eingesetzt. Dieser Vertriebsweg wurde für Commercial-Off-The-Shelf Produkte, insbesondere für Funkmodule, Softwarelösungen, IP-Cores/DSP-Ware konzipiert. Im Berichtszeitraum eine Erholung auf niedrigem Niveau nach dem pandemiebedingten starken Rückgang der vergangenen Jahre zu beobachten. Der Rückgang war auch bedingt durch mangelnde Lieferfähigkeit und durch zunehmende Schwierigkeiten bei der Bauteilebeschaffung. Auch die Lizenzierung des Radarprodukts sR-1200e über einen belgischen Lizenznehmer, hat aufgrund von Umstrukturierungen seitens des Lizenznehmers bislang nicht zum Erfolg geführt. Über das eigene, akkreditierte Prüfzentrum bietet die IMST GmbH qualitativ hochwertige Prüf- und Messtechnik für Elektromagnetische Verträglichkeit an. Das Prüfzentrum hat erfolgreich und weltweit beachtet mit LoRa-Zertifizierungen einen neuen Geschäftsbereich aufgebaut. Erfreulicherweise konnte dieses Segment nach Anlaufschwierigkeiten stabilisiert werden Das Unternehmen erwartet zukünftig eine nachhaltige Verbesserung nach internationalem Abschluss der Standardisierung. Der Bereich der drohnengestützten Messtechnik wurde aufgrund ausbleibender Erträge zunächst "auf Hold" gesetzt. 4. Materialwirtschaft/Beschaffung/Investition Beschaffungsvorhaben werden analog zu den einschlägigen Vergabeordnungen (VOL, VOF) ausgeschrieben. Dies gilt i.d.R. ab einem Schwellwert von 50 TEUR. Teilweise erfolgt eine europaweite Ausschreibung, sofern die notwendigen Wertgrenzen überschritten werden. Vergaben ab einem Wert von 25 TEUR werden veröffentlicht, soweit dies durch die Nebenbestimmungen öffentlicher Projektförderung bzw. das Vergaberecht gefordert wird. Dies dient der wirtschaftlichen Einsparung, ist aber auch in den Nebenbestimmungen der Forschungsprojekte vom jeweiligen Projektträger vorgegeben. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 488 TEUR (VJ 392TEUR, +25%) getätigt. Für das Tätigkeitsfeld der Berichtsfirma ist eine beständige Investitionstätigkeit notwendig. Die Laboratorien und Geräteausstattung müssen auf einem hohen technischen Niveau gehalten werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Sämtliche Einzelansätze sowie die Gesamtvolumina entsprechen der jeweiligen Budgetierung. Überschreitungen konnten nicht verzeichnet werden. Zukünftig wird die Investitionstätigkeit sich wieder verstärken, da durch die zurückhaltende Investitionstätigkeit vor dem Hintergrund nicht abgeschlossener Standardisierung ein signifikanter Nachholbedarf existiert. 5. Finanzierungsmaßnahmen Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen keine neuen Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Kreditlinie der Hausbank beträgt unverändert 1 Mio. Euro. Eine Inanspruchnahme wurde aufgrund der noch sehr hohen Liquidität im Berichtszeitraum nicht benötigt. Eine Inanspruchnahme ist derzeit auch nicht vorgesehen. 6. Qualitätsmanagement Die Berichtsfirma betreibt ein QM-System basierend auf der internationalen Norm ISO 9001:2015. Die Berichtsfirma ist vom TÜV Nord zertifiziert (04 100 031541). Sämtliche Zertifizierungen/Re-Zertifizierungen wurden erfolgreich bestanden. Für das EMV-Labor, das Labor für Funkmesstechnik (ERM) und das Labor für Dosimetrie/SAR bestehen Akkreditierungen (D-PL-12139-01-00) bei der "Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH" (DAkkS) nach der internationalen Norm DIN EN ISO/IEC 17025:2018. Darüber hinaus ist das EMV-Labor vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) anerkannte Stelle für EMV an KFZ-Baugruppen und Technischer Dienst hierfür (KBA-P 00023-98). 7. Wichtige Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres ./. B Darstellung der Lage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr 2022 deutlich gesunken. Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 31.12.2023: 11.215, nach 15.192 TEUR im Vorjahr. Die Liquidität zum Stichtag (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) beträgt 5.083 TEUR nach 8.951 TEUR im Vorjahr. Vereinnahmte Anzahlungen für Forschungsmaßnahmen bestehen in Höhe von 2.318 TEUR nach 1.075 TEUR im Vorjahr. Der Gesamtbetrag betrieblicher Erträge beträgt 16.034 TEUR (Vorjahr 14.710 TEUR). Der ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von 366 TEUR (2022: Jahresüberschuss 1.447 EUR) ergibt sich der Höhe nach auch aus der Veränderung nicht unmittelbar liquiditätswirksamer Positionen. Insbesondere im Bereich der teilfinanzierten Forschungsprojekte wurden Rückstellungen in Höhe von 981 T€ für drohende Verluste aus schwebenden Rechtsgeschäften für die neu eingeworbenen Forschungszuwendungen gebildet, während im laufenden Berichtsjahr nur 610 T€ aufgelöst wurden. Dies erklärt das Jahresergebnis von -310T€. Veränderungen im Kreis der aktiven Gesellschafter hat es in 2023 nicht gegeben. Die IMST GmbH hält Anteile in Höhe von 11% durch sich selbst (nicht stimmberechtigt). Zur Finanzierung der weiteren Unternehmensentwicklung, insbesondere für die Bonitätsprüfung der im Wettbewerb gewonnenen F&E Projekte, hat die Sparkasse Duisburg dem Unternehmen eine Kreditlinie in Höhe von 1 Mio. Euro eingeräumt. Die Kreditlinie steht weiterhin zum Nachweis der Bonität bzgl. der Finanzierung der Eigenanteile in zukünftigen öffentlichen F&E Projekten zur Verfügung. C Hinweise auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Voraussichtliche Entwicklung Das Unternehmen setzt weiter auf eine Optimierung durch Diversifizierung des Leistungs- und Produktportfolios. Es wird konsequent daran gearbeitet, zukünftige Wachstumsfelder in den regulären Wirtschaftsmärkten weiter zu erschließen. Die Kernkompetenzen des Unternehmens sind im Berichtszeitraum im Bereich der Mobilfunkkommunikation und Satellitenfunkkommunikation wieder verstärkt in den Fokus gerückt, insbesondere auch durch Schlüsselprojekte des neuen Gesellschafters. Die Erträge aus Warenverkäufen sollen stabilisiert werden. Ob es im Weiteren wieder zu Auswirkungen der CORONA Pandemie kommen wird, kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes nicht abgeschätzt werden. Das Unternehmen hofft auf weiter positive Vermarktung und Lizenzierung der seit 2016/17 entwickelten XPU Technologie zur schnellen und effizienten Berechnung elektromagnetischer Felder. 2. Ertragsverfallrisiken Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Außenstände angefallen, die mit einem Ausfallrisiko verbunden sind. 3. Operative Risiken Forschungsprojekte und Entwicklungsprojekte sind mit einem hohen Investitionsgrad, aber auch mit einer hohen Planungsunsicherheit verbunden. Aus diesem Grund sind Risiken hinsichtlich der Bezahlung durch die Auftraggeber gegeben. Weiterhin bestehen grundsätzlich potenzielle Regressansprüche seitens der Auftraggeber. Insbesondere im industriellen Umfeld und hier insbesondere bei Auslandsaktivitäten sind potenzielle Schadenersatzansprüche aus Patent- und Schutzrechtsverletzungen verstärkt in den Vordergrund getreten. Vertragsverhandlungen mit Unternehmen gestalten sich deutlich komplizierter als in den vergangenen Berichtszeiträumen. Obwohl die IMST GmbH versucht, vertraglich im Vorfeld einer Auftragsentwicklung mögliche Schadenersatzansprüche zu begrenzen, sind die Risiken hier deutlich gestiegen. Eine Begrenzung auf die Höhe des jeweiligen Auftragsgegenwertes ist in einer Vielzahl der Abschlüsse nicht möglich gewesen. Insofern besteht ein erhöhtes operatives Risiko, dass sich aus einer potenziellen Schutzrechtsverletzung ein Bestandsrisiko für das Unternehmen entwickeln könnte. Die Gesellschafter haben die Geschäftsführung per Beschluss ausdrücklich aufgefordert, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, auch wenn im "worst case" Fall das Unternehmen Schadenersatz leisten müsste. Eine Änderung dieses Beschlusses im Kreis der Gesellschafter ist bislang nicht vorgenommen worden. Ohne eine derartige Haftungszeichnung ist eine Vermarktung der Kenntnisse und Ergebnisse aus den Forschungsprojekten im Rahmen von Industrieprojekten zur Zeit und wohl auch in der Zukunft nicht mehr möglich. Diese Vermarktung ist aber zur Sicherstellung des Betriebes des Unternehmens essentiell. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes ist kein Projekt bekannt, in dem ein nennenswertes operatives Risiko hinsichtlich des Erfolges bzw. hinsichtlich einer möglichen Schutzrechtsverletzung besteht. Ein weiteres Risiko ist in der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte zu sehen. Die Gesellschaft benötigt hochqualifizierte Ingenieure und Informatiker zur Erhaltung und Ausweitung ihres Geschäftsmodells. Es bedarf vermehrter Anstrengungen, qualifiziertes Personal zu gewinnen, um die entstandenen Lücken zu schließen. Erfreulicherweise konnte die Gesellschaft im vergangenen Kalenderjahr 2023 10 neue, qualifizierte jüngere Mitarbeiter gewinnen. Insbesondere die 4-Tage Flex-Woche half bei der Akquisition von Fachkräften, indem das Unternehmen sich positiv von Mitbewerbern absetzen konnte. Die Kosten hierfür haben den Aufwand für Personalkosten deutlich erhöht ohne dass simultan aufgrund der noch vorzunehmenden Einarbeitung ein vollständiger Ausgleich auf der Ertragsseite stattfand. Das derzeit größte Risiko ist die stark schrumpfende Ertragslage auf den gewöhnlichen Wirtschaftsmärkten, insbesondere in China. Dies beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung der IMST GmbH auf den Auslandsmärkten. Die in der Öffentlichkeit unter dem Namen "Chipkrise" bekannten Schwierigkeiten der Lieferketten scheinen sich zum Zeitpunkt der Abfassung des Lageberichtes normalisiert zu haben. Im Bereich der LoRa-Technologie konnte das Berichtsunternehmen gegenwärtig etwa 1 Mio. € an (Produkt-) Auftragen nicht bedienen, da Zulieferungen immer noch verspätet eintreffen. Im Bereich der teilfinanzierten Forschungsprojekte muss auf die gegenwärtig unsichere Situation aufgrund der Haushaltskrise in den öffentlichen Haushalten hingewiesen werden. Die Projektgröße und damit die Granularität der Projekt-Aufträge (Klumpenrisiko) stellt ein relevantes Risiko insbesondere im Bereich der öffentlich-geförderten Forschungsvorhaben dar, da im September 2025 eine Bundestagswahl vorgesehen ist. Erfahrungsgemäß führt dies zu einem Stillstand bei der Vergabe neuer Finanzmittel im Bereich der Forschungsförderung. Es kann davon ausgegangen werden, dass vom Sommer 2025 - Sommer 2026 keine neuen F+E Projekte vergeben werden. Dies führt zu signifikanten Einschnitten in der Forschungsförderung, die auch im europäischen Kontext nur teilweise bzw. bedingt kompensiert werden können. 4. Steuer- und Rechtsrisiken Aus einer Lohnsteueraußenprüfung der Jahre 2013-2017 heraus haben die Finanzbehörden Haftungsbescheide gegen sämtliche Kommanditisten der IMST BG GmbH & Co. KG erlassen. Die Kommanditisten aber auch die IMST GmbH befinden sich im Widerspruchsverfahren. IMST selbst wurde nicht in Anspruch genommen. Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung betreibt das Unternehmen umfangreiche Anstrengungen um sich rechtskonform zu verhalten. Diese betreffen u.a. die Bereiche:
Die vorgenannten Compliance-Bereiche werden regelmäßig analysiert und auf Möglichkeiten zur Verbesserung untersucht. Diesen Bestrebungen zuwiderlaufende Aktivitäten sind in 2023 nicht bekannt geworden. Rechtsrisiken wurden bereits unter C 3. Operative Risiken dargestellt. 5. Chancen Die IMST GmbH war durch die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen während der Pandemie erfreulicherweise nicht nur grundsätzlich arbeitsfähig geblieben, sondern es ist daraus ein Modell für eine neue Arbeitszeitordnung entstanden. Seit dem 01. Februar 2023 hat die Gesellschaft eine "4-Tage Flex-Woche" eingeführt, die einhergeht mit einer elektronischen Arbeitszeiterfassung bei einer 36 Stunden Arbeitswoche. Ziel ist es, die Effizienz der Arbeiten, die durch Corona sicher gelitten hat, nunmehr wieder zu optimieren. Die Erfahrungen mit dem neuen System sind im Wesentlichen positiv. Durch die Reduktion der verfügbaren Arbeitszeit von 2002 Jahresarbeitsstunden auf nunmehr 1872 Jahresarbeitsstunden bei unveränderter Entlohnung ist die Arbeitsstunde in 2023 allerdings um 6,9% teurer geworden. Teilweise wird dies bei Projekten mit Selbstkostenerstattung automatisch kompensiert durch Neuberechnung des Stundensatzes, teilweise verändert dies die Stundensatzkalkulation gegenüber Abrechnungen von Kunden aus den regulären Wirtschaftsmärkten. Mit allen Beteiligten (Gesellschafter/Betriebsrat) sind Überprüfungen zur Jahresmitte 2024/25 vereinbart. Nicht unerwähnt in der Risikoabwägung sollen die positiven Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter bleiben. Die Möglichkeit zumindest teilweise ein 3-Tages-Wochenende nehmen zu können, steigert die Attraktivität des Unternehmens bei der Mitarbeiterschaft und vergrößert gleichzeitig die Bindungswirkung. In 2023 konnten so über 10 qualifizierte Mitarbeiter angeworben und eingestellt werden. Mit dem seinerzeitigen Eintritt des Gesellschafters EMST GmbH & Co. KG im Jahr 2019 hatte das Berichtsunternehmen vor, ein Produktportfolio im Bereich der Messtechnik aufzubauen und international zu vertreiben. Die ersten umfangreichen Projekte im Bereich Messgeräteentwicklung und Antennenoptimierung wurden in den Jahren 2020 - 2022 begonnen. Leider hat sich der ehemalige Gesellschafter EMST GmbH & Co KG mit der Untersagung durch das BMWK vollständig zurückgezogen. Dieser Rückgang an Industrieprojekten aus dem Bereich der Messtechnik konnte bislang nicht zufriedenstellend ausgeglichen werden. Die intensive Beteiligung des Unternehmens an öffentlich teilgeförderten Projekten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), bzw. der Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), für Bildung und Forschung (BMBF) und für Digitales und Verkehr (BMDV) betrifft langfristig angelegte Vorhaben. Diese Segmente sichern eine langfristige Ausweitung des Geschäftsvolumens in industriellen Märkten und katalysieren den Transformationsprozess des Unternehmens zu einem Systemanbieter. Das Jahr 2023 war u.a. thematisch geprägt von Forschungsvorhaben im Bereich der neuen "6G-Technologie". Die Teilnahme und Teilhabe an sechs großen Aktivitäten im Bereich des neuen Mobilfunkstandards ist ein gesichertes Portfolio an anspruchsvollen Vorhaben mindestens für die nächsten 3 Jahre. Der Versuch der IMST GmbH sich als Spezialanbieter von RadHard-ASICs (strahlungs-gehärtete Schaltungen) zu positionieren, ist aufgrund technischer Herausforderungen immer noch weit hinter dem Zeitplan und bislang nicht realisiert und droht endgültig zu scheitern. Zwar kann die IMST GmbH bereits heute grundsätzlich einige Prototypen RH- (RadHard-)ASICs als Turn Key Lösung liefern, für eine relevante Wertschöpfung ist dies jedoch nicht ausreichend. Geplant ist deswegen, neben dem Entwurfsprozess in Kooperation mit führenden Technologieunternehmen (sog. Foundries) auch die Produktion dieser speziellen Chips zukünftig zu organisieren. Allerdings sind hier noch wesentliche Punkte offen, ein Erfolg fraglich bzw. unbestimmt. Das Unternehmen hat seit dem Jahr 2016/17, u.a. auch getrieben durch den damalig neuen Gesellschafter IMST BG GmbH & Co. KG, eine hochinnovative XPU-Technologie zur rechenzeitoptimierten Berechnung elektromagnetischer Felder entwickelt. Diese hat in 2021 zu einem sehr hochdotierten Lizenzvertrag geführt, der auch in 2021 abgewickelt, ausgezahlt und abgeschlossen wurde. Ein weiterer Versuch einer Lizenzierung ist 2022 nicht erfolgreich gewesen. Erfolgversprechende Gespräche im internationalen Rahmen wurden in 2023 wieder aufgenommen. D Sonstige Angaben Die IMST GmbH hat im Jahr 2014 mit dem Gesellschafterwechsel zu einer Beteiligungsgesellschaft stabile Eigentumsverhältnisse geschaffen. Die Beteiligungsgesellschaft IMST BG GmbH & Co KG hält einen Unternehmensanteil von 30%. Zusätzlich hält die IMST BG GmbH&Co. KG 22 Anteile treuhänderisch (ohne Stimmrechte). Der Ankauf von 11% der Anteile seitens der IMST GmbH zum 1.1.2017 erhöht die Stimmrechtsanteile der weiteren Gesellschafter prozentual entsprechend. Insgesamt beträgt die Anzahl der stimmberechtigten Anteile gegenwärtig 67. Einhergehend erhöhen sich die Stimmrechte der anderen Gesellschafter um jeweils 49% Das Umfeld in der elektrotechnischen Industrie war nach der durchlaufenen Konjunkturkrise wieder freundlicher. Die Gesellschaft hat ihr Produktportfolio zielorientiert in Zukunftsmärkten der Digitalisierung und Funkvernetzung ausgebaut. Das Jahresergebnis vermindert das Eigenkapital. Die Zukunftsfähigkeit der IMST ist momentan eher indifferent bis stabil. Die im Fokus stehenden nationalen und internationalen Forschungsprojekte stehen am Anfang der Wertschöpfungskette innerhalb der IMST GmbH. Diese sind lediglich teilfinanziert und tragen negativ zu Betriebsergebnis bei. Sie tragen jedoch ganz wesentlich dazu bei, dass die IMST GmbH die dort gewonnenen Erkenntnisse und Produkte in diversen Industrieaufträgen zukünftig vermarkten kann. Der erzielte Überschuss aus den Industrieaufträgen und Produktverkäufen muss/soll jeweils den Eigenanteil der Forschungsprojekte decken. Gesellschafter Beschluss der Universal-Gesellschafterversammlung vom 12.08.2024Die Unterzeichnenden sind Gesellschafter der IMST GmbH,Kamp-Lintfortund treten unter Verzicht auf Form und Frist am 12.08.2024 zu folgender Universalgesellschafter-Versammlung bzgl. der Genehmigung des Jahresabschlusses 2023 und Entlastung der Geschäftsführung sowie der weiteren Punkte der Tagesordnung zusammen.
nachfolgend auch die Gesellschafter genannt. Somit sind 33.500 stimmberechtigte Anteile anwesend; 5.500 Anteile sind passiviert (gehören der IMST GmbH) und sind nicht stimmberechtigt. Weitere 11.000 treuhänderisch durch die IMST BG GmbH&Co. KG gehaltene Anteile sind laut notarieller Vergleichsvereinbarung vom 27.09.2022 nicht stimmberechtigt. Insgesamt sind 100% der stimmberechtigten Anteile anwesend, somit ist die Versammlung beschlussfähig. Die Versammlung beginnt um 14:01 Uhr. Unter Verzicht auf alle Formvorschriften wird folgender Beschluss gefasst:
Alle Gesellschafter verzichten auf das Recht zur Anfechtung vorstehender Beschlüsse sowie auf das Recht, sich auf deren Nichtigkeit zu berufen.
Kamp-Lintfort, den 12.08.2024 IMST BG GmbH&Co. KG vertreten durch Dr. Peter Waldow Winfried Simon Prof. Dr. Ingo Wolff Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IMST GmbH Kamp-Lintfort Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der IMST GmbH - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der IMST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Das Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschluss und des Lageberichts. Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während der Prüfung feststelle.
Moers, den 09. August 2024 Dipl.-Kfm. Klaus Necker, Wirtschaftsprüfer |
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