AWO Seniorenwohnen gGmbHLiquidiert

12307 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 18873
Vorher
Arbeiterwohlfahrt Gemeinnützige Senioren- u. Krankenheim Lichtenrade Betriebsgesellschaft mbH
Eingetragen
1.9.2004
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenSonstige soziale Betreuung von älteren MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, der Altenhilfe und die selbstlose Unterstützung hilfsbedürftiger Personen. Der Gesellschaftszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Betreuung und Pflege von kranken, alten und behinderten Menschen in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie die ambulante Versorgung dieser Menschen. Der Gesellschaftszweck wird demzufolge insbesondere auch verwirklicht durch den Betrieb und die Unterhaltung vorgenannter Einrichtungen sowie von sozialbetreuten Wohneinrichtungen ebenso wie durch die Übernahme, den Aufbau und die Beteiligung an derartigen oder vergleichbaren Einrichtungen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWO Seniorenwohnen gGmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Bilanz zum 31. Dezember 2008

Aktiva

31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.485,00 3.764,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 30.824,00 32.866,00
2. Technische Anlagen 32.557,00 40.906,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen 257.086,00 331.628,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 320.467,00 58.000,00 463.400,00
321.952,00 467.164,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 80.494,47 53.658,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 165.496,17 232.178,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.396,28 5.860,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.603,23 204.495,68 33.891,07 271.930,04
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 936.224,25 852.651,71
1.221.214,40 1.178.240,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 941.218,73 680.094,97
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 775.473,63 976.881,54
3.259.858,76 3.302.380,90

Passiva

31.12.2008 31.12.2007
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
2. Kapitalrücklagen 73.753,21 73.753,21
3. Gewinnrücklagen 584.402,98 584.402,98
4. Bilanzverlust, soweit durch Eigenkapital gedeckt Bilanzverlust insgesamt - 1.533.629,82 - 1.735.037,73
--davon nicht durch Eigenkapital gedeckt (vgl. Posten D. Aktiva)-- 775.473,63 - 758.156,19 976.881,54 - 758.156,19
0,00 0,00
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2,00 2,00
2. Sonderposten aus nicht-öffentlicher Förderung für Investitionen 648,00 971,00
650,00 973,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 459.898,40 313.814,41
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 144.396,30 251.700,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 2.174.979,34 2.128.267,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 142.987,06 96.734,72
4. Sonstige Verbindlichkeiten 97.928,16 245.648,64
5. Verwahrgelder 76.361,54 99.035,70
6. Umsatzsteuer 289,67 289,67
2.636.942,07 2.821.676,37
E. Rechnungsabgrenzungsposten 162.368,29 165.917,12
3.259.858,76 3.302.380,90

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007
EUR EUR EUR EUR
1. Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen 5.870.320,39 6.136.244,23
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 1.601.857,54 1.697.677,11
3. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 1.564.696,68 1.681.809,99
4. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 231.989,84 286.595,37
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.349.652,50 10.618.516,95 1.213.356,94 11.015.683,64
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 4.082.936,55 - 4.356.258,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 859.030,17 - 4.941.966,72 - 911.527,94 - 5.267.786,25
--davon für Altersversorgung EUR 60.049,90 (i. Vj. EUR 65.272,44)--
7. Materialaufwand
a) Lebensmittel - 22.009,89 - 13.293,91
b) Aufwendungen für Zusatzleistungen und medizinisch pflegerischer Bedarf - 49.346,05 - 74.578,32
c) Wasser, Energie, Brennstoffe - 769.722,11 - 711.725,02
d) Wirtschaftsbedarf/Verwaltungsbedarf - 2.290.003,90 - 2.269.030,06
8. Steuern, Abgaben, Versicherung - 161.362,04 - 167.335,77
9. Mieten, Pacht, Leasing - 1.325.646,66 - 4.618.090,65 - 2.057.490,17 - 5.293.453,25
Zwischenergebnis 1.058.459,58 454.444,14
10. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 323,00 337,00
11. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen - 107.378,09 - 110.621,38
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - 8.910,38 - 10.739,53
12. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung - 408.867,74 - 244.834,16
13. Sonstige ordentliche und außerordentliche Aufwendungen - 314.553,05 - 839.386,26 - 243.740,85 - 609.598,92
Zwischenergebnis 219.073,32 - 155.154,78
14. Zinsen und ähnliche Erträge 20.387,96 22.605,53
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 38.053,37 - 17.665,41 - 37.528,13 - 14.922,60
16. Jahresüberschuss (i. Vj. Jahresfehlbetrag) 201.407,91 - 170.077,38
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 1.735.037,73 - 1.564.960,35
18. Bilanzverlust - 1.533.629,82 - 1.735.037,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2008

1. Allgemeine Angaben

Den Jahresabschluss erstellen wir unverändert nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes sowie den Regelungen der Pflegebuchführungsverordnung. Die Davon-Vermerke der Bilanz stellen wir im Anhang dar.

Zur Vermeidung einer Überschuldung im Rechtssinn (§ 17 InsO, § 64 GmbHG) zum 31. Dezember 2008 ist der alleinige Gesellschafter, der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e.V., Berlin, mit einem Teilbetrag seiner Forderungen im Rang zurückgetreten.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen ergeben sich folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zu Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich der Abschreibungen;
die planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der geplanten Nutzungsdauer vorgenommen; geringwertige Anlagegüter werden über die Nutzungsdauer abgeschrieben und nach Ablauf der Nutzungsdauer als Abgang gezeigt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten abzüglich gewährter Rabatte und Skonto bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Nominalbetrag; zweifelhafte Forderungen werden wertberichtigt bzw. abgeschrieben; für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden pauschale Wertberichtigungen vorgenommen.
Übrige Aktiva zum Nominalbetrag.
Eigenkapital zum Nominalbetrag.
Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens in Höhe der Buchwerte der mit Zuwendungen finanzierten Sachanlagen.
Rückstellungen in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.
Verbindlichkeiten zum Rückzahlungsbetrag.
Übrige Passiva zum Nominalbetrag.

3. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

Den Anlagennachweis zeigen wir am Schluss des Anhangs.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind 2009 fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Personalverpflichtungen 186 158
Unterlassene Instandhaltung 245 104
Rückstellung für Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung 24 38
Übrige Verpflichtungen 5 14
460 314

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 144.396,30 werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Eigentümer des Marie-Juchacz-Hauses, dem GEHAG-Fonds IV, Taubenstr. 20-22 in Berlin-Schmargendorf, aus Vorauszahlungen für auf die Mieter nicht umlegbaren Kosten für Instandhaltungen sowie Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen und Betriebskostenabrechnungen gegenüber den Mietern in Höhe von EUR 5.217,06 gezeigt, die bis zum Vorjahr unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Der Vorjahreswert (EUR 15.796,26) wurde entsprechend angepasst.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar (Vorjahresangaben in Klammern):

Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr
TEUR
mehr als ein bis zu fünf Jahre
TEUR
mehr als fünf Jahre
TEUR
Insgesamt
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 144 0 0 144
(252) (0) (0) (252)
gegenüber dem Gesellschafter 1.561 0 614 2.175
(1.514) (0) (614) (2.128)
gegenüber verbundenen Unternehmen 143 0 0 143
(97) (0) (0) (97)
Sonstige (einschließlich Verwahrgelder) 175 0 0 175
(345) (0) (0) (345)
2.023 0 614 2.637
(2.208) (0) (614) (2.822)

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen aus Verbindlichkeiten aus dem Nutzungsentgelt Franz-Neumann-Haus (TEUR 252, i. Vj. TEUR 230), aus dem Verrechnungskonto (TEUR 1.309, i. Vj. TEUR 1.284) sowie aus den langfristigen Verbindlichkeiten aus einem Darlehen (TEUR 614, i. Vj. TEUR 614).

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Leistungen.

Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von TEUR 42 (i. Vj. TEUR 47).

Die periodenfremden Erträge von TEUR 88 (i. Vj. TEUR 52) setzen sich zusammen aus Bonus-Zahlungen der Krankenkassen für das Berliner Modellprojekt (TEUR 14, i. Vj. TEUR 26), aus Zahlungseingängen auf wertberichtigte und ausgebuchte Forderungen (TEUR 4, i. Vj. TEUR 7), aus Erträgen aus vollstationärer Pflege (Nachberechnung Vorjahre; TEUR 0, i. Vj. TEUR 4) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 70, i. Vj. TEUR 15).

Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 4) betreffen das Nutzungsentgelt Franz-Neumann-Haus.

Die Aufwendungen für Inkontinenzmaterial, Apotheken- und Desinfektionsmaterial sowie sonstiger medizinischer Bedarf in Höhe von EUR 49.346,05 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter 7. b) Aufwendungen für Zusatzleistungen und medizinisch pflegerischer Bedarf ausgewiesen; im Vorjahr waren entsprechende Aufwendungen in Höhe von EUR 74.578,32 unter dem Posten 7. d) Wirtschaftsbedarf/Verwaltungsbedarf ausgewiesen worden; die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Unter den Abschreibungen werden die Abschreibungen auf Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 8.910,38 ausgewiesen, die bis zum Vorjahr unter 14. Sonstige ordentliche und außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen wurden. Der Vorjahreswert in Höhe von EUR 10.739,53 wurde entsprechend angepasst.

4. Konzern und verbundene Unternehmen

Der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e.V., Berlin (AWO Landesverband), erstellt freiwillig einen Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB.

Mutterunternehmen ist der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e.V., eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter VR 222 Nz.

Forderungen gegen den und Verbindlichkeiten gegenüber dem AWO Landesverband werden im Jahresabschluss als solche gegen den bzw. gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen.

In den Konzernabschluss werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:

AWO Ida-Wolff-Geriatriezentrum Neukölln gGmbH, Berlin

AWO Seniorenwohnen gGmbH, Berlin

AWO pro:mensch gGmbH, Berlin

SCHLOSS FUCHSMÜHL - GEMEINNÜTZIGE BETRIEBS-GMBH, Fuchsmühl

Forderungen gegen die und Verbindlichkeiten gegenüber den Tochterunternehmen des AWO Landesverband werden als solche gegen verbundene bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt.

5. Sonstige Angaben

Es bestehen --unabgezinst-- folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2008
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 354 25 8

Wesentliche Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Vollkräfte hat sich auf 132,8 Mitarbeiter verringert. Die Mitarbeiter sind folgenden Dienstarten zuzuordnen:

2008 2007
Ärztlicher Dienst 1,8 1,7
Pflegedienst 101,8 111,9
Med.-Technischer Dienst 3,0 3,1
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 7,6 7,8
Technischer Dienst 5,5 6,0
Verwaltungsdienst 7,1 9,6
Zentrale Dienste (nur Zivildienstleistende) 1,5 0,0
Praktikanten, Azubis 4,5 0,0
132,8 140,1

Geschäftsführer

 

Jürgen Brockmeyer

 

Berlin, 30. Juni 2009

AWO Seniorenwohnen gGmbH, Berlin

Jürgen Brockmeyer, Geschäftsführer

Anlagennachweis für das Geschäftsjahr 2008

Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchung
EUR
Abgänge
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 153.214,27 1 0,00 0,00 0,00 153.214,27
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 42.445,17 0,00 0,00 0,00 42.445,17
2. Technische Anlagen 78.420,98 0,00 0,00 0,00 78.420,98
3. Einrichtungen und Ausstattungen 1.889.183,50 1 2 42.588,68 0,00 83.631,20 1.848.140,98
4. Fahrzeuge 16.179,91 2 0,00 0,00 0,00 16.179,91
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.000,00 0,00 0,00 58.000,00 0,00
2.084.229,56 42.588,68 0,00 141.631,20 1.985.187,04
2.237.443,83 42.588,68 0,00 141.631,20 2.138.401,31
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchung
EUR
Entnahme für Abgänge
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 149.450,27 1 2.279,00 0,00 0,00 151.729,27
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 9.579,17 2.042,00 0,00 0,00 11.621,17
2. Technische Anlagen 37.514,98 8.349,00 0,00 0,00 45.863,98
3. Einrichtungen und Ausstattungen 1.557.555,50 1 2 94.708,09 0,00 61.208,61 1.591.054,98
4. Fahrzeuge 16.179,91 2 0,00 0,00 0,00 16.179,91
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.620.829,56 105.099,09 0,00 61.208,61 1.664.720,04
1.770.279,83 107.378,09 0,00 61.208,61 1.816.449,31
Restbuchwerte
31.12.2008
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 1.485,00 3.764,00
II. Sachanlagen
1. Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 30.824,00 32.866,00
2. Technische Anlagen 32.557,00 40.906,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen 257.086,00 331.628,00
4. Fahrzeuge 0,00 0,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 58.000,00
320.467,00 463.400,00
321.952,00 467.164,00

1 Es erfolgte im Berichtsjahr auf Grund der Anpassung an die Anlagenbuchhaltung der AWO Seniorenwohnen gGmbH eine Anpassung der Anfangsbestände der Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen um TEUR 42 von II. 3. Einrichtungen und Ausstattungen in I. Software.
2 Es erfolgte im Berichtsjahr auf Grund der Anpassung an die Anlagenbuchhaltung der AWO Seniorenwohnen gGmbH eine Anpassung der Anfangsbestände der Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen um TEUR 17 von II. 4. Fahrzeuge in II. 3. Einrichtungen und Ausstattungen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die AWO Seniorenwohnen gGmbH, Berlin, betreibt die Pflegeeinrichtungen Lore-Lipschitz-Haus, Franz-Neumann-Haus und das Seniorenwohnhaus Marie-Juchacz-Haus.

Bei den Bewohnern des Lore-Lipschitz-Hauses und des Franz-Neumann-Hauses handelt es sich in der Regel um chronisch Kranke und stark Behinderte, die nicht der Krankenhausbetreuung bedürfen, jedoch in ihrer häuslichen Umgebung nicht das erforderliche Maß an medizinischen und pflegerischen Hilfen erhalten können.

Das Marie-Juchacz-Haus hat zum Ziel, den älteren Mitbürgern auch im hohen Alter ein Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Unterstützt werden diese Bemühungen durch ambulante soziale Dienste wie Hauspflege, Hauskrankenpflege und einen Mittagstisch.

Auf Grund erschwerter Wettbewerbsbedingungen durch ein stärkeres Angebot neu erbauter stationärer Pflegeeinrichtungen sowie Seniorenwohnanlagen wird die Belegung und Vermietung immer problematischer. Der investive Anteil am gesamten Pflegeentgelt ist gegenüber den neuen Häusern zu hoch. Negativ wirken sich auch die Vier-Bett-Zimmer im Lore-Lipschitz-Haus aus. Im Franz-Neumann-Haus sind es die Zimmer ohne Nasszelle. Die Vermietung der Wohnungen des Marie-Juchacz-Hauses wird immer schwieriger, da die Wohnanlage an der B 96 liegt, die vierspurig ausgebaut werden wird.

Zum 1. Oktober 2008 wurde planmäßig der Bereich des Caterings auf die Servicegesellschaft der AWO Ida-Wolff-Geriatriezentrum Neukölln gGmbH, Berlin (verbundenes Unternehmen), übertragen.

Anfang November 2008 wurde mit dem Umbau des Lore-Lipschitz-Hauses begonnen. Im Rahmen der Umbaumaßnahme wird die Einrichtung im laufenden Teilbetrieb in zwei Bauabschnitten grundlegend saniert. Ein Teil der Bewohner wird während der Umbauphase in zwei angemieteten Ausweichquartieren versorgt.

Konzeptionell wird sich das Lore-Lipschitz-Haus verstärkt auf gerontopsychiatrisch und schwerst demenziell erkrankte Bewohner ausrichten. Durch die Modernisierung wird dieses Konzept baulich unterstützt. Daneben werden die vorhandenen Vierbettzimmer in Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle umgebaut. Damit verbunden wird sich die Bettenkapazität der Einrichtung von derzeit 216 auf 168 verringern.

Zum Jahresende 2007 wurde ein geänderter Nutzungsvertrag mit dem Gesellschafter für 2007 bis 2009 für das Lore-Lipschitz-Haus abgeschlossen.

Für das Franz-Neumann-Haus wurden in 2008 Verhandlungen zur Vermietung eines kompletten Wohnbereiches an einen Kooperationspartner zum Betrieb eines Bereiches für Patienten zur Beatmungsentwöhnung aufgenommen.

Für den Zeitraum vom 1. März 2006 bis 31. Dezember 2008 wurde mit der Gewerkschaft ver.di ein Sanierungstarifvertrag mit 5 % Gehaltsabsenkung und Wegfall des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes für die Gesellschaft abgeschlossen.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die Gesellschaft aus diesen Gründen in 2008 einen Jahresüberschuss von TEUR 201 erzielt.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31. Dezember 2008 in Höhe von TEUR 775 ist durch den Rangrücktritt des Gesellschafters aus 2006 für Forderungen in Höhe von TEUR 1.300 gedeckt.

Über den Geschäftsverlauf innerhalb der GmbH wird der Gesellschafter über ein dazu eingerichtetes Kontrollsystem mit monatlichen Auswertungen, Gewinn- und Verlustrechnungen und Quartalsberichten informiert.

II. Ertragslage

Die TEUR 10.619 Betriebsleistung 1 bzw. der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 201 der Gesellschaft generieren sich aus den einzelnen Einrichtungen wie nachfolgend dargestellt. Die Werte in Klammern stellen den Vergleichswert 2007 dar:

Lore-Lipschitz-Haus mit Erträgen aus Leistungen in Höhe von TEUR 5.132 (TEUR 5.632), Zuwendungen und Zuschüsse in Höhe von TEUR 232 (TEUR 285) und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 107 (TEUR 44) bei einer durchschnittlichen Auslastung von 69,2 % (76,9 %); diesen Erträgen stehen als wesentliche Aufwandspositionen der Personalaufwand in Höhe von TEUR 2.745 (TEUR 2.922) und der Sachaufwand (Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von TEUR 2.380 (TEUR 2.993) gegenüber.

Franz-Neumann-Haus mit Erträgen aus Leistungen in Höhe von TEUR 4.021 (TEUR 3.964), Zuwendungen und Zuschüsse in Höhe von TEUR 0 (TEUR 2) und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 32 (TEUR 30) bei einer durchschnittlichen Auslastung von 75,2 % (75,4 %); diesen Erträgen stehen als wesentliche Aufwandspositionen der Personalaufwand in Höhe von TEUR 2.096 (TEUR 2.262) und der Sachaufwand (Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von TEUR 1.910 (TEUR 1.802) gegenüber.

Marie-Juchacz-Haus mit TEUR 1.009 (TEUR 1.004) Mieteinnahmen und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 84 (TEUR 53); diesen Erträgen stehen als wesentliche Aufwandspositionen der Personalaufwand in Höhe von TEUR 79 (TEUR 84) und der Sachaufwand (Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von TEUR 1.052 (TEUR 968) gegenüber.

Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 201 erzielt werden (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 170).

1 Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen, Erträge aus Unterkunft und Verpflegung, Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen, Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten sowie sonstige betriebliche Erträge

III. Finanzlage

Die finanzielle Situation der Gesellschaft ist durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Pflegeversicherungsgesetzes gekennzeichnet. Die Gesellschaft war jederzeit zahlungsfähig, die Kassen- und Bankbestände betrugen per 31. Dezember 2008 TEUR 936. Ein Überziehungskredit wurde zu keiner Zeit in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft weist folgende Cash Flows auf: Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR +149 (i.Vj. TEUR -387). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit weist einen Betrag von TEUR -43 (i.Vj. TEUR -47) aus; der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit weist einen Betrag von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) aus. Damit hat sich der Finanzmittelfonds um TEUR 106 im Vergleich zum Vorjahresbestand geändert. Der Finanzmittelfonds weist die frei verfügbaren Mittel der Gesellschaft in Höhe von TEUR 860 (i.Vj. TEUR 754) aus.

IV. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2008 wurden im Anlagevermögen Investitionen von TEUR 15 (Franz-Neumann-Haus) und TEUR 27 (Lore-Lipschitz-Haus) getätigt.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2008 TEUR 775 (Vorjahresstichtag: TEUR 977). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahresstichtag beruht auf dem Jahresüberschuss von TEUR 201. Der Gesellschafter, der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Berlin e.V., Berlin, hatte am 13. Juni 2006 zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung einen Rangrücktritt für Forderungen in Höhe von TEUR 1.300 erklärt.

V. Nachtragsbericht

Zu Beginn des Jahres 2009 konnte der Sanierungstarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di für weitere zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2010 verlängert werden.

VI. Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Gesellschaft plant in 2009 ein positives Jahresergebnis von TEUR 359 mit einer Betriebsleistung von TEUR 10.638. Für die Ergebnisentwicklung in 2009 ist die Belegungsprognose des Lore-Lipschitz-Hauses maßgeblich. Unterstellt wurde eine Belegungssteigerung nach Umbau, die im Jahr 2009 gehalten werden kann. Treten die Belegungsannahmen nicht ein, kann sich das Ergebnis der Gesellschaft deutlich verschlechtern.

Die Umsetzung der Vermietung eines Wohnbereiches im Franz-Neumann-Haus verzögert sich. Es wird mit einem Umbau und Vermietung im vierten Quartal 2009 gerechnet.

Die Gesellschaft rechnet damit, dass über das Jahr 2009 hinaus mit dem Gesellschafter und den beteiligten Banken für das Lore-Lipschitz-Haus ein langfristiger Nutzungsvertrag geschlossen werden kann, der sich an der Refinanzierbarkeit durch die Einnahmen im Bereich der Investitionskosten orientiert. Unter Berücksichtigung des Vorgenannten geht die Gesellschaft davon aus, dass in 2010 ein positives Jahresergebnis erzielt werden wird.

Die tatsächlichen Ergebnisse können durch geänderte Rahmenbedingungen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Aufgrund der angespannten Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft bleibt bei nicht erfolgreicher Umsetzung der Unternehmensplanung eine Gefährdung des Bestandes der Gesellschaft bzw. ihrer zukünftigen Entwicklung auch in 2009 weiterhin bestehen.

Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung sowie zur weiteren Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit der Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft sind eigenkapital- und liquiditätsstärkende Maßnahmen des Gesellschafters weiterhin notwendig. Der Fortbestand des Unternehmens ist bedroht, wenn die der Planung zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreten oder eine weitere Unterstützung der Gesellschaft durch ihren Gesellschafter ausbleibt.

 

Berlin, 30. Juni 2009

Jürgen Brockmeyer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AWO Seniorenwohnen gGmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Pflege-Buchführungsverordnung liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Pflege-Buchführungsverordnung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AWO Seniorenwohnen gGmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt "Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken" ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft bedroht ist, wenn die der Planung zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreten oder eine weitere Unterstützung der Gesellschaft durch ihren Gesellschafter ausbleibt.

 

Berlin, 03. Juli 2009

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Penter, Wirtschaftsprüfer

Kossakowski, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterversammlung am 9.10.2009

Beschlussvorlage zu TOP 03

Beratung und Feststellung des Jahresergebnisses 2008

Die Gesellschafter haben den Jahresabschluss 2008 und den Lagebericht 2008 geprüft und beraten.

Der von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2008 mit einer Bilanzsumme von EUR 3.259.858,76 und einem Jahresüberschuss von EUR 201.407,91 wird hiermit festgestellt.

Beschluss: Die Gesellschafterversammlung der AWD Seniorenwohnen gGmbH hat das ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von 201.407,91 Euro beraten und festgestellt und stimmt diesem einstimmig zu

 

Berlin, 09.10.2009

Hans Nisblé, AWO Landesvorsitzender

Hans-Wilhelm Pollmann, AWO Landesgeschäftsführer

Beschlussvorlage zu TOP 04

Verwendungsbeschluss Jahresüberschuss 2008

Der Jahresüberschuss 2008 in Höhe von € 201.407,91 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Beschluss: Die Gesellschafterversammlung der AWD Seniorenwohnen gGMBH folgt dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Ergebnisverwendung einstimmig.

 

Berlin, 09.10.2009

Hans Nisblé, AWO Landesvorsitzender

Hans-Wilhelm Pollmann, AWO Landegeschäftsführer

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