Vodafone IoT Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christina Dr. Thiele seit 17.3.2026 | Prokura |
Kim Laakso seit 17.3.2026 | Geschäftsführer |
Zoltan Bickel seit 31.10.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Holtmanns seit 10.8.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vodafone Global Enterprise Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vodafone Enterprise Germany GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
AnhangAllgemeines Der Jahresabschluss der Gesellschaft umfasst das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Vodafone Enterprise Germany GmbH, Düsseldorf (im Folgenden: "Gesellschaft"), weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 81290 eingetragen. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind einige Posten der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke werden ausschließlich im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen (zwischen 3 und 20 Jahren) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist gemäß § 255 Abs 1 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, linear um planmäßige Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer (zwischen 5 und 20 Jahren) vermindert. Umlaufvermögen Der Ansatz der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Erkennbaren Risiken ist durch angemessene Abwertungen, unter Beachtung des Niederstwertprinzips, Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen beziehungsweise Ausgaben ausgewiesen, die Erträge respektive Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30%. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückbauverpflichtungen wird der zum 31. März 2024 veröffentlichte Rechnungszinssatz verwendet, der in Abhängigkeit von der Restlaufzeit zwischen 1,13% und 1,22% beträgt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden in Einklang mit § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag 31. März 2024 umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf der nächsten Seite dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens(in TEUR)
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einem Darlehen gegen die Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich ("Vodafone Group"). (3) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.430 (Vorjahr: TEUR 4.538) wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 3.594 (Vorjahr: TEUR 3.662) und für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 836 (Vorjahr: TEUR 876) gebildet. (4) Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten
(5) Passive latente Steuern Für die Ermittlung der latenten Steueransprüche und -schulden werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der zum Abschluss gültige kombinierte Steuersatz beträgt 30% (Vorjahr: 30%). Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, wie in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich ein ausreichendes zu versteuerndem Einkommen vorliegt. Bei der Beurteilung wurde berücksichtigt, dass steuerliche Verlustvorträge mindestens in Höhe eines Passivüberhangs aus den saldierten unterschiedlichen Wertansätzen nach Handels- und Steuerrecht werthaltig sind. Die latenten Steuern für temporäre Differenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen nach Handels- und Steuerrecht bei der Bewertung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Die aktiven latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge resultieren aus körperschaftssteuerlichen Verlustvorträgen und wurden mit dem Körperschaftsteuersatz von 15,825% ermittelt. Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und - schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen: Latente Steuern
Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist zum Abschlussstichtag nicht anzuwenden, da die passiven latenten Steuern die angesetzten aktiven latenten Steuern übersteigen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (6) Umsatzerlöse Umsatzerlöse
(7) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 951) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 639). (8) sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 238). (9) Zinsergebnis Zinsergebnis
(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung bilanzierter passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 24). Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) in der ab dem 28. Dezember 2023 geltenden Fassung gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, somit für die Gesellschaft erstmalig für das Geschäftsjahr 2024/25. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen des MinStG analysiert und rechnet mit keiner steuerlichen Auswirkung auf die Gesellschaft. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Zum 31. März 2024 bestehen sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.730 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0). Diese Verpflichtungen bestehen aus zwei Mietverträgen für die Geschäftsräume in Düsseldorf und Hamburg sowie Leasingverpflichtungen aus Netzwerkstandleitungen und aus kundenspezifischen Standleitungen. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Mitarbeiter Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres wie im Vorjahr keine Mitarbeiter beschäftigt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhielt von der Gesellschaft keine Vergütung während des Geschäftsjahres 2023/24. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Transaktionen zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt worden. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 23. Konzernverhältnisse Alleingesellschafterin ist die Vodafone Global Enterprise Limited, Newbury/Vereinigtes Königreich. Oberstes Mutterunternehmen ist die Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich. Der Jahresabschluss der Vodafone Enterprise Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich, Registernummer 1833679, Newbury, RG14 2FN, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite der Vodafone Group sowie im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom Vereinigten Königreich übernommenen International Accounting Standards ("IAS"), den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") und mit den Anforderungen des Companies Act 2006 (der "Act") aufgestellt. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.432 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet. Geschäftsführung Thomas Holtmanns, Ratingen
Düsseldorf, 16. August 2024 Vodafone Enterprise Germany GmbH Die Geschäftsführung Thomas Holtmanns Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Grundlagen der Darstellung Der Lagebericht der Vodafone Enterprise Germany GmbH, Düsseldorf wurde gemäß § 289 HGB aufgestellt. Alle Angaben in diesem Bericht beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf den 31. März 2024 beziehungsweise auf das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024. 1.2 Geschäftsaktivitäten und Organisationsstruktur Die Gesellschaft ist eine Telekommunikationsgesellschaft mit eigener Netzinfrastruktur. Die Gesellschaft bietet im Wesentlichen anderen Telekommunikationsunternehmen (Carrier) und Geschäftskunden (Vodafone Business) in Deutschland Telekommunikationsdienste an. Im Geschäftsjahr 2023/24 kam es zu zwei Gesellschafterwechseln bei der Gesellschaft. Am 27. November 2023 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der ehemaligen Gesellschafterin Vodafone Vierte Verwaltungs AG, Düsseldorf (VF Vierte) und der Vodafone GmbH, Düsseldorf (Vodafone) geschlossen, mit dem die VF Vierte ihr Vermögen als Ganzes unter Auflösung ohne Abwicklung nach §§ 2 Nr. 1, 60 ff. UmwG auf die Vodafone rückwirkend zum 1. April 2023 überträgt. Die Eintragung im Handelsregister (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 38062) der Vodafone als übernehmender Rechtsträger erfolgte am 1. Dezember 2023. Die Vodafone veräußerte anschließend ihre Anteile an der Gesellschaft am 22. März 2024 an die Vodafone Global Enterprise Limited, Newbury/Vereinigtes Königreich. Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird, ist die Vodafone Group Plc, Newbury/Vereinigtes Königreich, Registernummer 1833679, Newbury, Berkshire, RG14 2FN (Vodafone Group). 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland sank im Kalenderjahr 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: Anstieg um 1,8 %). Die konjunkturelle Erholung der deutschen Gesamtwirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 konnte sich nicht fortsetzen. Das nach wie vor krisengeprägte Umfeld und die trotz der jüngeren Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunkturentwicklung. Hinzu kamen steigende Zinsen und damit verbunden ungünstige Finanzierungsbedingungen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2023 weiterhin robust mit einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 0,7 % zum Vorjahr und somit der historisch höchsten Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland. (Quelle: Statistisches Bundesamt im Mai 2024) Die Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche verlief sehr unterschiedlich: Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging die Wirtschaftsleistung insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Maßgeblich hierfür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Ebenfalls rückläufig mit 0,4 % zum Vorjahr war das Verarbeitende Gewerbe (ohne Bau). Das Baugewerbe konnte mit 0,2 % einen leichten Zuwachs erzielen, trotz Belastungen aus Fachkräftemangel und verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und bildeten eine wesentliche Stütze für die Wirtschaft. Der Anstieg war insgesamt geringer als in den Vorjahren. Der größte preisbereinigte Anstieg mit 2,6 % wurde im Bereich Information und Kommunikation erzielt. Leichte Zuwächse gab es ebenfalls in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und Unternehmensdienstleister (+0,3 %). Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe hingegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um 1,0 % zurück. (Quelle: Statistisches Bundesamt im Januar 2024) Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des preisbereinigten BIP und der privaten Konsumausgaben über die Kalenderjahre 2022 bis 2023 sowie den Verbraucherpreisindex und die Arbeitslosenquote in Deutschland:
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, Stand: April 2024 und Januar 2024 Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2023 zwar um 0,2 % gesunken, stieg jedoch im ersten Quartal 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und verzeichnete nach dem Rückgang im vierten Quartal 2023 um 0,5 % einen positiven Start ins Jahr 2024. Das Wachstum wurde durch Anstiege der Bauinvestitionen und der Exporte getragen, während die privaten Konsumausgaben trotz nachlassender Inflation zurückgingen. Die Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte führte im ersten Quartal 2024 zu einem preis-, saisonal- und kalenderbereinigten Rückgang der privaten Konsumausgaben von 0,4 %. Auch die staatlichen Konsumausgaben sind um 0,4 % im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin mehren sich die Anzeichen einer Erholung der deutschen Wirtschaft. Nachlassende Inflation, ein Anstieg der verfügbaren Einkommen sowie eine Erholung des globalen Warenhandels, der die deutschen Exporte stützen dürfte, sorgen für Zuversicht. Eine erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank könnte für eine weitere Stabilisierung der Konjunktur sorgen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 205 vom 24. Mai 2024, DIW Konjunkturbarometer April 2024) Bei den Dienstleistungen hat sich die Lage zuletzt deutlich aufgehellt. Die gute Arbeitsmarktlage und die verbesserten Einkommenserwartungen sowie ein gutes Konsumklima sollten den privaten Verbrauch stützen, auch wenn ein leicht erhöhter Ölpreis die Inflation nochmals leicht ansteigen lassen könnte. Das DIW sieht Hoffnung für einen lang ersehnten Aufschwung, allerdings dämpfen strukturelle Herausforderungen die Trendwende weiterhin, so zum Beispiel die Alterung der Bevölkerung, Rückstände bei der Digitalisierung sowie die verschleppte Energiewende. Insgesamt rechnet der Sachverständigenrat für das Kalenderjahr 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,2 %. (Quelle: DIW Konjunkturbarometer April 2024, Sachverständigenrat Wirtschaft, 15.05.2024) Branchenspezifische Entwicklung Der Digitalverband BITKOM erwartet gemäß seiner Veröffentlichung aus Januar 2024 für den Telekommunikationsmarkt in Deutschland ein leichtes Umsatzwachstum von 1,0% auf EUR 72,8 Mrd. im Kalenderjahr 2024, nachdem der Umsatz 2023 noch um 1,7 % auf EUR 72,1 Mrd. gestiegen war. Der Gesamt-Umsatz für den Telekommunikationsmarkt verteilt sich dabei auf die einzelnen Bereiche wie nachfolgend beschrieben. Für den Markt für Telekommunikationsdienste wird ein leichtes Wachstum von 1,6 % auf EUR 52,6 Mrd. erwartet, leicht schwächer gegenüber dem Jahr 2023 mit einem Wachstum von 1,9% auf EUR 51,7 Mrd. Der Markt für Telekommunikationsendgeräte ist im Jahr 2023 um -0,7 % auf EUR 11,8 Mrd. gesunken. Für das Jahr 2024 erwarten die Experten einen weiteren leichten Rückgang um -0,2 %. Für den Markt für Telekommunikationsinfrastruktur wird ein Rückgang von -1,0 % auf EUR 8,4 Mrd. erwartet, eine deutliche Trendwende gegenüber dem Anstieg von 4,4 % auf EUR 8,5 Mrd. im Kalenderjahr 2023. (Quelle: ITK-Marktzahlen, Bitkom/IDC vom Januar 2024) Regulierung Die BNetzA hat im Juli 2022 die künftige Regulierung des Zugangs der Anschlussnetze der Deutsche Telekom AG, Bonn (DTAG) in einer neuen Regulierungsverfügung (Quelle: BNetzA, Aktenzeichen BK3-19-020) festgelegt. Während die Behörde für die herkömmlichen Kupfernetze aufgrund der unverändert beträchtlichen Marktmacht der DTAG an der bekannten Vorab- Regulierung festhält, wird im Glasfaserbereich nur noch ein schwacher Regulierungsansatz mit deutlich weniger Verpflichtungen für die DTAG und Schutz für Zugangsnachfrager gewählt. Zur Voraussetzung macht die BNetzA, dass die DTAG ihren Wettbewerbern Zugang zu ihren Fibre-to-the-Home (FTTH) Netzen zu den gleichen Bedingungen anbietet, die sie ihrem eigenen Vertrieb gewährt (sog. "Equivalence of Input" Ansatz -Eol). Lediglich im Missbrauchsfall will die BNetzA künftig einschreiten. Positiv kommt nach dem neuen Regulierungsregime hinzu, dass der Ausbau von Netzen mit sehr hoher Kapazität (insbesondere Glasfaser bzw. Glasfaser-Kabelnetze) zukünftig durch einen verbesserten Zugang zu den umfangreichen Leerrohrkapazitäten der DTAG beschleunigt wird und damit zukünftig Ressourcen für den Tiefbau eingespart werden können. Die notwendige Umsetzung des neuen Regulierungsrahmens durch regulierte Standardverträge und Entgelte ist allerdings noch nicht durch die BNetzA abgeschlossen worden. Insbesondere die geplanten Verbesserungen beim Zugang zur passiven Infrastruktur der DTAG (insb. Leerrohre) werden voraussichtlich nicht vor Juli 2024 wirksam werden. Die EU-Kommission hatte Ende Dezember 2020 einen delegierten Rechtsakt (Delegierter Rechtsakt) vorgelegt, in dem ein unionsweit einheitliches maximales Mobilfunkterminierungsentgelt sowie ein unionsweit einheitliches maximales Festnetzterminierungsentgelt vorgeschlagen wurde. Der Delegierte Rechtsakt ist nachfolgend im April 2021 in Kraft getreten. Die im Delegierten Rechtsakt festgelegte Obergrenze für die Mobilfunkterminierungsentgelte beträgt demnach im Zeitraum 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 0,70 Cent/Minute, für das Jahr 2022 0,55 Cent/Minute, für das Jahr 2023 0,40 Cent/Minute und ab 2024 0,20 Cent/Minute. Die im Delegierten Rechtsakt festgelegte Obergrenze für die Festnetzterminierungsentgelte beträgt ab 1. Juli 2021 0,07 Cent/Minute. Die Obergrenzen für Mobilfunk- und Festnetzterminierungsentgelte gelten nach der Delegierten Verordnung der Kommission von Dezember 2020 bis zu einem Review dieses Rechtsaktes weiter. (Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union vom 22. April 2021, Delegierte Verordnung (EU) 2021/654) Nach EU-Kodex ist die Kommission angehalten diese Delegierte Verordnung alle fünf Jahre zu überprüfen (nächster Review ist danach bis Ende 2025). 2.2 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erbringt unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen Leistungen in den Segmenten Carrier und Vodafone Business. Im Rahmen des Carrier-Geschäfts bietet die Gesellschaft Internet Protocol Virtual Private Network- Dienste, auch als IP-VPN bekannt, an. Darüber hinaus werden anderen Telekommunikationsunternehmen Netzwerkkapazitäten zur Verfügung gestellt, die von diesen wiederum zur Bedienung ihrer Kunden genutzt werden. Das Segment Vodafone Business beinhaltet in erster Linie das Geschäft mit größeren (internationalen) Unternehmen mit Sitz oder Geschäftsaktivitäten in Deutschland. Diesen Kunden werden Managed Network Services wie IP-VPN-Dienste, Internetzugang und exklusive private Standleitungen zur Verfügung gestellt. Aufgrund der globalen Ausrichtung des Vodafone Business- und Carrier-Geschäfts der Vodafone Group und der Nutzung des globalen Netzwerks durch diese Segmente einschließlich der Gesellschaft sind, die aus den einzelnen Geschäftsvorfällen in den verschiedenen Ländern anfallenden Erfolgsbeiträge eng miteinander verknüpft und lassen sich nicht immer separat auswerten. Daher wurde eine Verrechnungspreismethode für die Aufteilung der Gewinne zwischen verbundenen Unternehmen auf der Grundlage einer funktionalen Analyse im Rahmen des Fremdvergleichs entwickelt. Hierbei werden einerseits alle Umsatzerlöse mit Konzernexternen vollständig und andererseits gewisse Aufwendungen mit einem 4%-igen Markup an die Cable & Wireless Global Telecommunications Services Limited, Newbury/Vereinigtes Königreich, verrechnet. Eine detaillierte Erläuterung der Umsatzentwicklung der Produkte im Vergleich zum Vorjahr erfolgt im Rahmen der Erläuterungen der Ertragslage. 2.3 Gesamtlage des Unternehmens Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft setzt ausschließlich finanzielle Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse und EBITDA) ein, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu beurteilen. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind für das Verständnis des Geschäftsverlaufs sowie für die Lage der Gesellschaft nicht von Bedeutung und werden daher nicht zur internen Steuerung herangezogen. Soll-Ist-Vergleich finanzielle Leistungsindikatoren
Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich entgegen den Erwartungen um TEUR 3.357 bzw. 7,9 % auf TEUR 46.109 (Vorjahr: TEUR 42.752). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Inter Group Company Service Charge aufgrund von höheren Kostenverrechnungen. Umsatzerlöse nach Distributionskanal
Die Umsatzerlöse im Tätigkeitsbereich Carrier sind um TEUR 199 auf TEUR 6.066 (Vorjahr: TEUR 6.265) gesunken, während die Umsätze im Tätigkeitsbereich Vodafone Business um TEUR 908 auf TEUR 24.554 (Vorjahr: TEUR 23.646) angestiegen sind. Die Umsatzerlöse im Tätigkeitsbereich Inter Group Company Service Charge sind um TEUR 2.648 auf TEUR 15.489 (Vorjahr: TEUR 12.841) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegen Kosten und einer damit verbundenen höheren Kostenverrechnung an die Cable & Wireless Global Telecommunications Services Limited. Umsatzerlöse nach Produktkategorie
Das EBITDA ist im um 35,4% auf TEUR 2.144 (Vorjahr: TEUR 3.319) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 1.358 auf TEUR 232 verringert, was insbesondere aus dem Rückgang der Erträge aus Währungsumrechnungen (TEUR 856) und geringeren Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 503) resultiert. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.357 bzw. 9,3% auf TEUR 39.312 gestiegen. Der Anstieg der Kosten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Umsatzerlöse sowie aus dem höheren Verrechnungspreiseffekt aufgrund der höheren Verkäufe an Dritte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich um TEUR 597 auf TEUR 1.969 verringert. Dies resultiert aus verminderten Investitionstätigkeiten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 183 auf TEUR 4.885 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Mietaufwendungen (TEUR 580). Gegenläufig sind die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen um TEUR 343 gestiegen. Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 542 auf TEUR 68 gestiegen (Vorjahr: TEUR -474). Dies resultiert insbesondere aus geringeren Zinsaufwendungen aus konzerninternen Darlehen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.629 auf TEUR 1.675 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus Risiken aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2017 bis 2019. Für das Geschäftsjahr 2023/24 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.432. Finanzlage Die Gesellschaft erzielte einen Nettomittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.597 (Vorjahr: TEUR 12.795). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist bedingt durch geringere Auszahlungen aus dem kurzfristigen Verbundbereich in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 12.827). Die Gesellschaft verzeichnete einen Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 87). Dieser resultiert aus geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Darüber hinaus verzeichnete die Gesellschaft einen Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.693 (Vorjahr: TEUR 12.880). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderung aus dem Darlehen gegenüber der Vodafone Group um TEUR 1.690. Die Gesellschaft unterhält eine Finanzierungsvereinbarung mit der Cable & Wireless Global Telecommunications Services Limited. Das Darlehen wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Für das Darlehen ist vertraglich keine Fälligkeit vereinbart. Das konzerninterne Darlehen an die Vodafone Group belief sich zum 31. März 2023 auf TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 2.546). Für das Darlehen ist vertraglich keine Fälligkeit vereinbart. Zum 31. März 2024 bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 5.730 (Vorjahr: TEUR 7.337), die sich im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen ergeben. Die außerbilanziellen Verpflichtungen werden im Anhang unter den Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen erläutert. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. März 2024 beträgt TEUR 21.760 und hat sich somit um TEUR 770 gegenüber dem Vorjahr verringert. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen TEUR 8.231 (Vorjahr: TEUR 10.104). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.969 zurückzuführen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 114 auf TEUR 12.107. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der gestiegenen Verkäufe um TEUR 828 auf TEUR 7.331 gestiegen. Dagegen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.014 auf TEUR 3.212 gesunken sind. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Darlehens an die Vodafone Group im Zusammenhang mit dem Cash Pooling. Gegenläufig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich aufgrund des höheren Verrechnungspreiseffektes gestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf TEUR 1.564 (Vorjahr: TEUR 1.264). Die innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesenen Steuerforderungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 314 auf TEUR 1.184 (Vorjahr: TEUR 870) gestiegen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 19,6% (Vorjahr: 25,3%). Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.480 auf TEUR 6.134 erhöht (Vorjahr: TEUR 4.654). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus um TEUR 1.653 höheren Steuerrückstellungen für Risiken aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2017 bis 2019. Die Verbindlichkeiten verringerten sich um TEUR 666 auf TEUR 10.625. Dies resultiert im Wesentlichen aus Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 594. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2023/24 war für die Gesellschaft im Wesentlichen aufgrund gestiegener Betriebskosten und des anhaltend intensiven Wettbewerbs herausfordernd. Die von der Geschäftsführung prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im aktuellen Geschäftsjahr teilweise entgegen den Prognosen. 3. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfordert unternehmensweite Maßnahmen zur Überwachung des Geschäftsbetriebs, um Entwicklungen, wesentliche Risiken wie Chancen, frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und den Fortbestand des Unternehmens sicherzustellen. Zur Wahrnehmung dieser unternehmerischen Verantwortung in allen Geschäftsbereichen wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Risiken gewährleistet. Dabei werden die für die deutschen Vodafone Gesellschaften wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und mittels geeigneter Maßnahmen gesteuert, bearbeitet und in einem Risikoregister festgehalten. Im Fokus liegen dabei sowohl operative, finanzielle als auch strategische Risiken. Die technologischen Risiken werden in den vorab beschriebenen Risiken mitberücksichtigt. Das Risk & Compliance Committee ist im Rahmen des Risikomanagementsystems der deutschen Vodafone Gesellschaften das zentrale Organ zur Umsetzung der unternehmensweiten Risikomanagementstrategie. Diese Strategie sieht unterjährige Risk Assessments vor, bei denen alle Unternehmensbereiche nach der standardisierten Methodik der deutschen Vodafone Gesellschaften hinsichtlich neuer und bestehender Risiken befragt und untersucht werden. Ziel ist es, die wesentlichen Risiken der deutschen Vodafone Gesellschaften zu identifizieren. Diese analysierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und im weiteren Verlauf durch das Risk & Compliance Committee und das Executive Committee (ExCo) des deutschen Vodafone Konzerns geprüft und anschließend an die Vodafone Group weitergeleitet. Seitens der Vodafone Group werden aus den wesentlichen Risiken aller Länder, die wesentlichen Risiken des gesamten Vodafone Konzerns ermittelt und ein Risikomanagementbericht erstellt. Methodik Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Einschätzungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Um zu messen, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Einfluss haben, werden diese gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Für die daraus abgeleiteten wesentlichen Risiken wurden im Rahmen des durchgeführten Risk Assessments Maßnahmen ergriffen, welche die Risiken einschränken. Aufgrund des angewandten Verrechnungsmodells werden sämtliche potenziellen Risiken durch Umlagen neutralisiert. Dadurch entfällt die Quantifizierung dieser Risiken. Risikosituation Die Gesamtrisikosituation im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht signifikant verändert. Geopolitische und regulatorische Rahmenbedingungen, der intensive Wettbewerb, Business- und IT-Transformationen und Cyberkriminalität sind die bestimmenden Themen bei der Gesellschaft. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung auf Grund von existierenden oder sich in Umsetzung befindlicher Maßnahmen, welche das Nettorisiko reduzieren, keine wesentliche Gefährdung der in ihrer Verantwortung befindlichen Gesellschaften auf den Bestand der Gesellschaft. Risikobewertung Risiken ergeben sich bei der Gesellschaft insbesondere aus der generellen Strategie der operativen Vodafone-Gesellschaften, da die Gesellschaft Dienstleistungen erbringt, die abhängig sind von Produkten und Diensten anderer Gesellschaften der Vodafone Group. Cyber-Attacken Externe Cyberangriffe, Insider-Bedrohungen oder Lieferantenvorfälle können zu einer Netzstörung, einer Service-Unterbrechung oder zum Verlust vertraulicher Daten führen. Cyber-Bedrohungen können in allen lokalen Gesellschaften erhebliche Auswirkungen auf Kunden, Finanzen, regulatorische Anforderungen und die Reputation haben. Die Gesellschaft schützt ihre Kunden und Mitarbeiter vor Cyber-Bedrohungen durch globale und lokale Sicherheitskontrollen, in dem sie Schwachstellen frühzeitig erkennt, analysiert und behebt. Die Gesellschaft agiert mit einem zentralisierten Team, welches globale Früherkennungssysteme, Methoden zum Risiko-Management und standardisierte Risiko-Kontroll-Matrizen für die lokalen Cyber-Teams entwickelt. Daher verbessert die Gesellschaft ständig ihre Systemlandschaft zur Behebung von Störungen und zur Erhöhung der Widerstandskraft der Systeme und stärkt kontinuierlich ihr Kontrollumfeld. Das Cyber-Risiko entwickelt sich im Einklang mit dem technologischen Fortschritt und den geopolitischen Entwicklungen ständig weiter. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Bedrohungen aus bestehenden Quellen anhalten werden, sich aber auch in Bereichen wie IoT, Supply Chain und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen weiterentwickeln werden. Da sich die Vodafone im Cyberumfeld einer unveränderten Risikosituation gegenübersieht wird das Risiko als gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Bewertung: Hohes Risiko Konjunkturelle Änderungen mit Einfluss auf die deutsche Marktwirtschaft: Eine weitere Abschwächung der Konjunktur könnte zu einer geringeren Nachfrage nach Dienstleistungen und einer geringeren Kaufkraft der Kunden führen, was sich negativ auf die Rentabilität und die Cashflow-Entwicklung der Vodafone-Gesellschaften auswirken könnte. Wirtschaftliche Störungen können sich auch auf die Finanzmärkte auswirken, einschließlich Währungen, Zinssätze, Kreditkosten und die Verfügbarkeit von Fremdkapital. Die Entwicklung der Finanzmärkte, vor allem mit Blick auf die Entwicklung der Inflation, wird von der Gesellschaft permanent beobachtet, denn eine Störung der globalen Finanzmärkte wirkt sich auf die Fähigkeit aus, Schuldverpflichtungen bei Fälligkeit zu refinanzieren. Die Finanzmärkte weisen derzeit eine hohe Volatilität auf und die Verfügbarkeit von Fremdkapital sowie die Kosten der Finanzierung können sich erheblich ändern. Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklung kritisch, um dem Risiko frühzeitig mit weiteren Maßnahmen entgegenwirken zu können. Da sich die Gesellschaft einem sich stabilisierenden makroökonomischen Umfeld gegenübersieht, wird das Risiko als sinkend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Bewertung: Mittleres Risiko Nichteinhaltung der Datenschutz-Grundverordnung Der Schutz von Kundendaten ist ein wichtiger Bestandteil der Vodafone Unternehmenskultur. Die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist hierbei von höchster Priorität. Es gilt Datenschutzverstöße zu vermeiden, da diese mit sehr hohen Bußgeldern (bis zu 4 % des weltweiten Gruppenumsatzes) geahndet werden können. Zusätzlich droht ein erheblicher Reputationsschaden, der das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern beeinträchtigen kann. Die Gesellschaft minimiert das Risiko eines Datenschutzverstoßes durch die Implementierung und ständige Überwachung globaler und lokaler Datenschutzkontrollen. Unterstützt wird die Gesellschaft durch ein zentralisiertes Team, welches globale Früherkennungssysteme, Methoden zum Risiko- Management und standardisierte Risiko-Kontroll-Matrizen für die lokalen Cyber-Teams entwickelt. Da sich die Gesellschaft wachsenden regulatorischen Anforderungen und neuen Gesetzen gegenübersieht wird das Risiko als steigend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Bewertung: Mittleres Risiko Verlust kritischer Infrastruktur Systeme Um das Risiko des Verlustes kritischer IT-Infrastruktur bzw. IT-Systeme zu verringern, werden weiterhin bestehende Systeme und Anwendungen identifiziert und bewertet mit dem Ziel, die IT- Systemlandschaft weiter zu konsolidieren und Ausfallzeiten zu reduzieren. Da sich die Gesellschaft in einem kontinuierlichen Prozess der Vereinfachung der Systemlandschaften befindet wird das Risiko als leicht sinkend im Vergleich zum Vorjahr gewertet. Bewertung: Mittleres Risiko Darstellung der Chancensituation Chancen ergeben sich bei der Gesellschaft ebenso wie die Risiken insbesondere aus der generellen Strategie der operativen Vodafone-Gesellschaften und hier vor allem der deutschen Vodafone Gesellschaften. Die Strategie des Vodafone-Konzerns besteht darin, durch Investitionen in die digitale Infrastruktur der Zukunft ein führendes Telekommunikationsunternehmen zu sein und einen qualitativ hochwertigen Service zu bieten, der es Einzelpersonen und Unternehmen ermöglicht, überall und jederzeit sicher miteinander zu kommunizieren. Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Geschäftsführung Die Einschätzung der Gesamtrisikolage der Gesellschaft in den operativen und strategischen Unternehmensbereichen steht durch das implementierte Risikomanagementsystem umfänglich und transparent im Fokus des Managements. Das System ermöglicht dem Unternehmen eine Analyse und Beurteilung der Folgen eines möglichen Risikoeintritts und bietet damit die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen durch das Management. Die Gesamtrisiko- sowie die Chancensituation sind im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleichgeblieben. 4. Prognosebericht Der Prognosebericht der Gesellschaft berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lageberichts bekannt waren und die künftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Ausblick für die Gesellschaft Die Geschäftsführung gibt aus heutiger Sicht in der untenstehenden Tabelle den folgenden Ausblick für zwölf Monate. Im Hinblick auf die Intensität und die Richtung unserer abgegebenen Prognoseaussagen verweisen wir auf das im Folgenden angewandte Bewertungsraster: starker Rückgang, moderater Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, moderater Anstieg, starker Anstieg. Finanzielle Leistungsindikatoren
Künftige Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund der in der Branche vorherrschenden Schwierigkeiten rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/25 mit stark rückläufigen Umsatzerlösen. Zudem wird das Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin von unverändert hohem Kostendruck geprägt sein. Daher erwartet die Geschäftsführung trotz des angewendeten Verrechnungspreismodels eine stark rückläufige Entwicklung des EBITDA für das nächste Geschäftsjahr. Die Gesellschaft konzentriert sich weiterhin auf die Senkung ihrer Betriebskosten, unter anderem durch die Ausnutzung der Skaleneffekte, die sich aus der Zugehörigkeit zur Vodafone Group ergeben. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Entwicklung der Gesellschaft Die Geschäftsführung geht nach derzeitiger Einschätzung davon aus, dass die Umsatzerlöse wie auch das EBITDA stark rückläufig sein werden. Die Gesellschaft wird sich weiterhin darauf konzentrieren, Daten- und Sprachdienste (Data /Voice) für Carrier-Kunden und bedeutende Geschäftskunden bereitzustellen und gleichzeitig ihr Daten- und Hosting-Portfolio auszubauen.
Düsseldorf, 16. August 2024 Vodafone Enterprise Germany GmbH Die Geschäftsführung Thomas Holtmanns Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vodafone Enterprise Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vodafone Enterprise Germany GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vodafone Enterprise Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 23. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Barbara Kamann, Wirtschaftsprüferin Daniel Dreibholz, Wirtschaftsprüfer In der Gesellschafterversammlung vom 28. November 2024 wurden die folgenden Beschlüsse gefasst: Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 01.04.2023 bis 31.03.2024 (2023/2024) Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31.03.2024 wird hiermit festgestellt. Der Jahresfehlbetrag von EUR 1.431.574,04 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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