GuardKnox Cyber Technologies EU GmbH
Selbe AdresseHerstellung von militärischen Kampffahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Philip Padwe seit 12.2.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Rosenkranz seit 21.12.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
123-Reg. Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
domainfactory GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die domainfactory GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der domainfactory GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der domainfactory GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 28. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Ueberschär, Wirtschaftsprüfer Ormanns, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der domainfactory GmbH (im Folgenden kurz: "DF"), München, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023 gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke größtenteils in diesem Anhang gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma domainfactory GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nr. HRB 150294 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Lizenzen werden über drei Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Server sowie andere Anlagen werden über drei Jahre abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über drei bis sieben Jahre abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung wird nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlage-vermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwert-berichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Rechnungszinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus geleistete Kunden-zahlungen ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen. Aufgrund der mit der GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden: "GDD") als Organträger bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft wird dieser das Einkommen der DF als Organgesellschaft zugerechnet. Die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge erfolgt auf Ebene der Organgesellschaft, wohingegen die hieraus resultierenden künftigen Steuerbe- oder -entlastungen im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt berücksichtigt werden. Ein Ansatz latenter Steuern im Jahresabschluss der Organgesellschaft unterbleibt insoweit. Die Pflicht zur Anhangangabe nach § 285 HGB 30a, die sich aus dem deutschen Mindeststeuergesetz ergibt, entfällt somit. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung abschließend erbracht wurde. Bei Verträgen mit einer längeren Laufzeit werden die Umsatzerlöse über die Laufzeit des Vertrags passiv abgegrenzt und leistungsgerecht ertragswirksam erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe letzte Seite des Anhangs). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Leistungsbeziehungen (TEUR 5.797, Vorjahr: TEUR 5.459) sowie aus kurzfristigen Darlehen einschließlich darauf entfallender Zinsen (TEUR 44.447, Vorjahr: TEUR 39.299). Aufgrund bestehender Aufrechnungsvereinbarungen wurden einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen bilanziell aufgerechnet. Daher sind negative Salden für einzelne Positionen möglich. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 177) sind im Wesentlichen Forderungen aus Colocation sowie kurzfristige Sicherheitsleistungen enthalten. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 25. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.802 (Vorjahr: TEUR 1.440) wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen wie Boni und Urlaub sowie für ausstehende Eingangsrechnungen und Rückbauverpflichtungen gebildet. Der Anstieg liegt im Wesentlichen in den Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 198 sowie bei den Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 207 begründet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Leistungsbeziehungen (TEUR 8.401, Vorjahr: TEUR 5.941) sowie aus kurzfristigen Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen (TEUR 29.444, Vorjahr: TEUR 27.357). Hiervon entfallen nach Verrechnung TEUR 27.159 (Vorjahr: TEUR 25.129) gegen die Alleingesellschafterin GoDaddy Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden kurz "GDD"). Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber GDD beinhalten die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung (TEUR 10.729, Vorjahr: 10.069 TEUR). Einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen wurden bilanziell aufgerechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert. Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 8.897, Vorjahr: TEUR 9.081) handelt es sich um erhaltene Vorauszahlungen von Kunden für Dienstleistungen, die erst nach dem Stichtag bereitgestellt werden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 40.356 (Vorjahr: TEUR 40.626) wurden im Wesentlichen durch das Kerngeschäft des Internet-Hostings erwirtschaftet. Von den Umsatzerlösen wurden TEUR 36.753 (Vorjahr: TEUR 37.027) im Inland, TEUR 2.753 (Vorjahr: TEUR 2.747) im europäischen Ausland sowie TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 852) in Drittländern erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von insgesamt TEUR 569 auf TEUR 536 gesunken. Diese Position enthält sowohl unterjährig bereits realisierte Erträge als auch Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Personalaufwand Im Berichtsjahr betrug der Personalaufwand insgesamt TEUR 10.818 (Vorjahr: TEUR 9.738). Der Hauptanteil fiel dabei auf Gehälter TEUR 9.427 (Vorjahr: TEUR 8.395) sowie Steuern und Sozialabgaben in Höhe von TEUR 1.391 (Vorjahr: TEUR 1.343). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Gehaltssteigerungen und höheren aktienbasierten Vergütungen. Die sozialen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von insgesamt TEUR 10.855 auf TEUR 8.982 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Miete, Strom, Facility Management und Bürobedarf (TEUR -848), geringeren Weiterbelastungen für Management-Dienstleistungen (TEUR -288) sowie aus gesunkenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung (TEUR -362). Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 280 aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 642). Diese enthalten sowohl unterjährig bereits realisierte Aufwendungen als auch Aufwendungen aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.898 (Vorjahr: TEUR 1.739). Ferner sind in den Zinserträgen solche aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten solche an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.058 (Vorjahr: TEUR 967). Ferner sind in den Zinsaufwendungen solche aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen im Wesent-lichen für Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträge in Höhe von insgesamt TEUR 985 (Vorjahr: TEUR 852). Davon sind binnen eines Jahres TEUR 428 (Vorjahr: 322 TEUR) und in den darauffolgenden vier Jahren TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 531) und die verbleibenden TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) sind in mehr als fünf Jahren fällig. Die wesentlichen Verträge haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von ein bis zwei Jahren. Die Miet- und Leasingverträge dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber. Sonstige Angaben Steuern Die DF ist über einen Ergebnisabführungsvertrag mit deren Alleingesellschafterin, der GDD verbunden. Während der Vertragsdauer ist die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die GDD abzuführen und Letztere verpflichtet, jedweden Verlust auszugleichen. Hierbei handelt es sich um eine ertragsteuerliche Organschaft. Geschäftsführung Thomas Rosenkranz, Geschäftsführer, München (seit 30. November 2023) Paul Ashcroft, Geschäftsführer, Krefeld (bis 30. März 2023) Nicholas Daddario, Geschäftsführer, Scottsdale/Arizona, Vereinigte Staaten Michele Lau, Geschäftsführerin, Seattle/Washington, Vereinigte Staaten (bis 17. November 2023) Muazzez Özbek, Geschäftsführerin, Berlin, (30. März bis 30. November 2023) Die Geschäftsführer sind stets alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Durch die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und aufgrund der Struktur der Geschäftsführeranstellungen wäre es möglich, Rückschlüsse auf ein einziges Gehalt zu ziehen. Daher verzichtet die Gesellschaft nach § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführergehälter. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernzugehörigkeit Die GoDaddy Inc., Tempe/Arizona, USA stellt einen Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Die DF ist ein 100%iges Tochterunternehmen der GDD. Unter Berücksichtigung der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB verzichtet die GDD auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Lageberichtes, da sowohl die GDD als auch ihre Tochter-gesellschaften in den befreienden Konzernabschluss der GoDaddy Inc. zum 31. Dezember 2023 einbezogen werden. Der Konzernabschluss der GoDaddy Inc. wurde in Übereinstimmung mit § 292 HGB auf Grundlage der US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) erstellt und von einem zugelassenen Abschlussprüfer geprüft. Darüber hinaus erfüllt der Abschluss die Bilanzierungs- und Berichterstattungsanforderungen der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission - SEC), zu denen die GoDaddy Inc. einhergehend mit der Börsennotierung in den USA verpflichtet ist. Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Bestätigungsvermerk wurden in englischer Sprache im Unternehmensregister offengelegt. Der befreiende Konzernabschluss unterscheidet sich dabei von einem Konzernabschluss nach deutschem Handelsrecht im Wesentlichen in folgenden Punkten: Nach US GAAP werden Geschäfts- oder Firmenwerte nach dem sogenannten impairment-only approach bewertet und bei Vorliegen eines Impairments außerplanmäßig abgeschrieben. Nach deutschem Handelsrecht werden dagegen Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Operating Leasingverträge werden nach US GAAP bilanziell erfasst, in dem ein Nutzungsrecht durch den Leasingnehmer aktiviert wird und die zukünftigen Zahlungsströme aus der Leasingverpflichtung als abgezinste Verbindlichkeit passiviert werden. Das Nutzungsrecht wird dabei über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben und die Verbindlichkeit aufgezinst. Ausnahmen bestehen bei geringen Laufzeiten und geringwertigen Verträgen. Nach HGB werden regelmäßigen Kosten aus den operativen Leasingverträgen einzig als laufender Aufwand im Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Nach US GAAP wird die Veränderung des Eigenkapitals durch das "comprehensive income" und der Kapitalbewegungen mit Anteilseignern dargestellt. Die Position "comprehensive income" beinhaltet demnach alle Veränderungen im Eigenkapital während einer Periode, die nicht aus Einlagen oder Entnahmen der Eigner stammen. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung nach HGB enthält alle Kapitalveränderungen, die sowohl aus erfolgswirksamen Verrechnungen als auch aus erfolgsneutralen Bewertungsanpassungen resultieren. Rückbaurückstellungen werden nach US GAAP zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Kosten für den Rückbau werden bei erstmaligem Ansatz aktiviert und erhöhen den Buchwert des zugehörigen langfristigen Vermögensgegenstands. In gleicher Höhe wird eine Rückstellung gebildet. Der Vermögensgegenstand wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben, gleichzeitig wird die Rückstellung aufgezinst. Nach HGB wird eine Rückstellung in Höhe der voraussichtlichen Kosten gebildet. Die Rückstellung wird sukzessive über die Dauer bis zur Erfüllung der Verpflichtung aufwandswirksam erhöht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 60). Nachtragsbericht Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben. Weiterhin verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
München, den 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Thomas Rosenkranz Nicholas Daddario Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Als einer der etablierten Hostingprovider im deutschsprachigen Raum bietet die domainfactory GmbH (im Folgenden kurz: "DF"), München, mit ihrer Marke "domainFACTORY Premium Hosting. Premium Service." hochwertige und innovative Internetdienstleistungen im Massen-Hosting-Markt an, insbesondere Domainregistrierung und Domain-Name-Services, E-Mail-Services, Shared-Webhosting, Dedicated-Managed-Server-Hosting, Reseller-Services und SSL-Zertifikate. Die DF ist über einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Alleingesellschafterin, der GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: "GDD") verbunden. Während der Vertragsdauer ist die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die GDD abzuführen, und Letztere ist verpflichtet, jedweden Verlust auszugleichen. Über die GDD ist die Gesellschaft zudem Teil der GoDaddy Gruppe, Tempe/Arizona, USA. Die DF greift für ihre Geschäftstätigkeit auf das eigene Rechenzentrum in Köln zurück, sowie auf das der DataDock SARL in Straßburg/Frankreich, welche eine Tochtergesellschaft der Schwestergesellschaft Host Europe GmbH ist. 1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltwirtschaft im Jahr 2023. Die USA weist ein robustes Wachstum auf, China hingegen bleibt hinter dem erwarteten Wachstum zurück. Insgesamt ist die Konjunktur auch in den anderen Volkswirtschaften gedämpft. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,7 %. 1 Die wirtschaftliche Lage im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls geschwächt, sodass die Prognose für das BIP-Wachstum für 2023 insgesamt bei 0,6 % liegt. Dabei hat sich die deutsche Wirtschaft im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. Grund dafür ist die Reduktion der Konsumausgaben von Privathaushalten und Staat. Industrie und Bauwesen zehren zwar noch von einem erhöhten Auftragsbestand, aber auch diese und die Neuaufträge gehen deutlich zurück. Außerdem können die Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte nur schwer kompensiert werden. Erwartungsgemäß wird in 2023 das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Volkswirtschaft kalenderbereinigt um 0,4 % sinken. 2 Passend zu dieser Entwicklung stieg im Jahr 2023 die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf rund Mio. 2,61 Arbeitslose an, wobei die Zahl gemeldeter offener Stellen auf 761.000 sank. 3 1.3 Branchenentwicklung Gegensätzlich zur gesamtkonjunkturellen Entwicklung weist der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK-Markt) im Jahr 2023 ein deutliches Wachstum vor. Vor allem aufgrund des stärkeren Geschäfts mit IT- und Telekommunikationsdienstleistungen sowie Hardware sind die Branchenumsätze 2023 um 12,6 % auf Mrd. EUR 215 gestiegen. Informationstechnologie war 2023 mit einem Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 16,8 % auf Mrd. EUR 142,9 größtes Branchensegment. Das Branchensegment Telekommunikation zeigte einen Umsatzanstieg von 4,4 % im Vorjahresvergleich bei Mrd. EUR 72,1. 4 Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche wird im Jahr 2023 voraussichtlich um Tsd. 34 auf Mio. 1,3 ansteigen. 5 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Der Jahresumsatz der DF ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % auf TEUR 40.356 (Vorjahr: TEUR 40.626) gesunken. Dies liegt einerseits in der Vereinheitlichung des globalen GoDaddy-Produktportfolios begründet, sodass lokale Produkte nicht mehr angeboten werden. Andererseits führt die anhaltende Inflation und gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten der Kunden. Der Materialaufwand ist auf TEUR 9.655 gestiegen (Vorjahr: TEUR 9.047). Dies ist im Wesentlichen auf die Weiterbelastung von erhöhten Rechenzentrumskosten durch die Schwestergesellschaft DataDock SARL (+TEUR 258) sowie auf die erhöhte Weiterbelastung von Intercompany Domains durch die Schwestergesellschaft Mesh Digital Limited (+TEUR 205) zurückführen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Prozent der Umsatzerlöse) liegt mit 24 % auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 22 %) Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr trotz sinkender Beschäftigungsanzahl insbesondere infolge höherer Bonuszahlungen (+TEUR 234) und aktienbasierter Vergütungen (+TEUR 389) um 11 % von TEUR 9.738 auf TEUR 10.818 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr von TEUR 10.855 auf TEUR 8.982 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Miete, Strom, Facility Management und Bürobedarf (TEUR -848), geringeren Weiterbelastungen für Management-Dienstleistungen (TEUR -288) sowie aus gesunkenen Aufwendungen aus Währungsumrechnung (TEUR -362). Aufgrund des mit der GDD bestehenden Ergebnisabführungsvertrages erfolgt die Be-steuerung der DF auf Ebene der GDD als Organträger. Die für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA. Der Leistungsindikator EBITDA leitet sich wie folgt her (in TEUR):
Das bereinigte EBITDA beträgt TEUR 11.436 (Vorjahr: TEUR 11.555). Auch die bereinigte EBITDA-Marge bleibt mit 28,3 % auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 28,4 %). Der ermittelte Umsatz sowie das EBITDA des Geschäftsjahres 2023 stellen sich im Vergleich zur letztjährigen Prognose bzw. Budget wie folgt dar: Ist-Umsatz TEUR 40.356 gegenüber Plan-Umsatz TEUR 40,0. Trotz der pessimistischen Umsatz-Prognose aus dem Vorjahr konnte die DF im Bereich E-Commerce vom starken Wachstum der IT-Branche profitieren und dort im Jahr 2023 ein Umsatzplus von TEUR 209 verzeichnen. Des Weiteren beträgt das Ist-EBITDA TEUR 11.436 gegenüber dem Plan-EBITDA von TEUR 11.380 und ist damit verlässlich prognostiziert worden. Aufgrund des konstant hohen EBITDA und weiterhin hoher Umsätze kann die Ertragslage der DF als stabil eingestuft werden. 2.2 Finanzlage Die DF finanziert sich fast ausschließlich über den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Finanzierungssituation kann als stabil eingeschätzt werden. Der Bestand an Barmitteln betrug zum Bilanzstichtag TEUR 3.050 (Vorjahr: TEUR 2.747). Der Anstieg von Barmitteln ist im Wesentlichen auf erhaltene Zahlungen aus Kundenforderungen und aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Das Unternehmen unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Von Kursrisiken ist das Unternehmen nur indirekt betroffen, da sich die Tätigkeit des Unternehmens auf den deutschsprachigen EU-Raum konzentriert. Aufgrund der nahezu vollständigen konzerninternen Finanzierung, des Bestandes an liquiden Mitteln und von Forderungen bei kurzen Zahlungszielen bzw. im Voraus geleisteten Kundenzahlungen ist die DF uneingeschränkt in der Position, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft in der Lage ist, Verbindlichkeiten gegenüber Dritten fristgerecht zu begleichen, und betrachtet die Finanzlage als gut. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der DF hat sich im Berichtsjahr von TEUR 54.291 auf TEUR 58.734 erhöht. Ursächlich für die Erhöhung von TEUR 4.443 ist auf der Aktivseite im Wesentlichen der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus kurzfristigen Darlehen. Auf der Passivseite erhöht im Wesentlichen der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 4.547 die Bilanzsumme. Hingegen neutralisieren sich der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 325 und der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 361 gegenseitig. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund der Büroschließung Ismaning zum 31. Dezember 2022 um TEUR 1.268 auf TEUR 1.644 (Vorjahr: TEUR 2.912) gesunken. Die Gesamtinvestitionen des Berichtsjahres betrugen TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 1.803), die Abgänge TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 169), während sich die Abschreibungen auf TEUR 1.548 (Vorjahr: TEUR 2.252) beliefen. Diese Investitionen wurden überwiegend in den Rechenzentrumstandort in Köln (Ausbau sowie Anschaffung von Servern) getätigt. Forderungen aus Leistungsbeziehungen sinken im Vorjahresvergleich von TEUR 1.004 um TEUR 3. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr von TEUR 2.693 auf TEUR 2.649 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr um TEUR 361 auf TEUR 1.802 (Vorjahr: TEUR 1.440) erhöht. Ursächlich dafür ist der Anstieg bei den Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 198 sowie bei den Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 207. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 325 reduziert und betragen im Berichtsjahr TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 609). Dies liegt einerseits im Rückgang von lokalen Marketingaktivitäten (TEUR -111) und andererseits im geringeren Bedarf an Server-Ersatzteilen (TEUR -175) für das Rechenzentrum in Köln begründet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr leicht um TEUR 184 auf TEUR 8.897 gestiegen. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die DF 125 Mitarbeiter (Vorjahr: 132 Mitarbeiter). Der Mitarbeiterbestand zum Stichtag ist leicht rückläufig. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögenslage als angemessen. 3. Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die deutschen Gesellschaften der GDD-Gruppe sind in das konzernweite Beteiligungscontrolling und Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Grundlage des Risikomanagementsystems der Gesellschaft ist die Einbeziehung des Risiko-managementprozesses in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Bericht-erstattungsabläufe. Letztere sorgen mit standardisierten Auswertungen dafür, den Geschäfts-verlauf transparent darzulegen. So werden beispielsweise alle relevanten Parameter zur Darstellung der aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage erfasst und ausgewertet. Gleichzeitig basiert die Unternehmenssteuerung neben den wertorientierten Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA auf unternehmensrelevanten Kennzahlen (z.B. Kennzahlen zu den Vertragsabschlüssen, Durchschnittsumsätze je Vertrag und Kunde, Kündigungsquoten, Kostenverhältnisprüfungen etc.). Die Zielsetzung des Risikomanagements des Unternehmens ist somit die Früherkennung von Chancen und Risiken, die verbesserte Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. 3.2 Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die zentralen Risikofelder betreffen: Markt Die Gesellschaft bewegt sich in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern. Einige dieser Wettbewerber können aus einer größeren Marktstellung heraus agieren und könnten ihre Angebote weiter in Richtung Hosting- oder Breitbanddienste diversifizieren, was zu Marktanteilsverlusten führen könnte. Gleichzeitig würden dadurch die Wachstumschancen entsprechend beschnitten. Aufgrund des Geschäftsmodells ist Energie einer der wesentlichen Inputfaktoren im Leistungserstellungsprozess. Energiekostensteigerungen können in dem wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, zu rückläufigen Margen und Ergebnissen führen. Diesem Risiko wird durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie durch die Evaluierung von alternativen Rechenzentrumsstandorten begegnet. Die DF kann über die Schwestergesellschaft Host Europe GmbH auf ein energieeffizientes Rechenzentrum der DataDock SARL am Standort in Straßburg/Frankreich zurückgreifen. Die kostengünstigen Rahmenbedingungen zum Betrieb dieses Rechenzentrums im Dauerbetrieb (365 Tage/24 Stunden), liegen insbesondere in der innovativen Grundwasserkühlung sowie den Kostenvorteilen für Energie, die auch aus regenerativen Quellen bezogen und von französischen Versorgungsunternehmen bereitgestellt werden. Durch technologischen Wandel in den Märkten für Hosting- und Zugangsdienste besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder nicht den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neuentwicklungen, trotz umfangreicher Tests, Fehler oder Sicherheitslücken enthalten können, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen der Gesellschaft schädigen können. Es sind auch Entwicklungsarbeiten denkbar, die gar nicht erst in marktreife Produkte oder Dienstleistungen münden. Diesen Risiken versucht die Gesellschaft, durch aktives Produkt-management sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen entgegenzuwirken. Infrastruktur Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Gesellschaft erfolgt im oder mithilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe ausgesetzt. Auch hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Die Gesellschaft setzt auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen, um diesen Risiken zu begegnen. Personal Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft unabdingbar. Die wachsende Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich macht den Fachkräftemangel spürbar und den Wettbewerb um Mitarbeiter intensiv. Es besteht das Risiko, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und/oder zu halten. Zusammenfassend liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung die wesentlichen Risiken in den Bereichen Markt und Infrastruktur. Durch die fortlaufende Optimierung des gruppenweiten Risikomanagementsystems einhergehend mit konkreten Maßnahmen werden diese Risiken, soweit möglich, auf ein Minimum reduziert. Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2023 sowie im Abschlusserstellungs-zeitraum weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikoposition zu erkennen. 4. Chancen- und Prognosebericht Insgesamt wird erwartet, dass sich die deutsche Volkswirtschaft in 2024 allmählich wieder erholt. Außenpolitische Spannungen werden sich vermutlich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Vergabe von Krediten weiter bremsen. Der Rückgang der Inflation und die hohen Lohnabschlüsse dürften jedoch zu Realeinkommenssteigerungen führen. Das könnte den Privatkonsum beleben. Konträr dazu kann eine ausbleibende Erholung der chinesischen Volkswirtschaft, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, erneut hohe Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik oder ein verhaltener Konsum das Wachstum bremsen. Deshalb erwartet der Sachverständigenrat für 2024 ein marginales Wachstum des deutschen BIP von 0,7 % (Euro-Raum: 1,1%). Die Inflationsrate in Deutschland und im Euro-Raum ist zwar dabei sich zu normalisieren, bleibt jedoch bis 2025 auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2024 wird im Euro-Raum mit einer Inflation von 2,9 % (2023: 5,6 %) gerechnet, in Deutschland von 2,6 % (2023: 6,1 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Preissteigerungen bei allen Gütern ohne Nahrungsmittel und Energie zurückzuführen. Faktoren wie verzögerte Kostenüberwälzungen, Lohnentwicklungen und die Geldpolitik beeinflussen diese Entwicklungen jedoch maßgeblich. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank (EZB) im September 2023 die Leitzinsen zum zehnten Mal in Folge angehoben (+4,5 Prozentpunkte). Dies führte zu einem starken Anstieg der Marktzinsen und einer Abkühlung der Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte, ebenso der Nachfrage nach Bauinvestitionen. Die globale Industrieproduktion und der Warenhandel entwickelten sich nur schwach. Außenwirtschaftliche Impulse von den USA oder China bleiben gedämpft. Insgesamt wird im Jahr 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,2 % gerechnet. Des Weiteren könnten geopolitische Risiken wie eine Eskalation des Nahost-Konflikts oder eine weitere Verknappung des Energieangebots aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu neuen Energiepreisschüben führen. 6 Die Gesellschaft rechnet auf Basis des Geschäftsmodells und der angebotenen Produkte nur mit mäßigen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten auf die Umsatzerlöse und das EBITDA der Gesellschaft. Auf Basis der derzeitigen Geschäftsentwicklung plant die Geschäftsführung für das Jahr 2024 mit einem Umsatz von bis zu Mio. EUR 40,3 und einem EBITDA von Mio. EUR 11,4. Das EBITDA wird im folgenden Jahr weiterhin positiv sein, da die Gesellschaft nur mit einem marginalen Umsatzrückgang rechnet.
München, den 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Thomas Rosenkranz Nicholas Daddario |
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