element 42 UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andris Zelonka seit 9.9.2025 | Geschäftsführer |
David Clark Reed seit 30.6.2023 | Geschäftsführer |
Nils Grabbert seit 15.2.2023 | Geschäftsführer |
Dragan Stefanov seit 22.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Standbyco 27 B.V. | 57.77% |
| 42.23% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
digidip GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 20201 GrundlagenDas AdTech-Unternehmen digidip GmbH mit Sitz in Berlin ist im Bereich Online Marketing, speziell Affiliate Marketing, tätig und hat sich auf die Entwicklung von Technologien rund um die Monetarisierung von Premium Publishern fokussiert. Beim Affiliate-Marketing erhalten Publisher (Affiliates) eine Provision für die Vermarktung der Produkte eines Services oder Händlers, indem sie für dieses Produkt werben und einen Teil des Gewinns aus jedem Verkauf, den Verbraucher tätigen, erhalten. Die Verkäufe werden über sog. "Tracking-Links" von einer Plattform zur anderen nachverfolgt. Relevant für die digidip GmbH sind generell drei Vergütungsformen ("CPA": Cost per Action), an denen das Unternehmen und deren Affiliates verdienen können:
Die digidip-Technologie konsolidiert alle Händler und deren verschiedenen Vergütungsstrukturen und Tracking-Möglichkeiten, um sie dann den Affiliates anbieten zu können. Statt wie üblich, dass sich die Affiliates bei allen Netzwerken und Partnerprogrammen anmelden und die Trackinglinks einbauen müssen, reicht eine Anmeldung auf der digidip-Plattform und der einmalige Einbau des JavaScript-Codes (oder alternative Einbaumöglichkeiten) auf der Webseite des Affiliates aus. Damit wird der gesamten Prozess - vom Transaktionszeitpunkt (CPS, CPL, CPC) bis zur Vergütung - vereinfacht und allen Beteiligten die Komplexität abgenommen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Branchenbedingte Rahmenbedingungen Das stetige Wachstum des Online-Handels nicht nur in Deutschland, aber auch weltweit, trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der digidip GmbH und der gesamten E-Commerce Branche bei, was im Jahr 2020 speziell durch den COVID-19-Lockdown geprägt wurde. Laut Statista-Berichten stiegen die weltweiten E-Commerce-Umsätze im Jahr 2020 um 27,6 % im Vergleich zum Vorjahr. 1 In diesem Zeitraum machte der E-Commerce-Umsatz im Einzelhandel 18 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes aus. 2 Die drei größten Märkte für digidip sind derzeit die USA, Deutschland und das Vereinigte Königreich. Die Einnahmen aus dem E-Commerce in den Vereinigten Staaten beliefen sich im Jahr 2020 auf 431,6 Milliarden US-Dollar. 3 Der deutsche E-Commerce-Sektor erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 72,8 Milliarden Euro. 4 Der Online-Handel im Vereinigten Königreich hat in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit dem Ausbruch der Coronavirus-Krise (COVID-19) wird der Wert des Online-Einzelhandels im Vereinigten Königreich im Jahr 2020 schätzungsweise knapp 100 Milliarden britische Pfund erreichen. Im vergangenen Jahr entfielen rund 19 % des Einzelhandelsumsatzes im Vereinigten Königreich auf den Online-Handel. 5 2.2. Ertragslage Die folgende Kommentierung erfolgt aus Wesentlichkeitsgründen ohne Nachkommastellen bzw. volle €-Beträge. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von € 15.590.119 auf € 22.065.472 um 41,5% gestiegen. Das Wachstum ist größtenteils auf das Wachstum des Affiliate-Portfolios und des steigenden Interesses an Online-Shopping während des Lockdowns zurückzuführen. Außerdem hat der Handel zum einen schnell auf die Marketing Chancen im Lockdown reagiert und zum anderen zusätzlich Produkte und Services durch spezielle Angebote gepusht, vor allem im Bereich Sport, Wohnen, Unterhaltung und Weiterbildung. Von den Umsätzen wurden € 14.073.616 (63,8 %) mit Kunden in anderen EU-Ländern, € 6.095.480 (27,6 %) mit Kunden in Nicht-EU-Ländern und € 1.896.376 (8,6 %) mit Kunden in Deutschland erzielt. CPS und CPL -Provisionen machten den Großteil des Umsatzes aus, während CPC im Jahr 2020 noch keine wesentliche Rolle spielte. Es wird erwartet, dass die CPC-Provisionen für die digidip GmbH wachsen und mutmaßlich einen höheren Anteil am Gesamtumsatz in den Jahren 2021 und 2022 haben werden. Publisher-Provision Bruttogewinn Der Materialaufwand umfasst ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen und resultiert im Wesentlichen aus Provisionszahlungen an Affiliates. Korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöhte sich auch der Materialaufwand (+ 46,6%) von € 12.322.224 im Vorjahr auf € 18.058.873. Das Rohergebnis, als die Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand, stieg von € 3.267.895,30 im Vorjahr auf € 4.006.599,51 (+ 22,6 %). Im Zusammenhang mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen auch die Personalkosten von € 820.406 im Vorjahr auf € 937.919 (+ 14,3 %). Der Hauptgrund für den Anstieg sind Gehaltserhöhungen, um das gute Arbeitsklima und die Motivation zu erhalten als auch im Berliner Startup-Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und innerhalb der Branche mithalten zu können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Fremdwährungsverluste) stiegen von € 410.333 im Vorjahr auf € 434.378 (+ 5,9 %). Der Anstieg um € 24.045 gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf Prüfungskosten und Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Fremdwährungsverluste stiegen von € 486.723 im Vorjahr auf € 705.078 (+ 44,8 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Wechselkursschwankungen der Währungen USD und GBP im Jahr 2020 zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern stieg von € 1.987.903 im Vorjahr auf € 2.911.344 (+ 46,4 %). 2.3 Vermögens- und Finanzlage Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von € 3.619.393 (Vorjahr € 3.871.373). Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit zahlungsfähig. Die direkten Kosten, Provisionszahlungen an Affiliates, werden erst nach Zahlungseingang der Händler fällig. Dies ermöglicht ein stabiles Cash-Management. Die Forderungen gegenüber Kunden sind stichtagsbedingt von € 3.002.774 im Vorjahr auf € 3.487.654 im Berichtsjahr gestiegen. Von dem für die kommenden Jahre geplanten Wahlrecht zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Wirtschaftsgüter hat das Unternehmen keinen Gebrauch gemacht. Die Aktivierung würde sich auf Programmierarbeiten an verschiedenen neu geschaffenen Modulen bzw. deren Weiterentwicklung beziehen, die Effizienzsteigerungen in internen Prozessen und bei Affiliates in der Usability ermöglichen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Bruttomarge sank von 21,0 % im Vorjahr auf 18,2 % im Jahr 2020. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf neue Vereinbarungen mit Publishern zurückzuführen, die die Marge reduzieren, aber mehr sog. "Traffic" und Wachstum auf die digidip-Plattform leiten. Das Ergebnis vor Steuern stieg von € 1.987.903 im Vorjahr auf € 2.911.344 (+ 46,5 %). 3 Chancen- und RisikoberichtDie digidip GmbH ist in ständigem Wachstum in Märkten außerhalb Deutschlands und der EU, wobei der Großteil des Umsatzes derzeit aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich stammt. Da die Provisionen in den meisten Fällen in der Originalwährung gezahlt werden, ist ein Teil der Einnahmen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Im Jahr 2020 gab es Schwankungen in Bezug auf die Währungen GBP und USD, beispielsweise durch den Brexit im Fall von GBP. Die Gesellschaft überwacht das Risiko kontinuierlich und arbeitet daran, etwaige Wechselkursverluste zu verringern, indem es hauptsächlich Bankkonten in den verschiedenen relevanten Währungen unterhält und bestrebt die Provisionen für Affiliates in derselben Währung zu zahlen, in der die Provisionszahlung eingegangen ist. Durch die E-Privacy-Verordnung sehen wir eine Chance für den gesamten Markt, sich im Bereich Datenschutz innovativ weiterzuentwickeln, sodass Affiliate Marketing weiterhin für alle Beteiligten funktionieren kann, ohne die personenbezogener Daten der Nutzer zu gefährden. Zusätzlich wird die Einführung einer "Consent Management Platform" (CMP) notwendig sein, in der Affiliates aktiv die Erlaubnis der Nutzer zum Tracking einholen müssen. Dies ist ein Prozess, der von den Affiliates realisiert werden muss, aber auch hier gibt es schon die notwendigen Maßnahmen und Technologien, die sich der Thematik annehmen und wir rechnen mit einer flächendeckenden Umsetzung durch das digidip-Portfolio bis Ende 2021. Mittlerweile ist es allgemein bekannt, dass der Lockdown während der Pandemie den stationären Handel geschädigt hat, aber im gleichen Zug den Online-Handel weltweit gestärkt hat. Der Trend hat sich auch nach dem Lockdown durchgesetzt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Bevölkerung immer noch vorsichtig ist, bezogen auf die Ansteckungsgefahr, aber auch diejenigen die vorher weniger online geshoppt haben, mittlerweile den Komfort, den Online-Shopping mit sich bringt, stärker wahrnehmen. Die Vorteile überwiegen gegenüber dem stationären Handel, unter anderem sparen Verbraucher nicht nur Zeit, sondern profitieren auch von besseren Angeboten, schnellen Lieferzeiten, unkomplizierten Retouren, unbegrenzten Öffnungszeiten usw. Dies wurde durch die Pandemie lediglich noch mehr hervorgehoben. Da die digidip GmbH ausführliche Daten und Tools besitzt, um Trends im Markt schnell zu erkennen, werden diese dazu genutzt an diesen anzuknüpfen und für sich zum Vorteil zu nutzen, indem neue Partnerschaften in diese Richtung abgeschlossen und existierende Partnerschaften in dem Bereich vertieft werden. Zudem rechnet die Gesellschaft mit einer Erhöhung der Marketingbudgets der Online-Händler, was auch dazu genutzt wird, um bessere Provisions-Konditionen zu verhandeln. Zudem arbeitet die Gesellschaft an der Entwicklung von diversen Features wie z.B. Worddip, Product Gallery und einer eigenen sog. "SaaS-Plattform", um den Absatz mit den Bestandskunden weiter zu steigern, neue Kunden anzuwerben und den Wettbewerb innerhalb der Branche weiter auszubauen. Existenzgefährdende Risiken für die Gesellschaft sind nicht erkennbar. 4 PrognoseberichtDie nachfolgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen Einschätzungen des Managements dar, die basierend auf der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts vorliegenden Informationen getroffen wurden. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen weiteren signifikanten Anstieg des Umsatzes und ein positives, aber gegenüber dem Vorjahr leicht gesunkenes Ergebnis vor Steuern, da der Fokus auf dem weiteren Wachstum des Portfolios und der Monetarisierung bestehender Publisher sowie auf dem Einstieg neuer Publisher liegt. Zusätzlich werden weitere Verhandlungen mit Händlern bezügliche höherer Vergütungen geführt, von denen das gesamte Netzwerk profitiert. Für 2022 ist eine Erhöhung der Personal- und Lohnkosten vorgesehen, um das weitere Umsatzwachstum des Unternehmens zu unterstützen. In 2021 ist digidip GmbH Teil der YK Gruppe geworden, die im Zuge einer Buy-and-Build Strategie von der Private Equity Gesellschaft Waterland ins Leben gerufen wurde, mit einem Zukauf der YieldKit GmbH in Hamburg. Durch diese Akquisition sind YieldKit GmbH und digidip GmbH zusammen nun das größte Meta-Netzwerk in der Branche und können dadurch viele Synergien ausbauen. Zudem sind noch weitere Käufe in der Gruppe geplant, die strategisch Sinn machen und die Position weiter stärken. Diese Erwartung basiert auf der Annahme, dass der Online-Handel und der damit verbundene Markt für Online-Marketing-Dienstleistungen auch in Zukunft, wie erwartet, deutlich wachsen werden. Bedingt durch den Verkauf greift die Exit-Klausel des virtuellen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms und reduziert das Jahresergebnis vor Steuern in 2021 gegenüber dem Vorjahr.
Berlin, den 16. Dezember 2021 Sabrina Spielberger Ante Letica Dragan Stefanov
1
https://www.statista.com/statistics/288487/forecast-of-global-b2c-e-commerce-growth/
Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für 2020Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma digidip GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 148740 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen ergaben sich in diesem und im Vorjahr hinsichtlich eines neuen, unsaldierten Ausweises von Umsatzerlösen und bezogenen Leistungen. Digidip sieht sich im Verhältnis zu den sog. "Publishern und Affiliate Netzwerken" als Prinzipal, sodass im Berichtsjahr und Vorjahr Umsatzerlöse von TEUR 22.065 (Vorjahr: TEUR 15.590) und Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand von TEUR 18.059 (Vorjahr: TEUR 12.322) ausgewiesen werden. Das Vorjahr wurde in laufender Rechnung in Sinne von IDW RS HFA 6 korrigiert und sollte damit vergleichbar sein. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Es erfolgte zudem eine Ausweisänderung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Diese wurden im Vorjahr noch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, im Geschäftsjahr hingegen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital Der Gewinnvortrag zum 01.01.2020 betrug insgesamt TEUR 3.528. Im laufenden Jahr wurden zwei Gewinnausschüttungen von TEUR 1.223 und TEUR 1.358 vorgenommen, sodass der Bilanzgewinn zum 31.12.2020 mit TEUR 2.976 valutiert. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten im Verbindlichkeitenspiegel haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i.W. gegenüber den Gesellschaftern.
Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,175 % zugrunde gelegt. Entwicklung latenter Steuersalden Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 271), Raumkosten (TEUR 86), Serverkosten (TEUR 83), Software (TEUR 50), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 38), Werbekosten (TEUR 27) sowie Forderungsverluste (TEUR 25). Sie erhöhten sich zum Vorjahr von TEUR 487 um TEUR 218 auf TEUR 705. Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus gestiegenen Aufwendungen für Währungsumrechnung (TEUR 194). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aufgrund der vom Finanzamt durchgeführten Betriebsprüfung periodenfremde Erträge (TEUR 196) enthalten. Es wurde eine Anpassung der Rückstellungen an die Steuerbilanz vorgenommen. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestanden im Abschlusszeitraum nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Organe Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer wird unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Das Virus COVID-19 hat zu Kontaktverboten, Schließungen von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen sowie Grenzschließungen geführt. Auf die Berichtsgesellschaft hatten diese Maßnahmen positive Auswirkungen. Wegen des angestiegenen Online-Handels konnte die Berichtsgesellschaft Ihre Umsätze weiter steigern. Am 12. August 2021 hat sich die YK Group GmbH verpflichtet, sämtliche Anteile an der Gesellschaft zu übernehmen (sog. "Signing Date"). Das "Closing" fand am 7. September 2021 statt. In der Gesellschaft existiert ein virtuelles Beteiligungsprogramm. Der o.g. Verkauf stellt ein sog. "Exit-Ereignis" dar und wird zu Auszahlungen an die zuwendungsberechtigten Personen in 2021 führen. Am 22. Oktober 2021 wurden Ante Letica, Berlin, Chief Operating Officer bei digidip GmbH, und Dragan Stefanov, Berlin, Chief Technical Officer bei digidip GmbH, zu Geschäftsführern ernannt. Am 20. Januar 2022 wurden T€ 901 an das Finanzamt Charlottenburg entsprechend geänderter USt-Voranmeldungen nachgezahlt. Weitere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben. Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschlussDer Gewinnvortrag und der Bilanzgewinn zum 01.01.2020 betrug insgesamt TEUR 3.528. Im laufenden Jahr wurden zwei Gewinnausschüttungen von TEUR 1.223 und TEUR 1.358 vorgenommen, sodass der Bilanzgewinn zum 31.12.2020 mit TEUR 2.976 valutiert.
Berlin, 16. Dezember 2021 Sabrina Spielberger, Geschäftsführerin Ante Letica, Geschäftsführer Dragan Stefanov, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die digidip GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der digidip GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der digidip GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 21. Januar 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer ppa. Elin Lüdemann, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde noch nicht festgestellt. |
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