Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 148740
Eingetragen
25.3.2013
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Aufbau und Betreiben von Internet-Portalen und die Erbringung von Internet-Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andris Zelonka
seit 9.9.2025
Geschäftsführer
David Clark Reed
seit 30.6.2023
Geschäftsführer
Nils Grabbert
seit 15.2.2023
Geschäftsführer
Dragan Stefanov
seit 22.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Standbyco 27 B.V.NLD
57.77%
42.23%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

mrge Group GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

digidip GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1 Grundlagen

Das AdTech-Unternehmen digidip GmbH mit Sitz in Berlin ist im Bereich Online Marketing, speziell Affiliate Marketing, tätig und hat sich auf die Entwicklung von Technologien rund um die Monetarisierung von Premium Publishern fokussiert.

Beim Affiliate-Marketing erhalten Publisher (Affiliates) eine Provision für die Vermarktung der Produkte eines Services oder Händlers, indem sie für dieses Produkt werben und einen Teil des Gewinns aus jedem Verkauf, den Verbraucher tätigen, erhalten. Die Verkäufe werden über sog. "Tracking-Links" von einer Plattform zur anderen nachverfolgt. Relevant für die digidip GmbH sind generell drei Vergütungsformen ("CPA": Cost per Action), an denen das Unternehmen und deren Affiliates verdienen können:

 

1. Cost per Sale (CPS): Dies ist die Standardstruktur des Affiliate-Marketings. Bei dieser Vergütungsform zahlen Händler den Affiliates einen Prozentsatz des Verkaufspreises des Produkts/Services, nachdem Verbraucher das Produkt aufgrund der Marketingstrategien der Affiliates gekauft haben.

 

2. Cost per Lead (CPL): Beim Cost per Lead - Programm müssen Affiliates die Verbraucher dazu bringen, die Website der Händler zu besuchen, um eine gewünschte Aktion auszuführen - z.B. das Ausfüllen eines Kontaktformulars, die Anmeldung für eine Testversion eines Produkts, das Abonnieren eines Newsletters, das Herunterladen von Software oder Dateien, etc.

 

3. Cost per Click (CPC): Hier müssen Affiliates die Verbraucher dazu bringen, von ihrer Plattform auf die Plattform oder Website der Händler zu wechseln. Affiliates werden dann pro Klick bezahlt.

Die digidip-Technologie konsolidiert alle Händler und deren verschiedenen Vergütungsstrukturen und Tracking-Möglichkeiten, um sie dann den Affiliates anbieten zu können. Statt wie üblich, dass sich die Affiliates bei allen Netzwerken und Partnerprogrammen anmelden und die Trackinglinks einbauen müssen, reicht eine Anmeldung auf der digidip-Plattform und der einmalige Einbau des JavaScript-Codes (oder alternative Einbaumöglichkeiten) auf der Webseite des Affiliates aus. Damit wird der gesamten Prozess - vom Transaktionszeitpunkt (CPS, CPL, CPC) bis zur Vergütung - vereinfacht und allen Beteiligten die Komplexität abgenommen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbedingte Rahmenbedingungen

Das stetige Wachstum des Online-Handels nicht nur in Deutschland, aber auch weltweit, trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der digidip GmbH und der gesamten E-Commerce Branche bei, was im Jahr 2020 speziell durch den COVID-19-Lockdown geprägt wurde.

Laut Statista-Berichten stiegen die weltweiten E-Commerce-Umsätze im Jahr 2020 um 27,6 % im Vergleich zum Vorjahr. 1 In diesem Zeitraum machte der E-Commerce-Umsatz im Einzelhandel 18 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes aus. 2 Die drei größten Märkte für digidip sind derzeit die USA, Deutschland und das Vereinigte Königreich. Die Einnahmen aus dem E-Commerce in den Vereinigten Staaten beliefen sich im Jahr 2020 auf 431,6 Milliarden US-Dollar. 3 Der deutsche E-Commerce-Sektor erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 72,8 Milliarden Euro. 4 Der Online-Handel im Vereinigten Königreich hat in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit dem Ausbruch der Coronavirus-Krise (COVID-19) wird der Wert des Online-Einzelhandels im Vereinigten Königreich im Jahr 2020 schätzungsweise knapp 100 Milliarden britische Pfund erreichen. Im vergangenen Jahr entfielen rund 19 % des Einzelhandelsumsatzes im Vereinigten Königreich auf den Online-Handel. 5

2.2. Ertragslage

Die folgende Kommentierung erfolgt aus Wesentlichkeitsgründen ohne Nachkommastellen bzw. volle €-Beträge.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von € 15.590.119 auf € 22.065.472 um 41,5% gestiegen. Das Wachstum ist größtenteils auf das Wachstum des Affiliate-Portfolios und des steigenden Interesses an Online-Shopping während des Lockdowns zurückzuführen. Außerdem hat der Handel zum einen schnell auf die Marketing Chancen im Lockdown reagiert und zum anderen zusätzlich Produkte und Services durch spezielle Angebote gepusht, vor allem im Bereich Sport, Wohnen, Unterhaltung und Weiterbildung.

Von den Umsätzen wurden € 14.073.616 (63,8 %) mit Kunden in anderen EU-Ländern, € 6.095.480 (27,6 %) mit Kunden in Nicht-EU-Ländern und € 1.896.376 (8,6 %) mit Kunden in Deutschland erzielt.

CPS und CPL -Provisionen machten den Großteil des Umsatzes aus, während CPC im Jahr 2020 noch keine wesentliche Rolle spielte. Es wird erwartet, dass die CPC-Provisionen für die digidip GmbH wachsen und mutmaßlich einen höheren Anteil am Gesamtumsatz in den Jahren 2021 und 2022 haben werden.

Publisher-Provision

Bruttogewinn

Der Materialaufwand umfasst ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen und resultiert im Wesentlichen aus Provisionszahlungen an Affiliates.

Korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöhte sich auch der Materialaufwand (+ 46,6%) von € 12.322.224 im Vorjahr auf € 18.058.873. Das Rohergebnis, als die Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand, stieg von € 3.267.895,30 im Vorjahr auf € 4.006.599,51 (+ 22,6 %).

Im Zusammenhang mit dem Wachstum des Unternehmens stiegen auch die Personalkosten von € 820.406 im Vorjahr auf € 937.919 (+ 14,3 %). Der Hauptgrund für den Anstieg sind Gehaltserhöhungen, um das gute Arbeitsklima und die Motivation zu erhalten als auch im Berliner Startup-Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und innerhalb der Branche mithalten zu können.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Fremdwährungsverluste) stiegen von € 410.333 im Vorjahr auf € 434.378 (+ 5,9 %). Der Anstieg um € 24.045 gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf Prüfungskosten und Rückstellungen für uneinbringliche Forderungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive Fremdwährungsverluste stiegen von € 486.723 im Vorjahr auf € 705.078 (+ 44,8 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Wechselkursschwankungen der Währungen USD und GBP im Jahr 2020 zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg von € 1.987.903 im Vorjahr auf € 2.911.344 (+ 46,4 %).

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von € 3.619.393 (Vorjahr € 3.871.373).

Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit zahlungsfähig. Die direkten Kosten, Provisionszahlungen an Affiliates, werden erst nach Zahlungseingang der Händler fällig. Dies ermöglicht ein stabiles Cash-Management.

Die Forderungen gegenüber Kunden sind stichtagsbedingt von € 3.002.774 im Vorjahr auf € 3.487.654 im Berichtsjahr gestiegen.

Von dem für die kommenden Jahre geplanten Wahlrecht zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Wirtschaftsgüter hat das Unternehmen keinen Gebrauch gemacht. Die Aktivierung würde sich auf Programmierarbeiten an verschiedenen neu geschaffenen Modulen bzw. deren Weiterentwicklung beziehen, die Effizienzsteigerungen in internen Prozessen und bei Affiliates in der Usability ermöglichen.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bruttomarge sank von 21,0 % im Vorjahr auf 18,2 % im Jahr 2020. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf neue Vereinbarungen mit Publishern zurückzuführen, die die Marge reduzieren, aber mehr sog. "Traffic" und Wachstum auf die digidip-Plattform leiten.

Das Ergebnis vor Steuern stieg von € 1.987.903 im Vorjahr auf € 2.911.344 (+ 46,5 %).

3 Chancen- und Risikobericht

Die digidip GmbH ist in ständigem Wachstum in Märkten außerhalb Deutschlands und der EU, wobei der Großteil des Umsatzes derzeit aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich stammt. Da die Provisionen in den meisten Fällen in der Originalwährung gezahlt werden, ist ein Teil der Einnahmen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Im Jahr 2020 gab es Schwankungen in Bezug auf die Währungen GBP und USD, beispielsweise durch den Brexit im Fall von GBP. Die Gesellschaft überwacht das Risiko kontinuierlich und arbeitet daran, etwaige Wechselkursverluste zu verringern, indem es hauptsächlich Bankkonten in den verschiedenen relevanten Währungen unterhält und bestrebt die Provisionen für Affiliates in derselben Währung zu zahlen, in der die Provisionszahlung eingegangen ist.

Durch die E-Privacy-Verordnung sehen wir eine Chance für den gesamten Markt, sich im Bereich Datenschutz innovativ weiterzuentwickeln, sodass Affiliate Marketing weiterhin für alle Beteiligten funktionieren kann, ohne die personenbezogener Daten der Nutzer zu gefährden. Zusätzlich wird die Einführung einer "Consent Management Platform" (CMP) notwendig sein, in der Affiliates aktiv die Erlaubnis der Nutzer zum Tracking einholen müssen. Dies ist ein Prozess, der von den Affiliates realisiert werden muss, aber auch hier gibt es schon die notwendigen Maßnahmen und Technologien, die sich der Thematik annehmen und wir rechnen mit einer flächendeckenden Umsetzung durch das digidip-Portfolio bis Ende 2021.

Mittlerweile ist es allgemein bekannt, dass der Lockdown während der Pandemie den stationären Handel geschädigt hat, aber im gleichen Zug den Online-Handel weltweit gestärkt hat. Der Trend hat sich auch nach dem Lockdown durchgesetzt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Bevölkerung immer noch vorsichtig ist, bezogen auf die Ansteckungsgefahr, aber auch diejenigen die vorher weniger online geshoppt haben, mittlerweile den Komfort, den Online-Shopping mit sich bringt, stärker wahrnehmen.

Die Vorteile überwiegen gegenüber dem stationären Handel, unter anderem sparen Verbraucher nicht nur Zeit, sondern profitieren auch von besseren Angeboten, schnellen Lieferzeiten, unkomplizierten Retouren, unbegrenzten Öffnungszeiten usw. Dies wurde durch die Pandemie lediglich noch mehr hervorgehoben.

Da die digidip GmbH ausführliche Daten und Tools besitzt, um Trends im Markt schnell zu erkennen, werden diese dazu genutzt an diesen anzuknüpfen und für sich zum Vorteil zu nutzen, indem neue Partnerschaften in diese Richtung abgeschlossen und existierende Partnerschaften in dem Bereich vertieft werden. Zudem rechnet die Gesellschaft mit einer Erhöhung der Marketingbudgets der Online-Händler, was auch dazu genutzt wird, um bessere Provisions-Konditionen zu verhandeln.

Zudem arbeitet die Gesellschaft an der Entwicklung von diversen Features wie z.B. Worddip, Product Gallery und einer eigenen sog. "SaaS-Plattform", um den Absatz mit den Bestandskunden weiter zu steigern, neue Kunden anzuwerben und den Wettbewerb innerhalb der Branche weiter auszubauen.

Existenzgefährdende Risiken für die Gesellschaft sind nicht erkennbar.

4 Prognosebericht

Die nachfolgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen Einschätzungen des Managements dar, die basierend auf der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts vorliegenden Informationen getroffen wurden.

Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen weiteren signifikanten Anstieg des Umsatzes und ein positives, aber gegenüber dem Vorjahr leicht gesunkenes Ergebnis vor Steuern, da der Fokus auf dem weiteren Wachstum des Portfolios und der Monetarisierung bestehender Publisher sowie auf dem Einstieg neuer Publisher liegt. Zusätzlich werden weitere Verhandlungen mit Händlern bezügliche höherer Vergütungen geführt, von denen das gesamte Netzwerk profitiert. Für 2022 ist eine Erhöhung der Personal- und Lohnkosten vorgesehen, um das weitere Umsatzwachstum des Unternehmens zu unterstützen.

In 2021 ist digidip GmbH Teil der YK Gruppe geworden, die im Zuge einer Buy-and-Build Strategie von der Private Equity Gesellschaft Waterland ins Leben gerufen wurde, mit einem Zukauf der YieldKit GmbH in Hamburg. Durch diese Akquisition sind YieldKit GmbH und digidip GmbH zusammen nun das größte Meta-Netzwerk in der Branche und können dadurch viele Synergien ausbauen. Zudem sind noch weitere Käufe in der Gruppe geplant, die strategisch Sinn machen und die Position weiter stärken.

Diese Erwartung basiert auf der Annahme, dass der Online-Handel und der damit verbundene Markt für Online-Marketing-Dienstleistungen auch in Zukunft, wie erwartet, deutlich wachsen werden.

Bedingt durch den Verkauf greift die Exit-Klausel des virtuellen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms und reduziert das Jahresergebnis vor Steuern in 2021 gegenüber dem Vorjahr.

 

Berlin, den 16. Dezember 2021

Sabrina Spielberger

Ante Letica

Dragan Stefanov

1 https://www.statista.com/statistics/288487/forecast-of-global-b2c-e-commerce-growth/
2 https://www.statista.com/statistics/534123/e-commerce-share-of-retail-sales-worldwide/
3 https://www.statista.com/statistics/272391/us-retail-e-commerce-sales-forecast/
4 https://www.statista.com/statistics/434303/consumer-goods-e-commerce-revenue-germany/
5 https://www.statista.com/statistics/315506/online-retail-sales-in-the-united-kingdom/

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.278,00 10.252,00
8.278,00 10.252,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.487.653,80 3.002.774,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 207.914,28 534.570,99
(davon gegen Gesellschafter € 0,00; Vorjahr € 499,95)
3.695.568,08 3.537.345,12
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.619.392,92 3.871.372,55
7.314.961,00 7.408.717,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.970,91 2.887,90
7.328.209,91 7.421.857,57

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.975.729,40 3.528.085,52
3.000.729,40 3.553.085,52
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 117.103,87 57.677,09
2. Sonstige Rückstellungen 4.116.150,71 2.692.263,05
4.233.254,58 2.749.940,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.273,13 1.057.305,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1,28 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.375,46 61.526,63
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 871,88; Vorjahr € 843,98)
(davon aus Steuern € 12.503,58; Vorjahr € 60.287,57)
82.649,87 1.118.831,91
D. Passive latente Steuern 11.576,06 0,00
7.328.209,91 7.421.857,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 22.065.472,38 15.590.119,69
2. sonstige betriebliche Erträge 553.960,02 35.727,88
(davon aus Währungsumrechnung € 185.944,95; Vorjahr € 19.941,24)
22.619.432,40 15.625.847,57
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.058.872,87 12.322.224,39
18.058.872,87 12.322.224,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 767.862,54 665.109,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 170.056,14 155.296,12
(davon für Altersversorgung € 630,95; Vorjahr € 502,55)
937.918,68 820.405,77
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.039,77 8.591,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 705.078,13 486.723,15
(davon aus Währungsumrechnung € 270.699,99; Vorjahr € 76.390,14)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 907,73 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86,75 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 883.054,89 601.337,31
(davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern € 11.576,06; Vorjahr € 0,00)
10. Ergebnis nach Steuern 2.028.289,04 1.386.565,23
11. Jahresüberschuss 2.028.289,04 1.386.565,23
12. Gewinnvortrag 3.528.085,52 2.141.520,29
13. Vorabausschüttungen 2.580.645,16 0,00
14. Bilanzgewinn 2.975.729,40 3.528.085,52

Anhang für 2020

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma digidip GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 148740 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Änderungen ergaben sich in diesem und im Vorjahr hinsichtlich eines neuen, unsaldierten Ausweises von Umsatzerlösen und bezogenen Leistungen. Digidip sieht sich im Verhältnis zu den sog. "Publishern und Affiliate Netzwerken" als Prinzipal, sodass im Berichtsjahr und Vorjahr Umsatzerlöse von TEUR 22.065 (Vorjahr: TEUR 15.590) und Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand von TEUR 18.059 (Vorjahr: TEUR 12.322) ausgewiesen werden. Das Vorjahr wurde in laufender Rechnung in Sinne von IDW RS HFA 6 korrigiert und sollte damit vergleichbar sein.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt unter dem Aspekt der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Es erfolgte zudem eine Ausweisänderung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Diese wurden im Vorjahr noch unter den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, im Geschäftsjahr hingegen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.488 3.003
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 208 534
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17 17
3.696 3.537

Eigenkapital

Der Gewinnvortrag zum 01.01.2020 betrug insgesamt TEUR 3.528. Im laufenden Jahr wurden zwei Gewinnausschüttungen von TEUR 1.223 und TEUR 1.358 vorgenommen, sodass der Bilanzgewinn zum 31.12.2020 mit TEUR 2.976 valutiert.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Bezogene Leistungen 4.063 2.681
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 36 9
Urlaubsansprüche 15 0
Berufsgenossenschaftsbeiträge 2 2
4.116 2.692

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten im Verbindlichkeitenspiegel haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i.W. gegenüber den Gesellschaftern.

in TEUR Art der Verbindlichkeit 31.12.2020 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69 1.057
2. Sonstige Verbindlichkeiten 14 62
- davon aus Steuern 12 60
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1
83 1.119

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Passive latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Forderungen Lieferungen und Leistungen 37 0
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 1 0
38 0
Aktive latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Bankguthaben 25 0
Sonstige Rückstellungen 1 0
26 0
Latente Steuerschulden (netto) 12 0

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,175 % zugrunde gelegt.

Entwicklung latenter Steuersalden

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
Saldo
TEUR
31.12.2019 0 0 0
31.12.2020 26 38 12
Veränderung 26 38 12

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 271), Raumkosten (TEUR 86), Serverkosten (TEUR 83), Software (TEUR 50), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 38), Werbekosten (TEUR 27) sowie Forderungsverluste (TEUR 25). Sie erhöhten sich zum Vorjahr von TEUR 487 um TEUR 218 auf TEUR 705. Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus gestiegenen Aufwendungen für Währungsumrechnung (TEUR 194).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aufgrund der vom Finanzamt durchgeführten Betriebsprüfung periodenfremde Erträge (TEUR 196) enthalten. Es wurde eine Anpassung der Rückstellungen an die Steuerbilanz vorgenommen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden im Abschlusszeitraum nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
188 TEUR 110 TEUR 0 TEUR 298 TEUR

Organe

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

 

Sabrina Spielberger, kaufmännische Angestellte, Berlin

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer wird unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 12
Leitende Angestellte 2
14

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Das Virus COVID-19 hat zu Kontaktverboten, Schließungen von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen sowie Grenzschließungen geführt. Auf die Berichtsgesellschaft hatten diese Maßnahmen positive Auswirkungen. Wegen des angestiegenen Online-Handels konnte die Berichtsgesellschaft Ihre Umsätze weiter steigern.

Am 12. August 2021 hat sich die YK Group GmbH verpflichtet, sämtliche Anteile an der Gesellschaft zu übernehmen (sog. "Signing Date"). Das "Closing" fand am 7. September 2021 statt. In der Gesellschaft existiert ein virtuelles Beteiligungsprogramm. Der o.g. Verkauf stellt ein sog. "Exit-Ereignis" dar und wird zu Auszahlungen an die zuwendungsberechtigten Personen in 2021 führen.

Am 22. Oktober 2021 wurden Ante Letica, Berlin, Chief Operating Officer bei digidip GmbH, und Dragan Stefanov, Berlin, Chief Technical Officer bei digidip GmbH, zu Geschäftsführern ernannt.

Am 20. Januar 2022 wurden T€ 901 an das Finanzamt Charlottenburg entsprechend geänderter USt-Voranmeldungen nachgezahlt.

Weitere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschluss

Der Gewinnvortrag und der Bilanzgewinn zum 01.01.2020 betrug insgesamt TEUR 3.528. Im laufenden Jahr wurden zwei Gewinnausschüttungen von TEUR 1.223 und TEUR 1.358 vorgenommen, sodass der Bilanzgewinn zum 31.12.2020 mit TEUR 2.976 valutiert.

 

Berlin, 16. Dezember 2021

Sabrina Spielberger, Geschäftsführerin

Ante Letica, Geschäftsführer

Dragan Stefanov, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in 2020

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.306,22 5.181,77 9.467,22 33.020,77
37.306,22 5.181,77 9.467,22 33.020,77
Abschreibungen
Abschreibungen Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen Stand 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.054,22 7.039,77 9.351,22 24.742,77
27.054,22 7.039,77 9.351,22 24.742,77
Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.278,00 10.252,00
8.278,00 10.252,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die digidip GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der digidip GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der digidip GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. Januar 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Elin Lüdemann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde noch nicht festgestellt.

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