Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 8794
Vorher
OKT Kunststofftechnik GmbHOKT Germany GmbH
Eingetragen
24.2.1987
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Vertrieb von Kunststoffen und von Spritzgießartikeln aus Kunststoffen. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisses gleicher oder ähnlicher Art zu erwerben und zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Michael Bieri
seit 19.1.2024
Geschäftsführer
Guido Hausmann
seit 29.1.2021
Prokura
Volker Manthey
seit 12.7.2018
Prokura
Gerald Böhm
seit 24.5.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
mutarc Holding-26 GmbH
Germany
7.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

keeeper GmbH

Hille (vormals: Stemwede)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die keeeper GmbH vertreibt Haushaltsartikel aus Kunststoff für die Anwendungsbereiche "Aufbewahrung", "Küche", "Haushalt" und "Kind". Nach der vollständigen Verlagerung der Produktion zu ihrer polnischen Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o. im März 2020 bezieht sie den wesentlichen Teil der Produkte von dieser. Der Standort der keeeper GmbH dient seit der Verlagerung als Standort für alle Zentralfunktionen sowie Vertrieb mit Kundeninnendienst, Marketing und Produktentwicklung (Business Development).

Die keeeper sp. z o.o. wird neben der Nutzung als Produktionsstandort auch als Logistikstandort genutzt. Darüber hinaus verfügt die polnische Gesellschaft über einen eigenen Formenbau, in dem ein Großteil der für die Produktion benötigten Spritzgussformen hergestellt wird. Mit ihrer Tochtergesellschaft in Polen sowie einem weiteren Vertriebsstandort in Belgien (unselbstständige Niederlassung; Vertrieb in den Benelux-Staaten) gehört die keeeper GmbH zu den führenden europäischen Produzenten und Anbietern von Kunststoffhaushaltsartikeln. Zu ihren Kunden gehören vor allem die internationalen und nationalen Einzelhandelsunternehmen aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Cash & Carry, Baumärkte, Möbelmärkte und Discounter. Das Wettbewerbsumfeld ist neben wenigen gleichartig strukturierten mittelständischen Wettbewerbern geprägt durch eine Vielzahl von eher national tätigen Anbietern.

Zum 31. Dezember 2023 hält die keeeper GmbH die folgende direkte Beteiligung:

keeeper sp. z o.o. PL-Bydgoszcz (100 %)

Der Bereich Entwicklung konzentriert sich bei der keeeper GmbH auf die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ein wesentlicher Leistungsträger für die technische Realisierung ist der eigene Werkzeugbau bei der Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o. am Standort in Bydgoszcz, in dem die dazu notwendigen Spritzgussformen konstruiert und hergestellt werden.

Am Standort Stemwede (seit Februar 2024: Hille) waren zum 31. Dezember 2023 61 Mitarbeiter (im Vorjahr 81 Mitarbeiter) beschäftigt. In dieser Zahl sind 2 Auszubildende (im Vorjahr 2 Auszubildende) enthalten.

Die keeeper GmbH ist im Inland Lizenznehmer der Duales System Deutschland GmbH ("Der Grüne Punkt"), der BellandVision GmbH, der Interseroh+ GmbH, sowie im Ausland u.a. bei der Altstoff Recycling Austria AG, Wien und der Valorlux, Luxemburg.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Unsere Annahmen berücksichtigen das Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrates sowie das aktuelle Frühjahrsgutachten 2024 des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +2,9 %). Die globale Industrieproduktion nahm um 1,4 % zu (2022: +2,9 %). Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab.

Das Wachstum der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet. Aufgrund von Vorzieh- beziehungsweise Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie nahm die Güternachfrage erheblich langsamer zu als die Nachfrage nach Dienstleistungen. Die hohen Inflationsraten in vielen Ländern verringerten die private Kaufkraft und dämpften das Konsumwachstum insgesamt. Die Nachfrage nach dauerhaften Konsumgütern ging weiter zurück, da die Verbraucher während der Corona-Lockdowns Käufe vorgezogen hatten. Die steigenden Zinsen und die hohe wirtschaftliche Unsicherheit verringerten auch die Investitionsneigung der Unternehmen.

In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In der EU nahm das BIP 2023 nur um 0,6 % zu (2022: +3,5 %).

Neben der Corona-Pandemie hat die Energiekrise in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren.

In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt in kalenderjahrbereinigter Betrachtung dagegen leicht um 0,3 %. Für das laufende Jahr 2024 haben die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognose deutlich nach unten revidiert und erwarten nun nur noch kalenderjahrunbereinigt einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1 %.

Der private Verbrauch ging aufgrund der hohen Inflationsrate und der damit sinkenden Kaufkraft der privaten Haushalte zurück. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 % gegenüber 6,1 % im abgelaufenen Jahr 2023.

Abweichend von den anderen großen EU-Ländern sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, weil pandemiebedingte Sonderausgaben wegfielen. Die schwache Weltkonjunktur spiegelte sich schließlich in einem Rückgang der Exporte wider, dem allerdings auch ein stärkerer Rückgang der Importe gegenüberstand. Insgesamt hat der Außenhandel daher einen positiven Wachstumsbeitrag für die deutsche Wirtschaft geliefert. Aufgrund des Rückgangs der Produktion in den energieintensiven Industrien und in der Bauindustrie ging die deutsche Industrieproduktion insgesamt um rund 1 % zurück.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). Das Lohnwachstum beträgt 5,9 % in 2023 und 5,1 % in 2024 und liegt somit in 2023 knapp unterhalb und in 2024 deutlich oberhalb der Inflationsraten.

Der Arbeitsmarkt ist gleichzeitig weiterhin stabil. So stieg die Arbeitslosenquote zwar leicht von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,6 % im Jahr 2023, die Anzahl der Erwerbstätigen erhöhte sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % auf 45,9 Mio. Personen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konsumgüterhersteller verzeichnen einen zunehmenden Preisdruck durch grenzüberschreitende Einkaufsbündelungen internationaler Handelsallianzen. Darüber hinaus besteht unverändert ein starker preislicher Wettbewerb im Besonderen bei Markenprodukten. Entsprechend gibt es im Bereich des Lebensmittelhandels und der Warenhäuser weiterhin einen starken Trend zu Eigenmarken, um sich dem Preiskampf zu entziehen. Die hohen Zuwachsraten des Online-Handels konnten im Geschäftsjahr 2023 weiterhin nicht fortgeführt werden.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war bei der keeeper GmbH durch ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,66 Mio. € gekennzeichnet (leicht unter dem Planergebnis von minus 1,32 Mio. €) und liegt damit um 1,35 Mio. € unter dem Vorjahr. Im hier genannten Planergebnis ist der Ertrag aus dem Verkauf der Liegenschaft in Stemwede nicht berücksichtigt. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist im Wesentlichen aufgrund eines am 23. Dezember 2022 beschlossenen Darlehensforderungsverzichts der Mutares SE & Co. KGaA, München in Höhe von 10 Mio. €, der als sonstiger Ertrag erfasst wurde, entsprechend eingeschränkt. Zudem war das Vorjahresergebnis aufgrund von Einmalaufwendungen in Höhe von 1,77 Mio. € im Zusammenhang mit der Verlagerung der Logistik nach Polen sowie stark gestiegenen Rohstoffpreisen belastet, während sich die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2023 wieder normalisiert haben.

Mit Grundstückskaufvertrag vom 10. Februar 2023 hat die keeeper GmbH ihre Liegenschaft in Stemwede an ein regionales Logistikunternehmen verkauft. Die Kontokorrentlinie, die bei ihrer Hausbank über eine Grundschuld der Liegenschaft gesichert war, wurde nach Kaufpreiszahlung zurückgeführt und der Restkaufpreis für die Verbesserung der Liquiditätssituation genutzt. Ferner hat die keeeper GmbH mit dem Käufer der Liegenschaft einen Mietvertrag über das Verwaltungsgebäude der Liegenschaft abgeschlossen, der mittlerweile zum 31. Oktober 2024 fristgerecht gekündigt wurde.

Mit Mietvertrag vom 20. November 2023 hat die Gesellschaft den Firmensitz geändert und hat im Februar 2024 die Fläche in Hille in Nordrhein-Westfalen bezogen. Der Standort in Hille fungiert nunmehr als Unternehmenszentrale für alle Zentralfunktionen sowie Vertrieb mit Kundeninnendienst, Marketing und Produktentwicklung (Business Development).

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Dezember 2023 hat die Gesellschafterin mutares Holding-26 GmbH die Umwandlung von Darlehen in Höhe von 2,25 Mio. € in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen und die Eigenkapitalposition der keeeper GmbH entsprechend gestärkt.

2.3. Lage der Gesellschaft

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Nettoumsatz ohne "Handel Material" in Höhe von 54,3 Mio. € (Vorjahr 54,8 Mio. €, Planung 55,0 Mio. €) und das Ergebnis vor Steuern in Höhe von minus 1,66 Mio. € (Vorjahr minus 0,3 Mio. €, Planung minus 1,32 Mio. €). Bei dem Handel Material handelt es sich um den Einkauf und den anschließenden Weiterkauf von Rohmaterial an die Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o.

Die negative Planabweichung im Umsatz in Höhe von 0,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einem leicht gesunkenen Geschäftsvolumen und geringeren sonstigen Umsätzen. Die Planabweichung des Ergebnisses vor Steuern wurde negativ durch Restrukturierungskosten und Zinsaufwendungen belastet. Kompensierend hat der Verkauf der Liegenschaft das Ergebnis vor Steuern positiv beeinflusst.

Die Gründe für die Abweichung zum Vorjahr sind unter dem Punkt Ertragslage detailliert beschrieben.

Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens inklusive der Finanzanlagen liegt bei 43,0 % der Bilanzsumme, die mit 28,0 Mio. € um 6,6 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Das Anlagevermögen ist zu 147,1 % durch Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Veränderung des Anlagevermögens um minus 2,6 Mio. € resultiert aus dem Verkauf der Liegenschaft, dem Erwerb von Werkzeugen und der Erhöhung des Beteiligungsbuchwertes der keeeper sp. z o.o aufgrund der durchgeführten Eigenkapitalerhöhung. Das Umlaufvermögen liegt um 4,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund einer geringeren Factoringquote um 0,8 Mio. € erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgrund der verringerten Umsätze im Bereich Handel Material um 0,6 Mio. € gesunken. Die liquiden Mittel liegen um 211 T€ über dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 17,2 % und liegt damit um 2,9 %-Punkte über dem Vorjahr. Grund dafür ist insbesondere die Umwandlung von Darlehen in Höhe von 2,25 Mio. € in die freie Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten des Vorjahres in Höhe von 2,0 Mio. € wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten langfristige Darlehen in Höhe von 11,4 Mio. €.

Ertragslage

Der Nettoumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2023 57,7 Mio. €. Hierin enthalten sind 3,4 Mio. € (Vorjahr: 13,0 Mio. €) Umsatz aus dem Weiterverkauf von Material an die Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o. Der Nettoumsatz ohne Handel Material beträgt 54,3 Mio. € und liegt somit fast auf Vorjahresniveau in Höhe von 54,8 Mio. €. Die Gesamtleistung des Unternehmens (Umsatzerlöse ohne Handel Material zuzüglich Bestandsveränderung) liegt bei einer geringen Verminderung der Vorratsbestände ebenfalls auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich aufgrund des Einmaleffektes des Darlehensforderungsverzichts der Mutares SE & Co. KGaA, München, in Höhe von 10 Mio. € im Vorjahr von 10,8 Mio. € auf 1,7 Mio. € reduziert. Im Berichtsjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen einen Ertrag aus dem Verkauf der Liegenschaft in Stemwede in Höhe von 1,0 Mio. €, sowie Währungskurseffekte in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Die zum Vorjahr stark verringerten Materialpreise führten zu einer überproportionalen Verbesserung des Rohergebnisses (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand ohne Handel Material) um 42,9 %. Die Rohertragsquote bezogen auf die Gesamtleistung ist von 24,5 % auf 35,3 % gestiegen.

Die Personalkosten lagen bei 4,90 Mio. € und sind gegenüber dem Vorjahr um 2,53 Mio. € gesunken. Der Grund für den Rückgang sind der im Vorjahr enthaltene Sozialplan in Höhe von 1,77 Mio. € sowie ein aufgrund der Logistikverlagerung geringerer Lohnaufwand in Höhe von 0,7 Mio. €. Die Personalkostenquote (Personalkosten bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich somit von 13,6 % auf 9,0 %. Die Abschreibungen haben sich von 1,68 Mio. € auf 1,53 Mio. € verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Liegenschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 177 T€ höher als im Vorjahr. Dieses resultiert hauptsächlich aus höheren Frachtkosten, die bedingt durch die Verlagerung der Logistik an den polnischen Standort sowie durch Preissteigerungen auf dem Transportmarkt um 1,11 Mio. € gestiegen sind. Weiterhin sind die Verwaltungskosten um 328 T€ und die Reisekosten um 107 T€ gestiegen. Im Gegenzug sind die Restrukturierungskosten um 793 T€, die Leasingkosten um 51 T€, die Gebäudekosten um 83 T€ und die Kosten für Lagergeld um 182 T€ gesunken. Die verbliebenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insgesamt um 259 T€. Das Zinsergebnis hat sich aufgrund gestiegener Zinssätze um 522 T€ gegenüber dem Vorjahr verringert. Das Jahresergebnis liegt um 1,27 Mio. € unter dem Vorjahr. Das Vorjahresergebnis war jedoch durch den Darlehensforderungsverzicht der Mutares SE & Co. KGaA in Höhe von 10 Mio. € stark beeinflusst. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1,68 Mio. €.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres 2023 gesichert. Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 707 T€, welche in Höhe von 657 T€ keiner Verfügungsbeschränkung unterliegen. Zum Bilanzstichtag wurden keine Kontokorrentverbindlichkeiten in Anspruch genommen. Die keeeper GmbH steht der keeeper sp. z o.o. mit Darlehen in Höhe von 10,6 Mio. € zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds hat sich von -1.481 T€ um 2.188 T€ verändert und beträgt nunmehr 707 T€. Dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 1.422 T€ und dem positiven Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 1.908 T€ steht ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1.142 T€ gegenüber.

Die Mutares-Holding-26 hat im Geschäftsjahr einen Teil ihrer Darlehensforderung gegenüber der keeeper GmbH in Höhe von 2,25 Mio.€ in Eigenkapital umgewandelt. Weiterhin stellt die Mutares-Gruppe der keeeper GmbH ein langfristiges Darlehen in Höhe von insgesamt 11,4 Mio. € zur Verfügung. Dadurch erfolgt die Finanzierung der keeeper GmbH aktuell durch verbundene Unternehmen. Die Gesellschafterdarlehen sind vereinbarungsgemäß zum 31. Juli 2025 in einer Summe zurückzuzahlen.

Mit Datum vom 2. November 2020 hat die keeeper GmbH eine unbefristete Patronatserklärung zugunsten der keeeper sp. z o.o. gegenüber der Coface Poland Factoring sp. z o.o. bis zu einem maximalen Betrag von 3.263 T€ abgegeben. Sollte die keeeper sp. z o.o. ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem Factoringvertrag nicht nachkommen, kann die keeeper GmbH in Anspruch genommen werden. Die Haftungssumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 1.762 T€. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Die Patronatserklärung ist jederzeit widerrufbar. Vom Widerruf unberührt sind die bis dahin bereits angefallenen Zahlungsverpflichtungen.

Mit Datum vom 5. Februar 2024 hat die keeeper GmbH ihre ursprüngliche, unbegrenzte Patronatserklärung zugunsten der keeeper sp. z o.o. erneuert. Die Gesellschaft soll so gestellt werden, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung hat eine zeitliche Befristung auf mindestens 12 Monate nach Abgabe der Erklärung.

Die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 wurde maßgeblich durch die zum Vorjahr stark verringerten Materialpreise und durch den Verkauf der Liegenschaft positiv beeinflusst. Mit den durchgeführten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen wurden die richtigen Weichenstellungen für eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens gesetzt.

Zur Einschätzung der Geschäftsführung hinsichtlich der Annahme zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit verweisen wir auf Abschnitt 3. Chancen und Risiken.

3. Chancen und Risiken

Durch die Integration von Handelsware in unser Kernsortiment erweitern wir unser Angebot ohne zusätzliche Investitionen in Werkzeuge und verkürzen damit die Zeitspanne von der Produktentwicklung bis zur Markteinführung ("Time-to-Market").

Die Erschließung neuer Märkte in Nordamerika und im Pazifikraum sowie der Ausbau junger Märkte in UK und Skandinavien bieten uns die Möglichkeit zur globalen Expansion und zum Ausbau unserer Marktposition.

Der Eintritt in das Loyalty-Geschäftsmodell, auch Treueprogramm genannt, eröffnet neue Perspektiven zur Umsatzgenerierung, Auslastung der Kapazitäten und Steigerung des Markenwerts. Die Marketingstrategie zielt darauf ab, Kundenbindung und langfristige Beziehungen zwischen der keeeper GmbH und ihren Kunden aufzubauen und zu fördern.

Durch die Erweiterung des Lizenzportfolios in Form von exklusiven Produktlinien streben wir die Erschließung neuer Zielgruppen an. Diese strategische Positionierung wird es uns ermöglichen, die Kundenbindung zu stärken und im Markt einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Für 2024 rechnet die keeeper GmbH mit einer leichten Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums, verursacht durch eine erhöhte, wenn auch gegenüber 2023 rückläufigen Inflation und ein anhaltend hohes Zinsniveau. Eine weitere Eskalation der geopolitischen Konflikte könnte zu Beeinträchtigungen globaler Lieferketten und zu größeren Einschränkungen des Angebots von Energie und Industrierohstoffen führen. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten bergen erhebliche Risiken für die Marktentwicklung in und die Rohstoffversorgung von Europa. Ein effizientes Risikomanagement ist in Zeiten, in denen sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Branchensituation als besonders dynamisch erweisen, deshalb von erheblicher Bedeutung.

Unter einem effizienten Risikomanagement versteht die keeeper GmbH die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotentiale sowie die Früherkennung der Risiken, die den zukünftigen Unternehmenserfolg gefährden können. Im Rahmen der Mittelfristplanung analysiert die keeeper GmbH die Entwicklung der Märkte, die technische Entwicklung der Branche, der Handelspartner, der Wettbewerber sowie die Beschaffungsmärkte. In den Bereichs- und Geschäftsführungssitzungen wird regelmäßig über die wesentlichen Risiken berichtet und beraten. Darüber hinaus erfolgen eine strukturierte Berichterstattung und Einbeziehung der Gesellschafterin.

In der Kundenstruktur bestehen aufgrund der hohen Diversifikation keine besonderen Abhängigkeiten. Auch weitere Konzentrationen auf der Kundenseite werden keine wesentliche Veränderung der Gewichtung einzelner Kunden haben. Insofern liegt das größte Risiko auf dem Absatzmarkt in einer nachhaltigen Abschwächung der Konsumnachfrage. Allerdings wird durch die Kundenstruktur innerhalb der keeeper-Gruppe das Risiko der Abschwächung einzelner nationaler Konsummärkte auf den Gruppenerfolg minimiert.

Das Preisniveau für Polypropylen (PP) bewegt sich in den Monaten Januar und Februar 2024 leicht unter dem Stand des vierten Quartals 2023. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich das aktuelle Preisniveau für PP bis zum Ende ersten Quartals 2024 um etwa 10 % erhöhen und darüber hinaus auf diesem Niveau stabilisieren wird. Faktische Abhängigkeiten zu einzelnen Lieferanten bestehen aufgrund der Austauschbarkeit der verwendeten Materialien nicht und Versorgungsengpässe sind aufgrund einer Mehrlieferantenstrategie nicht zu erwarten. Qualitäts-, Personal- oder Rechtsrisiken von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung für die Gesellschaft bestehen nicht.

Insbesondere die polnische Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o. ist von den gestiegenen Energiepreisen seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges betroffen, die dortige Inflation wurde dadurch weiter angeheizt und hat in der Folge auch unsere Bezugspreise erhöht.

Die Energiepreise wurden mit dem Stromanbieter im vierten Quartal 2023 langfristig vertraglich fixiert, so dass insoweit Planungssicherheit besteht.

Die Gesellschaft ist Liquiditätsrisiken ausgesetzt, denen die Gesellschaft durch eine Beobachtung der Entwicklung und deren Auswirkungen auf den Cashflow und die Liquiditätslage begegnet. Dadurch kann die Gesellschaft zeitnah und schnell reagieren, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens permanent zu gewährleisten. Derzeit ist die Gesellschaft den Finanzmittelbedarf betreffend ausreichend ausgestattet. Neben einem aktiven Cash-Management werden u.a. mögliche Auszahlungen optimiert sowie aktives Forderungsmanagement betrieben. Die Liquidität wird weiterhin durch ein Gesellschafterdarlehen gestützt, das zum 31. Juli 2025 zurückzuzahlen ist.

Im Juli 2021 wurde der polnischen Tochtergesellschaft keeeper sp. z o.o. von einer Hausbank (Bank Polska Kasa Opieki Spolka Akcyjna, Warschau/Polen) eine Kontokorrentlinie in Höhe von 25 Mio. PLN (aktuell ca. 5,8 Mio. €) eingeräumt, die über eine Grundschuld der Liegenschaft in Bydgoszcz gesichert ist. Die Kontokorrentlinie wurde seitdem stets auf 12 Monate befristet, jedoch unter Berücksichtigung vertraglich fixierter Debt Covenants jeweils um weitere 12 Monate prolongiert. Aktuell ist die Kreditlinie bis zum 7. Juli 2024 befristet. Auf Basis gesteigerter Ist-Zahlen 2023 gegenüber 2022, deutlich verbesserter Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024, sowie auf Plan liegender Ist-Zahlen für das erste Quartal 2024 wurden Gespräche über eine verlängerte Kreditlinie geführt und mit Datum vom 26. Juni 2024 wurde die Kontokorrentlinie erneut bis 24. September 2025 prolongiert.

Die Gesellschaft verkauft im Rahmen eines mehrjährigen Factoringvertrags ihre Forderungen revolvierend an eine Factoring-Gesellschaft. Forderungsausfälle werden grundsätzlich vom Factor übernommen.

Die keeeper GmbH geht derzeit davon aus, dass die in Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen nachhaltig Wirkung zeigen und somit ab dem Geschäftsjahr 2024 verbesserte, positive operative Ergebnisse sowie positive Cashflows zu erwirtschaften sind. Die Ist-Quartalszahlen sowie der Ausblick auf das Restjahr 2024 zu Kundenumsätzen und Rohstoffpreisen entsprechen den Budgetannahmen. Zudem erwartet die Gesellschaft, eine Anschlussfinanzierung in Form einer Verlängerung des Gesellschafterdarlehens zu erhalten. Insgesamt ist die Liquidität der Gesellschaft wesentlich von der Einbeziehung und Aufrechterhaltung in die Konzernfinanzierung abhängig. Sollten sich die Planungen der Gesellschaft nicht erfüllen, besteht darin eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Die keeeper GmbH geht auf Grund der aus der Unternehmensplanung abgeleiteten Liquiditätsplanung für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026 und damit mindestens bis zum 31. Dezember 2025 davon aus, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Der Jahresabschluss wurde daher unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

4. Prognosebericht

Die geopolitische Situation bleibt angespannt, insbesondere im Hinblick auf die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, weshalb die Prognosefähigkeit stark eingeschränkt ist. Die Gesellschaft unterstellt in ihrer Prognose, dass diese Konflikte im Jahr 2024 nicht weiter eskalieren, geht jedoch auch nicht von einer grundlegenden positiven Wende aus.

Während Deutschland nach dem leichten Rückgang des BIP im Jahr 2024 wieder leicht um 0,1 % (2023: -0,3 %) wachsen sollte, wird für die Gesellschaft relevanten westeuropäischen Länder ein gegenüber 2023 unverändertes, leichtes Wachstum von bis zu 1 % erwartet. In den für die Gesellschaft relevanten, osteuropäischen EU-Ländern wird sich das Wachstum des BIP voraussichtlich etwas beschleunigen, da die hohen Inflationsraten und Zinsen merklich sinken sollten.

Die Konsumgüterproduktion wird in etwa so stark wachsen wie die BIP in den einzelnen Ländern. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen in Europa führen zu Einkommenszuwächsen, die die allgemeine Konsumnachfrage stützen sollten.

Für das Jahr 2024 wurden für die wesentlichen Treiber (1) Nettoumsatz ohne Handel Material, (2) Rohstoffpreise sowie (3) Auswirkungen der Umstrukturierungsmaßnahme folgende Annahmen getroffen:

Der externe Nettoumsatz ohne Handel Material soll in 2024 u.a. durch Erschließung neuer Märkte und Gewinnung von Neukunden annahmegemäß um ca. 5,4 % steigen. Im ersten Quartal 2024 liegen die PP-Preise unter Planniveau und im weiteren Verlauf des Jahres wird durch leichte PP-Preissteigerungen mit einer Stabilisierung auf Planniveau gerechnet. Unter Berücksichtigung der bis Ende Februar 2024 eingetretenen Entwicklung wird von einer weiteren Erholung und einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Ergebnis vor Steuern ausgegangen.

 

Hille, den 8. Juli 2024

Martin Bieri, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.774,30 439,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.017.983,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.644.642,27 3.700.021,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.490,60 423.120,29
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 69.178,54
2.797.132,87 6.210.303,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.993.052,81 8.327.052,81
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 191.649,04 182.171,43
3. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
9.184.851,85 8.509.374,24
12.070.759,02 14.720.116,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.436,91 1.321,83
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 91.863,21 146.257,10
94.300,12 147.578,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.514.518,98 2.689.165,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.643.155,74 11.273.034,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.816.544,34 5.122.160,35
18.974.219,06 19.084.360,23
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 706.817,91 495.607,43
19.775.337,09 19.727.546,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 310.080,10 164.705,66
32.156.176,21 34.612.369,19

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
II. Kapitalrücklage 14.203.073,35 11.953.073,35
21.203.073,35 18.953.073,35
III. Verlustvortrag 14.013.036,29 13.610.428,53
IV. Jahresfehlbetrag 1.676.620,48 402.607,76
5.513.416,58 4.940.037,06
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 828.338,00 864.861,00
2. Steuerrückstellungen 3.404,71 396.400,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.397.006,33 6.264.247,02
6.228.749,04 7.525.508,02
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.977.039,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.101.198,78 3.395.311,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.663.040,69 15.790.355,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten 649.771,12 984.117,12
davon aus Steuern: EUR 67.528,48 (Vorjahr: EUR 68.806,15)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 26.367,19 (Vorjahr: EUR 8.954,21)
20.414.010,59 22.146.824,11
32.156.176,21 34.612.369,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.706.155,28 67.817.173,60
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 2.264,42 169.343,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.731.930,67 10.805.635,34
davon aus Währungsumrechnung: EUR 390.067,95 (Vorjahr: EUR 87.786,54)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.485.544,58 54.060.434,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 62.974,44 181.144,82
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.156.098,58 6.536.477,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 741.927,03 896.885,97
davon für Altersversorgung: EUR 0 (Vorjahr: EUR -575,09)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.534.086,51 1.675.775,08
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.958.122,56 14.781.556,93
davon aus Währungsumrechnung: EUR 11.355,28 (Vorjahr: EUR 134.824,45)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 366.130,12 280.128,43
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 366.130,12 (Vorjahr: EUR 280.128,43)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.525.001,91 917.251,63
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.015.338,64 (Vorjahr: EUR 532.006,26)
davon aus Aufzinsung: EUR 13.282,00 (Vorjahr: EUR 19.483,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -266,91 46.294,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.661.537,05 -362.226,01
12. Sonstige Steuern 15.083,43 40.381,75
13. Jahresfehlbetrag -1.676.620,48 -402.607,76

Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen, HRB 8794

Anhang 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der keeeper GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheiten, die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen, verweisen wir auf den Lagebericht im Abschnitt "3. Chancen und Risiken".

Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 5 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 7 Jahren sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren. Dabei wird bei den technischen Anlagen und Maschinen die erhöhte Abnutzung durch den Mehrschichtbetrieb berücksichtigt.

Seit 2008 wird für die Anschaffungskosten von Geringwertigen Vermögensgegenständen ein Sammelposten eingerichtet. In diesen Sammelposten werden alle Vermögensgegenstände eines Jahres zusammengefasst, die höhere Anschaffungskosten haben als EUR 250 und den Betrag von EUR 1.000 nicht übersteigen. Dieser Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen (Beteiligung keeeper sp. z o.o ., Bydgoszcz/Polen) werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten eine Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 192 (i.Vj. T€ 182). Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Bezugskosten bewertet. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, werden Einzelabwertungen gebildet. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr eine Pauschalabwertung für das allgemeine Delkredererisiko sowie entstehende Zinsverluste, Bearbeitungskosten und Skontiabzüge in Höhe von 2,0 % gebildet. Sofern bei einzelnen Debitoren der vereinbarte Rechnungsabzug höher ist, wurde dieser angesetzt. Die Anpassung der Wertberichtigungen führte im Geschäftsjahr zu einem zusätzlichen Ertrag. Die Gesellschaft verkauft im Rahmen eines mehrjährigen Factoringvertrages ihre Forderungen revolvierend an eine Factoringgesellschaft. Forderungsausfälle werden grundsätzlich vom Factor übernommen. Der Sicherheitseinbehalt des Factors wird unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der Einbehalt beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 3.812 (i.Vj. T€ 3.654). Die Rückstellungen für Kundenkonditionen werden unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 3.648 (i.Vj. T€ 2.942).

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nominalwert angesetzt. Kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2023 umgerechnet.

Für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Den Rückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde. Die Berechnung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) sowie unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt 1,83 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Zukünftige Rentenanpassungen wurden mit 2,2 % und 1,0 % berücksichtigt. Gehaltstrends wurden mit 0 % angesetzt.

Bei der Anwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag hätte sich ein Unterschiedsbetrag von T€ 9 (i.Vj. T€ 44) ergeben. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis einer im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus von temporären Differenzen geltenden Steuerquote von 30,43 % (Gewerbe- und Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag). Die temporären Differenzen bestehen insbesondere in den Pensionsrückstellungen (T€ 365, i.Vj. T€ 388) und auf steuerliche Verlustvorträge. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, die daraus ermittelten aktiven latenten Steuern (T€ 2.003, i.Vj. T€ 1.919) zum 31. Dezember 2023 nicht anzusetzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 Satz 1 HGB:

Name und Sitz Indirekte und direkte Anteile im Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresüberschuss 2023
keeeper sp. z o.o., Bydgoszcz/Polen 100,00% T€ 3.453 T€ 649

Mit Gesellschafterbeschluss vom 25.09.2023 wurde das Eigenkapital der keeeper sp. z o.o durch Einzahlungen des Gesellschafters um insgesamt T€ 666 erhöht. Die Einzahlungen erfolgten in die Kapitalrücklage.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2 1
Fertige Erzeugnisse 0 2
Handelswaren 92 144
94 147

Alle Forderungen einschließlich der sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 10.643 (i.Vj. T€ 10.385) und keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (i.Vj. T€888) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen den Sicherheitseinbehalt der Factoringgesellschaft in Höhe von T€ 3.812 (i.Vj. T€ 3.654) sowie eine USt.-Forderung gegen das polnische Finanzamt in Höhe von T€ 724 (i.Vj. T€ 1.288)

Der Anteil der frei verfügbaren Mittel von den Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 657 (i.Vj. T€ 496).

Entwicklung des Eigenkapitals

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 stellt sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
Kapitalrücklage 14.203.073,35 11.953.073,35
Verlustvortrag -14.013.036,29 -13.610.428,53
Jahresfehlbetrag -1.676.620,48 -402.607,76
5.513.416,58 4.940.037,06

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. Mai 2023 wurde der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 auf neue Rechnung vorgetragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Dezember 2023 hat die Gesellschafterin mutares Holding-26 GmbH, Bad Wiessee, die Umwandlung von Darlehen in Höhe von 2,25 Mio. € in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen und die Eigenkapitalposition der keeeper GmbH entsprechend gestärkt. Auf den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel wird verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Kundenkonditionen 3.648 2.942
Ausstehende Lieferantenrechnungen 770 873
Löhne und Gehälter, Tantiemen und Prämien 397 298
Pönalen 192 116
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 195 104
Urlaubsansprüche, Überstunden 74 61
Sozialplan/Abfindungen 6 1.760
Garantierückstellungen 35 35
Übrige 80 75
5.397 6.264

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

keeeper GmbH

Restlaufzeit
Gesamtsumme bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr von mehr als fünf Jahren
Euro Euro Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(1.977.039,87) (1.977.039,87) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.101.198,78 1.581.575,17 519.623,61 0,00
(3.395.311,94) (2.575,413,98) (819.897,96) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.663.040,69 6.249.929,31 11.413.111,38 0,00
(15.790.355,18) (2.057.243,80) (13.733.111,38) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 649.771,12 649.771,12 0,00 0,00
(984.117,42) (984.117,42) (0,00) (0,00)
20.414.010,59 8.481.275,60 11.932.734,99 0,00
(22.146.824,11) (7.593.814,77) (14.553.009,34) (0,00)
Restlaufzeit
davon gegenüber Gesellschafter davon gesichert durch Pfand- und ähnliche Rechte Art der Sicherheit
Euro Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
0,00 (1.977.039,87) (Grundschulden)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.201.690,96 0,00
(8.791.189,74) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
(0,00) (0,00)
7.201.690,96 0,00
(8.791.189,74) (1.977.039,87)

() = Vorjahresangaben

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten des Vorjahres in Höhe von T€ 1.977 wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.940 (i.Vj. T€ 1.461) und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 12.723 (i.Vj. 14.329), davon T€ 7.202 (i.Vj. T€ 8.791) gegenüber dem Gesellschafter, enthalten.

Um die Eigenkapitalposition der keeeper GmbH zu stärken, hat der Darlehensgeber Mutares- Holding-26 mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Dezember 2023 einen Teil seiner Darlehensforderung in Höhe von T€ 2.250 in Eigenkapital umgewandelt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

T€
Handelsware 66.662
Sonstige Erlöse 2.285
Abzüglich Erlösschmälerungen -11.241
57.706

Die Umsatzerlöse (netto) entfielen mit T€ 20.636 oder 35,8 % auf das Ausland und mit T€ 37.070 oder 64,2 % auf das Inland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den Erträgen aus Währungskursdifferenzen (T€ 390, i.Vj. T€ 88) auch Erträge aus Sachbezügen (T€ 95, i.Vj. T€ 94). Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (T€ 1.020, i.Vj. T€ 20) und aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 177, i.Vj. T€ 40) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 fielen außergewöhnliche Aufwendungen in Form von durch ein verbundenes Unternehmen in Rechnung gestellten Beratungs- und Reisekosten in Höhe von T€ 459 (i.Vj. T€ 1.252) an.

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 13 (i.Vj. T€ 19) enthalten.

II. Sonstige Angaben

Sämtliche Anteile an der keeeper GmbH werden von der mutares-Holding-26 GmbH, Bad Wiessee, gehalten.

In Deutschland wurde mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" eine gesetzliche Regelung zur Sicherstellung einer globalen Mindestbesteuerung ("Mindeststeuergesetz", sog. OECD Pillar-II) erlassen.

Die keeeper GmbH fällt im kommenden Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Aufgrund der Komplexität der Regelungen sowie der in vielen Ländern noch nicht endgültig abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahren ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, Aussagen zur Höhe der zukünftigen Belastung zu machen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 69 Mitarbeiter (58 Angestellte und 11 gewerbliche Mitarbeiter).

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Mit Datum vom 2. November 2020 hat die keeeper GmbH eine Patronatserklärung zugunsten der keeeper sp. z o.o. gegenüber der Coface Poland Factoring sp. z o.o. bis zu einem maximalen Betrag von T€ 3.263 abgegeben. Die Haftungssumme zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 1.762 (i.Vj. T€ 900). Die Patronatserklärung ist jederzeit widerrufbar. Vom Widerruf unbeeinträchtigt sind die bis dahin bereits angefallenen Zahlungsverpflichtungen.

Mit Datum vom 5. Februar 2024 hat die keeeper GmbH eine weitere der Höhe nach unbegrenzte Patronatserklärung zugunsten der keeeper sp. z o.o. abgegeben. Die Gesellschaft soll so gestellt werden, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Die Patronatserklärung hat eine zeitliche Befristung auf mindestens 12 Monate nach Abgabe der Erklärung.

Die keeeper GmbH bürgt zum Stichtag für die im Juli 2021 an die keeeper sp.z.o.o. eingeräumte Kontokorrentlinie in Höhe von 25 Mio. PLN (aktuell ca. 5,8 Mio. €) bei der Hausbank (Bank Polska Kasa Opieki Spolka Akcyjna, Warschau/Polen), die über eine Grundschuld der Liegenschaft in Bydgoszcz gesichert ist, siehe dazu auch im Abschnitt Chancen und Risiken im Lagebericht.

Die keeeper GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen Geschäftstätigkeit oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen. Die keeeper GmbH geht derzeit davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können; diese Auffassung beruht auf einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und berücksichtigt die bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse. Die keeeper GmbH schätzt daher bei der verbleibenden Patronatserklärung das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird von der Befreiungsmöglichkeit gemäß § 285 Nr. 21 Teilsatz 2 HGB Gebrauch gemacht, wonach solche Geschäfte von der Angabepflicht ausgenommen sind, die mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA einbezogen sind, zustande gekommen sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Für Maschinen, Gabelstapler und PKW bestehen Leasingverträge (operating lease). Vorteile ergeben sich hinsichtlich der Liquidität, Schonung der Kreditlinien sowie einer höheren Eigenkapitalquote. Risiken bestehen durch die Zahlungsverpflichtungen über die Leasinglaufzeit. Im Rahmen der Produktionsverlagerung wurden durch Leasing finanzierte Maschinen von den Leasinggebern vor Ablauf der Leasingverträge erworben. Der vorzeitige Erwerb war nötig, da die Leasinggeber einer Verlagerung der Maschinen nach Polen nicht zustimmen wollten. Die erworbenen Maschinen sowie weitere sich im Eigentum der keeeper GmbH befindliche Maschinen wurden dann im Rahmen eines Sale-and-lease-back-Geschäfts an eine Leasinggesellschaft veräußert und zur keeeper sp. z o.o. verlagert. Ein entsprechender Untermietvertrag wurde zwischen der keeeper GmbH und der keeeper sp. z o.o. geschlossen. Die in 2023 berechnete Miete beträgt T€ 409 (i.Vj. T€409). Zum Stichtag besteht eine Leasingverpflichtung in Höhe von T€ 572 (i.Vj. T€ 1.100).

Es bestehen zum Bilanzstichtag nicht bilanzierungspflichtige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von T€ 332 (i.Vj. T€ 290). Hierin enthalten ist der nach dem Verkauf der Liegenschaft im Stemwede abgeschlossene Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude, der mittlerweile zum 31. Oktober 2024 fristgerecht gekündigt wurde.

Zu Finanzierungszwecken hat die Gesellschaft im Rahmen eines mehrjährigen Factoringvertrages Forderungen revolvierend verkauft. Zum Stichtag sind von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 5.730 verkauft. Forderungsausfälle werden grundsätzlich vom Factor übernommen, was das Ausfallrisiko der Gesellschaft reduziert.

Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 95

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

Herr Martin Bieri (Geschäftsführung CEO), Solingen (ab 1. Dezember 2023)

Herr Richard Sobotta (Geschäftsführung CEO), Wittlich (bis 31. Dezember 2023)

Herr Björn Schlosser (Geschäftsführung Restrukturierung), Kempen (bis 3. Mai 2023)

Die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Seit dem Eigentümerwechsel im Jahr 2019 wurde eine neue Unternehmensstrategie umgesetzt, welche auch ein Restrukturierungsprogramm beinhaltet. Im Fokus stand dabei die Zentralisierung der Produktion und aller produktionsnahen Bereiche am Standort der polnischen Tochtergesellschaft. In einem zweiten Schritt wurden sämtliche Logistikleistungen am polnischen Produktionsstandort zentralisiert.

Der Verkauf der Liegenschaft wurde mit notariell beurkundeten Grundstückskaufvertrag vom 20. Februar 2023 zu einem deutlich über dem Buchwert liegenden Kaufpreis realisiert. Gleichzeitig wurde mit dem Käufer ein Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude der Liegenschaft abgeschlossen, der mittlerweile zum 31. Oktober 2024 fristgerecht gekündigt wurde.

Mit Mietvertrag vom 20. November 2023 hat die Gesellschaft den Firmensitz geändert und im Februar 2024 die Fläche in Hille in Nordrhein-Westfalen bezogen. Der Standort in Hille fungiert nunmehr als Unternehmenszentrale für alle Zentralfunktionen sowie Vertrieb mit Kundeninnendienst, Marketing und Produktentwicklung (Business Development).

Bezüglich der unter dem 5. Februar 2024 abgegebenen Patronatserklärung wird auf die unter den Haftungsverhältnissen dargestellten Einzelheiten verwiesen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. Juni 2024 hat die Gesellschafterin mutares Holding-26 GmbH, Bad Wiessee, die Umwandlung von weiteren Darlehen in Höhe von 2,87 Mio. € in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen und die Eigenkapitalposition der keeeper GmbH weiter gestärkt.

Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag dem bestehenden Verlustvortrag hinzuzurechnen und den Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverbund

Die keeeper GmbH ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der Mutares SE & Co. KGaA, München, und wird zum 31. Dezember 2023 in deren Konzernabschluss, der gemäß den International Financial Reporting Standards aufgestellt wird, einbezogen. Die Mutares SE & Co. KGaA erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA, München, wird elektronisch beim Betreiber des Unternehmensregisters offengelegt; er ist auch unter der Anschrift Arnulfstraße 19, 80335 München, sowie unter www.mutares.de erhältlich.

Die keeeper GmbH macht von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts Gebrauch.

 

Hille, den 8. Juli 2024

Martin Bieri, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.113.192,36 0,00 0,00 4.113.192,36
2. Geleistete Anzahlungen 126.963,57 88.774,30 0,00 215.737,87
4.240.155,93 88.774,30 0,00 4.328.930,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.417.512,99 0,00 4.417.512,99 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.624.940,11 336.000,00 2.687.387,76 28.273.552,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.694.375,64 144.257,01 1.900.458,91 938.173,74
4. Geleistete Anzahlungen 752.716,66 0,00 69.178,54 683.538,12
38.489.545,40 480.257,01 9.074.538,20 29.895.264,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.327.052,81 666.000,00 0,00 8.993.052,81
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 182.171,43 9.477,61 0,00 191.649,04
3. Sonstige Ausleihungen 150,00 0,00 0,00 150,00
8.509.374,24 675.477,61 0,00 9.184.851,85
51.239.075,57 1.244.508,92 9.074.538,20 43.409.046,29
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.112.753,12 439,24 0,00 4.113.192,36
2. Geleistete Anzahlungen 126.963,57 0,00 0,00 126.963,57
4.239.716,69 439,24 0,00 4.240.155,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.399.529,66 23.556,70 2.423.086,36 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.924.918,81 1.355.638,70 2.651.647,43 25.628.910,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.271.255,35 154.451,87 1.640.024,08 785.683,14
4. Geleistete Anzahlungen 683.538,12 0,00 0,00 683.538,12
32.279.241,94 1.533.647,27 6.714.757,87 27.098.131,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
36.518.958,63 1.534.086,51 6.714.757,87 31.338.287,27
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 439,24
2. Geleistete Anzahlungen 88.774,30 0,00
88.774,30 439,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.017.983,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.644.642,27 3.700.021,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.490,60 423.120,29
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 69.178,54
2.797.132,87 6.210.303,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.993.052,81 8.327.052,81
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 191.649,04 182.171,43
3. Sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
9.184.851,85 8.509.374,24
12.070.759,02 14.720.116,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die keeeper GmbH, Hille (vormals: Stemwede)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der keeeper GmbH, Hille (vormals: Stemwede), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der keeeper GmbH, Hille (vormals: Stemwede), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt I. Allgemeine Angaben im Anhang sowie auf die Angaben in Abschnitt 3 Chancen und Risiken des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer Situation operativer Verluste sowie in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und derzeit die Liquidität der Gesellschaft wesentlich durch die Einbeziehung in die Konzernfinanzierung gesichert wird. Die gesetzlichen Vertreter erwarten, dass für das im Juli 2025 zurückzuzahlende Gesellschafterdarlehen eine Anschlussfinanzierung bereitgestellt wird. Wie in Abschnitt I. Allgemeine Angaben des Anhangs und in Abschnitt 3 Chancen und Risiken des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 8. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Isabell Feldhoff, Wirtschaftsprüferin

Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer

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