Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 133365
Eingetragen
15.9.2014
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenHotels (ohne Hotels garnis)Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Hotels und Restaurants sowie von mobilen Verkaufsständen im eigenen Namen und für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten von der Heide
seit 3.12.2014
Geschäftsführer
Marc Ciunis
seit 3.12.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
25.00%
25.00%
Carsten von der Heide
25.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Kanganya GmbH
Germany
25.000 €
25.00%
CIU Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
25.00%
CVH Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
25.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HGH Hotelgesellschaft mbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses

1. Geschäftstätigkeit

Die HGH Hotelgesellschaft mbH ist die Betreibergesellschaft eines Hotels in der Stadthausbrücke 10 in 20355 Hamburg und führt dieses unter dem Namen "TORTUE".

Das Luxus Hotel verfügt über 128 exklusive Gästezimmer einschließlich 4 Suiten und 8 Junior-Suiten, einem französischen Restaurant "Brasserie", dem asiatischen Restaurant "Jin Gui", der in Hamburg sehr beliebten Bar "Noir" und der Raucherbar: Bar "Bleu". Vervollständigt wird das gastronomische Angebot durch die derzeit einzige Gastronomie am Neuen Wall: die Tages Bar "Petite TORTUE", dem sehr exquisiten Spezialitätenrestaurant "Chez L ́Ami" und seit Mai 2023 der Dachterrasse "Jardin". Weiterhin verfügt das Design Hotel über 4 hochwertige Salons für Veranstaltungen jeder Art bis zu einer Gesamtkapazität von max. 35 Personen pro Salon. Für Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen bietet die Bar Privée (mit Tanzfläche) exzellent Raum. Darüber hinaus bietet das Hotel hochwertiges Catering in Hamburg und Umgebung mit einer Veranstaltungsgröße bis zu 500 Gästen an.

Das Hotel wurde am 21. Juni 2018 eröffnet.

Aufgrund der erstklassigen Lage in der Hansestadt Hamburg und der Ausstattung des Hotels besteht das Gäste-Klientel sowohl aus individuellen touristischen Gästen als auch Geschäftsreisenden, Konferenzgästen und Messebesuchern, nationaler als auch internationaler Herkunft. Die Zusammensetzung dieser Gästestruktur ist zum Teil beeinflusst von Großereignissen Hamburgs, Sport- und maritimen Veranstaltungen und/oder sonstiger Hamburg Events. Jährlich neue Sehenswürdigkeiten, kulturelle Highlights und Sportveranstaltungen verschiedenster Art führen zu einer ständig wechselnden, aber ganzjährig zahlreichen Gästezahl in der Metropole und im Hotel selbst.

2. Branchensituation

Das Geschäftsjahr 2023 war das erste Volljahr, welches ohne Auswirkungen der Corona Pandemie wieder eine Geschäftstätigkeit ohne Einschränkungen in der Hotellerie und Gastronomie zuließ.

Die Übernachtungszahlen für den gesamten Hamburger Hotelmarkt lagen mit 15.942.580 sogar um 515.000 Übernachtungen höher als dem bisher erreichten Höchststand im Jahr 2019 mit 15.427.406. (+3,34%)

Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr 2022 sind die Übernachtungen von 14.711.067 um 1.231.513 (+7,72%) gestiegen. (Quelle: Statistikamt Nord für Hamburg und Schleswig-Holstein)

Die Stadthotellerie Hamburgs profitierte dabei von den wieder stattfindenden Messen, Kongressen, und Events. Auch die steigende Nachfrage internationaler Reisender stärkte das Business- und Leisuresegment.

Hamburg hat im direkten Vergleich zu den anderen Top 7 Hotel-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, München und Stuttgart) in Deutschland die durchschnittlich höchste Auslastungsrate mit 75,6% in allen Marktsegmenten (Economy bis Luxury Class). (Quelle: STR/ Fairmas Report Hotel Performance Dez 2023)

Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Bettenauslastung in Hamburg 51,1 Prozent und war damit im deutschlandweiten Vergleich am höchsten. Im Bundesdurchschnitt lag die Auslastung bei 30,7 Prozent (Quelle: Dehoga Bundesverband Zahlenspiegel IV/2023)

Die Anzahl des Hotel- und Bettenangebots in Hamburg ist im Jahr 2023 um 8 neue Hotels mit rund 950 Zimmern und über 1.850 Betten auf insgesamt 399 Betriebe gestiegen, allerdings mit dem Gesamtangebot von 75.000 Betten immer noch unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 mit 415 Hotelbetrieben. (Quelle: Statistikamt Nord für Hamburg und Schleswig-Holstein)

Die Übernachtungszahlen in Gesamtdeutschland sind mit 487,1 Mio. gegenüber 450,8 Mio. im direkten Vorjahr 2022 um 8,1% gestiegen, allerdings verfehlten sie um -1,7% das bisherige Rekordjahr 2019 mit 495,6 Mio. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Die wiedererlangte uneingeschränkte Reisetätigkeit innerhalb Deutschlands führte zu einem Anteil von 77,9% (12.413.234) inländischer Übernachtungen, dem ein Anteil von 22,1% internationaler Gästeübernachtungen mit 3.529.346 gegenübersteht.

Die durchschnittliche Belegungsrate über sämtliche Beherbergungsbetriebe in Deutschland liegt bei 64,8%, im Marktsegment Luxury Class liegt sie bei 60,8% (Quelle: STR/ Fairmas Report Hotel Performance Dez 2023)

3. Geschäftsentwicklung

Vor allem das erste Quartal (insbesondere die beiden ersten Monate) im Jahr 2023 waren im direkten Vergleich zum Vorjahr, sowohl in der Zimmer- und in der Bettenauslastung mit einem großen Plus versehen. Während das Vorjahr 2022 immer noch geprägt von den Corona Nachwirkungen begann, war eine deutliche Erholung im Jahr 2023 spürbar, die sich sowohl in einer höheren Durchschnittsrate als auch im signifikanten Anstieg des RevPar bemerkbar machte.

Dieser Anfangstrend bestand auch im zweiten und dritten Quartal fort, und trug zu einem stabilen RevPar bei. Die ebenfalls durchgängig gute Auslastung von ca. 80 %, auch bis in die Spätsommermonate hinweg, trug sowohl zu einem Umsatzwachstum im Logisbereich als auch einer zweistelligen prozentualen Steigerung im F&B Bereich ggü. dem vorhergehenden Berichtsjahr bei.

Die fortwährenden positiven Ergebnisse und Unternehmenskennzahlen verhalfen insgesamt zu dem besten Geschäftsjahr seit Eröffnung im Jahr 2018 und lagen damit auch über den Ergebnissen des letzten Vor-Corona-Jahr 2019. Die Zimmerauslastung konnte ggü. 2022 und dem letzten Vergleichsjahr 2019 nochmals gesteigert werden. Die Zimmerrate im kompletten Jahresdurchschnitt erfuhr einen neuen Höchststand. Der RevPar stieg im selben Vergleichszeitraum um 1/5. Die Umsätze im Food & Beverage Bereich lagen auf Jahresebene über den Kennzahlen des Vorjahres. Der Gesamtumsatz der HGH Hotelbetriebsgesellschaft mbH mit T-EUR 23.928 erfuhr eine Steigerung von über 13,26% zu 2022.

4. Investitionen

Mit der Neueröffnung der Dachterrasse "Jardin" zu Pfingsten 2023 wurde für die Erstellung eines gesamtheitlichen Konzepts der ganzjährigen Außenanlagen bestehend aus Mobiliar, Küchen- und Thekenausstattung, rückwärtige Kühl- und Lagermöglichkeiten, Sonnenschutz, Sanitäranlagen sowie künstlerische Gestaltung und Bepflanzung ein Invest in Höhe von ca. T-EUR 500 getätigt.

In den Bestand der Gastronomietechnik wird ganzjährig investiert, besonders hervorzuheben ist die neue doppelte Spezialitätenkaffeemaschine in der Brasserie mit einem Investitionsvolumen von ca. T-EUR 35 sowie einer neuen Schankanlagentechnik für die Break-Out-Zone im Veranstaltungsbereich.

Für die Implementierung eines überarbeiteten Leitbildes sowie die Neuausstattung mit einheitlicher und maßgeschneiderter Mitarbeiterbekleidung für sämtliche Abteilungen im Rahmen eines neuen Employer-Brandings wurde eine Gesamtinvestition von ca. T-EUR 150 getätigt.

Für zukünftige Exklusiverlebnis zu Veranstaltungen, Events und Schulungen wurde die hoteleigene TORTUE Loge in der Barclays Arena Hamburg, im Stil des Jin Gui Restaurants, mit einer Investitionssumme von ca. T-EUR 42 fertiggestellt.

Die Investitionssumme für die abschließende Neugestaltung der Private Dining Räume, der begehbaren Chambrair Anlage und der öffentlichen Gasträume im Jin Gui beläuft sich auf ca. T-EUR 53.

II. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der HGH Hotelgesellschaft mbH sind im Geschäftsjahr 2023 um T-EUR 2.801 bzw. 13,26% gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibung und Ergebniszuweisung an die Gesellschafter hat im Jahr 2023 T-EUR 4.764 betragen. Die Verbesserung des Ergebnisses ist auf den Umsatzanstieg bei unterproportional zur Umsatzveränderung gestiegenen Aufwendungen zurückzuführen. Sowohl der Teilbereich Logis als auch F&B trugen wertmäßig zur Umsatzsteigerung bei. Die Erlöse aus Übernachtungen konnten um mehr als T-EUR ca. 1.500 gesteigert werden. Aber auch die Bar, Restaurant-, Catering-, Tagungs- und Eventerlöse konnten Zuwächse in Höhe von ca. T-EUR 1.200 gegenüber dem direkten Vorjahr verzeichnen. Die Materialaufwendungen liegen bedingt durch den höheren Umsatz über Vorjahresniveau. Ähnliches gilt für den Bereich der Personalaufwendungen. Dies gilt ebenso für erhöhte Aufwendungen bei den Fremdleistungen, den Reparaturen und Instandhaltungen sowie gestiegenen Vermittlungsprovisionen.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der HGH Hotelgesellschaft GmbH beträgt zum 31.12.2023 bei einer saldierten Eigenkapitalbetrachtung T-EUR 11.034 und lag damit um T-EUR 453 über dem Vorjahresniveau. Das Gesamtvermögen ist zum 31.12.2023 mit 45,27% im Anlagevermögen und mit 53,45% im Umlaufvermögen gebunden. Vom Gesamtkapital entfallen auf das Eigenkapital (und die von den Gesellschaftern gewährten Darlehen) 42,34% und 43,50% auf das Fremdkapital.

III. Chancen- und Risikobericht

Alle nachfolgenden Einschätzungen und Ausführungen sind vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus den Vorberichtsjahren mit einer weltweiten Corona-Pandemie vorsichtige Annahmen und unter Berücksichtigung keiner weiteren Einschränkungen lt. gesetzlicher Vorgaben aufgrund einer weiteren Pandemie.

Dies vorausgeschickt werden von der Geschäftsführung für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 folgende Chancen und Risiken gesehen:

Als Chance für die weitere Geschäftsentwicklung, auch über das Jahr 2024 hinaus, ist zu beachten, dass die mit der Vermieterseite abgeschlossenen Mietverträge für eine langfristige Zusammenarbeit stehen. Innerhalb der erfolgreichen ersten 5 Jahren des Betreibens der HGH Hotelgesellschaft mbH konnte das ursprüngliche Hotelportfolio und Food & Beverage Angebot stetig erweitert werden und trotz der vielen Unbekannten während der Corona-Pandemie, wurden in den letzten Jahren seitens der Betreibergesellschaft und ihren Gesellschaftern zusätzliche Investitionen in den Hotelbetrieb getätigt.

Für die konsequente Antragstellung der Corona-Beihilferegime in den Förderzeiträumen der Jahre 2020 bis 2022, erfolgt die finale Erstellung und Einreichung der Endabrechnung durch die Steuerberatungskanzlei im Jahr 2024. Im Zuge der durchgehenden Verwendung der außerordentlichen Wirtschaftshilfen konnten sämtliche angefallenen Forderungen fristgerecht bedient werden und eine gesunde Liquiditätsbasis durch die geförderten Finanzmittel sichergestellt werden. Das Risiko einer etwaigen hohen Rückzahlung der erhaltenen Bundeshilfen wird nicht erwartet.

Ein großes Potenzial, den Umsatzrückgängen in den zurückliegenden Jahren, vor allem in den Bereichen Events und Veranstaltungen entgegenzuwirken, kann ergänzend nicht nur durch das Angebot von hybriden Videokonferenzen stabilisiert, sondern auch durch den konsequenten Ausbau von Außer-Haus-Caterings sowie das vermehrte Angebot an In-House-Veranstaltungen gesteigert werden.

Die im Jahr 2023 eröffnete Dachterrasse hat bereits im Eröffnungsjahr ein zusätzliches Umsatzvolumen in Höhe von knapp EUR 95.000,00 beigetragen, welches in den Folgejahren durch gezieltes Marketing und die Erschließung neuer Zielgruppen zu einer Steigerung der angestrebten Jahresergebnisse beitragen wird.

Grundsätzlich ist das Hotel als ein inhabergeführtes Haus rasch in der Lage, auf sich veränderte Anforderungssituationen zu reagieren.

Sonstige zukünftige Risiken könnten sich aus folgenden Entwicklungen ergeben:

- Preissteigerungsrisiken

Das Hotellerie- und Gaststättengewerbe wird auch in Zukunft mit steigenden Kosten konfrontiert sein. Ein weiterer Anstieg der Inflationsrate ist perspektivisch auch im Jahr 2024 aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine, vor allem für die preissensiblen Bereiche wie Energiebeschaffung, externe Dienstleistungen sowie den Waren- und Bezugskosten, nachteilig. Eine spürbare Entlastung dieser Kosten ist auch im Jahr 2024 nicht zu erwarten. Die aktuell hohe Inflationsrate wirkt sich auch auf die indexierten Mieten aus, so dass auch hier Mehrkosten zu erwarten sind.

- Rückrechnung der Coronahilfen

Wir gehen davon aus, dass die von uns eingereichte Endabrechnung der erhaltenen Corona-Beihilfen durch die Prüfstelle der Finanzbehörde grundsätzlich entsprochen wird, jedoch ein Restrisiko hinsichtlich der tatsächlichen Rückzahlungshöhe gemäß Bescheid verbleibt.

- Mitarbeiterfluktuation

Die gestiegene Abwanderung von Mitarbeitern in andere Wirtschaftsbereiche, sowie die nachhaltige Begeisterung und Gewinnung von Fachkräften für den Hotellerie- und Gastronomiesektor ist eine der größten zukünftigen Herausforderungen der Dienstleistungsbranche.

Nur durch die ständige Weiterentwicklung und fortwährende Qualifizierung als zertifizierter Top-Arbeitgeber in der Metropolregion Hamburg kann ein attraktives Arbeitsplatzangebot weiterhin geboten werden. Durch unsere Individualität kombiniert mit einem besonderen teamorientierten Arbeitsumfeld kann der Personalknappheit auf dem Arbeitsmarkt entgegengewirkt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der erfolgreichen Mitarbeiterbindung, um der branchenüblichen hohen Fluktuation entgegenzuwirken.

- Branchen- und Marktrisiko

Mit den wieder steigenden Übernachtungszahlen werden auch die vor der Pandemie geplanten Neueröffnungen von Bettenkapazitäten auf dem Hamburger Hotelmarkt sukzessive abgeschlossen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck wird sich durch das wachsende Angebot im gleichen Übernachtungssegment weiter verschärfen. Diesen Herausforderungen werden wir durch Optimierung des Dienstleitungsangebotes und die Individualisierung unseres Hotelkonzeptes begegnen, um uns so entscheidend von der Mitbewerberstruktur zu differenzieren.

- Ausfallrisiken

Eine steigende Insolvenzquote in allen Wirtschaftsbereichen erhöht das Risiko von Forderungsausfällen. Zu vermeidbaren Zahlungsausfällen bei unserer breit gefächerten Kundenstruktur kann nur durch konsequente Prüfung bzw. Absicherung von Vorauszahlungen entgegengewirkt werden. Der Ausbau und die Abbildung des Forderungsmanagements im eigenen Haus ist eine zielführende Maßnahme.

- Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf die Abgabe von Speisen

Der Gesetzgeber bringt vereinzelt Vorstöße den im Jahr 2020 eingeführten reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 % auf die Abgabe von Speisen wieder rückgängig zu machen. Die gastgewerblichen Verbände sind gefordert, durch entsprechende Kampagnen und Petitionen bei den entscheidenden politischen Gremien / Fachbereichen auf die aktuelle Situation in der Dienstleistungsbranche aufmerksam zu machen. Eine Wiedereinführung des Regelsteuersatzes von 19% führt zu Preiserhöhungen im Gastgewerbe, im schlimmsten Fall zu Umsatzeinbußen und birgt die erhöhte Gefahr von vermehrten Insolvenzen.

IV. Prognosebericht

Aufgrund der im Chancen- und Risikobericht dargestellten Punkte erfolgt die Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung des Geschäftsjahres 2024 deutlich konservativ.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Erholung der generellen Reisetätigkeit in 2024 ggü. den pandemiebeeinträchtigten Jahren nochmal weiter zulegt und sowohl die Hotelumsätze als auch die Geschäftsergebnisse erneut steigerbar sind. Aufgrund der Beliebtheit bei den Hamburger Bewohnern, den Hotelgästen sowie den Geschäftskunden ist der gastronomische Bereich auch in der Erwartung einer positiven Weiterentwicklung des Betriebsergebnisses.

Anzunehmen ist eine weiterhin steigende wirtschaftliche Entwicklung der Hamburger Gastgeberbranche, mit der die Ergebnisplanungen der Betreibergesellschaft nochmals positiver zu erwarten sind. Wie in der Vergangenheit auch, sieht sich die Betreibergesellschaft in der Lage, aufgrund der bisherigen Marktposition, der erarbeiteten Expertise sowie dem vorhandenen branchenspezifischen Know-How, die zu erwartenden Risiken korrekt einzuschätzen und dementsprechend reagieren zu können.

Die permanente Analyse des eigenen Geschäftsbereiches und die Beobachtung der Marktgegebenheiten in den Kostengruppen Energie, Personal, Wareneinsatz und -beschaffung, sowie Fremdleistungen, sollen die zu erwartenden Herausforderungen in kalkulierbare Risiken umwandeln. Auch wenn die Destination Hamburg bei Anbietern und Nachfragern eine unverändert hohe Aufmerksamkeit genießt, liegt der Fokus des Managements auf der permanenten Auseinandersetzung mit dem eigenen Umfeld und der marktgerechten Positionierung. Das Augenmerk der Geschäftsführung auf die o.g Themen und die daraus definierten Maßnahmen zur Steuerung der nicht konkurrenten Entwicklung zwischen Umsatz und steigender Preisentwicklung sind die maßgeblichen Entscheidungskriterien für eine positive Prognose.

Die fortwährende Liquiditätssicherheit ist durch die bestehende Gesellschafterstruktur durchgehend vorhanden.

 

Hamburg, den 25. September 2024

HGH Hotelgesellschaft mbH

gez. Marc Ciunis

gez. Carsten von der Heide

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.995.609,37 4.149.607,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 184.521,00 109.263,00
II. Sachanlagen 4.806.088,37 4.035.344,80
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.114.737,97 3.847.781,47
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 691.350,40 187.563,33
III. Finanzanlagen 5.000,00 5.000,00
1. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
B. Umlaufvermögen 5.898.262,62 6.352.099,95
I. Vorräte 772.816,08 570.575,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.020.537,96 1.031.206,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 91.241,14 88.289,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.104.908,58 4.750.318,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 140.407,21 79.894,61
Summe Aktiva 11.034.279,20 10.581.602,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.672.227,63 1.998.612,57
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 550.000,00 550.000,00
III. Gewinnvortrag 1.348.612,57 -106.978,59
IV. Jahresüberschuss 2.673.615,06 1.455.591,16
B. Rückstellungen 1.476.205,11 2.243.771,19
C. Verbindlichkeiten 4.799.769,48 6.238.139,13
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 446.969,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 446.969,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.799.769,48 5.791.169,28
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.430.363,34 5.372.973,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 369.406,14 418.195,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 86.076,98 101.079,47
Summe Passiva 11.034.279,20 10.581.602,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.871.059,02 17.750.125,84
2. Personalaufwand 9.087.586,78 7.622.179,69
a) Löhne und Gehälter 7.640.056,60 6.264.732,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.447.530,18 1.357.447,29
davon für Altersversorgung 27.921,44 27.851,70
3. Abschreibungen 1.091.005,60 960.070,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.091.005,60 960.070,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.019.463,67 6.942.399,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.815,20 43.170,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.945,64 58.582,78
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 932.139,68 754.112,09
8. Ergebnis nach Steuern 2.681.732,85 1.455.952,16
9. sonstige Steuern 8.117,79 361,00
10. Jahresüberschuss 2.673.615,06 1.455.591,16

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: HGH Hotelgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Stadthausbrücke 10, 20355 Hamburg
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: 133365

Der Jahresabschluss der HGH Hotelgesellschaft mbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Form des Jahresabschlusses hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 - 274a, §§ 276-278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und § 275 HGB Anwendung.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Für das Geschirr/Besteck und die Wäsche wurden Festwerte gebildet. Der Festwert auf der Grundlage der Anschaffungskosten für das Geschirr und Besteck beträgt Euro 113.726,55 (Vorjahr: Euro 113.726,55) und für die Wäsche Euro 60.554,92 (Vorjahr: Euro 60.554,92).

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Bankguthaben und Kassenbestände wurden zu ihren Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind zur periodengerechten Erfassung des Aufwands bzw. des Ertrags gebildet.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Historische Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 181.871,37 108.255,80 290.127,17
181.871,37 108.255,80 290.127,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.610.493,75 602.532,15 73.765,50 8.162.821,05
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 187.563,33 527.347,72 0,00 691.350,40
7.798.057,08 1.129.879,87 73.765,50 8.854.171,45
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.000,00 0,00 5.000,00
5.000,00 0,00 5.000,00
7.984.928,45 1.238.135,67 73.765,50 9.149.298,62
Kumulierte Abschreibungen
Bis zum 01.01.2023
EUR
Abschreibung 2023
EUR
Auf die Abgänge
EUR
Bis zum 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.608,37 32.997,80 105.606,17
72.608,37 32.997,80 105.606,17
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.762.712,28 1.058.007,80 4.820.720,08
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
3.762.712,28 1.058.007,80 4.820.720,08
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
3.835.320,65 1.091.005,60 4.926.326,25
Buchwerte
Zuschreibung Geschäftsjahr Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.521,00 109.263,00
184.521,00 109.263,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.637,00 4.114.737,97 3.847.781,47
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 691.350,40 187.563,33
772.637,00 4.806.088,37 4.035.344,80
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
5.000,00 5.000,00
772.637,00 4.995.609,37 4.149.607,80

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans beläuft sich auf Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Ansprüche aus Resturlaubstagen (Euro 203.037,50), Schwerbehindertenabgabe (Euro 32.400,00), eine Rückzahlung von erhaltenen Hilfen (Euro 500.000,00), für Tantiemen (Euro 247.370,62) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (Euro 30.000,00) gebildet.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
Euro
2022
Euro
Forderungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 0,00 446.969,85

B. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betragen TEuro 23.928 (Vorjahr: TEuro 21.126)

C. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von Euro 163.050,00 monatlich sonstige finanzielle Verpflichtungen (Miet-/ Pachtverträge).

Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 193 (Vorjahr: 197).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die nachfolgenden Geschäftsführer geführt:

Marc Ciunis, Geschäftsführer, und

Carsten von der Heide, Geschäftsführer.

Vergütungen der Geschäftsführer

Es wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Hamburg, den 31.03.2024

HGH Hotelgesellschaft mbH

gez. Carsten von der Heide

gez. Marc Ciunis

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"

An die HGH Hotelgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HGH Hotelgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HGH Hotelgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Hamburg, 21. Oktober 2024

GHP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Holst, Wirtschaftsprüfer

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