Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
nobopharm GmbH Pharmahandel
Sperberweg 15, 85716 Unterschleißheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominique Boje seit 3.2.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
nobopharm GmbH PharmahandelUnterschleißheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für Offenlegungszwecke für das Geschäftsjahr 2015nobopharm GmbH Pharmahandel, UnterschleißheimA. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Allgemein Die nobopharm GmbH Pharmahandel ist in Abweichung zum Vorjahr eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB im pharmazeutischen Großhandel mit Sitz in Unterschleißheim. Das im Kalenderjahr 2014 eingeleitete staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren und das im September 2016 eröffnete Hauptverfahren vor dem Landgericht Hamburg wegen angeblicher Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz und Markenrechtsverletzung hat die Gesellschaft jedoch zu einer massiven Umstrukturierung und Neuausrichtung ihrer Geschäftsaktivitäten gezwungen. 2. Management Im Geschäftsjahr 2015 wurde das Unternehmen wie bisher von den vier Gesellschafter-Geschäftsführern hauptverantwortlich geleitet. Zwei von ihnen waren für den Einkauf und den Vertrieb zuständig. Die Bereiche Verwaltung und Logistik wurden von den beiden anderen Geschäftsführern verantwortlich geleitet. Der Fokus im Geschäftsjahr 2015 lag hauptsächlich in der Verwertung des bestehenden Warenlagers und in der Erfüllung bestehender Lieferverpflichtungen. Im November 2015 und im November 2016 sind insgesamt drei Geschäftsführer aus dem aktiven Dienstverhältnis ausgeschieden. Sie sind jedoch nach wie vor Gesellschafter und stehen dem Unternehmen mit ihrer langjährigen Erfahrung auch in Zukunft beratend zur Verfügung. 3. Mitarbeiter In der Personalstruktur gab es im Kalenderjahr 2015 wesentliche Veränderungen. Bedingt durch das Ende 2014 eingeleitete staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz gegen zwei Geschäftsführer konnte der Geschäftsbetrieb nicht mehr wie in den Vorjahren aufrechterhalten werden. Bis auf die vier Geschäftsführer musste dem gesamten Personal im Laufe des Jahres betriebsbedingt gekündigt werden. 4. Geschäftsverlauf und Strategie Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sind die Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden und Lieferanten eingebrochen. Bei zwei Hauptkunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 80 % besteht seit 2015 gegen die nobopharm GmbH ein strenges Einkaufsverbot. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich damit ein Umsatzrückgang von insgesamt 96,4 %. Aufgrund der Kündigung der bisherigen Geschäfts- und Lagerräume in der Gutenbergstraße 3 in Unterschleißheim zum 30. April 2016 besteht seitdem dort keine Großhandelsbetriebsstätte des Unternehmens mehr. Mit der dadurch bedingten Aufgabe der Großhandelstätigkeit mit Arzneimitteln ist die bisherige Arzneimittelgroßhandelserlaubnis unwirksam geworden und somit der Vertrieb von Arzneimitteln zukünftig nicht mehr erlaubt. Die nobopharm GmbH Pharmahandel beschränkt derzeit ihre Geschäftsaktivitäten bis zum Abschluss des anhängigen Gerichtsverfahrens vor dem Landgericht Hamburg im Wesent-lichen auf die noch verbliebene Kunden- und Lieferantenstruktur. Seit Anfang 2016 arbeitet das Unternehmen mit einem Logistikunternehmen zusammen, das die Vertriebsprodukte an den Großhandel ausliefert. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Nahrungsergänzungsmittel, wofür keine Großhandelserlaubnis erforderlich ist. Durch die Kündigungen der Arbeitsverhältnisse mit den Mitarbeitern konnten die operativen Kosten erheblich gemindert werden. Die Gehälter der Geschäftsführung wurden ebenfalls angepasst. Die Kontakte zu bisherigen Kunden und Lieferanten werden aufrechterhalten. Aufgrund der dargestellten Entwicklungen sieht die Geschäftsstrategie für das Geschäftsjahr 2016 vor, die verbleibenden Umsätze zu konsolidieren und im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2017 abzuwägen, in wieweit der Geschäftsbetrieb in seiner derzeitigen Ausprägung mit den damit verbundenen laufenden Kosten aufrechterhalten werden kann. B. Darstellung der Lage1. Vermögenslage Nachfolgend erläutern wir den Vermögens- und Kapitalaufbau der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 und vergleichen ihn mit den Daten der Vorjahresbilanz.
Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.224 oder 19,3 % vermindert und beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 9.314. Das Anlagevermögen hat sich vor allem durch den Verkauf zweier Fahrzeuge um insgesamt T€ 135 auf T€ 69 (im Vorjahr T€ 204) verringert und hat nach wie vor nur einen geringen Anteil (0,7 % bzw. 1,8 % im Vorjahr) am Gesamtvermögen. Die Vorräte haben sich zum Bilanzstichtag aufgrund der dargestellten negativen Auswirkungen des vorgenannten Gerichtsverfahrens auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft um T€ 554 auf T€ 29 (im Vorjahr T€ 583) weiter stark reduziert und betragen nur noch 0,3 % (im Vorjahr 5,1 %) des Gesamtvermögens. Die Lieferforderungen sind aufgrund des Umsatzrückgangs um T€ 399 oder 23,4 % nochmals gesunken. Zusätzlich Wertberichtigungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich. Liquide Mittel in Höhe von T€ 3.133 und die im übrigen Umlaufvermögen enthaltenen sonstigen Wertpapiere in Höhe von T€ 2.600 stehen unter dinglichem Arrest und daher nicht zur freien Verfügung der Gesellschaft. Ferner enthält das übrige Umlaufvermögen hauptsächlich Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 183 sowie Steuererstattungsansprüche in Höhe von insgesamt T€ 972. Aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von T€ 639 ergibt sich am Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in gleicher Höhe. Für bestehende Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 2.000 haben die Darlehensgeber bis zur Höhe einer bilanzmäßig ausgewiesenen Überschuldung den Rangrücktritt hinter alle Forderungen anderer Gläubiger erklärt. Die langfristigen Rückstellungen umfassen ausschließlich Pensionsrückstellungen. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von T€ 16 resultiert aus der Auflösung wegen Überschreiten des Rentenalters. Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen (-T€ 812) ergibt sich insbesondere aus dem Verbrauch für Tantiemerückstellungen. Die zum Bilanzstichtag noch bestehenden sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem die Risikovorsorge im Zusammenhang mit dem vorgenannten Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Hamburg und den dadurch bedingten außergerichtlichen Schadenswiedergutmachungsvereinbarungen. Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen wie im Vorjahr Gesellschafterdarlehen einschließlich der aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.131. Das langfristige Fremdkapital beläuft sich am Bilanzstichtag auf 7,6 % (im Vorjahr 6,3 %), das kurzfristige Fremdkapital auf 99,3 % (im Vorjahr 93,7 %) des Gesamtkapitals. 2. Finanzlage Die Veränderungen des Finanzmittelfonds sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen im Berichtsjahr werden getrennt nach den Teilbereichen "laufende Geschäftstätigkeit", "Investitionstätigkeit" und "Finanzierungstätigkeit" anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufgezeigt.
Der Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten (davon verfügungsbeschränkt durch dinglichen Arrest: T€ 3.133). Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist mit Skontierung zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die liquiden Mittel betragen stichtagsbezogen 43,9 % (im Vorjahr 46,5 %) des Gesamtvermögens. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist erstmals negativ ausgefallen und im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.183 auf -T€ 1.381 (im Vorjahr T€ 802) zurückgegangen. Das Nettoumlaufvermögen (kurzfristiges Umlaufvermögen abzüglich kurz-fristiges Fremdkapital) beträgt am Bilanzstichtag -T€ 12 (im Vorjahr T€ 469). Das langfristige Vermögen in Höhe von T€ 78 ist vollständig durch langfristiges Fremd-kapital finanziert. Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte in Höhe von T€ 9.235 sind zu 6,8 % durch langfristiges Fremdkapital gedeckt. Darlehen werden weiterhin von den Gesellschaftern in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt. Liquiditätsengpässe bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine. 3. Ertragslage Den Ausführungen zur Ertragslage wird eine nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasste Erfolgsrechnung für das Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr vorangestellt.
Die Umsätze sind aufgrund der dargestellten Ursachen zum Vorjahr um 96,4 % gesunken. Demgegenüber hat sich der betriebliche Aufwand trotz der massiven Kosteneinsparungen nur unterproportional um 95,7 % reduziert, so dass sich wiederum ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von T€ 552 ergibt. Insgesamt ist die Ertragslage durch das eingeleitete staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren und des zwischenzeitlich eröffneten Gerichtsverfahrens beim zuständigen Landgericht Hamburg gegen zwei ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft nachhaltig negativ belastet. C. Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)Wie bereits erläutert, wurde Ende des Geschäftsjahres 2014 gegen zwei ehemalige Geschäftsführer ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Arzneimittel- sowie das Markenrecht eingeleitet. In der Zwischenzeit wurde das Hauptverfahren vor dem zuständigen Landgericht Hamburg eröffnet. Die zuständige Richterin hat einem angestrebten Vergleich nicht zugestimmt und Zeugen von Vorlieferanten und der Herstellerfirma geladen. Mit einem Urteil ist nicht vor Juni 2017 zu rechnen. Sowohl mit der Herstellerfirma der betroffenen Waren als auch mit den Abnehmerfirmen wurden außergerichtliche Schadenswiedergutmachungsvereinbarungen getroffen und für die daraus entstandenen Risiken bereits im Vorjahresabschluss vorsorglich Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet. Im Falle des Obsiegens ist über eine weitere Vorgehensweise noch nicht entschieden. Gegebenenfalls wird auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Mietverträge für die bisherigen Geschäfts- und Lagerräume in der Gutenbergstraße 3 in 85716 Unterschleißheim wurden fristgerecht zum 30. April 2016 gekündigt. Die Geschäfts-tätigkeit wurde danach in andere Geschäftsräume in Unterschleißheim verlegt. Da die Großhandelserlaubnis örtlich gebunden erteilt wird, ist diese mit Beendigung des Mietvertrages beendet worden. Ein Handel für den Vertrieb von Arzneimittel ist daher nicht mehr erlaubt und müsste erneut beantragt werden. D. Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungDas Risikomanagementsystem umfasst die kontinuierliche Analyse und Überwachung strategischer und operativer Unternehmensrisiken. Diese Risiken werden laufend von der Geschäftsführung evaluiert und gegebenenfalls werden zeitnah entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen. Ziel des Systems ist neben der Vermeidung von Schäden die Ermöglichung von Chancen. Als Folge des Ende 2014 eingeleiteten staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens verhängten nach und nach beinahe alle pharmazeutischen Großhandlungen ein Einkaufsverbot gegen die nobopharm GmbH Pharmahandel. Dies führte zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des bisherigen Geschäftsmodells als pharmazeutischer Zwischenhändler. Lediglich Produkte, für die das Unternehmen eigene Vertriebsrechte besitzt, werden daher in Zukunft weiter vertrieben. Seit Anfang 2016 arbeitet das Unternehmen mit einem Logistikunternehmen zusammen, das die Vertriebsprodukte an den Großhandel ausliefert. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Nahrungsergänzungsmittel. Es ist geplant, die Palette der Nahrungsergänzungsmittel zu erweitern. Dafür ist keine Groß-handelserlaubnis nötig. In diesem Segment könnten auch Marketingleistungen ohne Eigenhandel angeboten werden. Welche Produkte das Unternehmen im Einzelnen neben den Eigenprodukten zukünftig vertreiben wird, kann erst nach Abschluss des anhängigen Gerichtsverfahrens entschieden werden. Wesentliche Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der derzeit bestehenden Kapitalstruktur nicht gegeben. E. Voraussichtliche EntwicklungAufgrund der negativen Entwicklungen seit Ende des Geschäftsjahres 2014 ist das gesamte bisherige Geschäftsmodell seither auf der Umsatzseite stark beeinträchtigt und deshalb sind die Kosten möglichst gering zu halten. Deshalb haben der Geschäftsführer Marco Boje im November 2015 und die beiden Geschäftsführer Norbert und Sieglinde Boje im November 2016 ihr jeweils bestehendes Anstellungsverhältnis beendet, stehen jedoch weiter dem Unternehmen mit ihren langjährigen Erfahrungen beratend zur Seite. Alleinige Geschäftsführerin ist derzeit die Mitgesellschafterin Dominique Boje. Die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2015 haben verdeutlicht, dass die negativen Einflüsse seit Ende 2014 sowohl auf der Lieferanten- als auch auf der Kundenseite zu massiven Umsatzeinbußen geführt haben, die durch die verbleibenden Geschäftsbeziehungen nicht annähernd kompensiert werden können. Zudem wurde bereits deutlich, dass die Rentabilität weiterer logistischer Dienstleistungen aufgrund dieser Entwicklung tiefergehend analysiert werden müssen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird daher mit einem wesentlich geringeren Umsatz von rund T€ 200 und einer anhaltenden negativen Ertragslage mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 150 gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2017 wird bei einem anhaltenden Umsatzrückgang durch konsequente Kosteneinsparungen ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Wesentliche Investitionen sind bis auf Weiteres nicht vorgesehen Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für Offenlegungszwecke zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015der nobopharm GmbH, PharmahandelI. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag in Abweichung zum Vorjahr die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf (im Vorjahr mittelgroße GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB) Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Er vermittelt die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht der Nichtaktivierung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit in der Darstellung haben wir bestimmte Angaben und Vermerke nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern in den nachfolgenden Erläuterungen gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Bilanzierung und Bewertung wird von der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren um planmäßige Abschreibungen unter Anwendung der linearen Methode vermindert. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 410,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken wurden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen in Fremdwährung bestehen am Bilanz-stichtag nicht. Das Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG ist mit dem Barwert zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,5 % (im Vorjahr 5,5 %) angesetzt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Soweit die Restlaufzeit von Rückstellungen am Bilanzstichtag mehr als ein Jahr betrug, erfolgte eine Abzinsung unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungsätze. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen am Bilanzstichtag nicht. III. Angaben zur BilanzDie Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2015 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 182.987,00 (im Vorjahr € 609,34) enthalten. Es handelt sich hierbei um Forderungen aus der Ablösung der gepfändeten Firmenfahrzeuge aus dem dinglichen Arrest der Staatsanwaltschaft Hamburg. Diese werden mit 6% p.a. verzinst. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag € 8.564,69 (im Vorjahr € 47.432,17). Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 3.133.376,18 sowie die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von € 2.599.649,08 sind nicht frei verfügbar, da ein dinglicher Arrest im Zusammenhang mit einem laufenden Gerichtsverfahren gegen zwei ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft besteht. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte mit Hilfe der "projected unit credit method" unter Berücksichtigung der "Richttafeln von 2005 G" von Klaus Heubeck. Für die Berechnungen wurden folgende Parameter berücksichtigt:
Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsverordnung veröffentlichen Abzinsungssatz bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren und einer Durchschnittsbildung über die vergangenen zehn Geschäftsjahre (Stand: Dezember 2015). Die Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag € 33.906,00. Es handelt sich hier um den Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahres-Durchschnittsatz anstatt mit dem 7-Jahres-Durchschnittsatz. Zum Bilanzstichtag besteht kein Fehlbetrag. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen beträgt € 706.328,00 (im Vorjahr € 722.686,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten eine endfällige Darlehensverpflichtung gegenüber Gesellschaftern in Höhe von insgesamt € 2.000.000,00 mit qualifiziertem Rangrücktritt sowie zusätzlich die daraus resultierenden Zinsverbindlichkeiten in Höhe von € 130.894,66 (im Vorjahr € 143.008,13). Weiterhin enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten solche aus Steuern in Höhe von € 8.097,15 (im Vorjahr € 322.277,56). Die bilanzierten sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen € 914,08 (im Vorjahr € 2.765,91). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Zum 31. Dezember 2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-verträgen, zahlbar in 2016 in Höhe von € 22.694,32. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungIm Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 4.268,00 (im Vorjahr € 49.741,45) enthalten. Der in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthaltene Zinsanteil aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen beträgt € 32.738,00 (im Vorjahr € 31.159,00). V. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr 2015 wurde durchschnittlich ein gewerblicher Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Geschäftsführer sind:
Sämtliche Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 betrugen insgesamt € 526.564.60. VI ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag und den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Unterschleißheim, den 15. Dezember 2016 Dominique Boje, Geschäftsführerin Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für OffenlegungszweckeIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der nobo-pharm GmbH Pharmahandel, Unterschleißheim, Landkreis München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 27. April 2017 TREUHAND
UNION GMBH
Schmid, Wirtschaftsprüfer Mayerhanser-Marx, Wirtschaftsprüfer Festgestellt: Der Jahresabschluss wurde zur Wahrung der gesetzlich vorgeschriebenen Offenlegungsfrist vor der Feststellung offengelegt. |
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