Insel Verlag Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Frankfurter Bücherstube GmbHAufgelöst | 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Suhrkamp Verlag AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Vorjahr zum VergleichAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021Vorjahr zum Vergleich
Amtsgericht Berlin Charlottenburg, HRB 163774 BAnhang für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2021A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung werden nach den Grundsätzen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB im Zusammenhang mit § 267 Abs. 4 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Erfordernissen der §§ 266 und 275 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird im Anhang Gebrauch gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Sofern Wertminderungen vorliegen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert. Die immateriellen und materiellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear abgeschrieben, wobei für die Methodenwahl Anschaffungsjahr und Nutzungsdauer eine Rolle spielen. Die jeweilige Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens orientiert sich an der geschätzten Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre. Bei den materiellen Vermögensgegenständen liegt die Abschreibungsdauer zwischen 3 und 50 Jahre. Im Laufe des Geschäftsjahres neu angeschaffte sowie ausgeschiedene Wirtschaftsgüter werden zeitanteilig abgeschrieben. Der Ausweis der Abgänge erfolgt mit den sich danach ergebenden Restbuchwerten. Von dem Wahlrecht in § 6 Abs. 2a EStG wurde kein Gebrauch gemacht. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den Herstellkosten werden im Einklang mit den handelsrechtlichen Vorschriften die nach dem Steuerrecht aktivierungspflichtigen Kosten angesetzt. Dabei wird ein Fertigungsgemeinkostenaufschlag von 3 % erfasst. Das Risiko der nicht vollständigen Verwertbarkeit wird durch Gängigkeitsabschläge auf die Bestände berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und des latent vorhandenen Risikos bewertet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Die Haft- und Pflichteinlagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem auf die Restlaufzeit interpolierten Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank (§ 253 Abs. 2 S. 4 HGB) abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Saldo aus aktiven und passiven Steuerlatenzen ist für die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 30,18 % gebildet. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den handelsrechtlich gegenüber dem Steuerrecht niedriger bewerteten Vermögensgegenständen und den steuerrechtlich niedriger zu bewertenden Schulden sowie steuerrechtlichen Verlustvorträgen. Aufgrund des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB unterbleibt der Ansatz in der Bilanz. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen in Fremdwährung werden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Soweit erforderlich, werden Buchverluste aus Kursänderungen durch Neubewertung zum Bilanzstichtag berücksichtigt. C. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagenspiegel GJ 01.01.2021 bis 31.12.2021
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % oder mehr besteht:
1 aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags
entfällt die Angabe zum Jahresergebnis
Die Suhrkamp Verlag AG hat mit der Jüdischer Verlag GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der zu Gewinnabführungen und Verlustübernahmen verpflichtet, sodass bei der Jüdischer Verlag GmbH kein Jahresüberschuss/-fehlbetrag auszuweisen war. Die Ergebnisübernahme aus der Jüdischer Verlag GmbH (-84.867,88 €) wurde per 31.12.2021 für das Geschäftsjahr 2021 bereits erfasst. Zur Eigenkapitalmehrung der Unterstützungskasse des Suhrkamp-Verlags GmbH wurden die Aufwendungen aus Pensionen, Unterstützungen und Verwaltungskosten im Jahr 2021 in Höhe von 249.999,75€ durch die Suhrkamp Verlag AG übernommen. Auch in zukünftigen Jahren ist beabsichtigt diese Kosten von der Suhrkamp Verlag AG an die Unterstützungskasse in ähnlichem Umfang zu erstatten, um das dort vorhandene Eigenkapital dauerhaft zu erhalten. Die Warenbestände sind durch ordnungsmäßige Inventurlisten der Lagerhalter und des Verlags nachgewiesen. Fertige Bücher werden mit den individuell ermittelten niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Gegenüber der Elisabeth Sandmann Verlag GmbH besteht eine kündbare Forderung aus einem Darlehensvertrag in Höhe von 50 T€ sowie eine Ausleihung in Höhe von 175 T€. Der Darlehensvertrag wurde nicht gekündigt. Alle Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit unter einem Jahr auf. Passiva Das Grundkapital der Suhrkamp Verlag AG ist eingeteilt in 60.010 auf den Namen lautende Stückaktien zu einem Nennbetrag von je 1,00 €. Der Vorstand der Suhrkamp Verlag AG war gemäß Punkt 4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft von vormals 50.000,00 € einmalig oder mehrfach bis zum 31.07.2018 um insgesamt 25.000,00 € zu erhöhen, wovon im Umfang von 10.010,00 € Gebrauch gemacht wurde. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der Bewertung liegt ein Rechnungszinssatz von 1,87 % gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB, ein Rententrend von 2,00 % p.a. und ein Gehaltstrend von 2,00 % p.a. zugrunde. Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 2.112.748,00 €. Unter Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes zum 31. Dezember 2021 von 1,35 % würde sich eine Rückstellung für Pensionen in Höhe von 2.351.391,00 € ergeben. Der Unterschiedsbetrag beträgt im Jahr 2021 gem. § 253 Abs. 6 HGB 238.643,00 €. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen Umsatzerlösen sind 4.293 T€ (Vorjahr: 3.840 T€) Vergütungen für unternehmensgruppeninterne Dienst- u. Sachleistungen der Suhrkamp Verlag AG an ihre Tochterunternehmen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Corona-Finanzhilfen im Rahmen des Programms "NEUSTART KULTUR II in Höhe von 207 T€ (Vorjahr: 190,5 T€) enthalten. In den Abschreibungen sind 8 T€ außerplanmäßige Abschreibungen für ein KFZ enthalten, das im Jahr 2021 einen Totalschaden erlitt. E. Sonstige Angaben Vorstand Der Verleger Dr. Jonathan Landgrebe ist zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand der Suhrkamp Verlag AG bestellt. Eine Angabe der Gesamtvergütung des Vorstands entfällt aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB. Aufsichtsrat Seit Oktober 2020 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Verlegerin Frau Ulla Unseld-Berkéwicz (Vorsitzende), Buchhändlerin Fr. Dr. Rachel Salamander (stv. Vorsitzende) und Kunstsammler Ulrich Ströher. Die Vergütung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder für das Jahr 2021 betrug 190.000,00 €. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte zwischen Januar 2021 und Dezember 2021 durchschnittlich 127 Angestellte, davon 16 als leitende Angestellte. Diese Zahlen wurden aufgrund von § 267 Abs. 5 HGB i. V. m. § 285 Nr. 7 HGB ermittelt. Angaben gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG: Schreiben vom 08.01.2015: Die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen in das Stiftungsverzeichnis beim Regierungspräsidium Darmstadt, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AktG mit Schreiben vom 08.01.2015 mitgeteilt, dass sie unmittelbar sowohl mehr als den vierten Teil der Aktien der Suhrkamp Verlag AG mit Sitz in Berlin, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter HRB 163774 B, als auch eine Mehrheitsbeteiligung gem. § 16 Abs. 1 AktG an der Suhrkamp Verlag AG besitzt. Schreiben vom 04.03.2015: Die Medienholding AG mit Sitz in Freienbach, Schweiz, eingetragen in das Handelsregister des Kantons Schwyz unter der Nummer CHE-102.549.734, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mit Schreiben vom 04.03.2015 mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien der Suhrkamp Verlag AG mit Sitz in Berlin, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter HRB 163774 B, besitzt. Schreiben vom 26.05.2015: Die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen in das Stiftungsverzeichnis beim Regierungspräsidium Darmstadt, hat uns gemäß § 20 Abs. 5 mit Schreiben vom 26.05.2015 mitgeteilt, dass sie keine Mehrheitsbeteiligung mehr an den Aktien der Suhrkamp Verlag AG mit Sitz in Berlin, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter HRB 163774 B, besitzt. Schreiben vom 02.07.2015: Die SAF GmbH mit Sitz in Darmstadt, eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 92470, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 3 AktG mit Schreiben vom 02.07.2015 mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als den vierten Teil der Aktien der Suhrkamp Verlag AG mit Sitz in Berlin, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 163774 B, besitzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Altersversorgung der Mitarbeiter hat die Gesellschaft eine Unterstützungskasse errichtet. Die Kasse verfügt zum 31. Dezember 2021 über ein Vermögen in Höhe von 673 T€ (per 31.12.2020: 691 T€). Die nach § 253 HGB errechneten Verpflichtungen der Unterstützungskasse aus laufenden Leistungen und aus Anwartschaften belaufen sich zu diesem Stichtag auf 8.272 T€ (per 31.12.2020: 7.702 T€). Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen der Unterstützungskasse erfolgt analog zur Bewertung der unmittelbaren Pensionsrückstellungen des Suhrkamp Verlages. Als Trägerunternehmen hat der Suhrkamp Verlag der Unterstützungskasse die notwendigen Mittel zur Erfüllung der Verpflichtungen bereitzustellen. Im Jahr 2021 erstattete die Suhrkamp Verlag AG Pensionszahlungen, Unterstützungen und Verwaltungskosten in Höhe von 250 T€ an die Unterstützungskasse. Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2021 einen Betrag von 3,00 € je Aktie an die Aktionäre auszuschütten. Nachtragsbericht Ukraine-Krieg Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Verlags- und Buchbranche können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Erwerb des Verlagsgebäudes Torstraße 44 Das in den Jahren 2016 bis 2019 errichtete Gebäude in der Torstraße 44 in Berlin Mitte wird seit dem Einzug im August 2019 durch die Suhrkamp-Verlagsgruppe auf Basis eines Mietvertrags genutzt. Nach Klärung diverser grundbuchlicher Beschränkungen, konnte das Gebäude im Mai 2022 durch die Suhrkamp Verlag AG erworben werden. Weitere Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im Lagebericht unter Punkt 4 - Risiken. Nähere Informationen zum Erwerb des Verlagsgebäudes können Sie dem Lagebericht unter Punkt 5 - Chancen und Ausblick entnehmen.
Berlin, 4. Juli 2022 gez. Dr. Jonathan Landgrebe Lagebericht des Geschäftsjahres 20211. Marktentwicklung Branchenumsatz Buchhandel Der Umsatz des Buchhandelmarktes in Deutschland ist im Kalenderjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % gestiegen. Dabei stieg die Absatzmenge um 1,6 % und der durchschnittliche Preis ebenfalls um 1,6 % (Quelle: Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Ausgabe Januar 2022). Die Darstellung der unterschiedlichen Warengruppen gibt ein differenzierteres Bild: Abbildung 1: Umsatzveränderung in der Buchhandelsbranche
Quelle: Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Ausgabe Januar 2022 Preisentwicklung Die Preisentwicklung im Buchhandel lag mit +1,6 % unter der Inflationsrate, die im Jahr 2021 3,1 % betrug (Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis, 2021, Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Ausgabe Januar 2022). E-Book Markt Der Umsatzanteil von E-Books am Publikumsbuchmarkt liegt mit 5,7 % im Jahr 2021 geringfügig unter dem des Jahres 2020, als er bei 5,9 % lag. Im Jahr 2021 entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der Absatz um +6 %, während der Umsatz nur um 3,2 % stieg, was durch den im Durchschnitt um 2,7 % gesunkenen Preis für ein E-Book begründet ist (Quelle: Präsentation des Börsenvereins des deutschen Buchhandels: Das E-Book in Deutschland, März 2022). Sortimentsbuchhandel Der Konzentrationsprozess zur Bündelung von Marktmacht hält weiterhin an. Globale Player wie Amazon weiten dabei Ihre Wertschöpfungskette aus und es ist eine anwachsende Dominanz marktbeherrschender Unternehmen zu beobachten. Der Sortimentsbuchhandel hat deshalb im Jahr 2021 einen Umsatzeinbruch von 3,1 % verglichen zum Vorjahr zu verzeichnen, wobei der Absatz sogar um 5,1 % einbrach und lediglich die Preisentwicklung von +2,1 % dieser Tendenz entgegenwirkte (Quelle: Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Ausgabe Januar 2022). 2. Entwicklung der Geschäftsfelder Das Geschäftsjahr des Verlags entspricht dem Kalenderjahr. Der Buchumsatz im GJ 2021 belief sich auf 18.081 T€ (Vorjahr 20.705 T€). Berücksichtigt man die Skonti, Boni und Veränderung der Remissionsrückstellungen in Höhe von 612 T€ (Vorjahr 579 T€) verblieb ein Netto-Erlös aus Buchlieferungen in Höhe von 17.469 T€ (Vorjahr 20.126 T€). Im Buchumsatz enthalten sind Ab-Haus Umsätze (Modernes Antiquariat) in Höhe von 150 T€ (Vorjahr 145 T€). Die Entwicklung des Jahres 2021 verlief planmäßig, da die Verlage der Suhrkamp-Gruppe die Preiserhöhungen der Branche (s. o.) nicht mitvollzogen haben, ging der Umsatz geringfügig zurück. Markstellung und Marktanteile wurden dadurch nicht beeinflusst. Die Umsätze aus Bücherlieferungen gliedern sich wie folgt auf die verschiedenen Buchreihen:
2021 wurden 249 (Vorjahr 246) Novitäten veröffentlicht. Wie im Vorjahreszeitraum wurden die meisten Novitäten im Suhrkamp Taschenbuch mit 132 (Vorjahr 117) Titeln veröffentlicht. Es folgt das Suhrkamp Hauptprogramm mit 62 (Vorjahr 72) neuen Werken. Auch im Jahr 2021 ist der gesamte Nebenrechtsbereich (Rechte & Lizenzen sowie Theater und Medien) weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark betroffen. Der Gesamtumsatz in diesem Bereich betrug im Berichtsjahr 3.184 T€ und blieb damit um ca. 700 T€ unterhalb des Vorjahreswerts von 3.887 T€. Der größte Teil dieses Umsatzeinbruchs beruht auf dem Rückgang der Lizenzverkäufe unserer Titel in das Ausland worin sich die weltweite, unsichere Wirtschaftslage spiegelt, von der auch unsere internationalen Verlagspartner betroffen waren. Nach dem Rückgang im Jahr 2020 im Theaterbereich konnten sich die Umsätze dort aufgrund der wieder geöffneten Spielstätten im Jahr 2021 stabilisieren. Insgesamt war der Umsatzeinbruch im Nebenrechtsbereich zwar erheblich; aufgrund des geringen Anteils am Gesamtumsatz sowie der Tatsache, dass parallel zu den einbrechenden Umsätzen auch die daran geknüpften Honorarverpflichtungen wegfielen, gab und gibt es zu keiner Zeit eine für das Unternehmen bestandsgefährdende Entwicklung. Sonstige Umsatzerlöse wurden in Höhe von 4.554 T€ (Vorjahr 4.213 T€) erzielt. Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen überwiegend Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen für Personal- und Sachkosten. Der Betrag ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, weil ein größerer Teil der Wertschöpfung bei den verbundenen Unternehmen entstanden ist, der durch Personal der Suhrkamp Verlag AG ausgeführt wurde, als das im Vorjahr der Fall war. Darüber hinaus bestehen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 760 T€ (Vorjahr 1.152 T€), die aus der Auflösung von Rückstellungen (150 T€ (Vorjahr 468 T€)), einem Zuschuss zur Förderung des Verlagsgebäudes in der Torstraße (320 T€ (Vorjahr 320 T€)) und erhaltener Corona-Finanzhilfen (207 T€ (Vorjahr 191 T€)) zum Ausgleich des pandemiebedingten Einbruchs bei den Theaterumsätzen resultieren. 3. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Das Gesamtvermögen sank um 1.013 T€ auf 22.697 T€ (Vorjahr: 23.710 T€). Dabei verringerte sich sowohl das Fremdkapital (Rückgang um 347 T€ auf 13.066 T€), vor allem durch den Rückgang der sonstigen Rückstellungen, als auch das Eigenkapital (Rückgang um 666 T€ auf 9.631 T€, bedingt vor allem durch die Dividendenzahlung), weshalb die Eigenkapitalquote von 43,4 % im Vorjahr auf 42,4 % im Berichtsjahr sank. Auf der Aktivseite stellen sich die gesamten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar (in T€):
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden vor allem für den neuen Internetauftritt der Suhrkamp-Verlagsgruppe (207 T€, AfA 2021: -63 T€), der im Mai 2021 online ging, sowie als Anzahlung zum Erwerb der Torstraße getätigt (113 T€). Der Rückgang bei den liquiden Mitteln resultiert vor allem aus einer Dividendenzahlung von 900 T€, der Verringerung der kurzfristigen Rückstellungen (vor allem f. Boni und Prozessrisiken) und der Verbindlichkeiten (vor allem als Lieferungen und Leistungen) um 438 T€ sowie der Zunahme der Honorarvorauszahlungen an Autorinnen und Autoren von 557 T€, die in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden. Finanzlage Die Finanzlage des Suhrkamp Verlages ist als gesichert zu betrachten, da die kurzfristigen Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist vollständig aus den vorhandenen liquiden Mitteln beglichen werden können. Den insgesamt um 516 T€ gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen steht eine Erhöhung der gesamten Verbindlichkeiten von 175 T€ gegenüber. Die Finanzlage war außerdem von Investitionen in das Anlagevermögen (682 T€) sowie der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn (900 T€) geprägt, was neben den im Abschnitt Vermögenslage beschriebenen Tatbeständen zu dem Rückgang der flüssigen Mittel von 1,8 Mio. € führte. Ertragslage Aus den Umsatzerlösen im Kerngeschäft der Buchherstellung und Nebenrechtsverwertung, den Bestandsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen (darin enthalten: Corona-Finanzhilfen i. H. v. 207 T€; Vorjahr: 191 T€) ermittelt sich eine Gesamtleistung von 25.941 T€ (Vorjahr: 29.376 T€). Dem betrieblichen Ertrag stehen Materialaufwendungen i. H. v. 4.737 T€ (Vorjahr: 4.881 T€), Personalaufwand i. H. v. 7.914 T€ (Vorjahr: 8.430 T€), Abschreibungen und Vertriebsaufwendungen i. H. v. 8.493 T€ (Vorjahr: 9.754 T€) sowie Verwaltungsaufwendungen i. H. v. 4.501 T€ (Vorjahr: 4.749 T€) gegenüber, woraus sich ein Betriebsergebnis von 297 T€ (Vorjahr: 1.562 T€) ermittelt. Zusammen mit dem Finanzergebnis von -158 T€ (Vorjahr: -131 T€), dem Ertragssteueraufwand von 0 T€ (Vorjahr: -173 T€) und dem sonstigen Steueraufwand von -4 T€ (Vorjahr: -7 T€) ergibt sich ein Jahresüberschuss i. H. v. 134 T€ (Vorjahr: 1.251 T€). Der Rückgang resultiert aus den um ca. 3 Mio. € geringeren Umsatzerlösen, denen lediglich ca. 2 Mio. € Kosteneinsparungen bei den Personalkosten, den Vertriebsaufwendungen und den Verwaltungsaufwendungen gegenüberstanden. Das Finanzergebnis von -158 T€ beinhaltet die Ergebnisübernahme des Jüdischen Verlags in Höhe von -85 T€ (Vorjahr: -46 T€). Der Verlag beschäftige zum Bilanzstichtag 119 Mitarbeiter (Vorjahr 116 Mitarbeiter), FTE ohne Volontäre und Auszubildende. 4. Risiken Der andauernde Strukturwandel im Buchhandel führt aufgrund der zunehmenden Marktmacht einiger weniger Verlagskunden zu einem Jahr für Jahr wachsenden, deutlich höheren Druck auf Konditionen und folglich die Verlagsmarge. Längst hat Amazon die großen Filialisten (DBH-Gruppe, Thalia) als dominantester Marktteilnehmer abgelöst. Eine solch konzentrierte Marktmacht kann bei Vertragsgesprächen über Konditionen zu starken finanziellen Einbußen für den Verlag führen. Marktteilnehmer können teilweise z.B. ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen, um einseitig für sich bessere Konditionen zu verhandeln. Vor diesem Hintergrund müssen wir schon heute mit zunehmend engeren Margen kalkulieren. Bedingt durch die Corona-Pandemie, wurde die bereits in den Vorjahren zu beobachtende Marktkonzentration im Jahr 2021 verstärkt. Die Verlagsgruppe erzielte im Jahr 2021 über 62 % des Umsatzes mit einigen wenigen großen Kunden (Vorjahr: 60 %). Die großen Filialisten haben in den letzten Jahren die Anzahl ihrer Standorte und der Verkaufsfläche deutlich reduziert, was sich negativ auf die Absatzmöglichkeiten des Verlags auswirkt. Auch der für den Verlag wichtige Sortimentsbuchhandel hat seine Flächen und Standorte weiter reduziert. Trotz der Corona-Pandemie und der daraus folgenden Schließung von Buchhandelsfilialen, konnten wir keine vermehrten Insolvenzen in unserem Kundenkreis feststellen. Es kam deshalb nicht zu außergewöhnlichen Forderungsausfällen. Wir rechnen damit, dass wir im Laufe des Jahres 2022 unsere Umsätze mit den Filialisten und dem Sortimentsbuchhandel wieder auf ein Vor-Pandemie-Niveau erweitern können. So ist der Umsatzanteil von Amazon in den ersten Monaten des Jahres 2022 auf nur noch ca. 15 % des Gesamtumsatzes zurückgegangen, während sich die Filialisten stetig erholen. Lizenzverhandlungen beim Einkauf von Veröffentlichungsrechten ausländischer und deutschsprachiger Spitzenautoren bleiben unter finanziellen Gesichtspunkten eine Herausforderung. Hier werden teilweise hohe Garantievorauszahlungen gefordert, die durch die anschließende Rechteverwertung (Buchverkauf, fremdsprachige Lizenzen, Nebenrechtsverwertung) nicht wieder vollständig eingespielt werden können und ggf. zu Wertberichtigungsbedarf führen, auch wenn die Titel insgesamt einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften. Die bis zum Frühjahr 2021 andauernde Stilllegung des Kulturlebens hat noch immer Konsequenzen für die Vermarktung unserer Bücher und der Verwertung von Nebenrechten, insbesondere durch die Theater. Zwar konnten die Theater ab Sommer 2021 wieder spielen. Allerdings hat sich der Besuch der Vorstellungen und die davon abhängigen Vergütungen für die Rechteverwertung an unseren Theaterverlag stark rückläufig entwickelt, so dass die Umsätze in diesem Segment auch im zweiten Halbjahr 2021 nicht an ein vorpandemisches Niveau heranreichten und im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückgingen. Die Leipziger Frühjahrs-Buchmesse 2022 hat öffentlichkeitswirksam trotz einer Absage durch den Veranstalter als eine von einigen Verlagen selbst organisierte "Popup"-Messe stattgefunden. Auch der Suhrkamp Verlag hat sich an dieser Aktion beteiligt. Auf diese Weise konnte die dringend erforderliche öffentliche Sichtbarkeit für unser Programm zumindest teilweise hergestellt werden. Die aus der Corona-Pandemie resultierenden Risiken können deshalb auch in den Folgejahren negative Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben. Am 24.02.2022 wurde die Ukraine von Russland überfallen und befindet sich seitdem in einem Verteidigungskrieg gegen diesen Aggressor. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft sind auch in der Buchbranche deutlich spürbar. Buchgroß- und Einzelhandel agieren mit äußerster Zurückhaltung, was sich im ersten Quartal 2022 an rückläufigen Umsatzerlösen aus dem Buchverkauf bemerkbar machte. Die derzeit unabsehbare weitere Entwicklung birgt ein hohes Risikopotenzial, sowohl im Absatz- als auch im Zulieferbereich. Die bereits durch die Corona-Pandemie angespannten Rohstoffmärkte geraten durch den Ukraine-Krieg weiter unter Druck. Das hat Auswirkungen sowohl auf die Papierpreise als auch auf termingerechte Fertigstellung des langfristig angekündigten Verlagsprogramms. Der Verlag rechnet inzwischen mit deutlich steigendem Aufwand in fast allen Kostenbereichen des Verlags und wird Kostensteigerungen verstärkt durch steigende Buchpreise weitergeben müssen. IT-Sicherheit In der jüngsten Zeit steigen in allen Branchen, aber auch in der Medien- und Verlagsbranche in Deutschland, Frankreich und in anderen Ländern, die Risiken durch Hacker-Angriffe. Auch dem Verlag verbundene Partnerhäuser wurden Opfer solcher Angriffe. Im Zuge dieser Attacken werden sämtliche Daten der betroffenen Unternehmen verschlüsselt und der Geschäftsbetrieb völlig lahmgelegt. Der Verlag würde auch in einem solchen Szenario weiterhin Bücher verkaufen können, dennoch wäre ein solcher Angriff mit wesentlichen Problemen und erheblichen finanziellen Einbußen verbunden. Der Verlag hat vor diesem Hintergrund in letzter Zeit entsprechenden Aufwand in Kauf genommen und nach und nach die notwendigen IT-Sicherheitsmaßnahmen erhöht und tut dies auch weiterhin Zug um Zug und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Im Jahr 2022 sollen diese Maßnahmen voraussichtlich mit einer Versicherung gegen Cyber-Kriminalität flankiert werden. Risikomanagement-System Der Suhrkamp Verlag hat ein Risikomanagement-System implementiert, mit dessen Hilfe Risiken frühzeitig erfasst, analysiert, bewertet, koordiniert sowie risikobezogene Informationen rechtzeitig an den Vorstand weitergeleitet werden. Basierend auf den gesetzlichen Anforderungen (§ 91 Abs. 2 AktG) verfügt der Suhrkamp Verlag damit über ein Vorgehensmodell, welches sowohl Rahmenbedingungen als auch spezielle Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt. 5. Chancen und Ausblick Das Jahr 2021 verlief entsprechend der coronabedingten verhaltenen Erwartungen planmäßig. Insbesondere im Theaterbereich gibt es seit Beginn des Jahres 2022 deutliche Verbesserungen bei den Vertragsabschlüssen und im laufenden Spielbetrieb. Der Lizenzbereich ist weiterhin von großen Unsicherheiten, insbesondere wegen des Kriegs in der Ukraine, geprägt. Allerdings konnten auch hier die coronabedingten Unsicherheiten überwunden werden, so dass wir mit einem stabilisierten Lizenzgeschäft im Jahr 2022 rechnen. Der Verlag sieht dem laufenden Jahr 2022 insgesamt positiv entgegen. Mit einem umsatzstarken Herbstprogramm und absehbaren Bestsellern, u.a. von Isabel Allende, Ralf Rothmann, Ingeborg Bachmann/Max Frisch und Andreas Michalsen wird der Verlag Umsatzdefizite aus Bucherlösen aber auch aus dem Nebenrechtebereich aus der 1. Jahreshälfte, die aus der schwierigen Marktsituation seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine resultieren, ausgleichen können, so dass mit einem ausgeglichenen Ergebnis in der Gruppe gerechnet werden kann. Das digitale Geschäft wird weiter ausgebaut. Die Arbeit am Ausbau der Internetpräsenz des Verlags und der damit zusammenhängenden digitalen Infrastrukturen im Verlag zum Zwecke des Direktmarketings wird fortgesetzt. Am 17.05.2021 ging die neue Homepage der Suhrkamp-Verlagsgruppe online und bietet Endkunden über einen modernen Webshop besser als bisher die Möglichkeit, Bücher direkt vom Verlag zu erwerben. Im Jahr 2021 konnten über den Webshop bereits Umsatzerlöse von 211 T€ erzielt werden. Der Verlag geht davon aus, dass das digitale Direktmarketing, aber auch der Direktverkauf, in den nächsten Jahren wachsen wird und so zusätzliche Umsatzpotentiale erschlossen werden können, die für den Verlag eine hohe Ertragskraft haben, da die Rabatte für den Buchhandel wegfallen. Neue digitale Druckverfahren ermöglichen nunmehr einen qualitativ hochwertigen Buchdruck durch das Digitaldruck-Verfahren für kleinere Auflagen. Hiermit wurde im Jahr 2021 ein Umsatz von 549 T€ erzielt (Vorjahr: 441 T€). Dieses sog. POD-Verfahren ermöglicht es dem Verlag, mehr Titel lieferbar zu halten und Bücher auch bei kleinen Absatzzahlen wirtschaftlich zu verlegen. Dieses Umsatzpotential soll weiter erschlossen werden. Die bereits im Vorfeld des Umzugs an den neuen Verlagsstandort in der Torstraße in Berlin-Mitte erfolgten Arbeiten zur Digitalisierung der Verwaltungsabläufe führte dazu, dass die Suhrkamp Verlagsgruppe gut vorbereitet in die Phasen des coronabedingten Homeoffice ging und die Arbeit ohne nennenswerte Beeinträchtigung fortgeführt werden konnte. Im Verlauf des Jahres 2022 wird der Verlag eine Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten abschließen, um die neu gewonnene Flexibilität für den Verlag und für die Belegschaft jedenfalls in Teilen auch in Zukunft zu nutzen. Die Prozesse zur Digitalisierung wurden intensiv weitergeführt und tragen auch künftig zu Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen bei. Erwerb des Verlagsgebäudes Torstraße 44 Das in den Jahren 2016 bis 2019 errichtete Gebäude in der Torstraße 44 in Berlin-Mitte wird seit dem Einzug im August 2019 durch die Suhrkamp-Verlagsgruppe auf Basis eines Mietvertrags genutzt. Das Gebäude konnte nun im Mai 2022 durch die Suhrkamp Verlag AG erworben werden, so wie es bei der ursprünglichen Planung des Objektes vorgesehen gewesen war. Die Finanzierung des Grundstückserwerbs wurde durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen sowie ein Darlehen der Nationalbank Essen ermöglicht. Damit ist der Verlag unabhängig von der Entwicklung auf dem Miet-Immobilienmarkt, die auch in bestehenden Mietverträgen Steigerungen mindestens durch den Inflationsausgleich bedeutet hätte. Der Verlag sieht sich durch diesen zentral gelegenen Standort in der Mitte Berlins auch für die mittel- und langfristige Zukunft sehr gut aufgestellt.
Berlin, 4. Juli 2022 gez. Dr. Jonathan Landgrebe Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Suhrkamp Verlag AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Suhrkamp Verlag AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Suhrkamp Verlag AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 5. Juli 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Felix Kölbel, Wirtschaftsprüfer gez. Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats gemäß § 171 (2) Aktiengesetz zu dem Jahresabschluss zum 31.12.20211. Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der Suhrkamp Verlag AG hat im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand sorgfältig überwacht. Grundlage der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands, in denen dieser den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend insbesondere über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet hat. Insgesamt haben im Jahr 2021 5 Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden. 2. Personelle Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat Es gab im Geschäftsjahr 2021 keine personellen Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat. 3. Ausschüsse Ausschüsse innerhalb des Aufsichtsrats wurden im Berichtszeitraum nicht gebildet. 4. Prüfung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Suhrkamp Verlag AG zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Der Abschlussprüfer, die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, hat den Jahresabschluss geprüft. In seinem Prüfungsbericht erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze und bestätigt seine Unabhängigkeit. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Suhrkamp Verlag AG die Regeln des HGB eingehalten hat. Es wurden seitens des Abschlussprüfers keine Beanstandungen vorgenommen. Der Jahresabschluss hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 11. November 2022 in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2021 der Suhrkamp Verlag AG geprüft. Die Rechnungslegung des Verlags war nicht zu beanstanden. Einwendungen waren nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats keine zu erheben, so dass der Jahresabschluss vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. November 2022 gebilligt worden ist. Der Aufsichtsrat hat in diesem Rahmen zur Kenntnis genommen, dass der Vorstand der Hauptversammlung, vorschlägt, den Jahresüberschuss 2021 in Höhe von EUR 134.296,77 bzw. den Bilanzgewinn 2021 in Höhe von EUR 2.109.475,94 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung an die Aktionäre: EUR 3,00 pro Aktie. Der Restbetrag des Jahresüberschusses soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Berlin, den 11. November 2022 Für den Aufsichtsrat Ulla Unseld-Berkéwicz, Vorsitzende des Aufsichtsrats Amtsgericht Charlottenburg, HRB 163774 B |
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