Beermann Holding Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Mücke seit 6.7.2023 | Geschäftsführer |
Melanie Rößner seit 20.1.2016 | Geschäftsführer |
Steffen Beermann seit 3.2.2014 | Geschäftsführer |
Rainer Scheps seit 3.2.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Beermann Bohrtechnik GmbHHörstelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Der Schwerpunkt unserer Unternehmenstätigkeit liegt im gesteuerten Horizontalspülbohrverfahren. Es erlaubt im Kabel- und Rohrleitungsbau grabenlose und umweltschonende Längsverlegungen. Mit Bohranlagen von 6,5 t - 250 t Zug- und Schubkraft wird in allen Bodenklassen unter Einsatz einer Bohrsuspension eine Pilotbohrung mittels Ortungssystem zielgenau aufgefahren und durch einen Backreamer in einem oder mehreren Vorgängen aufgeweitet. In dem dabei hergestellten und von der Bentonitsuspension gestützten Bohrkanal wird beim Rückzug des Bohrgestänges eine Rohrleitung aus Kunststoff, Gusseisen, Stahl oder Faserzement eingezogen. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % abgenommen. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung ist die deutsche Wirtschaft stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt als andere Volkswirtschaften. Für das Jahr 2024 wird von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage ausgegangen bei einer erwarteten Inflation von 2,8 %. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist zwar nominal um 1,3 % auf ca. 162,6 Mrd. Euro gestiegen. Aufgrund der Preissteigerung für Bauleistungen von ca. 7 % im Jahr 2023 ergab sich real ein Umsatzrückgang von 5,3 %. Die Preisentwicklung zeigte aber im Verlauf des Jahres eine deutlich fallende Tendenz. Aufgrund der eher schwachen Nachfrage im Hochbau und dem damit verbundenen Preiswettbewerb wird für 2024 ein Preisrückgang für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr um 2 % erwartet. 2. Überblick über das Geschäftsjahr 2023 Die Rahmenbedingungen des abgelaufenen Jahres waren aufgrund des Ukraine-Kriegs und den daraus resultierenden Marktveränderungen sowie einhergehenden Kostensteigerungen und Materialengpässen herausfordernd. Wir haben uns schnell an die sich wandelnden Umweltbedingungen angepasst. Mit einer zukunftsorientierten Marktausrichtung, ausgeprägter Kundenorientierung, vorausschauender Beschaffungsstrategie sowie effizienter Projektabwicklung erzielten wir ein gutes Ergebnis. Unser Unternehmen ist durch das breite Angebot an Bohranlagen von 6,5 t bis 250 t Zug- und Schubkraft auf die Belange unserer Auftraggeber und potentiellen Neukunden gut ausgerichtet. Mit unserem Hauptsitz in Hörstel-Riesenbeck und unseren Niederlassungen in Zeitz und Demmin sowie unserer Lagerhalle in Hohenhameln sind wir gut aufgestellt. Ab 2024 haben wir in Lehrte eine weitere Niederlassung gegründet. Durch unsere zwei 250 t Anlagen können wir uns von einigen Mitbewerbern abheben. Wir sind bundesweit tätig. Wir sind an der Firma Beermann Bohrtechnik Krefeld GmbH mit Sitz in Hörstel Riesenbeck und einer Niederlassung in Krefeld beteiligt. Die Beteiligung an der Firma PFAFFINGER BEERMANN PB Drill & Energietechnik GmbH mit Sitz in Passau wurde rückwirkend zum 31.12.2023 an die Pfaffinger Bau SE veräußert. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Beermann Bohrtechnik GmbH konnte im Berichtsjahr 2023 aufgrund der guten Auftragslage sowohl in der Kleinbohrtechnik als auch in der Großbohrtechnik eine Gesamtleistung in Höhe von 43.330 TEuro erzielen (Vorjahr 41.428 TEuro), was einer prozentualen Gesamtleistungssteigerung von 4,6 % entspricht. Die Gesamtleistung setzt sich zusammen aus Umsatzerlösen in Höhe von 43.783 TEuro und einer Verringerung des Bestandes an unfertigen Leistungen um 453 TEuro. 4. Investitionen Die stetige Erneuerung und Erweiterung des Maschinen- und Gerätebestandes wird bedarfsgerecht umgesetzt. Aufgrund der längeren Lieferfristen erfolgt verstärkt die frühzeitige Planung und Disponierung dieser Investitionen. Die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit ist damit sichergestellt und nachhaltig gestärkt. Wir besitzen einen modernen Fuhrpark und arbeiten mit modernen Maschinen. Die Zugänge zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr betrugen insgesamt 4.623 TEuro. Für Maschinen wurden 2.307 TEuro investiert. Es wurden insgesamt 4 Bohranlagen angeschafft. Des Weiteren wurden 1.411 TEuro in den Fahrzeugpark und 1.013 TEuro in die Betriebsausstattung investiert. Die laufende Wartung und Pflege unseres Maschinenparks durch unsere eigene Werkstatt verlängert die Einsatzdauer und sichert den optimalen Baustellenablauf. 5. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch Eigenmittel und Fremdmittel. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 151 TEuro erhöht. 6. Personal- und Sozialbereich Der Erfolg unseres Geschäfts basiert auf dem Engagement, dem Wissen und der Erfahrung unserer Mitarbeiter. Der vertrauensvolle Umgang innerhalb des Teams wie auch team- und einheitenübergreifend ist ein wesentlicher Baustein für eine positive und konstruktive Arbeitskultur. Eine sichere, faire und förderliche Umgebung stärkt die Bindung zum Unternehmen. Unser Anspruch, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, ist auch verbunden mit einer Vergütung, die leistungsgerecht, wirtschaftlich, wettbewerbsfähig und attraktiv ist. Prinzipiell basiert die Vergütung auf den Aspekten Tätigkeit, Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung. Um in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels möglichst viele qualifizierende Mitarbeiter zu gewinnen und über Jahre für das Unternehmen zu begeistern, setzen wir auf einen Katalog an Maßnahmen und bieten eine Vielzahl von Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen in allen Phasen ihrer beruflichen Laufbahn. Neben den klassischen Rekrutierungskanälen sind heute auch Jobportale und soziale Medien wichtige Plattformen in der Werbung und Mitarbeitergewinnung. Insbesondere Fach- und Führungspositionen wollen wir in Zukunft idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen. Die Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft, die wir unvermindert ermöglichen und umsetzen. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 21 Auszubildende bei der Beermann Bohrtechnik GmbH beschäftigt. Ein erfahrener Ausbilder, der ausschließlich unsere Auszubildenden betreut, vertieft zusammen mit ihnen die praktischen und theoretischen Inhalte der jeweiligen Ausbildung in unser eigenen Ausbildungswerkstatt. Die Chancen für Weiterbildung und Karriere sind wichtige Elemente für Mitarbeiter ebenso wie für Bewerber. Die Gestaltung dieser Möglichkeiten trägt darum wesentlich zur Sicherung von Kompetenz und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens bei. Das Schulungskonzept und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und werden regelmäßig angepasst. So können wir unsere Mitarbeiter auf aktuelle und künftige Herausforderungen adäquat vorbereiten. Neue Chancen und Anforderungen ergeben sich zudem für unsere Mitarbeiter aus der fortschreitenden Digitalisierung. Der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz kommt bei der Beermann Bohrtechnik GmbH eine bedeutende Rolle zu. Viele Tätigkeiten auf den Baustellen sind typischerweise mit erhöhten Unfallrisiken verbunden, der Schutz vor arbeitsbedingten Unfällen ist sehr wichtig. Um Unfälle zu vermeiden, haben wir Präventionsmaßnahmen etabliert: Unter anderem führen wir vielfältige Schulungen und Unterweisungen durch. Unser geschultes Personal in der Abteilung SGU (Sicherheit-Gesundheit-Umwelt) und ein externer Berater analysieren Arbeitsunfälle und überwacht die Einhaltung der Sicherheitsstandards. Die Anzahl der Mitarbeiter betrug ohne Auszubildende durchschnittlich 153 Vollzeitkräfte und 3 Teilzeitkräfte. C. WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS 1. Vermögens- und Finanzlage Die Anlagenintensität als Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen betrug zum Geschäftsjahresende 29 %. Den Investitionen stehen Abschreibungen und Abgänge in Höhe von 4.689 TEuro gegenüber. Die unfertigen Leistungen (5.532 TEuro) sind durch erhaltene Kundenanzahlungen vollständig gedeckt, sodass das Umlaufvermögen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen (7.807 TEuro), Kundenforderungen (2.566 TEuro) und liquiden Mitteln (15.512 TEuro) besteht. Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 30.092 TEuro. Die Eigenkapitalquote betrug 76 %. Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Steuerzahlungen, Zeitgutschriften der Mitarbeiter, Tantiemen, Instandhaltungsaufwendungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Urlaubsansprüche, Gewährleistungen und Prozesskosten gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 1.333 TEuro, dies entspricht einer Quote von 3,4 % (Vorjahr 3,5 %) im Verhältnis zur Bilanzsumme von 39.563 TEuro. 2. Ertragslage Der Rohgewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (+886 TEuro). Die Personalaufwendungen sind um 635 TEuro angestiegen (davon 231 TEuro für die Inflationsausgleichsprämie). Forderungsausfälle waren in Höhe von 609 TEuro zu verzeichnen. Hierfür wurden in den Vorjahren jedoch bereits Einzelwertberichtigungen von 441 TEuro gebildet. Das Ergebnis für 2023 ist erfreulicherweise lediglich leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr und nicht wie im Lagebericht 2022 erwartet, stärker rückläufig. Ausschlaggebend hierfür ist u.a. eine deutliche Verringerung des Krankenstandes beim eigenen Personal. Die Gesamtleistung konnte somit um +4,6% gegenüber 2022 gesteigert werden. Die Materialkosten liegen weiterhin auf einem hohen Niveau, haben sich aber in den letzten Monaten entspannt. Auch die Verfügbarkeit von Material hat sich verbessert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 5.794 TEuro (Vorjahr 6.035 TEuro) erzielen. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Unsere strategische Zielverfolgung verläuft wohl überlegt, so dass wir im abgelaufenen Jahr bestmöglich auf negative Entwicklungen reagieren konnten. Wir sind also weiterhin gerüstet für ein weiteres, erfolgreiches Wachstum. D. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Unternehmerisches Handeln bietet Chancen und auch Risiken. Beide müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Die Erzielung wirtschaftlichen Erfolgs ist notwendigerweise mit Risiko verbunden. Dennoch hat die Risikovermeidung in der Risikopolitik der Geschäftsführung oberste Priorität. Somit ist unsere Geschäftsstrategie darauf angelegt, sich bietende Chancen frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten und sie durch geeignete Maßnahmen für eine unverändert erfolgreiche Entwicklung zu nutzen. Aufgrund unserer gefestigten Marktposition in allen Bereichen unseres Unternehmens sehen wir positiv in die Zukunft. Wir sind sicher, dass unsere Stärken, technisch immer auf den neuesten Stand zu sein, und die sehr gute Qualifikation unserer Mitarbeiter sich, langfristig gesehen, positiv niederschlagen werden. Basierend auf einer guten Auftragssituation wird die Beermann Bohrtechnik GmbH weiterhin ihre breitgefächerten Leistungsbereiche sowie etablierte Marktposition nutzen und ausbauen. Aufbauend auf der erfolgreichen Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre ist zur nachhaltigen Umsetzung der Ziele neben der Optimierung unserer angestammten Tätigkeitsfelder die Erschließung neuer Segmente und Kunden geplant. Durch die Aufrechterhaltung und den Erwerb zusätzlicher Zertifizierungen sehen wir die Chancen, uns als Fachunternehmen weiterhin bei Bestands- und Neukunden zu etablieren. Aus unserer Einschätzung dürfen sich Chancen aus dem noch in vielen Bereichen anhaltenden Investitionsbedarf ergeben, die weitgehend unabhängig sind von den sich eventuell verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Einflüsse des Krieges in der Ukraine werden wir dabei aufmerksam beobachten. Risiken, auch als folge des Krieges in der Ukraine können nicht ganz ausgeschlossen werden. Im Zuge unseres stetigen Wachstums werden wir unsere Fachabteilungen systematisch mit qualifiziertem Personal weiter ausbauen und in die Ausbildung unserer Mitarbeiter investieren. Die Beermann Bohrtechnik GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner hinsichtlich Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, Bonitätsprüfungen für Neu- und Bestandkunden, ein konsequentes Mahnwesen und - wenn erforderlich - eine Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen. Somit sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Über den Umfang, für den wir bilanzielle Vorsorge getroffen haben hinaus bestehende größere Risiken bei Ausführung und Zahlung der Auftraggeber sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen. Bei größeren Bauvorhaben werden, entsprechend dem Baufortschritt, zeitnah Abschlagszahlungen angefordert, sodass die Vorfinanzierung möglichst geringgehalten wird. Bei Bedarf werden unsere Leistungen über straffe Zahlungspläne abgesichert. Liquiditätsrisiken werden durch eine kurzfristige Liquiditätsplanung kontinuierlich überwacht. Aufgrund freier Kredit- und Avallinien können Liquiditätsengpässe ausgeschlossen werden und wir sind somit in der Lage, allen Verpflichtungen termingerecht nachzukommen. Mit der sorgfältigen Auswahl unserer Partner betreiben wir ein aktives Risikomanagement im Einkauf. Einkaufsrisiken in Bezug auf Qualität, Preis, Versorgung sowie Lieferantenausfälle sollen minimiert werden. Durch vorausschauendes Einkaufsmanagement begegnen wir dem Risiko der Verknappung von Materialien. Eine integrierte Einkaufsorganisation verbunden mit hoher Kompetenz und Marktkenntnis der Mitarbeiter bildet eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Einkaufsentscheidungen. Unsere Lieferanten und Nachunternehmer schätzen die fristgerechte Vergütung ihrer Leistungen. Vereinbarte Skontoregelungen haben wir fristgerecht genutzt. Projekt und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft. Diesen Risiken begegnen wir mit einer zielgerichteten Analyse in der Auswahl der Projekte und der anschließenden Angebotsbearbeitung sowie einer wirksamen Überwachung in der Ausführung. Personalrisiken begegnen wir mit einer Personalpolitik, die leistungsbereite Mitarbeiter motiviert und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. In turnusmäßigen Gesprächen werden individuelle Perspektiven besprochen. Erkenntnisse und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterunzufriedenheit vermeiden. Bestandsgefährdende Risiken aus den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Entwicklung und Umweltschutz sind angesichts des laufenden Geschäftserfolges und der hohen Eigenkapitalquote der Firma nicht zu erkennen. Um negative wirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, wird auf ein detailliertes, aktuelles Berichtswesen inklusive einer Kostenrechnung sowie weitere Kontrollsysteme zurückgegriffen. In laufenden Auswertungen wird die Unternehmensleitung über die aktuelle Lage informiert und die Ist-Situation im Vergleich mit der Vorjahressituation analysiert. Die laufende Kostenkontrolle soll zur Ergebnissicherung beitragen. Der Themenschwerpunkt Umwelt wird die nächsten Jahre zunehmend an Bedeutung gewinnen. Unter dem Slogan "Grünes denken - Grünes tun" implementieren wir u.a. seit 2021 ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem mit dem Ziel nach dem ZNU Standard zertifiziert zu werden. Hier wird Nachhaltigkeit als Ganzes gesehen, in dem neben der Säule Umwelt auch die Bereiche Wirtschaft und Soziales nachhaltig betrachtet und entwickelt werden. Digitale Medien und Technologien prägen zunehmend die Geschäftswelt und unser Unternehmen. Wir treiben deren Weiterentwicklung aktiv voran und schaffen damit ein Arbeitsumfeld der Innovation und Flexibilität. Die IT-Sicherheit hat bei der Beermann Bohrtechnik GmbH einen hohen Stellenwert. Wir schützen unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen sowie die Einbindung externer Spezialisten. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangskontrollen gewährleisten den Schutz der Daten vor unerlaubtem Zugriff. Zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung haben wir einen externen Beauftragten bestellt und Vorsorgemaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten getroffen. Laufend von der Geschäftsführung überwacht werden die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Die mittelbaren Folgen, wie die steigende Inflation sowie etwaige Liefer- und Beschaffungsengpässe, werden durch möglichst frühzeitige Beauftragungen und entsprechend längerfristige Planungen abgefedert. Da die Situation insgesamt als volatil einzustufen ist, gilt das Risiko als schwer einschätzbar. Fortlaufende Investitionen in unseren Maschinen und Fuhrpark sollen sicherstellen, dass wir nicht nur in Bezug auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter, sondern auch im Hinblick auf die eingesetzten Technologien stets auf dem neuesten Stand sind. Auch im Jahr 2024 werden wir wieder Investitionen vornehmen, um unseren Maschinen und Fuhrpark zu erweitern und zu erneuern. Die Investitionshöhe wird ca. 4.300 TEuro betragen. Die Beermann Bohrtechnik GmbH verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Dennoch sind wir zwangsläufig in verschiedene Gerichtsverfahren involviert, deren Ausgang sich naturgemäß nur schwer prognostizieren lässt. Wir gehen aber nach sorgfältiger Prüfung der Prozessrisiken davon aus, dass für alle Verfahren in hinreichendem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. Für das Jahr 2024 erwarten wir insgesamt eine stabile Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Die politischen und ökonomischen Folgen des anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine, die Inflation, die hohen Zinsen und die nicht immer klaren politischen Entscheidungen über die Umsetzung der Energiewende können jedoch für das laufende Jahr nicht endgültig beurteilt werden. Zudem waren die Witterungsbedingungen am Jahresanfang (Stichwort "Dauerregen") für einen guten Start ins Jahr 2024 nicht gegeben. Trotz dieser aktuellen Entwicklungen ist es unverändert unser Ziel, die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung stetig fortzuschreiben. Die Geschäftsleitung verfolgt weiterhin die Entwicklung in der Ukraine und trifft bei Bedarf geeignete Maßnahmen. Wir erwarten, dass wir unsere Bautätigkeit weitgehend planmäßig fortführen können. Bei gutem Auftragsbestand mit zufriedenstellenden Preisen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund der aktuellen Geschehnisse (u.a. Ukraine-Krieg, schlechte Witterungsbedingungen am Jahresanfang, nicht immer klare politische Entscheidungen über die Umsetzung der Energiewende) ein Jahresergebnis leicht unter dem Niveau des aktuellen Jahres. Die langfristigen Aussichten für das Baugewerbe in Deutschland sind hingegen nur als verhalten zu bewerten. Eine gute Finanzlage und eine solide Kapitalstruktur bilden unverändert die Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Beermann Bohrtechnik GmbH.
Hörstel, den 08. Juli 2024 gez. Steffen Beermann gez. Melanie Rößner gez. Timo Mücke BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN Die Beermann Bohrtechnik GmbH hat ihren Sitz in Hörstel und ist im Handelsregister beim Registergericht Steinfurt unter der Nr. HRB 5605 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde unter Berücksichtigung der Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB n. F. auf (Ausübung des Wahlrechts zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung der neuen Schwellenwerte gemäß § 93 Abs. 2 S. 1 EGHGB). Für einen klaren und übersichtlichen Jahresabschluss wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 6 HGB angepasst. Soweit für den Jahresabschluss Darstellungswahlrechte bestehen, erfolgen die entsprechenden Angaben zur Bilanz oder zur Gewinn- und Verlustrechnung weitgehend im Anhang. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze und Bewertungsmethoden aufgestellt worden. Die angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den geltenden gesetzlichen Vorschriften. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bei Neuzugängen des unbeweglichen Sachanlagevermögens linear und bei beweglichen Vermögensgegenständen grundsätzlich degressiv vorgenommen. Zugänge zu beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Marktpreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind bis zum Betrag der unfertigen Leistungen nach der Nettomethode in der Bilanz offen von den Vorräten abgesetzt worden. Der darüber hinausgehende Betrag der erhaltenen Anzahlungen wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für nicht einzelwertberichtigte Forderungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1,5 % der verbleibenden Nettoforderungen berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde hierbei beachtet. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzpositionen zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 827 TEuro (Vj.: 2.391 TEuro) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gleichzeitig in Höhe von 7.053 TEuro (Vj.: 7.589 TEuro) um Forderungen gegen Gesellschafter. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von 23 TEuro (Vj.: 19 TEuro) Forderungen, die erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig sind. Eigenkapital Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von 26.171.956,00 Euro (Vj.: 22.055.254,21 Euro). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen zu rund 60 % den Personalbereich und zu 36 % Instandhaltungen und Schadensfälle. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.333 TEuro. Bei den für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gewährten Sicherheiten handelt es sich um Pfandrechte an beweglichen und unbeweglichen Sachen. Des Weiteren bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet zum Bilanzstichtag in Höhe von 108 TEuro für Verbindlichkeiten der Beermann Umwelttechnik GmbH gegenüber Kreditinstituten. Eine Inanspruchnahme lag nicht vor und ist aufgrund der konstant positiven Ertrags- und Liquiditätslage des verbundenen Unternehmens derzeit auch nicht zu erwarten. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung für Erträge aus Versicherungsentschädigungen für eine verunfallte Bohranlage in Höhe von 680 TEuro sowie aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 447 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung für Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von 646 TEuro. Zinserträge Die Zinserträge entfallen mit 77 TEuro auf verbundene Unternehmen (Vj.: 77 TEuro). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 332 TEuro, die innerhalb eines Jahres fällig sind und solche in Höhe von 323 TEuro mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich bei den Verpflichtungen innerhalb eines Jahres in Höhe von 3.900 TEuro um Verpflichtungen aus dem Abschluss von Kaufverträgen im Bereich des Sachanlagevermögens und darüber hinaus ausschließlich um Miet- und Leasingverpflichtungen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung des Gewinnverwendungsvorschlages aufgestellt worden. D. Sonstige Pflichtangaben Angaben zum Anteilsbesitz
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: - Herrn Steffen Beermann, Hörstel, Rohrnetzmeister, - Frau Melanie Rößner, Hörstel, Diplom-Betriebswirtin (FH), - Herrn Timo Mücke, Hörstel, Diplom-Ingenieur (FH) - ab dem 06.07.2023 Mutterunternehmen Die Beermann Holding GmbH & Co. KG, Hörstel, ist das Mutterunternehmen im Sinne von § 285 Nr. 14 und 14a HGB, das einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Vergütungen der Geschäftsführer Von der Schutzklausel zu § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers Die Angabeerleichterung zu § 285 Nr. 17 HGB in Verbindung mit § 288 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren im Jahresdurchschnitt der Quartalsendbestände während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne die Geschäftsführung beträgt damit 156. Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 19. Juni 2024 wurden sämtliche Anteile an der Firma PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH veräußert. Hieraus wird sich ein Veräußerungsgewinn ergeben.
Hörstel, den 08. Juli 2024 gez. Steffen Beermann gez. Melanie Rößner gez. Timo Mücke sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 09. Juli 2024 der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Beermann Bohrtechnik GmbH, Hörstel: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Beermann Bohrtechnik GmbH, Hörstel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beermann Bohrtechnik GmbH, Hörstel, für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen er Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ibbenbüren, den 09. Juli 2024 LWLC Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH gez. Christoph Determann, Wirtschaftsprüfer |
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