HORSCH LEEB Application Systems GmbH

Kleegartenstraße 54, 94405 Landau an der Isar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 12044
Vorher
Leeb Mechanik GmbH
Eingetragen
11.5.1977
Branche
Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen MaschinenGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenHerstellung von Geräten für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Gegenstand
Betrieb eines metallverarbeitenden Unternehmens einschließlich der Produktion und Fertigung von Spezialmaschinen, von landwirtschaftlichen Maschinen, von landwirtschaftlichen Maschinenteilen und Komponenten und des industriellen Maschinenbaus; Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, deren Reparatur und aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephanie Müller
seit 23.12.2020
Prokura
Theodor Leeb
seit 5.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

26.00% identifiziert74.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
26.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
332.900 €
73.98%
Wallersdorf
117.000 €
26.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HORSCH LEEB Application Systems GmbH

Landau a.d.Isar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436.003,00 303
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.706.491,63 14.152
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.883.563,00 1.800
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.079,26 1.753
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.774.595,20 152
24.311.729,09 17.857
24.747.732,09 18.160
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.299.224,95 15.212
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 16.240.218,78 19.037
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.626.046,34 9.398
4. Geleistete Anzahlungen 27.920,33 32
50.193.410,40 43.679
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.579.154,99 4.978
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.366.654,97 3.481
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.238.561,80 427
31.184.371,76 8.886
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.107.604,59 5.754
91.485.386,75 58.320
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.400,08 19
116.270.518,92 76.499

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450
II. Kapitalrücklage 1.064.615,00 1.065
III. Gewinnvortrag 33.395.172,02 17.994
IV. Jahresüberschuss 25.565.268,80 17.371
60.475.055,82 36.880
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 375.002,00 362
2. Steuerrückstellungen 7.296.015,00 7.138
3. Sonstige Rückstellungen 8.679.127,96 6.966
16.350.144,96 14.466
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.578.808,00 2.286
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.455.139,86 3.844
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.436.481,38 7.176
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.778.748,53 6.399
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.196.140,37 5.448
39.445.318,14 25.153
116.270.518,92 76.499

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 223.095.734,26 161.446
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.431.143,98 3.954
3. andere aktivierte Eigenleistungen 52.473,03 100
4. Sonstige betriebliche Erträge 317.201,64 568
225.896.552,91 166.068
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -139.560.872,11 -101.894
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.548.230,09 -144.109.102,20 -4.283
81.787.450,71 59.891
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.563.801,11 -13.501
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.662.551,06 -2.697
-22.226.352,17 -16.198
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.040.399,49 -1.984
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.036.713,38 -16.903
-45.303.465,04 -35.085
36.483.985,67 24.806
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.710,17 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -211.314,42 -161
-207.604,25 -161
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -10.617.491,51 -7.255
12. Ergebnis nach Steuern 25.658.889,91 17.390
13. Sonstige Steuern -93.621,11 -19
14. Jahresüberschuss 25.565.268,80 17.371

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma HORSCH LEEB Application Systems GmbH mit Sitz in Landau a. d. Isar im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter der Nummer HRB 12044 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft HORSCH LEEB Application Systems GmbH, Landau, wird auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und soweit erforderlich der Regelungen anderer, zu berücksichtigender Gesetze (z.B. GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne vom § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti) oder Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend den betrieblichen Nutzungsdauern angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Für die Zugänge von beweglichen, abnutzbaren und selbständig nutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens wurde das Wahlrecht zur Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 EUR in Anspruch genommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zu bewerten. Dabei werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den gleitenden Durchschnittspreisen oder zu niedrigen Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen berücksichtigt werden. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Forderungsnennwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 2% auf Forderungen im Ausland und 1% auf Forderungen im Inland Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten aktiviert.

Fremdwährungsguthaben sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Berechnung erfolgte auf der Grundlage der 'Richttafeln 2018G' von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC Methode). Es wurden ein Rechnungszins von 1,78% sowie ein Rententrend von 1% zugrunde gelegt. Künftige Gehaltssteigerungen und Annahmen einer Fluktuation wurden nicht zusätzlich berücksichtigt. Der Rechnungszins entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Durch Ermittlung der Pensionsrückstellungen auf Basis eines durchschnittlichen 10-jährigen Markzinssatzes (§ 253 Abs. 6 HGB) resultiert ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von 31.541 EUR.

Zur Sicherung von Zusagen für die Altersversorgung wurden die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände, mit einem Zweitwert von 35 TEUR, mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den Zeitwerten. In diesem Zusammenhang fand keine Saldierung von Aufwendungen und Erträgen statt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind für die erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Rückstellungen waren Preis- und Kostensteigerungen nicht zu berücksichtigen.

Die Verbindlichkeiten sind mit Ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2022 stellt sich im beigefügten Anlagenspiegel dar, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren i.H.v. 6.001 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Darlehen und i.H.v. 16.366 TEUR (Vorjahr: 3.481 TEUR) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Betrag i.H.v. 6 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) gem. § 250 Abs. 3 HGB aktiviert.

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 8.679 (Vorjahr: TEUR 6.966) beinhalten im Wesentlichen die folgenden Posten:

31.12.2022 Vorjahr
in TEUR in TEUR
Rückstellungen für Gewährleistungen 4.356 4.086
Rückstellungen für Mitarbeiterboni/Zeitarbeiter 1.765 1.105
Rückstellungen für Urlaub und Überstunden 1.678 1.131
Rückstellungen für Sondernachrüstungen 697 512

Verbindlichkeiten

davon
Gesamt 31.12.2022 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre davon Gesellschafter
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.578.808,00 3.431.472,00 10.075.888,00 71.448,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen 2.455.139,86 2.455.139,86 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.436.481,38 10.436.481,38 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.778.748,53 1.778.748,53 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 11.196.140,37 11.196.140,37 0,00 0,00 0,00
davon Steuern 4.845.196,55 4.845.196,55 0,00 0,00 0,00
davon Soziale Sicherheit 14.220,50 14.220,50 0,00 0,00 0,00
davon Übrige 6.336.723,32 6.336.723,32 0,00 0,00 0,00
39.445.318,14 29.297.982,14 10.075.888,00 71.448,00 0,00
davon
Gesamt 31.12.2021 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre davon Gesellschafter
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.286.057,87 478.243,44 1.637.894,59 169.919,83 0,00
Erhaltene Anzahlungen 3.843.827,53 3.843.827,53 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.175.948,92 7.175.948,92 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.399.356,70 6.399.356,70 0,00 0,00 5.410.167,17
Sonstige Verbindlichkeiten 5.447.540,58 5.447.540,58 0,00 0,00 0,00
davon Steuern 153.618,59 153.618,59 0,00 0,00 0,00
davon Soziale Sicherheit 17.128,36 17.128,36 0,00 0,00 0,00
davon Übrige 5.276.793,63 5.276.793,63 0,00 0,00 0,00
25.152.731,60 23.344.917,17 1.637.894,59 169.919,83 5.410.167,17

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i.H.v. TEUR 1.579 (Vorjahr: TEUR 2.286) besichert durch Buchgrundschulden, Bürgschaften und Sicherungsübereignungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind besichert durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 0 TEUR (Vorjahr: 5.410 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin; diese resultieren aus Darlehen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren i.H.v. 28 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Darlehen, i.H.v. 1.458 TEUR (Vorjahr: 989 TEUR) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und i.H.v. 293 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus erhaltenen Anzahlungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Pacht-, Leasing-, Miet-, Lizenz- und Wartungsverpflichtungen (Summe der Erfüllungsbeträge über die gesamte Restlaufzeit): TEUR 1.084 3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografischen Merkmalen:

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres verteilen sich in Prozenten auf folgende Märkte:

- Deutschland 27,31 %
- EU (Eurozone) 23,41 %
- EU (nicht Euro) 28,01 %
- Drittland 21,27 %
Summe 100,00 %

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Währungskursgewinne i.H.v. 47 TEUR (Vorjahr: 287 TEUR) ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Währungskursaufwendungen i.H.v. 14 TEUR (Vorjahr: 75 TEUR) ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 90) sowie Aufwendungen aus der Abzinsung von 7 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR).

Aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen und bei den Rückstellungen für drohende Verluste in der Handels- und Steuerbilanz ergaben sich aktive latente Steuern. In zulässiger Anwendung des § 274 HGB wurde jedoch auf eine Aktivierung verzichtet.

4. Sonstige Angaben

Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB:

238 Arbeiter (Vorjahr 162)
81 Angestellte (Vorjahr 73)
41 Teilzeitkräfte (Vorjahr 27)

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022 betrug 360.

Mutterunternehmen:

Der Jahresabschluss der HORSCH LEEB Application Systems GmbH wird in den Konzernabschluss der Horsch Holding SE, Schwandorf, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

Geschäftsführung:

Herr Theodor Leeb, Ettling, Dipl.-Ing. (FH)

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr.17 HGB wurde verzichtet, da die erforderlichen Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der Horsch Holding GmbH, Schwandorf, enthalten sein werden.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Landau, 20.04.2023

HORSCH LEEB Application Systems GmbH

Geschäftsführung

Theodor Leeb

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HORSCH LEEB Application Systems GmbH, Landau a.d. Isar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HORSCH LEEB Application Systems GmbH, Landau a.d. Isar, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HORSCH LEEB Application Systems GmbH, Landau a.d. Isar, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bogen, den 28. April 2023

Fruhstorfer + Schlicksbier Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlicksbier, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen

1.1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens der Horsch Leeb Application Systems GmbH (kurz "Leeb") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb und Handel mit Maschinen im Bereich der Pflanzenschutztechnik. Ziel ist es, in allen Hauptackerbauregionen der Welt ein kompetenter Anbieter für die Bereiche gezogene und selbstfahrende Pflanzenschutztechnik für zukunftsorientierte landwirtschaftliche Unternehmen zu sein. Unsere Hauptabsatzmärkte sind in Mittel-, Zentral- und Osteuropa.

1.2. Produktion und Beschaffung

Die Kapazitäten in der Produktion 2022 wurden auf den starken Absatzanstieg ausgerichtet. Dazu wurden die Festanstellungen im Bereich der Produktion erhöht, die Anzahl der Zeitarbeiter war leicht rückläufig.

Die Teileverfügbarkeit hat sich nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sehr negativ entwickelt. Insbesondere fehlende Elektronikbauteile, die schon im Vorjahr problematisch in der Beschaffung waren, haben dazu geführt, dass Maschinen nicht fertiggestellt werden konnten und die Bestände an unfertigen Erzeugnissen bis Ende des 3. Quartals stark angestiegen sind. Im 4. Quartal hat sich die Lage entspannt, so dass mithilfe von Sondereinsätzen in der Produktion und Logistik die unfertigen Maschinen nachgearbeitet und verkauft werden konnten.

Für die Abstimmung und den Informationsaustausch mit unseren Lieferanten nutzen wir unser Lieferantenportal; hier können wir zusätzlich zur laufenden Kommunikation unseren Zulieferern sehr kurzfristig aktuelle Bedarfszahlen und Forecast-Mengen zur Verfügung stellen. Für maschinenspezifische Komponenten sind auch langfristige Lieferverträge geschlossen, um die Versorgung sicherzustellen.

Die Materialpreise sind im Berichtsjahr in allen Bereichen deutlich gestiegen. Durch die teilweise Weitergabe in den Verkaufspreisen und Kostenoptimierungen bei Neuentwicklungen und Produktüberarbeitungen konnte die Materialeinsatzquote jedoch geringfügig gesenkt werden.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir aufgrund der immer wieder kritischen Verfügbarkeit von Teilen und eines hohen Auftragseingangs verlängerte Lieferzeiten. Die Kapazitäten in der Fertigung werden durch den Neubau einer Montagehalle erweitert. Wir gehen auch davon aus, durch unser aktives Lieferanten-Management die Beeinträchtigungen auf einem planbaren Niveau halten zu können.

Bei den Beschaffungspreisen gehen wir von weiteren Erhöhungen bei den Stahlpreisen, bei Energiekosten sowie bei Transportkosten aus.

1.3. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung nimmt bei der Horsch Leeb Application Systems GmbH weiterhin eine zentrale Stellung ein. Besonders die fortschreitende Digitalisierung der Branche wird als große Herausforderung und gleichzeitige Chance gesehen. HorschConnect konnte erfolgreich in den Markt eingeführt werden. Daraus ergebende mobile Anwendungen, wie das Schalten von Sektionen mit einem Smartphone seien beispielhaft genannt. Die rasch zunehmende Präzision und Optimierung in der Applikationstechnik bestärken uns, dass aktuell auch an weiteren Themen der Digitalisierung entwickelt wird. Beispiele sind die präzise Lenkung zur Bandapplikation, der punktgenaue Einsatz von Applikationskarten / Pflanzenschutzmittel, sowie die Entwicklung von leistungsfähigeren Terminals.

Im Bereich neuer Produkte lag die Konzentration auf der Weiterentwicklung und Verfeinerung unserer Produktpalette. Der Fokus lag hierbei auf der Entwicklung der ersten Anbau-Pflanzenschutzspritze LEEB CS inkl. Fronttank LEEB FT. Die Kombination ermöglicht dem Anwender bereits im Bereich der Anbauspritzen, die Vorteile einer Profi-Applikationstechnik inklusive hoher Schlagkraft zu nutzen. Der LEEB FT soll künftig noch um einige Optionen erweitert werden, damit dieser auch mit Hack- und Sätechnik sowie mit gezogenen Modellen kombiniert und genutzt werden kann.

Im Bereich der Selbstfahrer lag der Entwicklungsschwerpunkt auf der Erweiterung der verfügbaren Optionen. So wurde beispielsweise an einem leistungsfähigeren Dieselmotor gearbeitet, ebenso aber an einem Antriebskonzept mit reduzierter Leistung. Damit sollen die Leeb Selbstfahrer noch adaptiver an die Bedürfnisse unterschiedlicher Märkte angepasst werden können. Ebenso wurde an einem neuen Selbstfahrmodell, LEEB VT, entwickelt.

Für alle Pflanzenschutz-Produktlinien erwarten wir in den nächsten Jahren weitere deutliche Umsatzsteigerungen. Künftig wollen wir auch im Bereich der Düngetechnik Produkte anbieten. Der LEEB XERIC 14 FS, als pneumatischer Düngerstreuer, wird momentan im Feldeinsatz getestet und erprobt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wurde nach der Corona-Pandemie im Berichtsjahr von den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine geprägt. Die Landwirtschaft bleibt weiterhin von zentraler Bedeutung.

Die Weltbevölkerung ist auf ein Allzeithoch von mehr als 8 Milliarden Menschen gestiegen, und damit steigt der Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Nahrungsmitteln.

Im Vorjahresvergleich stiegen die weltweiten Getreidepreise im Februar 2022 bereits um mehr als 15 Prozent und erreichten im Mai 2022 den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Auch nach einer Absenkung im 2. Halbjahr blieb das Preisniveau hoch, denn sowohl die Ukraine als auch Russland gehören zu den wichtigsten Exporteuren von Weizen weltweit.

Die Entwicklung in der Landtechnik ist seit Jahren stark geprägt von der Internationalisierung der Märkte und den Veränderungen durch die Digitalisierung.

Intelligente Prozesslösungen für mehr Effizienz bei gleicher Fläche und für einen reduzierten Einsatz von Wirkstoffen bei steigendem Ertrag prägen die Nachfrage in unserem Bereich.

Die Gesellschaft konnte ihren Umsatz erheblich steigern.

Die sich weiter konkretisierenden Ziele und Anforderungen an Nachhaltigkeit und an Möglichkeiten, dem Klimawandel zu begegnen, wirken sich auf die Hersteller von Landtechnik aus. Wir können mit Produkten zur genaueren Applikation von Wirkstoffen zum Pflanzenschutz oder effizienterem Einsatz von Dünger beitragen.

Damit leisten wir einen Beitrag zum Wandel in der Landwirtschaft und sehen große Chancen für weiteres Wachstum.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zur Branche und zu unseren Hauptwettbewerbern konnten wir uns das zweite Jahr in Folge positiv absetzen und erzielten einen Umsatzanstieg von rd. 38 %. Die fortgesetzte Erschließung neuer Märkte und die Ausweitung der Distributionskanäle durch die Schwestergesellschaft Horsch Maschinen GmbH, über deren Vertriebsorganisation der Vertrieb der Produkte erfolgt, wirkt sich sehr positiv auf die Umsatzentwicklung aus. In nahezu allen Märkten kam es zu deutlichen Zuwächsen. Dazu zählen unter anderem die Märkte Brasilien (+1.067 %), Zentraleuropa (+212%), Osteuropa (+149 %) und Südeuropa und Afrika (+ 147 %). Ozeanien war rückläufig um rd. 50%.

Mit der Ertragsentwicklung sind wir sehr zufrieden.

Die Umsatzrendite vor Steuern hat sich auf 16,2% erhöht.

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Insbesondere bei Rohmaterial und fertigen Erzeugnissen ist ein Anstieg zu verzeichnen. Das Material wird bevorratet, um die geplante und bereits durch Aufträge gestützte Erhöhung der Produktionsmenge zu ermöglichen.

Der Anstieg bei den Fertigerzeugnissen ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die Teileverfügbarkeit im letzten Quartal erheblich verbessert hat, so dass vor Jahresende noch zahlreiche Maschinen fertiggestellt werden konnten; die Auslieferungen verschoben sich jedoch auf das neue Jahr.

Mit der aktuellen Auftragssituation sind wir sehr zufrieden.

2.3. Darstellung der Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um TEUR 61.650 von TEUR 161.446 auf TEUR 223.096 gestiegen. Die bedeutendsten Absatzregionen sind mit rund 27 % Deutschland, 11 % Frankreich, und 8 % Zentraleuropa.

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 25.565 (Vorjahr: TEUR 17.371) ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 8.194 gestiegen.

Die Gesamtkapitalrendite vor Steuern, die den Erfolg vor Zinsaufwand und Steuern vom Einkommen und Ertrag in das Verhältnis zur Bilanzsumme setzt, beträgt zum Bilanzstichtag 31,3 % (Vorjahr 32,4 %).

Die Gesamtleistungsrendite vor Steuern, welche den Erfolg vor Zinsaufwand und Steuern vom Einkommen und Ertrag in das Verhältnis zur Gesamtleistung setzt, beträgt 16,1 % (Vorjahr 15,0 %).

2.3.2. Vermögenslage

Im Mehrjahresvergleich der Geschäftsjahre 2018 bis 2022 lassen sich Veränderungen im Zeitablauf wie folgt erkennen:

Vermögensstruktur in % 2022 2021 2020 2019 2018
Anlagenintensität 21,3 23,7 28,4 37,3 32,3
Vorratsintensität 43,2 57,1 54,8 53,9 58,5
Forderungsintensität 26,8 11,6 10,4 7,4 8,6
Restvermögensintensität 8,7 7,6 6,4 1,4 0,6
Anlagenintensität = Anlagevermögen: Gesamtvermögen %
Vorratsintensität = Vorräte: Gesamtvermögen %
Forderungsintensität = Forderungen: Gesamtvermögen %
Restvermögensintensität = Restvermögen: Gesamtvermögen %

Stichtagsbedingt erhöhten sich der gesamte Bestand an Forderungen um das 3,5-fache. Die Vorratsbestände stiegen um 15 %. Beide Steigerungen beruhen auf der erhöhten Geschäftstätigkeit, wobei die Vorräte auch durch die beschriebene Fehlteilesituation beeinflusst sind. Die langfristen Anlagen verminderten sich im Verhältnis zum Gesamtvermögen, sind aber wertmäßig durch den Beginn des Neubaus gestiegen. Die Steigerung der Restvermögensintensität resultiert im Wesentlichen aus dem erhöhten Bankguthaben.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich insbesondere aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses von TEUR 25.565 auf TEUR 60.475 erhöht (Vorjahr TEUR 36.880). Damit errechnet sich eine Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr von 52,0 % (Vorjahr: 48,2 %) und korrespondierend hierzu eine Fremdkapitalquote von 48,0 % (Vorjahr: 51,8 %).

Der Anlagendeckungsgrad I, der das Eigenkapital ins Verhältnis zum Anlagevermögen setzt, beträgt zum Bilanzstichtag 244,4 % (Vorjahr: 203,1 %). Ein Anlagendeckungsgrad I von mehr als 100 % drückt aus, dass das komplette Anlagevermögen über das Eigenkapital finanziert ist.

Investitionen

Im Jahr 2022 hat die Gesellschaft mit dem Neubau einer Montagehalle und von Büroräumen begonnen, ergänzt wird diese Investition durch die Schaffung eines weiteren Maschinenabstellplatzes; zum Jahresende wurden rd. 6,5 Mio EUR investiert, die gesamte Investitionssumme wurde nach Beginn des Projekts nochmals erhöht und wird nach jetzigem Stand auf rd. 20 Mio EUR beziffert, davon sind 12 Mio EUR über zwei Förderdarlehen bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich finanziert.

Weitere Investitionen erfolgten in Geschäftsausstattung und Werkzeuge.

Mit allen diesen Maßnahmen stellen wir die Weichen für weiteres Wachstum, das wir zukünftig anstreben und erwarten.

2.3.3. Finanzlage

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:

2022
EUR
Jahresergebnis 25.565.268,80
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.253.444,10
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -14.628.797,67
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.728.416,38
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 4.353.062,81
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.754.541,78
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.107.604,59

Der Finanzmittelfonds am Bilanzstichtag besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen aufgrund von Investitionen in den Neubau zur Kapazitätserweiterung, in Werkzeuge und Betriebsausstattung sowie der Gewährung eines Betriebsmittelkredits an die Schwestergesellschaft Horsch Maschinen GmbH i.H.v. TEUR 6.001.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 3.728. Dieser resultiert zum Einen aus dem Mittelzufluss aus dem Saldo der Ein- und Auszahlungen aus der Aufnahme und der Tilgung von Bankdarlehen i.H.v. TEUR 11.293 und aus der Aufnahme von Darlehen gegenüber der Schwestergesellschaft i.H.v. TEUR 27 und zum Anderen aus dem Mittelabfluss aus der Tilgung des Betriebsmittelkredits der Muttergesellschaft Horsch Holding SE i.H.v. TEUR - 5.410, aus Zinszahlungen für diese Kredite i.H.v. TEUR -211 sowie aus einer Ausschüttung an die Gesellschafterin i.H.v. TEUR - 1.970.

Der größte Mittelzufluss resultiert aus der Aufnahme eines Kredits zur Finanzierung des Neubaus i.H.v. TEUR 12.000.

Die Gesellschaft schließt am Ende der Periode mit einem Finanzmittelbestand von TEUR 10.108 (Vorjahr: TEUR 5.755).

Zur Liquiditätsabsicherung bedienen wir uns neben Eigenmitteln auch Basiskreditlinien von unseren Banken. Zum Bilanzstichtag haben wir über einen zugesagten Gesamtkreditrahmen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. Euro verfügt. Kredite aus früheren Perioden bestehen zum 31.12.2022 i.H.v. 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. EUR).

Für den Neubau zur Kapazitätserweiterung hat die Berichtsgesellschaft Darlehen in Höhe von 12,0 Mio. EUR bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich aufgenommen; die Tilgung beginnt im Folgejahr.

Zur weiteren Finanzierung bestehen zum Bilanzstichtag zugesagte Kreditlinien in Höhe von 15 Mio. Euro der Gesellschafterin Horsch Holding SE sowie von der Schwestergesellschaft Horsch Maschinen GmbH von 10 Mio. Euro.

2.3.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet Horsch im Wesentlichen den Umsatz, den Rohertrag, die Personalkostenquote im Verhältnis zum Gesamtleistung sowie das Ergebnis vor Steuern.

Darüber hinaus legt Horsch die Mitarbeiterzufriedenheit, gemessen an der Fluktuation und an der Krankenquote, sowie die Weiterbildung der Mitarbeiter und die Liefertermintreue der Zulieferer als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung zugrunde.

Sowohl der Umsatz als auch das Bruttoergebnis vom Umsatz und das Jahresergebnis (vor Steuern) liegen über Plan.

Unsere Mitarbeiterzufriedenheit, gemessen an der Fluktuation und Krankenquote, konnten wir grundsätzlich stabil halten, der Krankenstand war von Grippe und Coronafällen beeinflusst. Die Fluktuation ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Auch weiterhin greifen wir für die Weiterbildung unserer Mitarbeiter auf digitale Angebote zurück.

Die Liefertermintreue entsprach nicht immer unserem Bedarf, trotzdem konnte das erhebliche Umsatzwachstum erzielt werden.

2.3.5. Zusammenfassende Würdigung der Geschäftsentwicklung

Die gute Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage und insbesondere die Verbesserung der Eigenkapitalquote entsprechen den Erwartungen der Geschäftsleitung und zeigen, dass sich die Ausrichtung des Produktportfolios an den Veränderungen im Ackerbau und an den Kundenwünschen positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

Risiken

Horsch Leeb ist durch die Geschäftstätigkeit den Risiken unternehmerischen Handelns ausgesetzt. Um allen relevanten Risiken zu begegnen, d.h. diese zu identifizieren, zu erfassen, zu bewerten und in entsprechender Form an die zuständigen Entscheidungsträger zu kommunizieren, besteht ein internes Kontrollsystem sowie ein Risikomanagementsystem.

Folgende wesentlichen Risiken wurden von Horsch Leeb identifiziert und befinden sich in einer engen Überwachung:

Als exportorientiertes Unternehmen sehen wir protektionistisch begründete Handelshemmnisse als Gefahren an, die sich negativ auf unsere Exportumsätze auswirken können. Auch die Anforderung, mehr lokale Wertschöpfung in verschiedenen Exportmärkten zu erbringen, sehen wir nach wie vor als Risiko für unser Wachstum an. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat bereits im Berichtsjahr zu teilweise massiven Störungen bei der Teileverfügbarkeit geführt. In diesen beiden Märkten besteht das Risiko, dass Exporte nicht oder nur eingeschränkt möglich sind.

In vielen großen bedeutenden Märkten sehen wir auch durch politisch motivierte Interessen fortwährend volatile Währungen. Die Schwankungen können in den Exportländern zur weiteren Verteuerung unserer Produkte führen, was sich wiederum auf den Absatz auswirken kann.

Nach der Corona-Pandemie, die sich kaum auf den Landtechniksektor ausgewirkt hat, bleibt abzuwarten, wie sich der Krieg in Europa mittelfristig auswirken wird. Sowohl die Ukraine als auch Russland leisten einen großen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung, dennoch bestehen potenzielle Nachfragerisiken für die Hersteller von technischen Maschinen auch in unserer Branche.

Wir erhöhen unsere Produktionskapazitäten, um unsere Liefertermine für die vorhandenen Aufträge einzuhalten. Das Risiko besteht in der Verfügbarkeit von Teilen und Transportkapazitäten; die Lieferketten sind nach wie vor volatil. Außerdem besteht ein Risiko weiterer Materialpreiserhöhungen, auch wenn sich zu Jahresanfang die Einkaufspreise auf dem hohen Vorjahresniveau stabilisiert haben.

Abgesehen von den geschilderten Risiken und den Risiken, die sich aufgrund einer Veränderung der für uns maßgeblichen konjunkturellen Rahmenbedingungen ergeben und die Ertragsentwicklung beeinträchtigen könnten, sind keine weiteren Risiken ersichtlich.

Chancen

Die Geschäftsleitung sieht folgende wesentlichen Chancen:

Die weltweiten Rahmenbedingungen für Umsatzzuwächse in unserem Segment sehen wir strategisch und langfristig weiter als sehr gut an. Die Wachstumsraten der letzten Jahre waren durchweg positiv. Durch die Erweiterung der gesamten Produktpalette mit spezifischen Anpassungen an die Märkte und die fortlaufende Präsenz in unseren starken Kernmärkten eröffnen wir uns neues Absatz- und Umsatzpotential.

Unsere Produkte haben sich als technologisch hervorragend bewährt, was zu einem weiteren Nachfrageanstieg führt.

Die Umsätze mit Selbstfahrern sind gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60 % gestiegen, und es bestehen weitere Chancen, mit unseren Produkten Marktanteile hinzuzugewinnen.

Für die Angebotserweiterung im Bereich Düngen sehen wir eine große Chance, weitere Kunden und Märkte zu erschließen.

Insgesamt bieten uns unsere kundenorientierten Lösungen und die Ausrichtung unserer Kapazitäten auf die positive Nachfrage für die Zukunft weitere Wachstumschancen, an denen wir unsere Investitionen und Entwicklungsaktivitäten ausrichten. Insgesamt sehen wir aufgrund der weltweiten Rahmenbedingungen positiv in die Zukunft, auch wenn wir in der Absatz- und Marktentwicklung mit stärkeren Schwankungen rechnen müssen.

Langfristige Auswertungen bestätigen, dass die Weltbevölkerung jährlich weiter steigen wird.

Die Menschen werden mehr Nahrung benötigen und bei steigendem Wohlstand mehr Fleisch- und Milchprodukte konsumieren wollen. Die Agrarproduktion muss also bei gleicher Fläche auf intelligente Weise gesteigert werden.

Die ressourcenschonende Produktion von Nahrungsmitteln unter Berücksichtigung der Klimaveränderung, steigender Trockenheit bis hin zu Wassermangel sowie politischer Auseinandersetzungen erfordert aus unserer Sicht verstärkten Einsatz effizienter Maschinen im Bereich der Landtechnik. Damit kann die Landwirtschaft ihre Erträge optimieren.

Die Verbraucher stellen Anforderungen an die Nachverfolgbarkeit der Produkte, Bio-Anbau, Reduzierung und Vermeidung von Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie Umweltschonung.

Dafür sind neue mechanische Verfahren und Techniken insbesondere für die Unkrautbekämpfung erforderlich, auf die wir uns in der Entwicklung konzentrieren und uns für die nächsten Jahre sehr gut vorbereitet sehen.

Prognose

Für 2023 planen wir mit einem Umsatzanstieg in Höhe von mehr als 30 %.

Uns ist bewusst, dass diese Umsatzerfolge sich sehr schnell durch politische Umstände, klimatische Bedingungen oder ökonomische Krisen verändern können. Die erhöhte Planung ist mit Stand Anfang April 2023 durch bereits getätigte Umsätze und den vorhandenen Auftragsbestand als realistisch anzusehen. Somit gehen wir davon aus, dass wir den oben genannten Umsatzanstieg erreichen können, wenn es in den Lieferketten nicht zu Problemen kommt und Material wie benötigt beschafft werden kann.

Entsprechend verstärken wir unsere Anstrengungen im Vertrieb, da wir uns in einem stabilen, aber sehr umkämpften Markt befinden. Die Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und die damit verbundene politische und wirtschaftliche Krise auf die Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft können nicht abschließend beurteilt werden.

Die Ertragskraft des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 beurteilen wir sehr positiv. Das Ergebnis (vor Steuern) sehen wir aufgrund des starken Umsatzwachstums und der Weitergabe der gestiegenen Preise für Material und Energie an die Kunden in Euro über Vorjahresniveau. Eine deutliche Erhöhung der Getreidepreise im Berichtsjahr trägt dazu bei, dass sich Kunden weiterhin für Investitionen in neue und technisch hochwertige Maschinen entscheiden.

Erneute Kostensteigerungen im Jahr 2023 und Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte und Märkte sowie die notwendige Anpassung von Personal werden sich negativ auf das Ergebnis auswirken. Mit rd. 20 % Gesamtleistungsrendite vor Steuern liegen wir mit unserem Plan für 2023 bei einem sehr guten Wert. Ferner gehen wir davon aus, dass wir unsere Liefertermintreue auf einem guten Niveau halten können; der Faktor, den wir an dieser Stelle nicht immer beeinflussen können, ist die rechtzeitige Teilebelieferung, wir arbeiten mit einem effizienten Lieferantenmanagement daran, dass es zu möglichst keinen Verzögerungen kommt.

Die Mitarbeiterzufriedenheit möchten wir auf dem guten Niveau halten und möglichst verbessern; außerdem unterbreiten wir unseren Mitarbeitern Angebote für Fortbildungen. Damit und mit zusätzlichen Personalmarketingmaßnahmen wollen wir unsere Position als besonders attraktiver Arbeitgeber in der Region festigen, um auch für unser zukünftiges Wachstum qualifiziertes Personal rekrutieren zu können.

 

Landau, 20.04.2023

HORSCH LEEB AS GmbH

Geschäftsführung

Theodor Leeb

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses 2022 erfolgte am 29.06.2023.

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