MBO Postpress Solutions GmbH

Grabenstraße 4, 71570 Oppenweiler, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 773855
Eingetragen
13.1.2020
Branche
Herstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
Die Herstellung, der Verkauf und der Vertrieb von Druckmaschinen und verwandten Maschinen, sowie Ausstattung und Teilen hierfür, sowie die Beteiligung an und der Erwerb von anderen in diesem Bereich tätigen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Koichi Matsuno
seit 19.3.2025
Geschäftsführer
Takao Yoshimine
seit 20.12.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Yasuhiro Chiba
seit 5.6.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Komori CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Komori Corporation
Japan
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MBO Postpress Solutions GmbH

Oppenweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MBO Postpress Solutions GmbH mit Sitz in Oppenweiler bei Stuttgart ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Maschinen und Automatisierungslösungen für die Weiterverarbeitung von Digital- und Offsetdruckerzeugnissen sowie mit der Marke Herzog + Heymann für Mailing-, Pharma- und Sonderanwendungen spezialisiert hat.

Das Produktportfolio beinhaltet neben klassischen Falzmaschinen, welche bei der Herstellung von Zeitschriften und Büchern zum Einsatz kommen, Maschinen für Spezialanwendungen wie dem Falzen von Pharmaziebeilagen, Postwurfsendungen oder Broschüren. Ferner bietet das Unternehmen mit Kooperationspartnern bundesweit ein flächendeckendes Servicenetz an. Die Produktion erfolgt an den Standorten Oppenweiler, Bielefeld und Perafita, Portugal. Neben eigenen Vertriebsgesellschaften in den USA und China unterhält MBO ein weltweites Netzwerk von zuverlässigen Vertriebs- und Servicepartnern. Zu den Kunden des Unternehmens zählen neben der Druck-, Verpackungs- und Etikettenbranche die pharmazeutische Industrie sowie Marketingunternehmen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für die Darstellung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehen wir uns auf den von der VDMA seinen Mitgliedsunternehmen für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Mustertext:

" Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen - und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Sta tistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 Prozent zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA - Prognose 2022 von +1 Prozent erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs - und Umsatzstatistik um nominal +10,5 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.

Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert.

Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt.

Der Arbeit smarkt zeigte sich weiterhin ro bust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und - komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt."

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

VDMA Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374

II. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr wechselte ab dem 1. April 2022 und geht seitdem vom 1. April bis zum 31. März des folgenden Jahres. Wegen des Wechsels des Geschäftsjahres ist das vorangegangene Geschäftsjahr verkürzt. Es begann am 1. Januar und endete am 31. März 2022 Die Vergleichbarkeit mit den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

III. Lage

a) Ertragslage

Ergebnisquelle Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Betriebsergebnis (EBIT) -872 518 -1.390
Finanzergebnis -529 -9 -520
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.401 509 -1.910
Jahresfehlbetrag / -überschuss -1.442 499 -1.941

Trotz der vielen makroökonomischen Herausforderungen, ist es MBO im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, den Umsatz weiter zu steigern. Das Betriebsergebnis wurde hingegen im Wesentlichen durch die Verlagerung des Fertigungsstandorts Bielefeld nach Oppenweiler und dem damit verbundenen Reorganisationsaufwand beeinflusst. Nahezu das gesamte Produktprogramm der Tochtergesellschaft H+H musste auf die Produktionsstandards von MBO angepasst werden, was zu einem erheblichen Mehraufwand geführt hat.

b) Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 16.123. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag TEUR 1.000. Die nicht ausgeschöpfte Kreditlinie betrug TEUR 4.500.

Zur Sicherstellung ausreichender Liquidität in den einzelnen Unternehmen der MBO-Gruppe und zur Steuerung der Zahlungsströme wurde ein Cash-Management durchgeführt. Die Steuerung erfolgt durch die MBO Postpress Solutions GmbH als Muttergesellschaft.

Das Finanzmanagement der Unternehmung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten - ausgenommen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und die Vorräte gedeckt.

Die Finanzierung erfolgte überwiegend im Wege der Eigenfinanzierung innerhalb der MBO-Gruppe. Die Zahlungsfähigkeit war während des Geschäftsjahres jederzeit gesichert.

Durch die Einbindung in den Konzern der Komori Corporation liegen die Kreditkonditionen bei Banken auf dem Niveau von Großunternehmen.

Cash Flow TEUR
Netto-Mittelzufluss/(-abfluss) aus laufender Geschäftstätigkeit -853
Mittelzufluss/(-abfluss) aus Investitionstätigkeit -778
Netto-Mittelzufluss/(-abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 1.700
Nettozunahme (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 69
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 832
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums 901

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 38.400 38.077 323
Umlaufvermögen 20.585 18.779 1.806
Aktive RAP 163 124 39
Passiva
Eigenkapital 16.123 17.564 -1.441
Rückstellungen 1.668 1.589 79
Verbindlichkeiten 41.356 37.826 3.531
Bilanzsumme 59.148 56.979 2.168

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr und betrug zum Stichtag TEUR 59.148.

Wesentlicher Hintergrund war die Erhöhung des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten.

Die Vorräte betrugen zum Stichtag TEUR 10.878. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 705. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf TEUR 7.234. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag TEUR 901.

Auf der Passivseite lagen die sonstigen Rückstellungen bei TEUR 1.303. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf TEUR 1.000. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betrugen TEUR 1.206. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren TEUR 470 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren TEUR 38.227.

Die Eigenkapitalquote von 27% zeigt eine gesunde Finanzierung.

Insgesamt beurteilt die Unternehmensleitung den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens vor dem Hintergrund der durchgeführten Produktionsverlagerung als zufriedenstellend. Die bereits durch die COVID-19-Pandemie beschleunigten Trends werden durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, insbesondere die Energiepreissteigerungen, nochmal erheblich verstärkt. Anhaltender Personalmangel und massiv gestiegene Produktionskosten führen bei den Unternehmen der Druckindustrie dazu, dass Automatisierung und die Industrialisierung der Druckweiterverarbeitung weiter vorangetrieben werden muss. Durch das breite Produkt- und Leistungsportfolio und die stetigen Weiterentwicklungen in diesen Bereichen sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet zur internen Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz/Gesamtleistung und das Betriebsergebnis (EBIT).

Der Umsatz im Geschäftsjahr betrug TEUR 29.295. Die Gesamtleistung (Umsatz ohne gruppeninterne Leistungsverrechnungen und ohne Bestandsveränderungen) betrug TEUR 2407. Das Betriebsergebnis betrug TEUR -872.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Branchenentwicklung und Marktbedingungen

Nach den Überfall Russlands auf die Ukraine haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen ab Februar 2022 grundlegend geändert. Neben den direkten Auswirkungen der Sanktionen auf die Lieferungen nach Russland gibt es zahlreiche indirekte Auswirkungen wie die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung.

Die Branchenentwicklung der europäischen Druckindustrie spiegelt zu Beginn des Jahres 2023 die Verunsicherung der Märkte wider. In dem Zeitraum Januar/Februar ist der Auftragseingang bei den Betrieben der Druck- und Papiertechnik in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10% zurückgegangen (VDMA Konjunkturbericht Druck- und Papiertechnik, April 2023).

Deshalb erwarten wir eher schwache Märkte 2023 in Europa. In den USA sehen wir Möglichkeiten, diese Entwicklung zu kompensieren.

Unter der Annahme, dass die Weltwirtschaft nicht schwächer als von den Instituten (Wirtschaftsbericht der EZB 01/2024, S. 44) vorhergesagt wächst, erwarten wir wieder Umsätze 2024-2025 auf dem Niveau vor Corona. Das Marktumfeld bleibt jedoch schwierig. Inflation, Krieg, Wahlen in den USA und Zinsenentwicklung machen Vorhersagen schwierig. Das Geschäftsklima in Deutschland geht im Mai 2024 auf das Niveau von 2023 leicht zurück (BVDM-Konjunkturtelegramm Mai 2024). Erstmals nach 2016 fand im Mai 2024 wieder die weltgrößte Messe für Druck und Papier in Düsseldorf, die drupa, statt. Hiervon erwartet sich die gesamte Branche positive Signale für die Zukunft (Bericht von der Drupa 2024)

Prognose für die MBO Postpress Solutions GmbH

Trotz dieser wirtschaftlichen Widrigkeiten wird die MBO Postpress Solutions GmbH ihren Erholungskurs im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Die zunehmende Technisierung und Automatisierung in Druckereien wird weiterhin zu erhöhten Anforderungen an einheitliche Workflows und die verwendete Bearbeitungssoftware sowie die Automatisierung von Handlingvorgängen führen. Unsere neuen Produkte und die Entwicklung hin zur Digitalisierung stimmen uns optimistisch.

Erwartete Entwicklungen und Strategien

Falzmaschine M9 von H+H: Ein Schwerpunkt unserer strategischen Ausrichtung liegt auf der Falzmaschine M9 von H+H, die durch ihre fortschrittliche Automatisierung ein absolutes Alleinstellungsmerkmal im Markt besitzt. Bereits im Jahr 2023 konnten wir erste Aufträge für die M9 generieren und haben für das Geschäftsjahr 2024 bereits weitere bedeutende Aufträge realisieren können. Die M9 wird als Innovationsführer im Bereich der automatisierten Falztechnik erheblich zu unserem Umsatzwachstum beitragen.

Robotik-Neuentwicklungen: Unsere neuesten Entwicklungen im Bereich der Robotik umfassen den Roboter 30i, der in der Lage ist, höhere Gewichte schneller und mit einer größeren Reichweite zu handhaben. Dadurch können wir nun neben dem bisherigen Roboter 10i auch andere Bereiche in der Weiterverarbeitung abdecken.

Zusätzlich entwickeln und bieten wir gemeinsam mit verschiedenen Herstellern innovative Lösungen für weitere Anwendungen in der Druckerei an, um den Anforderungen unserer Kunden noch besser gerecht zu werden. Diese Erweiterungen unseres Produktportfolios werden automatisch zu Umsatzsteigerungen führen, da wir nach und nach eine größere Vielfalt an Anwendungen abdecken können.

Neues Geschäftsmodell EaaS: Ein weiteres strategisches Element ist die Einführung des Geschäftsmodells Equipment as a Service (EaaS). Wir starten mit dem CoBo-Stack, den wir potentiellen Kunden im Rahmen einer Pay-per-Use-Lösung zur Verfügung stellen. Dies bietet den Vorteil, dass Kunden keine großen Investitionen tätigen müssen. Stattdessen können sie den CoBo-Stack über einen Zeitraum von 18 Monaten gegen eine definierte Rate nutzen. Besonders für kleine und mittelständische Druckereien sehen wir hier einen großen Markt, da dieses Modell die Unsicherheit in Bezug auf Marktveränderungen und Nachfolgesituationen deutlich abmildert.

Diese strategischen Maßnahmen und Produktinnovationen werden nicht nur zu einer Steigerung unseres Umsatzes führen, sondern auch unsere Position als führender Anbieter von Postpress-Lösungen weiter festigen

Finanzielle Aussichten

Dank einer stabilen Auftragslage und der zu erwartenden positiven Impulse von der drupa 2024 gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus.

Die Einführung neuer Technologien und die wachsende Nachfrage nach automatisierten Lösungen werden zusätzlich zu einer erheblichen Umsatzsteigerung beitragen. Gleichzeitig werden diverse Maßnahmen zur Kostenoptimierung dazu führen, dass unser Ergebnis nicht nur positiv ausfällt, sondern sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Diese strategischen Maßnahmen und die Anpassung an die aktuellen Marktbedingungen sollen dazu beitragen, die Stabilität und das Wachstum der MBO Postpress Solutions GmbH im Jahr 2024 nachhaltig zu sichern.

II. Risikobericht

Im Rahmen unserer globalen Geschäftstätigkeiten und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks ist die Gesellschaft verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu bewältigen, haben wir Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und implementiert. Diese Systeme umfassen insbesondere den Einsatz zuverlässiger Softwarelösungen und IT-Dienstleister, die Auswahl und Schulung qualifizierter Mitarbeiter sowie umfassende Controllingsysteme.

Durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung bemühen wir uns, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken zu minimieren und unvermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten.

Konkret ergeben sich für unser Unternehmen Risiken aus steigenden Materialkosten bei Rohstoffen und Zukaufteilen. Während sich die Lieferzeiten normalisiert haben und der internationale Schiffsverkehr derzeit kein Risiko darstellt, bleiben die steigenden Kosten für Rohmaterialien und Komponenten eine Herausforderung, die den Umsatz und das Ergebnis negativ beeinflussen kann.

Zusätzlich zu den allgemeinen Markt- und Konjunkturrisiken sorgen bevorstehende Unsicherheiten im Zuge der US-Wahlen, ein möglicher China-Taiwan-Konflikt sowie die schwache Wirtschaftslage in Deutschland für Unwägbarkeiten. Diese geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten könnten zu drastischen Veränderungen in den Kundenmärkten führen, wodurch die Umsatz- und Ergebnisziele des Unternehmens möglicherweise nicht erreicht werden.

Betriebsrisiken werden anhand verschiedener Parameter bewertet. Um Risiken abzudecken, die durch Versicherungen gedeckt werden können, wird der Versicherungsschutz des Unternehmens regelmäßig überprüft und den aktuellen Anforderungen angepasst.

Die oben genannten Risiken sind nach ihrer Relevanz für das Unternehmen geordnet. Die Geschäftsführung sieht derzeit keine Risiken, die über das für vergleichbare Unternehmen übliche Maß hinausgehen oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

III. Chancenbericht

MBO ist eine weltweit anerkannte Marke und genießt einen hervorragenden Ruf als Hersteller von qualitativ hochwertigen und langlebigen Falzmaschinen sowie Spezialmaschinen im Mailing-, Pharma- und Verpackungsmarkt.

MBO verfügt weltweit über einen großen Kundenstamm. Im Zuge der internationalen Entspannung der Corona-Situation und damit verbundenen geringeren Kontakt- und Reiserestriktionen können sich die Vertriebsmitarbeiter der MBO wieder verstärkt persönlich mit ihren Kunden und potenziellen Abnehmern austauschen.

Im Berichtsjahr 2022/23 wurde, wie in den Vorjahren, intensiv daran gearbeitet, den Druckweiterverarbeitungsprozess weiter zu digitalisieren und zu automatisieren. Mit den Produkten von MBO werden die Kunden in die Lage versetzt, ihre Rüstzeiten stark zu verkürzen und damit die Effizienz in der Produktion erheblich zu verbessern. Aus dem zunehmenden Trend der Digitalisierung erwarten wir uns weitere Nachfrageimpulse.

Mit dem CoBo-Stack bietet MBO ihren Kunden einen Lösungsansatz für eine der größten derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen - dem Fachkräftemangel.

Bei dem Einsatz von kollaborativen Robotern steht oftmals gar nicht mehr die Möglichkeit der Personaleinsparung, sondern vielmehr die Aufrechterhaltung der Produktion im Vordergrund des Interesses. Wir gehen daher davon aus, dass der Bedarf in diesem Bereich stetig steigen wird.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist, insbesondere nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Verstärkt werden diese Unsicherheiten durch weitere geopolitische Spannungen in anderen Weltregionen.

D. Sonstige Angaben

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Grundlagenforschung, sondern eine reine Produktentwicklung. Es wurden zum Bilanzstichtag im Unternehmen 26 Mitarbeiter in der Entwicklung beschäftigt.

 

Oppenweiler, 09. Juli 2024

MBO Postpress Solutions GmbH

Geschäftsführung

Thomas Heininger

Stefan Schülling

Yasuhiro Chiba

Satoshi Mochida

Masafumi Yokoyama

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

31.03.2023
31.03.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 385.084,00 256.940,00
385.084,00 256.940,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.608.977,63 3.731.161,63
2. technische Anlagen und Maschinen 213.949,00 70.289,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.099,00 284.552,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.230,88 5.168,05
4.286.256,51 4.091.170,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.728.458,53 33.728.458,53
33.728.458,53 33.728.458,53
38.399.799,04 38.076.569,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.629.385,72 4.333.605,72
2. unfertige Erzeugnisse 1.871.403,16 1.111.756,16
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.373.050,03 1.416.014,49
4. geleistete Anzahlungen 4.204,33 1.056,87
10.878.043,24 6.862.433,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 705.235,23 1.593.990,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.234.270,87 9.053.485,41
3. sonstige Vermögensgegenstände 866.306,15 437.219,20
8.805.812,25 11.084.694,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 900.853,53 832.234,31
20.584.709,02 18.779.362,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 162.871,07 123.538,42
59.147.379,13 56.979.469,79

Passiva

31.03.2023
31.03.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 19.774.000,00 19.774.000,00
III. Verlustvortrag -2.234.533,78 -2.733.620,70
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr -überschuss) -1.441.899,76 499.086,92
16.122.566,46 17.564.466,22
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 365.115,00 364.831,00
2. sonstige Rückstellungen 1.303.212,33 1.224.446,81
1.668.327,33 1.589.277,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000.000,00 2.800.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.206.056,10 1.058.080,49
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 469.899,77 542.813,02
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.226.567,46 33.217.386,60
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.180,79 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 438.781,22 207.445,65
(davon aus Steuern € 78.632,18; Vorjahr € 64.930,83) 41.356.485,34 37.825.725,76
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1,347,29; Vorjahr € 447,79)
59.147.379,13 56.979.469,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

01.04.2022-31.03.2023
01.01.2022-31.03.2022
1. Umsatzerlöse 29.295.410,62 9.480.078,47
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.716.682,54 -597.748,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 797.965,98 79.791,23
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.189.465,12 -5.440.759,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -110.230,11 -5.865,89
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.789.741,49 -1.498.981,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.176.517,91 -267.752,99
(davon für Altersversorgung € 788,61; Vorjahr € 22.313,69)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -352.321,76 -71.030,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.063.396,20 -1.159.806,66
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.200,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.696,84 10.433,85
(davon aus verbundenen Unternehmen € 533.926; Vorjahr € 10.433,85)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -593.795,61 -19.034,19
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25.936,85 -6.563,16
12. Ergebnis nach Steuern -1.426.449,07 502.761,20
13. Sonstige Steuern -15.450,69 -3.674,28
14. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.441.899,76 499.086,92

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Allgemeine ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft ist unter der Firma MBO Postpress Solutions GmbH mit Sitz in Oppenweiler im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 773855 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der aktuellen Fassung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 i.V.m. § 267 HGB).

Das Geschäftsjahr wechselte ab dem 1. April 2022 und geht seitdem vom 1. April bis zum 31. März des folgenden Jahres. Wegen des Wechsels des Geschäftsjahres ist das vorangegangene Geschäftsjahr verkürzt. Es begann am 1. Januar und endete am 31. März 2022. Die Vergleichbarkeit mit den Werten des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahres ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden, vermindert. In der Regel beträgt die Nutzungsdauer 15 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Geschäftsjahr zugegangenen Anlagegüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauer variiert von 3 bis 10 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu stichtagsnahen Anschaffungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die unfertigen Erzeugnisse sind entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad bewertet. Die Herstellungskosten für Herstellungsvorgänge enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für Herstellungsvorgänge enthalten Materialeinzelkosten und Materialgemeinkosten sowie Fertigungseinzelkosten und Fertigungsgemeinkosten. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen.

Es wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufserlösen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Für ungängige Vorratsbestände sowie Bestände mit Überreichweiten wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für im Forderungsbestand erkennbare Risiken sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine pauschale Wertberichtigung auf Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach den Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der "Projected Unit Credit Method (PUC)" gebildet. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank auf Basis einer Rechtsverordnung (RückAbzinsV) für März 2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (zehnjähriger Durchschnitt) von 1,80% p.a. angesetzt. Den Berechnungen liegt ein Rententrend von 1,0% p.a. zugrunde. Es wurden keine Lohn- oder Gehaltssteigerungen berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitt und dem 7-Jahresdurchschnitt beträgt TEUR 13 (VJ TEUR 22). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die Rückstellungen für Jubiläum werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach den Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der "Projected Unit Credit Method (PUC)" gebildet. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank auf Basis einer Rechtsverordnung (RückAbzinsV) für 31.03.2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (siebenjähriger Durchschnitt) von 1,50% p.a. angesetzt. Den Berechnungen liegen eine Einkommensdyamik, eine BBG-Dynamik und eine Fluktuation von jeweils 2,0% p.a. zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; zum Abschlussstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag besteht ein Aktivüberhang an latenten Steuern.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.579 und Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.534 enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wurden als wesentliche Position die Körperschaftsteuerrückforderungen von TEUR 514 ausgewiesen.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Mit Beschluss vom 29.04.2020 hat die KOMORI Corporation ihre Forderung in Höhe von TEUR 19.774 erfolgsneutral in die Kapitalrücklage eingelegt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich TEUR 627, für den Produktionsbereich TEUR 366 (Gewährleistungen); für ausstehende Rechnungen TEUR 80 und andere Bereiche TEUR 230 (Prüfung und Beratung u. a.).

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Restlaufzeit
≤1 Jahr
TEUR
>1Jahr
TEUR
davon >5Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000 0 0
Vorjahr 2.800 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.206 0 0
Vorjahr 1.058 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 470 0 0
Vorjahr 543 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.227 0
Vorjahr 33.217 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15 0 0
Vorjahr 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 439 0 0
Vorjahr 207 0 0
31.03.2023 41.357 0 0
31.03.2022 37.825 0 0

1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden besichert, die auf Grundstücke der Gesellschaft eingetragen sind bzw. durch Garantiezusage des Mutterkonzern, die Komori Corporation, gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 19.800 auf Darlehen und TEUR 14.942 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge mit TEUR 53 enthalten, davon TEUR 36 aus der Auflösung von Rückstellungen. Erträge aus der Währungsumrechnung waren TEUR 617.

2. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens entsprechen den in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung lagen bei TEUR 629 (58 TEUR).

D. Sonstige Angaben

I. Beteiligungsverhältnisse

Beteiligungs- Eigenkapital Jahresergebnis
quote
%
MBO America Co. Ltd, Marlton, NJ / USA 100,00 TEUR 5.720 TEUR 2.694
H & H Beteiligungsgesellschaft GmbH, Bielefeld 100,00 TEUR 20 TEUR -2
H+H GmbH & Co. KG, Bielefeld (als Kommanditistin) 100,00 TEUR -1.226 TEUR -46
MBO Máquinas Gráficas SA Perafita / Portugal 100,00 TEUR 40.241 TEUR 578
MBO Binder Graphic System (Beijing) Co. Ltd. Peking / China *) 100,00 TEUR -2.374 TEUR -137

*) letzter verfügbarer Jahresabschluss Dezember 2021

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungsverträgen

≤1Jahr
TEUR
>1Jahr
TEUR
>5Jahre
TEUR
sonstige Mieten 38 113 0
Wartung Software 262 785 0
Wartung Geräte 14 42 0
Leasing Geräte, Fahrzeuge und PKW 167 414 0
Gesamt 439 1.251 0

2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

III. Organe der Gesellschaft

1. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

 

Thomas Heininger, Off-Set Drucker, (ab 05.06.2020)

 

Berrthold Zinth, Ingenieur, (ab 05.06.2020 bis 27.07.2022)

 

Yasuhiro Chiba, Kaufmann (BA) (ab 05.06.2020)

 

Satoshi Mochida, Ingenieur (ab 05.06.2020)

 

Masafumi Yokoyama, Kaufmann (MBA)

 

Takashi Ikegami, Kaufmann (BA) (bis 05.06.2020)

 

Christian Gohlke, Jurist (ab 31.02.2022)

 

Eiji Kajita, Kaufmann (ab 30.06.2022)

2. Organbezüge

Da nur Herr Thomas Heininger, Herr Berthold Zinth (ausgeschieden), Herr Yasuhiro Chiba und Herr Christian Gohlke (eingetreten) Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe verzichtet.

IV. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

von 04/2022 bis 03/2023 Personen von 01/2022 bis 03/2022 Personen
Angestellte 67 63
Gewerbliche Arbeitnehmer 35 34
Auszubildende 11 13
Summe Mitarbeiter 113 110

V. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Ausgehend von einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.442 schlägt die Geschäftsführung vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Keine

VII. Sonstiges

1.

Mutterunternehmen ist die KOMORI Corporation mit Sitz in 3-11-1, Azumabashi, Sumida-ku, Tokyo, Japan.

2.

Die Anteile an der MBO Postpress Solutions GmbH werden zu 100 % von der KOMORI Corporation mit Sitz in 3-11-1, Azumabashi, Sumida-ku, Tokyo, Japan, gehalten. Die MBO Postpress Solutions GmbH wiederum ist zum Abschlussstichtag Mutterunternehmen für die

MBO America Co. Ltd, Marlton, NJ / USA

H & H Beteiligungsgesellschaft GmbH, Bielefeld

H+H GmbH & Co. KG, Bielefeld

MBO Binder Graphic System (Beijing) Co. Ltd., Peking / China

MBO Máquinas Gráficas SA, Perafita / Portugal

 

Die MBO Postpress Solutions GmbH ist grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet. Die MBO Postpress Solutions GmbH macht von der Befreiungsvorschrift zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 292 Abs. 1, Nr. 1d) HGB Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der KOMORI Corporation Tokyo/ Japan für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen wird. Dieser ist beim Handelsregister am Sitz der Komori Corporation, Japan, hinterlegt und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) (https://disclosure.edinet-fsa.go.jp) unter der Nummer E01667 veröffentlicht.

 

Der befreiende Konzernabschluss wurde unter Beachtung des Anschaffungskostengrundsatzes und in Übereinstimmung mit den Richtlinien und Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung gefertigt, die sich aus dem Japanischen Handelsrecht ergeben. Daher ergeben sich Unterschiede zu den für die MBO Postpress Solutions GmbH anwendbaren deutschen Rechnungslegungsvorschriften. Die vom deutschen Recht abweichenden im befreienden Konzernabschluss der KOMORI Corporation angewandten wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind:

Die Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht nach den §§ 266 und 275 HGB; für die Bilanz wird eine fristigkeitsorientierte Gliederung vorgenommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) werden aktiviert und planmäßig über einen Zeitraum von bis zu 8 Jahren abgeschrieben. Negative Geschäfts- oder Firmenwerte (passive Unterschiedsbeträge), die bei der Erstkonsolidierung entstehen, werden als außerordentlicher Ertrag erfasst.

Die japanischen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für Leasinggegenstände und Pensionsverpflichtungen entsprechen im Wesentlichen den IFRS Regelungen.

 

Oppenweiler, den 09. Juli 2024

MBO Postpress Solutions GmbH, Oppenweiler

Geschäftsführung

Thomas Heininger

Stefan Schülling

Yasuhiro Chiba

Satoshi Mochida

Masafumi Yokoyama

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

Anschaffungskosten
01.04.2022
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.826,28 214.479,00 636.305,28
421.826,28 214.479,00 0,00 636.305,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.979.236,63 3.848,00 0,00 3.983.084,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 73.327,39 270.282,81 0,00 343.610,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.009,72 165.881,95 3,00 682.888,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.168,05 21.062,83 0,00 26.230,88
4.569.573,74 440.012,76 3,00 5.009.583,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.728.458,53 0,00 0,00 33.728.458,53
33.728.458,53 0,00 0,00 33.728.458,53
38.719.858,55 654.491,76 3,00 39.374.347,31
Abschreibungen
01.04.2022
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 164.886,28 86.335,00 0,00 251.221,28
164.886,28 86.335,00 0,00 251.221,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 248.075,00 126.032,00 0,00 374.107,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.038,39 126.622,81 0,00 129.661,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.457,72 13.331,95 0,00 245.789,67
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
483.571,11 265.986,76 0,00 749.557,87
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
648.457,39 352.321,76 0,00 1.000.779,15
Restbuchwerte
31.03.2023
EUR
31.03.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 385.084,00 256.940,00
385.084,00 256.940,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.608.977,63 3.731.161,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.949,00 70.289,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.099,00 284.552,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.230,88 5.168,05
4.286.256,51 4.091.170,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.728.458,53 33.728.458,53
33.728.458,53 33.728.458,53
38.399.799,04 38.076.569,21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MBO Postpress Solutions GmbH, Oppenweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MBO Postpress Solutions GmbH, Oppenweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MBO Postpress Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 09. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.03.2023 wurde am 02.09.2024 festgestellt.

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