Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 239996
Eingetragen
25.11.2011
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Anpachtung und Betrieb von Hotels, Gastronomiebetrieben sowie sonstigen gastgewerblichen Unternehmen, sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte und Dienstleistungen, Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Olaf Erben
seit 4.11.2025
Geschäftsführer
Joline Mumme
seit 2.6.2025
Prokura
Justus Klocke
seit 2.6.2025
Prokura
Jürgen von Massow
seit 2.6.2025
Geschäftsführer
Heiko Grote
seit 29.3.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.86% identifiziert49.14% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
M**** e* M*****
0.86%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gorgeous Smiling Hotels Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GS Star GmbH

München (vormals: Grünwald)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

GS Star GmbH, Grünwald

A. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Pachtung und der Betrieb von Hotels und Gastronomiebetrieben.

Die Gesellschaft betrieb in 2022 22 Hotel- und Gastronomiebetriebe in den Städten Augsburg, Böblingen, Freiburg, Göppingen, Hamburg, Hannover, Kiel, Koblenz, Leipzig, Mannheim, Mainz, München, Oberhausen, Regensburg, Rosenheim, Rostock und Wuppertal. Hierzu gehören neun Hotels der Eigenmarke Arthotel Ana, eines der Eigenmarke des Konzerns Rilano sowie zwölf weitere als Franchise geführte Hotels. Der Sitz der Gesellschaft liegt in Grünwald.

Ziel der Gesellschaft ist das Hotelportfolio auszubauen und das Wachstum im 2-Sterne-Budget bis hin zum 3-Sterne-Business-Midscale-Segment weiter voranzutreiben.

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren gelten die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT").

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2022

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Dienstleistungsbereiche profitierten von Nachholeffekten, hohe Preise und Materialmangel bremsten Industrieproduktion und Bau

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %).

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Private Konsumausgaben und Ausrüstungsinvestitionen stützten Wachstum

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. 1

2. Hotelmarkt im Jahr 2022

Die Tourismusbranche in Deutschland hat sich im Jahr 2022 größtenteils von der Corona-Krise erholt, aber noch nicht die Übernachtungszahlen vor der Pandemie erreicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im vergangenen Jahr 450,8 Millionen Gästeübernachtungen.

Das waren 45,3 % mehr als im Jahr 2021, aber noch 9,1 % weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. Im Dezember 2022 verbuchten die Beherbergungsbetriebe 57,0 % mehr Gästeübernachtungen als im Dezember 2021, der noch stark von coronabedingten Teilschließungen und Einschränkungen geprägt war. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 37,1 % auf 382,7 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland war mit 68,1 Millionen mit +119,6 % sogar mehr als doppelt so hoch wie 2021. Der Anteil ausländischer Gäste am gesamten Gästeaufkommen erreichte im vergangenen Jahr 15,1 % gegenüber 10,0 % im Jahr 2021 und 18,1 % im Rekordjahr 2019. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland haben im letzten Jahr somit abgenommen, die Zahlen vor der Pandemie konnten jedoch noch nicht wieder erreicht werden.

1 Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 Destatis

Hotels, Gasthöfe und Pensionen auf Erholungskurs

Der Blick auf die verschiedenen Betriebsarten zeigt, dass sich Betriebe der Hotellerie - also Hotels, Gasthöfe und Pensionen - im Vergleich zu den coronageprägten Jahren 2020 und 2021 deutlich erholt haben, jedoch noch weit unter dem Vorkrisenniveau von 2019 blieben. Im Jahr 2022 verzeichneten sie 12,5 % weniger Übernachtungen als 2019, aber 59,7 % mehr als 2021.

Anders war die Entwicklung bei den Ferienunterkünften und Campinglätzen: Während die Ferienunterkünfte das Niveau von 2019 fast erreichten (-2,8 %), konnten die Campingplätze ihre Übernachtungen im Vergleich zu 2019 sogar um 12,4 % erhöhen. 2

C. Geschäftsverlauf der GS Star GmbH

1. Eröffnungen

Im Geschäftsjahr 2022 haben drei Hotels den Hotelbetrieb begonnen. Dabei handelte es sich um das Holiday Inn Express Rosenheim, Super 8 Koblenz sowie das Arthotel ANA Regensburg.

2. Bestand

Im Geschäftsjahr 2022 befanden sich 22 Hotels im Bestand der Gesellschaft in den Städten Augsburg, Böblingen, Freiburg, Göppingen, Hamburg, Hannover, Kiel, Koblenz, Leipzig, Mannheim, Mainz, München, Oberhausen, Regensburg, Rosenheim, Rostock und Wuppertal. Diese erwirtschafteten 2022 einen Umsatz von TEUR 59.061 bei einem positiven EBIT von TEUR 1.564, was einer Erhöhung von TEUR 36.312 im Umsatz und einem Anstieg von TEUR 6.175 im EBIT im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Für genauere Informationen der Umsatzerlöse und des EBIT der Gesellschaft verweisen wir auf die Ertragslage.

3. Ertragslage

2022 2021 Veränderung
EUR EUR EUR %
Umsatzerlöse 59.060.563,05 22.748.982,26 36.311.580,79 100,0%
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.413.465,87 2.724.788,43 3.688.677,44 10,9%
Umsatzerlöse, netto 52.647.097,18 20.024.193,83 32.622.903,35 89,1%
Sonstige betriebliche Erträge 4.715.773,83 13.691.632,99 (8.975.859,16) 8,0%
Personalaufwand 5.092.508,62 2.675.199,59 2.417.309,03 8,6%
Aufwand Lebensmittel, Getränke etc. 4.184.794,45 1.693.034,76 2.491.759,69 7,1%
Abschreibungen 2.357.319,95 2.098.426,95 258.893,00 4,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.117.347,55 31.811.004,75 12.306.342,80 74,7%
Sonstige Steuern 47.294,36 49.398,80 (2.104,44) 0,1%
EBIT 1.563.606,08 -4.611.238,03 6.174.844,11 2,6%
Zinsen 298.464,28 -96.318,49 394.782,77 0,5%
Ertragsteuern 502.077,16 65.179,07 436.898,09 0,9%
Jahresüberschuss 763.064,64 -4.580.098,61 5.343.163,25 1,3%

2 https://www.hotelier.de/hotellerie/hotelgewerbe/38737-hotelmarkt-deutschland-2013-2012-2011-2010-2009-hotelgewerbe-news

Im Jahr 2022 erhöhten sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft insgesamt um TEUR 36.312 bzw. 159,6 % auf TEUR 59.061. Die allgemeine Entwicklung war zu Beginn des Geschäftsjahres von der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Die Gesellschaft weist in 2022 ein positives EBIT in Höhe von TEUR 1.564 (Vj.: TEUR -4.611) aus, was einer Rendite von 2,6 % (Vj.: -20,3%) in Bezug auf die Umsatzerlöse entspricht.

Der Anstieg in den Aufwendungen für bezogene Leistungen resultierte in den generellen höheren Hotelauslastungen, was über das Gesamtjahr gesehen zu höheren variablen Kosten führte.

Sonstige betriebliche Erträge betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2022 TEUR 4.716 und resultierten im Wesentlichen aus diversen Zuschüssen der Vermieter einzelner Hotelimmobilien bzw. der Franchisegeber einzelner Hotelmarken in Höhe von TEUR 2.213 sowie Staatshilfen, welche im Zuge der COVID-19 Pandemie beantragt wurden in Höhe von TEUR 1.176. Der Rückgang in Höhe von TEUR 8.976 ist im Wesentlichen auf die Coronahilfen vom Vorjahr (Überbrückungshilfe III und III (Plus)) in Höhe von TEUR 11.887 zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen korrespondieren mit dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 100 im Jahr 2021 auf 164 im Jahr 2022. Zudem wurde im Jahr 2022 kaum noch das Instrument der Kurzarbeit in Anspruch genommen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich aufgrund gestiegener Investitionen in das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 259 (12,3 %) auf TEUR 2.357. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2022 drei weitere Hotels eröffnet wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich mit TEUR 44.117 über dem Niveau des Vorjahrs (TEUR 31.811). Dies lässt sich neben der Erhöhung der variablen Kosten aufgrund der höheren Auslastung und des höheren Umsatzes noch auf folgende Faktoren zurückführen: Die Neueröffnung der drei Hotels war sowohl mit anfänglichen Investitionen ins Anlagevermögen als auch mit diversen Instandhaltungsaufwendungen verbunden. Zudem wurden in 2022 diverse Instandhaltungsmaßnahmen getroffen, zu nennen ist hier v.a. dem Arthotel ANA Prestige in Hannover. Das Betreiben der drei hinzugekommenen Hotels führte ebenfalls zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im üblichen Rahmen; als zusätzlicher großer Kostenblock sei hier die Pacht der Objekte genannt. Zudem konnten in 2021 Pachterlasse mit diversen Verpächtern vereinbart werden, diese Erlasse fielen in 2022 weitaus geringer aus.

4. Vermögens- und Finanzlage

2022
EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 32.337,78 0.1%
Sachanlagen 14.707.845,57 29,4%
Finanzanlagen 5.030.506,08 10,1%
Anlagevermögen 19.770.689,43 39,6%
Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte 111.243,41 0.2%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.644.351,72 7,3%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.768.487,29 23,6%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.541,22 0,0%
Sonstige Vermögensgegenstände 4.279.360,52 8,6%
Sonstige Wertpapiere 1.296.912,19 2,6%
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.787.977,63 17,6%
Umlaufvermögen 29.891.873,98 59,8%
Rechnungsabgrenzungsposten 307.709,08 0,6%
Summe Aktiva 49.970.272,49 100,0%
Eigenkapital 1.873.139,59 3,7%
Steuerrückstellungen 1.192.467,74 2,4%
Sonstige Rückstellungen 3.951.133,02 7,9%
Rückstellungen 5.143.600,76 10,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.527.984,36 9,1%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.343.750,00 4,7%
Erhaltene Anzahlungen 873.926,94 1,7%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.609.925,07 35,2%
Sonstige Verbindlichkeiten 1.672.577,60 3,3%
Verbindlichkeiten 27.028.163,97 54,1%
Rechnungsabgrenzungsposten 15.925.368,17 31,9%
Summe Passiva 49.970.272,49 100,0%
2021 Veränderung
EUR % EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 28.249,78 0,1% 4.088,00 14,5%
Sachanlagen 16.109.080,23 31,8% (1.401.234,66) (8,7%)
Finanzanlagen 5.030.506,08 9,9% 0,00 0,0%
Anlagevermögen 21.167.836,09 41,8% -1.397.146,66 (6,6%)
Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte 45.761,11 0,1% 65.482,30 143,1%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.238.665,31 2,4% 2.405.686,41 194,2%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.917.967,07 21,5% 850.520,22 7.8%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 264.608,17 0,5% (261.066,95) (98,7%)
Sonstige Vermögensgegenstände 10.591.710,68 20,9% (6.312.350,16) (59.6%)
Sonstige Wertpapiere 1.410.604,96 2,8% (113.692,77) (8,1%)
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.830.661,26 9,5% 3.957.316,37 81,9%
Umlaufvermögen 29.299.978,56 57,8% 7.890.614,94 26,9%
Rechnungsabgrenzungsposten 222.472,03 0,4% 85.237,05 38,3%
Summe Aktiva 50.690.286,68 100,0% -720.014,19 (1,4%)
Eigenkapital 1.110.074,95 2,2% 763.064,64 68,7%
Steuerrückstellungen 1.012.358,21 2,0% 180.109,53 17,8%
Sonstige Rückstellungen 2.769.185,30 5,5% 1.181.947,72 42,7%
Rückstellungen 3.781.543,51 7,5% 1.362.057,25 36,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.781.796,07 13,4% (2.253.811,71) (33,2%)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500.325,00 4,9% (156.575,00) (6,3%)
Erhaltene Anzahlungen 89.122,85 0,2% 784.804,09 880,6%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.085.857,64 35,7% (475.932,57) (2,6%)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.183.475,16 2,3% 489.102,44 41,3%
Verbindlichkeiten 28.640.576,72 56,5% (1.612.412,75) (5,6%)
Rechnungsabgrenzungsposten 17.158.091,50 33,8% (1.232.723,33) (7,2%)
Summe Passiva 50.690.286,68 100,0% -720.014,19 (1,4%)

4.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 720 auf TEUR 49.970. Das Anlagevermögen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen machen mit 39,6 % (Vj: 41,8 %) bzw. 23,6 % (Vj: 21,5 %) den größten Teil am Vermögen der Gesellschaft aus. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf die geringeren Außenstände auf Corona-Hilfszahlungen zurückzuführen.

4.2. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.110 um den anteiligen Jahresüberschuss von TEUR 763 auf TEUR 1.873 erhöht. Der Buchwert des Eigenkapitals entspricht einem Anteil am Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) von 3,7 % (Vj.: 2,2 %). Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 5.144 (Vj. TEUR 3.782).

Die Steuerrückstellungen sind um TEUR 180 von TEUR 1.012 auf TEUR 1.192 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 1.182 von TEUR 2.769 auf TEUR 3.951 erhöht, was im Wesentlichen an der erhöhten Rückstellung für ausstehende Rechnungen (stichtagsbezogen) liegt.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27.028 (Vj. TEUR 28.641), davon bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17.610 (Vj. TEUR 18.086). Die gesamten Verbindlichkeiten repräsentieren eine Quote von 54,1 % (Vj. 56,5 %) am Gesamtkapital. Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kurzfristig. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verbindlichkeiten insgesamt um TEUR 1.612 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der Tilgung um TEUR 156 von TEUR 2.500 auf TEUR 2.344 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 2.254 auf TEUR 4.528 (stichtagsbezogen - siehe hierzu Erhöhung der Rückstellungen sowie Rückzahlung der gestundeten Pachten).

Das Trade Working Capital aus Lieferung und Leistung (Vorräte + kurzfristige Forderungen aus L+L- Erhaltene Anzahlungen - kurzfristige Verbindlichkeiten aus L+L) erhöhte sich von TEUR -5.586 auf TEUR -1.646.

4.3. Liquidität

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.026 erzielt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit TEUR -960 auf einem geringeren Niveau als im Vorjahr (Vj. TEUR -3.317). Im Berichtsjahr fielen deutlich geringere Zahlungen aus dem Erwerb des Anlagevermögens an. Die Liquidität der Gesellschaft (d. h. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) beläuft sich somit zum Bilanzstichtag auf TEUR 8.788, was aufgrund des positiven operativen Cashflows eine deutliche Erhöhung um insgesamt TEUR 3.957 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird vom Management fortlaufend analysiert und geeignete Maßnahmen getroffen. Hier sind vor allem die stark gestiegene Inflation sowie die steigenden Energiepreise zu nennen. Aufgrund mittel- und langfristiger Verträge mit Energielieferanten sowie der Entlastungen durch die Bundesregierung mit den Strom- und Gaspreisbremsen konnte die Gesellschaft von Preisen weiter unter dem derzeit marktüblichen profitieren. Die Inflation bedingt zudem Kostensteigerungen in diversen anderen Bereichen. Allerdings kann die Gesellschaft aufgrund der kurzfristigen Möglichkeiten im Rahmen des Revenue-Managements im Umsatzbereich schnell und agil gegensteuern, sodass für 2023 ein positives EBIT von ca. TEUR 4.594 erwartet wird. Aufgrund der positiven Entwicklung prognostizieren wir die Umsatzerlöse mit ca. TEUR 74.650.

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 hat die Tochtergesellschaft GS Star AT GmbH, die diverse Hotels in Österreich betreibt, Pachtverträge für zwei weitere Hotels unterzeichnet: Zum einen das bereits zum 15. März 2023 übernommene Hotel Palais 26 in Villach, zum anderen ein Objekt in der Hauptstadt Wien, welches derzeit renoviert wird und voraussichtlich zum 1. August 2023 unter der Franchisemarke "Voco by IHG" (das erste innerhalb des Konzerns) eröffnen wird.

Im März 2023 hat der Konzern, in dem die Gesellschaft eingebunden ist, auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin ("ITB") eine neue Eigenmarke mit dem Namen "elaya" präsentiert. Diese wird noch im laufenden Geschäftsjahr einige der in der Gesellschaft betriebenen Hotels mit dem Markenauftritt "Arthotel ANA" ablösen.

2. Chancen- und Risikobericht

2.1. Chancen

Nachdem die Krise der COVID-19 Pandemie größtenteils überwunden scheint, ist die derzeitige gesamtwirtschaftliche Situation aufgrund der Herausforderungen v.a. im Energiebereich schwierig. Eine Krise bietet jedoch auch eine Vielzahl an Chancen. Die Gesellschaft sieht vor allem in vier Punkten eine Möglichkeit das Geschäftsmodell langfristig zu stärken, bzw. die Ertragsfähigkeit zu steigern: (1) Langfristige Kostenreduktion, (2) u. (3) verstärkte Innovation und Investition in Nachhaltigkeit und (4) Digitalisierungsprojekte.

(1) Langfristige Kostenreduktion

Bereits im Vorjahr hatte das Management die Hinterfragung sämtlicher Kostenpositionen als langfristiges Optimierungspotential angesehen und konnte dies auch verwirklichen. Die positiven Ergebnisse der letzten Monate (weitestgehend ohne pandemiebedingte Einschränkungen) haben dies deutlich gezeigt.

(2) Partizipation an verstärkter Innovation

Vergangene Krisen haben eindrücklich gezeigt, dass aus solchen Situationen Innovationen entstehen können, welche nicht nur betroffene Unternehmen stärken können 3.

(3) Investitionen in Nachhaltigkeit

Die Gesellschaft beobachtet eine zunehmende Sensibilität gegenüber dem Thema Nachhaltigkeit. Dies sowohl bei den Geschäftspartnern aber auch der individuellen Gäste. Intern steht das Thema längst weit oben auf der strategischen Agenda. Es finden aber auch immer mehr Gespräche und Kooperationen mit unseren Verpächtern statt, um die betriebenen Hotelimmobilien nachhaltiger zu gestalten, sei es durch optimale Ausgestaltung der technischen Systeme, aber auch durch zusätzliche Investitionen wie Photovoltaik-Anlagen. Dies wird sowohl die positive Marktwahrnehmung der Marke verstärken als auch eine langfristige Kostenreduktion bewirken.

(4) Digitalisierungsprojekte und Mitarbeiter

Auch die Digitalisierung wurde bereits im Vorjahr vom Management als große Chance gesehen. Hierbei konnten bereits zahlreiche Projekte umgesetzt werden, welche sowohl unseren Gästen als auch Mitarbeitern zugutekommen. Die Flexibilität aufgrund der Struktur der Gesellschaft trägt zudem stark zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Eine Steigerung der Flexibilität der Mitarbeiter, die Bereitschaft, eingetretene Pfade zu verlassen und auch abteilungsübergreifend einsatzbereit zu sein, ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Hotels. Hiermit wird auch speziell den vielen Mitarbeitern gedankt, welche die Gesellschaft so stark und engagiert unterstützt haben.

2.2. Risiken

Die weitere Entwicklung der Energiekrise und die Beurteilung diverser Konjunkturindikatoren legt nahe, dass außerdem auch folgende Risiken existieren:

(1) Erhöhung der Leitzinsen

Derzeit herrscht in Deutschland eine hohe Inflationsrate, was für ein Absinken des Geldwertes und für einen allgemeinen Anstieg des Preisniveaus von Endprodukten (Konsum- und Investitionsgütern) steht. Gründe für die hohe Inflationsrate sind unter anderem die steigenden Energiepreise, aber auch Lieferengpässe durch die Corona-Pandemie und die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung, verstärkt wird dies durch die Auswirkungen der Ukraine Krise. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, haben bereits einige Zentralbanken die Leitzinsen deutlich angehoben. Dies bedingt, dass potentielle Investoren (hier: Verpächter) bei Bedarf einen Immobilienkauf bzw. -bau zu höheren Kosten finanzieren müssen, was sich letztlich entweder in einer geringeren Rendite oder in einer höheren Pacht niederschlägt. Da allerdings die derzeitige Finanzierung der Gesellschaft aufgrund fix vereinbarter Zinssätze nicht betroffen ist, hat dies keine negativen Auswirkungen auf den Status Quo, sondern kann lediglich das Wachstum verlangsamen.

3 Krisen als Treiber für Innovation

(2) Lieferkettenengpässe

Bereits in den Anfängen der COVID-19 Pandemie waren der Presse Berichte über Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten zu entnehmen. Diese haben sich in den letzten Monaten noch verstärkt und das Management beobachtet und bewertet die Entwicklung insbesondere bei den essentiellen Produkten genau. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich anstehende Renovierungen durch bspw. den Mangel an Halbleitern (Hier: Technik, WiFi und TVs) verzögern. Allerdings setzt die Gesellschaft im alltäglichen Bedarf im Wesentlichen auf lokale und regionale Partner, mit denen die Krise gemeinsam gestemmt wird.

(3) Preisentwicklung und Preisschwankungen

Wie bereits beschrieben, ist künftig auch mit Preiserhöhungen in diversen Bereichen zu rechnen. (Saisonale) Produkte im Bereich des Materialaufwands unterliegen in den letzten Monaten immer höheren Preisschwankungen. Um die Volatilität dieser Produkte zum Vorteil zu nutzen, konzentriert sich das Management auf eine strategisch wertvolle Ausrichtung des Einkaufs, welcher zentral gesteuert wird. Preis- und damit Kostenerhöhungen können schnell und flexibel entgegengetreten werden, da ein dynamisches Revenue Management etabliert wurde.

(4) Russland-Ukraine-Konflikt

Der seit 24. Februar 2022 andauernde Russland-Ukraine-Konflikt und die damit in Zusammenhang stehenden verhängten Sanktionen gegen Russland haben jedoch aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

Grünwald, 26. Mai 2023

GS Star GmbH

gez. Heiko Grote, Geschäftsführer

gez. Marco El Manchi, Geschäftsführer

gez. Edwin Jebbink, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

GS Star GmbH, Grünwald

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.337,78 28.249,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 157.211,00 43.065,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.725.964,00 8.992.733,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.389.517,59 2.865.046,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.435.152,98 4.208.235,73
14.707.845,57 16.109.080,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.030.506,08 5.030.506,08
19.770.689,43 21.167.836,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte 111.243,41 45.761,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.644.351,72 1.238.665,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.768.487,29 10.917.967,07
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 11.573.487,29 (EUR 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.541,22 264.608,17
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 3.541,22 (EUR 264.608,17)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.279.360,52 10.591.710,68
19.695.740,75 23.012.951,23
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 1.296.912,19 1.410.604,96
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.787.977,63 4.830.661,26
29.891.873,98 29.299.978,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 307.709,08 222.472,03
49.970.272,49 50.690.286,68

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.002,00 50.002,00
II. Kapitalrücklage 44.998,00 44.998,00
III. Gewinnrücklagen 443.619,00 443.619,00
IV. Gewinnvortrag 571.455,95 5.151.554,56
V. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 763.064,64 -4.580.098,61
1.873.139,59 1.110.074,95
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.192.467,74 1.012.358,21
2. Sonstige Rückstellungen 3.951.133,02 2.769.185,30
5.143.600,76 3.781.543,51
C. C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.343.750,00 2.500.325,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 325,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.343.750,00 (EUR 2.500.000,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 873.926,94 89.122,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 873.926,94 (EUR 89.122,85)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.527.984,36 6.781.796,07
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.527.984,36 (EUR 6.781.796,07)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.609.925,07 18.085.857,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.644.064,96 (EUR 7.843.049,33)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 9.965.860,11 (EUR 10.242.808,31)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.672.577,60 1.183.475,16
- davon aus Steuern EUR 180.550,74 (EUR 169.359,62)
- davon im Rahmen der sozialen Scherheit EUR 52.059,01 (EUR 9.359,56)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.672.577,60 (EUR 1.183.475,16)
27.028.163,97 28.640.576,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.925.368,17 17.158.091,50
49.970.272,49 50.690.286,68

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

GS Star GmbH, Grünwald

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.060.563,05 22.748.982,26
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.715.773,83 13.691.632,99
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 33,35 (EUR 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Lebensmittel, Getränke und Sonstiges -4.184.794,45 -1.693.034,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.413.465,87 -2.724.788,43
-10.598.260,32 -4.417.823,19
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.105.869,72 -1.932.233,98
b) soziale Abgaben -986.638,90 -742.965,61
-5.092.508,62 -2.675.199,59
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.357.319,95 -2.098.426,95
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.117.347,55 -31.811.004,75
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 4.445,09 (EUR 0,00)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 413.482,43 493.376,95
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 412.896,42 (Vorjahr: EUR 483.298,73)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -711.946,71 -397.058,46
- davon an verbundene Unternehmen EUR 550.599,14 (Vorjahr: EUR 177.125,42)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -502.077,16 -65.179,07
10. Ergebnis nach Steuern 810.359,00 -4.530.699,81
11. Sonstige Steuern -47.294,36 -49.398,80
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 763.064,64 -4.580.098,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die GS Star GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 239996 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 82031 Grünwald, Südliche Münchner Str. 8.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches wurden in der aktuell geltenden Fassung angewendet. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel) und den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens ("Going Concern") ausgegangen.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurde zur Gliederung der Vorräte von den Regelungen des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und der Posten in Lebensmittel, Getränke und sonstige Vorräte umbenannt.

Wegen der Besonderheit des Geschäftszweigs wurde zur Gliederung und Bezeichnung des Materialaufwands ebenfalls von der Regelung gemäß § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Der Posten wurde wie folgt angepasst:

Materialaufwand

a)

Aufwendungen für Lebensmittel, Getränke und Sonstiges

b)

Aufwendungen für bezogene Leistungen

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

1. Aktiva

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

1.2. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

1.3. Vorräte

Die Wertansätze der Vorräte entsprechen den Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten, wobei Anschaffungsnebenkosten werterhöhend und Rabatte und regelmäßige Preisnachlässe wertmindernd berücksichtigt wurden. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet worden.

1.4. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

1.5. Sonstige Wertpapiere

Die sonstigen Wertpapiere i.H.v. TEUR 1.297 beinhalten bei der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, hinterlegte Versicherungen für Mietsicherheiten.

1.6. Flüssige Mittel

Die Bestände an flüssigen Mitteln sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

1.7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellt keinen Bestandsposten dar. Er dient der periodengerechten Abgrenzung von Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

2. Passiva

2.1. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Ebenso die unveränderten Kapital- und Gewinnrücklagen.

2.2. Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

2.3. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.4. Erhaltene Anzahlungen

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgte nach der Netto-Methode.

C. Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB:

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2022

GS Star GmbH

Grünwald

Anschaffungskosten
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.765,26 28.808,94 0,00 0,00 128.574,20
99.765,26 28.808,94 0,00 0,00 128.574,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 49.483,37 130.574,70 0,00 0,00 180.058,07
2. technische Anlagen und Maschinen 12.779.936,51 11.842,91 0,00 0,00 12.791.779,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.391.706,10 688.630,11 0,00 1.873.399,38 6.953.735,59
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.208.235,73 100.316,63 0,00 -1.873.399,38 2.435.152,98
21.429.361,71 931.364,35 0,00 0,00 22.360.726,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.030.506,08 0,00 0,00 0,00 5.030.506,08
5.030.506,08 0,00 0,00 0,00 5.030.506,08
26.559.633,05 960.173,29 0,00 0,00 27.519.806,34
Abschreibungen
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.515,48 24.720,94 0,00 96.236,42
71.515,48 24.720,94 0,00 96.236,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 6.418,37 16.428,70 0,00 22.847,07
2. technische Anlagen und Maschinen 3.787.203,51 1.278.611,91 0,00 5.065.815,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.526.659,60 1.037.558,40 0,00 2.564.218,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.320.281,48 2.332.599,01 0,00 7.652.880,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.391.796,96 2.357.319,95 0,00 7.749.116,91
Restbuchwerte
Buchwert 31.12.2022 Buchwert 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.337,78 28.249,78
32.337,78 28.249,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 157.211,00 43.065,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.725.964,00 8.992.733,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.389.517,59 2.865.046,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.435.152,98 4.208.235,73
14.707.845,57 16.109.080,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.030.506,08 5.030.506,08
5.030.506,08 5.030.506,08
19.770.689,43 21.167.836,09

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Forderungsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag <1 Jahr >1 Jahr
Art der Forderung zum 31.12.2022 TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 3.644 3.644 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 11.769 196 11.573
gegen verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4 4 0
sonstige Vermögensgegenstände 4.279 4.279 0
Summe 19.696 8.123 11.573

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Handelsregistereintragung und ist vollständig eingezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
sonstige ausstehende Rechnungen 1.886 1.145
Übrige sonstige Rückstellungen 1.690 1.256
Personalkosten 97 167
drohende Verluste 199 149
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 79 53
Pacht - -
Summe 3.951 2.769

5. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Gesamtbetrag
2022 2021
Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 2.344 2.500
erhaltene Anzahlungen 874 89
aus Lieferungen und Leistungen 4.528 6.782
gegenüber verbundenen Unternehmen 17.610 18.086
gegenüber Gesellschaftern - -
sonstige Verbindlichkeiten 1.672 1.183
Summe 27.028 28.640
davon mit einer Restlaufzeit
<1 Jahr >1 Jahr
2022 2021 2022 2021
Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten - - 2.344 2.500
erhaltene Anzahlungen 874 89 - -
aus Lieferungen und Leistungen 4.528 6.782 - -
gegenüber verbundenen Unternehmen 7.644 7.843 9.966 10.243
gegenüber Gesellschaftern - - - -
sonstige Verbindlichkeiten 1.672 1.183 - -
Summe 14.718 15.897 12.310 12.743
davon mit einer Restlaufzeit
>5 Jahre gesicherte Beträge
2022 2021 2022 2021
Art der Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten - - - -
erhaltene Anzahlungen - - - -
aus Lieferungen und Leistungen - - - -
gegenüber verbundenen Unternehmen - - - -
gegenüber Gesellschaftern - - - -
sonstige Verbindlichkeiten - - - -
Summe - - - -

6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten diverse Zuschüsse der Vermieter einzelner Hotelimmobilien bzw. der Franchisegeber einzelner Hotelmarken. Die Zuschüsse wurden im Geschäftsjahr bzw. in Vorjahren ausbezahlt und wurden in der Höhe der dafür angeschafften Vermögensgegenstände passiviert. Die Auflösung erfolgt analog der Nutzungsdauer der für die Zuschüsse angeschafften Vermögensgegenstände.

I. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht zugeordnet. Das Realisationsprinzip wurde beachtet. Eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB nicht vorgenommen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen weist die Gesellschaft im Wesentlichen diverse Zuschüsse der Vermieter einzelner Hotelimmobilien bzw. der Franchisegeber einzelner Hotelmarken in Höhe von TEUR 2.213, sowie Staatshilfen, welche im Zuge der COVID-19 Pandemie beantragt wurden in Höhe von TEUR 1.176, aus.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge Im Wesentlichen aus Pachterlässen in Höhe von TEUR 928 enthalten.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 517 enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Beteiligungen

Die Gesellschaft hält zum Stichtag folgende Beteiligungen:

Beteiligungen

Gesellschaft Land Sitz Anteil am Kapital in % Jahresüberschuss (+)/ Verlust (-)
GS Star AT AT Wien 100,00% -634.508,79 €
GS Star NL B.V. NL Amsterdam 100,00% 4.736.093,00 €
BI Hamburg Betriebs-GmbH DE Grünwald 100,00% -267.614,00 €
Rilano Holding GmbH DE Grünwald 100,00% 3.745,44 €
Turicum Hotel Management AG CH Zürich 100,00% -24.440,31 €

2. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat der Tochtergesellschaft GS Star AT GmbH aufgrund des bestehenden negativen Eigenkapitals eine bis zum 30. Juni 2024 befristete und auf TEUR 610 begrenzte Patronatserklärung ausgestellt. Diese wurde von der Tochtergesellschaft angenommen.

Da die Verluste im Zuge der COVID-19 Pandemie entstanden sind und die Gesellschaft eine positive Fortführungsprognose aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering einzustufen.

Weitere Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag jährliche finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Hotelgebäuden und Büroräumen in Höhe von ca. TEUR 22.230 (Vj.: TEUR 21.957) sowie jährliche Aufwendungen aus Leasingverträgen in Höhe von ca. TEUR 1.325 (Vj.: TEUR 1.215). Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen aus Anmietung von Hotelgebäuden und Büroräumen beträgt 21,8 Jahre und die durchschnittliche Restlaufzeit der Leasingverträgen beträgt 2,4 Jahre.

4. Corona Hilfen

Für das Geschäftsjahr 2022 wurden für die GS Star GmbH TEUR 1.176 an staatlichen Ersatzleistungen im Rahmen der Corona-Pandemie beantragt und in 2022 ausgezahlt.

5. Angaben zur Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Heiko Grote, Hotelfachmann, Augsburg

Vertretungsberechtigt zusammen mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen:

Edwin Jebbink, Kaufmann, München (seit 7. Oktober 2022)

Marco El Manchi, Kaufmann, München (seit 7. Oktober 2022)

Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

6. Angaben zur Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2022 164 Mitarbeiter (Vj.: 100 Mitarbeiter). Da alle in der Gesellschaft beschäftigten Arbeitnehmer operativ tätig sind, erfolgt keine weitere Aufteilung nach Gruppen gem. § 285 Abs. 7 HGB.

7. Honorar des Wirtschaftsprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 39 und resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

8. Sonstiges

Die Gorgeous Smiling Hotels Holding GmbH, Grünwald, stellt als Mutterunternehmen der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

9. Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

Im März 2023 hat der Konzern, in dem die Gesellschaft eingebunden ist, auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin ("ITB") eine neue Eigenmarke mit dem Namen "elaya" präsentiert. Diese wird noch im laufenden Geschäftsjahr einige der in der Gesellschaft betriebenen Hotels mit dem Markenauftritt "Arthotel ANA" ablösen.

10. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Grünwald, 26. Mai 2023

GS Star GmbH

gez. Heiko Grote, Geschäftsführer

gez. Marco El Manchi, Geschäftsführer

gez. Edwin Jebbink, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 31. Mai 2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GS Star GmbH, Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GS Star GmbH, Grünwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GS Star GmbH, Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 26. Mai 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Albrecht Richard, Wirtschaftsprüfer

gez. Dieter Peters, Wirtschaftsprüfer

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