Bissantz & Company GmbH

Nordring 98, 90409 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 15590
Eingetragen
2.7.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Software und Hardware sowie Beratung von Unternehmen, insbesondere im Bereich des Controlling und Marketings.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bertram Dr. Küppers
seit 11.7.2014
Prokura
Michael Westphal
seit 14.7.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Voltastr. 93 a, 90459 Nürnberg
47.500 DM
95.00%

Beteiligungen

NameAnteil
MB Datalab GmbHAufgelöst
67.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bissantz & Company GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.175,50 65.208,00
II. Sachanlagen 441.594,00 484.402,00
III. Finanzanlagen 3.274.510,15 3.772.532,85
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.540.602,75 4.513.801,71
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.809.091,74 2.966.230,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 100.604,40 105.099,29
10.189.578,54 11.907.274,04

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 6.500.904,80 7.145.956,27
III. Jahresüberschuss 527.492,74 929.948,53
B. RÜCKSTELLUNGEN 442.512,35 831.727,25
C. VERBINDLICHKEITEN 1.217.153,06 1.555.206,40
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.468.821,00 1.411.811,00
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 7.130,00 7.060,00
10.189.578,54 11.907.274,04

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2023

2023 Vorjahr
Rohergebnis 10.336.603,29 10.770.279,51
Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter ./. 6.452.615,54 ./.6.088.584,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ./. 1.042.022,92 ./. 947.354,69
- davon für Altersversorgung € 5.748,17 (Vj. € 4.747,80)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 272.037,18 ./. 276.402,44
Sonstige betriebliche Aufwendungen ./. 1.899.226,38 ./. 2.006.048,04
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 190.230,10 78.084,33
Abschreibungen auf Finanzanlagen ./. 48.211,71 ./. 114.720,57
Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 12.785,14 ./. 11.880,64
Aufwendungen für abgeführte Gewinne an stille Gesellschafter ./. 9.316,42 ./. 15.632,67
Steuern vom Einkommen und Ertrag ./. 260.467,36 ./. 456.037,87
- davon Aufwand aus der Zuführung zu latenten Steuern € 70,00 (Vj. € 2.310,00)
Ergebnis nach Steuern 530.150,74 931.702,53
Sonstige Steuern ./. 2.658,00 ./. 1.754,00
Jahresüberschuss 527.492,74 929.948,53

ANHANG

Allgemeine Angaben

Die Bissantz & Company GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer B 15590 eingetragen.

Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten wird im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens von geringem Wert bis 800 € wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB zum Bilanzstichtag angesetzt. Sofern Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung gem. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Der Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde um eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Nettoforderungsbetrages gekürzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, insbesondere aus Lizenz- und Wartungsverträgen sowie aus Leasingsonderzahlungen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für Wartungs- und Mietverträge sowie erhaltene Bonuszahlungen.

Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB aufgrund von unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern im Anlagevermögen. Zur Berechnung der latenten Steuern wurde der unternehmensspezifische Ertragssteuersatz angewendet, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz, dem Prozentsatz für den Solidaritätszuschlag und dem Gewerbesteuersatz zusammensetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten 01.01.2023 Zugänge/ Abgänge (./.) 2023 Anschaffungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 440.236,99 4.254,73 444.491,72
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.440,84 205.643,95 2.149.458,68
./. 342.626,11
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des 3.903.071,42 50.017,19 3.354.566,18
Anlagevermögens ./. 598.522,43
6.629.749,25 259.915,87 5.948.516,58
./. 941.148,54
kum. Abschreibung 01.01.2023 Zugang/ Abgänge (./.) 2023 kum. Abschreibung 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 375.028,99 46.287,23 421.316,22 23.175,50 65.208,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.802.038,84 225.749,95 1.707.864,68 441.594,00 484.402,00
./. 319.924,11
III. Finanzanlagen
Wertpapiere Anlagevermögens 130.538,57 48.211,71 80.056,03 3.274.510,15 3.772.532,85
./. 98.694,25
2.307.606,40 320.248,89 2.209.236,93 3.739.279,65 4.322.142,85
./. 418.618,36

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 816.481,85 (Vorjahr € 547.222,68) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Personalkosten 362.825,35
Jahresabschlusserstellung und Prüfung 70.600,00
433.425,35

Die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten werden in folgendem Verbindlich-keitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
erhaltene Anzahlungen 9.582,00 9.582,00
(Vorjahr) (55.196,00) (55.196,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 273.678,00 273.678,00
(Vorjahr) (289.876,77) (289.876,77)
Sonstige Verbindlichkeiten 933.893,06 657.634,68 276.258,38
(Vorjahr) (1.210.133,63) (933.875,25) (276.258,38)
Gesamt 1.217.153,06 940.894,68 276.258,38
(Gesamt Vorjahr) (1.555.206,40) (1.278.948,02) (276.258,38)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 199.580,09.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die im Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 25.660,09 (Vj. € 45,33).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 4.565,02 (Vj. € 46.203,00).

Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen von € 48.211,71 handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.

Sonstige Angaben

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.

Zum Bilanzstichtag bestanden für das Jahr 2024 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Restlaufzeit in Jahren TEUR
Gebäudemiete auf unbestimmte Zeit 274
Kfz-Leasing 1-3 Jahre 162

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Verpfändung von Bankguthaben und eines Wertpapierdepots in Höhe von € 2.500.000,00 für die Absicherung von Verbindlichkeiten eines Gesellschaftergeschäftsführers.

Im Jahr 2023 wurden im Durchschnitt 92 Angestellte (inkl. Geschäftsführer) beschäftigt.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 527.492,74 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 7.028.397,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführer der GmbH sind:

Herr Dr. Nicolas Bissantz, Nürnberg

Herr Michael Westphal, Nürnberg

Bezüglich der Angabe nach § 285 Abs. 1 Nr. 9 a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Nürnberg, 23. Dezember 2024

Dr. Nicolas Bissantz, Geschäftsführer

Michael Westphal, Geschäftsführer

Lagebericht 2023

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war weiterhin durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine geprägt. Mit der immer noch hohen Inflation und der Auswirkungen auf die Zinsen ist die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung erheblich gestiegen. Nachdem das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2022 um 1,8 % gestiegen ist, ist die deutsche Wirtschaft in 2023 preisbereinigt um -0,3 % geschrumpft. Die Inflationsrate in Deutschland ist jahresdurchschnittlich von 6,9 Prozent in 2022 auf 5,9 % in 2023 gefallen, was nach wie vor ein hoher Wert ist. 1

1 Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Stand: Februar 2024

Die Informationstechnologie-Branche in Deutschland gewinnt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung weiter an Bedeutung und konnte nach Angaben des Online-Plattform Bitkom im Jahr 2023 einen Umsatzwachstum von 2,6 % erreichen. Ein deutlich niedrigerer Wert als in den Vorjahren. 2

2 Quelle: Bitcom, IDC, Dezember 2024

Bissantz & Company, gegründet 1996, ist ein deutsches, inhabergeführtes Softwareunternehmen und spezialisiert auf Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben der Datenanalyse, der Planung und des Reporting. Das Hauptprodukt ist DeltaMaster, eine integrierte Business-Intelligence-Software, die alle Nutzergruppen unter einer einheitlichen Oberfläche adressiert, vom professionellen Analysten über den Berichtsempfänger bis zum Budgetplaner. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Automation betriebswirtschaftlicher Analysen. Zudem gilt Bissantz & Company als Vorreiter, was die Gestaltung (Visualisierung) von Berichten und Cockpits angeht.

Bissantz & Company ist vorwiegend im deutschsprachigen Raum aktiv. Der Hauptsitz des Unternehmens ist Nürnberg, zudem wird ein Büro in Hamburg unterhalten. Über Partner werden die Auslandsmärkte bearbeitet, große Erfolge konnten mit Partnern in Mittelamerika und im europäischen Ausland erzielt werden.

B. Geschäftsverlauf

Für Bissantz & Company hat sich das schwierige Umfeld ausgewirkt, die Erlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,3 % unter dem hohen Niveau des Vorjahres.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme hat sich von 11.907 TEUR um 1.718 TEUR auf 10.189 TEUR verringert. Die Veränderung auf der Passivseite ist insbesondere zurückzuführen auf die Verringerung des Eigenkapitals von 8.101 TEUR um 1.048 TEUR auf 7.054 TEUR. Die Rückstellungen, die Verbindlichkeiten und der passive Rechnungsabgrenzungsposten sind etwa auf Vorjahresniveau.

Die Eigenkapitalquote beträgt damit zum Bilanzstichtag rund 69,2 % (Vorjahr 68,0 %). Durch die seit Jahren sehr gute Ertragslage hat die Gesellschaft keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und finanziert sich selbst.

Auf der Vermögensseite sind der hohe Bestand an liquiden Mittel in Höhe von 3.809 TEUR (Vorjahr: 2.966 TEUR) und an Wertpapieren des Anlagevermögens von 3.275 TEUR (Vorjahr: 3.773 TEUR) hervorzuheben, wobei durch den Verkauf von Finanzanlagen zu Restbuchwerten von insgesamt TEUR 522 eine Erhöhung der liquiden Mittel bei gleichzeitigem Rückgang der Finanzanlagen zu verzeichnen war. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere aufgrund der Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens von 3.057 TEUR im Vorjahr auf 1.712 TEUR zum 31.12.2023 gesunken. Aus der operativen Geschäftstätigkeit konnte wiederum ein positiver Cashflow erwirtschaftet werden.

Das Rohergebnis ist, verglichen mit dem guten Vorjahr, um 434 TEUR auf 10.337 TEUR gesunken. Bei dem genannten Rückgang der Umsatzerlöse von 2,3 % war gleichzeitig ein erhöhter Aufwand für Fremdleistungen zu verzeichnen. Der Personalaufwand hat sich bei einer leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 89 im Vorjahr auf 92 in 2023 um 459 TEUR bzw. 6,5 % auf 7.495 TEUR erhöht. Das operative Ergebnis (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag mit 611 TEUR unter dem Vorjahr von 1.320 TEUR. Insgesamt konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder ein hoher Jahresüberschuss von 527 TEUR (Vorjahr: 930 TEUR) erwirtschaftet werden.

Zusammenfassend haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren auf gutem Niveau gehalten. Die hohen Vorjahreswerte konnten allerdings nicht übertroffen werden, das Rohergebnis und das operative Ergebnis liegen auf einem sehr guten Niveau, wenn auch wie erwartet unter den Werten des Vorjahres. Sowohl die GuV wie auch die Bilanz zeigen ein gesundes Unternehmen mit weiterhin großem Wachstumspotenzial.

D. Chancen und Risiken

Die Pandemie hat schon deutlich gemacht, dass es Risiken gibt, die nicht vorhersehbar sind. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat das noch einmal übertroffen. Nach wie vor ist die Welt von diesen Krisen betroffen, die Regierungen begegnen der Situation mit unterschiedlichen Maßnahmen. Die schon bestehenden Schwankungen der Rohstoff- und Devisenmärkte sind noch größer geworden, die Lieferketten wurden durch die Krisen aus dem Takt gebracht.

Weiterhin existieren zahlreiche Konflikte in vielen Regionen und die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten können jederzeit Auslöser für weitere Krisen sein, von der sicher auch die Gesellschaft betroffen wäre. Es ist nach wie vor nicht abzusehen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen diese Krisen auf das Geschäftsfeld der Gesellschaft haben könnten.

Für die Gesellschaft kann dies Chance und Risiko zugleich bedeuten: Das Betätigungsfeld der Gesellschaft, nämlich die Filterung, Auswertung und Darstellung von Daten und Planungslösungen, ist gerade in unsicheren Zeiten für viele Marktteilnehmer wichtig. Verbunden mit der Weiterentwicklung von Technologien könnte dies zu einem schnellen Wandel führen und bestehende Geschäftsmodelle infrage stellen oder neue Perspektiven eröffnen.

Aufgrund der hohen Anzahl an Kunden und deren ausgewogenen Anteil am Gesamtumsatz ist das Risiko von Kundenabhängigkeiten begrenzt.

Für die Gesellschaft ist der Einsatz von qualifiziertem Personal von großer Bedeutung. Das Recruiting geeigneter Fachkräfte sowie das steigende Lohniveau stellen eine kontinuierliche Herausforderung dar.

E. Forschung und Entwicklung

Bissantz & Company begegnet den Risiken durch ein hohes Innovationstempo: Regelmäßig erscheint eine neue Version der Bissantz Software mit zahlreichen Neuerungen. Zudem wird viel in die Forschung investiert.

F. Risikomanagementziele

Das Risikomanagement zielt darauf ab, den Bestand des Unternehmens zu sichern und die Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Unternehmerische Entscheidungen werden vor diesem Hintergrund geprüft.

Die Anlage der Aktiva erfolgt konservativ. Auf der Passivseite werden keine Finanzinstrumente eingesetzt. Die Liquidität wird über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln gesichert. Darüber hinaus ist ein effektives Forderungsmanagement etabliert.

G. Ausblick

In Zukunft wird Bissantz & Company den eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen und rechnet auch weiterhin mit einer Fortführung der positiven Geschäftsentwicklung. Ziel der Geschäftsleitung ist, das bestehende Produktportfolio beizubehalten und mit hoher Innovationsgeschwindigkeit weiterzuentwickeln.

Die Bundesregierung rechnete für das laufende Jahr 2024 zum Jahresanfang mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 des BMWi).

Bissantz & Company erwartet daher für das Geschäftsjahr 2024 ein gutes Rohergebnis und ein gutes operatives Ergebnis, das aber voraussichtlich leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres liegen wird. Aufgrund des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und der schwachen deutschen Wirtschaft werden sich weiterhin negative Effekte auf das Rohergebnis und das operative Ergebnis ergeben.

 

Nürnberg, 23. Dezember 2024

Dr. Nicolas Bissantz, Geschäftsführer

Michael Westphal, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bissantz & Company GmbH, Nürnberg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bissantz & Company GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bissantz & Company GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 17. Februar 2025

Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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