Zumtobel Group Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lampen und Leuchten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Jürgens seit 13.12.2022 | Geschäftsführer |
Gerald Köneke seit 20.7.2016 | Geschäftsführer |
Eckhard Lüdeking seit 22.8.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Zumtobel Lighting GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zumtobel Lighting GmbHLemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen der GesellschaftDie Zumtobel Lighting GmbH, Lemgo, ist ein Produktionsunternehmen des in Österreich börsennotierten Zumtobel Konzerns, welcher ein führender Anbieter auf dem Markt der professionellen Gebäudebeleuchtung ist. Das Unternehmen bietet ein weites Spektrum an hochwertigen LED-Leuchten für die verschiedenen Anwendungsbereiche wie z. B. Büro und Kommunikation, Bildung und Wissen, Präsentation und Verkauf, Kunst und Kultur, Hotel und Wellness, Industrie, Gesundheit und Pflege. Dabei ist das Ziel, den Kunden nachhaltige und ganzheitliche zukunftsweisende Lichtlösungen anzubieten, die höchste ergonomische, ökonomische und ökologische Ansprüche erfüllen. Eine hohe Produkt- und Servicequalität stehen dabei für die Marke Zumtobel. Mit Licht Erlebniswelten schaffen: das ist das Ziel bei der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Dabei wird ein Fokus auf innovative, energieeffiziente Lichtlösungen gelegt. Die Zusammenarbeit mit internationalen Architekten, Lichtplanern, Designern und Künstlern liefert dafür wertvolle Impulse. Die Fertigung betrifft die Sortimente Downlights, Strahler, Ausstattungsleuchten und Strukturleuchten. Die produzierten Leuchten werden an ein Zumtobel Konzernunternehmen geliefert und berechnet. Der Vertrieb von Produkten im Inland und im europäischen Ausland erfolgte regelmäßig über die Vertriebsgesellschaften des Zumtobel Konzerns. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Kalenderjahr 2023 beeinflusst von einer wirtschaftlichen Stagnation und gleichzeitig hohen Inflationsraten. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in seinen Pressemitteilungen ausgeführt hat, waren vor allem die Nachwirkungen der hohen Kaufkraftverluste durch die Energiepreiskrise sowie die geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft ursächlich für diese Entwicklung. Hinzu kommt die angespannte geopolitische Lage. Das ifo-Institut führt in seiner Konjunkturprognose vom Frühjahr 2024 aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession befunden hat. Im Gegensatz zu anderen großen europäischen Ländern zeigten sich in Deutschland große Unsicherheiten und eine schlechte Stimmung bei Unternehmen und Haushalten, was sich auch in einer späteren Erholung der Industriekonjunktur widerspiegelt. In Deutschland stagnierte im Sommerhalbjahr 2023 die Wirtschaftsleistung und ging im 4. Quartal des Jahres 2023 sogar um 0,3% zurück. Insbesondere in der Industrie und der Bauwirtschaft war ein kräftiger Rückgang der Wertschöpfung festzustellen. Lediglich der private Konsum stützte die Konjunktur. Wie das Statistische Bundesamt in seinen Pressemitteilungen dargestellt hat, beendete die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus. Für das gesamte Jahr 2023 betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,3% gegenüber dem Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1%). Im ersten Quartal des Jahres 2024 nahm die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung insgesamt um 0,3% gegenüber dem Vorquartal zu. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung der Wirtschaftsleistung unterschiedlich. Im Baugewerbe war der größte Zuwachs festzustellen, was vor allem auf verbesserte Witterungsbedingungen zurückzuführen ist. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insbesondere bei der Produktion von Vorleistungsgütern eine Steigerung der Bruttowertschöpfung, bei den Investitionsgütern wurde demgegenüber weniger produziert. Im Verarbeitenden Gewerbe zeigte sich im ersten Quartal 2024 insgesamt ein leichter Zuwachs von 0,2% im Vergleich zum Vorquartal. Im internationalen Vergleich lag die Entwicklung der deutschen Wirtschaft zum Jahresbeginn 2024 leicht unterhalb des europäischen Durchschnitts. Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA war im Vergleich zum Vorquartal mit +0,4% etwas besser als die der EU. Der ZVEI veröffentlichte die Konjunkturentwicklung in der Elektroindustrie im Jahr 2023 in seinem Konjunkturbarometer vom Februar 2024. Die Daten zur Entwicklung im ersten Quartal 2024 wurden im Konjunkturbarometer vom Mai 2024 veröffentlicht. Die Auftragseingänge für das gesamte Jahr 2023 verzeichneten ein Minus von 2,2 % gegenüber dem Vorjahrswert. Bei den inländischen Bestellungen gab es einen Zuwachs von 2,6%, demgegenüber standen die Auslandsbestellungen mit einem Rückgang von 6,1%. Betrachtet man den Auftragseingang aus dem Euroraum, war das Minus mit 9,3% mehr als doppelt so hoch wie der Rückgang der Bestellungen aus Ländern außerhalb des Euroraums (-4,2%). Die Reduzierung der Auftragseingänge setzte sich 2024 fort. Im gesamten ersten Quartal 2024 ist eine Reduzierung um 13,5% gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter wuchs in 2023 lediglich um 0,4 %. Im ersten Quartal 2024 ergab sich ein Rückgang um 10,8% gegenüber Vorjahr. Als Produktionsbehinderungen werden von den Unternehmen Auftragsmangel, Mangel an Arbeits- bzw. Fachkräften und Materialknappheit genannt. Der aggregierte Branchenumsatz im Jahr 2023 übertraf den Vorjahreswert um 6,0%. Im gesamten ersten Quartal 2024 war ein Rückgang von 8,9% festzustellen, bei einem gleichzeitigen Anstieg der Erzeugerpreise um 2%. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft2.2.1 ErtragslageErgebnissituationDie folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und Jahresüberschuss die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Es werden ebenfalls steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren durch Zumtobel verfolgt, z. B. CO 2 -Reduzierung, Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien, Erhöhung der Recycling-Quote. Der Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) sank gegenüber dem Vorjahr von EUR 3,6 Mio. auf EUR 2,6 Mio. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 EUR 2,7 Mio. gegenüber EUR 3,8 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 und sank damit das 4. Jahr in Folge. Das reduzierte Ergebnis erklärt sich insbesondere aus den erhöhten Aufwendungen. Da die Umsatzerlöse auf gleichbleibendem Niveau geblieben sind, konnten diese Aufwandssteigerungen nicht kompensiert werden. Vor allem bei den Konzernverrechnungen und Restrukturierungsaufwendungen sowie im Personalbereich sind gegenüber dem Vorjahr höhere Aufwendungen zu verzeichnen. Durch die konzernweit einheitliche Verrechnungspreissystematik wurde das legale Ergebnis der Gesellschaft in Abhängigkeit von den erzielten Verkaufspreisen der Vertriebsgesellschaften beeinflusst. Nachdem im Vorjahr noch eine Umsatzsteigerung erzielt werden konnte, stagnierte der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 und stieg lediglich um 0,2% auf EUR 59,8 Mio. Dies entsprach bei weitem nicht den erwarteten Umsatzsteigerungen. Die Materialaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr minimal reduziert und liegt bei 40,3 % (i. Vj. 40,6 %). Die Reduzierung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde durch den höheren Aufwand bei den bezogenen Leistungen nahezu kompensiert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde die Kurzarbeit fortgeführt. Der im Geschäftsjahr 2019/2020 mit der IG Metall abgeschlossene Ergänzungstarifvertrag mit einer Laufzeit bis August 2024 regelt, dass ab September 2023 wieder das volle tarifliche Entgelt gezahlt wird. Im Juni 2023 gab es eine weitere Tariferhöhung in Höhe von 5,2%. Für die Beschäftigten besteht ein Anspruch auf eine Einmalzahlung, dass sog. Tarifliche Zusatzgeld ("T_ZUG"), welches im Juli 2023 ausgezahlt wurde. Im Februar 2024 gab es mit der Inflationsausgleichsprämie eine zusätzliche Sonderzahlung, sowie, ebenfalls im Februar 2024, eine weitere Einmalzahlung, das sog. Transformationsgeld ("T-Geld"). Insgesamt erhöhten sich der Personalaufwand um 2,9%. Durch die veränderten Prämissen für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen und die daraus resultierende Auflösung von Rückstellungen ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 0,4 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 12,0 % über denen des Vorjahres. Bedingt durch die hohen Lohn- und Gehaltssteigerungen und das geringere Produktionsvolumen werden Anpassungen im Personalbereich nötig, für die Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 0,6 Mio. angefallen sind. Ein weiterer Grund für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die höheren Konzernverrechnungen. Für die Logistikkosten wurden EUR 3,9 Mio. in Rechnung gestellt, die damit um EUR 0,3 Mio. über denen des Vorjahres lagen. Die Konzernverrechnungen für den Bereich Marketing und Produktmanagement lagen EUR 0,5 Mio. über denen des Vorjahres, u. a. durch die Aufwendungen für die Messe Light & Building. Insgesamt erhöhten sich die Konzernverrechnungen um EUR 1,1 Mio. Umsatzerlöse/GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Umsatzerlöse lediglich in geringem Umfang zum Vorjahr gestiegen. Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt EUR 59,8 Mio. und lagen damit EUR 0,1 Mio. bzw. 0,2 % über dem Vorjahr. Bezogen auf die Leuchten-Segmente ist festzustellen, dass in dem Bereich der Downlights eine Umsatzsteigerung von +11,4% und eine Steigerung der Stückzahlen von +13,1% gegenüber dem Vorjahr erzielt werden konnte. Die Steigerung des Umsatzes im Bereich der Systeme beträgt +16,0%. Die Stückzahlen reduzierten sich allerdings insgesamt um -8,1%. Im Bereich der Strahler ist erneut ein Umsatzrückgang (-11,5%) und eine Reduzierung der Stückzahlen (-18,0%) festzustellen. BeschaffungDie Materialpreise sind während des Geschäftsjahres stabil geblieben. Über alle Warengruppen reduzierten sich die Preise auf Materialebene in Summe um 0,79 %, nach Einbeziehung aller weiteren Reduzierungen, beispielsweise Boni von Lieferanten, ergeben sich in Summe Preisreduzierungen in Höhe von insgesamt 1,1%. Bei den Warengruppen Druckguss, Aluminiumprofilen und Kunststoffkomponenten waren Preisreduzierungen zu verzeichnen, während bei elektronischen Bauteilen (LEDs, Vorschaltgeräten,...) Preiserhöhungen nicht zu vermeiden waren. Hohe Energiepreise und längere Lieferketten von Frachten aus Asien hatten zudem Einfluss auf die Kosten. Das BoM-Einkaufsvolumen (Materialeinkäufe für eigenproduzierte Erzeugnisse) ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 mit EUR 19,6 Mio. im Geschäftsjahr 2023/2024 nahezu konstant geblieben. Durch die globalen Krisen (Ukrainekrieg, Israel-Konflikt) bleibt die Lage auf dem Beschaffungsmarkt weiter angespannt. Die Transportzeiten bei Lieferungen von Lieferanten aus Asien (Seefrachten) haben sich insbesondere im 3. und 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023/2024, bedingt durch den Konflikt mit den Huthi-Rebellen, nach der Normalisierung im 1. und 2. Quartal, wiederum. Die Liefertermintreue lag im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 94,2 % im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr auf einem höheren Wert und hatte positive Auswirkungen auf die Produktion und Lieferperformance bei den Fertigprodukten. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Bestände von Rohmaterialien im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um EUR 0,5 Mio. auf EUR 3,1 Mio. reduziert. Personal und SozialbereichIm Geschäftsjahr 2023/2024 waren nach Köpfen im Durchschnitt 275 (i. Vj. 300) Mitarbeiter/innen (ohne Auszubildende) beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 war ein Leiharbeiter im Bereich Entwicklung sowie ein Leiharbeiter im Bereich Instandhaltung tätig. Forschung und EntwicklungIm Bereich Forschung und Entwicklung waren zum Geschäftsjahresende insgesamt 38 Mitarbeiter/innen sowie ein Leiharbeiter beschäftigt (i. Vj. 43 Mitarbeiter/innen). Zum Teil finden F&E Leistungen auch durch Konzernunternehmen statt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden für die Produktfamilie VIVO2 weitere Produktvarianten entwickelt. Es stehen nun Strahler mit spezieller Linsen- und Zoom-Optik zur Verfügung, die eine deutlich verbesserte Lichtverteilung mit sauberer Licht-Abgrenzung zeigen. Damit ist es möglich, diese Strahler auch im Art & Culture-Bereich einzusetzen. Weiterhin wurden Varianten mit einer hohen Effizienz und hohem Lumen-Output entwickelt sowie eine weitere Variante für den Einsatz in den US-Markt. Im Bereich der Systemleuchten wurde SUPERSYSTEM INTEGRAL durch eine Anbauvariante ergänzt. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 bestehende Produktsortimente weiterentwickelt, um zusätzliche Produktvarianten anbieten zu können. Darüber hinaus wurden durch die Durchführung von Wertanalysen Einsparpotentiale in den Material- und Produktionskosten ermittelt. Die Entwicklung neuer Produkte sowie Weiterentwicklung bestehender Produktsortimente wird auch im neuen Geschäftsjahr fortgeführt. ProduktionAuch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 blieben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück. Die Produktionskapazitäten wurden, wie bereits im Geschäftsjahr 2022/2023, durch Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitmodelle dem reduzierten Arbeitsvolumen angepasst. Auch die Produktion der Eigenfertigungsteile musste reguliert werden, um einerseits die Liefertermintreue zu erhalten, andererseits den Lagerbestand der Komponenten auf ein reduziertes Niveau zu bringen. Die automatische Produktionsanlage für CETUS3, die im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 in Betrieb genommen wurde, hat mit Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 eine Auslastung von zwei Schichten erreicht. Diese Auslastung wurde stabil über das Geschäftsjahr gehalten. Die automatische Produktionsanlage für CHALICE3 wurde Anfang Februar 2024 in Betrieb genommen und hat zum Ende das Geschäftsjahres 2023/2024 bereits ebenfalls eine Auslastung von zwei Schichten erreicht. Im Bereich der Lager (AKL) wurde ein Retrofit für die Mechanik installiert und anschließend wurde das AKL wieder erfolgreich in Betrieb genommen. Im Bereich Kunststofftechnik wurden zwei neue Anlagen für die Produktion von Kühlkörpern (CETUS3) und Auslegern (VIVO2) erfolgreich in Betrieb genommen. Durch Wertanalyse-Projekte ist es uns gelungen, die Kühlkörper und Ausleger für o.g. Produktfamilien aus Kunststoff herzustellen. Wir konnten so die Wertschöpfung im Hause erhöhen, sowie die Herstellkosten der Produkte reduzieren. InvestitionenFür das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden alle Investitionen auf Nachhaltigkeit geprüft. Die größte Investitionssumme betrifft die Werkzeuge für Neuproduktentwicklungen. Eine weitere größere Investition betrifft die Automation im Downlightbereich. Durch diese Investition wird es ermöglicht, die neu am Markt eingeführte Leuchtenfamilie CHALICE3 kostengünstig zu montieren. Darüber hinaus wurde in zwei neue Spritzgießmaschinen investiert, um Kunststoffkühlkörper für Downlights sowie Kunststoffausleger für die Strahlerproduktion fertigen zu können. UmweltschutzIm Geschäftsjahr 2023/2024 fand vom 21.11. bis zum 23.11.2023 ein externes Audit nach ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO 50001:2018 durch die QA (Quality Austria) statt. Erstmalig wurde ein Antrag auf ein Zertifikat nach ISO 45001:2018 gestellt. Das Audit zur Zertifizierung wurde erfolgreich bestanden. Im Audit wurden Verbesserungspotentiale und Empfehlungen aufgezeigt. Abweichungen oder Beanstandungen wurden nicht festgestellt. Im Bereich des Immissionsschutzes wurde die Lösemittelbilanz für die Behörde erstellt. Die Werte liegen in den von der Verordnung festgelegten Grenzen unter Verwendung des eingereichten Reduzierungsplanes. Der Bescheid liegt zum Zeitpunkt des Berichtes noch nicht vor. Für den Bereich Gewässerschutz/Kanalnetz ist der Sanierungsplan für den Abschnitt Lackiererei auf das Geschäftsjahr 2024/2025 geschoben worden. Der Fettabscheider wurde 2023/2024 saniert. Im Bereich des Brandschutzes wurde die Genehmigung des Brandschutzkonzepts Nord Teil II aufgrund von Layout-Änderungen verschoben und soll nun im Geschäftsjahr 2024/2025 erfolgen. Das Brandschutzkonzept Süd soll Mitte des Geschäftsjahres 2024/2025 abgeschlossen werden. Im Bereich des Energiemanagements wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 zwei neue Druckluftkompressoren angeschafft. 2.2.2 FinanzlageDie Cash-Pool-Position gegenüber dem deutschen Cash-Pool-Führer der Zumtobel Holding GmbH veränderte sich dahingehend, dass Forderungen in Höhe von EUR 4,5 Mio. bestehen (i. Vj. Forderungen von EUR 4,6 Mio.). Durch die Einbindung in den Zumtobel Konzern und den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag ist die Finanzlage gesichert. 2.2.3 VermögenslageIm Geschäftsjahr 2023/2024 betrugen die Investitionen in materielle Vermögenswerte, inklusive geleisteter Anzahlungen und Anlagen im Bau, EUR 2,3 Mio. (i. Vj. EUR 2,2 Mio.) und lagen damit leicht über dem Vorjahresniveau. Den größten Anteil daran hatten die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau, insbesondere für einen Montageautomaten für das neu entwickelte Entwicklung Downlight PANOS3, welches im Geschäftsjahr 2024/2025 neu am Markt eingeführt werden soll. Weitere größere Investitionen erfolgten in Werkzeuge für Neuentwicklung und Ersatzwerkzeuge sowie in die Automation für das neue Downlight CHALICE3 und die mechanische Modernisierung des Lagers. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio. bzw. 7,6% reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen veränderten sich auf EUR 9,3 Mio. (i. Vj. EUR 8,9 Mio.). Insgesamt reduzierten sich die Rückstellungen um EUR 0,6 Mio. Dies erklärt sich durch die Reduzierung der Rückstellung für Pensionen in Höhe von EUR 0,8 Mio. Dagegen erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR 2,7 Mio. Diese Erhöhung kommt insbesondere aus dem Bereich der Rückstellung für Restrukturierungskosten. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf insgesamt EUR 3,2 Mio. (i. Vj. EUR 2,7 Mio.). Darunter sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,4 Mio., die sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht erhöhten. 2.2.4 GesamtaussageAufgrund der dargestellten Geschäftsentwicklung war das Geschäftsjahr 2023/2024 für die Zumtobel Lighting GmbH nicht zufriedenstellend. Die erwartete Umsatzsteigerung fiel erheblich geringer aus als erwartet und die Reduzierung des Ergebnisses war höher als prognostiziert. 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtAls wesentliche Risiken sieht die Geschäftsführung den zunehmenden Preisdruck in der Beleuchtungsindustrie, ein herausforderndes globales Umfeld mit wachsenden Handelskonflikten und Unsicherheiten, mit sich schnell verändernden Märkten und fortschreitender Liberalisierung und Globalisierung sowie eine sich verstärkende Materialknappheit und -verteuerung auf der Beschaffungsseite mit Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten. Ein weiteres Risiko sind die geopolitischen Umstände wie der Krieg in der Ukraine oder die unsichere Lage in anderen Krisengebieten, die einen erhebliche Einfluss auf die Preisentwicklung oder Verknappung von Rohöl, Strom und Erdgas haben können und damit auf die konjunkturelle Entwicklung, nicht nur in Deutschland. Um Risiken zu begegnen, werden im Rahmen der Prozesse von den Bereichen alle relevanten Risikopotenziale regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet. Für bestandsgefährdende Risiken sind Indikatoren und eindeutige Verantwortlichkeiten festgelegt. Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verfahrensanweisungen und Verantwortlichkeiten in einem Leitfaden eindeutig geregelt. Die prozessunabhängige Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgt u. a. durch die Muttergesellschaft. Die Veränderung der Nachfrage- und Wettbewerbssituation stellt ein mittleres Risiko für die Absatzentwicklung dar. Eine ausschließliche Abhängigkeit von einzelnen Produkten, Abnehmern oder Absatzregionen besteht allerdings nicht. Wobei sich bei der Analyse von Projekten zeigt, dass speziell Downlights und Strahler einem deutlichen Marktpreisdruck ausgesetzt sind. Durch eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und Qualitätssicherung begegnen wir geringen Risiken im Bereich technischer Fortschritt und Qualität. Die Liquidität wird laufend überwacht und durch die Zumtobel Holding GmbH sichergestellt, sodass sich hier kein Risiko für Finanzierungs- und Liquiditätsengpässe ergibt. Wegen des Einsatzes moderner Hard- und Software sehen wir keine Risiken aus der verwendeten Informationstechnologie. Ein hohes Risiko besteht auf der Beschaffungsseite durch die Verknappung von Produktionsmaterial sowie durch eine Verteuerung der Weltmarktpreise für die Hauptrohstoffe Aluminium, Kunststoffgranulat, Kupfer und Wechselkursänderungen des US-Dollar. Zur Kurssicherung des US-Dollars wurden im Geschäftsjahr Sicherungsgeschäfte getätigt. Wir führen eine regelmäßige Risikobetrachtung durch, wodurch gezielt gegen Risiken vorgegangen werden kann. Größere Risiken werden durch Versicherungen abgedeckt. Deshalb sehen wir keine über das allgemeine Geschäftsrisiko hinausgehenden Gefahren für die Gesellschaft. Das Ifo-Institut führt in seiner Konjunkturprognose vom Frühjahr 2024 aus, dass die Finanzpolitik zu Beginn des Jahres 2024 den Bundeshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet hat und dabei der restriktive Kurs verschärft wurde. Unternehmen und Haushalte werden mehr belastet oder weniger entlastet, die Staatsausgaben werden gekürzt. Zum Jahresbeginn 2024 wird nicht mit einer konjunkturellen Trendwende gerechnet. Erst in der zweiten Jahreshälfte kann eine gesamtwirtschaftliche Erholung erwartet werden. Durch die konjunkturelle Schwäche wird es zunächst zu einer steigenden Arbeitslosigkeit kommen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen, insbesondere die Strom- und Gaspreise werden weiter sinken. Die Inflationsrate der Verbraucherpreise ohne Energie wird sich allerdings langsamer reduzieren. Insbesondere bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird durch steigende Lohnkosten der Preisdruck aufrechterhalten und es nur langsam zu einem Rückgang der Teuerung kommen. Die Geschäftsführung sieht eine Chance darin, dass Lieferengpässe und lange Lieferzeiten bei Vorprodukten nachlassen und weitere Rückgänge der Energiepreise erfolgen, die dazu führen können, dass sich die Materialaufwendungen und andere Kostenkomponenten in diesem Zusammenhang reduzieren und somit das Ergebnis der Gesellschaft verbessern können. Wie vom ZVEI in seinem Konjunkturbarometer veröffentlicht, reduzierte sich der branchenweite Auftragseingang in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im 1. Quartal 2024. Das Geschäftsklima, welches die Beurteilung der aktuellen Lage und die Geschäftserwartungen widerspiegelt, ist nach Anstiegen in den vier Vormonaten im April 2024 wieder etwas zurückgefallen. Die Exporterwartungen sind dagegen im April 2024 spürbar gestiegen. Wie sich die Konjunktur im Jahresverlauf weiterentwickelt wird davon abhängen, wie sich Materialverfügbarkeiten und -preise entwickeln und ob die Energiekrise dauerhaft überwunden ist. Laut ihrer Frühjahrsprojektion 2024 erwartet die Bundesregierung eine leichte Besserung der Konjunktur für das Jahr 2024. Aktuelle Schätzungen sehen ein Wachstum der deutschen Wirtschaft in 2024 um 0,3%. Nachdem die Wirtschaft in den letzten zwei Jahren zum größten Teil stagnierte, werden seit Beginn des Jahres 2024 positive Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung gesehen. Die Energiepreise haben sich schneller reduziert als erwartet, was auch einen positiven Effekt auf die Inflation hatte. Für 2025 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,0%. Weiterhin wird mit einem steigenden Realeinkommen und einer weiter zurückgehenden Inflation gerechnet. Es wird davon ausgegangen, dass insgesamt für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein Umsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/2024 erzielt werden kann. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024/2025 wird maßgeblich durch die Erhöhung der Personalkosten bestimmt. Durch die Tariferhöhung von 3,3% ab Mai 2024 sowie anstehende Tarifverhandlungen, die eine weitere Tariferhöhung ab Herbst 2024 erwarten lassen, werden sich die Personalkosten weiter erhöhen. Um im globalen Wettbewerb und dem damit verbundenen Kosten- und Preisdruck bestehen zu können, werden weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung notwendig sein. Die bereits im Geschäftsjahr 2023/2024 eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten werden im Geschäftsjahr 2024/2025 fortgeführt und wirksam werden. Insgesamt wird erwartet, dass sich das Ergebnis im Geschäftsjahr 2024/2025 leicht verbessert. Es besteht das Risiko, dass wir aufgrund von Lieferengpässen unserer Vorprodukte sowie verlängerter Lieferzeiten Produktionseinbrüche und damit auch Absatzeinbußen erleiden werden. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Sollte es durch den Krieg in der Ukraine zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Gas kommen, hätte dies unmittelbare Auswirkungen auf die Produktion und es besteht das Risiko, dass diese nur eingeschränkt möglich wäre. Dieses Risiko wird als gering eingestuft. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Lemgo, den 28.6.2024 Zumtobel Lighting GmbH Gerald Köneke, Geschäftsführer Jens Jürgens, Geschäftsführer Bilanz zum 30. April 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften werden angewendet. Der Sitz der Zumtobel Lighting GmbH ist Lemgo. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Lemgo unter der Nummer HRB 6771 registriert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden über eine Laufzeit von drei Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht nicht aktiviert. Die Abschreibungen werden in Anlehnung, an die in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bemessen; Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Bei geringwertigen Anlagegütern (Anschaffungskosten EUR 250,01 bis EUR 800,00) wird der Abgang im Zugangsjahr unterstellt. Anlagegüter mit einem Wert bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand gebucht. Zugänge bei den Sachanlagen werden in der Regel planmäßig linear über 7-14 Jahre abgeschrieben. Werkzeuge werden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten auf der Grundlage der Durchschnittspreismethode oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten gemäß § 255 Abs. 2 HGB die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und Leistungen für betriebliche Altersversorgung werden entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht nicht aktiviert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsforderungen sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Aktivwert für die Gruppenlebensversicherung ist mit dem Deckungskapital zuzüglich Überschussanteile (Zeitwerte) bewertet. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Die aktiven RAP umfassen bereits geleistete Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Der Ansatz der Rückstellungen für Pensionen entspricht versicherungsmathematischen Berechnungen unter Verwendung der Richttafeln 2018G auf der Basis eines Zinsfußes von 1,83 % (i. Vj. 1,80 %). Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode zugrunde gelegt. Es wurden ein Gehaltstrend von 2,0 % p. a. sowie ein Rententrend von 2,0 % p. a. berücksichtigt. Der seit der letzten Rentenanpassung aufgelaufenen Inflation wurde durch eine Erhöhung der Anpassungsbeträge Rechnung getragen. Der sich aus der Umstellung auf das BilMoG ergebene Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.905 wird entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB zu mindestens einem Fünfzehntel der Rückstellung zugeführt. Zum Bilanzstichtag beträgt der noch nicht zugeführte Unterschiedsbetrag aus der Bewertung nach BilMoG TEUR 127 (i. Vj. TEUR 254). Gemäß IDW RS HFA 30, RN. 87 wird von dem Ausweiswahlrecht Gebrauch gemacht, d. h. der sich aus der Zinssatzerhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierende Erfolgswirkung aus den Gutachten für Pensionen und Altersteilzeit wird nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsaufwand in Höhe von TEUR -45 (i. Vj. TEUR -17) gezeigt. Zum 30. April 2024 wurde die Rückstellung für Pensionen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 HGB auf Basis des zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes berechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich aus der Bewertung der Rückstellung für Pensionen mit dem zehnjährigen und mit dem bis zum 30. April 2015 maßgebenden siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinssatz ergibt, beträgt TEUR 14 (i. Vj. TEUR 440). Die sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen für zum Bilanzstichtag abgeschlossene Verträge gebildet. Die Rückstellung umfasst den Erfüllungsrückstand, die tarifvertraglichen Aufstockungsleistungen sowie die Abfindung. Die Rückstellung wurde auf der Basis eines Zinssatzes von 1,18 % (i.Vj. 0,59 %) für die Mitarbeiter am Standort Lemgo und unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018G" ermittelt. Der Abzinsungssatz ergibt sich nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 4 HGB aus Bekanntmachungen der Deutschen Bundesbank. Der Aktivwert der Zeitkonten-Rückdeckungsversicherung (Zeitwert bzw. fortgeführte Anschaffungskosten vor Verrechnung) beträgt TEUR 123 und wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bzw. der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 304 verrechnet. Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Überschussbeteiligung Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 0,5 entstanden. Zudem sind Erträge aus der Auszahlung der Rückdeckungsversicherung von TEUR 104 entstanden. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die passiven RAP umfassen bereits erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtage, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs realisiert. Die Umsätze werden nahezu ausschließlich mit einem Zumtobel Konzernunternehmen in Österreich erwirtschaftet, dass das europäische Zentrallager verwaltet. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich am Bilanzstichtag auf TEUR 9.298 (i. Vj. TEUR 8.949). Diese betreffen Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 4.527 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.770. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 4.527 (i. Vj. TEUR 4.591) auf Forderungen gegen Gesellschafter. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr der nicht mit Schulden zu verrechenbare Aktivwert einer Gruppenlebensversicherung, die für ehemalige und aktive Mitarbeiter der Gesellschaft abgeschlossen wurde, in Höhe von EUR 1.865 (i. Vj. TEUR 2.014) enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Latente SteuernAufgrund des Ergebnisabführungsvertrages und der steuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert und Effekte aus latenten Steuern auf Eben der Organträgerin Zumtobel Holding GmbH, Lemgo abgebildet. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 371 (i. Vj. TEUR 327) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 332 inländische Kunden und mit TEUR 59.454 Kunden im europäischen Ausland. Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 104 (i. Vj. TEUR 85) enthalten. Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 212 (i. Vj. TEUR 197) angefallen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus der aus der BilMoG-Anpassung resultierenden ratierlichen Zuführung zu den Pensionsrückstellungen entsprechend Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von TEUR 127 (i. Vj. TEUR 127). Des Weiteren sind die Konzernumlagen in Höhe von TEUR 9.021 (i. Vj. TEUR 7.969), Lizenz- und Patentaufwenundungen in Höhe von TEUR 1.015 (i. Vj. TEUR 1.136) und Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.239 (i. Vj. TEUR 1.091) die größten Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Geschäftsjahr sind im Rahmen von Restrukturierungen Aufwendungen in Höhe von TEUR 576 angefallen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr wie im Vorjahr nicht angefallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 348) enthalten. Zinsen und ähnliche AufwendungenDer Aufwand für die Abzinsung der Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen (TEUR 202; i. Vj. TEUR 243) wird unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Darin enthalten ist im Geschäftsjahr gemäß Ausweiswahlrecht nach IDW RS HFA 30, RN. 87 der aus der Änderung des Diskontierungssatzes resultierende Zinsertrag in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 17). D. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenZukünftige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und Bestellungen für Anlagegüter belaufen sich auf:
Die zukünftigen Verpflichtungen bis zu einem Jahr beinhalten mit TEUR 698 das Bestellobligo für Anlagegüter. Daneben bestehen Dienstleistungsverträge innerhalb des Zumtobel Konzerns. Der Aufwand des Geschäftsjahres belief sich auf TEUR 8.804. Für die Folgejahre wird ein Aufwand in ähnlicher Größenordnung erwartet. GeschäftsführungDer Geschäftsführung gehörte an:
Die Vergütung der Geschäftsführung erfolgt teilweise durch andere Konzerngesellschaften, sodass Angabepflichten entfallen. Es wird hinsichtlich der Gesamtbezüge von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. AbschlussprüferhonorarDas von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar von TEUR 61 betrifft mit TEUR 61 Abschlussprüfungsleistungen. Durchschnittliche MitarbeiterzahlDie Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich:
Derivative FinanzinstrumenteEs bestehen derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften zur Kurssicherung für den US-Dollar (TUSD 600) mit einem positiven Marktwert von TEUR 13. Die Ermittlung von Marktwerten erfolgt mithilfe eines anerkannten Programms anhand von Reuters Marktdaten. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023/2024 im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten. KonzernverhältnisseDie Zumtobel Lighting GmbH wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Zumtobel Group AG, Dornbirn/Österreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf der elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes (FB-Nummer 62309g) offengelegt sowie unter www.zumtobel.com veröffentlicht. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.572 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an den Organträger die Zumtobel Holding GmbH, Lemgo, abgeführt.
Lemgo, den 28. Juni 2024 Zumtobel Lighting GmbH Gerald Köneke, Geschäftsführer Jens Jürgens, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zumtobel Lighting GmbH, Lemgo PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Zumtobel Lighting GmbH, Lemgo, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zumtobel Lighting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 23. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Malte Diekmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer |
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