Volksbank Rathenow eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ivonne Förster seit 16.3.2023 | Prokura |
Elke Mäcker seit 16.3.2023 | Prokura |
Bernd Engel seit 16.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Kristian Schulze seit 16.3.2023 | Prokura |
Christian Lindemann seit 16.3.2023 | Prokura |
André Wiedenhöft seit 27.11.2014 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank Rathenow eGRathenowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Volksbank Rathenow eG, Rathenow Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Volksbank Rathenow eG ist eine Universalbank in der Region des Westhavellandes und des Elbe-Havel-Winkels, die unter Wahrung der genossenschaftlichen Prinzipien der Förderung ihrer Mitglieder im Sinne des Genossenschaftsgesetzes traditionell verpflichtet ist. Sie versteht sich als Partnerin der Privatpersonen und der mittelständischen Wirtschaft in der Region. Die lokale Versorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen und die mitgliederorientierte und bedarfsgerechte Beratung und Betreuung gehören dabei genauso zum Leistungsangebot wie die Sicherstellung der Liquidität und Investitionsfähigkeit der heimischen Wirtschaft, insbesondere durch eine ausreichende und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Kreditvergabe. Neben dem Kundengeschäft betreibt sie zum Zweck der Liquiditäts- und Rentabilitätssteuerung auch das Eigengeschäft in Kapitalmarktanlagen und Immobilien. Die Volksbank Rathenow eG ist der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.) angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch die Abgabe einer Garantieerklärung hat die Bank eine Garantieverpflichtung gegenüber dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) übernommen. Die Sicherungseinrichtung gewährt den Banken einen umfassenden Institutsschutz. Darüber hinaus ist die Volksbank Rathenow eG Mitglied in der BVR Institutssicherung GmbH, die ein amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem darstellt und die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß Einlagensicherungsgesetz erfüllt. Die Volksbank Rathenow eG ist Mitglied im Genoverband e.V. sowie im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR). B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 war beeinträchtigt durch die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und die Coronapandemie. Aufgrund dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023, was einen weiterhin ausgesprochen hohen Preisauftrieb darstellte. Das gesamte Jahr 2023 war geprägt durch eine wirtschaftliche Schwächephase, welche bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eintrat. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagernd kamen der andauernde Fachkräftemangel hierzulande und die hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Sparkurs in Deutschland hinzu. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Analog zum Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als in 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem ging von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Der deutsche Außenhandel konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Exporte und Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang war die im Verlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart plus die hohen inländischen Energiekosten. Die Einnahmen des Staates expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem weil die Umsätze der meisten Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der Einführung des 49-Euro-Tickets dem Sektor Staat zugerechnet wurden. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % und stellte damit einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar (6,9 %). Ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten fiel sie auf Jahrestiefstände im November (3,2 %) und Dezember (3,7 %). Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Innerhalb der Industrie zeigten sich erneut unterschiedliche Entwicklungen. Während die Automobilindustrie die noch recht hohen Aufträge vom Jahresbeginn teilweise abarbeiten und ihre Erzeugung um deutliche 10,9 % steigern konnte, ging die Produktion im ebenfalls gewichtigen Maschinenbau um 1,3 % zurück. Die Baukonjunktur präsentierte sich abermals schwach. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr (-3,3 %) verminderte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes 2023 nochmals, wenngleich mit einer Veränderungsrate von -0,2 % weniger stark als zuvor. Hemmend auf die Aktivitäten des Wirtschaftsbereichs wirkten vor allem die weiterhin hohen Baukosten, der anhaltende Mangel an Arbeitskräften und die, wegen der gestiegenen Zinsen, verschlechterten Finanzierungsbedingungen. Im Einzelhandel haben die im Vorjahresvergleich nur wenig verminderten Preisanstiege merkliche Spuren hinterlassen. Wegen der Kaufkraft zehrenden Inflation hielten sich die Verbraucher mit ihren Ausgaben zurück. Zusätzlich dämpften die hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten die Anschaffungsneigung. Vor diesem Hintergrund sank der preisbereinigte Einzelhandelsumsatz um deutliche 3,3 %, nachdem er bereits 2022 um 0,7 % nachgegeben hatte. Die ökonomischen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blieben für die landwirtschaftlichen Betriebe 2023 ein wichtiges Thema. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es kurzfristig in einigen Bereichen zu enormen Preissteigerungen. Jedoch konnten abgesehen von den Wein- und Obstbaubetrieben nahezu alle Betriebsformen ihr Ergebnis steigern. Auch im gesamten Agrarsektor, zu dem neben der Landwirtschaft die Forstwirtschaft und die Fischerei gezählt werden, hat sich die wirtschaftliche Lage verbessert. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung expandierte um 1,4 %. 2023 setzten die Notenbanken ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz diverser geopolitischer Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen schließlich stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 % zurückkehrt. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20.09.2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Der Euro wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort, welche zum Sommer hin jedoch abflachte. Im beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX schloss das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen. Laut Daten des Genoverband e.V. haben die 301 Mitgliedsbanken (Vorjahr: 317) zum 31.12.2023 die Bilanzsumme um 0,1 % auf 586,2 Milliarden Euro gegenüber 2022 gesteigert. Im gleichen Zeitraum haben sich die Kundenforderungen um 3,1 % auf 320,0 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen um 0,8 % auf 348,5 Milliarden Euro erhöht. Die Banken im Genoverband e.V. erwirtschafteten 2023 im Durchschnitt ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,07 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) und konnten dadurch die ordentliche Ertragslage des Vorjahres (0,89 % der dBS) sogar noch übertreffen. Die Verwaltungsaufwendungen (+0,05 % der dBS) konnten annähernd auf dem Niveau von 2022 gehalten werden während beim Zins- und Provisionsergebnis (+0,24 % der dBS) positive Zuwächse gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren. Das Jahresergebnis nach Steuern fällt gegenüber dem Vorjahresniveau ebenfalls höher aus (+0,09 % der dBS). Die Zahl der Bankstellen aller Genossenschaftsbanken hat sich um 305 auf 7.207 verringert. Nach vielen Jahren deutlicher Mitgliederzuwächse seit der Finanzmarktkrise konnten die Genossenschaftsbanken jedoch im vergangenen Jahre netto keinen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder 17,8 Millionen (Vorjahr: 17,9 Millionen, Netto-Rückgang von -161.000, -0,9 %). Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde zudem die Beteiligungsmöglichkeit der Mitglieder durch Zeichnung zusätzlicher Geschäftsanteile genutzt. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren abgeleitet, die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Als zentraler Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme "BE vor Bewertung/dBS" festgelegt. Hierfür hat die Bank eine strategische Bandbreite in Höhe von 0,60 % bis 1,00 % oder höher festgelegt. Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit unseres Instituts wurde die Cost-Income-Ratio (CIR) bestimmt. Diese Kennziffer setzt die angefallenen Verwaltungsaufwendungen (GuV Posten 10 und 11) ins Verhältnis zum erzielten Rohergebnis (GuV Posten 1 - 3 und 5 - 7) und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren ebenfalls eliminiert. Strategisch streben wir eine CIR von maximal 79,99 % bis bestenfalls < 70,50 % an. Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen, die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wir streben gemäß unserer Geschäfts- und Risikostrategie ein durchschnittliches jährliches Wachstum im Kundenkreditgeschäft zwischen 2,00 % und 4,00 % und im Kundeneinlagengeschäft zwischen -0,01 % und 5,00 % an. Daneben definieren wir Wertpapiereigenanlagen nach den Nachhaltigkeitskriterien der DZ BANK, welche nicht weniger als 77,00 % des Bestands ausmachen sollen, sowie die Erhaltung des "Humankapitals" und die Vermeidung des Fachkräftemangels (Vollzeitäquivalent (VZÄ) gemäß § 26a KWG nicht kleiner als 50) als für uns bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Das geplante Betriebsergebnis vor Bewertung von 2,79 Mio. EUR (0,75 % der dBS) wurde mit einem Wert von 4,03 Mio. EUR (1,06 % der dBS) erreicht und deutlich übertroffen. Der Vorjahreswert lag bei 2,77 Mio. EUR (0,75 % der dBS). Der Hauptgrund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr liegt in einem höher als erwartet ausgefallenen Zinsüberschuss bei wie geplant ausgefallenen Aufwandspositionen. Das Bewertungsergebnis der Wertpapiereigenanlagen lag mit 0,03 % der dBS über dem Niveau des Vorjahres (-0,40 % der dBS) und innerhalb der strategischen Zielwerte. Das Bewertungsergebnis aus dem Kundenkreditgeschäft lag mit 0,01 % der dBS im angestrebten Zielbereich (im Vorjahr 0,07 % der dBS). Nach einer CIR im Jahr 2022 von 70,7 % gingen wir von einem Wert von 71,6 % für das Jahr 2023 aus. Mit einem CIR-Wert von 64,8 % wurde diese Erwartung jedoch positiv übertroffen. Der Bestand der Kundenkredite veränderte sich um -3,6 % gegenüber dem Vorjahr und bei den Kundeneinlagen war ebenso ein Rückgang um 0,4 % im Jahr 2023 zu verzeichnen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Die Bilanzsumme der Volksbank Rathenow eG ist per 31.12.2023 um 0,7 % gesunken. Der Wachstumsrückgang ist primär auf Depotgeschäfte unserer Kunden mit DZ BANK-Anleihen zurückzuführen, welche die Kundeneinlagen aus unserer Bilanz entfernen. Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich hauptsächlich um Sicherungsgeberpositionen von eingebetteten Credit Default Swaps in getrennt bilanzierten Credit Linked Notes. Diese sind primär für den Rückgang um 37,0 % verantwortlich (planmäßige Fälligkeiten). Zudem fallen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen sowie ein Zinssicherungsgeschäft (Zins-Swap) unter die Position.
Die bilanziellen Kundenforderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Mio. EUR gesunken und die darin enthaltene Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten hat sich zum Jahresultimo um 0,5 Mio. EUR verringert. Ebenso sind die aus dem Förderkreditgeschäft resultierenden Bankrefinanzierungen im Berichtsjahr um saldiert 4,3 Mio. EUR gesunken. Von den Kundenforderungen haben wir bestehende Vorsorgereserven, Einzel- und Pauschalwertberichtigungen aktiv abgesetzt. Das Kreditvolumen zum Bilanzstichtag lag 3,6 % unter dem Vorjahr. Der Durchschnitt aller Banken im Genoverband e.V. erzielte ein Wachstum bei den Kundenforderungen von 3,1 %. Die Steigerung unserer Wertpapieranlagen um 26,7 Mio. EUR resultiert aus der strategischen Investition von Liquidität, welche durch die verminderte Kreditnachfrage nicht abgerufen wurde. Bei den Wertpapieranlagen handelt es sich fast ausschließlich um festverzinsliche Wertpapiere mit guter Bonität oberhalb des Non-Investment-Grades. Entsprechend unserer letztjährigen Prognose, die im Eigengeschäft von sinkenden Forderungen an Kreditinstitute ausgegangen war, haben sich diese um 14,9 % auf 43,5 Mio. EUR verringert. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus fälligen Termingeldern bei der DZ BANK, welche in dieser Form nicht wieder angelegt wurden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen im Berichtsjahr um 4,3 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR zurück. Sie setzen sich neben Refinanzierungen über unsere genossenschaftliche Zentralbank überwiegend aus Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Landwirtschaftlichen Rentenbank sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg zusammen. Die Kundeneinlagen sind per 31.12.2023 insgesamt um 1,3 Mio. EUR auf 305,3 Mio. EUR abgeschmolzen. Bei den täglich fälligen Einlagen gab es einen Zuwachs in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Dem gegenüber steht ein Rückgang bei den Spareinlagen in Höhe von 7,4 Mio. EUR. Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist haben sich mit einem Anstieg um 3,6 Mio. EUR mehr als verdoppelt. Der Rückgang der Kundeneinlagen um 0,4 % lag unter dem Durchschnitt aller Genossenschaftsbanken im Genoverband e.V., die ein Wachstum der Kundeneinlagen von 0,8 % ausgewiesen haben. Entsprechend unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir nachrangige Einlagen mit einem Volumen von 4,8 Mio. EUR zur weiteren Stärkung der Eigenmittel im Bestand. Durch fristgemäße Fälligkeiten ist der Bestand gegenüber dem Vorjahr um 20,6 % gesunken.
Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft fielen insgesamt niedriger als im Vorjahr aus. Während die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft durch vermehrte Kundenanlagen angestiegen sind, haben sich die Vermittlungserträge erneut rückläufig entwickelt. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr sind gegenüber dem Vorjahr um 11 TEUR oder 0,5 % gestiegen. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 Der Zinsüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. EUR bzw. 39,1 % auf 7,4 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg des Zinsniveaus wirkte sich positiv auf unsere variabel verzinsten Positionen sowie neu abgeschlossene Geschäfte aus. Guthaben in laufender Rechnung bei der DZ BANK profitierten gleichermaßen wie die Empfängerseite unseres Zins-Swaps. Bezogen auf die gestiegene durchschnittliche Bilanzsumme in Höhe von 378,9 Mio. EUR ergab sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Zinsmarge von 1,95 % (Vorjahr 1,45 %). Die Zinsmarge größenmäßig vergleichbarer Banken im Genoverband e.V. lag bei 1,87 %. Das Provisionsergebnis lag mit 3,01 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau sowie unter der letztjährigen Prognose, welche von einem Provisionsüberschuss von 3,08 Mio. EUR ausgegangen war. Schwerpunkt der Provisionserträge sind nach wie vor die Erträge aus der Kontoführung und dem Zahlungsverkehr. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern hat sich durchgehend rückläufig entwickelt. Die Erträge aus der Vermittlung von Bausparverträgen halbierten sich auf 128 TEUR (in 2022 waren es noch 251 TEUR) und die Vermittlung von Krediten verzeichnete einen Rückgang von 193 TEUR auf 173 TEUR. In Bezug auf die gestiegene durchschnittliche Bilanzsumme ergab sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Provisionsquote von 0,79 %. Die Provisionsquote vergleichbarer Genossenschaftsbanken lag wie im Jahr zuvor bei 0,70 %. Der Verwaltungsaufwand lag mit 6,9 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Ein um 478 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegener Personalaufwand trug ebenso dazu bei wie die Ausweitung der anderen Verwaltungsaufwendungen um 199 TEUR. Haupttreiber dieser Entwicklungen waren die freiwillige Zahlung einer Inflationsausgleichprämie sowie Neueinstellungen, erhöhte Kosten für Rechenzentrumsleistungen und vermehrter Instandhaltungsaufwand bei unseren Bankgebäuden. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 65 TEUR, was auf unsere strategischen Investitionen in Immobilien zurückzuführen ist. Hieraus ergibt sich eine um außerordentliche Faktoren bereinigte Verwaltungsaufwandsquote in Relation zur gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme von 1,96 %. Vergleichbare Genossenschaftsbanken weisen eine Verwaltungsaufwandsquote von 1,80 % aus. Das Betriebsergebnis vor Bewertung, als bedeutsamer Leistungsindikator der Bank, liegt mit 4,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (2,8 Mio. EUR). Die um betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Quote in Relation zur gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme beträgt 1,06 % (Vorjahr 0,75 %). Das in den strategischen Gesamtbankzielen angestrebte Mindestbetriebsergebnis von 0,60 % wurde damit erreicht. Vergleichbare Genossenschaften verfügen über eine Quote von 0,90 %. Im dargestellten Bewertungsergebnis sind die Bewertungsergebnisse aus den Kundenkreditgeschäften sowie die Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren im Eigenbestand der Bank enthalten. Beim Gesamtausweis der Risikovorsorge im Kreditgeschäft ist ein positiver Beitrag zu verzeichnen. Bei der Bewertung der Kundenforderungen ist dem Risiko durch die erforderliche Bildung von Pauschalwert- und Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Das Bewertungsergebnis unserer Wertpapiereigenanlagen und Beteiligungen fiel mit 116 TEUR deutlich positiver als im Vorjahr aus. Die Masse der Kurswertabschreibungen, welche durch den rasanten Anstieg des Zinsniveaus hervorgerufen wurden, wurde im Vorjahr bereits gebucht. Dadurch lag der saldierte Bewertungsaufwand der Wertpapiereigenanlagen und Beteiligungen mit einer Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023 von 0,03 % ungünstiger als die Prognose von 0,08 %. Im Rahmen der turnusmäßig durchgeführten Wertüberprüfung der bestehenden Rendite-Immobilien wurden bei drei Objekten außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung in Höhe von 538 TEUR vorgenommen. Dieser Aufwand schlug sich im außerordentlichen Ergebnis nieder, welches mit -292 TEUR schlechter als im Jahr zuvor (71 TEUR) ausfiel. Das Wachstum des Kundenkreditgeschäfts, als ein weiterer Leistungsindikator, betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -3,6 %. Das Wachstum des Kundeneinlagengeschäfts, als ein ebenfalls weiterer Leistungsindikator, betrug im Berichtszeitraum -0,4 %. Unsere Cost-Income-Ratio hat sich im Vergleich zum Vorjahr (70,7 %) auf 64,8 % verbessert. Sie lag damit zu unseren Gunsten außerhalb der strategischen Bandbreite von 70,5 % bis 80,0 %. Vergleichbare Genossenschaften erzielten eine Quote von 66,5 %. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 427 TEUR. Dieser soll zur Dotierung der gesetzlichen Rücklagen und zur Zahlung einer Dividende an die Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden. Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für 2024 wird sich die Ertragslage auf dem Niveau von 2023 bewegen. b) Finanzlage Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur der Bank ist durch Kundeneinlagen geprägt, die 80,6 % (Vorjahr 80,4 %) der Bilanzsumme entsprechen. Die Kundeneinlagen sind insgesamt breit gestreut, 80,8 % der Kundeneinlagen entfallen auf Guthaben (je Kunde) bis 250.000 EUR. Der Anteil der Sichteinlagen an den Kundeneinlagen beläuft sich auf 82,0 %. Auf die Spareinlagen entfallen 15,7 % und auf die befristeten Einlagen 2,3 % der Kundeneinlagen. 97,7 % der Kundeneinlagen sind binnen drei Monaten fällig oder kündbar. Diese kurzfristige Fälligkeitsstruktur ist derzeit branchentypisch. Die hieraus resultierenden Abrufrisiken sind aufgrund der breiten Streuung der Einlagen, der Liquiditätsausstattung der Bank und des bisherigen Kundenverhaltens nach unserer Einschätzung vertretbar. Die durchschnittliche Verzinsung unserer Kundengelder beträgt 0,08 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 6,1 % (Vorjahr 7,2 %) der Bilanzsumme. Die Struktur ist durch Weiterleitungskredite im Förderkreditgeschäft geprägt. Die Durchschnittsverzinsung der Verbindlichkeiten betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,41 % (Vorjahr 1,05 %). Das Eigenkapital laut Bilanz, welches sich derzeit aus den Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital) zusammensetzt, beträgt im Berichtsjahr 11,6 % (Vorjahr 10,8 %) der Bilanzsumme. Die Zuführung zum bilanziellen Eigenkapital hat bei nahezu gleichbleibender Bilanzsumme zu einem Anstieg der bilanziellen Eigenkapitalquote geführt. Investitionen Im Einklang mit unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurden auch im Geschäftsjahr 2023 Immobilien mit einem langfristigen Anlagehorizont in einem Gesamtumfang von 1,4 Mio. EUR zum Zwecke der nachhaltigen Renditeerzielung erworben. Liquidität Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur unserer Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Die Kundeneinlagen übersteigen die Kundenforderungen um 133,8 Mio. EUR. Im Ergebnis profitiert unsere Finanz- und Liquiditätslage von einer vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 373 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 447 %. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva sowie ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit zu rechnen ist. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. c) Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt durch die Geschäftsguthaben der Mitglieder und die erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Die von uns getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 43,8 Mio. EUR und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres. Die in 2023 neu gezeichneten Geschäftsguthaben von Mitgliedern der Bank hielten sich der Höhe nach die Waage mit den planmäßigen Fälligkeiten der nachrangigen Einlagen. Die Eigenkapitalstärkung durch gezielte Einwerbung von Geschäftsguthaben wird auch weiterhin angestrebt. Unsere planmäßigen Immobilien-Investitionen wurden durch Aufstockung des Kernkapitals quotal mehr als aufgefangen. Planmäßige Fälligkeiten von nachrangigen Einlagen wirkten sich unwesentlich auf die Gesamtkapitalquote aus, welche sich von zuvor 16,4 % sogar auf 17,5 % steigerte. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Eigenmitteln wurden zu jeder Zeit erfüllt. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,11 %. Kundenforderungen Basierend auf nachfolgenden Strukturkennziffern zum 31.12.2023 sehen wir nach wie vor eine ausgewogene Streuung unserer Ausleihungen: Der Anteil der Kundenkredite an der Bilanzsumme liegt bei 45,3 %. Das Kundenkreditportfolio entfällt zu 61,9 % auf Forderungen gegenüber Unternehmen und wirtschaftlich selbstständigen Privatpersonen sowie öffentlichen Haushalte. Auf Kredite an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen entfallen 38,1 %. Die größte Branche entfällt mit 15,9 % der Kreditausleihungen auf die Land- und Forstwirtschaft. Der Anteil der zehn höchsten Kredite beträgt 14,9 % und der des größten Kundenkredites 1,9 % des Risikovolumens. Die Kundenkredite sind bezogen auf die Kreditzusage zu 65,0 % abgesichert, wobei die wesentliche Sicherheitenart Grundpfandrechte darstellen. 90,9 % der Kundenforderungen (Zusage oder höhere Inanspruchnahme) haben eine Ausfallwahrscheinlichkeit auf Jahressicht von < 4,0 %, bezogen auf das Nettoblankovolumen beträgt der Anteil 92,8 %. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen sowie die Beschränkungen der aufsichtsrechtlichen Regelungen wurden während des Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit kaufmännischer Vorsicht entsprechend den Vorgaben des HGB bewertet. Für erkennbare bzw. latente Risiken wurden in angemessener Höhe Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Rückstellungen gebildet und von den entsprechenden Kreditpositionen abgesetzt. Bei als akut ausfallgefährdeten Kundenforderungen wird grundsätzlich der ungesicherte Kreditteil bezogen auf die Kreditzusage oder höhere Inanspruchnahme vollständig durch Risikovorsorge abgeschirmt. Diese erforderliche Risikovorsorge wird im Wege der Einzelbewertung ermittelt. Wertpapieranlagen Das Wertpapierportfolio der Volksbank Rathenow eG hat sich im Verlauf des Jahres um 26,7 Mio. EUR auf 126,8 Mio. EUR erhöht:
Insgesamt sind die Wertpapieranlagen im Hinblick auf Emittenten, Größenklassen und Fälligkeiten breit gestreut. 99,6 % der Wertpapieranlagen sind im Investmentgrade-Bereich geratet und 0,4 % weisen ein Rating außerhalb Investmentgrade auf. Bezüglich der Anlageklassen besteht ein Schwerpunkt in Schuldverschreibungen und anderen verzinslichen Wertpapieren, die zum Bilanzstichtag 87,3 % des Wertpapierbestandes ausmachen. Weitere 12,7 % sind in Fonds (Renten, Aktien, Immobilien) investiert. Bei den verzinslichen Anlagen besteht ein Schwerpunkt bei Schuldverschreibungen von Kreditinstituten. Größter Schuldner ist die DZ BANK. Darüber hinaus wurden Credit Linked Notes dem Anlagevermögen zugeordnet. In den Schuldverschreibungen und anderen verzinslichen Wertpapieren sind in strukturierten Produkten eingebettete Kreditderivate - Credit Default Swaps mit einem beizulegenden Zeitwert von -156,4 TEUR enthalten. Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von 83,4 Mio. EUR wie Anlagevermögen bewertet. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 3,5 Mio. EUR vermieden. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend dem Anlagevermögen zugeordnet und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der Liquiditätsreserve zugeordnete Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden am Kapitalmarkt reinvestiert. Die Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität wurde dabei stets beachtet. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsentwicklung der Bank war im Berichtsjahr geprägt durch eine rückläufige Entwicklung des Kundenkreditvolumens und ebenso sinkende Kundeneinlagen. Das Dienstleistungsgeschäft bewegte sich insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres. Die wirtschaftliche Lage der Bank ist geordnet. Ein gestiegener Zinsüberschuss und das sonstige Ergebnis über dem Vorjahresniveau stärken neben den positiven Bewertungsergebnissen die Ertragslage der Bank. Die Finanzlage und die Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus und die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden durchgehend im Geschäftsjahr 2023 erfüllt. Akute Risiken sind im erforderlichen Umfang abgeschirmt. Für latente Risiken bestehen auf Basis der durchgeführten Stresstests in angemessenem Umfang Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie weitere offene Rücklagen im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die Auswirkungen des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, die sich erst allmählich abschwächende Inflation und die straffe Zinspolitik der Notenbanken hinterließen wirtschaftliche Spuren und bestimmten das Geschehen im Jahr 2023. Wir beobachteten und analysierten Risikofaktoren bzw. Risikotreiber fortlaufend auf eine etwaige Beeinflussung durch die genannten Faktoren. Die finanziellen Auswirkungen und die Auswirkungen auf die Risikobeurteilung waren im Berichtsjahr größtenteils überschaubar. Besondere Kreditausfälle waren nicht zu verzeichnen, unser Wertpapierbestand stellte sich nach der teilweisen Neubewertung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip im Vorjahr solide dar. Die weitere Entwicklung ist vor dem Hintergrund der abkühlenden Konjunktur und der Zinspolitik der führenden Notenbanken derzeit jedoch nicht abschließend abschätzbar. Insgesamt sind wir mit der geschäftlichen Entwicklung der Bank in dem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld des Jahres 2023 zufrieden. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Ziel ist die Identifizierung, Analyse, Bewertung und Steuerung der Risiken sowie die Sicherstellung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die Risikotragfähigkeit sowie die nachhaltige Existenzsicherung der Volksbank Rathenow eG. Unsere Geschäftsstrategie beschreibt die grundlegende strategische Ausrichtung der Volksbank Rathenow eG hinsichtlich der aktuellen Rahmenbedingungen, der künftigen Herausforderungen, der strategischen Ziele sowie der Teilstrategien. Auf der Basis der in der Geschäftsstrategie vorgesehenen Entwicklung des Omnikanalmodells werden die Kundensegmentierung, das Kundenbetreuungskonzept, das Produktportfolio, das Kredit- und Einlagengeschäft, die Märkte und die Vertriebswege, die Handelsgeschäfte, die Aufbau- und die Ablauforganisation sowie die Gesamtbanksteuerung weiterentwickelt. In der Risikostrategie sind die Grundsätze des Risikomanagementsystems, das Risikoprofil der Bank, der Risikoappetit des Vorstands, die Risikokultur und die Rahmenbedingungen für die Risikosteuerung festgelegt. Sie ist in Teilstrategien gegliedert und bezieht sich auf die Risiken, die sich aus der Umsetzung der in der Geschäftsstrategie definierten Ziele ergeben. Für die Steuerung und Begrenzung der wesentlichen Risikoarten sind verschiedene Einzel- und Strukturlimite festgelegt. Die Risikostrategie gibt in Verbindung mit den daraus abgeleiteten Arbeitsrichtlinien den übergeordneten Rahmen vor, der für die Mitarbeiter der Bank verbindlichen Charakter besitzt. Die Geschäfts- und die Risikostrategie werden jährlich im Rahmen eines Strategieprozesses bzw. anlassbezogen überprüft, beurteilt und bei Bedarf angepasst. In diesem Zusammenhang steuern wir mit Hilfe einer strategischen Mehrjahres- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von mindestens 3 Jahren die Entwicklung unseres Instituts. Im Rahmen der Kapitalplanung in der normativen Sicht wird ergänzend zum "Basis-Szenario" ein adverses Szenario betrachtet. Beide Szenarien kommen zum Ergebnis, dass die Mindest-Eigenmittelanforderungen in den nächsten Jahren weiterhin eingehalten werden. Der Vorstand trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird er durch die besonderen Funktionen gemäß MaRisk (Compliance-Funktion, Risikocontrolling-Funktion und Interne Revision) unterstützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion wird durch den Abteilungsleiter Controlling wahrgenommen. Er wird bei allen bedeutenden risikopolitischen Entscheidungen der Geschäftsleitung eingebunden. Die Grundzüge des Steuerungs- und Überwachungssystems, die identifizierten Risikoarten, die eingesetzten Instrumente, die Zuständigkeiten und der Turnus der Berichterstattung sind im Risikohandbuch dokumentiert. Die Überwachung der Risiken erfolgt durch das Risikocontrolling. Die Organisationseinheit ist organisatorisch von den Marktbereichen getrennt und berichtet direkt dem Vorstand. Die systematische Identifizierung, Analyse und Bewertung aller Risiken erfolgt mindestens jährlich bzw. anlassbezogen im Rahmen der Risikoinventur. Als wesentliche Risiken werden dabei diejenigen Risiken eingestuft, die aufgrund der Risikobeurteilung die Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden auch Risikokonzentrationen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden das Adressrisiko, das Marktpreisrisiko, das operationelle Risiko, das Immobilienrisiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risikoarten eingestuft. Die Messung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken erfolgt - soweit möglich - monatlich mit den im genossenschaftlichen Finanz-Verbund zur Verfügung stehenden Softwareinstrumenten. Für die nicht quantifizierbaren Risiken wird eine qualitative Bewertung durchgeführt. Alle zur Überwachung und Steuerung eingesetzten Methoden und Systeme werden regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft, weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst. Für die Risikoberichterstattung sind feste Kommunikationswege und Informationsempfänger festgelegt. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst insbesondere die von der Volksbank Rathenow eG identifizierten wesentlichen Risiken, die Risikotragfähigkeit, die Stresstests, die Eigenmittel, die Liquidität und die Limitauslastungen. Dieses beinhaltet auch ein System zur Früherkennung von Risiken. Ergänzend dazu erhält der Vorstand portfolio- und engagementbezogene Steuerungsinformationen über den Adressrisikobericht. Die Berichte dienen als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von geschäftspolitischen Maßnahmen sowie die Entscheidung über Maßnahmen zur Risikosteuerung. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird jährlich durch die interne und externe Revision überprüft. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 01.01.2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von mindestens 3 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 130 %. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 447,7 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 129,4 %. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Liquiditätsrisiko sowie das Immobilienrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von zwei Jahren zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor. Kreditrisiko Das Kreditrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos). Das Kreditrisiko reflektiert die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Migration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Dabei wird ausschließlich auf die potenzielle Erfolgswirkung abgestellt. Das Kreditrisiko Kundengeschäft stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten und hat ein sehr hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten. Die Volksbank Rathenow eG ermittelt monatlich mit Hilfe des Moduls Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) unter VR-Control einen erwarteten und einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die aggregierten Blankoanteile in den Risikoklassen bzw. -gruppen des Forderungsbestandes als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Branchenparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Der berechnete erwartete Verlust wird bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt und regelmäßig mit dem aufgelaufenen Bewertungsergebnis verglichen. Sofern höhere Belastungen als erwartet auftreten, wird der Überschreitungsbetrag als zusätzliches Risiko in der Auslastung des Limits für die Adressenausfallrisiken angesetzt. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolio ebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse), in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben. Dabei wird ausschließlich auf die Erfolgswirkung abgestellt. Das Zinsänderungsrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Zur Simulation der Kursänderungsrisiken bei verzinslichen Wertpapieren nutzte die Bank die vorgenannten Veränderungen der Zinsstrukturkurve. Die Ermittlung erfolgte mithilfe des Moduls ZIABRIS / ZINSMANAGEMENT unter VRControl. Für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches wird der Zinskoeffizient gemäß § 25a Abs. 2 S. 1 KWG (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch) auf Grundlage barwertiger Veränderungen des Zinsbuches mit Unterstützung von VRControl ermittelt. Dabei werden alle wesentlichen Positionen des Anlagebuches einbezogen. Für Positionen mit unbestimmter Kapital- oder Zinsbindung sind geeignete Annahmen (Ablauffiktionen) getroffen. Für die möglichen Ergebnisbeeinträchtigungen wurden Limite vorgegeben, deren Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Zinsänderungsrisiken begrenzen wir durch den Abschluss von Zinsswaps. Die Währungsgeschäfte sind insgesamt von geringer Bedeutung, sie wurden im Berichtsjahr ausschließlich im Kundeninteresse getätigt. Aus diesem Grund stufen wir diese Risiken als nicht wesentlich ein. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Unser Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dass die Refinanzierung durch die Einlagen unserer Kunden erfolgt. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos haben wir risikobegrenzende Limite, strategische Zielvorgaben und Warngrenzen festgelegt. Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests für einen Zeitraum von 5 Jahren führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert. Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten überwacht. Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) überwacht, für welche eine Warngrenze in Höhe von 130 % definiert ist. Für die seit Mitte 2021 verbindlich einzuhaltende Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) hat der Vorstand eine Warngrenze in Höhe von 110 % festgelegt. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich mittleres Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus. Bei den Eigenanlagen hat die DZ BANK aufgrund unserer Zugehörigkeit zum genossenschaftlichen FinanzVerbund als Emittent und Liquiditätsgeber eine hohe Bedeutung und stellt eine Risikokonzentration innerhalb des Liquiditätsrisikos dar. Darüber hinaus werden bei Bedarf Tendergeschäfte sowie gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank getätigt. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich gering ein. Das Risiko hat eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein geringe Schadenspotenzial. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit Hilfe eines Tools "OpRisk_Simulation_Version 2.9.1" der AWADO GmbH WPG StBG berechnet. Risiken aus Rendite-Immobilien Bei Rendite-Immobilien handelt es sich um Immobilien, deren Erwerb nicht der Eigennutzung durch die Bank dient, sondern dem Aspekt der Vermögensanlage folgt. Grundgedanken sind hierbei die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Assetklassen (Diversifizierung), die Investition in Sachwerte und die Erzielung einer Rendite über die vereinnahmten Mieten. Die aus diesen Investitionen entstehenden Risiken sind in erster Linie Marktpreis- und Kreditrisiken. Hierbei betreffen die Marktpreisrisiken hauptsächlich einen möglichen, die AfA übersteigenden, Wertverfall der Immobilien. Unter Kreditrisiken versteht die Bank im Zusammenhang mit Rendite-Immobilien den Ausfall von Mietern bzw. deren Mietzahlungen. Für diese Risikoarten gibt es vom Vorstand festgelegte Risiko- und Stress-Szenarien, welche regelmäßig berechnet und beurteilt werden. Daneben analysiert die Bank noch weitere Risiken, wie z. B. Rechtsrisiken aus Kauf- und Mietverträgen. Durch den strategisch weiteren Aufbau des Immobilienportfolios stufen wir das Immobilienrisiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und betriebswirtschaftlich als hoch ein. Es hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein mittleres Schadenspotential für die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Reputationsrisiko und dem Vertriebsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Die nicht im Risikotragfähigkeitskonzept limitierten sonstigen Risiken werden über den Puffer für "Risiken außerhalb des Limitsystems" bzw. über die freie Risikotragfähigkeit abgedeckt. Gesamtbild der Risikolage Auf der Grundlage der von uns verwendeten Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotentials war die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den von uns definierten Risikoszenarien zu jedem Zeitpunkt uneingeschränkt gegeben. Im Rahmen der Berechnung der Risikotragfähigkeit haben wir ein Risikodeckungspotenzial in Höhe von 43,9 Mio. EUR ermittelt. Es übersteigt damit den als Risikokapital in Form von Limiten zur Verfügung gestellten Anteil (34,0 Mio. EUR) deutlich. Für die Risikoarten "Adressrisiken", " Marktpreisrisiken" und " Operationelle Risiken" werden die zur Verfügung gestellten Limite eingehalten. Zum Stichtag 31.12.2023 ergibt sich für das Jahr 2023 ein Gesamtrisikopotenzial von 22,2 Mio. EUR (Auslastung von 65,2 %). Die im Jahr 2023 eingetretenen Risiken lagen innerhalb der festgelegten Limite und haben das Ergebnis der Bank nicht wesentlich beeinträchtigt. Auch für die "Liquiditätsrisiken" werden die definierten Limitierungen eingehalten. Die internen Simulationen kommen zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt, die erhöhten Eigenmittelanforderungen erfüllt werden und die Risikotragfähigkeit auch in den Folgejahren gegeben ist. Im Rahmen der Risikosteuerung ergaben sich keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken für die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage. Akute Risiken im Kundengeschäft sind im erforderlichen Umfang durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Im Eigengeschäft sind keine akuten Ausfallrisiken erkennbar. Für latente Risiken bestehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB und in Form des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation des Instituts auch im Berichtszeitraum gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen hat die Bank jederzeit eingehalten. Zum Stichtag beläuft sich die Gesamtkapitalquote auf 17,5 % und liegt damit deutlich über der Mindestanforderung. Die für die Gesamtkapitalquote berücksichtigten Eigenmittel belaufen sich auf 39,1 Mio. EUR. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Den dargestellten Risiken stehen Chancen hinsichtlich der Digitalisierung inklusive Kostensenkung und Straffung der bankinternen Prozesse gegenüber. D. Prognosebericht Die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben für eine sehr verhaltene Nachfrage im Kreditgeschäft gesorgt und zu einer leichten Belebung des Wettbewerbs im Einlagengeschäft geführt. Sie wirken damit in Summe dämpfend auf das weitere Wachstum der Bilanzsumme. Fällige Kundenkredite und bankeigene Anlagen können im aktuellen Zinsumfeld auf einem deutlich höheren Zinsniveau prolongiert werden. Dieser positive Effekt wird jedoch durch eine verminderte Nachfrage im Baufinanzierungsbereich aufgrund preisbedingt höherer Baukosten als noch in Vorjahren und in Kombination mit höheren Zinsbelastungen teilweise gemindert. Im Kundeneinlagengeschäft ist das Ende der Erhebung von Verwahrentgelten bzw. Negativzinsen bei gewerblichen und privaten Kunden vollzogen. Mit Blick auf das aktuelle Zinsniveau und den Wettbewerb ist im Jahr 2024 eine schrittweise Weitergabe von Zinssteigerungen an die gewerblichen und privaten Kunden des Bankensektors in Deutschland erwartbar. Auf Grundlage dieser Rahmenbedingungen sehen wir für das Geschäftsjahr 2024 der Volksbank Rathenow eG folgende Entwicklung: Wir gehen im Vergleich zum Vorjahr von einem Wachstum der Kundenkredite von 0,0 % und der Kundeneinlagen von 0,0 % aus. Für die Bilanzsumme von rund 379,0 Mio. EUR erwarten wir bei konstanter Entwicklung ebenso kein weiteres Wachstum. Unter Berücksichtigung der eigenen Zinsprognose sowie den Wachstumsannahmen rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einem nahezu gleichbleibenden Zinsüberschuss von 7,4 Mio. EUR. Beim Provisionsüberschuss erwarten wir im Jahr 2024 eine leichte Steigerung auf rund 3,5 Mio. EUR aufgrund steigender Vermittlungs- und Kontodienstleistungserträge. Bei den Personalaufwendungen gehen wir in unseren Planungen aufgrund von vollzogenen und geplanten Neueinstellungen sowie infolge tarifbedingter Steigerungen von einem Aufwand von 4,5 Mio. EUR aus. Die anderen Verwaltungsaufwendungen planen wir mit 3,1 Mio. EUR inflationsbedingt leicht über dem Niveau des Jahres 2023. Bei den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen erwarten wir im Jahr 2024 einen Betrag von 591 TEUR. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen unsere Investitionen in renditeorientierte Immobilien. Für die Summe aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen gehen wir für das Jahr 2024 infolge einer marktbedingt verhaltenen Angebotssituation zum Erwerb von weiteren Rendite-Immobilien in Kombination mit inflationsbedingten Kostensteigerungen von einem leicht sinkenden Betrag von 970 TEUR aus. In der Gesamtbetrachtung erwarten wir für 2024 ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 3,7 Mio. EUR, das leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Bei der Bewertung der Kundenforderungen berücksichtigen wir in unserer Prognose für das laufende Jahr einen Anstieg des Risikovorsorgebedarfes auf 649 TEUR. Wir gehen aktuell davon aus, dass infolge der Zinssteigerungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie der inflationsbedingten Kostenimpulse im Jahr 2024 Stilllegungen von Firmen und Insolvenzen auftreten werden. Beim Ergebnis aus der Bewertung der Eigenanlagen und Beteiligungen rechnen wir auf der Basis einer konstanten Zinsentwicklung mit einem negativen Bewertungsaufwand von rund 474 TEUR. In der Gesamtbetrachtung erwarten wir ein Betriebsergebnis nach Bewertung von 2,5 Mio. EUR. Auf der Grundlage der prognostizierten Geschäftsentwicklung sowie der Ertragslage gehen wir für unsere weiteren bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren von folgender Entwicklung aus: Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird mit 1,06 % deutlich über dem geplanten Mindestbetriebsergebnis liegen. Die CIR wird sich voraussichtlich um 4,35 Prozentpunkte auf 69,15 % verschlechtern. Auf Basis der vorliegenden Planung gehen wir von einem Jahr mit Stillstand im Wachstum und einer guten Ertragslage aus. Als bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikator betrachten wir die Einstufung von Wertpapiereigenanlagen nach den Nachhaltigkeitskriterien der DZ BANK. Die Quote der nach diesen Kriterien eingestuften nachhaltigen Wertpapiereigenanlagen darf laut Strategie nicht unter 77,0 % liegen. Am 28.03.2024 liegt sie bei rund 87,0 % am Gesamtbestand (77,0 % zum 31.03.2023). Wir erwarten, dass die Quote im weiteren Jahresverlauf 2024 nicht unter das strategische Niveau von 77,0 % absinken wird. Ein weiterer von uns betrachteter bedeutsamer Leistungsindikator ist die Erhaltung des "Humankapitals" und die Vermeidung des Fachkräftemangels. Der Indikator darf nicht unter 50 MAK gem. Vollzeitäquivalent nach § 26a KWG fallen. Am 31.12.2023 lag die Kennziffer bei 51,1 MAK (50,9 MAK am 31.12.2022). Wir erwarten, dass der Indikator im Jahr 2024 nicht unter das strategische Niveau von 50 MAK absinken wird. In unserer Prognose haben wir die erwarteten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf unsere Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Bank berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig noch nicht verlässlich abschätzbaren Auswirkungen dieser Effekte auf die Gesamtwirtschaft, die Märkte sowie die Unternehmen der Region sind unsere Prognosen mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.
Der Vorstand: Engel Wiedenhöft 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 5.245.517,06 | 20.498 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 0,00 | 94 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (94) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 5.245.517,06 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 35.401.818,16 | 34.036 | |||
| b) andere Forderungen | 8.113.815,22 | 43.515.633,38 | 17.079 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 171.542.914,75 | 177.861 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 12.593.093,09 | (14.088) | |||
| Kommunalkredite | 2.348.174,55 | (3.035) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 7.092.828,30 | 1.003 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 7.092.828,30 | (1.003) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 105.386.478,22 | 112.479.306,52 | 84.864 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 69.072.249,63 | (40.599) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 112.479.306,52 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 14.293.812,81 | 14.165 | |||
| 6a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 3.697.914,57 | 3.698 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 1.619,15 | (2) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 17.362,00 | 3.715.276,57 | 17 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 0,00 | (0) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 2.646.105,34 | 2.917 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.646.105,34 | (2.917) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 307,00 | 1 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 307,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 24.263.351,44 | 23.902 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 991.463,65 | 1.329 | |||
| 14. Rechnungsabgrenzungsposten | 72.179,23 | 103 | |||
| Summe der Aktiva | 378.765.867,75 | 381.565 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 0,00 | 0 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 23.132.725,02 | 23.132.725,02 | 27.479 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 48.009.953,89 | 55.369 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 0,00 | 48.009.953,89 | 0 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 250.304.167,84 | 247.844 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 7.073.081,58 | 257.377.249,42 | 305.387.203,31 | 3.459 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 3a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 2.646.105,34 | 2.917 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.646.105,34 | (2.917) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.032.638,78 | 629 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.970,52 | 9 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 1.532.955,00 | 1.506 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 239.000,00 | 65 | |||
| c) andere Rückstellungen | 961.412,68 | 2.733.367,68 | 987 | ||
| 8. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 4.803.000,00 | 6.049 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 19.400.000,00 | 16.900 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 8.720.400,00 | 7.655 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 6.789.000,00 | 6.734 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 3.690.000,00 | 10.479.000,00 | 3.650 | ||
| d) Bilanzgewinn | 427.457,10 | 19.626.857,10 | 314 | ||
| Summe der Passiva | 378.765.867,75 | 381.565 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 9.664.329,78 | 14.132 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 9.664.329,78 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 5.565.042,93 | 5.565.042,93 | 14.177 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 6.263.814,48 | 4.702 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 1.289.773,22 | 7.553.587,70 | 520 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (7) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 676.909,29 | 6.876.678,41 | 344 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
1.125,94 | (80) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 440.508,70 | 361 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 81.154,80 | 81 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 521.663,50 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 3.276.128,45 | 3.436 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 265.741,26 | 3.010.387,19 | 249 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 1.613.645,28 | 1.395 | |||
| 9. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 3.340.673,25 | 2.961 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 715.671,95 | 4.056.345,20 | 617 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 124.143,35 | (69) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 2.811.722,65 | 6.868.067,85 | 2.613 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
1.124.069,84 | 526 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 315.592,08 | 344 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | 1.454 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
356.966,18 | 356.966,18 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
210.917,29 | 362 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
0,00 | -210.917,29 | 0 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | |||
| 18. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.860.693,50 | 1.026 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 920.512,31 | 684 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 13.628,64 | 934.140,95 | 29 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 2.500.000,00 | 0 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 426.552,55 | 313 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 904,55 | 1 | |||
| 427.457,10 | 314 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 427.457,10 | 314 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 427.457,10 | 314 | |||
Volksbank
Rathenow eG, Rathenow 3. Anhang für das
Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Volksbank Rathenow eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:
- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.
Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über einen erwarteten Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.
Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.
Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente (Festzinszahlerswap nominal EUR 7.000.000) im Nichthandelsbestand dienen nur als Sicherungsinstrument im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung.
Sicherungsgeberpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, wurden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme wurden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte, Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.
Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Eine getrennte Bilanzierung erfolgte, wenn das eingebettete Derivat neben dem Zinsrisiko und dem Bonitätsrisiko des Emittenten weiteren Risiken (Bonitätsrisiko eines Dritten) unterliegt.
Die Anschaffungskosten der getrennt bilanzierten Einzelkomponenten ergeben sich aus der Aufteilung der (gesamten) Anschaffungskosten des strukturierten Finanzinstruments im Verhältnis der beizulegenden Zeitwerte der Einzelkomponenten. Sofern der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats nicht separat ermittelt werden kann, ergibt sich der Wert des eingebetteten Derivats als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert des strukturierten Finanzinstruments insgesamt und dem beizulegenden Zeitwert des Basisinstruments.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Die Abschreibungen wurden bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.
Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei den neu erworbenen Rendite-Immobilien zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Rahmen der turnusmäßig durchgeführten Wertüberprüfung der bestehenden Rendite-Immobilien wurden bei drei Objekten ebenfalls außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung in Höhe von EUR 537.717 vorgenommen.
Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.
Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.
Aktive latente Steuern
Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.
Aktive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Aktiva 4 und Passiva 7. Diese wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.
Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitrückstellungen wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.
Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,40 % zugrunde gelegt.
Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,78 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,74 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.
Zur Rückdeckung von nicht versicherungsgebundenen Altersversorgungszusagen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Nach Maßgabe des IDW RH FAB 1.021 werden für die kongruente Bewertung nach dem Primat der Passivseite die Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der korrespondierenden Pensionsrückstellung angesetzt. Die nach dem Passivprimat bewerteten, nicht versicherungsgebundenen rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden versicherungsmathematisch auf Basis des Deckungskapitalverfahrens berechnet. Die Ermittlung des Zinssatzes erfolgte gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) unter Verwendung eines 10-Jahres-Durchschnittssatzes. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,82 % abgezinst. Es wurde eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung in Höhe von 1,50 % und eine Rentendynamik von 2,40 % (im Vorjahr: 2,00 %) unterstellt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 13.939.
Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung der individuellen Restlaufzeiten abgezinst.
Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen
Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.
Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde in folgenden Fällen abgewichen:
Entgegen der Annahme der Vorjahre wurden die Pensionsrückstellungen versicherungsmathematisch mit einer unterstellten Rentendynamik von 2,40 % (im Vorjahr: 2,00 %) ermittelt. Damit soll den bereits aufgelaufenen und weiterhin verstärkt anhaltenden Inflationseffekten Rechnung getragen werden. Die Auswirkung der Abweichung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aufgrund des geringen Volumens von untergeordneter Bedeutung.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umstellung von dem periodischen auf das barwertige Kreditportfoliomodell im Kundenkreditgeschäft. Die in dem Expected-Loss-Modell einbezogenen Verlustquoten basieren ab dem Stichtag 30. September 2023 auf einem modellierten barwertigen Verlust aus dem LGD-Modell. Die Verlustquoten im periodischen Kreditportfoliomodell bis zum 30. Juni 2023, berücksichtigten hingegen das nominelle Blankovolumen. Insbesondere aufgrund dieser Methodenanpassung ergab sich eine Auflösung der Pauschalwertberichtigung nach IDW RS BFA 7. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist auch diesbezüglich von untergeordneter Bedeutung.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||
| b) entgeltlich erwor- | 22.932 | 0 (a) | 0 (a) | 22.932 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | ||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 30.098.333 | 1.447.858 (a) | 0 (a) | 31.511.492 |
| Gebäude | 0 (b) | 34.699 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 1.675.557 | 69.447 (a) | 0 (a) | 1.739.934 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 5.069 (b) | ||
| Summe a | 31.796.822 | 1.517.305 (a) | 0 (a) | 33.274.358 |
| 0 (b) | 39.768 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||||
| b) entgeltlich erwor- | 21.911 | 714 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 22.625 | 307 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 6.491.265 | 1.026.317 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 7.515.005 | 23.996.487 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 2.577 (b) | |||
| b) Betriebs- und | 1.379.818 | 97.039 (a) | 0 (a) | -1.282 (a) **) | 1.471.788 | 266.864 |
| Geschäftsausstattung | *) | 0 (b) | 0 (b) | 5.069 (b) | ||
| Summe a | 7.892.994 | 1.124.070 (a) | 0 (a) | -1.282 (a) | 9.009.418 | 24.263.658 |
| 0 (b) | 0 (b) | 7.646 (b) | ||||
*) Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres mit Endbestand des Vorjahres nicht vergleichbar
**) Korrekturbuchung aus Abgängen in Vorjahren
|
Anschaffungskosten zu Beginn
des Geschäftsjahres
|
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte
am Bilanzstichtag
|
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 83.586.045 | -680.547 | 82.905.498 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 3.715.277 | 0 | 3.715.277 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Summe b | 87.301.322 | -680.547 | 86.620.775 | ||
| Summe a und b | 119.098.144 | 110.884.433 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 43.515.633 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Forderungen an Kunden
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 3.250.950 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 18.926.619 fällig.
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht börsennotiert
|
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 112.479.307 | 106.154.072 | 6.325.235 | 60.977.839 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 5.777.905 | 0 | 5.777.905 | 0 |
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.
Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.
Die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere (A 5) unterteilen sich nominal auf EUR 44.000.000 Bankschuldverschreibungen, EUR 11.900.000 Gedeckte Anleihen, EUR 7.300.000 Basisanleihen als Bestandteil von Credit Linked Notes, EUR 7.300.000 Unternehmensanleihen und EUR 6.500.000 Staatsanleihen. Durch die Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips werden insgesamt Abschreibungen in Höhe von EUR 3.539.094 vermieden.
Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den Forderungen, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Forderungen an | ||||
| verbundene Unternehmen | Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | 0 | 0 | 43.515.633 | 51.114.733 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 0 | 0 | 26.128.687 | 20.960.286 |
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| a) NGB AG & Co. KG, Hannover | 0,20 | 2022 / 2023 | 1.750.733 | 2022 / 2023 | 37.901 |
Treuhandvermögen
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 778.193 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 266.864 enthalten. Für im Geschäftsjahr erworbene Immobilien zum Zweck der Vermietung und Verpachtung (Rendite-Immobilien) wurden EUR 1.350.000 aktiviert. Die Rendite-Immobilien werden überwiegend für wohnwirtschaftliche Zwecke im Geschäftsgebiet genutzt.
Fremdwährungsposten
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 9.076 enthalten.
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 0 | 0 | 2.000.000 | 6.000.000 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 5.621.337 | 14.618.244 | 53.416.774 | 94.631.352 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 756.699 | 2.253.460 | 8.831.534 | 11.263.583 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 1.318.576 | 5.254.937 | 475.000 | 0 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 18.301.679 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Nachrangige Verbindlichkeiten
Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 76.772 an.
Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
| EUR | Zinssatz in % | Fälligkeit |
| 520.000 | 1,85 | September 2028 |
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.
Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Mit den Gläubigern wurden keine Kündigungsfristen vereinbart. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 1 und 5 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,80 % bis 3,00 % ausgestattet.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 0 | 0 | 18.301.679 | 21.990.206 |
Eigenkapital
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 8.499.400 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 221.000 | ||
| Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile | EUR | 5.000 |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 6.734.000 | 3.650.000 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 55.000 | 40.000 |
| Stand 31.12.2023 | 6.789.000 | 3.690.000 |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.
Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.
Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden sowie Haftungsverhältnisse aus getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps.
Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden bzw. Referenzschuldner beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| Passivposten | Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 20.105.276 |
Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte mit Zinsswaps des Nichthandelsbestands.
In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands einschließlich der Kreditderivate, die nicht als erhaltene oder gestellte Kreditsicherheiten behandelt werden, einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate und einschließlich der in strukturierte Finanzinstrumente eingebetteten und getrennt bilanzierten Derivate, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").
(Angaben in TEUR):
|
Nominalbetrag Restlaufzeit
|
beizulegender Zeitwert
|
|||||
| <= 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | negativ | positiv | |
| Zinsbezogene Geschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | ||||||
| - Zins-Swap (gleiche Währung) | 0 | 7.000 | 0 | 7.000 | 0 | 389 |
| Kreditderivate | ||||||
| in strukturierten Produkten enthaltene Kreditderivate | ||||||
| - Credit Default Swaps | 5.300 | 2.000 | 0 | 7.300 | 156 | 0 |
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsaufwendungen
Negative Zinsen aus Passivgeschäften sind in den Zinsaufwendungen (GuV 2) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.
Provisionserträge
Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Kredit- und Immobilienvermittlung, Vermittlung von Bausparverträgen, Vermittlung von Anlagen an unseren Verbundpartner Union Investment sowie Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sie blieben auf dem Vorjahresniveau und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
| Art | EUR |
| Miet- und Pachterträge | 1.338.177 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 27.614 (Vorjahr EUR 30.446) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 278.925 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 44.952 enthalten.
Hiervon entfallen auf:
| lfd. Posten der GuV
- Art
|
Betrag
Aufwand EUR |
Betrag
Ertrag EUR |
| 8 - Verkauf von Grundstücken/Gebäuden über Buchwert | 0 | 211.810 |
Steuerrechtliche Abschreibungen gemäß § 254 HGB a. F., die aus Vorjahren beibehalten wurden, sind für den Jahresabschluss von untergeordneter Bedeutung.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 19.200.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 88.531.
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.214.931.
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 586.674 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 252.094.
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 13.939, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 865.186 in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Personalstatistik
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 4 | 0 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 26 | 24 |
| 30 | 24 |
Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
Haftsummen
EUR |
||
| Anfang | 2023 | 3.446 | 150.996 | 0 |
| Zugang | 2023 | 146 | 24.150 | 0 |
| Abgang | 2023 | 128 | 5.058 | 0 |
| Ende | 2023 | 3.464 | 170.088 | 0 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 949.600 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 50 |
Besondere Offenlegungspflichten
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Genoverband e.V.
Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
| Engel, Bernd, Bankleiter (Marktfolge) |
| Wiedenhöft, André, Bankleiter (Markt) |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Briest, Michael, - Vorsitzender - , Vorstand der Agrargenossenschaft "Schwarzbuntzucht" Fischbeck eG
Röhrs, Gerold, - stellvertretender Vorsitzender - , Angestellter bei Baumaschinen-Kontor Havelberg GmbH
Schulz, Burghard, Geschäftsführer der Autohaus Schulz GmbH
Großmann, Cornelia, Angestellte bei Landhandel Großmann
Meier, Fred, Geschäftsführer und Einzelfirma-Inhaber Taxi-Fuhrbetrieb Fred Meier GmbH
Sandbrink, Petra, Angestellte bei Mode Sandbrink GmbH
Hilgert, Susanne, Prokuristin der Agrargenossenschaft Großderschau eG
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 426.552,55 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 904,55 (Bilanzgewinn von EUR 427.457,10) - wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 3,50 % | 279.648,65 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 85.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 62.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 808,45 |
| 427.457,10 |
| Rathenow, 16. Mai 2024 | Volksbank Rathenow eG |
Der Vorstand
Engel Wiedenhöft
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Volksbank Rathenow eG, Rathenow
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Rathenow eG, Rathenow (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
| 1. | Bewertung von Kundenforderungen | |
| 2. | Bewertung von Renditeimmobilien |
Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
zu 1.a) Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 171,5 Mio. EUR. Dies entspricht 45,3 % der Bilanzsumme. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forderungen an Kunden um 3,6 % reduziert. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 9,7 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 5,6 Mio. EUR.
Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein. Ein überwiegender Teil des gesamten Kreditvolumens ist grundpfandrechtlich besichert.
Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
zu 1.b) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.
In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen, sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.
Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.
zu 1.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.
zu 2.a) Die Sachanlagen belaufen sich auf 24,2 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Dies entspricht 6,4 % der Bilanzsumme. Im Wesentlichen umfasst diese Bilanzposition einen zur Ertragsstärkung gehaltenen Rendite-Immobilienbestand von 20,9 Mio. EUR, der somit zum Bilanzstichtag einen bedeutenden Teil (5,5 %) der Bilanzsumme ausmacht.
Die relevanten Rendite-Immobilien befinden sich größtenteils im Geschäftsgebiet der Bank und werden im Wesentlichen wohnwirtschaftlich genutzt.
Die Bestimmung der für den beizulegenden Wert von Immobilien relevanten Parameter für einen Niederstwerttest sowie für die Beurteilung der Dauerhaftigkeit einer identifizierten Wertminderung unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nach § 253 Abs. 3 HGB nicht rechtzeitig identifiziert bzw. die Höhe der Wertberichtigung nicht richtig bestimmt wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Immobilien, sowohl von Gebäuden mit begrenzter als auch von Grundstücken mit unbegrenzter Nutzungsdauer, für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
zu 2.b) Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Immobilien relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass Wertberichtigungsbedarf mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt wird und gegebenenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung in ausreichendem Umfang vorgenommen wird.
In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet und die interne Berichterstattung für Immobiliengeschäfte einschließlich der darin festgestellter Wertänderungen nachvollzogen.
Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir risikoorientiert bewusst ausgewählte Immobilien hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer außerplanmäßigen Wertberichtigung einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Prüfung haben wir den gutachterlich ermittelten beizulegenden Zeitwerten, soweit vorhanden auch die tatsächlich erzielten Verkaufspreise gegenübergestellt.
zu 2.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rendite-Immobilien sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen:
- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Simon Ohlmeier.
Leipzig, 16. Mai 2024
Genoverband e.V.
| Kristina Müller | Simon Ohlmeier | ||
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Generalversammlung vom 26.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 426.552,55 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 904,55 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
Volksbank Rathenow eG, Rathenow Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat unserer Volksbank Rathenow eG ist das Aufsichts- und Kontrollorgan. Er hat nach dem Genossenschaftsgesetz, unserer Satzung und der Geschäftsordnung eigenständige Aufgaben zu erfüllen. So hat der Aufsichtsrat unter anderem den Vorstand bei der Geschäftsführung zu überwachen und überprüft den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung.
Der Aufsichtsrat besteht aus sieben Mitgliedern und ist in folgende Ausschüsse aufgeteilt: Prüfungsausschuss sowie Vergütungskontrollausschuss. Der Aufsichtsrat wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in mehreren Sitzungen und in elektronischer Form vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank informiert.
Über alle wichtigen Ereignisse und Geschäftsvorfälle wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet. In den gemeinschaftlichen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat wurden alle relevanten Fragen und Probleme beraten und entschieden und die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Der Aufsichtsrat ist seiner Überwachungspflicht im Geschäftsjahr 2023 nachgekommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, für in Ordnung befunden und schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Genoverband e.V. hat die gesetzliche Prüfung und damit auch die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes 2023 durchgeführt. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Michael Briest, Herr Fred Meier und Frau Petra Sandbrink aus dem Aufsichtsrat aus. Für die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats ist eine Wiederwahl zulässig.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank für das erreichte Ergebnis und die geleistete Arbeit seine Anerkennung aus und dankt Ihnen für Ihren geleisteten Einsatz im Dienst der Volksbank Rathenow eG, ihrer Mitglieder und Kunden.
Meinen Kollegen im Aufsichtsrat danke ich für die gute Zusammenarbeit.
Rathenow, im Mai 2024
Der Aufsichtsrat
Briest, Vorsitzender
Volksbank Rathenow eG, Rathenow Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Volksbank Rathenow eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Rathenow eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Volksbank Rathenow eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 12.022.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 51,1.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 3.861.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 921 und betreffen laufende Steuern.
Die Volksbank Rathenow eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
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