BSA Elsteraue GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arne Schulte seit 15.1.2025 | Geschäftsführer |
Björn Ehlert seit 2.5.2022 | Prokura |
Matthias Kunath seit 1.6.2012 | Geschäftsführer |
Holger Wieland Linke seit 22.12.2010 | Geschäftsführer |
Dirk Lauberbach seit 2.2.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KBE Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der enviaEigenbeteiligung | 0.00% |
KBE Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH an der enviaEigenbeteiligung | 0.00% |
| 0.00% | |
Stadt Hettstedt | 0.00% |
| 0.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Windpark Rippachtal Verwaltungs GmbHAufgelöst | 50.00% |
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
envia THERM GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023Grundlagen des UnternehmensEin diversifizierter Anlagenpark mit einem Mix aus konventioneller und regenerativer Energieerzeugung und -belieferung von Kunden kennzeichnet die Aufstellung der envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen (im Folgenden kurz "envia THERM", "Gesellschaft" oder "Unternehmen" genannt). Die Gesellschaft mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Das Unternehmen versorgt in Ostdeutschland Kunden mit Strom, Erdgas, Druckluft, Fernwärme und Prozessdampf aus Gas- und Dampfturbinenanlagen, Blockheizkraftwerken, Heizwerken, Heizzentralen und regenerativen Anlagen. Als Contracting-Partner bietet das Unternehmen individuelle Lösungen in Verbindung mit nachhaltiger Energieversorgung und neuester Technologie an. Die Geschäftstätigkeit der envia THERM ist geprägt durch komplexe fachliche Aufgabenstellungen bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb von Anlagen zur Bereitstellung von Energie. Darüber hinaus bietet envia THERM energienahe Dienstleistungen sowie maßgeschneiderte Lösungen zur Erhöhung der Energieeffizienz an. Zur Umsetzung dieser Know-how-intensiven Aufgaben kann envia THERM auf einen breiten Erfahrungsschatz, optimale Prozessabläufe sowie die fachliche Kompetenz und die Motivation der Mitarbeiter bauen. envia THERM im Verbund der enviaM-GruppeIm starken Unternehmensverbund der enviaM-Gruppe lassen sich Synergien effizient heben. So kann envia THERM neben den eigenen Ressourcen insbesondere bei Querschnittsaufgaben auf das Know-how der Muttergesellschaft zurückgreifen. Dabei fokussieren die Grundsätze des Managements eine wertorientierte Unternehmensführung, organisches Wachstum und Kosteneffizienz. Im Mittelpunkt der Vertriebstätigkeit standen die Energiedienstleistungen (Schwerpunkt: Anlagen unter Nutzung von erneuerbaren Energien und fossilen Brennstoffen), Dienstleistungen zur Energie- und Kosteneffizienz sowie Vertragsverlängerungen mit zahlreichen Kunden in der Wärmeversorgung. Insbesondere die Projektentwicklung im Bereich der Energiedienstleistungen wurde stark intensiviert. Im Zusammenwirken mit der enviaM können Synergien genutzt werden, die envia THERM einen Wettbewerbsvorteil bei der Marktbearbeitung bieten. Mittels angepasster und weiterentwickelter Produkte und Dienstleistungen wird das Unternehmen in den nächsten Geschäftsjahren die Position der Gesellschaft am Markt festigen und weiter ausbauen. Die Fokussierung auf Windkraft und Photovoltaik ist Ausdruck der verstärkten Wachstumsbemühungen der enviaM-Gruppe im regenerativen Bereich. Die Projektentwicklung für Photovoltaik- und Windkraftanlagen innerhalb der enviaM-Gruppe ist in der envia THERM gebündelt. Die envia THERM fungiert damit als Kompetenzcenter der Gruppe für die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren und konventionellen Energien. WirtschaftsberichtAllgemeine Wirtschafts- und BranchenentwicklungDeutsche Wirtschaft unter DruckDie deutsche Wirtschaft ist 2023 infolge der Energiepreiskrise in Verbindung mit der weltwirtschaftlichen Schwäche unter Druck geraten. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2023 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent (BMWK-Herbstprojektion 2023 vom 11. Oktober 2023). Konjunktureller AusblickDer Sachverständigenrat für Wirtschaft erwartet für Deutschland im Jahr 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,7 Prozent. Wachstumshemmnisse sind u.a. die demografische Alterung und das geringe Produktivitätswachstum. Mehr Innovationen und Investitionen sind notwendig, um die Wachstumschancen zu erhöhen (Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/2024, 08.11.2023). Geschäftsentwicklung im Jahr 2023Das Jahr 2023 war geprägt durch die Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und der Reduzierung der Energielieferungen aus Russland. Die derzeitige Entwicklung auf den Energiemärkten ist eine historische Ausnahmesituation, die es in dieser Form bislang nicht gegeben hat. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas bewegen sich auf hohem Niveau. Diese Entwicklung stellt envia THERM vor besondere Herausforderungen. Dennoch steht das Unternehmen weiterhin als fairer und verlässlicher Energieversorger an der Seite seiner Kunden und hilft, deren Belastungen durch die gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Maßgebliche wirtschaftliche Einflüsse auf das Ergebnis der envia THERM aus damit im Zusammenhang stehenden Absatzrückgängen waren nicht zu verzeichnen. envia THERM hat Vorkehrungen für den Fall des Eintretens der Notfallstufe gemäß Notfallplan Gas des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie getroffen. Dies betrifft die Umsetzung der Anforderungen des Bundeslastverteilers, die geplante Einsatzweise der mit Erdgas betriebenen Anlagen und die Vorbereitung einer Krisenkommunikation mit betroffenen Wärmekunden. Der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen und der Beginn der Dekarbonisierung der Bestandsanlagen waren Wachstumstreiber der envia THERM im Jahr 2023. Der Stromabsatz ist im Jahr 2023 gestiegen. So konnten insgesamt 848 GWh (Vorjahr: 719 GWh) Strom abgesetzt werden, davon 322 GWh (Vorjahr: 232 GWh) an Letztverbraucher. Der Wärmeabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und schlägt mit insgesamt 687 GWh (Vorjahr: 746 GWh) zu Buche. envia THERM lieferte 2023 26 GWh (Vorjahr: 36 GWh) Gas an Letztverbraucher. Maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis der envia THERM haben die spezifischen Preise für vermiedene Netznutzung aus dezentraler Einspeisung. Im Zuge der Wärmewende setzt envia THERM auf die Verdichtung der Fernwärmenetze und die Dekarbonisierung der Bestandsanlagen zur Wärmeerzeugung. Am Standort Vetschau wurden dazu im Jahr 2023 Planungsleistungen für eine Anlage mit dem Ziel der Substitution von Braunkohlenstaub durch Holzhackschnitzel vergeben. Erneuerbare Energienenvia THERM setzte weiterhin auf den Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Mit einem Biomasseheizkraftwerk, sechs Windparks, vier Biomethan-Blockheizkraftwerken, 17 Photovoltaik-Anlagen und 14 Wasserkraftwerken erzeugte das Unternehmen 2023 183 GWh Strom und 84 GWh Wärme aus erneuerbaren Quellen. Das Erzeugungsportfolio der erneuerbaren Energien wurde 2023 im Bereich Photovoltaik weiter ausgebaut. Der Bereich wurde um eine Anlage mit 2,75 MW installierter Leistung erweitert. Darüber hinaus konnten Dienstleistungen rund um erneuerbare Energien weiter ausgebaut werden. Das betrifft beispielsweise die Planung und die Betriebsführung von Windparks und Photovoltaik-Anlagen, die schlüsselfertige Realisierung von Solarprojekten und die Entwicklung und den Einbau von Modulen zur Fernsteuerbarkeit von Anlagen. Die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien eigener Anlagen wurde im Jahr 2023 fortgeführt. CO2-Emissionenenvia THERM ist aktuell mit acht ihrer Erzeugungsanlagen vom EU-Emissionshandel betroffen. Im Jahr 2021 begann die vierte Handelsperiode. Durch die weitere Verknappung der kostenfreien Zuteilung von Zertifikaten im Zeitraum 2021 bis 2025 muss envia THERM fehlende Mengen am Markt zukaufen. Das Unternehmen hat in Vorbereitung auf die 4. Handelsperiode Anträge auf kostenfreie Zuteilung von Emissionszertifikaten gestellt. Die Zuteilungsbescheide der Deutschen Emissionshandelsstelle wurden 2021 erteilt. Zum 1. Januar 2021 trat das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) zur Umsetzung des nationalen Emissionshandels in Kraft. envia THERM hat die dafür notwendigen Maßnahmen umgesetzt. Konventioneller KraftwerksbetriebDie konventionellen Kraftwerke stellen bezogen auf die installierte elektrische Leistung den größten Anteil des Anlagenportfolios der envia THERM. Mit einer Kapazität von 296 MW elektrisch und 417 MW thermisch (inkl. Vertragsleistung von Vorlieferanten; Stand 31.12.2023) hat das Unternehmen 2023 342 GWh Strom (Vorjahr: 305 GWh) und 594 GWh Wärme (Vorjahr: 648 GWh) über fossile, aber überwiegend emissionsarme Energieträger wie Erdgas, erzeugt. Das entspricht beim Strom einem Anteil von 65 Prozent (Vorjahr: 63 Prozent) und bei der Wärme von 88 Prozent (Vorjahr: 88 Prozent) an der Gesamterzeugung. Basis für den flexiblen und sicheren Betrieb ist neben der fachgerechten Bedienung die Sicherung des hohen technologischen Standards der Anlagen durch regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Vermögens- und KapitalstrukturZum 31.12.2023 wird eine Bilanzsumme in Höhe von 176,0 Millionen Euro (Vorjahr: 205,0 Millionen Euro) ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtags- und preisbedingt von 10,2 Millionen Euro auf 20,9 Millionen Euro. Das Absinken der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus der stichtagsbedingt geringeren Forderung gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash Management-Vertrag (20,7 Millionen Euro (Vorjahr: 57,5 Millionen Euro)) sowie signifikant gesunkenen Forderungen aus Vorsteuer-/Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Auf der Passivseite haben sich preisbedingt die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich vermindert. Des Weiteren sanken die Verbundverbindlichkeiten aufgrund der Abführung des geringeren Jahresergebnisses. Gegenläufig wirkte auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine höhere Darlehensaufnahme als -tilgung. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von 8,9 Millionen Euro auf 7,8 Million Euro, wofür hauptsächlich niedrigere Steuerverbindlichkeiten ursächlich gewesen sind. Die Vermögensstruktur ist weiterhin durch das langfristig gebundene Anlagevermögen mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 52 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent) sowie innerhalb des Umlaufvermögens durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einem Anteil von 20 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent), die hauptsächlich aus Finanzforderungen bestehen, geprägt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 40 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent), da die Bilanzsumme bei einer konstanten Eigenkapitalhöhe gesunken ist. FinanzlageDie Finanzlage der envia THERM stellt sich insgesamt positiv dar. Zum Bilanzstichtag bestehen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 41,7 Millionen Euro (Vorjahr: 37,6 Millionen Euro) zur langfristigen Finanzierung von Investitionsprojekten. Zur kurzfristigen Finanzierung besteht mit der Gesellschafterin enviaM eine Cash-Management-Vereinbarung. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Forderungen hieraus 20,7 Millionen Euro (Vorjahr: 57,5 Millionen Euro). Der operative Cashflow betrug -17,8 Millionen Euro und hat sich im Vorjahresvergleich vermindert. Der wesentliche Grund hierfür liegt in einem stichtagsbedingten Zahlungseingang von 18,9 Millionen Euro im Vorjahr, dem korrespondierende Auszahlungen in zweistelliger Millionen Euro-Höhe im Berichtsjahr gegenüberstehen. Des Weiteren wirkt sich der um 7,1 Millionen Euro geringere Jahresüberschuss aus. Der Investitions-Cashflow belief sich auf +30,3 Millionen Euro und ist im Wesentlichen geprägt von Zahlungszuflüssen von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 36,8 Millionen Euro. Die Auszahlungen aufgrund von Investitionen in das Anlagevermögen betragen 7,5 Millionen Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit -12,5 Millionen Euro nahezu konstant geblieben. Höheren Einzahlungen aus Darlehensaufnahmen von 10,4 Millionen Euro (+5,9 Millionen Euro) stand mit -15,8 Millionen Euro eine größere Gewinnabführung gegenüber (-5,8 Millionen Euro). Zum Stichtag bestehen des Weiteren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 45,0 Millionen Euro. ErtragslageGegenüber dem Vorjahr sind die Umsatzerlöse um 33,6 Prozent auf 219,4 Millionen Euro (Vorjahr: 330,1 Millionen Euro) gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Preisen bei den Strom-, Gas-, Fernwärme- und Dampferlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich auf 7,2 Millionen Euro (Vorjahr: 8,2 Millionen Euro) vermindert. Rückstellungsauflösungen (4,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,5 Millionen Euro)) und Zuschreibungen (1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,0 Millionen Euro)) im Berichtsjahr stehen deutlich höhere Buchgewinne aus dem Verkauf von Wärmeanlagen (1,6 Millionen Euro) sowie Versicherungsentschädigungen bzw. Schadensersatzleistungen (2,7 Millionen Euro) aus dem Vorjahr gegenüber. Die Materialaufwendungen sind im Wesentlichen proportional zu den Umsatzerlösen von 281,4 Millionen Euro auf 183,7 Millionen Euro zurück gegangen. Die Aufwendungen für Strom und Erdgas sind preisbedingt im Vorjahresvergleich signifikant gesunken, während in geringerem Ausmaß die Kosten für Biomasse, Heizöl und CO2-Zertfikaten gestiegen sind. Die Personalaufwendungen sind von 14,9 Millionen Euro auf 18,0 Millionen Euro gestiegen. Ursächlich hierfür sind sowohl die Tarifierhöhungen im Laufe des Jahre 2023 inklusive des einmaligen tariflichen Inflationsausgleiches von 3.000,00 € pro Mitarbeiter als auch der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 160 auf 171 (jeweils ohne Auszubildende). Die Abschreibungen sind insbesondere wegen der im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen der vier Biomethan-Blockheizkraftwerke von 1,7 Millionen. Euro auf 8,0 Millionen Euro (im Vorjahr: 10,2 Millionen Euro) gesunken. Der sonstige betriebliche Aufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 45,2 Prozent auf 8,3 Millionen Euro deutlich gefallen. Hauptsächlich ist diese Entwicklung auf Einmaleffekte aus dem Vorjahr zurückzuführen: die Bildung einer Rückstellung für Prozessrisiken sowie die Zuführung der Rückstellung für die Mehrerlösabschöpfung gemäß dem Strompreisbremsengesetz. Um 0,8 Millionen Euro auf 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 Millionen Euro) gestiegen sind die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge. Die Zinswende bei kurzfristigen Einlagen (Cash Pool-Guthaben) sowie der Anstieg des Zinsniveaus sind hierfür die Gründe. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Aspekte konnte insgesamt ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 8,7 Millionen Euro (Vorjahr: 15,8 Millionen Euro) erwirtschaftet werden. Als 100-prozentiges Tochterunternehmen hat envia THERM einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft enviaM, so dass der Jahresabschluss ein ausgeglichenes Ergebnis aufweist. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann insgesamt als gut bewertet werden. InvestitionenIm Jahr 2023 wurden bei envia THERM Investitionen im Umfang von 7,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,8 Millionen Euro) realisiert. Gleichzeitig erfolgte mit 7,9 Millionen Euro die kontinuierliche Wartung und Instandhaltung der bestehenden Anlagen. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenZur Steuerung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf die Unternehmensziele nutzt envia THERM verschiedene Kennzahlen. Als wesentliche Steuerungsgrößen im finanzbezogenen Bereich werden das betriebliche Ergebnis nach IFRS und die Höhe der Investitionen verwendet.
EBIT (IFRS)Die Kennziffer beschreibt den operativen Erfolg des Unternehmens. Das im Berichtsjahr erzielte EBIT (IFRS) beträgt 9,9 Millionen Euro und liegt damit unter den im Wirtschaftsplan für 2023 fixierten Erwartungen von 15,7 Millionen Euro und unter dem Vorjahresergebnis von 17,9 Millionen Euro. Ursächlich für die beiden Ergebnisverschlechterungen sind zum einen die mit den regenerativen Erzeugungsanlagen erzielten Erlöse (Marktpreise) aus der Direktvermarktung des erzeugten Stroms, die auf das Niveau der jeweiligen EEG-Vergütung gefallen sind. Zum anderen wirkten zu geringe Clean Spark Spreads, die zeitweise für eine wirtschaftliche Stromerzeugung nicht ausreichend waren, sowie Umlagen, die den Bezug von Gas verteuert haben, aber auf den Stromverkaufspreis nicht gewälzt werden konnten, negativ. InvestitionenDas Geschäft des Unternehmens ist anlagenintensiv. Daher bildet die optimale Höhe an Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen eine weitere Zielgröße bei envia THERM. Im Geschäftsjahr wurden bei envia THERM 7,5 Millionen Euro (Vorjahr: 5,8 Millionen Euro) mit dem Schwerpunkt der Modernisierung von Bestandsanlagen und dem Neubau regenerativer Anlagen investiert. Die Investitionstätigkeit lag dabei unter dem geplanten Niveau von 21,6 Millionen Euro. Der Hauptgrund hierfür war die Verschiebung eines Projektes aufgrund genehmigungsrechtlicher Verzögerungen sowie der Entfall eines Projektes wegen gestiegener Kosten. Installierte LeistungenWeitere Leistungsindikatoren sind die installierten elektrischen und thermischen Leistungen der Anlagen der envia THERM. Durch den Bau von Photovoltaik-Anlagen, den weiteren Zubau von dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und das Repowering von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen hat die installierte elektrische Leistung in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und es wird ein weiterer Anstieg erwartet. Zum 31.12.2023 betrug die installierte elektrische Leistung 373 MW. Im Jahr 2023 erfolgte ein Zubau in Höhe von 2,75 MW. Für 2023 war ein Zubau im einstelligen Megawatt-Bereich geplant. Die installierte thermische Leistung beträgt 451 MW (inkl. Vertragsleistung von Vorlieferanten). Ein Zubau erfolgte - wie auch für das Geschäftsjahr geplant - im Jahr 2023 nicht. Mitarbeiter, Arbeitssicherheit, UmweltIm Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 171 Mitarbeiter und 14 Auszubildende beschäftigt. Für das im Jahr 2010 erstmalig zertifizierte integrierte Managementsystem (IMS), in welchem sich das Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001), das Umweltmanagement (DIN EN ISO 14001) und die Arbeitssicherheit (DIN EN ISO 45001) vereinen, wurde in diesem Jahr das Überwachungsaudit mit dem TÜV SÜD erfolgreich absolviert. Gleiches gilt für das im Jahr 2013 erstmalig zertifizierte Energiemanagementsystem (EnMS; DIN EN ISO 50001). envia THERM investiert aktiv in den Umweltschutz. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Dekarbonisierung des Anlagenbestandes. envia THERM entwickelt hierzu eigene Projekte, um CO2-Emissionen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Rechnungsmäßiges UnbundlingDie envia THERM ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gemäß § 3 Nr. 38 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), da sie sowohl Strom erzeugt als auch an Dritte liefert und mit einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen (enviaM) verbunden ist. Aus diesem Grund ist die envia THERM zum rechnungsmäßigen Unbundling gemäß § 6b Abs. 3 EnWG verpflichtet und hat in ihren Tätigkeitsbereichen "Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors", "Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" und "Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" getrennte Konten zu führen. Der Tätigkeitsbereich "Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors" umfasst dabei die Stromerzeugung und den Stromvertrieb. Der Tätigkeitsbereich "Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors" beinhaltet die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Gasvertrieb. In dem Tätigkeitsbereich "Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" sind neben den wärmegeführten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen alle sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Auf Basis der Kostenrechnung der envia THERM wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den jeweiligen Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. In der Bilanz erfolgte eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivpositionen. Auch hier erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel für jene Fälle, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre. Chancen- und RisikomanagementIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten ist envia THERM einer Vielzahl verschiedener Risiken ausgesetzt. Ein ganzheitlich organisiertes Risiko- und Chancenmanagement ist daher fester Bestandteil der betrieblichen Abläufe in der enviaM-Gruppe. Dabei werden neben Einzelrisiken - weit unterhalb der Schwelle einer möglichen Existenzgefährdung - und adäquaten Ansatzpunkten zur Risikosteuerung auch entsprechende Chancen untersucht. Die wesentlichen Risiken der envia THERM lassen sich wie folgt strukturieren: MarktrisikenAufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks auf den Strom- und Gasmärkten ergeben sich Preis- und Absatzrisiken. Zusätzlich war im Jahr 2023 ein starker Preisanstieg für die Commodities Strom und Erdgas zu beobachten. Den daraus resultierenden Risiken begegnet envia THERM u. a. durch differenzierte Preise und Produkte, eine weitgehend absatzorientierte Beschaffung sowie ein effektives Kostenmanagement. Für den Stromabsatz aus den wesentlichen Kraftwerken wurden bei einem vorliegenden liquiden Markt Preisfixierungen getroffen. BetriebsrisikenBetriebsrisiken, auch als operative Risiken bezeichnet, erfassen negative Effekte aus der spezifischen inhaltlichen und prozessualen Geschäftstätigkeit. Beispiele hierfür sind ungeplante Betriebsunterbrechungen im Kraftwerks-, EDV- oder administrativen Bereich. Die systematische Wartung von Anlagen und Netzen sowie die kontinuierliche Optimierung entsprechender Prozesse beugen Störungen vor und sind Basis für eine hohe Versorgungssicherheit der Kunden. UmfeldrisikenDie Risikosituation wird durch den Wandel der Rahmenbedingungen im regulatorischen Umfeld beeinflusst. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen umfassender Novellierungen und Eingriffe in der Energiegesetzgebung. Besonders hervorzuheben sind die Inhalte der Gesetze zur Abmilderung der Auswirkung aus der Energiepreisentwicklung im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg. FinanzrisikenFür envia THERM spielt insbesondere das Thema Kreditrisiken eine Rolle. Diese entstehen, wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen unter Umständen nicht oder nicht fristgemäß nachkommen. Auf Basis kundenindividueller Bonitätsprüfungen begrenzt envia THERM entstehende Kreditrisiken u. a. durch eine entsprechende Gestaltung von Lieferverträgen und Zahlungsbedingungen, die Vergabe von Kreditlimits sowie ein stringentes Forderungsmanagement. Risiko-PortfolioAus dem Risiko-Portfolio sind die wesentlichen Risiken ablesbar. Die Wesentlichkeitsgrenze wurde für envia THERM auf eine erwartete Schadenshöhe von 1,0 Millionen Euro festgelegt (das entspricht weniger als 10 Prozent des langjährigen durchschnittlichen Ergebnisses vor Steuern). Grundsätzlich werden im Risiko-Portfolio der envia THERM nur Risiken dargestellt, die weder in der Planung noch durch bilanzielle Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt worden sind. Quartalsweise eruiert envia THERM diese Risiken im Rahmen der Risikoberichterstattung und berichtet diese an enviaM. Hierzu zählen Markt-, Betriebs-, Finanz-, Umfeld- und sonstige Risiken. Dieser Prozess ist in den konzernweiten Risikomanagementprozess der E.ON SE integriert. Im Berichtsjahr wurden folgende Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 20 Prozent als wesentlich eingestuft, wobei sich die angegebenen Schadenshöhen auf das EBIT (IFRS) der folgenden drei Jahre beziehen: Negative Entwicklung des Clean-Spark-Spread für nicht kontrahierte MengenDas Risiko besteht darin, dass, insbesondere für die GuD-Anlage Bitterfeld, geplante Strommengen im Mittelfrist-Zeitraum nicht zu den geplanten Konditionen erzeugt werden. Das EBIT aus dem errechneten Clean-Spark-Spread verringert sich um 2,4 Millionen Euro. Ursächlich dafür sind negative Entwicklungen auf den Commoditymärkten. Brennstoffrisiko BiomasseIm Biomasseheizkraftwerk Malchin existiert das Risiko steigender Biomassepreise. Hier wird Altholz zur Strom- und Dampferzeugung eingesetzt. Durch steigende Preise von Altholz beträgt das Risiko der Reduzierung des Ergebnisses ca. 3,0 Millionen Euro. Im Berichtsjahr wurden folgende Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 10 und 20 Prozent als möglich eingestuft, wobei sich die angegebenen Schadenshöhen auf die EBITs (IFRS) der folgenden drei Jahre beziehen: Nichtrealisierung von geplanten NeubauprojektenDas Projektgeschäft der envia THERM unterliegt häufigen Änderungen des regulatorischen Umfeldes durch den Gesetzgeber. Dies betrifft insbesondere die Förderungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem KWK-Gesetz. Das kann dazu führen, dass geplante Projekte nicht umgesetzt werden können. Dieses Risiko wird mit einer Schadenshöhe von 2,4 Millionen Euro bewertet. ForderungsausfälleDas Risiko von Forderungsausfällen besteht, wenn Kunden der Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen. Stark gestiegene Commoditypreise in der Produktion von Wärme führen über vertraglich geregelte Preisgleitungen dazu, dass Endkundenpreise steigen. Der mögliche Schaden wird mit 5,9 Millionen Euro bewertet. Stromerzeugungsverbot aus Erdgas im Vorfeld einer physischen GasmangellageDas Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz sieht vor, dass im Vorfeld einer physischen Gasmangellage die Stromerzeugung durch Anlagen, in denen Erdgas verbrannt wird, ausgesetzt wird. Dadurch besteht das Risiko, dass geplantes EBIT nicht erwirtschaftet wird. Das Risiko ist mit 2,2 Millionen Euro bewertet. Nachfragerückgang DampfIm Chemiepark Bitterfeld Wolfen versorgt die Erzeugungsanlage der envia THERM die Kunden u.a. mit Dampf. Ein möglicher Rückgang der Dampfabnahme wirkt sich negativ auf die Effizienz der GuD-Anlage aus und es besteht das Risiko, dass neben der geringeren Dampfumsatzerlöse auch der Strom nicht mit der geplanten Effizienz hergestellt werden kann. Der mögliche Schaden wird mit 4,3 Millionen Euro bewertet. Zusätzliche Kosten nach Befundung GeneratorFür das Jahr 2024 ist eine Revision des Generators der GuD-Anlage in Bitterfeld geplant. Die Kosten dafür sind in der Planung berücksichtigt. Sollten bei der Befundung Schäden an Generatorteilen festgestellt werden, müssen diese behoben werden. Im Vorfeld ist nicht absehbar, ob Reparaturarbeiten nötig sind. Der mögliche Schaden wird mit 1,1 Millionen Euro bewertet. Betrachtung kleinerer RisikenRisiken mit einer erwarteten Schadenshöhe kleiner 1 Million Euro werden monatlich im Rahmen des Führungskräftemeetings abgefragt, identifiziert, bewertet sowie entsprechend nachgehalten, überwacht und intern reportet. Dieser Prozess ist in einem Beschluss der Geschäftsführung definiert. GesamtrisikolageWeder durch Einzelrisiken noch durch aggregierte Positionen bestanden für envia THERM Risiken im Berichtszeitraum, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdet hätten. Derartige Risiken sind auch für das Geschäftsjahr 2024 aktuell nicht erkennbar. ChancenZusätzlich zu den beschriebenen Risiken ergeben sich für envia THERM Chancen. Diese sind ebenfalls in das quartalsweise Reporting an die Gesellschafterin und in den konzernweiten Risikomanagementprozess der EON.SE integriert. Eine Vielzahl der Chancen entsteht durch sich verändernde Markt- und Umfeldbedingungen der Energiewende. So führt zum Beispiel die vermehrte volatile Einspeisung aus erneuerbaren Energien in die Stromnetze zu einem gestiegenen Bedarf an Regelleistung und damit zu gestiegenen Preisen für Regelleistungsprodukte. Im Berichtsjahr wurde eine Chance mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 20 Prozent als wesentlich eingestuft, wobei sich der Betrag auf das EBIT (IFRS) der folgenden drei Jahre bezieht: Vermiedene NetznutzungSowohl Spitzenlast- als auch GuD-Kraftwerke erlösen vermiedene Netznutzungs-Leistungsvergütungen im Spitzenlastanteilsverfahren. Chancen können dabei durch von der Planung abweichende Normierungsfaktoren entstehen. Die Chance wird mit einem Betrag von 4,8 Millionen Euro bewertet. Im Berichtsjahr wurden folgende Chancen mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 10 und 20 Prozent als möglich eingestuft, wobei sich die Beträge auf die EBITs (IFRS) der folgenden drei Jahre beziehen: Mehreinnahmen durch Sekundärregelleistungenvia THERM setzt vorhandene Flexibilitäten der Stromerzeugungsanlagen ein, um Chancen des Marktes hinsichtlich der Sekundärregelleistung und Minutenreserve zu nutzen. Der Bedarf nach diesen Produkten ist in Folge der vermehrten volatilen Einspeisung aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen gestiegen und damit auch die Vergütung. Die mögliche Chance auf Mehreinnahmen wird mit 3 Millionen Euro bewertet. Positive Entwicklung des Clean-Spark-Spread für nicht kontrahierte MengenDiese Chance ist eine Spiegelung des Risikos "Negative Entwicklung des Clean-Spark-Spread für nicht kontrahierte Mengen". Bei der positiven Ausprägung wird die Chance bewertet, dass Commodities nicht zu den geplanten Konditionen, sondern zu besseren Konditionen erzeugt werden. Es ergibt sich eine Chance von 2,4 Millionen Euro. Schadensersatzansprüche aus KühlturmbrandMit Einreichung einer Klage auf Schadensersatz verfolgt envia THERM einen Anspruch wegen eines in der GuD-Anlage durch eine Fremdfirma verursachten Brandes. Der in der Klage geltend gemachte Schadensersatz beträgt 5,9 Millionen Euro. Da der Ausgang des Rechtstreits noch nicht absehbar ist, ergibt sich eine Chance in Höhe des Schadensersatzanspruches. PrognoseberichtAuch im Geschäftsjahr 2024 wird envia THERM die Erreichung eines wertorientierten Wachstums weiter vorantreiben. Der Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien hat weiterhin Priorität. Dies umfasst vorwiegend den Erwerb, den Neubau und das Repowering von Windkraftanlagen sowie die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen als Greenfield- oder Beteiligungsprojekt. Dabei steigt die Bedeutung von Kooperationen und Partnerschaften. Gleichzeitig ist die Geschäftsentwicklung in den Folgejahren maßgeblich von gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig. Neben der Dekarbonisierung von Bestandsanlagen stehen verstärkt Aktivitäten zum Ausbau des Wärmegeschäftes im Zusammenhang mit der Wärmewende im Fokus. Hierbei werden vor allem die Verdichtung bei vorhandenen Wärmenetzen und die Umsetzung von Quartierskonzepten an Bedeutung gewinnen. Weitere Chancen ergeben sich durch den geplanten Einstieg in das Geschäftsfeld Wasserstoff an unseren Bestandsstandorten, Single-Site-Lösungen mit Industriekunden, Bau und marktrationale Nutzung von Stromspeichern, Erbringung von Energiedienstleistungen sowie den Trend zur Digitalisierung in der Energiewirtschaft. Für die vierte Periode des EU-Emissionszertifikate-Handels von 2021 bis 2030 wird die Verknappung von kostenfrei zugeteilten Emissionszertifikaten 2024 das Ergebnis belasten. Insgesamt sind für das Jahr 2024 Investitionen in Höhe von etwa 30,0 Millionen Euro geplant und werden durch Gesellschafterdarlehen finanziert. Soweit es die Rahmenbedingungen zulassen, sollen bis 2026 insgesamt ca. 172,4 Millionen Euro investiert und der Anlagenpark ausgebaut werden. Die Finanzierung dieser Investitionen soll neben den eigenen Mitteln durch Darlehen gesichert werden. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt in der Modernisierung sowie der Errichtung bzw. Modernisierung und dem Erwerb von regenerativen Erzeugungsanlagen sowie der Errichtung von Stromspeicherkapazität zur Umsetzung der Energiewende. Hinsichtlich der installierten elektrischen Leistung wird im Jahr 2024 ein Zubau im einstelligen Megawatt-Bereich erwartet. Bei der installierten thermischen Leistung ist für 2024 kein Zubau geplant. Den bereits eingeschlagenen Weg der Direktvermarktung von Strom, der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütungsfähig ist, wird das Unternehmen im Jahr 2024 weiter beschreiten. Das Unternehmen strebt an, mögliche Ergebnisreduzierungen im Bestandsgeschäft infolge erwarteter regulatorischer Eingriffe, durch Investitionen in Neuanlagen und energienahe Dienstleistungen teilweise zu kompensieren. Die Liquidität ist dabei gesichert. Für das Jahr 2024 wird ein EBIT (IFRS) in Höhe von 15,2 Millionen Euro erwartet. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeinesDie wirtschaftliche Tätigkeit der envia THERM GmbH mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen (im Folgenden auch kurz "envia THERM" genannt) erstreckt sich im Wesentlichen auf den Erwerb, die Ertüchtigung, den Ausbau, die Errichtung und den Betrieb von Kraftwerken, die Vornahme aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäften sowie die Beschaffung und Vermarktung von Wärme, Strom und Gas. envia THERM ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 16523 eingetragen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften - unter Beachtung der Regelungen des GmbHG und des EnWG - angewendet. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben überwiegend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. envia THERM wird analog dem Vorjahr in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird gleichzeitig für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit Inkrafttreten des DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) zum 1. August 2022 werden Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31. Dezember 2021 im Unternehmensregister veröffentlicht (www.unternehmensregister.de) Aus diesem Grund ist envia THERM unter Beachtung von §291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Zwischen envia THERM als Organgesellschaft und enviaM als Organträger besteht ein Gewinnabführungsvertrag und damit eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Ermittlung und ein ggf. erforderlicher Ansatz latenter Steuern erfolgen auf der Ebene des Organträgers. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktivaEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer - im Zu- und Abgangsjahr zeitanteilig - linear abgeschrieben. Zugänge zu den Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Material und Personal, den auf die Herstellung entfallenden Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, werden mit Ausnahme der Zähler im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 € werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert liegen. Im Falle des Wegfalls der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen Zuschreibungen, die bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ermittelt werden. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten, verzinsliche Ausleihungen zum Nennwert bewertet. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, wurde dieser angesetzt. Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde das rollierende Durchschnittsverfahren angewendet. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennbetrag bewertet. Die unentgeltlich ausgegebenen Emissionsberechtigungen wurden mit einem Erinnerungswert angesetzt. Die erworbenen Emissionsberechtigungen wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Wärme-, Strom- und Gaslieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen mit dem abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch der Kunden verrechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für Folgejahre darstellen. PassivaDas Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Steuerpflichtige Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und werden über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. In Vorjahren vorgenommene steuerrechtliche Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen gemäß § 4 FördergebietsG sowie Übertragungen gemäß § 6b EStG wurden bis zum 31. Dezember 2009 in den Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil, der zum Stichtag 888 T€ beträgt, wurde bei erstmaliger Anwendung der Vorschriften des BilMoG am 1.Januar 2010 gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Die Auflösung zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge erfolgt konform zu den Nutzungsdauern der betroffenen Sachanlagen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläen und Sterbegeld wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31.Dezember 2023 (1,82 %; im Vorjahr: 1,78 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31.Dezember 2023 (1,74 %; im Vorjahr: 1,44 %) ergibt sich bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 87 T€ (im Vorjahr: 410 T€), der grundsätzlich ausschüttungsgesperrt - aber nicht abführungsgesperrt - ist. Die für die Pensionsrückstellungen zugrunde gelegten Lohn- und Gehaltssteigerungen lagen zwischen 0,00 % und 2,95 %. Für Renten wurden Steigerungsraten zwischen 0,00 % und 2,20 % angenommen. Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde nicht in Anspruch genommen. Alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe ihrer Unterdeckung bilanziert. Dabei wurde das Kassenvermögen der Unterstützungskasse vom Verpflichtungswert abgesetzt. Die mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank jeweils zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Zur Anwendung kamen Zinssätze zwischen 0,99 % und 1,74 % (im Vorjahr: zwischen 0,43 % und 1,48 %). Erwartete künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Ergebnisse aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. So weit Emissionsrechte gemäß § 6 TEHG bis zum 30. April des Folgejahres zurückzugeben sind sowie für Emissionsrechte gemäß BEHG, wurde für die bis zum Bilanzstichtag verursachten Emissionen eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Der Wertansatz der Rückstellung ergibt sich unter Berücksichtigung vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung aus dem Buchwert für die entgeltlich und unentgeltlich erworbenen Emissionsrechte. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen mit dem Nennwert passiviert. Innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen aus abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Netznutzungen mit den geleisteten Abschlagszahlungen verrechnet. Vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und ratierlich über einen Gesamtzeitraum von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDas Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: Buchwerte
|
|
Vortrag zum 01.01.2023 |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
Stand am 31.12.2023 |
|
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
|
|
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
4.546 |
314 |
0 |
0 |
4.860 |
|
Geschäfts- oder Firmenwert |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
4.546 |
314 |
0 |
0 |
4.860 |
|
|
Sachanlagen |
|||||
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
22.694 |
33 |
0 |
0 |
22.727 |
|
Technische Anlagen und Maschinen |
346.328 |
2.273 |
1.013 |
-584 |
349.030 |
|
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.181 |
205 |
0 |
-128 |
3.258 |
|
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
7.166 |
4.692 |
-1.013 |
-93 |
10.752 |
|
379.369 |
7.203 |
0 |
-805 |
385.767 |
|
|
Finanzanlagen |
|||||
|
Beteiligungen |
198 |
0 |
0 |
0 |
198 |
|
Sonstige Ausleihungen |
2 |
0 |
0 |
-2 |
0 |
|
200 |
0 |
0 |
-2 |
198 |
|
|
Anlagevermögen |
384.115 |
7.517 |
0 |
-807 |
390.825 |
|
Vortrag zum
|
Abschreibungen |
Zuschreibungen |
Umbuchungen |
Abgänge |
Stand am
|
|
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
|
|
Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||||
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
4.052 |
343 |
-30 |
0 |
0 |
4.365 |
|
Geschäfts- oder Firmenwert |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
4.052 |
343 |
-30 |
0 |
0 |
4.365 |
|
|
Sachanlagen |
||||||
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
14.100 |
559 |
-31 |
0 |
0 |
14.628 |
|
Technische Anlagen und Maschinen |
273.161 |
6.853 |
-1.235 |
0 |
-576 |
278.203 |
|
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.239 |
279 |
0 |
0 |
-126 |
2.392 |
|
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
289.500 |
7.691 |
-1.266 |
0 |
-702 |
295.223 |
|
|
Finanzanlagen |
||||||
|
Beteiligungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Sonstige Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
|
Anlagevermögen |
293.552 |
8.034 |
-1.296 |
0 |
-702 |
299.588 |
An nachstehend aufgeführten Unternehmen ist
envia THERM gemäß § 16 AktG beteiligt
(Angabe gemäß § 285 Nr. 11 HGB).
Es werden folgende Beteiligungen gehalten:
|
Name und Sitz der Gesellschaft |
unmittelbare Beteiligung |
mittelbare Beteiligung |
Eigenkapital zum 31.12.2022 |
Ergebnis 2022 |
|
% |
% |
T€ |
T€ |
|
|
VEM Neue Energie Muldental GmbH & Co. KG, Markkleeberg |
50,00 |
491 |
124 |
Der Bestand an entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten betrug 17.562 T€ (im Vorjahr: 17.761 T€).
Unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen wurden mit einem Erinnerungswert angesetzt. Der Zeitwert der unentgeltlich erworbenen Emissionsrechte, die vollständig zur Erfüllung der Rückgabeverpflichtung nach § 7 Abs. 1 TEHG gehalten werden, beträgt 3.331 T€ (im Vorjahr 4.155T€).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen vor allem Ansprüche aus Verbrauchsabgrenzungen für Strom-, Gas- und Wärmelieferungen an Endkunden. Darin sind mit 23.033 T€ (im Vorjahr: 18.991 T€) Forderungen aus Verbrauchsabgrenzungen für Wärmelieferungen enthalten, denen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 16.686 T€ (im Vorjahr: 15.370 T€) gegenüberstehen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Finanzforderungen |
20.695 |
57.490 |
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
14.350 |
11.417 |
|
35.045 |
68.907 |
Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen 20.695 T€ (im Vorjahr: 57.490 T€); davon betreffen 20.695 T€ (im Vorjahr: 57.490 T€) Finanzforderungen aus Cash-Management-Vereinbarungen.
Alle gleichartigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen Gläubiger und Schuldner identisch sind und die die gleiche Fristigkeit aufweisen, werden saldiert ausgewiesen.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit 5.523 T€ (im Vorjahr: 5.697 T€) Forderungen enthalten, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen.
Von den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben Kautionen 23 T€ (im Vorjahr: 23 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Anteile am Stammkapital der envia THERM werden zu 100 % von enviaM gehalten.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Sonderposten mit Rücklageanteil |
||
|
Steuerrechtliche Sonderabschreibungen |
||
|
gemäß § 4 FördergebietsG |
728 |
767 |
|
gemäß § 6b EStG |
160 |
160 |
|
888 |
927 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eingegangene Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern im Zusammenhang mit den Betriebsvereinbarungen zur Altersteilzeit, für ausstehende Eingangsrechnungen, für Drohverluste aus der Gasbeschaffung, Prozessrisiken, die Rückgabeverpflichtung von Emissionszertifikaten, Rückbauverpflichtungen, gesetzliche Abschöpfung von Überschusserlösen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|||||
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|||
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
|
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5.858 |
5.858 |
0 |
5.250 |
5.250 |
0 |
|
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
63.967 |
28.844 |
35.123 |
93.305 |
61.613 |
31.692 |
|
davon aus Finanzierung |
(41.690) |
(6.567) |
(35.123) |
(37.587) |
(5.895) |
(31.692) |
|
davon aus Lieferungen und Leistungen |
(13.610) |
(13.610) |
(0) |
(39.962) |
(39.962) |
(0) |
|
davon Sonstige
|
(8.667) |
(8.667) |
(0) |
(15.756) |
(15.756) |
(0) |
|
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
3 |
3 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
davon aus
|
(3) |
(3) |
(0) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
7.798 |
7.798 |
0 |
8.780 |
8.780 |
0 |
|
davon aus Steuern |
(5.515) |
(5.515) |
(0) |
(6.180) |
(6.180) |
(0) |
|
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
(0) |
(0) |
(0) |
(8) |
(8) |
(0) |
|
77.626 |
42.503 |
35.123 |
107.335 |
75.643 |
31.692 |
In den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr sind Verbindlichkeiten in Höhe von
14.267 T€ (im Vorjahr: 11.744 T€)
enthalten, deren Restlaufzeit fünf Jahre
übersteigt und die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen betreffen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 53.572 T€ (im Vorjahr: 78.597 T€); davon betreffen 41.690 T€ (im Vorjahr: 37.587 T€) Finanzverbindlichkeiten aus Darlehen und sonstige Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung 8.667 T€ (im Vorjahr: 15.755 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.215 T€ (im Vorjahr: 25.255 T€).
Die Gesellschaft haftet für sämtliche Verbindlichkeiten aus den Darlehensvereinbarungen mit ihrem gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
||||
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
Restlaufzeit
|
|||
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
|
|
Dienstleistungsverträge |
9.367 |
5.234 |
2.935 |
1.198 |
5.886 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(3.832) |
(3.832) |
(0) |
(0) |
(385) |
|
Gasbeschaffungsverträge |
21.342 |
15.028 |
6.314 |
0 |
35.546 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(21.342) |
(15.028) |
(6.314) |
(0) |
(35.019) |
|
Miet-, Pacht- und Leasingverträge |
8.178 |
834 |
2.916 |
4.428 |
8.907 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(613) |
(291) |
(308) |
(14) |
(910) |
|
Betriebsführungsverträge |
5.360 |
1.670 |
3.622 |
68 |
5.352 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(257) |
(122) |
(135) |
(0) |
(376) |
|
Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen |
19 |
19 |
0 |
0 |
866 |
|
Künftige Zinsaufwendungen |
4.760 |
823 |
2.222 |
1.715 |
2.604 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(4.760) |
(823) |
(2.222) |
(1.715) |
(2.604) |
|
Summe sonstige finanzielle Verpflichtungen |
49.026 |
23.608 |
18.009 |
7.409 |
59.161 |
|
davon gegenüber
verbundenen
|
(30.804) |
(20.096) |
(8.979) |
(1.729) |
(39.294) |
Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.
In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von 1.176 T€ (im Vorjahr: 1.889 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus energiewirtschaftlichen Abgrenzungen resultieren.
|
2023 |
2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Umsatzerlöse inkl. Strom- bzw. Energiesteuer |
||
|
Wärme |
69.499 |
76.917 |
|
Strom |
113.988 |
147.352 |
|
Gas |
24.837 |
88.008 |
|
Sonstige Umsatzerlöse |
16.274 |
23.201 |
|
224.598 |
335.478 |
|
|
Strom- bzw. Energiesteuer |
-5.229 |
-5.331 |
|
219.369 |
330.147 |
|
2023 |
2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil |
39 |
40 |
|
davon aus Sonderabschreibungen gemäß § 4 FördergebietsG |
(39) |
(40) |
|
Auflösung von Rückstellungen |
4.855 |
1.515 |
|
Wertanpassungen des Umlaufvermögens, ertragswirksame Vereinnahmung von Verbindlichkeiten und Zahlungseingänge auf ausgebuchte Forderungen |
17 |
132 |
|
Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen |
20 |
125 |
|
Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen |
79 |
110 |
|
Sonstige periodenfremde Erträge |
1.368 |
1.367 |
|
Übrige Erträge |
827 |
4.869 |
|
7.205 |
8.158 |
In den sonstigen periodenfremden Erträgen sind
Erträge aus den Zuschreibungen von Sachanlagen in
Höhe von 1.266 T€ enthalten. In den übrigen
Erträgen sind Erträge aus Versicherungs- und
Schadenersatzentschädigungen in Höhe von 131
T€ (im Vorjahr: 2.719 T€) enthalten.
Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 494 T€ (Vorjahr: 728 T€) enthalten.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 1.730 T€) außerplanmäßige Abschreibungen.
|
2023 |
2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Verluste aus Wertminderungen und Abgängen von Gegenständen des Umlaufvermögens |
-9 |
-285 |
|
Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen |
-36 |
-60 |
|
Sonstige periodenfremde Aufwendungen |
-193 |
-1.161 |
|
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen |
-8.086 |
-13.749 |
|
-8.324 |
-15.255 |
In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 98 T€) enthalten.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit 162 T€ (im Vorjahr: 319 T€) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.
Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen wie folgt getätigt:
|
2023 |
2022 |
|
|
T€ |
T€ |
|
|
Zinserträge aus Cash-Pool-Vereinbarungen |
905 |
78 |
|
Aufwendungen aus kaufmännischen Dienstleistungen |
1.748 |
1.540 |
|
Aufwendungen aus Energiedienstleistungen |
4.859 |
4.800 |
|
Aufwendungen aus Betriebsführungsverträgen |
174 |
158 |
|
Aufwendungen aus Miet- Pacht- und Leasingverträgen |
814 |
820 |
|
Zinsaufwendungen aus Darlehensvereinbarungen |
799 |
522 |
Der zum 31. Dezember 2023 gemäß § 253 Abs. 6 und § 268 Abs. 8 HGB gegen Ausschüttung gesperrten Betrag beläuft sich insgesamt auf 86.917 € (im Vorjahr: 410.395 €). Der Betrag entfällt ausschließlich auf den Unterschied zwischen dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und ist daher nicht abführungsgesperrt.
Bei envia THERM waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiteräquivalente (MÄ) beschäftigt:
|
2023 |
2022 |
|
|
MÄ |
MÄ |
|
|
Gewerbliche Arbeitnehmer |
69 |
62 |
|
Angestellte |
102 |
98 |
|
171 |
160 |
Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Holger Linke, Geschäftsführer
Betrieb/Anlagenbau
Matthias Kunath, Geschäftsführer
Service/Vertrieb
Thomas Kühnert, Geschäftsführer
Erneuerbare Energien
Es erfolgen keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer. Von der Freistellung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.
Die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer beliefen sich auf 129.497,22 € (im Vorjahr: 138.947,00 €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern sind 1.882.222,88 € (im Vorjahr: 1.365.339,84 €) zurückgestellt.
Es erfolgen keine Angaben über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, da diese Angaben im Konzernanhang der E.ON SE enthalten sind.
Nach Schluss des Berichtszeitraumes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der envia THERM eingetreten.
Bitterfeld-Wolfen, 16. Februar 2024
Holger Linke
Matthias Kunath
Thomas Kühnert
An die envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen
Wir haben den Jahresabschluss der envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der envia THERM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.
Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Leipzig, den 16. Februar 2024
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Strom Wirtschaftsprüfer
gez. Dr. Becker Wirtschaftsprüfer
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