Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 1865
Eingetragen
29.1.1986
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Fleisch und FleischwarenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Fleischwaren und anderen Nahrungsmitteln aller Art im In- und Ausland, insbesondere im europäischen Ausland und unter dem eingetragenen Warenzeichen "Herta" sowie die Verwaltung der von der Gesellschaft gehaltenen in- und ausländischen Beteiligungen und die Ausübung der sich aus diesen Beteiligungen ergebenen Rechte und Pflichten. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft insbesondere zum Erwerb und zur Veräußerung von Grundstücken, zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland unter gleicher oderer anderer Firma, zu Gründung, Erwerb oder Beteiligung an anderen Unternehmungen sowie zum Abschluß von Interessengemeinschaftsverträgen und Unternehmensverträgen. Die Gesellschaft kann ihre Tätigkeit auch im Rahmen eines Organverhältnisses betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Sven Andreas Singer
seit 15.7.2022
Prokura
Johannes Kölker
seit 3.5.2022
Geschäftsführer
Johannes Hofner
seit 17.3.2020
Prokura
Jan Spicker
seit 1.6.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Herta Foods S.L.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Herta Foods S.L.
Germany
20.051.129 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herta GmbH

Herten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Herta GmbH ist ein führendes Unternehmen der Fleischverarbeitung mit dem Fokus auf die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Wurstwaren und Schinkenprodukte.

Das 1897 in Herten gegründete Unternehmen steht für Qualität. Die Marke Herta erfreut sich einer hohen Markenbekanntheit in Deutschland. Durch kontinuierliche Innovationen und Optimierungen des Produktportfolios entsprechend den Konsumententrends stärkt die Herta GmbH ihre Positionierung im Markt und sorgt für die Schaffung neuer Potentiale in der Wurstindustrie.

Die Herta GmbH produziert auf modernen Produktionsanlagen und unter strenger Einhaltung von Hygieneanforderungen für den deutschen und europäischen Markt.

Zur Sicherstellung der Produktqualität und -sicherheit hat die Herta GmbH ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem etabliert, ebenso ist die Gesellschaft nach International Featured Standards Food (IFS) und QS zertifiziert.

Die Herta GmbH setzt zudem auf eine hohe Umweltverträglichkeit der Geschäftspraktiken und verfügt über ein nach ISO14001 bzw. ISO50001 zertifiziertes Umwelt- und Energiemanagementsystem. Die Gesellschaft hat sich dem Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich verpflichtet und arbeitet in verschiedenen Themenfeldern immer weiter an der Umsetzung von Maßnahmen und der Erhöhung der Nachhaltigkeit des Unternehmens.

Die Herta GmbH sieht motivierte und qualifizierte Mitarbeiter als einen wichtigen Erfolgsfaktor an und ist bestrebt, die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowohl in der Verwaltung als auch an den Produktionslinien zu schützen. Im Bereich Arbeitssicherheit ist die Herta GmbH nach ISO45001 zertifiziert und ist mit dem Gütesiegel "Sicher mit System" der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) ausgezeichnet.

Die Anteile der Herta GmbH werden seit dem 1. Juli 2020 von der Herta Foods S.L., Gurb/Spanien, gehalten. Die Herta Foods S.L. wurde im Jahr 2020 als Joint Venture der Nestle S.A. (40 %) und dem spanischen Familienunternehmen Casa Tarradellas, Gurb/Spanien, (60 %) gegründet.

Die Anteile der Herta GmbH wurden am 30. Juni 2020 mit Wirkung zum 1. Juli 2020 von der Nestle Deutschland AG, Frankfurt am Main, an die Herta Foods S.L. übertragen. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2020 erwarb die Herta GmbH am 30. Juni 2020 das betriebsnotwendige Anlagevermögen des Geschäftsbereichs Herta GmbH und Herta Produktions GmbH sowie die Anteile an der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH, Herten, von der Nestle Deutschland AG. Abweichend wurden das betriebsnotwendige Umlaufvermögen sowie die Schulden bereits mit Wirkung zum 30. Juni 2020 von der Nestle Deutschland AG an die Herta GmbH übertragen.

Am 21. April 2023 fand die Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie die der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH, Herten, auf die Herta GmbH nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes statt. Die Übertragung erfolgte mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023, sodass in Vorjahren bestehende Verträge zwischen den Gesellschaften (Betriebsführungsvertrag, Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag) im Geschäftsjahr nicht mehr zu berücksichtigen waren. Aufgrund dieser Verschmelzungen sind nicht alle Posten mit dem Vorjahr vergleichbar.

Das operative Geschäft der Herta GmbH wird auf Basis der Zahlen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gesteuert. Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit sowie das Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen.

Das Geschäftsjahr der Herta GmbH entspricht dem Kalenderjahr.

II. Forschung und Entwicklung

Die Herta GmbH arbeitet als Markenhersteller kontinuierlich an der Weiterentwicklung des bestehenden Produktsortimentes und der Entwicklung von Produktinnovationen, um mit trendgemäßen Produkten die Bedürfnisse der Konsumenten zu befriedigen und die eigene Marktposition zu stärken. Ausgeprägte Entwicklungsaktivitäten sind daher ein entscheidender Faktor für die Herta GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 485) in Forschung und Entwicklungsaktivitäten investiert.

III. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2023 um durchschnittlich +5,9 % gegen- über dem Vorjahr. Ausschlaggebend waren vor allem Preiserhöhungen im Bereich Energie (+5,3 %) und im Bereich Nahrungsmittel (+12,4 %). Dabei stiegen Fleisch- und Wurstwaren im Schnitt um +8,9 % gegenüber 2022. 1

Nach Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um +6,5 % auf EUR 232,7 Milliarden. Preisbereinigt um die Inflation ging der Umsatz jedoch um -0,9 % zurück. Als Gründe dafür nennt die BVE "ein weiterhin hohes Preisniveau, große wirtschaftspolitische Unsicherheiten und deutlich verschlechterte Standortfaktoren". 2

"Die Branche stagniert. Wir haben uns zwar als krisenresistent gezeigt, aber ein Aufschwung ist nicht in Sicht", so der Hauptgeschäftsführer der BVE. 2

Der Absatz von Wurstwaren im deutschen Lebensmittelhandel ist im Vergleich zum Vorjahr um -2,5 % gesunken, der Umsatz dagegen um +5,2 % gestiegen 3. Trotz einer hohen Inflation im Lebensmittelsektor im Allgemeinen und im SB-Wurst-Bereich im Speziellen war der Volumenrückgang noch überschaubar.

Der SB-Wurstmarkt in Deutschland wird mit einem Anteil von 64,9 % sehr stark von Handelsmarken dominiert. Mit diesem Wert ist diese Warengruppe Spitzenreiter unter den Food-Produkten (Anteil Handelsmarken bei Lebensmitteln 43,2 %) 4.

In den für Herta wichtigen strategischen Segmenten ist der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um +0,5 % gewachsen. Der Umsatz ist dabei um +7,5 % gestiegen, was vorrangig auf Preiserhöhungen zurückzuführen ist. 5

In diesem stark vom Preisargument bestimmten Umfeld konnte die Herta GmbH ihre positive Entwicklung fortsetzen und ihren Marktanteil in den strategischen Segmenten im Absatz um 50 Basis-Punkte auf 7,9 % (Vorjahr: 7,5 %) und im Umsatz um 60 Basis-Punkte auf 11,1 % (Vorjahr: 10,6 %) erhöhen 5.

Für die Zukunft ist angesichts bestehender Diskussionen über Massentierhaltung verbunden mit sich änderndem Konsumverhalten weiterhin von einer leicht rückläufigen Entwicklung des Markts für SB- Wurst in Deutschland auszugehen.

1 Destatis, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024
2 BVE: BVE - Jahresschätzung der Ernährungsindustrie 2023 vom 17.01.2024
3 Circana .: Basis Absatz und Umsatz, 2023 vs 2022, SB-Wurst
4 Statista Research Department vom 17.05.2024
5 Circana.: Basis Absatz und Umsatz, 2023 vs 2022, Strategische Segmente = Kochschinken und Fleischwurst

Der deutsche Lebensmittelhandel zeichnet sich durch eine hohe und weiterwachsende Konzentration aus. Die Discounter halten einen überproportional hohen Anteil am Umsatz (37,8 % in 2023) 6 und üben damit ein starkes Preisregulativ aus. Starker und zunehmender Wettbewerb geht überdies auch von einer Vielzahl handelseigener Fleisch- und Wurstwerke aus.

Die Schweineschlachtungen in Deutschland sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % auf 43,8 Mio. Schweine (Rückgang -3,3 Mio. Stück) zurückgegangen. Die Schlachtunternehmen versuchten, die Lücke teilweise durch vermehrte Importe lebender Schlachtschweine zu schließen. Daher nahmen die Schlachtungen importierter Schweine um 19,5 % auf 1,5 Millionen Tiere zu 7.

Insgesamt ging die gesamte Erzeugung von Schweinefleisch - auch aufgrund verringerter Schlachtgewichte - um 6,8 % auf 4,2 Millionen Tonnen zurück. Zum Vergleich: Das waren rund 25 % weniger Schweinefleisch als noch im Rekordjahr 2016 in Deutschland produziert wurden 7.

Die seit längerem sinkenden Schweinebestände (-0,7 % vs VJ7), geringere Ferkelimporte, stark gestiegene Betriebskosten, eine nachlassende Schweinefleischnachfrage, rückläufige Drittlandexporte, Probleme mit Hofnachfolgern sowie zunehmende Auflagen und fehlende Planungssicherheit durch die Politik sind laut Analysten wesentliche Faktoren für den Niedergang der hiesigen Schweineproduktion.

Die Schweinepreisnotierung (Klasse E) stieg dabei im Jahresdurchschnitt von 1,80 EUR/kg in 2022 um rund +25 % auf 2,26 EUR/kg in 2023 8.

IV. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 158.005 (Vorjahr: TEUR 141.190) und der Gesamtabsatz belief sich auf 19.158 Tonnen (Vorjahr: 18.785 Tonnen).

Der Umsatz entfällt zu 87,8 % (Vorjahr: 86,7 %) auf den Verkauf von Wurstwaren an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel und zu jeweils 0,1 % (Vorjahr: 0,1 %) auf den Export an Drittunternehmen und den Verkauf von Waren im eigenen Werksverkauf. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen im Ausland lag bei TEUR 19.256 (Vorjahr: TEUR 18.586).

Das Umsatzwachstum lag deutlich über den gesteckten Zielen und den internen Erwartungen. Grund dafür war die extrem gute Absatz- und Umsatzentwicklung unseres wichtigsten Produkts Herta Finesse.

6 Statistisches Bundesamt Destatis vom 26.01.2024
7 Statistisches Bundesamt Destatis, Januar 2024
8 Agrar- und Veterinärakademie vom 5.01.2024

Dies führte auch zu einem besserem als dem erwarteten Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Geplant war ein ausgeglichenes Ergebnis. Aufgrund der stärkeren Nachfrage nach unseren Produkten und der damit deutlich höheren Umsatzausweitung bei einer vergleichbaren Kostenstruktur und gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen konnte auch ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR -6.119) erzielt werden.

V. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.396 (Vorjahr: TEUR 1.934) sind Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.410) sowie Erträge aus der sogenannten Strompreisbremse in Höhe von TEUR 774 berücksichtigt.

Die Materialaufwandsquote blieb konstant bei 54 %, obwohl die Einkaufspreise für Rohstoffe gestiegen sind. Das lag an den gesunkenen Aufwendungen für Energie. Die höheren Rohstoffkosten wurden nur teilweise an den Handel weitergegeben, wodurch sich bei manchen Kunden die Margen verringerten.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 22.007 (Vorjahr: TEUR 5.584). Aufgrund der Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH auf die Herta GmbH sind die Zahlen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Der angepasste Vorjahreswert (summierter Personalaufwand der Herta GmbH und Herta Produktions GmbH) liegt bei TEUR 21.443. Der Anstieg zum Vorjahr (2,6 %) erklärt sich durch moderate Lohn- und Gehaltsanpassungen.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens lagen bei TEUR 6.961 (Vorjahr: TEUR 6.817). Der Anstieg resultiert aus den hohen Investitionen in Produktionsanlagen in den Jahren 2022 und 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 45.147 (Vorjahr: TEUR 59.308). Die Angabe der Vorjahreszahl ist insofern zu modifizieren, dass im Geschäftsjahr 2022 die Kostenübernahme aufgrund der Betriebsführungsvereinbarung mit der Herta Produktions GmbH TEUR 16.183 enthalten war. Werbemaßnahmen und Mittel zur Verkaufsförderung lagen bei TEUR 19.585 (Vorjahr: TEUR 18.932) und Instandhaltungsmaßnahmen bei TEUR 2.991 (Vorjahr: TEUR 2.969).

Die Aufwendungen für Finanzierungstätigkeiten lagen bei TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 421) und entfallen im Wesentlichen auf Zinszahlungen für das Gesellschafterdarlehen der Herta Foods S.L. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Verrechnung des Darlehens mit Forderungen aus der Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von TEUR 398. Korrespondierend zu dieser Verrechnung reduzierte sich auch die Zinsbelastung der Herta GmbH.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Herta GmbH hat sich um TEUR 167 auf TEUR 92.542 (Vorjahr: TEUR 92.709) vermindert. Die Ursachen sind im Wesentlichen der geringere Vorratsbestand sowie die Verminderung des laufenden Bankguthabens um TEUR 1.548 auf TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 1.826). Die Erhöhung der ausgewiesenen Eigenkapitalquote auf 48,6 % (Vorjahr: 48,3 %) ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss im Geschäftsjahr von TEUR 277 zurückzuführen.

Der Anteil des Anlagevermögens ist von 72,0 % im Vorjahr auf 73,7 % zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Erhöhung der Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 1.450 auf TEUR 23.939 vermindert. Dieser Rückgang erklärt sich, trotz gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +871) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +1.090), aus einer Verminderung der Vorräte (TEUR -368), der liquiden Mittel (TEUR -1.553) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR -1.489).

Ausgewiesene Ausgaben für Aufwendungen in Folgeperioden lagen bei TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 549) und machen 0,4 % der Bilanzsumme aus.

Die sonstigen Rückstellungen lagen bei TEUR 13.854 und erhöhten sich um TEUR 3.991. Zu berücksichtigen ist aber, dass im Berichtsjahr erstmals ein Ausweis der Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen innerhalb dieser Bilanzposition erfolgte. Bereinigt um diesen Ausweiseffekt erhöhten sich die Rückstellungen um TEUR 1.924, wobei der größte Anstieg innerhalb der Personalrückstellungen zu verzeichnen war.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 3.838 auf TEUR 33.613. Hier wirken sich einerseits die bereits angesprochene Ausweisänderung der Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 2.067) sowie die Reduzierung des Gesellschafterdarlehens aus.

Die Herta GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 7.178 erzielt. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat eine Höhe von TEUR 8.731 und ist aufgrund von hohen Investitionen in das Anlagevermögen verursacht.

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemessen an der vom Management vorgegebenen Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2023 konnten die Erwartungen bezüglich der Geschäftsentwicklung übererfüllt werden. Grund dafür war die extrem gute Absatz- und Umsatzentwicklung unseres wichtigsten Produkts Herta Finesse sowie die rückläufigen Preise für Energie und Verpackungen. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sowie die getätigten Investitionen erfolgten unter anderem durch den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie dem Cash-Pool. Aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes in 2023 sind wir mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtszeitraum zufrieden.

VI. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Für die verschiedenen Kernbereiche des Unternehmens liegen Business Continuity-Pläne vor. Ein weiterer Teil des Risikomanagements ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses sicherzustellen. Die implementierten interdisziplinären Prozesse und Kontrollen werden sukzessive hinsichtlich der Vorgaben der Herta Foods überprüft und bei Bedarf angepasst.

Das stagnierende bis weiter leicht rückläufige Marktumfeld gepaart mit einer hohen, weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität und der Dominanz von Handelsmarken stellt weiterhin eine Herausforderung für die Herta dar. Zusätzlich steigt durch die hohe Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel der Preisdruck auf Kundenseite. Durch den gezielten Fokus auf das Kerngeschäft und eine kontinuierliche Kommunikation versucht die Herta ihre Positionierung im Markt zu stärken.

Sich ändernde Ernährungs- und Konsumentengewohnheiten werden von der Herta sowohl als Chance als auch als Risiko gesehen. Entsprechend wird kontinuierlich an der Überarbeitung des Produktportfolios in Richtung der aktuellen Trends gearbeitet, um so die eigene Marktposition weiter zu stärken.

Die Nachhaltigkeit eines Unternehmens und seiner Produkte ist für die Konsumenten von zunehmender Bedeutung 9. Neben den steigenden Anforderungen der Verbraucher verändern auch die Diskussionen um politische Vorgaben das Handeln der Herta. Entsprechend beschäftigt sich das Management der Herta bereits intensiv mit der Erarbeitung und Umsetzung von nachhaltigen Lösungsansätzen. Neben der in der fleischverarbeitenden Industrie zentralen Frage nach nachhaltiger Tierhaltung setzt sich das Unternehmen unter anderem mit Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz auseinander. Dabei stellen die Unklarheiten bezüglich der regulatorischen Rahmenbedingungen weiterhin eine Herausforderung dar.

Die weitere konjunkturelle Entwicklung getrieben durch massiv gestiegene Rohstoffpreise sowie höhere Energiekosten werden vom Management als Herausforderung gesehen. Weiterhin arbeitet die Herta fortlaufend an Effizienzprojekten, um die Kostenanstiege zu kompensieren und interne Prozesse und Strukturen zu optimieren.

Für das Jahr 2024 ist mit weitgehend stabilen Preisen bei den Rohstofflieferanten zu rechnen, zumindest was den Rohstoff Schwein angeht. Beim Geflügel hingegen gibt es deutliche Anzeichen einer Preiserhöhung, bedingt durch Angebotsverknappung bei gleichzeitiger Erhöhung der weltweiten Nachfrage.

Das generelle Risiko in der Möglichkeit des Auftretens von Tierseuchen besteht weiterhin fort. Neben dem Risiko der Verunsicherung der Verbraucher besteht das Risiko der Verknappung des Rohstoffes und eines damit verbundenen Kostenanstiegs des Rohstoffes. Durch die weiter anhaltende Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland ist der Export von Schweinefleisch nach China und in weitere nicht-europäische Länder weiter gestoppt, was sich weiterhin negativ auf die Teilstückpreise auswirkt. Die Vogelgrippe beeinflusst den europäischen Markt zusätzlich negativ. Aus volatilen Rohstoffpreisen sowie weiteren Kostenanstiegen ergibt sich für die Herta die Herausforderung, Preisanpassungen Richtung Handel zeitnah umzusetzen bzw. auf Preisforderungen des Handels zu reagieren. Die Diversifizierung des Produktportfolios im Hinblick auf die verarbeitete Tiergattung trägt zur Reduzierung der Risiken bei.

Im Rahmen des Übergangs in das Joint Venture ist die Herta mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet worden, die bereits die geplanten Investitionen abdecken. Weiterhin finanziert sich die Herta durch die aktuelle Geschäftsentwicklung. Eine Beschaffung von weiteren Finanzmitteln, soweit erforderlich, wäre innerhalb der Herta-Gruppe dank Implementierung eines Cash-Pools mit täglichem Bankkontenausgleich über das Masterkonto des Gesellschafters möglich.

Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Herta GmbH in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinträchtigen oder den Bestand der Herta gefährden könnten, sind nicht ersichtlich.

9 BVE: BVE - Wie schmeckt Vielfalt? - Nachhaltigkeitstrends in der Ernährungsindustrie 2023

Am 21. April 2023 wurde die Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH auf die Herta GmbH nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes durchgeführt. Das Ziel besteht im Wesentlichen darin, den administrativen Aufwand durch das Vorhalten von zwei rechtlich selbstständigen Unternehmen abzubauen. Wesentliche finanzielle Auswirkungen werden hieraus nicht erwartet.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Für 2024 wird insgesamt eine leichte Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes von +0,3 % erwartet, für das Jahr 2025 ein Plus von 1,1 % 10.

Für das Jahr 2024 wird eine Inflationsrate von +2,8 %, für 2025 von +2,1 % vorhergesagt11. Die Spannweite zwischen der niedrigsten und der höchsten Prognose beträgt 0,7 Prozentpunkte. Das zeigt, dass die Meinung der verschiedenen Marktteilnehmer in Bezug auf die künftige Inflation recht breit gefächert ist 11.

Entwicklung des Unternehmens

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwartet das Management unter der Annahme unveränderter Rahmenbedingungen einen deutlichen Umsatzanstieg. Gleichzeitig rechnet das Management mit leicht rückläufigen Rohstoffkosten. Laufende Programme zur Steigerung der betrieblichen Effizienz sollen Einsparungen im einstelligen Millionenbereich bringen. Aufgrund dieser Situation erwarten wir ein positives Ergebnis, welches deutlich über Vorjahr liegen dürfte.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise unterliegt aber nach wie vor hohen Unsicherheiten, somit ist eine präzise Vorhersage künftiger Ergebnisse zu diesem Zeitpunkt mehr als schwierig.

 

Herten, den 31. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Johannes Kölker

Alejandro Miquel Carrasco

10 Prognose Deutsche Bundesbank (Übersicht Konjunkturprognosen verschiedener namhafter Institute laut Businessinsider)
11 Prognose Durchschnitt/Median verschiedener namhafter Institute (Übersicht Inflationsprognosen verschiedener Institute laut Mehrwertsteuerrechner)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.683,00 106.265,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 118.478,00 128.780,00
221.161,00 235.045,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.989.329,00 51.075.354,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.446.604,00 11.898.072,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.280.943,81 1.426.362,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.263.019,38 2.085.258,04
67.979.896,19 66.485.046,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 26.000,00
0,00 51.000,00
68.201.057,19 66.771.091,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.905.479,24 3.846.885,50
2. Unfertige Erzeugnisse 1.516.199,88 1.704.740,74
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 563.307,65 801.461,96
5.984.986,77 6.353.088,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.712.868,97 12.842.167,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.643.888,94 1.554.193,83
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.304.203,12 2.793.682,34
17.660.961,03 17.190.043,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 293.173,82 1.845.692,23
23.939.121,62 25.388.823,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 401.603,46 549.324,42
92.541.782,27 92.709.240,05

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.051.129,19 20.051.129,19
II. Kapitalrücklage 30.000.000,00 30.000.000,00
III. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) -5.319.448,32 1.208.320,16
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 276.951,29 -6.527.768,48
45.008.632,16 44.731.680,87
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 66.072,02 660.867,10
2. Sonstige Rückstellungen 13.854.047,73 9.862.998,35
13.920.119,75 10.523.865,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.568.946,68 12.105.897,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 8.568.946,68 (Vorjahr: EUR 12.105.897,71)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.917.224,86 24.999.639,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.090.329,90 (Vorjahr: EUR 3.774.998,89)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 20.826.894,96 (Vorjahr: EUR 21.224.640,88)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.126.858,82 345.221,37
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.032.323,08 (Vorjahr: EUR 237.700,00)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 94.535,74 (Vorjahr: EUR 107.521,37)
davon aus Steuern: EUR 365.820,44 (Vorjahr: EUR 104.566,22)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 168.174,68 (Vorjahr: EUR 107.521,37)
33.613.030,36 37.450.758,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.934,88
92.541.782,27 92.709.240,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 158.004.963,95 141.189.966,39
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 433.704,19 1.327.893,83
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.396.196,86 1.933.778,58
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 79.818.141,20 68.561.125,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.459.094,41 7.655.317,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.451.811,88 4.712.967,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.555.334,70 870.735,03
davon für Altersversorgung: EUR 163.257,94 (Vorjahr: EUR 27.276,69)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.961.374,80 6.817.219,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 45.147.297,94 59.307.698,49
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 10.691,75
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.293,77 12.230,58
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 33.293,77 (Vorjahr: EUR 12.230,58)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 326.899,17 421.478,51
davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 480,00)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 319.798,56 (Vorjahr: EUR 391.720,02)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.845,00 0,00
12. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag ) 276.951,29 -6.527.768,48

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Herta GmbH hat ihren Sitz in Herten und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Recklinghausen unter HRB 1865 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Herta GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des GmbHG in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Gesellschaft gehört seit dem 1. Juli 2020 zum Konzernkreis der Herta Foods S.L., Gurb, Spanien, und wird in den Konzernabschluss der Herta Foods S.L., die den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis aufstellt, einbezogen. Der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt und kann dort abgerufen werden.

Am 21. April 2023 fand die Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH, Herten, auf die Herta GmbH nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes statt. Die Übertragung erfolgte mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023, sodass bestehende Verträge zwischen den Gesellschaften (Betriebsführungsvertrag, Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag) im Berichtsjahr nicht zu berücksichtigen waren. Aufgrund dieser Verschmelzungen sind einige Posten im Berichtsjahr nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden unter Anwendung der Buchwertmethode nach § 24 UmwG in die Bilanz der Gesellschaft übernommen.

Nach Verschmelzung zeigt sich bzgl. der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden das folgende Bild in der Eröffnungsbilanz der Herta GmbH:

Bilanzwerte 31.12.2022

Herta GmbH Herta Produktions GmbH Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH
Anlagevermögen 66.720.091,85 € 0,00 € 0,00 €
Finanzanlagen 51.000,00 € 0,00 € 0,00 €
Umlaufvermögen 25.388.823,78 € 2.253.314,17 € 27.083,85 €
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 549.324,42 € 198.251,20 € 0,00 €
Bilanzsumme 92.709.240,05 € 2.451.565,37 € 27.083,85 €
Eigenkapital -44.731.680,87 € -25.000,00 € -26.412,52 €
Rückstellungen -10.523.865,45 € -1.500.603,37 € -671,33 €
Verbindlichkeiten -37.450.758,85 € -925.962,00 € 0,00 €
RECHUNGSABGRENZUNGSPOSTEN -2.934,88 € 0,00 € 0,00 €
Bilanzsumme -92.709.240,05 € -2.451.565,37 € -27.083,85 €
Summen-Bilanz Konsolidierung Herta GmbH (1.1.2023)
Anlagevermögen 66.720.091,85 € 0,00 € 66.720.091,85 €
Finanzanlagen 51.000,00 € -51.000,00 € 0,00 €
Umlaufvermögen 27.669.221,80 € -2.225.360,38 € 25.443.861,42 €
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 747.575,62 € 0,00 € 747.575,62 €
Bilanzsumme 95.187.889,27 € -2.276.360,38 € 92.911.528,89 €
Eigenkapital -44.783.093,39 € 51.000,00 € -44.732.093,39 €
Rückstellungen -12.025.140,15 € 0,00 € -12.025.140,15 €
Verbindlichkeiten -38.376.720,85 € 2.225.360,38 € -36.151.360,47 €
RECHUNGSABGRENZUNGSPOSTEN -2.934,88 € 0,00 € -2.934,88 €
Bilanzsumme -95.187.889,27 € 2.276.360,38 € -92.911.528,89 €

Die Verschmelzung hat sich (basierend auf dem Abschluss 2022 der Herta Produktions GmbH) wie folgt auf die Ertragslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ausgewirkt:

31.12.2022
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 28
Personalaufwand 15.859
Sonstige betriebliche Aufwendungen 349
Zinsaufwand 3
Ergebnis -16.183

Das Ergebnis der Herta Produktions GmbH wurde in Vorjahren im Rahmen des Betriebsführungsvertrages stets durch die Herta GmbH ausgeglichen. Infolge der Verschmelzung sind die entsprechenden Aufwendungen und Erträge ab 2023 in vergleichbarer Höhe im Abschluss der Herta GmbH enthalten.

Die in der Herta GmbH zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Finanzanlagen (Anteile Herta Produktions GmbH sowie Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH) sowie das gezeichnete Kapital der durch Verschmelzung aufgenommenen Gesellschaften sind durch die Verschmelzung untergegangen.

Das Geschäftsjahr der Herta GmbH entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Der im Rahmen des Geschäftsbereichskaufes entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert weist zum Bilanzstichtag Anschaffungskosten von TEUR 283 aus und setzt sich zusammen aus

dem Erwerb des Umlaufvermögens und der Schulden des Geschäftsbereichs Herta zum 30. Juni 2020 von der Nestle Deutschland AG, Frankfurt am Main, zu Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von TEUR 2.470,

dem Erwerb des Anlagevermögens des Geschäftsbereichs Herta zum 1. Juli 2020 von der Nestle Deutschland AG zu Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von TEUR 1.546,

den nachträglichen Kaufpreisanpassungen gemäß dem Share and Business Sale and Purchase Agreement vom 5. Juni 2020 über TEUR -3.733.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund des erwarteten Lebenszyklus der übernommenen Technologien und der Kundenbeziehungen linear über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauer richtet sich nach der Anlagenklasse:

Anlagenklasse Jahre
Gebäude 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre

Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Vermögensgegenstandes liegt bei EUR 250,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Vorschriften zum Ausweis mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden im Bedarfsfall durch Abschreibungen auf Finanzanlagen beachtet. Bei lediglich vorübergehender Wertminderung erfolgt grundsätzlich keine Abschreibung. Aufgrund der Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH auf die Herta GmbH weist die Gesellschaft keine Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen am Bilanzstichtag aus.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Die Anschaffungskosten sind nach der Durchschnittsmethode berechnet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellkosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Bewertung der Waren erfolgt zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Der aktivierungspflichtige Werteverzehr wird berücksichtigt. Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit oder auch zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nominalwerten bilanziert.

Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nominalwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aktive latente Steuern resultieren ausschließlich aus Rückstellungen. Passive latente Steuern lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Vom Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Bei der Berechnung von latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewandt. Die Bewertung erfolgte wie im Vorjahr mit einem Steuersatz von 16,8 % für Gewerbesteuer und 15,83 % für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlags. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft weder aktive noch passive latente Steuern aus.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung erfolgt mit Lieferung und Gefahrenübergang auf den Endkunden.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den vereinbarten Kaufpreisen - abzüglich der Kaufpreisanpassungen - und dem Wert der Vermögenswerte zum Transaktionszeitpunkt (= Anschaffungskosten) ist in der Bilanz als entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 129) dargestellt.

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 17.661 (im Vj. TEUR 17.190) bilanziert. Die Forderungen sind zu Nominalwerten angesetzt und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 2.644 (im Vj. TEUR 1.554) resultieren in Höhe von TEUR 1.223 (im Vj. TEUR 1.340) aus Lieferungen und Leistungen an die Herta S.A.S., Noisy Le Grand, Frankreich, sowie aus einer Cash- Pool-Vereinbarung mit dem Gesellschafter Herta Foods S.A. in Höhe von TEUR 1.421 (im Vj. TEUR 214). Im Zuge der technischen Cash-Pooling-Aktivierung mit Herta Foods S.A. über die Bankkonten der BNP Paribas wurde die Restforderung aus der Cash-Pool-Vereinbarung über TEUR 398 mit dem Gesellschafterdarlehen verrechnet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 549) enthält neben verschiedenen Ausgaben, die zu Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag führen, auch die vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlung eines Einmalbetrages in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 38) für künftige Ansprüche (Anwartschaften) aktiver Mitarbeiter der Herta GmbH. Die ergebniswirksame Auflösung des Postens erfolgt in den Folgeperioden entsprechend der verbleibenden Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter bis zum Renteneintrittsalter. Aufgrund der Verschmelzung der Herta Produktions GmbH sowie der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH auf die Herta GmbH sind die Zahlen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 31.12.2022 31.12.2023
Herta GmbH 549.324,42 259.995,38
davon Anwartschaften 38.001,00 22.800,60
Vormals Herta Produktions GmbH 198.251,20 141.608,08
davon Anwartschaften 198.251,20 141.608,08
747.575,62 401.603,46

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 20.051.129,19 und ist voll eingezahlt.

Die zum 31. Dezember 2023 gebildeten sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.854 (im Vj. TEUR 9.863) betreffen im Wesentlichen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückvergütung, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 9.049 9.114
Ausstehende Lieferantenrechnungen 2.067 -
Rückstellungen aus dem Personalbereich 2.738 749

Im Berichtsjahr erfolgte erstmals ein Ausweis der Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen innerhalb der Sonstigen Rückstellungen. Der Vorjahresbetrag (Ausweis innerhalb der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug TEUR 1.885.

Der Betrag in Höhe von TEUR 749 für Rückstellungen im Personalbereich für das Geschäftsjahr 2022 betraf lediglich die Herta GmbH. Im Jahresabschluss der Herta Produktions GmbH wurde ein Betrag von TEUR 1.079 ausgewiesen.

Ausgewiesene Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag bei TEUR 33.613 (im Vj. TEUR 37.451) und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.106 0 0 12.106
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.775 21.225 0 25.000
Sonstige Verbindlichkeiten 238 0 107 345

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Gesamt
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.569 0 0 8.569
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.090 20.827 0 23.917
Sonstige Verbindlichkeiten 1.032 0 95 1.127

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 23.744 (im Vj. TEUR 22.606) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultierend aus dem zur Finanzierung des Erwerbs der Vermögenswerte und Schulden bereitgestellten Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 20.827 (im Vj. TEUR 21.225), darauf entfallenden Zinsen TEUR 80 (im Vj. TEUR 84) und abzuführenden Lizenzgebühren und sonstigen Dienstleistungen von TEUR 2.837 (im Vj. TEUR 1.297).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen vor allem auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Herta S.A.S., Noisy Le Grand, Frankreich (TEUR 173; im Vj. TEUR 169).

Die Herta GmbH generiert ihre Umsätze aus dem Verkauf von Waren im In- und Ausland.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 lagen bei TEUR 158.005 (im Vj. TEUR 141.190) und gliedern sich wie folgt:

Jan.-Dez. 2023 Jan.-Dez. 2022
TEUR TEUR
Inland 138.655 122.419
Export verbundene Unternehmen 19.256 18.586
Export Sonstige 94 185

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 2.396 (im Vj. TEUR 1.934) sind Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.251 (im Vj. TEUR 1.410) sowie Erträge aus der sogenannten Strompreisbremse in Höhe von TEUR 774 (im Vj. TEUR 0) berücksichtigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 45.147 (im Vj. TEUR 59.308). Im Geschäftsjahr 2022 war die Kostenübernahme aufgrund der Betriebsführungsvereinbarung mit der Herta Produktions GmbH TEUR 16.183 enthalten. Die Aufwendungen sind daher nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 320 (im Vj. TEUR 392) Aufwendungen aus der Verzinsung des Darlehens der Herta Foods S.L.

IV. Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 83 und teilt sich wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen 78 TEUR
andere Bestätigungsleistungen 5 TEUR

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:

01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
Angestellte 124 132
Arbeiter 243 248
367 380
Auszubildende 17 17

Die Verschmelzung der Gesellschaften erfordert es, dass die Zahlen des Vorjahres angepasst werden. Die obige Übersicht berücksichtigt demnach für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 die Mitarbeiter-Anzahl der Herta GmbH sowie der Herta Produktions GmbH.

V. Organe

Mitglieder der Geschäftsführung

Johannes Kölker

- Vorsitzender der Geschäftsführung

Alejandro Miquel Carrasco

- Mitglied der Geschäftsführung

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

VI. Nachtragsberichterstattung

Es haben sich keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die eine Rückwirkung auf den Jahresabschluss oder Lagebericht 2023 hätten, ergeben.

 

Herten, den 31. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Johannes Kölker

Alejandro Miquel Carrasco

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.467,20 75.203,26 0,00 0,00 246.670,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 283.246,87 0,00 0,00 0,00 283.246,87
454.714,07 75.203,26 0,00 0,00 529.917,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.695.154,65 514.517,68 0,00 698.229,10 57.907.901,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.717.742,57 6.545.325,96 985.365,00 256.204,63 25.533.908,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.709.208,45 389.179,17 8.374,96 0,00 3.090.012,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.085.258,04 1.132.195,07 0,00 -954.433,73 2.263.019,38
81.207.363,71 8.581.217,88 993.739,96 0,00 88.794.841,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 26.000,00 0,00 26.000,00 0,00 0,00
51.000,00 0,00 51.000,00 0,00 0,00
81.713.077,78 8.656.421,14 1.044.739,96 0,00 89.324.758,96
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.202,20 78.785,26 0,00 143.987,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 154.466,87 10.302,00 0,00 164.768,87
219.669,07 89.087,26 0,00 308.756,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.619.800,65 2.298.771,78 0,00 7.918.572,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.819.670,57 4.041.454,59 773.821,00 11.087.304,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.282.845,64 532.061,17 5.837,96 1.809.068,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.722.316,86 6.872.287,54 779.658,96 20.814.945,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
14.941.985,93 6.961.374,80 779.658,96 21.123.701,77
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.683,00 106.265,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 118.478,00 128.780,00
221.161,00 235.045,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.989.329,00 51.075.354,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.446.604,00 11.898.072,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.280.943,81 1.426.362,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.263.019,38 2.085.258,04
67.979.896,19 66.485.046,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 26.000,00
0,00 51.000,00
68.201.057,19 66.771.091,85

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Herta GmbH, Herten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Herta GmbH, Herten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herta GmbH, Herten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Oktober 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Bennewitz, Wirtschaftsprüfer

Angela Schroeder, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 1.November 2024.

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