Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 24521
Eingetragen
16.3.2015
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungStationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, Suchtbekämpfung
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordung. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung mildtätiger Zwecke im Sinne des § 53 der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: - die Unterhaltung von Alten-, Altenwohn- und Pflegeheimen - die Unterhaltung von Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderung - die Unterhaltung von Langzeiteinrichtungen für Menschen mit Suchterkrankungen - mobile Dienstleistungen für Senioren und Menschen mit Behinderungen - Planung, Förderung, Durchführung von Maßnahmen bzw. Beteiligung an Maßnahmen, die den in § 53 der Abgabenordnung genannten Personen zugute kommen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Peter Wilhelmi
seit 29.12.2021
Geschäftsführer
Britta Berens
seit 7.6.2017
Prokura
René Pischel
seit 28.8.2015
Prokura
Uwe Berens
seit 16.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
80.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Uwe Berens
56294 Münstermaifeld, Castorstraße 25
20.000 €
80.00%
B***** B*****
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Projekt 3 gGmbH

Mayen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Projekt 3 gGmbH, Mayen

I. Geschäftsmodell, Ziele und Strategien

Die Projekt 3 gGmbH betreibt Seniorenzentren, Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung, Einrichtungen für Menschen mit Suchterkrankungen und erbringt Dienstleistungen für Senioren im Alltag.

Weiterhin ist die Gesellschaft Kommanditistin der "Villa am Buttermarkt" Immobilien UG & Co. KG.

Die Projekt 3 gGmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Als gemeinnützig tätige Gesellschaft nimmt sie Aufgaben der Alten- und Behindertenhilfe wahr. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft hat ihre Geschäftsräume in Mayen.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also deutlich gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333 000 Personen (+0,7 %). Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Die Arbeitslosenzahl betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 2,6 Millionen Menschen im Vergleich zum Vorjahr mit durchschnittlich 2,4 Millionen Personen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7 % (in 2022: 5,3 %).

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um +5,9 % (2022 um +6,9 %).

Unter Pflege wird die Betreuung von Menschen, die sich nur noch eingeschränkt selbst versorgen können, verstanden. 1995 wurde die Pflegeversicherung als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung in Deutschland eingeführt. Damit wurde die letzte große Lücke in der sozialen Versorgung geschlossen. Es besteht eine umfassende Versicherungspflicht für alle gesetzlich und privat Versicherten. Das bedeutet, dass jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert ist, und jeder privat Krankenversicherte muss eine private Pflegeversicherung abschließen. Zum 1. Januar 2017 sind im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) die neuen Pflegegrade 1 bis 5 eingeführt worden: je höher der Grad, desto mehr Versorgung brauchen die Betroffenen.

Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland belief sich Ende 2021 auf mehr als 4,96 Millionen Menschen, von denen mehr als ein Sechstel vollstationär in Pflegeheimen versorgt wurde. Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen ist älter als 60 Jahre. Die Pflegequote steigt von knapp 17 Prozent in der Altersgruppe der über 75-Jährigen auf über 81 Prozent bei den über 90-Jährigen. Diese Entwicklung wird begleitet durch den sukzessiven Ausbau der Pflegeinfrastruktur vor allem im privatem Sektor. So stieg die Zahl der Pflegeheime in Deutschland seit der Jahrtausendwende um mehr als 75 Prozent auf 16.115 und die Anzahl von ambulanten Pflegediensten im gleichen Zeitraum von rund 10.500 auf 15.300. Deutschlandweit arbeiten mehr als 1,2 Millionen Menschen im Bereich der Altenpflege.

Laut den Ergebnissen der Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom März 2023 wird die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland allein durch die zunehmende Alterung bis zum Jahr 2055 um rund 37 Prozent zunehmen. Ursache hierfür ist vor allem die kontinuierlich zunehmende Zahl älterer Menschen in Folge einer stetig besser werdenden medizinischen Versorgung. Unter der Annahme konstanter Pflegequoten prognostiziert die Berechnung einen Anstieg der Anzahl Pflegebedürftiger von knapp fünf Millionen (2021) auf rund 6,8 Millionen 2055. Die Pflegequote berechnet sich als Anteil der Pflegebedürftigen an der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht. Sie zeigt das Risiko, in einem bestimmten Alter pflegebedürftig zu sein. Nach dem Jahr 2055 sind in Deutschland keine starken Zuwächse bei der Pflegebedürftigkeit mehr zu erwarten, da die geburtenstarken Jahrgänge aus den 1950er und 1960er Jahren - die sogenannten Babyboomer - dann durch geburtenschwächere Jahrgänge im höheren Alter abgelöst werden. 2070 dürfte die Zahl der Pflegebedürftigen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) bei etwa 6,9 Millionen liegen, was einem Plus von 38 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 entspräche.

Quelle: Statista

III. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Projekt 3 gGmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß mit einem Verlust in Höhe von Euro 883.655,55 ab. Das deutlich negative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr wird überwiegend bestimmt durch die ambulanten Dienste solweo Maifeld, solweo Südharz und solweo Rhein-Mosel. Herausstechend ist wiederum das mit TEUR 149 deutlich positive Ergebnis des Pflegedienstes solweo Adenau sowie die positive Entwicklung der Villa Kunterbunt. Zudem enthält der Abschluss außerplanmäßige Effekte aus der Zuführung (TEUR 26) bzw. Auflösung (TEUR 300) von Rückstellungen für Risiken im Zusammenhang mit erhaltenen Corona-Beihilfen.

Die wichtigste Ergebnisquelle der Gesellschaft sind die Pflegeerträge. Sie machen rund 52 % der Erträge aus. Die restlichen Erträge werden aus Leistungen, welche nicht unter das PflegeVG fallen (30 %), Erträge aus Unterkunft und Verpflegung (12 %) sowie Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen (6 %) erzielt. Im Berichtsjahr sind die Erträge um TEUR 2.771 gestiegen.

Die Anzahl der betreuten Personen ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr auch weiterhin nicht signifikant gestiegen, sondern eher stagniert und bleibt somit hinter unseren Planungserwartungen zurück. Dies liegt insbesondere am fehlenden Fachpersonal im ambulanten Bereich. Hinzukommt ein hoher Anstieg der Krankentage in der Pflege, wodurch es uns nicht möglich war, unsere Touren im ambulanten Bereich zu erweitern. Weiterhin lässt sich eine anhaltende Zurückhaltung bei den Besuchen unserer Tagespflegen feststellen. So hat z.B. seit der Eröffnung der Tagespflege solweo Maifeld im August 2022 hat diese u.a. aufgrund der genannten Umstände noch nicht die für uns gewünschte Auslastung erreicht.

Den erhöhten Erträgen standen ein leicht gestiegener Materialaufwand (+ TEUR 35) und ein deutlich erhöhter Personalaufwand (+TEUR 1.819) gegenüber.

Mit dem Auslaufen des Pflegerettungsschirmes Ende Juni 2022 ist ein wichtiger Stabilisierungsfaktor in der Pflege weggefallen. Die Probleme und Herausforderungen sind jedoch geblieben bzw. haben sich verstärkt (Nachbelegung von Betten schwieriger, weiterhin sehr hoher Krankenstand in der Pflege; es wird mehr Personal benötigt, welches jedoch nicht refinanziert wird, weniger Fachpersonal, etc.).

Hinzu kommen die Tarifpflicht in der Pflege, welche unsere Personalkosten seit September 2022 stark erhöht hat, sowie die hohen Energie- und Sachkosten (insbesondere Lebensmittel) bedingt durch die Inflation.

All diese Kosten wurden, wenn überhaupt, allerdings erst im Laufe des Jahres 2023 und zum Teil immer noch nicht refinanziert. Es ist jetzt schon abzusehen, dass sich weiterer Verhandlungsstau ergeben wird, der die Träger vor große finanzielle Herausforderungen stellt. Viele Verhandlungen werden vor der Schiedsstelle enden und mehrere Monate in Anspruch nehmen. Dies ist unsere bisherige Erfahrung.

Aufgrund der oben genannten Gründe, ist das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 daher zum ersten Mal seit der Umfirmierung in eine gGmbH, deutlich negativ ausgefallen. Solch ein Ergebnis aus dem operativen Bereich war jedoch für uns nicht ganz überraschend, sondern leider eine logische Konsequenz aus den verschiedenen gesetzlichen Änderungen der Bundesregierung im Pflegebereich und der nicht ausreichenden rückwirkenden Refinanzierung der gestiegenen Kosten.

2. Finanzlage

Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 441 auf TEUR 183 zurückgegangen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund planmäßiger Tilgungen von TEUR 4.040 im Vorjahr auf TEUR 3.740 zurückgegangen während die Kontokorrentverbindlichkeiten von TEUR 473 auf TEUR 2.158 gestiegen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen rund 58 % der Bilanzsumme dar.

3. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um den Jahresfehlbetrag gemindert, die Eigenkapitalquote liegt bei 22,2 % (i.Vj. 31,9 %). Am Stichtag ist das langfristige Vermögen auch langfristig finanziert.

Alle Kredite wurden planmäßig bedient. Für Investitionen in die Einrichtungen wurden Darlehen bei der Bank für Sozialwirtschaft und der Kreissparkasse Mayen aufgenommen. Der Kreditrahmen beträgt TEUR 5.453 und wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.740 in Anspruch genommen. Die Darlehen haben unterschiedliche Laufzeiten (2025 - 2045).

4. Vermögenslage / Investitionen

Die Bilanzsumme der Projekt 3 gGmbH erhöhte sich um TEUR 325 von TEUR 9.834 auf TEUR 10.159 zum Bilanzstichtag.

Das Anlagevermögen, dessen Anteil an der Bilanzsumme 71,9 % (Vorjahr 76,6 %) beträgt, verminderte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 221 auf TEUR 7.307. Den Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 132 stehen Abschreibungen von TEUR 545 und Anlagenabgänge von TEUR 3 gegenüber. Zudem erhöhte sich der Buchwert der Beteiligung aufgrund des Jahresüberschusses 2023 der "Villa am Buttermarkt" Immobilien UG & Co. KG um TEUR 195.

Das Umlaufvermögen ist mit TEUR 2.791 um TEUR 553 höher als im Vorjahr (TEUR 2.238). Dies ist i.W. auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 956) zurückzuführen. Aufgrund der erst im März 2024 abgeschlossenen Verhandlungen über die Vergütungssätze für das Jahr 2023 wurden bei mehreren Einrichtungen Abrechnungen rückwirkend für das gesamte Jahr 2023 vorgenommen, was zu einem deutlichen Anstieg der Forderungen zum Bilanzstichtag führte. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind hingegen um TEUR 139 zurückgegangen.

Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 um 28,2 % auf TEUR 2.256 zurückgegangen. Der Rückgang ist durch das negative Jahresergebnis (-TEUR 884) bedingt.

Die Entwicklung des Sonderpostens aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens (- TEUR 151) resultiert aus planmäßigen Auflösungen.

Zum Bilanzstichtag betragen die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten TEUR 3.740 (Vorjahr TEUR 4.040).

Zum Bilanzstichtag deckt das langfristig zur Verfügung stehende Kapital (TEUR 6.006) das Anlagevermögen (TEUR 7.307) zu 82 %.

In das Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) wurden im Berichtsjahr TEUR 132 investiert.

IV. Prognose, Chancen und Risikobericht

1. Prognosebericht

Eine Prognose abzugeben fällt aufgrund vieler ungeklärter Finanzierungsfragen in unserer Branche und lang dauernder Entgeltverhandlungen schwer. Die im Normalfall von uns erwarteten Erträge im Geschäftsjahr 2024 werden allerdings nach abgeschlossenen Verhandlungen deutlich um ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr steigen. Ebenfalls werden sich die Personalkosten um ca. 10-15 % zum Vorjahr erhöhen.

Die Zahl der betreuten Personen im Jahr 2024 wird sich gegenüber dem Vorjahresniveau um ca. 5 % erhöhen. Dies ist ausschließlich mit dem wieder von uns prognostizierten Wachstum der ambulanten Pflegedienste zu begründen. Ebenso gehen wir davon aus, dass insgesamt die Tagespflegen wieder besser besucht werden.

Insgesamt sieht die Prognose für 2024 deutlich positiver aus, was zum einen an den nach über einem Jahr abgeschlossenen Verhandlungen in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe liegt, welche auch für 2024 galt, und zum anderen an den positiv verlaufenden Verhandlungen der Villa Aura und Villa Terra, welche nach 7 Monaten Verhandlungszeit abgeschlossen werden konnten, sodass wir dort nicht in eine Vorfinanzierung für 2024 gehen mussten. Die Planungen zeigen, dass das Jahr 2024 zwar weiterhin ein leicht negatives Ergebnis darstellen wird, welches insbesondere der Tatsache geschuldet ist, dass wir zur Zeit noch Kosten haben, die nicht vollständig refinanziert sind und wir aufgrund der Laufzeiten von Vergütungsvereinbarungen nicht alle Einrichtungen zu Beginn eines Jahres verhandeln können, sondern zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Auch ist die Dauer einer Verhandlung aktuell nicht abzusehen. Stand jetzt gehen wir davon aus, 2025 nach aktuellem Stand eine Konsolidierung erreicht zu haben.

2. Risiko- und Chancenbericht

Wesentliche, den Bestand der Gesellschaft gefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

Die weitere Entwicklung der Projekt 3 gGmbH wird zukünftig von folgenden Faktoren und Entwicklungen beeinflusst.

• Der Fachkräftemangel in der Pflegebranche wird nach Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) in den kommenden Jahren weiter steigen. Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2022 bundesweit rund 37.000 Pflegestellen unbesetzt. Auch die Projekt 3 gGmbH ist von dieser Entwicklung potenziell negativ betroffen.

• Die Nachfrage nach Leistungen in der Alten- und Behindertenbetreuung wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen.

• Die erhöhte Nachfrage nach differenzierten Leistungen bedingt durch die gesetzlichen Entwicklungen (Pflegestärkungsgesetz II), insbesondere in den ambulanten und teilstationären Bereichen, ermöglicht die weitere Ausweitung des Leistungsangebots.

 

Mayen, den 5. Dezember 2024

• • Projekt 3 gGmbH • •

Uwe Berens, Geschäftsführer

Lars Wilhelmi, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.307.013,43 7.528.390,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 108.807,00 142.237,00
II. Sachanlagen 4.934.415,93 5.317.299,36
III. Finanzanlagen 2.263.790,50 2.068.853,95
B. Umlaufvermögen 2.790.961,48 2.238.389,74
I. Vorräte 111.826,00 118.691,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.496.571,68 1.678.803,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 182.563,80 440.895,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.768,08 67.214,42
Summe Aktiva 10.158.742,99 9.833.994,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.255.967,20 3.139.622,75
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.114.622,75 3.035.639,88
III. Jahresfehlbetrag 883.655,55 -78.982,87
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 9.922,12 160.906,97
C. Rückstellungen 770.903,75 841.111,00
D. Verbindlichkeiten 6.853.492,79 5.431.087,32
E. Rechnungsabgrenzungsposten 268.457,13 261.266,43
Summe Passiva 10.158.742,99 9.833.994,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.512.241,51 21.332.302,20
2. Personalaufwand 17.231.805,18 15.412.396,84
a) Löhne und Gehälter 14.244.345,20 12.813.475,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.987.459,98 2.598.920,97
davon für Altersversorgung 36.653,64 36.705,65
3. Abschreibungen 545.133,40 598.990,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 545.133,40 598.990,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.730.730,72 5.453.246,72
5. Erträge aus Beteiligungen 299.957,08 353.495,88
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31,00 31,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.139,09 109.374,61
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.855,58 4.271,30
9. Ergebnis nach Steuern -850.434,38 107.548,77
10. sonstige Steuern 33.221,17 28.565,90
11. Jahresfehlbetrag 883.655,55 -78.982,87

Anhang 2023

Projekt 3 gGmbH, Mayen, Amtsgericht Koblenz, HRB 24521

1. Allgemeine Angaben

Die Projekt 3 gGmbH erbringt überwiegend Leistungen, die zu mehr als 2/3 Personen im Sinne von § 53 AO dienen, so dass ein steuerbegünstigter Zweckbetrieb der Wohlfahrtspflege nach § 66 Abs. 3 AO vorliegt.

Die Projekt 3 gGmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 3 HGB hat die Gesellschaft in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt (insbesondere §§ 242, 264 ff. HGB).

Abweichend von den Vorschriften des § 275 HGB kommt für die Gewinn- und Verlustrechnung die Gliederung nach der Pflege-Buchführungsverordnung zur Anwendung.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von EUR 150,00, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand erfasst. Anschaffungsgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 150,00, aber nicht über EUR 1.000,00 liegen, werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.

Die Bewertung der Finanzanlagen (Anteile an der "Villa am Buttermarkt" Immobilien UG & Co. KG) erfolgte nach der Spiegelbildmethode analog dem Kapitalkonto bei der Gesellschaft.

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben gebildet, die erst in Folgejahren zu Aufwand führen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Zuschüsse aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen werden unter der Bilanzposition Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen. Dieser wird erfolgswirksam analog dem Abschreibungssatz der finanzierten Anlagegüter aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Einnahmen gebildet, die erst in Folgejahren zu Ertrag führen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel wiedergegeben, der einen Bestandteil des Anhangs darstellt (Anlage).

Firmenwert

Der zum 01.12.2019 erworbene Firmenwert des ambulanten Pflegedienstes "solweo Maifeld" wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

01.01.2023
EUR
Inanspruchnahme
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
31.12.2023
EUR
Personalbezogene Rückstellungen
Urlaubsrückstellungen 314.300 314.300 0 242.900 242.900
rückwirkende Tariferhöhungen 0 0 0 268.986 268.986
314.300 314.300 0 511.886 511.886
Andere Rückstellungen
Rückstellungen Nachweisverfahren 456.700 0 300.000 26.100 182.800
Sonstige Rückstellungen 25.000 0 0 5.000 30.000
Abschluss- und Prüfungskosten 44.610 44.610 0 44.610 44.610
526.310 44.610 300.000 75.710 257.410
840.610 358.910 300.000 587.596 769.296

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit < 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
davon > 5 Jahre
EUR
31.12.2023 Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.464.337 3.433.336 2.269.270 5.897.673
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 311.940 0 0 311.940
Sonstige Verbindlichkeiten 643.879 0 0 643.879
31.12.2023 3.420.156 3.433.336 2.269.270 6.853.492
31.12.2022 1.691.205 3.739.882 2.551.550 5.431.087

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von EUR 5.897.674 auf den Betriebsimmobilien gesichert. Folgende zusätzliche Sicherheiten wurden gewährt:

- Globalzession der Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb

- Sicherungsübereignung von Fahrzeugen

- Raumsicherungsübereignung an drei Objekten

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen Euro 107.204,14 (i.V. Euro 126.996,58). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen Euro 5.476,67 (i.V. Euro 36.332,14).

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Bürgschaft über Euro 2.000.000 bei der Bank für Sozialwirtschaft zugunsten der Villa am Buttermarkt Immobilien UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG. Aufgrund der Ertragslage der Gesellschaft wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung

Die in den Vorjahren angefallenen coronabedingten Mehraufwendungen für Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, Masken und Corona-Tests waren im Berichtsjahr rückläufig. Erstattungen dieser Mehraufwendungen im Rahmen des Pflegerettungsschirms für erhöhten Sachmittelaufwand sind im Berichtsjahr nicht mehr erfolgt (i.V. Euro 355.742,71). Die Erstattung für Corona-Tests belief sich im Berichtsjahr auf Euro 89.140,00 (i.V. Euro 807.277,71). Darüber hinaus sind die Erstattungen durch den Pflegerettungsschirm für Mindereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie weggefallen (i.v. Euro 577.051,83).

Im Rahmen eines Nachweisverfahrens werden die Erstattungen stichprobenartig geprüft. Für evtl. anfallende Rückforderungen des Jahres 2022 wurde die Rückstellung auf Euro 182.800,00 angepasst (i.V. Euro 456.700,00); die übrigen Rückstellungen für 2022 sowie für das Jahr 2021 in Höhe von Euro 300.000,00 konnten aufgelöst werden (Ausweis bei den sonstigen betrieblichen Erträgen).

Personalbestand

Im Durchschnitt waren beschäftigt:

2023 2022
Geschäftsleitung 2 2
Leitende Angestellte 9 9
Übrige Angestellte 491 464
502 475

Erträge aus Beteiligungen

Die Gesellschaft ist zu 100% an der "Villa am Buttermarkt" Immobilien UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG mit Sitz in Mayen beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt Euro 2.263.790,50. Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023 beträgt Euro 299.957,08.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Zusammensetzung:

Körperschaftsteuer/Solz Euro 3.192,33
Gewerbesteuer Euro 2.663,25

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Laufzeit < 1 Jahr
TEUR
Laufzeit 2 - 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Pacht- und Leasingverpflichtungen 1.499 4.966 6.465

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Uwe Berens. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Weiterer Geschäftsführer ist Herr Lars Wilhelmi.

Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht angegeben.

Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer werden der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mayen, den 5. Dezember 2024

Projekt 3 gGmbH

Uwe Berens, Geschäftsführer

Lars Wilhelmi, Geschäftsführer

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Ähnliche Rechte und Werte 14.054,07 0,00 0,00
2. Software 233.036,01 4.608,88 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 242.822,97 0,00 0,00
489.913,05 4.608,88 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten einschließlich Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 12.118.735,95 15.056,96 0,00
2. Einrichtung u. Ausstattung 2.719.088,37 111.861,13 64.724,91
3. Fahrzeuge 155.758,50 0,00 22.834,20
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00
14.993.582,82 126.918,09 87.559,11
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.068.853,95 194.936,55 0,00
Gesamt 17.552.349,82 326.463,52 87.559,11
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Ähnliche Rechte und Werte 0,00 14.054,07
2. Software 0,00 237.644,89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 242.822,97
0,00 494.521,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten einschließlich Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 0,00 12.133.792,91
2. Einrichtung u. Ausstattung 0,00 2.766.224,59
3. Fahrzeuge 0,00 132.924,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00
0,00 15.032.941,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.263.790,50
Gesamt 0,00 17.791.254,23
kumulierte Abschreibungen kumulierte
Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Abschreibungen 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Ähnliche Rechte und Werte 8.228,07 0,00 2.330,00 0,00 10.558,07
2. Software 176.167,01 0,00 24.208,88 0,00 200.375,89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 163.280,97 0,00 11.500,00 0,00 174.780,97
347.676,05 0,00 38.038,88 0,00 385.714,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten einschließlich Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 7.365.654,53 347.498,96 0,00 7.713.153,49
2. Einrichtung u. Ausstattung 2.199.363,13 135.809,56 62.018,91 2.273.153,78
3. Fahrzeuge 111.265,50 23.786,00 22.833,20 112.218,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.676.283,16 0,00 507.094,52 84.852,11 10.098.525,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 10.023.959,21 0,00 545.133,40 84.852,11 10.484.240,50
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Ähnliche Rechte und Werte 3.496,00 5.826,00
2. Software 37.269,00 56.869,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 68.042,00 79.542,00
108.807,00 142.237,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Betriebsbauten einschließlich Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 4.420.639,42 4.753.081,12
2. Einrichtung u. Ausstattung 493.070,81 519.725,24
3. Fahrzeuge 20.706,00 44.493,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00
4.934.416,23 5.317.299,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.263.790,50 2.068.853,95
Gesamt 7.307.013,73 7.528.390,31

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Projekt 3 gGmbH, Mayen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Projekt 3 gGmbH, Mayen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Projekt 3 gGmbH, Mayen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 17. Januar 2025

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Julia Schneider, Wirtschaftsprüferin

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

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