Lithonplus GmbH & Co. KG

67360 Lingenfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landau HRA 11344
Eingetragen
3.8.2001

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
1.200.000 €

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lithonplus GmbH & Co. KG

Lingenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lithonplus GmbH & Co. KG, Lingenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt C. 4. "Risiken" im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund angespannter Liquidität nach wie vor von der Finanzierungsbereitschaft der Gesellschafter bzw. nahestehender Personen abhängig ist.

 

Stuttgart, 27. März 2013

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sieder, Wirtschaftsprüfer

Heß, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2011
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 520.835,67   586
2. Firmenwert 1.499.703,83   1.655
  2.020.539,50   2.241
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.050.808,74   4.186
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.155.439,43   15.323
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.251.976,12   3.849
4. Anlagen im Bau 1.408.732,46   576
  25.866.956,75   23.934
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 638.859,86   639
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 175.000,00   175
  813.859,86   814
    28.701.356,11 26.989
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.690.749,25   2.655
2. Unfertige Erzeugnisse 1.388.918,18   1.577
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.779.516,92   15.256
  19.859.184,35   19.488
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 350.399,98   546
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 568.769,88   61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 508.200,54   177
  1.427.370,40   784
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 40.251,41   33
    21.326.806,16 20.305
    50.028.162,27 47.294

Passiva

     
      31.12.2011
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 3.000.000,00   3.000
II. Rücklagen 28.676.903,39   25.105
    31.676.903,39 28.105
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 265.784,00   255
2. Steuerrückstellungen 43.000,00   43
3. Sonstige Rückstellungen 4.011.000,00   6.145
    4.319.784,00 6.443
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.622.105,87   5.086
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.527,21   0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.676.164,11   3.836
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.724.677,69   3.824
davon aus Steuern EUR 254.423,60 (Vj. TEUR 238)      
    14.031.474,88 12.746
    50.028.162,27 47.294

Gewinn- und Verlustrechnung für 2012

2011
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 105.555.509,07 109.679.234,55
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 324.619,07 2.496.425,63
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 149.262,62 142.923,96
4. Sonstige betriebliche Erträge 812.171,11 1.201.820,67
  106.841.561,87 113.520.404,81
5. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 46.187.960,78 48.804.898,26
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 20.262.174,37 21.167.166,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.949.293,67 4.879.907,03
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. TEUR 3)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.971.885,49 3.939.703,41
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.414.189,51 31.290.897,16
  -104.785.503,82 -110.082.572,52
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens aus verbundenen Unternehmen 6.125,00 6.125,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 372.219,64 717.854,35
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 18.048,00 (Vj. TEUR 13)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.689.963,41 2.726.102,94
12. Außerordentliche Erträge 2.080.898,76 2.080.898,76
13. Außerordentliche Aufwendungen 42.069,00 978.069,00
davon Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB (Übergangsvorschrift zum BiIMoG) EUR 8.069,00 (Vj. TEUR 8)    
14. Außerordentliches Ergebnis 2.038.829,76 1.102.829,76
15. Steuern vom Ertrag 0,00 43.000,00
16. Sonstige Steuern 157.288,62 149.947,74
  157.288,62 192.947,74
17. Jahresüberschuss 3.571.504,55 3.635.984,96

Anhang für 2012

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Lithonplus GmbH & Co. KG, Lingenfeld, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Gesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und die vorgeschriebenen Zusatzangaben grundsätzlich in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Der Firmenwert wird über die angenommene Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben, da die Firmenwerte im Wesentlichen auf Kundenstämmen beruhen, welche eine durchschnittliche Kundenbindungsdauer von ungefähr 15 Jahren haben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen beruhten auf steuerlichen Nutzungsdauern. Der Abschreibungszeitraum wird für Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bestimmt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, soweit es sich um dauernde Wertminderungen handelt. Bei unterjährigen Zugängen neuer Vermögensgegenstände werden die Abschreibungen pro rata temporis vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung in Anspruch genommener Skonti, Gutschriften und Rabatte bzw. zum Marktpreis, sofern dieser am Bilanzstichtag niedriger als der Einstandspreis war, bewertet.

Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Ermittlung der Herstellungskosten liegen die in 2012 entstandenen Material- und Fertigungskosten zugrunde. Der Wertverzehr des Anlagevermögens und die übrigen aktivierungspflichtigen Gemeinkosten wurden nach Produktgruppen je Werk differenziert ermittelt und den jeweiligen Einzelkosten zugeschlagen.

Soweit zum Bilanzstichtag den Erzeugnissen aufgrund der Verkaufspreise ein niedrigerer Wert als die Herstellungskosten beizulegen war, wurden die Erzeugnisse mit diesem Wert angesetzt.

Die Bewertung der Waren erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu den niedrigeren Einstandspreisen der letzten Bezüge vor dem Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegen-ständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Die Pensions- und Überbrückungsgeldverpflichtungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,07 % (31. Dezember 2011: 5,14 %) gemäß der Verordnung über die Ermittlung und Bekanntgabe der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen (RückAbzinsV) vom 25. November 2009 verwendet.

Die grundlegenden Annahmen der Berechnung sind folgende:

- Pensionsverpflichtungen

31.12.2012 1.1.2012
Gehaltsdynamik 2,6 % 0,0 %
Rentendynamik 2,0 % 2,0 %
Fluktuationsrate 0,0 % 0,0 %

- Überbrückungsgeldverpflichtungen

31.12.2012 1.1.2012
Gehaltsdynamik 2,6 % 3,0 %
Rentendynamik 0,0 % 0,0 %
Fluktuationsrate 0,0 % 5,0 %

Vom Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Die in der Bilanz aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nicht ausgewiesene Rückstellung beträgt TEUR 97 (Vj. TEUR 105). Die Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Berichtsjahr zu einem Fünfzehntel zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Ihre Entwicklung ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit dem Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist folgender Übersicht zu entnehmen:

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in TEUR in TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen        
- Etablissement F.S. Bivois SARL, Straßburg/Frankreich EUR 100,00 378 1) 4 1)
- SCI Bicowal, Straßburg/ Frankreich EUR 100,00 -31 1) 3 1)
- Greystone Ambient & Style Verwaltungsgesellschaft mbH, Lingenfeld EUR 75,00 24 1) -1 1)
- Greystone Ambient & Style GmbH & Co. KG, Lingenfeld EUR 75,00 401 1) 186 1)

1) Für das Geschäftsjahr 2012 liegen noch keine Angaben vor.

Die Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2011.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Das Darlehen an die Greystone Ambiente & Style GmbH & Co. KG wurde im laufenden Geschäftsjahr nicht zurückgewährt, mit einer Rückzahlung ist ab 2013 zu rechnen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kreditoren-Sollposten gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 171 und gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEUR 246.

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für    
Immaterielle Vermögensgegenstände 19 10
Sachanlagen 1.145 485
  1.164 496
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für 28 40
Pensionsrückstellungen    
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge 1.136 456
  1.164 496
Latente Steuerschulden netto 0 0

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 11,38% (Vorjahr 12,32%) zugrunde gelegt. Auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.982 wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Daneben bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 23.081, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird.

Kapitalanteile

Die Kapitalanteile (Kommanditeinlage, festes Kapitalkonto) betragen EUR 3.000.000,00. Die Komplementärin, die Lithonplus Verwaltungs-GmbH, Lingenfeld, hat keine Kapitaleinlage geleistet.

Die Kommanditeinlagen betreffen:

Festkapital
EUR %
Heidelberger Beton GmbH, Heidelberg 1.800.000,00 60
SCHWENK Zement KG, Ulm 1.200.000,00 40
  3.000.000,00 100

Für jeden Gesellschafter wird ein festes Kapitalkonto geführt; das Kapitalkonto entspricht der Einlage des Gesellschafters.

Rücklagen

Neben den festen Kapitalkonten für die Gesellschafter wird ein gesamthänderisch gebundenes nicht verzinsliches Rücklagenkonto geführt, auf dem die durch Beschluss der Gesellschafter gebildeten Rücklagen erfasst werden. Mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung können auch nicht gesamthänderisch gebundene Rücklagen gebildet werden. Die Verlustsonderkonten der Kommanditisten sind mit den Rücklagen verrechnet. Gewinne werden solange auf Verlustsonderkonten gebucht, wie es zur Abdeckung vorausgegangener Verluste notwendig ist.

Die Rücklagen zum 31. Dezember 2012 ergeben sich wie folgt:

EUR
1.1.2012 25.105.398,84
Verrechnung Jahresüberschuss 2012 3.571.504,55
31.12.2012 28.676.903,39

Zum Bilanzstichtag sind Verlustsonderkonten in Höhe von EUR 54.809.720,15 mit den Rücklagen verrechnet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen berücksichtigen unmittelbare Pensionsverpflichtungen, die im Rahmen des Betriebsübergangs nach der allgemeinen Versorgungsregelung der SCHWENK Zement KG auf die Gesellschaft übergegangen sind.

Die Rückstellung für Überbrückungsgeld wurde versicherungsmathematisch berechnet und berücksichtigt künftige Aufwendungen der anspruchsberechtigten Personen.

Die in der Bilanz aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen betragen TEUR 97.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 43).

Sonstige Rückstellungen

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen decken die betriebstypischen Risiken ab. Im Wesentlichen wurden Rückstellungen für den Personalbereich mit TEUR 1.427 (Vj. TEUR 2.180), den Vertriebsbereich mit TEUR 2.303 (Vj. TEUR 2.575) sowie den Verwaltungsbereich mit TEUR 281 (Vj. TEUR 420) gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit 31.12.2012 31.12.2011
Insgesamt Restlaufzeit Insgesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.622 4.622 0 0 5.086 5.086
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9 9 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.676 4.676 0 0 3.836 3.836
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.725 4.725 0 0 3.825 3.825
davon aus Steuern (254) (254) 0 0 (238) (238)
  14.032 14.032 0 0 12.747 12.747

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Greystone KG.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (= Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht) betreffen im Wesentlichen die Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der SCHWENK Zement KG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der HeidelbergCement AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber der Heidelberger Beton GmbH und der SCHWENK Zement KG aus Pachtverträgen für die Grundstücke der verschiedenen Standorte der Gesellschaft. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Personenkraftwagen und aus Dienstleistungsverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2012 31.12.2011
Pacht Leasing Dienstl. Gesamt Pacht Leasing Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1 Jahr 2.081 443 105 2.629 2.081 556 2.637
2 - 5 Jahre 2.414 372 139 2.925 0 612 612
mehr als 5 Jahre 0 0 0 0 0 0 0
  4.495 815 244 5.554 2.081 1.168 3.249

Bestellobligos liegen im geschäftsüblichen Umfang vor. Nach den uns gegebenen Auskünften und unseren Feststellungen lagen zum 31. Dezember 2012 keine weiteren aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2012 gliedern sich wie folgt:

2012 2011
TEUR % TEUR %
Umsätze Inland 102.555 97,2 106.932 97,5
Umsätze EU 2.687 2,5 2.421 2,2
Umsätze außerhalb EU 314 0,3 326 0,3
  105.556 100,0 109.679 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus Anlageabgängen mit TEUR 63 (Vj. TEUR 231), Erträge aus weiterberechneten Kosten mit TEUR 195 (Vj. TEUR 193) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 322 (Vj. TEUR 318). Periodenfremde Erträge sind insgesamt in Höhe von TEUR 385 (Vj. TEUR 549) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen betreffen Betriebsaufwand (TEUR 10.796, Vj. TEUR 11.420), Verwaltungsaufwand (TEUR 2.117, Vj. TEUR 2.105), Vertriebsaufwand (TEUR 16.376, Vj. TEUR 17.239) sowie die übrigen Aufwendungen (TEUR 125, Vj. TEUR 461).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 133 (Vj. TEUR 257) Gesellschafter.

Die außerordentlichen Erträge im Geschäftsjahr 2012 betreffen einen von den Gesellschaftern und nahestehenden Unternehmen der Lithonplus GmbH & Co. KG beschlossenen Mietverzicht für Grundstücke und aufstehende Verwaltungs- und Betriebsgebäude i. H. von TEUR 2.081 (Vj. TEUR 2.081).

Die außerordentlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 betreffen in Höhe von TEUR 34 den nicht durch Rückstellungen abgedeckten Teilbetrag der Auszahlung für das Kartellverfahren, sowie die Zuführung zur Pensionsrückstellung i. H. von einem Fünfzehntel (TEUR 8) gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 356 356
Angestellte 210 204
  566 560
Auszubildende 22 23
  588 583

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäftsführung und Vertretung obliegt der Lithonplus Verwaltungs-GmbH, Lingenfeld. Sie ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Geschäftsführer der Lithonplus Verwaltungs-GmbH, Lingenfeld, sind:

 

Ottmar Walter, Kronberg (bis 31. Januar 2013)

 

Wilfried Polle, Bad Schönborn

 

Michael Gieding, Schriesheim (ab 1. Februar 2013)

Zur Vornahme bestimmter in § 11 des Gesellschaftsvertrags genannter Rechtsgeschäfte und Maßnahmen bedarf die Geschäftsführung der vorherigen Zustimmung des Beirats.

Der Beirat der Lithonplus GmbH & Co. KG setzt sich wie folgt zusammen:

 

Gerhard Hirth, Geschäftsführer Schwenk Zement KG (Vorsitzender)

 

Andreas Kern, Vorstand HeidelbergCement AG (Stellv. Vorsitzender)

 

Achim Sponnagel, Finanzen/Controlling Schwenk Zement KG

 

Christian Knell, General Manager Deutschland HeidelbergCement AG

Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Der Beirat erhielt keine Bezüge von der Gesellschaft.

Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftender Gesellschafter ist die Lithonplus Verwaltungs-GmbH, Lingenfeld, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 30.

Beirat

Die Gesellschaft hat einen Beirat, der aus vier Mitgliedern (natürliche Personen) besteht und die jeweils durch die Kommanditisten entsandt werden können.

Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Gerhard Hirth, Geschäftsführer Schwenk Zement KG (Vorsitzender)

 

Andreas Kern, Vorstand HeidelbergCement AG (Stellv. Vorsitzender)

 

Achim Sponnagel, Finanzen/Controlling Schwenk Zement KG

 

Christian Knell, General Manager Deutschland HeidelbergCement AG

Honorar des Abschlussprüfers

Von der Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird abgesehen, da die Angaben im Konzernabschluss der HeidelbergCement AG, in den der Jahresabschluss der Lithonplus GmbH & Co. KG nach den Grundsätzen der Quoten-Konsolidierung mit einbezogen wird, enthalten sind.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.571.504,55 wurde auf die Kommanditisten entsprechend ihren Kommanditanteilen verteilt und deren Verlustvortragskonten gutgeschrieben.

 

Lingenfeld, 27. März 2013

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2012

Anschaffungskosten
1.1.2012 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.422.797,45 5.190,00 0,00 0,00 13.427.987,45
2. Firmenwert 2.327.126,66 0,00 0,00 0,00 2.327.126,66
  15.749.924,11 5.190,00 0,00 0,00 15.755.114,11
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.902.058,48 58.720,64 18.494,00 0,00 5.979.273,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.718.224,10 2.949.478,58 355.188,15 1.879.172,87 109.143.717,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.670.849,32 1.464.781,86 0,00 447.360,82 18.688.270,36
4. Anlagen im Bau 576.597,15 1.205.817,46 -373.682,15 0,00 1.408.732,46
  131.867.729,05 5.678.798,54 0,00 2.326.533,69 135.219.993,90
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 638.859,86 0,00 0,00 0,00 638.859,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 175.000,00 0,00 0,00 0,00 175.000,00
  813.859,86 0,00 0,00 0,00 813.859,86
  148.431.513,02 5.683.988,54 0,00 2.326.533,69 151.788.967,87
Abschreibungen Buchwerte
1.1.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.836.643,65 70.508,13 0,00 12.907.151,78 520.835,67 586.153,80
2. Firmenwert 672.281,05 155.141,78 0,00 827.422,83 1.499.703,83 1.654.845,61
  13.508.924,70 225.649,91 0,00 13.734.574,61 2.020.539,50 2.240.999,41
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.716.363,99 212.100,39 0,00 1.928.464,38 4.050.808,74 4.185.694,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 92.395.102,37 2.472.349,03 1.879.172,87 92.988.278,53 16.155.439,43 15.323.121,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.821.868,90 1.061.786,16 447.360,82 14.436.294,24 4.251.976,12 3.848.980,42
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.408.732,46 576.597,15
  107.933.335,26 3.746.235,58 2.326.533,69 109.353.037,15 25.866.956,75 23.934.393,79
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 638.859,86 638.859,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 175.000,00 175.000,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 813.859,86 813.859,86
  121.442.259,96 3.971.885,49 2.326.533,69 123.087.611,76 28.701.356,11 26.989.253,06

Lagebericht 2012

A. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Branche

Das deutsche Bauhauptgewerbe hat sich im vergangenen Jahr der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung nicht entziehen können. Nach dem Rekordjahr 2011 sind die baugewerblichen Umsätze nominal nur um rund 1 % gestiegen. Real bedeutete dies einen leichten Rückgang von gut 1 %. Preisbereinigt lag die Produktion damit leicht über dem Wert des Vorkrisenjahres 2008.

Dies ist allerdings auch auf Sonderfaktoren zurückzuführen. Zum einen sorgten im Februar und Dezember Schnee und Minusgrade für ein Erliegen der Produktion vor allem im Tiefbau. Zum zweiten machte sich das Auslaufen der Konjunkturprogramme schmerzlich bemerkbar, die 2011 im Öffentlichen Bau noch zu einem deutlichen Umsatzplus geführt hatten. Dabei blieben die Geschäftserwartungen der Unternehmen im Jahresverlauf auf einem moderat positiven Niveau.

Die Entwicklung in den einzelnen Bausparten war sehr uneinheitlich:

Erfüllt wurden unsere positiven Erwartungen im Wohnungsbau. Seit 2010 erleben wir eine Renaissance des Geschosswohnungsbaus, die sich auch 2012 fortsetzte. Die Fertigstellungszahlen stiegen um rund 27.000 Einheiten auf 210.000 Wohnungen. Entsprechend deutlich legte der baugewerbliche Umsatz unserer Branche in dieser Sparte mit etwa 5 % zu. Ursache sind hier vor allem die Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten bzw. die Schuldenkrise in Europa. In- aber auch ausländische Anleger investieren nach wie vor angesichts des unsicheren Umfeldes bevorzugt in die wertbeständige deutsche Wohnimmobilie. Aber auch die allgemeinen Rahmenbedingungen, wie Beschäftigungszuwachs, steigendes verfügbares Einkommen der privaten Haushalte und historische Niedrigzinsen beflügelten den Wohnungsbau.

Der Wirtschaftsbau geriet im zweiten Halbjahr in den Sog der allgemeinen konjunkturellen Abschwächung. Vor allem im gewerblichen Tiefbau (u.a. Deutsche Bahn) wurden unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt. Es zeigte sich einmal mehr, dass sich der Bau der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmung nicht dauerhaft entziehen kann. Positiv zu vermerken bleibt allerdings, dass es nach dem Rekordjahr 2011 mit einem deutlichen zweistelligen Wachstum im vergangenen Jahr gelang, im gewerblichen Bau noch ein Umsatzwachstum von rund 1,5 % zu erzielen.

Enttäuschend war für uns die Entwicklung im Öffentlichen Bau. Hier fiel der Rückgang mit rund 4,5 % deutlich stärker aus, als wir noch vor einem Jahr erwartet hatten. Dies ist nahezu ausschließlich auf die Kommunen zurückzuführen, die allein in den ersten drei Quartalen ihre Ausgaben für Baumaßnahmen um 14 % reduzierten. Dies ist für unsere Branche umso schmerzlicher, als die Städte und Gemeinden nach wie vor für etwa 60 % der öffentlichen Baunachfrage in Deutschland stehen. Dieser Rückgang konnte durch die Investitionen des Bundes und der Länder bei Weitem nicht kompensiert werden.

Positiv war hingegen auch im vergangenen Jahr die Entwicklung auf dem Bauarbeitsmarkt. Nach dem deutlichen Beschäftigungsaufbau 2011 verzeichneten wir 2012 im Jahresdurchschnitt einen Anstieg der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe von 11.000 auf 745.000 (+ 1,5 %). Gleichzeitig sank die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter um 8 % auf unter 40.000. Noch stärker war sogar der Rückgang bei den Bauingenieuren, der sich im zweistelligen Bereich bewegte. Damit dürften sich die Probleme für die Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden, weiter verschärfen. Besonders augenscheinlich ist dies bei den Bauingenieuren, für die zum Jahresende 2.580 Arbeitslose und 1.640 offene Stellen gemeldet wurden. Da nur ein kleiner Teil der offenen Bauingenieursstellen den Arbeitsagenturen gemeldet wird, zeigen sich hier besonders deutlich die Probleme der Branche, qualifiziertes Personal einzustellen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Durch den Witterungseinfluss im Februar und Dezember und die enttäuschende Entwicklung im Öffentlichen Bau waren im Jahr 2012 deutliche Absatzrückgänge zu verzeichnen.

Diese zum Teil erheblichen Absatzrückgänge konnten zu einem sehr großen Teil durch die sehr positive Erlösentwicklung kompensiert werden. Insgesamt konnte ein Preisaufbau in den Produktsegmenten realisiert werden. Auch das eingeführte Logistik- konzept hat sich nachhaltig positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt.

Sehr erfreulich ist darüber hinaus die durchaus positive Marktentwicklung im Laufe des Jahres, was sich in einem erhöhten Angebotsvolumen bemerkbar gemacht hat.

3. Ertragslage

Alle für das Jahr 2012 eingeleiteten Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen haben zu signifikanten Ergebnisverbesserungen geführt, so dass ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,7 Mio. € erzielt werden konnte.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. € ergibt sich wie im Vorjahr nach außerordentlichen Erträgen in Höhe von 2,1 Mio. € aufgrund Mietverzichts der Gesellschafter.

4. Vermögenslage

Das Anlagevermögen betrug zum 31.12.2012 28,7 Mio. € (= 57 % der Bilanzsumme). Die Investitionen lagen mit 5,7 Mio. € ca. 15 % unter Vorjahr.

Das Vorratsvermögen betrug zum Jahresende 19,9 Mio. € und lag aufgrund von leichten Mengenzuwächsen 1,9 % über Vorjahr.

5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Einbindung in das Cashpool-Verfahren von Gesellschaftern bzw. nahestehenden Unternehmen.

B. Ausblick auf das Jahr 2013: Hoffen auf die Gesamtwirtschaft - Wohnungsbau treibt die Entwicklung

1. Marktsituation

1.

Trotz des schwächeren Wachstums und den deutlich unsicherer gewordenen gesamt- wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Stimmung im Bauhauptgewerbe zum Jahresende 2012 noch gut. Die aktuelle Geschäftslage wurde - gemessen am langjährigen Durchschnitt - deutlich positiv beurteilt und erreichte nahezu exakt die Werte des äußerst erfolgreichen Jahres 2011. Die Geschäftserwartungen wurden zwar seit dem Herbst nach unten revidiert, pendelten sich allerdings zum Jahresende um den langjährigen Durchschnittswert ein.

2.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Rahmenbedingungen für unsere Branche im laufenden Jahr nur schwer einzuschätzen. Die Erwartungen an das Wirtschafts- wachstum im Jahr 2013 wurden Stück für Stück zurückgenommen; zum Jahresende lagen die Prognosen für das reale BIP nur noch zwischen 0,3 % und 0,7 %. Zudem stehen auch diese unter dem Vorbehalt, dass die europäische Staatsschuldenkrise nicht aus dem Ruder läuft und dass die deutsche Wirtschaft nicht in den Abwärtsstrudel der meisten anderen Euroländer gerissen wird.

Ausblick auf die einzelnen Bausparten

Wachstumsmotor für das Bauhauptgewerbe wird - wie bereits in den Vorjahren - der Wohnungsbau bleiben. Alle wichtigen Rahmenbedingungen senden unverändert positive Signale: Trotz schwächerer Konjunktur wird mit einem anhaltend hohen Beschäftigungsstand gerechnet, die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte sollen weiter zulegen und die Hypothekenzinsen werden sich von ihren historischen Tiefständen nicht signifikant entfernen.

Mangels attraktiver Alternativen und nur äußerst geringen Renditen bei vermeintlich sicheren Kapitalanlagen dürfte zudem der Geschosswohnungsbau auch 2013 und 2014 weiter im Fokus der Anleger bleiben. Dies gilt vermehrt auch für ausländische Kapitalanleger, die in Deutschland Sicherheit für ihre Finanzanlagen suchen.

Während 2012 die Baugenehmigungen für Wohnungen in Ein- und Zweifamilien- häusern nur leicht zulegten, gab es im Geschosswohnungsbau (Miet- und Eigentumswohnungen) ein weiteres Genehmigungsplus von 20 %. Vor allem getrieben durch dieses Marktsegment wird die Zahl der fertig gestellten Wohnungen nochmals deutlich zulegen und rund 230.000 Einheiten erreichen.

Allerdings liegt auch diese Zahl unter dem Bedarf, der von Experten bei mindestens 250.000 Wohnungen pro Jahr angesiedelt wird. Zudem dürfte dieser Bedarf in den nächsten Jahren deutlich zulegen. Die Nettozuwanderung nach Deutschland ist von 130.000 Personen im Jahr 2010 über 280.000 Personen im Jahr 2011 auf 350.000 im vergangenen Jahr gestiegen. Zudem wird Deutschland aufgrund seiner ökonomischen Sonderstellung im Euroraum als Zuwanderungsland auch in den kommenden beiden Jahren nicht an Attraktivität verlieren.

Vor diesem Hintergrund sind wir von einer Wohnimmobilienblase - nach spanischem oder irischem "Vorbild" - in Deutschland nach wie vor weit entfernt. In diesen Ländern wurden zum Höhepunkt des Wohnungsbaubooms zwischen 18 und 20 Wohnungen in neuen Wohngebäuden je 1.000 Einwohner fertig gestellt. In Deutschland werden es im laufenden Jahr etwa 2,5 Wohnungen sein.

Insgesamt erwarten wir für den Wohnungsbau - vor allem auf Grund der anhaltend starken Neubautätigkeit - im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 3,5 %.

Die Prognose der Entwicklung im Wirtschaftsbau 2013 und 2014 fällt aus heutiger Sicht schwer. Wir wissen aus Erfahrung, dass Auftraggeber in diesem Marktsegment - anders als im Wohnungsbau - auf eine sich abschwächende Konjunktur relativ schnell mit der Stornierung von Aufträgen reagieren oder Baugenehmigungen "auf Eis legen". Diese Genehmigungen zeigten sich im vergangenen Jahr lange robust gegen das sich abschwächende Wirtschaftswachstum; im September und Oktober waren dann aber jeweils zweistellige Rückgänge (veranschlagte Baukosten) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Auch die Auftragseingänge zeigten sich noch relativ robust und legten in den ersten zehn Monaten des Vorjahres um 7,2 % zu. Zusammen mit einem relativ hohen Auftragsbestand von gut 11 Mrd. Euro zum Jahresende ist damit die Produktion im ersten Halbjahr 2013 schon nahezu ausgelastet. Für die weitere Entwicklung in den nächsten beiden Jahren wird es entscheidend darauf ankommen, ob die deutsche Volkswirtschaft - nach einem vermutlich schwächeren ersten Quartal - im Jahresverlauf wieder an Fahrt gewinnt.

Wachstumsmotor könnte 2013 - nach einem Blick auf die Genehmigungszahlen des Vorjahres - der Bau von Handels- und Lagergebäuden sein. Die Handelsgebäude profitieren von einem stabilen Konsum der privaten Haushalte. Lagergebäude werden vor allem für den Logistiksektor errichtet, der als konjunktureller "Frühläufer" eher als andere Branchen auf eine aufwärtsgerichtete wirtschaftliche Entwicklung reagiert.

Skepsis ist dagegen erst einmal bei den Investitionen der Industrie angebracht. Der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten im Verarbeitenden Gewerbe ging im vergangenen Jahr in allen vier Quartalen zurück und lag im letzten Quartal erstmals - und zwar relativ deutlich - unter dem langfristigen Durchschnittswert. Mit bauinvestiven Erweiterungsinvestitionen dürften sich die Industrieunternehmen daher 2013 erst einmal zurückhalten. In der Herbstumfrage des DIHK beurteilte die Industrie ihre Investitionsneigung (Saldo aus "höher"- bzw. "niedriger"-Meldungen) mit Plus zwei Punkten relativ verhalten.

Trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes ist die Baubranche für das laufende Jahr verhalten optimistisch: Wir rechnen aus heutiger Sicht für den gewerblichen Bau mit einer Zunahme der baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe von 1 %.

Vom Öffentlichen Bau gab es 2012 uneinheitliche Signale. Die Genehmigungen im Hochbau (veranschlagte Baukosten) gingen von Januar bis September um 6 % zurück, der Auftragseingang legte -vor allem getrieben durch den Tiefbau- um nahezu 10 % zu. Bei beiden Indikatoren war aber im Jahresverlauf kein klarer Trend zu erkennen.

Die finanzpolitischen Rahmenbedingungen stellen sich 2013 eigentlich positiv dar. Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden sollen um weitere 13 Mrd. Euro zulegen und auf den neuen Rekordwert von 587 Mrd. Euro steigen. Entscheidend für unsere Branche wird aber sein, wie die Gebietskörperschaftsebenen diesen zunehmenden Finanzierungsspielraum nutzen.

Ein positives Signal hat der Bund gesetzt. Die Investitionen in die Verkehrswege werden im laufenden Jahr um 600 Mio. Euro aufgestockt. Diese kommen nahezu ausschließlich dem Bauhauptgewerbe zu Gute und tragen damit zur Stabilisierung von Nachfrage und Produktion bei. Die Ausgaben des Bundes für Baumaßnahmen dürften im laufenden Jahr etwa wieder den Rekordwert des Jahres 2009 von 6,8 Mrd. Euro erreichen.

Bei den Gemeinden ist dagegen - nach dem deutlichen Einbruch im Vorjahr - 2013 und 2014 nur mit einer Stabilisierung der Bauausgaben zu rechnen. Und dies trotz der Tatsache, dass diese mit 3,3 % den höchsten Zuwachs bei den Steuereinnahmen zu erwarten haben. Zwar haben die Kommunen im vergangenen Jahr bundesweit mit einem Überschuss von etwa 2 Mrd. Euro abgeschlossen und auch im laufenden Jahr stehen die Chancen gut, dass die Städte und Gemeinden per Saldo Haushaltsüberschüsse erwirtschaften werden. Allerdings erwarten wir, dass einige Kommunen diese eher zum Abbau der Verschuldung, denn für notwendige Investitionen nutzen werden. Andererseits erhalten die Städte und Gemeinden im laufenden Jahr vom Bund zusätzlich rund 500 Mio. Euro für den notwendigen Ausbau der Plätze in Kindertagesstätten.

Wir sind daher für den Öffentlichen Bau moderat positiv gestimmt und gehen für den Umsatz des Bauhauptgewerbes in dieser Sparte für die nächsten beiden Jahre von einem leichten Wachstum von 1,5 % aus.

2. Rohstoffsituation

Im Bereich der Rohstoffe sind deutliche Kostensteigerungen zu verkraften.

3. Maßnahmen und Chancen

Mit einem konsequenten Kostenmanagement, weiteren Produktivitätssteigerungen und einer Reihe von neuen Produkten und Technologien wird eine weitere Verbesserung der Ergebnisqualität angestrebt.

Aufgrund der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre wird im Raum Hamburg / Schleswig-Holstein ein neues Werk gebaut, was nachhaltig positiv zu der weiteren Entwicklung beitragen wird.

4. Risiken

Durch die zum Teil erheblichen Kostensteigerungen in allen Bereichen sind weitere Erlössteigerungen in allen Segmenten von erheblicher Bedeutung.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist aufgrund angespannter Liquidität nach wie vor abhängig von der Finanzierungsbereitschaft der Gesellschafter bzw. nahestehender Unternehmen.

5. Prognose

Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Situation und Branchenentwicklung in den nächsten zwei Geschäftsjahren erwartet Lithonplus in den nächsten Jahren eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

 

Lingenfeld, 27. März 2013

Die Geschäftsleitung

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Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

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