Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 60098
Vorher
Returo Entsorungs GmbH
Eingetragen
5.4.2007
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Gegenstand
das Stoffstrommanagement zur wirtschaftlich optimalen Nutzung/Gestaltung von Abfallentsorgungskapazitäten der Gesellschafter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Fauth
seit 9.2.2024
Geschäftsführer
Dieter Suika
seit 7.10.2010
Prokura
Martin Krekeler
seit 21.7.2010
Geschäftsführer
Hansjörg Spielhoff
seit 26.10.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert150.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (7)

NameAnteil
50.00%
Bundesstadt Bonn
50.00%
Bundesstadt Bonn
27.32%
BRS Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg mbH
19.41%
Bundesstadt Bonn
1.27%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Returo Entsorgungs GmbH

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Rahmenbedingungen

Die Returo Entsorgungs GmbH (Returo) ist im Register des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 60098 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen. Zum 20.11.2015 sind die Returo-Anteile der MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH (kurz: MVA Bonn) vollständig auf die Stadtwerke Bonn GmbH übergegangen. Seitdem ist Returo eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft der RELOGA Holding GmbH & Co. KG, Leverkusen, sowie der Stadtwerke Bonn GmbH, Bonn. Die beiden Gesellschafter sind zu jeweils 50 Prozent an der Returo beteiligt.

Gegenstand des Unternehmens ist das Stoffstrommanagement zur wirtschaftlich optimalen Nutzung / Gestaltung von Abfallentsorgungskapazitäten. Returo vermarktet im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Kontingente in verschiedenen Verbrennungsanlagen, insbesondere Bonn und Leverkusen.

Die Gesellschaft selbst erbringt nur operative Leistungen. Für die benötigten Overheadleistungen bestehen Dienstleistungsverträge mit den Gesellschaftern.

II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2023

Returo konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von 18.766 T€ erzielen.

Für das Müllheizkraftwerk Leverkusen und die MVA Bonn wurden im Jahr 2023 ca. 121.600 t akquiriert. Die genannten Tonnagen sicherten jederzeit die Vollauslastung in den Verwertungsanlagen und liegen deutlich über Vorjahresniveau.

Durch die aktuell gültige Gewerbeabfallverordnung dürfen bestimmte Stoffströme nicht mehr direkt thermisch verwertet, sondern müssen einer Sortieranlage zugeführt werden. Die Returo konnte ca. 2.000 t für die Gewerbeabfallsortieranlage der AVEA und der AVG in Köln akquirieren. Durch fehlenden Vollzug wählen einige Kunden wieder den direkten Weg in die Müllverbrennungsanlagen (ohne Sortierung).

Das Maklergeschäft mit weiteren Müllverwertungsanlagen (z.B. RMVA Köln, EGK Krefeld, AEB Amsterdam, EBKW Hürth-Knapsack) liegt mit ca. 54.700 t Gewerbeabfall ca. 14 % unter Vorjahresniveau.

Die ECOMONDO in Rimini war erneut ein voller Erfolg, bestehende Kundenbeziehungen konnten gestärkt und neue aufgebaut werden.

U.a. durch den Ukraine-Krieg und die dadurch geringere Wirtschaftsleistung stagnieren die kommunalen als auch die gewerblichen Mengen auf niedrigem Niveau. Brände in der Müllverbrennungsanlage Solingen und in Rotterdam haben zu Mengenverschiebungen geführt und den Markt auch in NRW beruhigt. Die zur Jahresmitte durchgeführten Preiserhöhungen konnten trotz Einführung der BEHG-Abgabe ab 01.01.2024 aufrechterhalten werden. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse in Höhe von 18.766 T€ und der Jahresüberschuss in Höhe von 365 T€.

II.1. Öffentliche Zwecksetzung bzw. Zweckerreichung

Gemäß § 108 Absatz 2 Nr. 2 der Gemeindeordnung NRW erteilt die Returo Entsorgungs GmbH den nachstehenden Bericht:

II.1.1. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung

Returo ist eine Tochtergesellschaft von zwei Gesellschaften, deren Anteile sich zu 100 Prozent in kommunaler Hand befinden. Deren Unternehmensgegenstand wiederum liegt im Bereich der Sammlung bzw. Entsorgung von Abfällen im Interesse der (mittelbaren) Eigentümerkommunen und deren Einwohner bzw. in der wirtschaftlich optimalen Nutzung/Gestaltung von Abfallentsorgungskapazitäten.

II.1.2. Zweckerreichung

Durch Akquisition von Tonnagen zur Auslastung der Anlagen der Kommunen trägt die Gesellschaft zur Zweckerreichung bei.

III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

III.1. Ertragslage

Für die Returo stellt sich die Ertragslage im Berichtsjahr wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
in T€ in T€ in %
Erträge 18.797 20.764 -9
Aufwendungen 18.432 20.479 -10
Jahresüberschuss 365 285 28

Im Einzelnen setzen sich die Erträge wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung
in T€ in T€ in %
Umsatzerlöse 18.766 20.761 -10
Sonstige betriebliche Erträge 4 3 33
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27 0 100
Gesamt 18.797 20.764 -9

Die Zusammensetzung der Aufwendungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

2023 2022 Veränderung
in T€ in T€ in %
Materialaufwand 17.565 19.662 -11
Übrige Aufwendungen 741 715 4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5 8 -38
Steuern 121 94 29
Gesamt 18.432 20.479 -10

Im Materialaufwand sind, neben sonstigen Entsorgungskosten, insbesondere Aufwendungen für die externe thermische Behandlung enthalten.

Die übrigen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus den mit den Gesellschaftern geschlossenen Leistungsverträgen hinsichtlich der Overheadleistungen, Einzelwertberichtigung und Werbemaßnahmen.

III.2. Vermögenslage

Zum 31.12.2023 ist die Bilanzsumme von 4.721 T€ um 161 T€ auf 4.882 T€ gestiegen.

Die Bilanzsumme besteht zu 99,8 % (Vorjahr: 99,8 %) aus dem Umlaufvermögen.

Nach dem Gesellschafterbeschluss wurde der Jahresüberschuss 2022 in voller Höhe (285 T€) an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital durch den Jahresüberschuss in Höhe von 365 T€ und die Gewinnausschüttung in Höhe von 285 T€ auf 1.560 T€ erhöht.

Das Eigenkapital setzt sich folgendermaßen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung Veränderung
in T€ in T€ in T€ in %
Stammkapital 50 50 0 0
andere Gewinnrücklagen 600 600 0 0
Gewinnvortrag 546 546 0 0
Jahresüberschuss 365 285 80 28
Gesamt 1.560 1.481 80 5

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um ausstehende Rechnungen in Höhe vom 37 T€ und Jahresabschlusskosten in Höhe von 18 T€.

Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 haben sich von 3.222 T€ um 32 T€ auf 3.254 T€ erhöht.

III.3. Finanzlage

III.3.1. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Investitions- und Finanzierungsströme im Unternehmen und informiert über die Auswirkungen auf die Liquidität. Dabei wird der aus der Rechnungsperiode aus eigener Kraft erwirtschaftete Zahlungsmittelüberschuss der Einnahmen über die Ausgaben dargestellt. Somit wird das Innenfinanzierungspotenzial (kassenwirksamer Überschuss) des Unternehmens dargestellt, das während des Berichtsjahres zum Beispiel für Schuldentilgung und Investitionen zur Verfügung gestanden hat.

2023 2022
in T€ in T€
Jahresüberschuss 365 285
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 49 -27
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -883 -950
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 32 1.303
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 121 94
-/+ Ertragsteuerzahlungen -121 -94
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -437 611
- Gewinnausschüttung an Gesellschafter -285 -350
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -285 -350
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -722 261
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.662 1.401
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 940 1.662

III.3.2. Wirtschaftliche Kennzahlen

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 23,4 % (Vorjahr: 19,2 %).

Die Umsatzrentabilität beträgt 1,9 % (Vorjahr: 1,4 %).

Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2023 bei rd. 32 % (Vorjahr: 31 %).

III.3.3. Liquidität 2. Grades

Die Gegenüberstellung des kurzfristig rückzahlbaren Fremdkapitals (3.321 T€) und der kurzfristig zur Finanzierung dieser Fremdkapitalmittel zur Verfügung stehenden Vermögenswerte (liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4.482 T€)) ergibt zum Bilanzstichtag ein Verhältnis von 135 %. Somit ist zum Bilanzstichtag das kurzfristige Fremdkapital durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Bei der Ermittlung der Kennzahl ist das Festgeld in Höhe von 390 T€, welches als Sicherheitsleistung dient, unberücksichtigt geblieben.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Returo ist aus unserer Sicht zufriedenstellend, die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 war jederzeit uneingeschränkt gewährleistet.

IV. Prognosebericht

Returo strebt auch in den kommenden Jahren eine an den Bedürfnissen orientierte Belieferung der Müllverwertungsanlagen in Bonn und Leverkusen an. Das Streckengeschäft soll insbesondere durch Abfallmengen aus Italien stabilisiert werden. Hierzu wurde die Zusammenarbeit mit der AVG Köln und anderen Müllverbrennungsanlagen erfolgreich fortgeführt.

Trotz des andauernden Ukraine-Krieges und der damit verbundenen hohen Inflation geht Returo davon aus, dass die Vollauslastung der MVA Bonn und des MHKW Leverkusen sichergestellt werden kann, es jedoch bei anderen Anlagen zu Mengenreduzierungen kommen kann. Die Planzahlen zu Umsatz und Gewinn werden voraussichtlich erreicht.

Im Wirtschaftsplan werden in 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 23.458 T€ und ein Jahresergebnis von 90 T€ erwartet.

V. Chancen und Risiken

Chancen werden für die Returo in der weiteren Etablierung und der bereits vorhandenen guten Positionierung der Gesellschaft am Markt, verbunden mit langjähriger Erfahrung der verantwortlich handelnden Personen und hohem Vertrauen der Kunden in das kommunal getragene Unternehmen, gesehen.

Das Risikoportfolio ist geprägt durch die aktuelle Situation auf dem Abfallmarkt mit deutlich geringeren Abfallmengen im Inland. Die überwiegende Zahl der Risiken ist im Sektor des Beschaffungsmarktes lokalisiert und ergibt sich aus möglichen Anlagenstillständen, wenn in deren Folge bestehende Abnahmevereinbarungen nicht eingehalten werden können. Kompensierbar ist dies in der Regel durch Umleitung der Abfallströme in andere Anlagen.

Durch die Einbeziehung der Müllverbrennungsanlagen in den nationalen Emissionshandel und der damit verbundenen CO 2 -Abgabe erhöhen sich die Kosten für Abfallproduzenten. Durch diesen nationalen Alleingang wird es zu Verschiebungen italienischer Mengen nach Österreich, Skandinavien und die Niederlande kommen, zumal die Abgabe jährlich steigt.

Ein weiteres Risiko wird bei zeitweiligen Zahlungsunfähigkeiten oder Insolvenzen von Kunden gesehen. Um den finanziellen Folgeschäden durch Forderungsausfälle wirkungsvoll entgegenwirken zu können, existiert zur Risikosteuerung eine Kreditversicherung.

Zur Umsetzung der Anforderungen des KonTraG wurde ein Risikomanagementsystem aufgebaut. Ziel ist das frühzeitige Erkennen von Entwicklungen, die das Potenzial haben, den Fortbestand der Gesellschaft zu gefährden.

Es wurde ein Risikobeauftragter benannt, der mit Unterstützung des Risikomanagers kontinuierlich potenzielle Risiken erfasst und bewertet sowie Steuerungsmaßnahmen dokumentiert. Identifizierte Risiken werden durch die Dimensionen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Die zur Steuerung ergriffenen Maßnahmen werden in Risikobögen erfasst und halbjährlich im Risikobericht dokumentiert. Adressaten sind die Geschäftsführung und einmal jährlich die Gesellschafter.

Entwicklungen, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind zurzeit nicht erkennbar.

 

Leverkusen, den 05. April 2024

Returo Entsorgungs GmbH

gez. Martin Krekeler, Geschäftsführer

gez. Heiko Fauth, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.696.522,38 2.831.314,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.035,02 11.824,02
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.804,46 5.991,36
4. Sonstige Vermögensgegenstände 213.007,43 200.322,41
3.932.369,29 3.049.452,78
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 939.677,11 1.662.072,05
4.872.046,40 4.711.524,83
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.749,97 9.749,97
4.881.796,37 4.721.274,80

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 600.000,00 600.000,00
III. Gewinnvortrag 545.553,38 545.553,38
IV. Jahresüberschuss 364.737,03 284.965,96
1.560.290,41 1.480.519,34
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 13.845,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 54.100,00 18.800,00
67.945,00 18.800,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 94.663,84 556.210,61
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 94.663,84 (Vorjahr: EUR 556.210,61)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.426.521,64 1.899.328,57
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 2.426.521,64 (Vorjahr: EUR 1.899.328,57)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 699.732,56 744.317,07
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 699.732,56 (Vorjahr: EUR 744.317,07)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 32.642,92 22.099,21
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 32.642,92 (Vorjahr: EUR 22.099,21)
- davon aus Steuern: EUR 29.421,81 - (Vorjahr: EUR 22.099,21)
3.253.560,96 3.221.955,46
4.881.796,37 4.721.274,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.765.608,90 20.760.665,76
Gesamtleistung 18.765.608,90 20.760.665,76
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.373,85 2.966,16
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -49,70 -300,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.564.721,07 -19.662.196,58
-17.564.770,77 -19.662.497,32
Rohergebnis 1.205.211,98 1.101.134,60
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -741.431,54 -714.634,94
Betriebsergebnis 463.780,44 386.499,66
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.998,81 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.342,22 -7.800,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -120.700,00 -93.733,70
Eraebnis nach Steuern 364.737,03 284.965,96
Jahresüberschuss 364.737,03 284.965,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Returo Entsorgungs GmbH (Returo) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 60098 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Returo Entsorgungs GmbH zum 31. Dezember 2023 werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des § 42 GmbH-Gesetzes aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB angewandt.

Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz stimmen mit den Wertansätzen in der Schlussbilanz zum vorhergehenden Geschäftsjahr überein.

Von der Möglichkeit gemäß § 265 HGB, Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammenzufassen, wurde nicht Gebrauch gemacht. Dabei wird das Gliederungsschema um die Ausweisposition "Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen sind die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nach folgenden Methoden bilanziert worden:

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten war. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung und eine Einzelwertberichtigung vorgenommen.

Die Liquiden Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen demzufolge alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Aktive und passive Steuerlatenzen aus temporären Unterschieden zwischen handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB bestehen nicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

III.1. Anlagevermögen

Die Darstellung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt.

III.2. Forderungen

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von (2 T€) ausschließlich Stadtwerke Bonn, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der RELOGA GmbH in Höhe von (3 T€) und der Rheinische Schlacke Verwertungs GmbH (18 T€).

Die Forderungen zum 31.12.2023 haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

III.3. Sonstige Vermögensgegenstände

In dieser Position sind insbesondere im Folgejahr abziehbare Vorsteuern (133 T€), Gewerbe- Körperschafts- und Kapitalertragssteuer Forderung (58 T€), sowie Debitorisch Kreditoren (13 T€) enthalten.

III.4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag 940 T€. Davon stehen 390 T€ nicht zur freien Verfügung, da diese der Absicherung von Bürgschaften dienen.

III.5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um vorausgezahlte Kosten, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen.

III.6. Eigenkapital

Gemäß Umlaufbeschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Juli 2023 wurde der Bilanzgewinn in Höhe von 831 T€, bestehend aus dem Jahresüberschuss von 285 T€ und dem Gewinnvortrag von 546 T€, in Höhe von 142,5 T€ an die Gesellschafterin RELOGA Holding GmbH & Co. KG und in Höhe von 142,5 T€ an die Gesellschafterin Stadtwerke Bonn GmbH ausgeschüttet. Der Restbetrag in Höhe von 546 T€ wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 365 T€ soll anteilig an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

III.7. Rückstellungen

Zum 31.12.2023 sind Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von 14 T€ passiviert.

Unter den Sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für den ausstehende Rechnungen in Höhe von 37 T€ und Jahresabschlusskosten in Höhe von 18 T€ enthalten.

III.8. Verbindlichkeiten

Die Darstellung und Entwicklung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023:

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023 bis zu 1 Jahr mehr als 5 Jahre Vorjahr bis zu 1 Jahr
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95 95 0 556
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 700 700 0 745
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.426 2.426 0 1.899
4. Sonstige Verbindlichkeiten 33 33 0 22
Gesamt 3.254 3.254 0 3.222

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.426 T€ betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber der RELOGA GmbH, bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Stadtwerke Bonn GmbH in Höhe von 658 T€ und der RELOGA Holding GmbH & Co. KG in Höhe von 42 T€.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

IV.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 18.766 T€ wurden im Rahmen des von der Gesellschaft betriebenen Stoffstrommanagements erzielt.

IV.2. Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

IV.3. Materialaufwand

Im Materialaufwand in Höhe von 17.565 T€ sind insbesondere Entsorgungskosten für die externe thermische Behandlung, sowie sonstige Entsorgungskosten und Transportkosten enthalten.

IV.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf:

2023 2022
T€ T€
Geschäftsbesorgungskosten 481 467
Sonstige Dienstleistungskosten 7 21
Werbemaßnahmen 62 159
Versicherung 17 16
Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten 13 13
Einzelwertberichtigung 126 0
Übrige 35 39
Gesamt 741 715

IV.5. Finanzergebnis

Das Zinsergebnis beläuft sich auf 22 T€ (Vorjahr: -8 T€) und setzt sich aus Zinsen für kurzfristige Geldanlagen 27 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Zinsen und ähnlichen Aufwendungen für Bürgschaftsprovisionen in Höhe von -5 T€ (Vorjahr: -8 T€) zusammen.

IV.6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter dieser Position sind die zu erwartenden Gewerbesteuer- und Körperschaftsteueraufwendungen ausgewiesen. Für das Jahr 2023 belaufen sich diese auf 121 T€.

V. Sonstige Angaben

V.1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2023, wie im Vorjahr, keine Mitarbeiter.

V.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 a HGB

Es bestehen Geschäftsbesorgungsverträge über kaufmännische Geschäftsbesorgungen mit nahestehenden Unternehmen. Der Aufwand belief sich in 2023 auf 481 T€ (Vorjahr: 467 T€). Die Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Monatsende gekündigt werden.

V.3. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die Returo hat sich vertraglich verpflichtet Abfälle an eine Anlage anzuliefern. Als Sicherheitsleistung wurde eine Bankbürgschaft ausgehändigt. Die Bürgschaft wird mit einem Bankguthaben von 390 T€ gedeckt. Aktuell und in Zukunft besteht nur ein sehr geringes Risiko für eine Inanspruchnahme. Die Gesellschaft kann aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistung die Vertragsbedingungen fristgerecht erfüllen.

V.4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist eine jeweils 50 %ige Tochtergesellschaft der RELOGA Holding GmbH & Co. KG, Leverkusen, und der Stadtwerke Bonn GmbH, Bonn. Die Stadtwerke Bonn GmbH und die RELOGA Holding GmbH & Co. KG stellen jeweils einen Konzernabschluss auf. Die Returo wird in den Konzernabschluss entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und gem. § 325 HGB offengelegt.

V.5. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

V.6. Geschäftsführer

Geschäftsführer sind bzw. waren:

. Dipl.-Ing. Martin Krekeler, Leverkusen,

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Manfred Becker, Buchholz bis zum 31.12.2023 (HR-Eintrag 09.02.2024),

Herrn Heiko Fauth, Rheinbrohl ab dem 01.01.2024 (HR-Eintrag 09.02.2024)

Die Geschäftsführer sind gesamtvertretungsberechtigt.

Die Geschäftsführer sind bei den Gesellschaftern der Returo bzw. deren Tochterunternehmen angestellt und erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

V.7. Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar beträgt 9 T€ und betrifft nur Abschlussprüfungsleistungen.

V.8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

 

Leverkusen, den 05. April 2024

Returo Entsorgungs GmbH

gez. Martin Krekeler, Geschäftsführer

gez. Heiko Fauth, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellkosten
Vortrag 01.01.2023 Zugang 2023 Abgang 2023 Umbuchungen 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattung 251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
Anlagevermögen insgesamt 251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023 Zugang 2023 Abgang 2023 Umbuchung 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattung 251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
Anlagevermögen insgesamt 251,40 0,00 0,00 0,00 251,40
Restbuchwerte
Restbuchwert 31.12.2023 Restbuchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattung 0,00 0,00
0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 0,00 0,00

Gewinnverwendungsbeschluss

über die 43. Gesellschafterversammlung der Returo Entsorgungs GmbH am Donnerstag, den 04.07.2024

Beschluss:

Der Jahresabschluss der Returo Entsorgungs GmbH zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 4.881.796,37 € und einem Jahresüberschuss von 364.737,03 € wird festgestellt. Der Lagebericht wird genehmigt.

Der Jahresüberschuss von 364.737,03 € wird in Höhe von 182.368,52 € an die Gesellschafterin RELOGA Holding GmbH & Co. KG und in Höhe von 182.368,51 € an die Gesellschafterin Stadtwerke Bonn GmbH zum 01.10.2024 ausgeschüttet. Weiterhin wird der Gewinnvortrag von 545.553,38 € auf neue Rechnung vorgetragen.

Den Geschäftsführern wird Entlastung erteilt.

Der Beschluss ergeht vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien der Gesellschafter Stadtwerke Bonn GmbH und der RELOGA Holding GmbH & Co. KG.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Returo Entsorgungs GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Returo Entsorgungs GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Returo Entsorgungs GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, 27. Mai 2024

Advisio Gummersbach ETL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Clemens Dornseifer, Wirtschaftsprüfer

Dieter Wagener, Wirtschaftsprüfer

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