Adval Tech Holding (Germany) GmbH
Hans-Oetiker-Straße 1, 79346 Endingen am Kaiserstuhl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Markus Brielmann seit 19.6.2024 | Geschäftsführer |
Cordula Verena Hofmann seit 7.6.2023 | Geschäftsführer |
Albert Theodor Dr. Schröder seit 22.3.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Adval Tech Holding AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Adval Tech Holding (Germany) GmbHEndingen am KaiserstuhlBefreiender Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ADVAL TECH HOLDING AGNiederwangen/SchweizBefreiende Konzernrechnungslegung gemäß § 292 HGB für das Geschäftsjahr 2023 Hinweis: Der Konzernabschluss nach SWISS GAAP FER wurde am 28. März 2024 von Deloitte AG, Zürich, mit einem uneingeschränkten Bericht der Revisionsstelle versehen. Zur Herstellung der Gleichwertigkeit der Konzernrechnungslegung entsprechend den Vorgaben der deutschen Rechnungslegung gemäß § 292 HGB wurde der Abschnitt "2. Finanzielles Risikomanagement" aus dem Konzernanhang zur konsolidierten Jahresrechnung (kurz: Konzernanhang, Anhang) nach SWISS GAAP FER zudem in den Abschnitt "IV. Risikobericht - 2. Management der Risikogruppen" des Konzernlageberichts überführt. Des Weiteren wurde der Konzernanhang nach SWISS GAAP FER für die vorgenannten Zwecke um die Abschnitte "Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten", "Unternehmensorgane und deren Gesamtbezüge", "Honorar der Revisionsstelle" und "Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens" welche dem Geschäftsbericht des Geschäftsjahres entnommen wurden sowie dem Abschnitt "Unternehmensbeziehungen", der nicht Teil des geprüften Konzernabschlusses war, erweitert. Der Konzernlagebericht nach SWISS GAAP FER wurde für die vorgenannten Zwecke um die Abschnitte "1.1 Grundlagen", "1.2 Fokus auf ausgewählte Aktivitäten", "1.3 Forschung und Entwicklung", "2.3 Leistungsindikatoren - Zwischentotale in Bilanz, Erfolgs- und Geldflussrechnung" und "V. Chancenbericht", welche dem Geschäftsbericht des Geschäftsjahres entnommen wurden sowie den Abschnitt "VI. Sonstige Angaben", der nicht Teil des Geschäftsberichts war, erweitert. Im Rahmen der Umgliederungen wurden die Verweise der Erläuterungen und Anmerkungen entsprechend angepasst. Die im Bericht der Revisionsstelle enthaltenen Angaben zu den Seitenzahlen und die enthaltenen Verweise auf die Anmerkungen im Konzernanhang sind aufgrund der vorstehend erläuterten Umgliederungen nicht mit dem nachfolgenden Dokument abstimmbar. Die oben aufgeführten Ergänzungen und Anpassungen am geprüften Swiss GAAP FER Abschluss wurden von der Deloitte AG, Zürich, nicht geprüft. Weiter weisen wir darauf hin, dass der "Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023" nicht Teil des geprüften Konzernabschlusses war und demnach vom Prüfungstestat über die Swiss GAAP FER Konzernrechnung nicht abgedeckt ist. Befreiende Konzernrechnung gemäß § 292 HGB für das Geschäftsjahr 2023 KONSOLIDIERTE BILANZ
Die Erläuterungen im Anhang sind ein Bestandteil der konsolidierten Jahresrechnung der Adval Tech Gruppe. KONSOLIDIERTE ERFOLGSRECHNUNG
1) Alternative Performance Kennzahl, siehe
Erläuterung 3
2) Es besteht kein Verwässerungseffekt
KONSOLIDIERTER EIGENKAPITALNACHWEIS
Die Erläuterungen im Anhang sind ein Bestandteil der konsolidierten Jahresrechnung der Adval Tech Gruppe. KONSOLIDIERTE GELDFLUSSRECHNUNG
1) Alternative Performance Kennzahl, siehe
Erläuterung 3
Die Erläuterungen im Anhang sind ein Bestandteil der konsolidierten Jahresrechnung der Adval Tech Gruppe. KONZERNANHANG ZUR KONSOLIDIERTEN JAHRESRECHNUNG1. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG 1.1 Grundsätze der Erstellung Die Konzernrechnung basiert auf den nach einheitlichen Richtlinien erstellten Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften per Bilanzstichtag. Sie wurde in Übereinstimmung mit dem gesamten Regelwerk von Swiss GAAP FER, herausgegeben von der Stiftung für Fachempfehlungen zur Rechnungslegung, erstellt. Die Konzernrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage («true and fair view»). Die Konzernrechnungslegung basiert grundsätzlich auf den Anschaffungs- bzw. den Herstellkosten oder dem tieferen Marktwert. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum Marktwert bilanziert werden. Maßgebend ist der Grundsatz der Einzelbewertung von Aktiven und Passiven. Die Erstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den angewandten Rechnungslegungsnormen erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Höhe der ausgewiesenen Aktiven und Verbindlichkeiten sowie Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode beeinflussen. Die effektiv erzielten Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Positionen, die wesentliche Schätzungen enthalten, sind Vorräte (Reichweitenanalysen, Percentage-of-Completion-Methode), Sachanlagen (Nutzungsdauern), Immaterielle Anlagen (Nutzungsdauern, Berechnungen zu Wertverminderungen), Guthaben und Verpflichtungen aus Unternehmenskäufen bzw. Verkäufen (zum Bilanzstichtag noch nicht abschließend festgelegte Anteilskaufpreisanpassungen), Rückstellungen und Latente Ertragssteuern (Ansetzen von Verlustvorträgen). Die Anpassungen im Regelwerk zu FER 28 und FER 30 (geltend ab 1.1.2024) sind in dieser Jahresrechnung noch nicht umgesetzt. Es werden keine wesentlichen Änderungen erwartet. 1.2 Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Tochtergesellschaften und Beteiligungen werden vom Tag des Erwerbs, der Kontrollübernahme oder der Gründung im Konsolidierungskreis berücksichtigt. Auf diesen Zeitpunkt werden Aktiven und Passiven nach den Swiss-GAAP-FER-Grundsätzen bewertet. Transaktionskosten werden dem Erwerbspreis zugeschlagen. Eine nach der Neubewertung verbleibende positive Differenz zwischen Kaufpreis und anteiligem Eigenkapital der akquirierten Gesellschaft (Goodwill) wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem Eigenkapital der Gruppe verrechnet. Eine allfällige negative Kapitalaufrechnungsdifferenz (negativer Goodwill) wird zum Erwerbszeitpunkt dem Eigenkapital zugeschlagen. Bedingte zukünftige Zahlungen werden im Kaufpreis per Erwerbszeitpunkt eingerechnet und danach regelmäßig neu eingeschätzt. Der Einbezug in die Konsolidierung erfolgt nach folgenden Methoden:
Die in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften und die angewendeten Fremdwährungskurse sind in Anmerkung 4 zur konsolidierten Jahresrechnung aufgeführt. 1.3 Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Schweizer Franken (CHF) erstellt, der Berichtswährung der Adval Tech Gruppe. Die in den Abschlüssen der einzelnen Konzerngesellschaften enthaltenen Positionen sind in der Währung des Wirtschaftsraumes ausgewiesen, in dem die Gesellschaft primär tätig ist (funktionale Währung). Folgende Grundsätze der Fremdwährungsumrechnung sind für den Konzern maßgebend:
1.4 Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden stets zu Marktwerten bilanziert. Die Anpassung der Marktwertveränderungen wird erfolgswirksam oder in begründeten Einzelfällen erfolgsneutral (Hedge Accounting) verbucht. 1.5 Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel enthalten Kassabestände, Post- und Bankguthaben sowie Festgelder mit einer Gesamtlaufzeit von höchstens 90 Tagen und marktgängige, kurzfristige Geldanlagen sowie leicht realisierbare Wertschriften, die jederzeit in flüssige Mittel umgetauscht werden können. Bankkonti mit negativen Beständen werden unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 1.6 Forderungen In dieser Position sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten. Zu Letzteren gehören auch Festgelder mit einer Gesamtlaufzeit von mehr als 90 Tagen und bis zu einem Jahr sowie der innerhalb eines Jahres fällig werdende Teil langfristiger Anlagen. Forderungen von über 10'000 CHF werden einzeln wertberichtigt. Der Wertberichtigungsbedarf beruht auf Schätzungen, Erfahrungswerten und der Altersstruktur der Forderungen, auf bereits bekannten Konkursbegehren, Rechtsfällen sowie auf politischen Einflüssen. Für Forderungen mit einem Betrag von unter 10'000 CHF, die nicht einzeln wertberichtigt wurden, wird dem Delkredererisiko nach folgender Altersgliederung Rechnung getragen:
1.7 Vorräte und angefangene Arbeiten Die Warenvorräte und angefangenen Arbeiten sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet, höchstens jedoch zu realisierbaren Werten. Die Ermittlung der Kosten erfolgt nach der Methode der gewichteten Durchschnittspreise. Die Herstellungskosten umfassen die direkten Personal- und Materialkosten sowie die entsprechenden anteiligen Gemeinkosten. Skonti werden als Minderung der Anschaffungskosten betrachtet. In den Beständen liegende Risiken werden mittels Reichweitenanalysen und Einzelbetrachtungen identifiziert und wertberichtigt. Langfristige Aufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC- Methode) abgerechnet. Leistung und Kosten werden dem Fertigstellungsgrad entsprechend berücksichtigt. Der Fertigstellungsgrad wird durch die Ermittlung des Verhältnisses zwischen den zum jeweiligen Bilanzstichtag für die erbrachten Leistungen angefallenen und den erwarteten Kosten des gesamten Auftrages berechnet. In der Bilanz werden Aufträge, bei denen die von Kunden geleisteten Anzahlungen kleiner sind als der Wert der angefangenen Arbeiten, als Nettoguthaben in der Position Angefangene Arbeiten bilanziert. Falls der Wert der Anzahlung für einen Auftrag größer ist als der Wert der dafür geleisteten Arbeiten, wird die entsprechende Nettoverbindlichkeit als Anzahlung von Kunden ausgewiesen. 1.8 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte, deren Buchwert im Wesentlichen durch den Verkauf - in der Regel innerhalb eines Jahres - anstelle weiterer betrieblicher Nutzung realisiert wird, sind in der konsolidierten Bilanz getrennt als kurzfristige Position ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt zum Buchwert oder zum niedrigeren geschätzten Veräußerungswert abzüglich Veräußerungskosten. Auf diesen Positionen werden vom Zeitpunkt der Umgliederung bis zur Veräußerung keine planmäßigen Abschreibungen mehr gebucht. 1.9 Sachanlagen Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der notwendigen Abschreibungen bzw. Wertbeeinträchtigungen bilanziert. Die Abschreibungen werden in der Regel linear aufgrund der jeweiligen Nutzungsdauer vorgenommen. Ausnahmsweise kann die Abschreibung auch im Verhältnis zur Nutzung des jeweiligen Anlagegutes erfolgen. Für Gebäude gehen wir von einer Nutzungsdauer von 30 bis 40 Jahren aus. Die zu Gebäuden gehörenden Ausbauten und Ausrüstungen werden in 8 bis 15 Jahren abgeschrieben. Bei Anlagen und Maschinen rechnen wir mit einer Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren, bei besonders langlebigen Maschinen mit bis zu 25 Jahren. Für die in den übrigen Sachanlagen enthaltenen Werkstatt-, Lager- und Büroausstattungen, bei Fahrzeugen und bei EDV-Hard- und -Software gehen wir von einer Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren aus. Die vermieteten Sachanlagen werden längstens über die geplante Projektdauer abgeschrieben. Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden erfolgswirksam verbucht. Umfang- reiche Anlageüberholungen werden nur dann bilanziert, wenn sich daraus ein messbarer Mehrwert in Form von höherer Leistung oder längerer Nutzungsdauer ergibt. Zinsaufwand, der während der Erstellung der Anlage entsteht, wird der Erfolgsrechnung belastet. 1.10 Finanzanlagen Die Finanzanlagen setzen sich aus übrigen Beteiligungen, Wertschriften mit langfristigem Anlagecharakter und langfristigen Darlehen an Dritte oder Nahestehende zusammen. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bewertet. Darin enthalten sind zudem Forderungen aus Finanzierungsleasing. Die Adval Tech Gruppe schließt im Rahmen des operativen Geschäftes Finance-Lease-Vereinbarungen mit ihren Kunden ab. Solche Vereinbarungen werden für in der Serienteileherstellung eingesetzte Werkzeuge, Formen und Anlagen abgeschlossen. Sie werden zum Barwert am jeweiligen Bilanzstichtag abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bilanziert. Der Ertrag aus Aufzinsung der Forderung wird als Zinser- trag verbucht. Ein allfälliger Gewinn aus der Herstellung der Betriebsmittel wird bei deren Inbetriebnahme der Erfolgsrechnung gutgeschrieben; ein Verlust wird zu dem Zeitpunkt erfolgswirksam zurückgestellt, zu dem er absehbar wird. 1.11 Immaterielles Anlagevermögen Erworbene Patente, Lizenzen und Markenrechte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten aktiviert, wenn sich deren Ertragspotenzial zuverlässig abschätzen lässt und wenn die weiteren Ansatzkriterien von Swiss GAAP FER 10 erfüllt sind. Forschungskosten werden der Erfolgsrechnung belastet. Aufwendungen für selbst erarbeitete Entwicklungsprojekte werden dann zu Herstellkosten oder zum höchstens erzielbaren Wert des Nutzens als Entwicklungs- kosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer - längstens aber über 10 Jahre - abgeschrieben, wenn sich deren Ertragspotenzial zuverlässig abschätzen lässt. 1.12 Leasing von Anlagegütern Anlagegüter, die durch langfristige Leasingverträge (Finance Lease) finanziert sind, werden aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen werden passiviert und sind zum Barwert in den kurz- oder langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. 1.13 Wertverminderung von Vermögensteilen Sobald Anzeichen einer Wertminderung eines Vermögensteils bestehen, wird dessen erzielbarer Wert geschätzt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes höher als der erzielbare Erlös ist. Dies ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert eines Vermögenswertes, der dem Barwert des geschätzten künftigen Cashflows entspricht. 1.14 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, passive Rechnungsabgrenzungen sowie kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bewertet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten gelten als kurzfristig, wenn die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt. Dazu gehört auch derjenige Teil der langfristigen Verbindlichkeiten, der innerhalb eines Jahres zur Tilgung fällig wird. 1.15 Rückstellungen Gewährleistungen, Risiken, drohenden Verlusten und Restrukturierungskosten wird mittels Rückstellungen Rechnung getragen. Diese Rückstellungen beziehen sich ausschließlich auf Transaktionen, deren Ursachen in der Vergangenheit liegen. Die Höhe der Rückstellungen widerspiegelt die wahrscheinlichen künftigen Mittelabflüsse, die zuverlässig geschätzt werden können. Rückstellungen werden zum Nominalwert erfasst und dann abgezinst, wenn der damit verbundene Ressourcenabfluss mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstich- tag vermutet wird und der Einfluss auf das Ergebnis wesentlich ist. Veränderungen aus der Abzinsung werden erfolgswirksam im Finanzergebnis verbucht. 1.16 Personalvorsorge, Leistungen an Mitarbeitende Für die Personalvorsorge bestehen in der Adval Tech Gruppe verschiedene Pläne, die sich nach den örtlichen Verhältnissen in den entsprechenden Ländern richten. Die Finanzierung erfolgt entweder durch Beiträge an rechtlich selbstständige Vorsorgegesellschaften (Stiftungen, Versicherungen), durch Beiträge an staatliche Vorsorgepläne im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen des jeweiligen Landes oder durch Erfassung von Rückstellungen für Personalvorsorgeverpflichtungen. Es wird jährlich beurteilt, ob aus Sicht der Gruppe ein wirtschaftlicher Nutzen oder eine wirtschaftliche Verpflichtung besteht. Ein entsprechender Betrag wird in der Bilanz erfasst. Der Periodenaufwand entspricht den Beiträgen des Arbeitgebers sowie der Veränderung von wirtschaftlichem Nutzen oder wirtschaftlicher Verpflichtung. Übrigen Leistungsansprüchen von Mitarbeitenden, wie Ansprüchen auf Jubiläumsprämien aufgrund von Anstellungsbedingungen, wird mit einer Rückstellung Rechnung getragen. 1.17 Eigenkapital Bei den Reserven wird wie folgt unterschieden:
1.18 Erfassung von Erträgen Erträge werden erfasst, wenn sichergestellt ist, dass der mit der Transaktion verbundene wirtschaftliche Nutzen der Gesellschaft zufließt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Erträge aus Warenverkäufen gelten im Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Gefahr auf die Kunden als realisiert. Umsätze aus nach der PoC-Methode bewerteten Fertigungsaufträgen werden nach dem Fortschritt der Arbeiten erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird nach der Cost-to-complete-Methode ermittelt. Gewährte Skonti werden als Erlösminderung betrachtet. Damit teilt sich der Nettoumsatz in den Erlös aus Fertigungsaufträgen (PoC-Methoden bewertet) und den Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen auf. 1.19 Ertragssteuern Die laufenden Ertragssteuern werden auf dem steuerbaren Gewinn der einzelnen Gesellschaften nach den lokalen Steuergesetzen berechnet und periodengerecht abgegrenzt. Aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Aktiven und Passiven zwischen den steuerlich maßgebenden Einzelabschlüssen und der konsolidierten Jahresrechnung entstehen zeitliche Bewertungsdifferenzen. Latente Ertragssteuern werden auf allen zeitlichen Bewertungsdifferenzen zu erwarteten oder - sofern diese nicht bekannt sind - zu den im Zeitpunkt der Bilanzierung gültigen Steuersätzen berechnet. Steuerlich verwendbare Verlustvorträge werden nur als latente Ertragssteuerguthaben ausgewiesen, wenn ein Steuervorteil aus der Verlustverrechnung wahrscheinlich ist. 1.20 Beziehungen zu Nahestehenden Die Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmungen werden gesondert erfasst und, wenn wesentlich, ausgewiesen. Als nahestehend wird betrachtet, wer ein besonderes Interesse an der Entwicklung des Adval Tech Konzerns hat und/oder die geschäftlichen Aktivitäten des Adval Tech Konzerns direkt oder indirekt beeinflussen kann. Als nahestehend gelten insbesondere Hauptaktionäre, Personalvorsorgeeinrichtungen des Konzerns sowie die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung. Ebenfalls als nahestehend gelten Organisationen, die direkt oder indirekt von nahestehenden Personen beherrscht werden. 1.21 Vergütungen mit Aktien Ein Teil (mindestens 20%, höchstens 100%) der variablen Entschädigung für bestimmte Ziele der Konzernleitung werden in Form von Aktien ausgerichtet. Die Berechnung der Anzahl der zuzuteilenden Aktien wird anhand des Durchschnittskurses der Namenaktien im Monat Februar des dem Geschäftsjahr folgenden Jahres festgelegt. Der Aufwand für die variable Entschädigung in bar und in Aktien wird periodengerecht als Personalaufwand verbucht. Die aus variabler Entschädigung zugeteilten Aktien dürfen während einer Sperrfrist von 5 Jahren nicht veräußert werden. 1.22 Einfluss der Pandemie auf die Rechnungslegung Die geopolitische Situation und die damit verbundenen Unsicherheiten und sehr kurzfristigen Entwicklungen auf unseren Märkten haben Auswirkungen auf die Adval Tech Gruppe. Ihre Planungen stellen wo immer möglich auf Vorhersagen der Kunden und bestehende Verträge ab. Die darauf basierende Einschätzung der Werthaltigkeit der Aktiven ist vorsichtig angesetzt. Überraschende und unvorhersehbare Entwicklungen können aber einen Einfluss auf die langfristige Werthaltigkeit der Vermögenswerte haben. 2. FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT 2.1 Finanzrisiken Die Adval Tech Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken wie Währungsrisiken, Zinsrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Sie ist bestrebt, mit einem gezielten Management allfällige ungünstige Auswirkungen solcher Schwankungen auf den finanziellen Erfolg zu minimieren. Das finanzielle Risikomanagement der Gruppe wird zentral durch die Finanzabteilung der Gruppe in enger Zusammenarbeit mit den Finanzabteilungen der Gesellschaften wahrgenommen. Die Gruppe nutzt für das finanzielle Risikomanagement vereinzelt derivative Finanzinstrumente. 2.2 Zinsrisiko Es bestehen keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Deshalb bleiben Erträge und operativer Cashflow von Änderungen des Marktzinssatzes unbeeinflusst. Die Gruppe setzt in der Fremdfinanzierung, wenn nötig, in der Regel variabel verzinsliche Kredite in CHF ein, die ein Cashflow-Zinsrisiko enthalten. Zur Absicherung des Cashflow-Zinsrisikos können teilweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. 2.3 Kreditrisiko Kreditrisiken können auf flüssigen Mitteln, auf Guthaben bei Finanzinstituten sowie auf Kundenforderungen bestehen. Flüssige Mittel und Guthaben bei Finanzinstituten werden größtenteils bei Banken mit Mindestrating A angelegt. Aufgrund von lokalen Gegebenheiten der Tochtergesellschaften wird teilweise auch mit vor Ort ansässigen Banken zusammengearbeitet. Kreditrisiken werden durch laufende Überprüfung der Ausstände von Gegenparteien sowie mittels Bonitätsprüfung neuer Geschäftspartner minimiert. Allenfalls notwendige Wertberichtigungen werden laufend erfolgswirksam gebildet oder aufgelöst. Diese Tätigkeiten werden in erster Linie lokal wahrgenommen. Aufgrund der unterschiedlichen Businessmodelle und Kundenstrukturen gelten keine allgemeingültigen Kreditlimiten über den Konzern hinweg. Je nach Geschäftsfall und Kunde können die Kreditrisiken mit Akkreditiven oder Bankgarantien abgesichert werden. 2.4 Währungsrisiken Die Adval Tech Gruppe ist mit ihrer internationalen Tätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko wird in erster Linie durch direkten Ausgleich der Zahlungsströme in fremder Währung reduziert. Zur weiteren Reduktion der Währungsrisiken werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz dieser Absicherungsinstrumente wird zentral koordiniert. Grundsätzlich werden nur Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit abgesichert. 2.5 Liquiditätsrisiko Die Adval Tech Gruppe überwacht das Liquiditätsrisiko durch vorsichtiges Liquiditätsmanagement. Die verfügbare Liquidität und die Einhaltung der Financial Covenants aus dem Konsortialkreditvertrag werden auf Gruppenstufe laufend überwacht. 3. ZWISCHENTOTALE IN BILANZ, ERFOLGS- UND GELDFLUSSRECHNUNG Die Adval Tech Gruppe verwendet in ihrem Finanzbericht Zwischentotale, die nach Swiss GAAP FER nicht definiert sind (Alternative Performance Kennzahlen). Diese Größen werden verwendet, um die Aussagekraft der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung zu erhöhen. Es werden folgende Zwischentotale verwendet: 3.1 Erfolgsrechnung
3.2 Geldflussrechnung
3.3 Bilanzkennzahlen
4. KONSOLIDIERUNGSKREIS Folgende Gesellschaften werden in der Konzernrechnung konsolidiert:
Im Berichtsjahr 2023 wurde die Adval Tech Immobilien AG, in Liquidation, endgültig liquidiert und aus dem Handelsregister gelöscht. Die Gesellschaft übte seit 2020 keine Geschäftstätigkeit mehr aus. Die Liquidation hat keinen Einfluss auf die Ertrags- und Vermögenslage der Gruppe. Ansonsten hat sich der Konsolidierungskreis nicht verändert. Im Vorjahr kam es zu keinen Veränderungen im Konsolidierungskreis. Fremdwährungskurse Der Jahresrechnung liegen folgende Umrechnungskurse für Fremdwährungen zugrunde:
5. FLÜSSIGE MITTEL Die Position Flüssige Mittel setzt sich wie folgt zusammen:
Bei den Festgeldanlagen handelt es sich um Call-Gelder, die innerhalb von längstens 90 Tagen fällig werden. 6. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Erhöhung der Wertberichtigung im Berichtsjahr steht im Zusammenhang mit Insolvenzen von Kunden aus der Automobilindustrie. Der grösste Teil des Delkredere per 31.12.2023 und per 31.12.2022 steht im Zusammenhang mit der Insolvenz eines Kunden aus der Medizinaltechnik-Industrie in Australien. Die Insolvenzverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Am Bilanzstichtag waren 4,5 Mio. CHF an Forderungen überfällig (Vorjahr: 5,6 Mio. CHF), davon 0,8 Mio. CHF mehr als 30 Tage (Vorjahr: 1,7 Mio. CHF). In den vergangenen 3 Jahren lagen die Debitorenverluste im Bereich von 0,2% der jeweiligen Gesamtleistung 1). Die Wertberichtigungen auf den Forderungen stellen sich wie folgt dar:
1) Alternative Performance Kennzahl, siehe
Erläuterung 32
7. ÜBRIGE FORDERUNGEN
Diese Position enthält 0,01 Mio. CHF kurzfristige Forderungen aus Finance Lease (Vorjahr: 0,1 Mio. CHF). 8. VORRÄTE UND ANGEFANGENE ARBEITEN
Das Total Vorräte und angefangene Arbeiten enthält 0,1 Mio. CHF, die zum netto realisierbaren Wert eingesetzt wurden (Vorjahr: 0,04 Mio. CHF). Die mit der PoC-Methode bewerteten langfristigen Aufträge stellen sich wie folgt dar:
Die Herstellkosten der mit der PoC-Methode bewerteten Aufträge betrugen 14,8 Mio. CHF (Vorjahr: 20,1 Mio. CHF). Das in den Vorräten enthaltene anteilmäßige Ergebnis aus langfristigen Aufträgen betrug 4,1 Mio. CHF (Vorjahr: 4,1 Mio. CHF). Im Weiteren wurden geleistete Anzahlungen von Kunden für angefangene Arbeiten übriger Aufträge mit den Vorräten verrechnet.
Die Nettoverbindlichkeiten aus angefangenen Arbeiten, sowohl langfristiger als auch übriger Aufträge, sind in der Position Andere kurzfristige Verbindlichkeiten bilanziert. 9. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind im Berichtsjahr mit 1,9 Mio. CHF um 0,1 Mio. CHF tiefer als im Vorjahr (2,0 Mio. CHF). Während die Position im Berichtsjahr bei den Schweizer Gesellschaften abnahm, stieg sie bei den Gesellschaften in Deutschland und Ungarn an. 10. SACHANLAGEN Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im folgenden Konzernanlagespiegel ersichtlich:
Per Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine zur Veräußerung vorgesehenen Sachanlagen. Die Adval Tech Gruppe verfügt über keine unbebauten Grundstücke. Am 31. Dezember 2023 waren Bestellungen für Anlagegüter, die noch nicht geliefert oder fakturiert wurden und deshalb noch nicht in den Sachanlagen enthalten waren, im Umfang von 1,1 Mio. CHF ausstehend (Vorjahr: 0,5 Mio. CHF). Per 31. Dezember 2023 waren Anzahlungen für Sachanlagen im Umfang von 1,2 Mio. CHF in den Anlagen im Bau enthalten (Vorjahr: 0,3 Mio. CHF). 11. FINANZANLAGEN Im Rahmen des operativen Geschäftes schließt die Adval Tech Gruppe Finance-Lease-Vereinbarungen mit ihren Kunden ab. Solche Vereinbarungen werden für in der Serienteileherstellung eingesetzte Werkzeuge und Anlagen abgeschlossen. Die Höhe der jeweiligen Amortisationszahlungen ist in der Regel abhängig von der Anzahl der gelieferten Teile pro Periode, wobei eine Mindestsumme über alle Amortisationszahlungen vereinbart ist.
Die zum Barwert bilanzierten Guthaben aus Finance-Lease-Verträgen werden wie folgt zur Zahlung fällig:
Der Nominalwert dieser Guthaben beläuft sich auf insgesamt 0,01 Mio. CHF (Vorjahr: 0,1 Mio. CHF). Die innerhalb eines Jahres fällig werdenden Guthaben sind in der Position Andere kurzfristige Forderungen ausgewiesen. 12. IMMATERIELLE ANLAGEN Für 2023 gilt folgender Konzernanlagespiegel der immateriellen Anlagen:
Die aktivierten Entwicklungskosten sind weitgehend auf die Entwicklung von Kunststoffteilen für Projekte von Automobilproduzenten in Deutschland zurückzuführen. Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit langfristigen Aufträgen für die Komponentenproduktion. Sie werden über die Laufzeit der Aufträge, längstens aber über 10 Jahre, abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten für Projekte in Mexiko aktiviert. Die Entwicklungen sind abgeschlossen. Sie werden innerhalb von 3 Jahren abgeschrieben. Vergleiche auch Erläuterung 1.11. Für 2022 galt folgender Konzernanlagespiegel der immateriellen Anlagen:
Der Goodwill aus den Akquisitionen der Adval Tech (Grenchen) AG (1. Juni 2005), Adval Tech (Hungary) Kft. und Adval Tech (Hungary) Plant 2 Kft. (1. Mai 2007), Adval Tech Holdings (Asia) Pte. Ltd (16. Januar 2008) und Adval Tech (Germany) GmbH & Co. KG (vormals Fischer IMF GmbH & Co. KG) (1. April 2016) wurde zum Anschaffungszeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Anschaffungskosten des Goodwills waren bereits per 31. Dezember 2022 vollständig amortisiert. Der theoretische Wert des Goodwills betrug demnach per Bilanzstichtag null Franken (31. Dezember 2022: null Franken). Die Anschaffungskosten und Abschreibungen des mit dem Eigenkapital verrechneten Goodwills stellen sich wie folgt dar:
Die Erhöhung des Goodwills im Vorjahr ist durch eine Wertanpassung auf mit dem Kaufpreis verrechneten Steuern einer Akquisition im Jahr 2016 bedingt. Die Anpassung des Goodwill wurde im Vorjahr vollständig im Wert berichtigt. Bei einer Abbildung dieser Tatsachen über die Erfolgsrechnung ergäbe sich keine Veränderung des Unternehmensergebnisses (Vorjahr: - 0,1 Mio. CHF). Auf das Eigenkapital hätte dies im Vorjahr und im Berichtsjahr keinen Einfluss. 13. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um 1,0 Mio. CHF an. Per 31. Dezember 2023 bestanden 0,002 Mio. CHF Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden aus Materialeinkäufen (31. Dezember 2022: 0,0 Mio. CHF). 14. VERZINSLICHE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Den verzinslichen kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen flüssige Mittel von insgesamt 27,3 Mio. CHF (Vorjahr: 28,6 Mio. CHF) gegenüber (Bruttodarstellung). Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten gegenüber Dritten stehen im Zusammenhang mit Finanzierungsleasings von Sachanlagen an europäischen Standorten. 15. ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Anzahlungen von Dritten haben im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. CHF zugenommen. Die Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten Dritter belaufen sich auf insgesamt 2,7 Mio. CHF per 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 2,6 Mio. CHF). 16. LEASINGVERBINDLICHKEITEN Die Verpflichtungen aus bilanzierten Leasingverträgen teilen sich wie folgt auf:
Die Leasingverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit geleasten Produktionsanlagen in Deutschland und der Schweiz. Sie reduzierten sich im Rahmen der geleisteten Leasingzahlungen. In der Schweiz wurde eine Anlage im Berichtsjahr neu geleast. 17. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGEN
In den Transitorischen Passiven sind künftige Zahlungen für folgende Positionen abgegrenzt: geschuldete Sozialleistungen und Versicherungsabgaben, Ferienguthaben und Überzeiten sowie weitere geschuldete unverzinsliche Beträge. In den offenen Kreditorenrechnungen sind am Bilanzstichtag erhaltene bzw. bezogene Lieferungen und Leistungen ohne entsprechenden Rechnungseingang abgegrenzt. Der Rückgang der Transitorischen Passiven stammt vor allem aus Ungarn. Die Abnahme der offenen Kreditorenrechnungen stammt primär aus Ungarn und der Schweiz. 18. VERZINSLICHE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Der im Berichtsjahr verzinsliche langfristige Kredit von Dritten steht im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Produktionsanlage. Der Kredit wird nach Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2024 über eine Laufzeit von 5 Jahren amortisiert. Per Ende September 2016 wurde mit einer Schweizer Großbank eine gegenseitige, jederzeit kündbare Kreditlinie über maximal 25 Mio. CHF abgeschlossen. Ein Teil dieser Linie ist für Anzahlungsgarantien bzw. Akkreditivgeschäfte reserviert, der andere Teil als kurzfristig verfügbare Kreditlinie. Dieser Kreditvertrag unterliegt verschiedenen Bedingungen (Covenants). Die Covenants umfassen folgende Finanzkennzahlen: Leverage ratio und minimales Eigenkapital der Gruppe. Per Bilanzstichtag waren die im Kreditvertrag vorgesehenen Covenants alle eingehalten. 19. VERBINDLICHKEITEN FINANZIELLER ART Die Konditionen der Verbindlichkeiten finanzieller Art sind in den folgenden Tabellen abgebildet:
Für 2022 stellten sich die Verbindlichkeiten finanzieller Art wie folgt dar:
20. RÜCKSTELLUNGEN
Die Rückstellungen für Leistungen an Mitarbeitende umfassen in erster Linie die Verpflichtungen für Jubiläumsprämien. Die Höhe dieser Verpflichtungen wird mittels eines versicherungsmathematischen Verfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) bemessen. Die Rückstellung für ausländische Quellensteuern, deren Rückforderbarkeit nicht gesichert ist, beträgt 0,6 Mio. CHF (31. Dezember 2022: 0,6 Mio. CHF). Für verschiedene Posten waren 0,5 Mio. CHF zurückgestellt (Vorjahr: 0,3 Mio. CHF). Der Anstieg der übrigen Rückstellungen stammt in erster Linie aus Verpflichtungen für die Revision von Werkzeugen und einen potenziellen Mittelabfluss aus einem noch nicht erledigten Geschäftsfall bei zwei Konzerngesellschaften. In allen Fällen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses für zurückgestellte Risiken mit mehr als 50% eingeschätzt. Die Rückstellungen wurden nicht abgezinst. Die Rückstellungen per Ende des Vorjahres stellten sich wie folgt dar:
21. LATENTE ERTRAGSSTEUERN Die latenten Ertragssteuern sind in der Bilanz wie folgt enthalten:
Die latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten und -guthaben wurden zu den für die jeweilige Gesellschaft zu erwartenden Ertragssteuersätzen angesetzt. Der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Gruppe liegt im Berichtsjahr bei 19,2% (Vorjahr: 18,8%) Dieser entspricht dem gewichteten Durchschnitt aller Einheiten mit einem positiven Ergebnis vor Steuern. Die wesentlichen Sondereffekte, die zum effektiven Steuersatz führen sind: Einheiten mit Verlusten, wo aufgrund der Einschätzung des Managements keine latenten Steuerguthaben aktiviert wurden, Einheiten die aufgrund lokaler Gesetze trotz Vorsteuerverlusten Ertragssteuern zu bezahlen haben, Aktualisierung der Einschätzungen über die Nutzung von Vorsteuerverlusten in der Zukunft. Die Einschätzungen über die Nutzbarkeit von Vorsteuerverlusten wird je Gesellschaft einzeln vorgenommen. Im Berichtsjahr sind 10,6 Mio. CHF Verluste in den lokalen Abschlüssen angefallen, deren latente Steuern nicht aktiviert wurden (Vorjahr: 26,9 Mio. CHF). Die latenten Ertragssteuerguthaben aus Verlustvorträgen wurden aufgrund von Prognosen (Budget, Mittelfristplanung und langfristigen Wachstumserwartungen) der jeweiligen Gesellschaften angesetzt. Sie entsprechen den aufgrund dieser Prognosen und der geltenden lokalen Steuervorschriften nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen bis zu deren jeweiligem Verfall. Die aktiven latenten Steuern stammen vorwiegend aus aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Am Bilanzstichtag betrug der angesetzte Steuervorteil 2,7 Mio. CHF (31. Dezember 2022: 2,3 Mio. CHF). Die latenten Steuerguthaben entwickelten sich wie folgt:
Die Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge wurde für die einzelnen Gesellschaften per Bilanzstichtag beurteilt. Diese ergab im Berichtsjahr insgesamt eine leichte Erhöhung der ansetzbaren Aktiven aus steuerlichen Verlustvorträgen für verschiedene Konzerngesellschaften (Vorjahr: leichte Reduktion). Diese Veränderung wurde erfolgswirksam verbucht. Die Rückstellungen für latente Ertragssteuerverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
Die latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten stammen wie im Vorjahr in erster Linie aus temporären Differenzen bei den Sach- und immateriellen Anlagen. Die nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträge weisen folgende Verfallsgliederung auf:
Es bestanden per 31. Dezember 2023 noch nicht genutzte steuerliche Verluste von 81,8 Mio. CHF (Vorjahr: 71,9 Mio. CHF), für die in der Bilanz kein latenter Ertragssteueranspruch angesetzt wurde. Der theoretische latente Ertragssteueranspruch auf nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen betrug per Ende des Berichtsjahres 15,4 Mio. CHF (Vorjahr: 11,9 Mio. CHF), berechnet auf den jeweils geltenden Steuersätzen. 22. GLIEDERUNG DES AKTIENKAPITALS Das Aktienkapital gliederte sich im Berichtsjahr wie folgt:
Im Berichtsjahr wurden keine Aktien zur Ausgabe von Optionen oder Verkaufsverträgen gehalten. Eigene Aktien werden in erster Linie für die Abgabe an Mitarbeitende im Rahmen des Bonusprogramms gehalten. Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch als Aktionäre mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen, falls sie ausdrücklich erklären, diese Namenaktien im eigenen Namen und für eigene Rechnung erworben zu haben. Gemäß Artikel 6 der Statuten der Adval Tech Holding AG vom 11. Mai 2023 wird kein Erwerber von Aktien für mehr als 10% des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals mit Stimmrecht eingetragen. Art. 685d Abs. 3 OR bleibt vorbehalten. Die Generalversammlung vom 19. Juni 2012 hatte die Stimmrechtsbeschränkung von 5% auf 10% angehoben. Personengruppen, die untereinander verbunden sind und zur Umgehung der Eintragsbeschränkung koordiniert vorgehen, werden als ein Erwerber betrachtet. Der Verwaltungsrat kann Ausnahmen bewilligen. 2006 hat der Verwaltungsrat eine Ausnahme zugunsten der Artemis Beteiligungen II AG gewährt. Sie hatte die Beteiligung im zweiten Semester 2005 von der Franke Holding AG übernommen. Der Kreis der wirtschaftlich Berechtigten blieb durch diese Transaktion gleich. Am 30. Januar 2007 hat der Verwaltungsrat eine Ausnahme zugunsten von Dr. h. c. Willy Michel bewilligt. Diese wurde im Hinblick auf eine Kooperation gewährt. Die Stimmrechtsbeschränkung gilt zudem nicht für Aktionäre, die bei Erlass der Statutenbestimmungen betreffend Stimmrechtsbeschränkung mit einem Bestand an Namenaktien eingetragen waren, der mehr als 5% aller Aktienstimmen verkörperte (Hansruedi Bienz, Einfache Gesellschaft Dreier). Die gewährten Ausnahmen wurden im Nachgang zur Kapitalerhöhung vom Mai 2008 durch den Verwaltungsrat bis auf Weiteres bestätigt. Fiduziarische Eintragungen im Aktienregister sind nur ohne Stimmrecht möglich. Die Statuten der Adval Tech Holding AG bezüglich Quoren entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Der Bestand an eigenen Aktien entwickelte sich wie folgt:
Alle eigenen Aktien werden von der Adval Tech Management AG gehalten. Sie wurden vor 2020 und im Jahr 2022 über die Adval Tech Management AG gekauft und im Jahr 2022 zugeteilt. Im Rahmen der bestehenden Vergütungsregelung wurden an Mitarbeitende des Kaders im Berichtsjahr keine Aktien als Teil der variablen Vergütung zugeteilt (Vorjahr: 134 Aktien). Die nicht ausschüttbaren Reserven im Eigenkapital des Konzerns betrugen per Ende des Berichtsjahres 4,6 Mio. CHF (Vorjahr: 4,7 Mio. CHF). Die Gewinnreserven enthalten keine Neubewertungsreserven. 23. NETTOUMSATZ
Der Nettoumsatz reduzierte sich im Jahr 2023 verglichen mit dem Vorjahr um 8,6 Mio. CHF und erreichte 169,8 Mio. CHF (-5%). Während der Nettoerlös im ersten Halbjahr verglichen mit 2022 anstieg, ging er im 2. Semester 2023 deutlich zurück. Dies ist auf die Abkühlung in unseren Absatzmärkten und auf Projektverschiebungen und Projektabbrüche im Komponentengeschäft von einzelnen Kunden zurückzuführen. Im Erlös aus Fertigungsaufträgen (PoC-bewertet) sind die fakturierten Erlöse aus PoC-bewerteten Fertigungsaufträgen, bereinigt um die Bestandsveränderung dieser Aufträge, enthalten. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen umfasst die anderen fakturierten Lieferungen und Leistungen. 24. ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die Übrigen betrieblichen Erträge enthalten in erster Linie Erlöse aus Schrottverkäufen. Der Rückgang ist auf die Veränderung des Produktionsvolumens im Serieteilgeschäft und auf Preisanpassungen für recyclebares Material zurückzuführen. 25. WARENAUFWAND UND FREMDLEISTUNGEN Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Aufwand für Material und Fremdleistungen um 7,4 Mio. CHF ab. Dies vor allem wegen geringerer Umsätze im Werkzeuggeschäft. Dessen Anteil an der Gesamtleistung 1) reduzierte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 53,7%. Die geringere Materialquote ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Materialpreiserhöhungen zum Teil an Kunden weitergegeben werden konnten. Dieser Prozess ist jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurde für 0,06 Mio. CHF Material von Nahestehenden eingekauft (Vorjahr: 0,06 Mio. CHF).
1) Alternative Performance Kennzahl, siehe
Erläuterung 3
26. PERSONALAUFWAND Der durchschnittliche Personalbestand lag 2023 mit 1168 Vollzeitpensen auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (2022: 1168 Vollzeitpensen). Zum Bilanzstichtag betrug der Personalbestand 1151 Vollzeitpensen (Vorjahr: 1185 Vollzeitpensen). Im Berichtsjahr wurde keine Kurzarbeit eingeführt. Im Vorjahr wurde am Standort in Niederwangen aufgrund der geringeren Nachfrage zeitweise in bestimmten Abteilungen Kurzarbeit eingeführt. Für das Berichtsjahr wurden keine Rückvergütungen für Kurzarbeit verbucht (Vorjahr: 0,3 Mio. CHF). Im 2023 wurden 0,1 Mio. CHF Nachzahlungen aus Kurzarbeitsentschädigungen der Vorjahre erfolgswirksam verbucht. 27. VORSORGEVERPFLICHTUNGEN UND ÜBRIGE LEISTUNGEN AN DIE ARBEITNEHMENDEN Per Bilanzstichtag und per Ende Vorjahr bestanden keine Arbeitgeberbeitragsreserven. Wirtschaftlicher Nutzen bzw. wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand stellten sich 2023 wie folgt dar:
Für das Vorjahr ergab sich folgende Darstellung:
Die Vorsorgeeinrichtung der Adval Tech Holding AG ist eine rechtlich selbstständige Stiftung (Personalvorsorgestiftung der Adval Tech Holding AG). Sie untersteht der schweizerischen Gesetzgebung für die berufliche Vorsorge. In dieser Vorsorgeeinrichtung sind alle Mitarbeitenden der Schweizer Konzerngesellschaften der Adval Tech Gruppe versichert. Der Deckungsgrad lag per 31. Dezember 2023 bei 106% (Vorjahr: 104%). Es wird kein wirtschaftlicher Nutzen aus der Vorsorgeeinrichtung für die Adval Tech Gruppe erwartet. Die oben aufgeführten Angaben beruhen auf den geprüften Abschlüssen der Vorsorgeeinrichtungen per 31. Dezember 2023 (bzw. 31. Dezember 2022), erstellt nach Swiss GAAP FER 26. Die Mitarbeitenden der nicht schweizerischen Konzerngesellschaften sind im jeweiligen Land den gemäß lokalen Gesetzen geltenden staatlichen Vorsorgeeinrichtungen angeschlossen. In der Folge ergeben sich daraus, außer den als Aufwand verbuchten Beitragszahlungen, weder wirtschaftlicher Nutzen noch wirtschaftliche Verpflichtungen. Die Vorsorgeeinrichtung der Adval Tech Holding AG für Kader wurde für Mitglieder des Kaders eingerichtet. Sie ist einer Sammelstiftung eines großen Schweizer Versicherers angeschlossen. In erster Linie handelt es sich um eine Sparversicherung. Die Sparbeiträge werden paritätisch von Arbeitnehmenden und Arbeitgeber getragen. 28. SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND
Der Sonstige Betriebsaufwand lag im Berichtsjahr um 0,4 Mio. CHF unter dem Vorjahreswert. Im Verhältnis zur Leistung stieg der Sonstige Betriebsaufwand von 12,6% im Jahr 2022 auf 13,0% im Berichtsjahr. Die Position Übriger Betriebsaufwand enthält keine Verluste aus Verkauf von Sachanlagen (Vorjahr: 0,003 Mio. CHF). 29. FINANZAUFWAND UND FINANZERTRAG
Von den im Berichtsjahr verbuchten Währungsdifferenzen von netto -1,9 Mio. CHF stammen -0,7 Mio. CHF aus Rückzahlungen von Konzerndarlehen. Währungsdifferenzen auf konzernintern gewährten Darlehen werden erst bei Rückzahlung verbucht. Im Vorjahr resultierte ein kleiner Währungsverlust von 1,5 Mio. CHF, davon 1,3 Mio. CHF aus Rückzahlung von Konzerndarlehen. Beim Dividendenertrag von 0,074 Mio. CHF handelt es sich um den Erlös aus der Liquidation der Adval Tech Immobilien AG. Im Berichtsjahr wird ein Netto-Zinsertrag von 0,3 Mio. CHF verbucht, der primär aus Festgeldanlagen stammt (Vorjahr: Netto-Zinsertrag von 0,1 Mio. CHF). 30. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS
Der im Vorjahr ausgewiesene außerordentliche Ertrag steht im Zusammenhang mit der Auflösung einer nicht mehr benötigten Rückstellung aus einem Unternehmensverkauf im Jahr 2016. 31. ERTRAGSSTEUERN
32. ERGEBNIS JE AKTIE Das ausgewiesene Ergebnis nach Unternehmenssteuern je Aktie ist aufgrund der 730'000 ausstehenden Aktien berechnet worden. Es bestehen keine Verwässerungseffekte. 33. UMSATZ NACH REGIONEN Der Nettoumsatz verteilt sich nach Regionen wie folgt:
Die Zuordnung der Länder zu den Regionen entspricht der Zuordnung der Statistiken der Schweizerischen Nationalbank. Im Berichtsjahr wurde kein Umsatz mit nahestehenden Personen erzielt (Vorjahr: 0,0 Mio. CHF). Aufgrund des Verkaufs des Segments Molds im zweiten Semester 2016 und der damit einhergehenden Konzentration auf das Komponentengeschäft erübrigt sich eine Segmentierung nach Geschäftsbereichen. 34. VERPFÄNDETE AKTIVEN Der Buchwert der verpfändeten Sachanlagen betrug 0,9 Mio. CHF am 31. Dezember 2023 (Vorjahr 1,0 Mio. CHF). Die aufgeführte Verpfändung dient der Sicherstellung von Bankkrediten und Bankkreditlimiten. 35. EVENTUALVERPFLICHTUNGEN UND ZUKÜNFTIGE VERPFLICHTUNGEN
Die Eventualverpflichtungen zugunsten Dritter stammen aus abgegebenen Garantien zur Sicherstellung von Kundenanzahlungen, Akkreditiven, Finance-Lease-Geschäften und Importzöllen. Ein Geldabfluss wird als unwahrscheinlich beurteilt. Am Bilanzstichtag bestanden keine Bürgschaften. Die künftigen Mietzahlungen verteilen sich wie folgt: 1,5 Mio. CHF (Vorjahr: 1,6 Mio. CHF) innerhalb eines Jahres 5,3 Mio. CHF (Vorjahr: 6,0 Mio. CHF) in 2 bis 5 Jahren und 0,7 Mio. CHF (Vorjahr: 0,9 Mio. CHF) in mehr als 5 Jahren. Die Zahlungen aus dem operativen Leasing werden wie folgt fällig: 0,8 Mio. CHF (Vorjahr: 0,8 Mio. CHF) innerhalb eines Jahres und 2,2 Mio. CHF (Vorjahr: 0,6 Mio. CHF) innerhalb von 2 bis 5 Jahren. 36. FINANZINSTRUMENTE Die Marktwerte werden anhand individueller Bewertungen der offenen Instrumente am Bilanzstichtag ermittelt. Per Ende Vorjahr bestanden keine Finanzinstrumente zur Eingrenzung von finanziellen Risiken.
Die positiven Wiederbeschaffungswerte im Jahr 2023 sind in den übrigen Forderungen (Erläuterung 7) enthalten. Die negativen Wiederbeschaffungswerte sind in den anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten (Erläuterung 15) enthalten. 37. DURCHSCHNITTLICHE ZAHL DER BESCHÄFTIGTEN Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten nach Regionen setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
38. UNTERNEHMENSBEZIEHUNGEN Die Adval Tech Holding AG, Niederwangen, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Adval Tech Holding AG, Niederwangen, Schweiz erhältlich und wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. 39. UNTERNEHMENSORGANE UND DEREN GESAMTBEZÜGE KONZERNLEITUNG René Rothen, Chief Executive Officer (bis 31. Dezember 2023) Volker Brielmann, Chief Executive Officer (ab 1. April 2024) Jean Bäbler. General Manager Bereich Metall (ab. 1. Januar 2024) Cordula Hofmann, Head Group HR & Corporate Communication (ab 1. Januar 2024) Markus Reber, Chief Financial Officer VERGÜTUNGEN AN DIE KONZERNLEITUNG FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2023 UND 2022 (VON DER REVISIONSSTELLE GEPRÜFT) In der folgenden Tabelle sind die fixen und variablen Vergütungen sowie die Gesamtvergütung der Konzernleitung für die Jahre 2023 und 2022 dargestellt:
3) Geschäftswagen; für ein Mitglied
der Konzernleitung, Kinderzulagen, Dienstaltersprämien
im 2022
VERWALTUNGSRAT René Rothen, Präsident (vom 1. Januar bis 31. März 2024: Exekutiver Verwaltungsratspräsident mit operativer Gesamtverantwortung) Hans Dreier, Mitglied Christian Mäder, Mitglied (bis zur Generalversammlung vom 11. Mai 2023) Christoph Hammer, Mitglied (seit der Generalversammlung vom 11. Mai 2023) Jürg Schori, Mitglied Prüfungsausschuss: Die Aufgaben des Prüfungsausschusses werden seit 2020 vom Gesamtverwaltungsrat wahrgenommen. Ernennungs- und Vergütungsausschuss: Christoph Hammer (seit 11. Mai 2023), Christian Mäder (bis 11. Mai 2023) und Jürg Schori Ehrenpräsident: Dr. h.c. Willy Michel VERGÜTUNGEN DES VERWALTUNGSRATES FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 (VON REVISIONSSTELLE GEPRÜFT)
5) Entschädigung für vertraglich
vereinbarte Beratertätigkeit, einschließlich
Sozialleistungen
6) Mitglied Ernennungs- und
Vergütungsausschuss
7) Auszahlung des Honorars erfolgte an die
Franke Management AG, Aarburg
8) Auszahlung des Honorars erfolgte an die
Hammer Advisory AG, St. Gallen
40. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN Als nahestehend galten im Berichtsjahr folgende Personen bzw. Unternehmungen:
Im Geschäftsjahr 2023 wurde wie im Vorjahr für 0,06 Mio. CHF Material von Nahestehenden bezogen. Am 31. Dezember 2023 bestanden aus diesen Transaktionen 0,002 Mio. CHF Verpflichtungen gegenüber Nahestehenden (31. Dezember 2022: 0,0 Mio. CHF). Im Berichts- und im Vorjahr wurde weder Erlös mit Nahestehenden verbucht noch bestanden an den jeweiligen Bilanzstichtagen Forderungen gegenüber Nahestehenden. 41. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Seit dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetroffen, welche die Aussagefähigkeit der Konzernrechnung zum 31. Dezember 2023 beeinträchtigen würden. Die Lieferengpässe für bestimmte Materialien, der Krieg in der Ukraine und die weitere Entwicklung der geopolitischen Situation haben einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit im Jahr 2024. Es ist zurzeit nicht möglich, die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Adval Tech Gruppe im Jahr 2024 abzuschätzen. Für die Adval Tech Gruppe steht der Erhalt der Lieferfähigkeit sowie der Liquidität im Vordergrund. 42. ERGEBNISVERWENDUNG DES MUTTERUNTERNEHMENS
43. HONORAR DER REVISIONSSTELLE Die Revisionsstelle wird von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt. Als Revisionsstelle für die Adval Tech Holding AG wurde die Deloitte AG, Zürich, an der Generalversammlung vom 23. Mai 2019 erstmals für das Geschäftsjahr 2019 gewählt. An der Generalversammlung vom 11. Mai 2023 wurde die Deloitte AG als Revisionsstelle wiedergewählt. Leitender Revisor seit dem Geschäftsjahr 2020 ist Christophe Aebi. Das im Geschäftsjahr 2023 von der Deloitte AG insgesamt fakturierte bzw. abgegrenzte Revisionshonorar betrug 329'000 CHF (Vorjahr: 367'000 CHF). Im Jahr 2023 wurde der Revisionsstelle zusätzlich für Steuerberatung ein Honorar von insgesamt 75'000 CHF entrichtet (Vorjahr: 52'000 CHF). 44. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES Der Konzernabschluss wurde vom Verwaltungsrat der Adval Tech Holding AG am 28. März 2024 zur Veröffentlichung verabschiedet und der Generalversammlung der Aktionäre der Adval Tech Holding AG zur Genehmigung vorgeschlagen.
Niederwangen, 28. März 2024 gez. René Rothen, Präsident des Verwaltungsrates gez. Markus Reber, Chief Financial Officer Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der ADVAL TECH HOLDING AG, NIEDERWANGEN BEI BERN Bericht zur Prüfung der Konzernrechnung Prüfungsurteil Wir haben die Konzernrechnung der Adval Tech Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der konsolidierten Bilanz zum 31. Dezember 2023, der konsolidierten Erfolgsrechnung, dem konsolidierten Eigenkapitalnachweis und der konsolidierten Geldflussrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden- geprüft. Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der konsolidierten Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.Dezember 2023 sowie dessen konsolidierter Ertragslage und Cashflows für das dann endende Jahr in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen des Berufsstands, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Übersicht unserer Prüfstrategie
Unser Ansatz zur Wesentlichkeit Der Umfang unserer Prüfung ist durch die Anwendung des Grundsatzes der Wesentlichkeit beeinflusst. Unser Prüfungsurteil zielt darauf ab, hinreichende Sicherheit darüber zu geben, dass die Konzernrechnung keine wesentlichen falschen Darstellungen enthält. Wir haben die Wesentlichkeit in Relation zu falschen Darstellungen in der Konzernrechnung so festgelegt, dass die getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von sachvertrauten Nutzern beeinflusst werden würden. Wir haben die Gesamtwesentlichkeit bei CHF 1,600,000 festgelegt. Weiter haben wir mit dem Prüfungsausschuss vereinbart, dass wir über alle einzelnen nicht korrigierten oder korrigierten Fehler, welche grösser als CHF 80,000 oder qualitativ wesentlich sind, informieren. Diese sogenannte Nichtaufgriffsgrenze haben wir somit bei 5% der Gesamtwesentlichkeit festgelegt. Dennoch werden wir nicht korrigierte oder korrigierte Fehler unter dieser Schwelle melden, sofern wir diese als qualitativ wesentlich erachten. Übersicht über den Prüfungsumfang / -scope Wir haben den Prüfungsumfang / -scope basierend auf unserem Verständnis über die Adval Tech Gruppe und deren Umfeld, inklusive Berücksichtigung der konzernweiten Kontrollen sowie der Analyse des Risikos wesentlicher Fehlaussagen in der Konzernrechnung definiert. Basierend auf dieser Analyse haben wir für 4 Tochtergesellschaften in 3 Ländern eine Full Scope Prüfung durchgeführt. Diese 4 Tochtergesellschaften tragen mit 56% zum Umsatz und mit 52% zur Bilanzsumme der Konzernrechnung bei. Weiter haben wir bei 8 Tochtergesellschaften in 6 Ländern eine Specific Scope Prüfung durchgeführt. Diese 8 Tochtergesellschaften tragen mit 32% zum Umsatz und mit 19% zur Bilanzsumme der Konzernrechnung bei. Insgesamt decken unsere Full und Specific Scope Prüfungen 88% des Umsatzes und 71% der Bilanzsumme der Konzernrechnung ab. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemässen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung der Konzernrechnung des Berichtszeitraums waren. Diese Sachverhalte wurden im Kontext unserer Prüfung der Konzernrechnung als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu adressiert, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Umsatzerfassung Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Die Adval Tech Gruppe generiert Umsätze aus verschiedenen Teilbereichen gemäss der Definition in Anmerkung 1.18 (Erfassung von Erträgen), 23 (Nettoumsatz) und 8 (Vorräte und angefangene Arbeiten) im Anhang der konsolidierten Jahresrechnung 2023. In den beiden Hauptumsatzbereichen wurden einerseits CHF 151.5 Mio. Erlöse aus der Serienteileherstellung (Verkaufserlöse aus Produktion von Komponenten und Baugruppen aus Kunststoff und Metall; Vorjahr CHF 151.9 Mio.) und andererseits CHF 18.3 Mio. Erlöse aus Fertigungsaufträgen (Verkaufserlös aus Werkzeugverkauf und Anlagenbau; Vorjahr CHF 26.5 Mio.) im Finanzjahr 2023 erwirtschaftet. Der Umsatz der Adval Tech Gruppe besteht aus einem wesentlichen Teil aus Erlösen aus langjährigen Fertigungsaufträgen. Die Umsatz- und Gewinnrealisierung aus diesen langjährigen Fertigungsaufträgen ist von Schätzungen und Annahmen der Geschäftsführung bezüglich der Festsetzung des Fertigungsgrades in Relation zu den aufgelaufenen Aufwendungen abhängig. Wir erachten die Umsatzerfassung aus langjährigen Fertigungsaufträgen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt aufgrund des Risikos, dass die Umsatzrealisierung in Abhängigkeit des Fertigungsgrads mittels Anwendung der Percentage-of-Completion (PoC) Methode nicht dem tatsächlichen Fertigungsgrad und den geplanten künftigen Umsätzen entspricht. Wie die Prüfungstätigkeit die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte adressiert Für die Prüfung des Umsatzes aus langfristigen Fertigungsaufträgen haben wir folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Sonstige Informationen Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Konzernrechnung, die Jahresrechnung, den Vergütungsbericht und unsere dazugehörigen Berichte. Unser Prüfungsurteil zur Konzernrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck. Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Konzernrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrates für die Konzernrechnung Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Konzernrechnung, die in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Konzernrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung der Konzernrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit - sofern zutreffend - anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder den Konzern zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu. Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Konzernrechnung Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Konzernrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Konzernrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Konzernrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: http://expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts. Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.
Zürich, 28. März 2024 Deloitte AG Christophe Aebi, Zugelassener Revisionsexperte, Leitender Revisor Ramona Arnold, Zugelassene Revisionsexpertin In der Generalversammlung am 16. Mai 2024 wurde beschlossen, den Bilanzverlust in Höhe von 4'460'340 CHF auf neue Rechnung vorzutragen. KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER ADVAL TECH HOLDING AG, NIEDERWANGENI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.1 Grundlagen Konzernstruktur
Gesellschaftsorgane Konzernleitung René Rothen, Chief Executive Officer (bis 31. Dezember 2023) Volker Brielmann, Chief Executive Officer (ab 1. April 2024) Jean Bäbler, General Manager Bereich Metall (ab 1. Januar 2024) Cordula Hofmann, Head Group HR & Corporate Communication (ab 1. Januar 2024) Markus Reber, Chief Financial Officer Verwaltungsrat René Rothen, Präsident (vom 1. Januar bis 31. März 2024: Exekutiver Verwaltungsratspräsident mit operativer Gesamtverantwortung) Hans Dreier, Mitglied Christian Mäder, Mitglied (bis zur Generalversammlung vom 11. Mai 2023) Christoph Hammer, Mitglied (seit der Generalversammlung vom 11. Mai 2023) Jürg Schori, Mitglied Ernennungs- und Vergütungsausschuss: Christian Mäder (bis 11. Mai 2023), Christoph Hammer (ab 11. Mai 2023) und Jürg Schori Ehrenpräsident: Dr. h.c. Willy Michel 1.2 Fokus auf ausgewählte Aktivitäten Kunststoffkomponenten Adval Tech stellt hochinnovative Kunststoffteile in großen Serien für ausgewählte Anwendungsbereiche her. Autohersteller und First-Tier-Anbieter beliefern wir zum Beispiel mit Luft-Wasser-Trennungen, Luftführungen oder Sicherheitsgurtschlössern. Daneben fertigt Adval Tech Kunststoffteile, Baugruppen und Systeme in den Bereichen MedTech und Konsumgüter. Unsere Produktionsstandorte für Kunststoffkomponenten befinden sich in der Schweiz, Ungarn, China, Malaysia und Mexiko. Metallkomponenten und Baugruppen Durch Stanzen und Umformen stellt Adval Tech Serienteile und Baugruppen in hohen Stückzahlen für die Automobilindustrie her. Die nötigen Werkzeuge entwickeln und produzieren wir im eigenen Haus. Für ausgewählte Anwendungen stellt die Gruppe auch ganze Produktionsanlagen her. Adval Tech fertigt rotationssymmetrische Teile wie zum Beispiel Komponenten für Airbags, ABS-Bremssysteme oder für die Kraftstoffeinspritzung sowie kubische Teile wie Lenksäulenführungen, Dachträgersysteme, Dekorteile (zum Beispiel Zierleisten), Strukturteile und Verbundteile aus Metall- und Kunststoffelementen (zum Beispiel Einstiegsschienen). Die Fertigung dieser Teile findet in der Schweiz, in Deutschland, Ungarn und Brasilien statt. Schnelllaufpressen Adval Tech stellt auch eigene Anlagen (Schnelllaufpressen) für ausgewählte Anwendungen her und setzt diese an den beiden Schweizer Produktionsstandorten erfolgreich ein. Ihre Schnelllaufpressen bietet Adval Tech für Dritte in Anwendungsbereichen außerhalb des Automobilmarktes an. Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit Die Zufriedenheit der Kunden ist für die zukünftige Entwicklung der Adval Tech Gruppe von zentraler Bedeutung. Adval Tech achtet bei allen Aufträgen auf die strikte Einhaltung der vereinbarten Mengen, Termine und Qualitäten. Durch regelmäßige Kundenkontakte und das Aufzeigen von Verbesserungsmöglichkeiten trägt Adval Tech ebenfalls zur Kundenzufriedenheit bei. Adval Tech misst die Mitarbeiterzufriedenheit in der Regel im Zweijahresrhythmus. Die letzten beiden Umfragen wurden im Herbst 2023 und im Herbst 2021 durchgeführt. Im Rahmen der Umfrage wurden die Mitarbeitenden an allen neun Standorten in insgesamt sieben Sprachen dazu eingeladen, Adval Tech als Arbeitgeberin zu bewerten. Der Rücklauf der online durchgeführten Umfrage stieg 2023 auf 88% (2021: 78%). Die große Mehrheit der Mitarbeitenden beurteilt die Struktur, die Prozesse, den Arbeitsinhalt, die Arbeitsbedingungen und die Mitarbeiterinformationen als äußerst positiv. Sehr positiv bewertet wurden auch die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz. Die Mitarbeitenden identifizierten sich sehr stark mit den Zielen und Werten der Adval Tech Gruppe. In der Befragung im Jahr 2023 hat sich gezeigt, dass der Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie in den Jahren 2022 und 2023 ihre Spuren hinterlassen haben und unter anderem zu einem deutlichen Anstieg des Fachkräftemangels führten, was auch bei Adval Tech zu spüren war. Trotz erhöhter Fluktuation nach den Corona-Jahren wurden die Fragen 2023 im Durchschnitt positiver beantwortet als im Jahr 2021. Der Gesamt-Zufriedenheitswert ist im Vergleich zu 2021 um 0,26 Punkte auf 7,77 Punkte (maximal 10 Punkte) gestiegen. Nach der detaillierten Auswertung der Umfrage haben die einzelnen Gesellschaften ihren individuellen Umsetzungs- und Maßnahmenplan erarbeitet, um das evaluierte Verbesserungspotenzial auszuschöpfen. Nachhaltigkeit Die großen Automobilhersteller richten ihre Geschäftstätigkeit zunehmend an den Prinzipien der Nachhaltigkeit aus und verbinden ökonomische Leistungsziele mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit. Dasselbe Engagement erwarten sie auch von ihren Zulieferern. Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit steht bei Adval Tech seit jeher ganz oben auf der Prioritätenliste. Mit diesem Geschäftsbericht veröffentlicht die Adval Tech Gruppe erstmals einen integrierten Nachhaltigkeitsbericht (Seiten 35 bis 73). Alle Werke der Gruppe sind nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Der Standort in Ungarn wurde im Jahr 2023 zusätzlich nach ISO 45001 und nach IATF 16949 zertifiziert. Auch der Standort in Mexiko erhielt die Zertifizierung nach IATF 16949. Eine Pionierrolle auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion nimmt bei Adval Tech das Werk in Endingen (Deutschland) ein. Bis 2026 will Adval Tech Endingen klimaneutral produzieren - zumindest, was die eigenen Emissionen betrifft. Bereits seit Januar 2022 bezieht das Werk ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien. Der aktuelle Energieverbrauch wird in allen Bereichen laufend erfasst und analysiert, um entsprechende Optimierungsmaßnahmen einzuleiten. Als nächster Schritt ist die Installation von Wärmekopplungsanlagen geplant, mit denen die Abwärme der Produktionsanlagen künftig gezielt für die Gebäudeheizung genutzt werden kann. Auch in der Marktleistung setzt Adval Tech vermehrt auf ökologische Themen und sieht darin große Chancen, neue Anwendungsgebiete zu erschließen. So entwickelte Adval Tech Grenchen beispielsweise für einen großen Schweizer Detailhändler ein Verfahren zur industriellen Fertigung von Kaffeekapseln. Die neuen Kapseln sind zu 100 Prozent rezyklierbar, da sie ausschließlich aus Aluminium bestehen. Die Konsumentinnen und Konsumenten werden auch in Zukunft nach rezyklierbaren Produkten suchen. 1.3 Forschung und Entwicklung Durch Innovationen Mehrwert schaffen - adding value - dafür steht der Name Adval Tech. Die Gruppe ist ein global tätiger Industriepartner für technologisch anspruchsvolle Komponenten und Baugruppen aus Metall, Leichtmetall und Kunststoff. Adval Tech fokussiert auf den Automobilmarkt und auf Anwendungen, die bezüglich Stückzahl, Qualitätsanforderungen, Lebensdauer und Produktionsprozesse mit denen der Automobilindustrie vergleichbar sind. Adval Tech integriert von Beginn weg technologisch führende Supply-Chain-Partner in die Wertschöpfungskette und minimiert so die Risiken. Die Gruppe liefert weltweit kompromisslos Qualität. Mit ihren Lösungen und Dienstleistungen schafft sie Kundennutzen hinsichtlich Termine, Qualität und Kosten. Ganz gleich, ob mit Metall-, Kunststoff- oder Hybridtechnologien, ob für Dekor und sicherheitsrelevante Teile der Automobilbranche oder für verwandte Anwendungen in anderen Märkten: Als One-Stop-Shop begleitet Adval Tech die Kunden während des gesamten Wertschöpfungsprozesses: von der Produktentwicklung über den Prototypenbau, die Werkzeug- und Prozessentwicklung bis zur Komponentenproduktion und Baugruppenherstellung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1.1 Geschäftsgang der Gruppe Die Adval Tech Gruppe blickt auf ein anspruchsvolles Geschäftsjahr zurück. In einem schwierigen Umfeld hat die Gruppe sowohl im Metall- als auch im Kunststoffbereich neue, langfristig ausgerichtete Serienaufträge gewonnen. Darunter befinden sich interessante Projekte im Bereich der Elektromobilität. Adval Tech musste aber auch verschiedene Projektverschiebungen und -abbrüche bei bestehenden Aufträgen hinnehmen. Grund dafür waren die massiven Störungen in den globalen Liefer- und Logistikketten, die sich bereits im Jahr 2022 negativ auswirkten. Die mangelnde Verfügbarkeit von Elektronikkomponenten zwang einzelne Kunden dazu, langfristige Projekte früher als ursprünglich geplant zu beenden oder sogar ganz abzusagen. So musste ein Kunde auf eine Baugruppe von Adval Tech verzichten, weil der dazugehörige elektronisch gesteuerte Antrieb nicht mehr in der benötigten Menge verfügbar war. In einem Werk in Ungarn sah sich Adval Tech deshalb gezwungen, einschneidende Restrukturierungsmaßnahmen einzuleiten. Weitere unvorhersehbare Produktionsunterbrüche auf Kundenseite verlangten von den Mitarbeitenden der Adval Tech Gruppe höchste Flexibilität und Agilität. Trotz rasch eingeleiteter Sofortmaßnahmen und Kostensenkungsprogramme sowie der Akquisition von Ersatzaufträgen musste Adval Tech einen Rückgang der Gesamtleistung 1) und eine Verschlechterung der Profitabilität hinnehmen. Preiserhöhungen konnte die Gruppe lange Zeit nur zu einem Teil an die Kunden weitergeben. Auch unter diesen sehr schwierigen Bedingungen ist es der Adval Tech Gruppe gelungen, die neu gewonnenen Projekte erfolgreich hochzufahren und die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Im Vorjahresvergleich sank die Gesamtleistung 1) der Gruppe von 187,4 Mio. CHF auf 179,3 Mio. CHF (- 4,3%). Adval Tech erzielte im Berichtsjahr einen EBITDA 1) von 5,6 Mio. CHF (2022: 8,3 Mio. CHF, -32,4%), einen EBIT 1) von -1,7 Mio. CHF (2022: 0,6 Mio. CHF) und ein Unternehmensergebnis von -3,9 Mio. CHF (2022: -2,3 Mio. CHF). Währungsbereinigt betrug die Gesamtleistung1) 184.3 Mio. CHF im Jahr 2023, der EBITDA 1) 6,1 Mio. CHF und der EBIT 1) -1,4 Mio. CHF. Angesichts der neu akquirierten Großaufträge ist Adval Tech überzeugt, die Profitabilität sowohl im Bereich Metall als auch im Bereich Kunststoff mittel- und langfristig wieder deutlich verbessern zu können. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen ist die Konzernleitung insgesamt mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. 1.2 Marktentwicklung Die Weltproduktion von Pkw und Nutzfahrzeugen ist nach 2022 weiter angestiegen. Wichtigste Absatzregion ist inzwischen Asien und hier vor allem China. In der Volksrepublik wurden 2023 fast 26 Millionen Pkw und rund die Hälfte aller weltweit gehandelten Elektrofahrzeuge verkauft. Auch in Europa wurden 2023 mehr Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Weitere wichtige Pkw-Absatzmärkte sind Japan, die USA und Indien. In Asien wurden auch die meisten neuen Pkw gefertigt. Mit rund 27 Millionen produzierten Fahrzeugen lag auch hier China an der Spitze. Dabei profitierten die Hersteller von den hohen Auftragsbeständen, die sich im vergangenen Jahr aufgrund von Komponentenengpässen aufgebaut hatten. In Deutschland stieg der Anteil der reinen Elektroautos überproportional an. Er liegt inzwischen bei 16 Prozent der Neuzulassungen. Das Auslaufen der Kaufprämie für Elektroautos in Deutschland, die unsichere Wirtschaftslage und das gedämpfte Konsumklima haben die Nachfrage nach Elektroautos allerdings etwas abgeschwächt. Mittel- und langfristig bleiben die Aussichten für Adval Tech vielversprechend. Die Megatrends in der Automobilindustrie halten an. Neben der Elektromobilität sind dies unter anderem das vernetzte und autonome Fahren, die Shared Mobility, die Digitalisierung und der Leichtbau. In all diesen Bereichen eröffnen sich der Adval Tech Gruppe weiterhin sehr gute Marktchancen. Im Bereich Metall produziert Adval Tech unter anderem Bremsschutzbleche in Deutschland, Strukturteile in Ungarn und Benzinhochdruckpumpen in der Schweiz. Am stärksten von der negativen Kostenentwicklung betroffen war der Adval Tech Standort in Deutschland: Unter anderem drückten die ungünstige Währungsentwicklung, der hohe Transformationsdruck in der deutschen Automobilindustrie sowie die stark gestiegenen Personal- und Energiekosten auf die Rendite. Der im vergangenen Jahr erfolgreich restrukturierte Standort Brasilien wurde für die Produktion von Komponenten für zwei neue Abgassysteme nominiert. Beide Großprojekte werden in den Jahren 2024 und 2025 in Serie gehen. Im Bereich Kunststoff produziert die Adval Tech Gruppe in ihrem Werk in Querétaro, Mexiko, beispielsweise Luftleitsysteme oder Komponenten für den Fahrzeuginnenraum. Mit den erweiterten Kapazitäten startete Adval Tech in diesem Werk 2023 verschiedene Serienproduktionen. Entsprechend verzeichnete dieser Standort volumenmäßig das stärkste Wachstum aller Produktionsstätten von Adval Tech. Zu den Kunden von Adval Tech (Mexico) S.A. de C.V. zählen Hersteller von Premium-Automarken wie Audi und VW sowie verschiedene namhafte First-Tier-Zulieferer. Die Adval Tech (Hungary) Kft. in Szekszárd, Ungarn, hingegen, war 2023 so stark von den Auswirkungen der globalen Lieferengpässe betroffen, dass hier eine Restrukturierung des Bereichs Kunststoff notwendig wurde. Die Adval Tech (Suzhou) Co. Ltd in China legte 2023 wieder etwas zu, erreichte volumenmäßig aber noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie. Der Standort produziert hauptsächlich für den chinesischen Markt und hat weiteres Entwicklungspotenzial. Im Bereich der verwandten Anwendungen konnte der Standort Malaysia erneut interessante Neuaufträge gewinnen und den Umsatz auf hohem Niveau stabilisieren. Auch der Standort Grenchen ist mit verschiedenen Projekten im MedTech- und Konsumgüterbereich gut unterwegs. 1.3 Strategische Ausrichtung Ihrer Fokussierungsstrategie ist Adval Tech auch in diesen turbulenten Zeiten treu geblieben: Die Gruppe konzentriert sich auf den Automobilmarkt und auf Anwendungen, die bezüglich Stückzahlen, Qualitätsanforderungen, Lebensdauer und Produktionsprozesse mit denen der Automobilindustrie vergleichbar sind. Dazu gehören Kunststoff- und Metallteile, Baugruppen sowie Systeme für die MedTech- und Konsumgüterindustrie. Um die Volatilität des Automobilmarktes auszugleichen, ist die Gruppe auch weiterhin im Technologiegeschäft mit Schnelllaufpressen tätig. In ihrer strategischen Marktausrichtung entwickelt sich die Adval Tech Gruppe als Automobilzulieferer in vier Richtungen:
1.4 Marktbearbeitung und Branding In ihrem Hauptabsatzmarkt, der Automobilindustrie, pflegt Adval Tech den direkten, persönlichen Kundenkontakt zu den Premiumherstellern und diversen anderen First-Tier-Zulieferern. Sie nimmt an den wichtigsten internationalen Fachmessen teil und pflegt die Marke Adval Tech mit unterschiedlichsten Kommunikationsmitteln. Im Berichtsjahr hat Adval Tech zudem die Marketing- und Verkaufsaktivitäten in den Bereichen MedTech und Konsumgüter ausgebaut. 2. Lage des Konzerns 2.1 Ertragslage Gesamtleistung 1) und Nettoumsatz Die Gesamtleistung 1) der Adval Tech Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
Insgesamt erreichte die Gruppe im Berichtsjahr eine Gesamtleistung 1) von 179,3 Mio. CHF (2022: 187,4 Mio. CHF, - 4,3%). Der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Komponenten sank von 146,7 Mio. CHF im Vorjahr auf 143,2 Mio. CHF im Berichtsjahr (-2,4%). Während die Werke in Niederwangen, China, Ungarn (Metallbereich) und Mexiko ihre Umsätze steigern konnten, gingen die Volumina an den Standorten in Deutschland, Malaysia und Ungarn (Kunststoffbereich) zum Teil deutlich zurück. Die Umsatzverteilung nach Regionen hat sich aufgrund geringerer Nachfrage in unseren Werken in Deutschland und Ungarn leicht verschoben. Mit 70% erzielte die Adval Tech Gruppe aber nach wie vor den größten Umsatzanteil mit Kunden in Europa (2022: 74%). Der Umsatzanteil asiatischer Kunden stieg auf 12% (2022: 11%). Mit lateinamerikanischen Kunden erwirtschaftete Adval Tech 13% des Umsatzes (2022: 9%) und mit nordamerikanischen Kunden 5% (2022: 6%). Profitabilität Die Adval Tech Gruppe erzielte ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA 1) von 5,6 Mio. CHF (2022: 8,3 Mio. CHF), was einer EBITDA-Marge von 3,1% entspricht (2022: 4,4%). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT 1) betrug -1,7 Mio. CHF (2022: 0,6 Mio. CHF). Während die Schweizer Produktionsstandorte Niederwangen und Grenchen sowie die Standorte in Malaysia, Brasilien und in China auch 2023 einen positiven Beitrag zum EBIT der Gruppe leisteten, belasteten die Ergebnisse der Standorte Deutschland, Ungarn und Mexiko die Profitabilität der Gruppe deutlich. Unternehmensergebnis Das Unternehmensergebnis der Adval Tech Gruppe belief sich im Jahr 2023 auf -3,9 Mio. CHF (2022: -2,3 Mio. CHF). Es beinhaltet ein Finanzergebnis von -1,9 Mio. CHF, das aufgrund von Währungsverlusten entstanden ist (2022: -1,5 Mio. CHF). 2.2 Vermögens- und Finanzlage Investitionen und Nettoumlaufvermögen Im Jahr 2023 investierte die Adval Tech Gruppe 5,9 Mio. CHF in Sachanlagen (2022: 3,0 Mio. CHF). Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf 4,5 Mio. CHF (2022: 1,6 Mio. CHF). Der Free Cashflow 1) lag bei -1,7 Mio. CHF (2022: -1,5 Mio. CHF). Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Investitionsauslagen als im Vorjahr zurückzuführen. Ende Dezember 2023 betrug das betriebliche Nettoumlaufvermögen 1) (Kundenforderungen, Vorräte, Verpflichtungen gegenüber Lieferanten) 40,4 Mio. CHF (31. Dezember 2022: 49,5 Mio. CHF). Im Verhältnis zur Gesamtleistung 1) veränderte sich das durchschnittliche betriebliche Nettoumlaufvermögen 1) von 26,4% per Ende Dezember 2022 auf 26,9% per Ende Dezember 2023. Liquidität Die Nettofinanzposition 1) betrug 25,9 Mio. CHF am 31. Dezember 2023 (Ende 2022: 28,2 Mio. CHF).
1) Alternative Performance Kennzahl, siehe
Erläuterung 2.3
Eigenkapitalquote Die Eigenkapitalquote der Adval Tech Gruppe stieg von 73,3% per Ende 2022 auf sehr hohe 75,5% per Ende 2023. Fremdkapitalquote Insbesondere infolge der gesunkenen passiven Rechnungsabgrenzung ist die Fremdkapitalquote bei Rückgang des kurzfristigen Fremdkapitals von 26,7% auf 24,5% gesunken. 2.3 Leistungsindikatoren Zwischentotale in Bilanz, Erfolgs- und Geldflussrechnung Die Adval Tech Gruppe verwendet in ihrem Finanzbericht Zwischentotale, die nach Swiss GAAP FER nicht definiert sind (Alternative Performance Kennzahlen). Diese Größen werden verwendet, um die Aussagekraft der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung zu erhöhen. Es werden folgende Zwischentotale verwendet: Erfolgsrechnung
Geldflussrechnung
Bilanzkennzahlen
Zentrale Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind die Gesamtleistung, EBIT, betriebliches Nettoumlaufvermögen, Nettoverschuldung bzw. Nettofinanzposition. Mitarbeitende Die Mitarbeitenden und ihr Know-how sind die größte Ressource der Adval Tech Gruppe. Entsprechend sorgfältig geht das Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden um. Die Adval Tech Gruppe fördert ihre Mitarbeitenden und bietet ihnen attraktive Karrieremöglichkeiten. In der Personalführung hat sich Adval Tech folgende Ziele gesetzt: erstens die richtigen Mitarbeitenden zu rekrutieren, zweitens die richtigen Mitarbeitenden zu fördern und zu entwickeln, drittens die besten Mitarbeitenden langfristig an das Unternehmen zu binden, viertens qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, fünftens ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber zu sein und sechstens ein positives Unternehmensimage zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, hat Adval Tech eine Human-Resources-Philosophie definiert. Sie steht unter dem Motto «Together to the top». Der Personalbestand (Vollzeit-Pensen) sank im Jahr 2023 von insgesamt 1185 (Ende 2022) auf 1151 (Ende 2023). Der durchschnittliche Personalbestand lag 2023 bei 1168 Mitarbeitenden (Vorjahr 1168). Die Rekrutierung und Entwicklung der richtigen Mitarbeitenden bleibt für Adval Tech eine permanente Herausforderung auf allen Stufen. Dazu gehört auch die Beurteilung des internationalen Nachwuchses und die Bindung von Schlüsselpersonen. III. Prognosebericht Wirtschaftliche Prognosen bleiben äußerst schwierig. Adval Tech verzichtet deshalb auf eine konkrete Prognose für das Jahr 2024. Die großen Unsicherheiten bezüglich der Verfügbarkeit von Zulieferteilen und Rohstoffen bleiben insbesondere in der Automobilindustrie bestehen. Die Zahl der Insolvenzen in der Zulieferkette nimmt zu. Diese Entwicklung gilt es genau zu beobachten. Für die Gruppe ist es wichtig, die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden stets sicherzustellen. Adval Tech ist überzeugt, die Profitabilität mittel- und langfristig wieder deutlich verbessern zu können, insbesondere auch dank der erfreulichen Akquisition verschiedener interessanter Projekte für Elektrofahrzeuge - sowohl im Bereich Metall als auch im Bereich Kunststoff. Bei den Ausgaben wird Adval Tech weiterhin große Zurückhaltung üben. Investitionen werden dort getätigt, wo es die Leistung der Gruppe erfordert und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden kann. Gleichzeitig gilt es, die Gruppe weiter fit zu machen für die Jahre 2025 und 2026, wenn sich die neu akquirierten Großprojekte erstmals in der Gesamtleistung und im Umsatz niederschlagen werden. Der Fokus bleibt, die akquirierten Projekte von Anfang an richtig umzusetzen. Dabei ist Adval Tech weiterhin bestrebt, mit ihren motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexibel und agil auf sich kurzfristig ändernde Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Auch im Jahr 2024 wird die Rekrutierung und Entwicklung geeigneter Fachleute auf allen Stufen eine Kernaufgabe der Gruppe bleiben. IV. Risikobericht 1. Grundlagen des Risikomanagement Mit einem umfassenden Risikomanagement stellt Adval Tech sicher, dass die Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, erkannt und richtig adressiert werden. Zudem dient das Risikomanagement dem effizienten Einsatz geeigneter Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen. Das zentrale Risikobeurteilungssystem von Adval Tech erfasst sowohl strategische als auch operative Risiken. Alle identifizierten Risiken werden bewertet (nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß) und in einem Risikoinventar erfasst. Anhand dieses Risikoinventars überprüft der Verwaltungsrat mindestens einmal jährlich, ob die getroffenen Massnahmen zur Bewältigung und Reduktion der Risiken ausreichend sind. Die laufende Überprüfung des Risikoinventars obliegt dem Risk Manager Officer, das heißt dem CFO, der die Themen intern mit der Konzernleitung bespricht. 2. Management der Risikogruppen Finanzrisiken Die Adval Tech Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken wie Währungsrisiken, Zinsrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Sie ist bestrebt, mit einem gezielten Management allfällige ungünstige Auswirkungen solcher Schwankungen auf den finanziellen Erfolg zu minimieren. Das finanzielle Risikomanagement der Gruppe wird zentral durch die Finanzabteilung der Gruppe in enger Zusammenarbeit mit den Finanzabteilungen der Gesellschaften wahrgenommen. Die Gruppe nutzt für das finanzielle Risikomanagement vereinzelt derivative Finanzinstrumente. Zinsrisiko Es bestehen keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Deshalb bleiben Erträge und operativer Cashflow von Änderungen des Marktzinssatzes unbeeinflusst. Die Gruppe setzt in der Fremdfinanzierung, wenn nötig, in der Regel variabel verzinsliche Kredite in CHF ein, die ein Cashflow-Zinsrisiko enthalten. Zur Absicherung des Cashflow-Zinsrisikos können teilweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden. Kreditrisiko Kreditrisiken können auf flüssigen Mitteln, auf Guthaben bei Finanzinstituten sowie auf Kundenforderungen bestehen. Flüssige Mittel und Guthaben bei Finanzinstituten werden größtenteils bei Banken mit Mindestrating A angelegt. Aufgrund von lokalen Gegebenheiten der Tochtergesellschaften wird teilweise auch mit vor Ort ansässigen Banken zusammengearbeitet. Kreditrisiken werden durch laufende Überprüfung der Ausstände von Gegenparteien sowie mittels Bonitätsprüfung neuer Geschäftspartner minimiert. Allenfalls notwendige Wertberichtigungen werden laufend erfolgswirksam gebildet oder aufgelöst. Diese Tätigkeiten werden in erster Linie lokal wahrgenommen. Aufgrund der unterschiedlichen Businessmodelle und Kundenstrukturen gelten keine allgemeingültigen Kreditlimiten über den Konzern hinweg. Je nach Geschäftsfall und Kunde können die Kreditrisiken mit Akkreditiven oder Bankgarantien abgesichert werden. Währungsrisiken Die Adval Tech Gruppe ist mit ihrer internationalen Tätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko wird in erster Linie durch direkten Ausgleich der Zahlungsströme in fremder Währung reduziert. Zur weiteren Reduktion der Währungsrisiken werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz dieser Absicherungsinstrumente wird zentral koordiniert. Grundsätzlich werden nur Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit abgesichert. Liquiditätsrisiko Die Adval Tech Gruppe überwacht das Liquiditätsrisiko durch vorsichtiges Liquiditätsmanagement. Die verfügbare Liquidität und die Einhaltung der Financial Covenants aus dem Konsortialkreditvertrag werden auf Gruppenstufe laufend überwacht. Alle uns bekannten Risiken mit zu erwartendem Mittelabfluss sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken für den Konzern sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben. V. Chancenbericht Adval Tech ist der Industriepartner für Serienteile aus Metall und Kunststoff. Um diese Vision zu verwirklichen, deckt Adval Tech als One-Stop-Shop die ganze Wertschöpfungskette ab, folgt den global tätigen Kunden und entwickelt sich so zu einem weltweit führenden Partner. Weiter bietet die Gruppe innovative Lösungen und effiziente Prozesse und sorgt damit für profitables Wachstum. Im Bereich Metall begann die direkte Geschäftsbeziehung zwischen Adval Tech und BMW im Frühjahr 2018. Seither hat sie sich positiv entwickelt. Mehrere Anschlussaufträge folgten. Die Voraussetzungen für eine langfristige Geschäftsbeziehung sind gut. Auch in der Marktleistung setzen wir vermehrt auf ökologische Themen und sehen darin große Chancen, neue Anwendungsgebiete zu erschließen. So entwickelt Adval Tech Grenchen beispielsweise für einen großen Schweizer Detailhändler ein Verfahren zur industriellen Fertigung von Kaffeekapseln. Die neuen Kapseln sind zu 100 % rezyklierbar, da sie ausschließlich aus Aluminium bestehen. Die Konsumenten werden auch in Zukunft rezyklierbare Produkte verlangen. VI. Sonstige Angaben Wir weisen darauf hin, dass im Anhang unter Textziffer 22 Angaben zu eigenen Aktien erfolgen.
Niederwangen, 28. März 2024 Adval Tech Holding AG gez. René Rothen, Präsident des Verwaltungsrates gez. Markus Reber, Chief Financial Officer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Adval Tech (Germany) Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen