Pfahler Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Stephanie Dr. Dietrich seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Schäfer Mathias Hans-Jürgen seit 4.9.2025 | Prokura |
Matthias Friedrich Kranz seit 23.9.2024 | Prokura |
Anja Werschky seit 25.10.2023 | Prokura |
Claudia Thiem seit 20.8.2020 | Prokura |
Andreas Plösch seit 20.8.2020 | Prokura |
Edward Johnson seit 22.1.2019 | Geschäftsführer |
Oliver Reif seit 25.3.2015 | Prokura |
Andreas Gaßner seit 30.4.2014 | Prokura |
Christopher Meredith seit 6.8.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Advanced Medical Solutions Group plc | 90.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Resorba Medical GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 2023Resorba Medical GmbH, NürnbergJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Resorba Medical GmbH Die Resorba Medical GmbH ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg, HRB 25747 eingetragen. Der Unternehmenssitz befindet sich im Gewerbegebiet Nürnberg-Feucht. Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00. Die Resorba Medical GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt Nahtmaterial- und Kollagenprodukte für alle Disziplinen der Chirurgie in Kliniken, sowie im niedergelassenen Bereich. Hierbei gibt es neben dem traditionellen Wundverschluss auch moderne Lösungen im Bereich der Wundklebung. Zudem werden im Bereich von Highend-Kollagenen für die chirurgische Wundversorgung Produkte entwickelt und hergestellt. Auch für den Dentalbereich werden Produkte hergestellt und vertrieben. Die größten Absatzmärkte befinden sich derzeit in Europa, vor allem in Deutschland. Liste der Tochterunternehmen der Resorba Medical GmbH: • MPN Medizin Produkte Neustadt GmbH, Neustadt in Holstein (100 Prozent) • RESORBA spol. s.r.o., Domažlice, Tschechien (100 Prozent) • RESORBA OOO, Moskau, Russland (100 Prozent) Rechtlich unselbstständige Zweigniederlassungen bestehen nicht. Zwischen der Resorba Medical GmbH und der MPN Medizin Produkte Neustadt GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zugunsten der Resorba Medical GmbH. Gesellschafter der Resorba Medical GmbH ist zu 100 Prozent die Advanced Medical Solutions (Germany) GmbH. Zwischen der Advanced Medical Solutions (Germany) GmbH und der Resorba Medical GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zugunsten der Advanced Medical Solutions (Germany) GmbH. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 hat sich die Medizintechnik (Medtech)-Branche sehr unterschiedlich entwickelt. 66 Prozent der MedTech-Unternehmen rechnen mit einem besseren Umsatzergebnis in Deutschland als im Vorjahr. Das ist ein leicht besseres Ergebnis als in den beiden Vorjahren (61 und 57 Prozent) und deutlich besser als im ersten Corona-Krisenjahr (24 Prozent) - reicht aber noch nicht an die Werte vor der Coronapandemie heran (2019: 70 Prozent | 2018: 78 Prozent). Von einem Umsatzrückgang gehen 19 Prozent der Unternehmen aus, davon sind bei 12 Prozent die Umsatzrückgänge sogar im zweistelligen Bereich. Aus den gewichteten Umsatzangaben der Unternehmen ergibt sich im deutschen Markt ein durchschnittlicher Umsatzanstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Krisenjahr. Die Branche zeigt sich damit insgesamt leicht erholt. Das ungewichtete Umsatzwachstum liegt bei 3,0 Prozent.1 Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 6,4 Prozent deutlich besser als die Inlandsentwicklung ab. Die globale Entwicklung hat sich nach den Corona-Krisenjahren also wieder besser entwickelt. Das ungewichtete Wachstum liegt bei 3,4 Prozent, so dass hier die Unterschiede zwischen KMU und Großkonzernen noch deutlicher ausfallen. Aufgrund der weiter dramatischen Kostensteigerungen stehen die Gewinne der Unternehmen dagegen unter Druck. Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 Prozent gehen sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Bei 31 Prozent ist die Gewinnsituation gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Unternehmen sind davon betroffen. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) geben den zunehmenden bürokratischen Aufwand, 61 Prozent die MDR2-Implementierung als wichtigste Hürden an. Den zunehmenden Fachkräftemangel nennen 54 Prozent der Unternehmen, gefolgt vom Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und Klinikketten (47 Prozent) und unsicheren Lieferketten (33 Prozent). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setz sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 Prozent höher.3 2. Absatzentwicklung von Absatzpreisen und -mengen Die Absatzpreise stagnierten und blieben im Durchschnitt auf dem Vorjahresniveau. Die Absatzmengen konnten aber gesteigert werden, und zwar um 9,8 Prozent. Dabei sind der Produktbereich Biosurgical (11,7 Prozent), der Produktbereich Liquiband (9,7 Prozent) und die Naht-Artikel (8,7 Prozent) angestiegen. Damit ist der Bruttoumsatz aller Produktbereiche um 9,9 Prozent gestiegen. Das Umsatzwachstum der Gesellschaft im Jahr 2023 betrug im Vergleich zum Vorjahr 2,6 Prozent, was neben den genannten Ursachen zudem auf eine Verringerung der vereinnahmten Patentgebühren zurückzuführen ist. Der Preiswettbewerb wird weiterhin durch "Big Player", wie beispielsweise Ethicon, sowie durch Importe von Massenartikeln aus Fernost getrieben. Aufgrund der strategischen Positionierung bedienen diese Lieferanten jedoch keine Sonderwünsche und -mengen, die einige Kunden einfordern, Resorba hingegen bedient auch Kleinstmengen. 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung, Ergebnisentwicklung Die in der Planung 2023 angestrebten Umsatzziele konnten erreicht werden. Die Umsätze konnten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.083 gesteigert werden und es stellten sich somit Gesamtumsätze in Höhe von TEUR 42.730 ein. Diese Steigerung beträgt circa 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist hauptsächlich durch die Produktbereiche Biosurgical (8,1 Prozent) und Naht (9,9 Prozent) zu begründen. Der Produktbereich Liquiband hat das Vorjahr um 14,9 Prozent überstiegen. Gegenläufig entwickelten sich die Erlöse aus Patentgebühren. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 34,9 Prozent reduziert. In Summe hat sich ein Gesamtumsatz von TEUR 42.730 (Vorjahr TEUR 41.647) eingestellt. Der Wettbewerbsmarkt ist nach wie vor sehr stark umkämpft. Die Fokussierung wurde 2023 auf große Abnehmer, wie Krankenhäuser und Einkaufsringe, beibehalten. Die Bruttomarge liegt bei 51,3 Prozent gegenüber 58,3 Prozent im Vorjahr. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich durch die Verringerung der vereinnahmten Patentgebühren begründet. Das operative EBIT4 ist im Vergleich zum Vorjahr um 37,3 Prozent gefallen und liegt bei TEUR 5.224 (Vorjahr TEUR 8.337). Das liegt größtenteils an den um 19,8 Prozent gestiegenen Herstellungskosten, aber auch an den um 16,3 Prozent gestiegenen Verwaltungskosten und den im Vergleich nur schwach ansteigenden Umsatzerlösen mit 2,6 Prozent, bedingt durch TEUR 2.621 verringerte Patentgebühren aufgrund geringerer Umsätze des Patentnehmers. 4. Beschaffung Die Rohwaren werden im Wesentlichen aus den USA, Japan, Indien, Südkorea, Finnland, Großbritannien und Deutschland beschafft. Wesentliche Abhängigkeiten bestehen nicht. Die Umstellung auf neue Lieferanten benötigt eine gewisse Vorlaufzeit, um die notwendigen Zulassungs- und Prüfverfahren durchzuführen. Die Beschaffungsländer haben stabile Regierungen. Politische Risiken sind daher auszuschließen. Die Preise für die wesentlichen Rohstoffe sind im Jahr 2023 entgegen der Annahme nur geringfügig gestiegen ca. 2 Prozent. Für 2024 wird im Bereich der Handelswaren eine Steigerung der Preise von etwa 5 Prozent erwartet. Der Verpackungsmarkt bleibt aufgrund der rückläufigen Energiekosten relativ stabil weshalb auch hier nicht von weiteren Preiserhöhungen ausgegangen wird. 5. Investitionen Investitionen in Höhe von TEUR 813 wurden hauptsächlich im Bereich der Kollagenproduktion und der IT-Hardware getätigt. Unter anderem wurde eine weitere Gefriertrocknungsanlage aktiviert. Die Finanzierung erfolgte über Eigenmittel. 6. Finanzierungsmaßnahmen und Finanzierungsvorhaben Die Finanzierung der Resorba Medical GmbH erfolgt ausschließlich durch Mittel, welche innerhalb der AMS-Gruppe zur Verfügung gestellt werden. 7. Personal- und Sozialbereich Die Fluktuation befindet sich im branchenüblichen Bereich, die Betriebszugehörigkeit beträgt im Schnitt acht Jahre und zeigt eine konstante Betriebszugehörigkeit. Die Resorba Medical GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 130 Mitarbeiter (Vorjahr 126). Des Weiteren war für die Resorba Medical GmbH ein Handelsvertreter tätig. 8. Umweltschutz Die Produkte sind Medizinprodukte und stellen weder in der Herstellung noch in ihrer Lagerung signifikante Umweltrisiken dar. 9. Forschung und Entwicklung Die Resorba Medical GmbH hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung für medizinische Produkte, im Wesentlichen im Bereich Kollagen. Im Jahr 2023 wurden hierbei für Forschung, Studien und Zertifizierung rd. TEUR 1.469 investiert (Vorjahr TEUR 2.438). 10. Ertragslage Betrachtung des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023: Es wurden Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen von TEUR 42.730 getätigt, inklusive Lizenzerträgen von Organogenesis in Höhe von TEUR 5.023. Die Bruttomarge liegt bei 51,3 Prozent (Vorjahr 58,3 Prozent). Ausgehend vom Deckungsbeitrag von TEUR 21.913 abzüglich Vertriebskosten von TEUR 7.465 und allgemeinen Verwaltungskosten von TEUR 7.755 ergibt sich ein operatives EBIT von TEUR 5.224. Die EBIT-Marge ist gefallen und liegt bei 12,2 Prozent (Vorjahr 20,0 Prozent). Die Vertriebskosten erhöhten sich um TEUR 479 auf TEUR 7.465 aufgrund des in 2023 getätigten Personalaufbaus im Vertriebsbereich. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um TEUR 1.134 auf TEUR 8.111 aufgrund der gestiegenen Personalkosten im Zusammenhang mit höheren Tarifentgelten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 950 auf TEUR 1.469 gefallen. Dies ist hauptsächlich auf die absinkenden Kosten im Rahmen der Zulassung von Produkten zurückzuführen. Im Einkauf hatten Wechselkurschwankungen in den US$-, GBP- und ¥EN-Bezugsländern Auswirkungen, da die jeweiligen Umrechnungskurse im Jahr 2023 nicht stabil waren. Dies führte per Saldo zu Währungsverlusten in Höhe von TEUR 165 Währungssicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Im Jahr 2023 wurde die Beschaffung durch Mangel an Fachkräften sowie Engpässen bei Transportkapazitäten erschwert. Jedoch haben sich die Lieferzeiten bei einem Großteil der Lieferanten, im Vergleich zum Vorjahr, wieder deutlich verkürzt. Dies hängt mit einem starken Nachfragerückgang sowie der Erweiterung der Produktionskapazitäten, insbesondere in der Verpackungsindustrie, zusammen. Durch eine erhöhte Flexibilität in Bezug auf Rohmateriallieferanten konnten Rohmaterialengpässe vermieden und Beschaffungsrisiken dezimiert werden. 11. Vermögenslage Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus der Produktionsstätte und dem Verwaltungsgebäude in Nürnberg, Maschinen, sowie den Firmenbeteiligungen an den Tochtergesellschaften. Die wesentlichen Veränderungen im Anlagevermögen resultieren aus der Beschaffung einer zusätzlichen Gefriertrocknungsanlage, Ersatzbeschaffungen von IT-Ausstattung und diverser anderer Anlagen für die Kollagenproduktion. Die Vorräte im Gegenwert von TEUR 18.175 bestehen zu rd. 32 Prozent aus Rohwaren und rd. 48 Prozent aus fertigen Erzeugnissen. Der Rest umfasst unfertige Erzeugnisse, Handelswaren sowie geleistete Anzahlungen. Insgesamt ist der Bestand gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.171 gestiegen, um so die Verfügbarkeit der Produkte zu gewährleisten und die Lieferfähigkeit sicherzustellen und zu optimieren. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind angestiegen, da aufgrund der Währungspolitik des Konzerns diese zwischen den Gesellschaften nicht ausgeglichen wurden. Weiterhin resultiert der Anstieg aus den Verbindlichkeiten aufgrund der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft. Die Eigenkapitalquote liegt bei 30,6 Prozent. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Kundenrabatte um TEUR 32, Urlaubsrückstellungen um TEUR 1,6, im Bereich der Gewährleistungen um TEUR 9 und im Bereich Aufbewahrung um TEUR 2 erhöht. Gegenläufig verringerten sich die Rückstellungen für Boni um TEUR 25. Insgesamt ist die Vermögenslage als sehr stabil einzustufen. 12. Finanzlage und Liquiditätslage Das Sachanlagevermögen ist vollständig über Eigenmittel finanziert. Der Anlagendeckungsgrad II liegt über 100 Prozent. Die Gesellschaft verfügt zu Beginn des Wirtschaftsjahres über TEUR 3.330 und zum Stichtag über TEUR 2.275 liquide Mittel und ist damit ausreichend zahlungsfähig. Außer den Lieferantenkrediten sind keine kurzfristig in Anspruch genommenen Kredite vorhanden. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wurde der vollständige Gewinn von TEUR 6.895 an die Eigentümergesellschaft Advanced Medical Solutions (Germany) GmbH abgeführt. Der bilanzielle Jahresüberschuss beträgt TEUR 0. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen: Die Resorba Medical GmbH ist weiterhin bestrebt, Marktanteile im Kundensegment Krankenhäuser hinzuzugewinnen. Weiterhin sollen durch ausländische Distributoren Marktanteile hinzugewonnen werden. Hierfür sind weitere Investitionen im Personalbereich geplant. Die Markterweiterung ins Ausland wird weiter forciert. Die Internationalisierung und die Erschließung neuer Distributionskanäle stellen wesentliche Schwerpunkte der Strategie dar. Risiken: Es herrscht ein zunehmender Preisdruck bei den Großkunden (Einkaufsgemeinschaften), da sich diese in Deutschland zu Einkaufsverbänden zusammenschließen. Dadurch besteht vor allem im Bereich Nahtmaterial ein unvermeidbarer, erhöhter Preisdruck. Bei den Kollagenrohstoffen gibt es eine unvermeidbare Lieferantenkonzentration. Durch einen hohen Spezialisierungsgrad in der Kollagenproduktion ist eine Substitution von Lieferanten schwierig umzusetzen. Durch schwankende Währungskurse gibt es ein ständiges Währungsrisiko aus dem Währungsbezug aus Nicht-Euro-Ländern. Hauptsächlich sind davon die Länder Großbritannien, Indien, Japan und die USA betroffen. Durch Konzentration des F&E-Know-hows auf wenige Personen besteht das durchgehende Risiko, dieses Know-how zu verlieren. Risikosicherung: Bei Währungsrisiken wird keine Sicherung betrieben. Die eingekauften Volumina in Fremdwährung verteilen sich im Wesentlichen auf die Währungen US$, GBP und ¥EN. Weitere Fremdwährungen haben nur geringfügige Anteile. Das Währungsrisiko besteht im Wesentlichen nur auf der Beschaffungsseite, da nahezu alle Rechnungen in Euro fakturiert werden. Über das Fremdwährungsvolumen ist sich die Geschäftsleitung im Klaren. Das Know-how im Bereich F&E ist auf wenige Personen konzentriert. Dies ist aufgrund der Personalmöglichkeiten nur bedingt steuerbar. Angesichts dieses strategisch wichtigen Umstands ist bereits ein Großteil der notwendigen Informationen in eine Wissensdatenbank eingebracht worden. Diese wurden in sogenannten SOPs (Standard Operating Procedures) zusammengefasst, um den Ablauf der Produktion zu sichern und die existenzielle Grundlage des Unternehmens zu wahren. Durch einen guten Altersmix innerhalb der F&E-Abteilung ist gegen Überalterung und Fluktuation vorausschauend gehandelt worden. Prognose 2024: Für 2024 sieht der aktuelle Forecast vor dem Hintergrund der Annahme einer nicht weiter steigenden Inflation und einem stagnierendem Markwachstum Umsatzerlöse von Mio. EUR 44,2 sowie ein operatives EBIT in Höhe von Mio. EUR 2,0. Der Ukraine-Krieg hatte kurzfristig negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Beziehung zur Tochtergesellschaft RESORBA OOO in Moskau. Die Lieferung von Fertigware von Nürnberg nach Moskau ist weiterhin möglich. Aufgrund der politischen Unsicherheiten wurde jedoch nur eine Lieferung losgeschickt, wenn die vorherige vollständig bezahlt wurde. Mittlerweile hat sich die Situation in Moskau stabilisiert, und es gibt keine weiteren Probleme. Die Umsätze der Tochtergesellschaft RESORBA OOO in Russland sind stabil und es werden keine weiteren Einschränkungen erwartet. Im März 2024 akquirierte die Tochtergesellschaft Medizin Produkte Neustadt GmbH Anlagevermögen und Personalressourcen der insolventen Syntacoll GmbH, ein konkurrierender Kollagenhersteller, am Standort Saal an der Donau. Es wurde eine unselbständige Betriebsstätte angemeldet. Durch die Übernahme des Geschäftsbetriebes und formeller Eingliederungen analog zum Standort Neustadt, wird mit zusätzlichen Umsatzerlösen von Mio. EUR 5,1 in der Resorba Medical GmbH gerechnet. Die Vorräte werden voraussichtlich auf Mio. EUR 23,7 zum Jahresende steigen.
Nürnberg, den 5. November 2024 Resorba Medical GmbH Edward Johnson, Geschäftsführer Christopher Meredith, Geschäftsführer 1 BVMed-Herbstumfrage 2023 2 EU-Medizinprodukte-Verordnung. 3 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 4 Ergebnis vor Steuern und vor Ertrag aus Gewinnabführungsverträgen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Umsatzkostenverfahren dargestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen handelt es sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die auf den Jahresabschluss angewandten Darstellungsgrundsätze wurden beibehalten, soweit diese den Bestimmungen des BilRUG nicht entgegenstehen. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Advanced Medical Solutions (Germany) GmbH mit Sitz in Nürnberg (Amtsgericht Nürnberg, HRB 28282). II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag unter die Buchwerte gesunken waren, wurden diese angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden bei Anschaffungskosten bis 800,00 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die in Arbeit befindlichen Erzeugnisse wurden mit den fertigungsgradabhängigen anteiligen Herstellungskosten bewertet. Die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Sie umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum jeweiligen Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wurde durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsposten sind zum Devisenkassamittelkurs des Buchungstages umgerechnet. Kursgewinne bzw. -verluste werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter dargestellt, welches diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Mitzugehörigkeitsvermerke In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 146.137,05 € (Vorjahr 223.367,17 €) enthalten. Darüber hinaus entfallen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf sonstige Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und dem Verrechnungskonto USD mit der Konzernmuttergesellschaft AMS plc. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.574.530,00 € (Vorjahr 2.277.221,61 €) enthalten. Darüber hinaus entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vollständig auf sonstige Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und dem Verrechnungskonto GPB mit der Konzernmuttergesellschaft AMS plc. Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von 101.651,29 € (Vorjahr 95.597,95 €) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2.100,92 € (Vorjahr 2.624,73 €) enthalten. Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht. Ausleihungen, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rabatte an Kunden in Höhe von 462.288,87 € (Vorjahr 430.680,00 €), sonstigen Personalrückstellungen in Höhe von 421.443,00 € (Vorjahr 444.741,00 €) sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 96.000,00 € (Vorjahr 87.000,00 €) zusammen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 42.730 T€ (Vorjahr 41.647 T€). Zusätzliche Angaben zur Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 16.636.990,82 € (Vorjahr 13.144.401,74 €) und gliedert sich wie folgt:
Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 9.486.390,59 € (Vorjahr 8.181.413,20 €) und gliedert sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 62.987,36 € (Vorjahr 177.484,81 €). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 227.557,46 € (Vorjahr 70.772,01 €). V. Sonstige Pflichtangaben Handelsregistereintragung Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter den folgenden Daten eingetragen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die Resorba Medical GmbH beschäftigt einen Handelsvertreter. Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses könnte die Gesellschaft zur Zahlung von Ausgleichsverpflichtungen nach § 89b HGB verpflichtet sein. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 130 Arbeitnehmer beschäftigt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung des Unternehmens durch nachfolgende Geschäftsführer: Edward Johnson, Finanzvorstand Christopher Meredith, Vorstandsvorsitzender Sämtliche Geschäftsführer waren von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben und von der Ausnahmeregelung des § 284 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Abschluss des Geschäftsjahres gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Nürnberg, den 5. November 2024 Resorba Medical GmbH Edward Johnson, Geschäftsführer Christopher Meredith, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Resorba Medical GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Resorba Medical GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Resorba Medical GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 5. November 2024 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 6. November 2024 festgestellt. |
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