Koch Engineered Solutions GmbH

Hofstraße 82, 40723 Hilden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 44994
Vorher
Julius Montz Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
20.12.1965
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Apparaten, Behältern sowie von sonstigen Aggregaten für die Ausrüstung der chemischen Industrie und für verwandte Produktionsgebiete; b) der Handel mit fremden Erzeugnissen der vorbezeichneten Art; c) die Beratung für die Ausrüstung chemischer und verwandter Produktionsanlagen. Die Gesellschaft ist zur Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland, zum Erwerb von Unternehmungen gleicher Art, zur Beteiligung an solchen Unternehmungen, zum Abschluß von Lizenzverträgen, Ergebnisausschließungsverträgen und Interessengemeinschaftsverträgen jeder Art - insbesondere Miet-, Pacht- und Betriebsüberlassungeverträgen - berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Gratt
seit 22.1.2026
Prokura
Robin Dr. Schulz
seit 22.1.2026
Prokura
René Hofmann
seit 22.1.2026
Prokura
Norbert Joeris
seit 22.1.2026
Prokura
René Becker
seit 22.1.2026
Prokura
Luis Homet Alonso
seit 24.9.2025
Geschäftsführer
Jürgen Menker
seit 10.8.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
John Zink International Luxembourg S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
John Zink International Luxembourg S.à r.l.
Luxembourg
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Koch Engineered Solutions GmbH (vormals: Julius Montz Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Hilden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.326,23 342.589,48
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
279.326,23 342.589,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.333,16 2.180.916,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 375.905,40 342.195,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.643,74 325.562,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.800,00 0,00
2.880.682,30 2.848.674,13
3.160.008,53 3.191.263,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.840.264,48 5.322.107,54
2. Unfertige Aufträge 15.916.909,85 5.196.974,16
3. Verrechnete erhaltene Anzahlungen auf unfertige Aufträge -11.266.426,39 -5.196.974,16
4. Fertige Aufträge 0,00 0,00
5. Geleistete Anzahlungen 1.569.381,80 579.599,99
11.060.129,74 5.901.707,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.747.257,14 7.064.245,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.578.746,82 3.162.040,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 317.700,97 399.406,16
11.643.704,93 10.625.692,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 794.885,99 1.642.971,80
23.498.720,66 18.170.372,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.158,98 68.946,83
26.750.888,17 21.430.582,52

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.199.954,00 1.180.484,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.096.381,27 2.314.341,14
3.296.335,27 3.494.825,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.466.611,66 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.699.172,61 136.848,74
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.256.815,04 911.147,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.363.413,11 11.383.510,25
5. Sonstige Verbindlichkeiten 668.540,48 504.250,84
davon aus Steuern: EUR 158.852,47 (Vorjahr: EUR 233.922,67)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.300,68 (Vorjahr: EUR 19.361,89)
18.454.552,90 12.935.757,38
26.750.888,17 21.430.582,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

1.1.23 - 31.12.23 1.1.22 - 31.12.22
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.611.034,69 61.137.336,90
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an unfertigen Aufträgen 10.719.935,69 -17.836.429,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 433.990,40 1.169.373,47
davon aus Währungsumrechnung: EUR 13.129,71 (Vorjahr: EUR 32.946,30)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.267.031,93 13.135.608,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.452.151,56 4.132.724,10
23.719.183,49 17.268.332,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.584.235,20 9.607.635,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.713.183,57 1.660.088,03
davon für Altersversorgung: EUR 47.738,75 (Vorjahr: EUR 120.609,46)
11.297.418,77 11.267.723,25
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 456.002,74 467.348,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.989.915,42 4.337.405,85
davon aus Währungsumrechnung: EUR 26.935,89 (Vorjahr: EUR 85.889,04)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.734,33 607,67
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.464,31 47.867,50
davon aus Aufzinsung: EUR 23.342,00 (Vorjahr: EUR 21.920,00)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.216.710,38 11.082.210,41
11. Sonstige Steuern 20.562,18 240.907,38
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) 5.196.148,20 10.841.303,03
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023

1. Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Julius Montz GmbH, Hilden, zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des HGB und unter Berücksichtigung entsprechender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 44994 eingetragen.

Die KES Germany GmbH, Hilden ist seit dem 1. August 2019 alleinige Gesellschafterin der Julius Montz GmbH und hat mit der Gesellschaft am 19. August 2019 einen Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung vom 1. August 2019 geschlossen. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, sofern selbst erstellt mit Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 150,00 werden sofort als Betriebsausgabe erfasst. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt zwischen 20 und 50 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 21 Jahren. Für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für veraltete oder schwer verwertbare Vorräte werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Die Ermittlung der Bewertungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode, bei der nach jedem Zugang ein neuer Durchschnittspreis berechnet wird. Die Bewertung der unfertigen Aufträge erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten, das sind Material- und Fertigungskosten, in die angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der fertigungsbezogenen Abschreibungen eingerechnet sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs und sonstige nach § 255 Abs. 2 HGB nicht ansetzbare Kosten wurden bei der Bewertung nicht eingerechnet. Die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Drohverlusten werden bis zur Höhe der aktivierten Herstellungskosten vorgenommen. Für den darüber hinausgehenden erwarteten Verlust wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten angesetzt. Für Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird eine pauschalierte Wertberichtigung gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrages angesetzt, der Ausgaben des Berichtsjahres und Aufwand für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und Jubiläumsverpflichtungen erfolgte unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode). Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:

Pensionen 31.12.2023 31.12.2022
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,83 % 1,78 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,00 % 0,00 %
Fluktuationsrate 0,00 % 0,00 %
Erwartete Rentensteigerungen 2,20 % 2,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,75%) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 62). Die für diesen Unterschiedsbetrag in § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig, so dass die Julius Montz GmbH den gesamten im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Gewinn an die Muttergesellschaft KES Germany GmbH, Hilden, abführt. Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Jubiläum 31.12.2023 31.12.2021
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,75 % 1,44 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 3,00 % 3,00 %
Fluktuationsrate Ausnullen in den ersten 5 Dienstjahren Ausnullen in den ersten 5 Dienstjahren
BBG-Dynamik 2,50 % 2,25 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2018 G Heubeck 2018 G

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses direkt beim Organträger berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Angaben zur Bilanz

a. Anlagengitter

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.191.046,78 49.414,75 0,00 1.240.461,53
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.191.046,78 49.414,75 0,00 1.240.461,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.375.292,99 8.395,00 0,00 7.383.687,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.246.026,28 95.990,35 0,00 6.342.016,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.540.250,05 269.147,56 0,00 1.809.397,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.800,00 0,00 1.800,00
15.161.569,32 375.332,91 0,00 15.536.902,23
16.352.616,10 424.747,66 0,00 16.777.363,76
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 848.457,30 112.678,00 0,00 961.135,30
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
848.457,30 112.678,00 0,00 961.135,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.194.376,83 141.978,00 0,00 5.336.354,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.903.830,52 62.280,71 0,00 5.966.111,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.214.687,84 139.066,03 0,00 1.353.753,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.312.895,19 343.324,74 0,00 12.656.219,93
13.161.352,49 456.002,74 0,00 13.617.355,23
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 01.01.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.326,23 342.589,48
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
279.326,23 342.589,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.333,16 2.180.916,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 375.905,40 342.195,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455.643,74 325.562,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.800,00 0,00
2.880.682,30 2.848.674,13
3.160.008,53 3.191.263,61

b. Vorräte

Von dem Gesamtwert der zum Stichtag unfertigen Aufträge werden die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Kundenanzahlungen, soweit sie sich auf zum Stichtag nicht fertiggestellte Aufträge beziehen, offen aktivisch abgesetzt.

c. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen mit TEUR 3.577 (Vorjahr: TEUR 3.161) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

d. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen die Abgrenzung von Lizenz- und Wartungsgebühren für EDV.

e. Eigenkapital

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn per 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr: TEUR 10.841) an die Muttergesellschaft KES Germany GmbH abgeführt.

f. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen laufende, der Höhe nach ungewisse Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern TEUR 1.662 (Vorjahr: TEUR 1.824) sowie Rückstellungen für nachlaufende Kosten in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 242). Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern betreffen Resturlaubs- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter, Zuwendungen für Mitarbeiterjubiläen, Tantiemen, Provisionen und Sondervergütungen.

g. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der ausgewiesenen Verbindlichkeiten hat wie im Vorjahr ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 542) sowie im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin KES Germany GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr: TEUR 10.841).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden in folgenden Märkten erzielt:

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
TEUR TEUR
Inland 14.534 17.769
Drittland 14.187 12.943
EU 4.891 30.428
0 0
Abzüglich 0 0
Erlösschmälerungen -1 -2
33.611 61.137

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
TEUR TEUR
Kolonneneinbauten 21.602 23.885
Montage 4.156 3.043
Bodenfertigung 3.597 1.815
Apparatebau 3.283 2.275
Prozesstechnik 805 27.744
Sonstige Umsätze 170 546
Project Solutions 0 1.833
Erlösschmälerungen -1 -2
33.611 61.137

b. Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 154) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

c. Personalaufwand

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (gemäß § 267 Abs. 5 HGB; ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) betrug im Jahresvergleich:

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
Angestellte 75 75
gewerbliche Arbeitnehmer 52 49
127 124

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 140) Das Bestellobligo per 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 6.616 (Vorjahr: TEUR 14.964) . Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 6.783 (Vorjahr: TEUR 15.104).

6. Sonstige Angaben

Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Koch Industries Inc., Wichita, Kansas, USA einbezogen. Dieser stellt den größten Kreis von Unternehmen dar, in den die Gesellschaft als eine mittelbare Tochtergesellschaft einbezogen wird. Der kleinste Kreis an Unternehmen, in den die Gesellschaft als mittelbare Tochtergesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der Koch Resources LLC, Wichita, Kansas, USA. Der Konzernabschluss der Koch Resources LLC des Jahres 2023 wird zusammen mit dem Abschluss der Koch Engineered Solutions International Sarl in Luxemburg veröffentlicht. Die Gesellschaft ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der Koch Engineered Solutions International Sarl.

Das Unternehmen ist Mitglied der Koch Industries, Inc. Gruppe, die wahrscheinlich in den Anwendungsbereich der OECD-Steuerregeln der Globalen Mindestbesteuerung fallen wird, obwohl die Konsultationen zu diesem Zeitpunkt noch im Gange sind. Die Rechtsvorschriften der Globalen Mindestbesteuerung sind zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen in Kraft getreten. Die Gesetzgebung wird für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr der Gesellschaft in Kraft treten. Das Unternehmen hat eine Bewertung seiner potenziellen Exposition gegenüber den Ertragsteuern der Globalen Mindestbesteuerung für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr vorgenommen.

Die Bewertung des potenziellen Risikos von Einkommenssteuern im Rahmen der Globalen Mindestbesteuerung basiert auf den jüngsten Steuererklärungen und Jahresabschlüssen. Auf der Grundlage der Bewertung hat das Unternehmen kein potenzielles Risiko für Einkommenssteuern im Rahmen der Globalen Mindestbesteuerung festgestellt, da der auf die Gewinne des Unternehmens im anwendbaren Standardsteuersatz über dem effektiven Steuersatz der zweiten Säule von 15 % liegt.

Sämtliche Geschäftsanteile der Julius Montz GmbH sind seit dem 1. August 2019 im Eigentum der KES Germany GmbH, Hilden.

Geschäftsführung

Herr Sairam Potaraju - Managing Director

Frau Jeanne-Renee Jordan-Hernandez - Global Financial Operations & Risk Director (bis 17. November 2023)

Auf die Angaben gemäß §285 Nr. 9a) b) wird unter Bezugnahme des §286 Abs.4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

 

Hilden, den 12. Juli 2024

Julius Montz
Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilden

Dr. Sairam Potaraju

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die Julius Montz GmbH, Hilden, (kurz Montz) betätigt sich in dem Bereich Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Apparaten, Behältern sowie sonstigen Aggregaten für die Ausrüstung der Chemischen Industrie. Schwerpunkte unserer Tätigkeiten sind Kolonneneinbauten für die Stofftrennung und im Bereich der Montz-Prozesstechnik komplette Trink- und Pharmazie-Alkoholanlagen sowie Bioethanolanlagen.

Mit der Alleingesellschafterin KES Germany GmbH, Hilden (kurz: KES) wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. August 2019 geschlossen. Die KES ist eine Tochtergesellschaft der John Zink International Luxembourg S.à r.l, Luxemburg.

Die Gesellschaft unterhält ihren Geschäftsbetrieb auf eigenen und angemieteten Grundstücken in Hilden und Landau.

2. Marktumfeld

Die umfassenden Sanktionen, die seit Jahresbeginn 2022 durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine verhängt wurden, haben weiterhin einen negativen Einfluss auf das Wachstum in allen Regionen. Die in der Folge deutlich gestiegene Inflation hat sich zwar deutlich abgeflacht, die Energiepreise, insbesondere Erdgas, verharren aber deutlich über dem langjährigen Niveau.. Auch die Strompreise liegen in Deutschland deutlich über den internationalen Vergleichswerten. Viele Zentralbanken sahen sich gezwungen, ihre Geldpolitik deutlich zu straffen was gerade bei kreditfinanzierten Investitionen zu einer deutlichen Zurückhaltung führte. Die Europäische Zentralbank hat ab dem 12. Juni 2023 erstmals die Leitzinsen wieder gesenkt., während die amerikanische Notenbank weiterhin an den hohen Leitzinsen festhält. Zudem leidet das verarbeitende Gewerbe weiterhin unter den unsicheren Lieferketten und den steigenden Vorleistungskosten.

Auch wenn sich das Investitionsumfeld in Deutschland deutlich rückläufig zeigt, investieren unsere Kunden wieder stärker im Ausland, um die Transformation zu treibhausneutralen Prozessen und digitalen Lösungen zu forcieren.

3. Das Geschäftsjahr im Überblick

Die Auftragseingänge beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 29,0 Mio. EUR und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr (57,2 Mio. EUR) deutlich vermindert. Insbesondere ein Großauftrag in China (15,1 Mio. EUR) im Bereich Bodenfertigung sowie ein Auftrag aus dem Bereich Apparatebau in Höhe von 6,1 Mio. EUR für einen deutschen Kunden haben im Vorjahr zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Die Besonderheiten des Projektgeschäfts, insbesondere die längeren Projektlaufzeiten, wirken sich ebenfalls deutlich auf die Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft aus. Während im aktuellen Geschäftsjahr kein Großprojekt der Prozesstechnik abgerechnet wurde, konnten im vorigen Jahr zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen mit einem Volumen von 25,8 Mio. EUR finalisiert werden. Dieser Effekt führte zu einer deutlichen Verminderung der Umsatzerlöse von 61,1 Mio. EUR auf 33,6 Mio. EUR, die eine Erhöhung der Bestände an unfertigen Erzeugnissen von 10,7 Mio. EUR gegenüberstand. So konnte die Gesamtleistung mit 44,8 Mio. EUR sogar leicht erhöht werden (i.Vj. 44,5 Mio. EUR). Dennoch verminderte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 53% auf 5,2 Mio. EUR wobei sich die Rendite im Bezug zum Umsatz nur marginal von 18% auf 16% reduzierte.

Der Auftragsbestand per 31.12.2023 liegt mit 39,7 Mio. EUR deutlich über dem erwarteten Wert von 25 bis 28 Mio. EUR da ein Großprojekt im Volumen von rd. 15 Mio. EUR nicht wie erwartet in 2023 abgerechnet werden konnte.

4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

4.1 Ertragslage

Für die Julius Montz GmbH wichtige Leistungsindikatoren sind das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie Umsatz und Auftragsbestand. Die Entwicklung des Auftragsbestandes zeigen wir unter Punkt 4.4.

Die Ertragslage ist aufgrund des Projektgeschäftes grundsätzlich nur bedingt vergleichbar.

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 33.611 61.137 27.526 -45,0%
Veränderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen 10.720 -17.836 28.556 160,1%
sonstige betriebliche Erträge 434 1.169 -735 -62,9%
Gesamtleistung 44.765 44.470 295 0,7%
Materialaufwand 23.719 17.268 6.451 37,4%
Personalaufwand 11.297 11.268 29 0,3%
sonstige Aufwendungen und Erträge 4.532 4.852 -320 -6,6%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.217 11.082 -5.865 -52,9%

Das Projektgeschäft - insbesondere bei größeren Aufträgen im Anlagenbau - ist durch zeitliche Verschiebungen zwischen dem Anfall der Kosten sowie der Erlös- und Ergebnisrealisierung geprägt. Um diesen Verschiebungen zumindest zum Teil Rechnung tragen zu können, berechnen wir unsere Kennzahlen nicht auf Basis der Umsatzerlöse sondern der Gesamtleistung. Allerdings wurden im Vorjahr zwei Großprojekten aus der Prozesstechnik mit einem Umsatz in Höhe von 25,8 Mio. EUR abgerechnet. Hieraus ergeben sich so deutliche Verschiebungen, dass wir dieses Geschäftsjahr auf diese Betrachtung verzichten.

Diese Projekte wurde überwiegend mit eingekauften Materialien und Leistungen abgewickelt und hatten insofern keine zusätzlichen Auswirkungen auf den Personalaufwand.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit 5,2 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr (9,5 Mio. EUR), da ein Großprojekt nicht wie erwartet in 2023 abgerechnet werden konnte. Der Personalaufwand stieg im Zwölf-Monatsvergleich leicht an.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse in geographische Märkte und nach Tätigkeitsbereichen zeigen wir im Anhang.

4.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage vor Verrechnung erhaltener Anzahlungen entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

31.12.23 31.12.22 Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 3.160 3.191 -31 -1,0%
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.840 5.322 -482 -9,1%
Unfertige Erzeugnisse 15.916 5.197 10.719 206,3%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.747 7.064 683 9,7%
Forderungen verbundene Unternehmen 3.579 3.162 417 13,2%
Guthaben bei Kreditinstituten 795 1.643 -848 -51,6%
Sonstige Aktiva 1.980 1.049 931 88,8%
Gesamtvermögen 38.017 26.628 11.389 42,8%
Eigenkapital 5.000 5.000 0 0,0%
Personalrückstellungen 2.862 3.004 -142 -4,7%
Übrige Rückstellungen 434 491 -57 -11,6%
Verbindlichkeiten
aus erhaltenen Anzahlungen 13.965 5.334 8.631 161,8%
gegenüber Kreditinstituten 8.467 0 8.467 -
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.620 12.295 -5.675 -46,2%
gegenüber Mitarbeitern 225 206 19 9,2%
sonstige 444 298 146 49,0%
Gesamtkapital 38.017 26.628 11.389 42,8%

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen überstiegen leicht die Zugänge so dass sich das Anlagevermögen insgesamt um TEUR 31 verminderte. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderten sich im Rahmen der üblichen Schwankungen des Projektgeschäfts um 9,1%. Die unfertigen Aufträge - vor Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen - stiegen um 10,7 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die verschobene Abrechnung des Großauftrags aus der Bodenfertigung zurückzuführen ist. Die für die Finanzierung der Aufträge erforderlichen Anzahlungen erhöhten sich ebenfalls aufgrund dieser Verschiebung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 7.7 Mio. EUR 9,7% über dem Vorjahresniveau, was sich durch die variierenden Abrechnungs- und Fälligkeitstermine im Projektgeschäft erklärt. Der Finanzmittelfonds reduzierte sich um 9,3 Mio. EUR, wovon alleine 10,8 Mio. EUR auf die Ergebnisabführung an die Anteilseignerin zurückzuführen ist, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Während die übrigen Rückstellungen nahezu auf Vorjahresniveau liegen, sanken die Personalrückstellungen um 0,1 Mio.EUR auf 2,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr fast ausschließlich die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin.

Die Eigenkapitalquote - vor Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen mit den unfertigen Aufträgen - betrug im Berichtjahr 13,3 % und verschlechterte sich damit gegenüber dem Vorjahr (18,8 %) deutlich aufgrund der um 42,8% höheren Bilanzsumme (vor Saldierung der erhaltenen Anzahlungen).

4.3 Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 5.196 10.841
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 456 467
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -198 720
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 0
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 0
+/- Abnahme / Zunahme von Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.201 -3.680
+/- Zunahme / Abnahme der Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.697 -3.834
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.950 4.514
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -375 -327
+ Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -49 -26
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -424 -353
01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Auszahlungen an Unternehmenseigner -10.841 -3.129
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -10.841 -3.129
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -9.315 1.032
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.643 611
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -7.672 1.643

Der Finanzmittelfonds verminderte sich um rund 9,3 Mio. EUR. Während sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 2,5 Mio. EUR verminderte musste zusätzlich noch ein um 7,7 Mio. EUR höherer Betrag aufgrund der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin überwiesen werden. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

4.4 Auftragsbestand

Der Auftragsbestand vor Abzug der nicht fertiggestellten Arbeiten entwickelte sich wie folgt:

Mio. EUR
Stand 31.12.2020 42,8
Stand 31.12.2021 49,8
Stand 31.12.2022 44,3
Stand 31.12.2023 39,7

Zum Stichtag beträgt der Auftragsbestand 39,7 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem geplanten Rahmen von 25 - 28 Mio. EUR.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Lage der Gesellschaft aufgrund der herausfordernden geopolitischen Entwicklungen, die mit steigenden Energiekosten sowie auf hohem Niveau verbleibenden Materialkosten einher gingen, insgesamt zwar positiv verlaufen ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt jedoch deutlich unter den Erwartungen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln in den Bereichen Langfristfertigung und Engineering geht zwangsläufig mit Verlustrisiken, aber auch mit Gewinnchancen einher. Um den sich ergebenden Risiken zu begegnen und die sich bietenden Chancen zu nutzen, beobachten wir laufend die Branche und das konjunkturelle Umfeld. Die laufenden Projekte werden regelmäßig auf sich abzeichnende Wagnisse überprüft, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Auf dieser Basis werden die aktuelle Unternehmenslage sowie die erwarteten Entwicklungen an die Geschäftsleitung und an den Konzern kommuniziert. Für sämtliche erkennbaren Risiken, deren Eintritt einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ausreichende Gegenmaßnahmen ergriffen bzw. angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen.

5.2 Absatzbereich

Das Hauptrisiko, dem wir uns stellen müssen, liegt im Erreichen der vertraglich vereinbarten technischen und terminlichen Sollvorgaben für unsere Kolonneneinbauten und Anlagen. Insbesondere bei der Planung von Terminen für internationale Lieferungen ergeben sich weiterhin Herausforderungen. Eine zunehmende Wettbewerbsintensität und zunehmend auch Abrechnungsrisiken gegenüber Kunden sind als weitere wesentliche Risikofaktoren festzustellen. Welche Auswirkungen die unsichere Energieversorgung auf die Investitionsbereitschaft haben wird ist weiterhin nicht absehbar. Risikobegrenzende Effekte ergeben sich aus unserem seit Jahren bewährten Know-how. Eine weitere Risikobegrenzung können wir über ein straffes Kostenmanagement, durch flexible Erweiterung unserer Produktpalette sowie durch Planungs- und Beratungsleistungen und damit verbunden durch eine bessere Kundenbetreuung erreichen. Chancen für die künftige Positionierung im Markt können sich für Montz aus der Lieferung kompletter Großanlagen (z.B. Bioethanolanlagen, Getreidebrennereien) ergeben sowie durch ein verstärktes Engagement im Bereich von Nischenprodukten. Zudem bietet die Kooperation im Konzernverbund neben einem erweiterten Produktportfolio in Deutschland auch die Möglichkeit, auf lokale Vertriebsnetze der Konzernunternehmen zuzugreifen.

5.3 Beschaffungsbereich

Unser Hauptrisiko besteht hier in der termin- und qualitätsgerechten Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Subunternehmerleistungen auf marktfähigem Preisniveau. Weiterhin ist das Risiko von unerwarteten Liefer- und Leistungsengpässen beziehungsweise Preissteigerungen, insbesondere bei den Präzisionsbändern, zu beachten. Dieses Risiko ist im Vergleich zu Vorjahren noch einmal gestiegen. Wir begegnen diesen Risiken durch Beobachtung der entsprechenden Beschaffungsmärkte, Ausnutzung von Preisschwankungen, durch terminliche und mengenmäßige Überwachung der Bestellmengen sowie durch Abstimmung mit den Kundenaufträgen. Die Entwicklung des Nickelpreises als wesentlichem Bestandteil von Edelstahl wird sehr eng beobachtet, die Preise daraufhin angepasst.

5.4 Operative Risiken

Die Vielfalt der Aufträge im Anlagenbau bedingt ein umfassendes Fachwissen. Dieser Anforderung tragen wir durch Integration von IT-Anwendungen in die Geschäfts- und Fertigungsprozesse sowie durch Mitarbeiterschulungen Rechnung. Bei der Auftragsplanung wird auf eine gleichmäßige Auslastung der vorhandenen maschinellen und personellen Kapazitäten geachtet. Durch regelmäßige Besprechungen der Projektleiter wird die Einsatzplanung an die jeweilige Auftragslage angepasst. Zur Abdeckung von Auslastungsspitzen und zur angemessenen Flexibilisierung der Personalaufwendungen werden im Bedarfsfall Leiharbeiter eingesetzt.

5.5 Finanzielle Risiken und Ausfallrisiken

Im Bereich der Langfristfertigung ist Montz zwangsläufig finanziellen Risiken ausgesetzt. Um das Wechselkursrisiko zu begrenzen, decken wir unseren Materialbedarf nach Möglichkeit in Euro. Unsere Leistungen fakturieren wir noch weitgehend in Euro. Ausfallrisiken begegnen wir durch vertraglich vereinbarte Zahlungspläne. Daneben verfügt Montz über ein straffes Forderungsmanagement bestehend aus einer regelmäßigen Bonitätsprüfung und einem konsequenten Mahnwesen. Die Zahlungsfähigkeit wird über eine laufende Liquiditätsplanung sichergestellt.

5.6 Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Insgesamt haben sich mehrere Risiken verfestigt und deren mögliche Tragweite hat zugenommen. Die Auswirkungen der Klimakrise, zunehmend protektionistische Ansätze verschiedener Staaten sowie drohende Handelsstreitigkeiten zwischen den Blöcken stellen ein ebenso schwer einzuschätzendes Risiko dar wie die weiterhin bestehende Inflation und die Bedingungen für eine günstige Energieversorgung in Europa und insbesondere in Deutschland. Es sind allerdings nur geringe Anpassungen der bisher bereits bestehenden Maßnahmen erforderlich. Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Wesentliche weitere Risiken der künftigen Entwicklung liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung aus heutiger Sicht nicht vor.

6. Ausblick

6.1 Prognosebericht für den Zeitraum 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

Das Jahr 2024 bietet neben einer Vielzahl noch nicht gelöster Herausforderungen wie dem weiterhin andauernden Ukraine-Krieg, der bezahlbaren Energieversorgung der deutschen Industrie, den immer noch nicht reibungslos funktionierenden Lieferketten, den weiterhin hohen Zinsen sowie dem schwelenden Handelskonflikt zwischen China und den USA auch Chancen, die sich hieraus ergeben. Inwieweit ein starker Anstieg von Insolvenzen zu befürchten ist, lässt sich derzeit nicht beurteilen.

Chancen ergeben sich durch Investitionen aufgrund der partiellen Zurückverlagerungen von Wertschöpfungen sowie durch die Anforderungen an energieeffizientere Produktion. Speziell die gestiegenen Energiepreise und die Anforderungen aus dem Klimawandel bieten hier die Möglichkeit, unser Know- How in diesem Bereich zum Vorteil unserer Kunden anzuwenden. Davon und von der begonnenen Integration von Montz in die Koch Gruppe erwarten wir, trotz der genannten Instabilität, Impulse für unsere Geschäftsbereiche. Die Montz Produkte stehen für höchste Wirtschaftlichkeit beim Kunden (Produktausbeute und Energieeffizienz). Der Zugang zum weltweiten Vertriebsnetz der Koch-Gruppe ermöglicht uns eine bessere Marktdurchdringung, während die Unternehmen der Koch-Gruppe auf das spezielle Montz Know-How zugreifen können. Gegenwärtig ergab die Analyse seitens der Geschäftsführung, dass keine Risiken erkennbar sind, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Auch für die nähere Zukunft sieht die Geschäftsführung keine derartigen Risiken.

Zum 31. Dezember 2024 rechnen wir mit einem Auftragsbestand im Bereich von 32 bis 37 Mio. EUR. Für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 erwarten wir einen Umsatz zwischen 51 Mio. und 55 Mio. EUR sowie ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das im Bereich von 10 bis 13 Mio. EUR liegen wird.

Für die Zukunft gehen wir weiterhin von steigenden Investitionen im Bereich der Chemieindustrie aus, um den Herausforderungen des Klimawandels sowie den gestiegenen Energiepreisen Rechnung zu tragen. Die gute Zusammenarbeit mit unseren internationalen Kunden wird weiter verstärkt.

Die Fertigungskapazität wird der aktuellen Auftragslage angepasst. Auf Spitzenauslastung reagieren wir durch verstärkte Nutzung von temporären Kapazitätserweiterungen und Fremdleistungen. Die Finanzierung wird weiterhin über vertraglich vereinbarte Vorfinanzierungen der Kunden und über die Finanzierungsmöglichkeit der Koch-Gruppe konzernintern gesichert.

7. Nachtragsbericht

Der Nachtragsbericht wurde im Anhang dargestellt.

 

Hilden, den 12. Juli 2024

Julius Montz
Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilden

Dr. Sairam Potaraju

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Julius Montz Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Julius Montz Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilden, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Julius Montz Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilden, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. Juli 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Carsten Carstens, Wirtschaftsprüfer

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