WITTUR GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Weiland seit 26.11.2020 | Prokura |
Marc Vendolsky seit 6.2.2020 | Prokura |
Ahmet Kanbolat seit 17.10.2018 | Geschäftsführer |
Holger Annolleck seit 29.11.2017 | Prokura |
Urs Ingo Affolter seit 4.9.2017 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LM Liftmaterial GmbHSulzemoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT1.1 Geschäftsmodell Die Kernkompetenzen der Gesellschaft sind das Engineering, der Verkauf und die Logistik im Aufzugsbereich. Die Geschäftsbereiche der Gesellschaft umfassen:
Die Produktpalette umfasst:
Die LM Liftmaterial GmbH plant, konstruiert und definiert die Schnittstellen, übernimmt die Logistik und erstellt die Dokumentation. Die Unterstützung bei Inbetriebnahme und praktischen Fragen bis hin zur Schulung vor Ort gehören zu unseren weltweiten Serviceleistungen. Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland. Daneben werden Leistungen im Ausland erbracht. Bis zum 31. März 2016 war die Gesellschaft ein einhundertprozentiges Tochterunternehmen der Sematic S.p.A., Italien. Im Zuge der Akquisition der Sematic Gruppe durch die Wittur Gruppe ist die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 ein Tochterunternehmen (100 %) der Wittur Holding GmbH, Wiedenzhausen, Deutschland, und somit Teil des Wittur Konzerns. Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2019 wurde aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft bestimmt, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft nicht fortzuführen und einzustellen. Die Einstellung des Geschäftsbetriebs erfolgt sukzessive nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestandes, voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten werden. Eine Beschlussfassung zur Liquidation der Gesellschaft ist ausdrücklich nicht erfolgt. Dementsprechend wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 unter Aufgabe der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Weiteren wird diesbezüglich auf die Ausführungen im Abschnitt 2.1 unten verwiesen. 1.2 Die Wittur-Gruppe Die Wittur-Gruppe, zu der die LM Liftmaterial GmbH derzeit gehört, ist einer der führenden unabhängigen Anbieter von Komponenten, Antrieben und Systemen für die Aufzugsindustrie. Die Wittur-Gruppe beschäftigt zum 31. Dezember 2018 insgesamt 4.612 Mitarbeiter und produziert weltweit an 14 Produktionsstandorten. Zusätzlich besitzt Wittur Vertriebsgesellschaften in 10 Ländern und verkauft an Kunden in nahezu 100 verschiedenen Ländern. Zu den Kunden der Wittur-Gruppe gehören die großen internationalen Aufzugsunternehmen sowie auch kleine und mittelgroße regionale Unternehmen. Die Wittur-Gruppe produziert und vertreibt Aufzugskomponenten wie beispielsweise automatische Aufzugstüren, Kabinen, Sicherheitskomponenten, Antriebe, Aufzugsrahmen und komplette Aufzüge. Die Wittur-Produkte werden bei Neuinstallationen und Modernisierungen verwendet. Diese werden in Aufzugsystemen für die Personenbeförderung, Frachtaufzügen und auch für spezielle Anwendungsbereiche wie z.B. in Kreuzfahrtschiffen eingesetzt. Der volumenmäßig größte Bereich ist das Türengeschäft. Die Konzerngesellschaften produzieren Türmechanismen, Türantriebe sowie komplette Türen an Produktionsstandorten in Europa, Asien und Amerika. Daneben wurden in Italien und in der Türkei hochwertige Spezialtüren, wie Glastüren, Aufzugstüren für Schiffe und runde Aufzugstüren, gefertigt. Im Bereich Stahlbau produziert die Wittur-Gruppe vor allem am Standort Österreich Stahlrahmen für Aufzugskabinen und Gegengewichte sowie Sicherheitsbauteile. Der Vertrieb und die Zusammenstellung der Komplettsysteme, die seit dem Geschäftsjahr 2017 zentral durch die LM Liftmaterial GmbH durchgeführt wurde, wird durch die Wittur-Gruppe neu strukturiert. Zum Aufstellungszeitpunkt ist jedoch noch keine finale Entscheidung gefallen. Ob bzw. inwieweit die LM Liftmaterial GmbH angesichts der beschlossenen Einstellung ihres Geschäftsbetriebs darin eingebunden sein wird, ist dementsprechend ungewiss. 1.3 Steuerungssystem / finanzielle Leistungsindikatoren Die LM Liftmaterial GmbH ist in das interne Steuerungssystem der Wittur-Gruppe eingebunden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Muttergesellschaft sowie aus dem operativen Cashflow. Als operativ tätige Gesellschaft werden für die Steuerung daher die gewöhnlichen Steuerungsgrößen der Wittur-Gruppe verwendet. Die von der Wittur-Gruppe verwendeten Steuerungsgrößen (KPI) und Reportingsysteme ermöglichen es dem Management, die Geschäftsentwicklung anhand von Umsatzwachstum, Ergebnis und Liquidität, im Hinblick auf das strategische Ziel eines profitablen Wachstums der Gruppe, zu analysieren und zu beeinflussen. Profitables Wachstum ist eine notwendige Voraussetzung für die nachhaltige Steigerung des Werts der Wittur-Gruppe. Die primäre Steuerungsgröße der Wittur-Gruppe ist der Umsatz. Weiterer verwendeter finanzieller Leistungsindikator ist im Wesentlichen das EBITDA (bereinigt um Sondereffekte). 1.4 Forschung und Entwicklung Die LM Liftmaterial GmbH selbst betreibt keine Forschung und Entwicklung. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Einstellung des Geschäftsbetriebs Nach den erheblichen Jahresfehlbeträgen in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 verzeichnete die LM Liftmaterial GmbH im ersten Halbjahr 2019 einen deutlich rückläufigen Auftragseingang und bestätigte damit die anhaltend negative Ertragssituation. Aufgrund des unverändert nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlaufs hat sich das Management der Wittur-Gruppe dazu entschieden, den Geschäftsbetrieb der LM Liftmaterial GmbH einzustellen. Ein entsprechender Gesellschafterbeschluss wurde am 19. September 2019 gefasst; ein Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft ist dabei ausdrücklich nicht erfolgt. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgt sukzessive nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestands, voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten. Aufgrund dieses Beschlusses wurde auch dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 nicht mehr der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde gelegt. Demzufolge ergaben sich im Jahresabschluss 2018 (Einmal-)Aufwendungen von insgesamt rd. EUR 23,5 Mio., die zu dem Jahresfehlbetrag von EUR -28,1 Mio. beitrugen (siehe hierzu nachfolgend die Ausführungen zur Ertragslage). Aufgrund dieses Jahresfehlbetrags bilanziert die LM Liftmaterial GmbH zum Stichtag 31. Dezember 2018 einen Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 42,1 Mio. Aufgrund einer von der Alleingesellschafterin abgegebenen harten Patronatserklärung bis zur Höhe von Mio. EUR 40 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 sowie des Rangrücktritts auf das (für 2018 und 2019 zinslos gestellte) langfristige Gesellschafterdarlehen über Mio. EUR 48,5 (einschließlich aufgelaufener Zinsen) ist die Liquidität der Gesellschaft aktuell gesichert und es liegt keine Unterbilanz im insolvenzrechtlichen Sinne vor. Nach den Unternehmensplanungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 wird der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um die Jahresfehlbeträge für 2019 (rd. EUR -6,2 Mio.) und für 2020 (rd. EUR -4,0 Mio., unter der Voraussetzung einer Zinsfreistellung auch für das Geschäftsjahr 2020) weiter auf insgesamt rd. EUR 52,3 Mio. ansteigen. Auch in diesem Fall wird angesichts der Patronatserklärung sowie des Rangrücktritts auf das Gesellschafterdarlehen nach Einschätzung der Geschäftsführung im o.g. Betrachtungszeitraum kein Insolvenzeröffnungsgrund vorliegen. Namentlich die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist gesichert. Nach der derzeitigen Planung ist eine geordnete Abwicklung bis zur möglichen Schlussliquidation gewährleistet. Durch das am 4. Oktober 2019 neu aufgesetzte Finanzierungsmodell bei der Wittur Holding GmbH mit Ablösung der alten Finanzierung durch Aufnahme zweier neuer langfristiger Darlehen über insgesamt EUR 770 Mio. und eine kurzfristige Kreditlinie über EUR 90 Mio. ist die Finanzierung der Wittur-Gruppe und damit auch der LM Liftmaterial GmbH weiterhin sichergestellt. 2.2 Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb auch 2018 auf niedrigem Niveau. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BiP) insgesamt auf 3,7 % (Vj. 3,7 %) gemäß kürzlich veröffentlichter Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften des Euro-Währungsgebiets wie Deutschland, Frankreich und Italien war im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund neuer politischer Umstände und einer schwachen Inlandsnachfrage rückläufig. Die Wachstumsentwicklung in den aufstrebenden und sich entwickelnden asiatischen Volkswirtschaften blieben 2018 im Vergleich zum Vorjahr stabil. 1 Aufzugsindustrie und deren Entwicklung Der weltweite Aufzugsmarkt wuchs im Jahr 2018 erneut stärker als die Weltwirtschaft. Insbesondere in Asien-Pazifik ist die Anzahl der installierten Aufzüge deutlich gestiegen, was auch einer der Haupttreiber für das Wachstum des globalen Aufzugsmarktes ist. Die Anzahl der Neuinstallationen ist weiter gestiegen und hat weltweit leicht zugenommen. Diese Entwicklung wird hauptsächlich durch ein solides Wachstum in den asiatisch-pazifischen Ländern (insbesondere China und Indien), Nordamerika und Nordeuropa getragen. Darüber hinaus erholte sich der Markt für neue Anlagen in Südamerika im Jahr 2018. Der Markt für Instandhaltung und Modernisierung wächst insbesondere in Asien-Pazifik weiter. Die Märkte in Nordamerika und Europa entwickeln sich ebenfalls positiv. Diese globale Entwicklung wird durch die Einführung strengerer Sicherheitsanforderungen und neuer Standards. In diesem Umfeld baute die Wittur Gruppe ihre weltweite Marktposition im Jahr 2018 weiter aus. Sie ist führend in den Bereichen Skalierung, Qualität, Innovation und Loyalität und verfügt über die weltweit stärkste Präsenz bei Aufzugskomponenten. Sie könnte ihre Präsenz in den am stärksten wachsenden Märkten stärken. 2.3 Geschäftsverlauf und Lage Wittur-Konzern Der Gesamtumsatz der Wittur-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2018 EUR 798,7 Mio. bei einer Wachstumsrate von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 776,8 Mio.). Aufgrund der Konzernerfolge im laufenden Jahr ist die Wittur-Gruppe für 2019 insgesamt gut aufgestellt. Für das Jahr 2019 erwartet das Management für die Wittur-Gruppe einen Umsatz über dem Niveau von 2018. LM Liftmaterial GmbH Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen im Geschäftsjahr 2018 mit EUR 28,5 Mio. auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis war unverändert stark negativ, teilweise immer noch infolge der Sitzverlagerung im Vorjahr. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 wird insgesamt als nicht zufriedenstellend erachtet. Die Gesellschaft GmbH konnte die im Vorjahr für 2018 aufgestellte Prognose konstante Umsätze und ein leicht verbessertes EBITDA (bereinigt um Sondereffekte) im Geschäftsjahr 2018 zwar im Wesentlichen erfüllen. Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die LM Liftmaterial GmbH jedoch einen deutlich rückläufigen Auftragseingang und bestätigte damit die anhaltend negative Ertragssituation. Aufgrund dessen hat sich das Management der Wittur-Gruppe dazu entschieden, den Geschäftsbetrieb der LM Liftmaterial GmbH sukzessive, voraussichtlich bis zum 31.12.2020, einzustellen. 2.3.1 Ertragslage Die Geschäftstätigkeit der LM Liftmaterial GmbH ist vor allem durch den Verkauf von Komplettanlagen, teilkompletten Anlagen und zu einem kleinen Teil durch den Verkauf von Ersatzteilen bestimmt. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von EUR -28,1 Mio. (Vj. EUR -9,8 Mio.) erwirtschaftet. Die Ertragslage ist dabei wesentlich durch die von der Gesellschafterversammlung am 16. September 2019 beschlossene Einstellung des Geschäftsbetriebs geprägt. Die Einstellung des Geschäftsbetriebs erfolgt sukzessive nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestandes, voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten. Infolgedessen wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 nicht mehr unter Zugrundelegung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Erhöhung des Jahresfehlbetrags gegenüber dem Vorjahr resultiert dementsprechend im Wesentlichen aus sich aus dieser Beschlussfassung ergebenden Folgeaufwendungen, und zwar der außerplanmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 19,0 EUR (Vj. EUR 4,4 Mio.), Rückstellungen für Abfindungen, Halteprämien und andere einstellungsbedingte Kosten von rd. EUR 3,2 Mio. sowie der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Software und Lizenzen von EUR 0,8 Mio. Die Gesellschaft konnte im 2018 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 28,5 Mio. (Vj. EUR 28,4 Mio.) erzielen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Weiterhin beeinträchtigten die Folgeauswirkungen aus der Verlagerung des Geschäftssitzes der Gesellschaft von Pliening nach Sulzemoos und die damit im Vorjahr einhergehende erhöhte Mitarbeiterfluktuation (insbesondere Service, Customer Support und Vertrieb) die Umsatzentwicklung. Neuentwicklungen von Produkten konnten nur im begrenzten Umfang vorangetrieben werden, daher konnte keine wesentliche Steigerung der Umsatzerlöse in dem konkurrenzstarken Marktumfeld erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 4,7 Mio. auf EUR 1,8 Mio. in 2018 zurückgegangen. Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf den Einmaleffekt aus dem Forderungsverzicht der Gesellschafterin im Vorjahr zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2018 belaufen sich die Materialaufwendungen auf insgesamt EUR 21,1 Mio. (Vj. EUR 23,7 Mio.). Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung) hat sich von 83,6 % im Vorjahr auf 77,4 % verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf bessere Einkaufskonditionen zurückzuführen. Das im Vorjahr aufgetretene erhöhte Reklamationsaufkommen konnte im Geschäftsjahr 2018 deutlich reduziert werden. Dennoch ist die Materialaufwandsquote immer noch erheblich als zu hoch einzustufen. Der Personalaufwand lag auf Vorjahresniveau bei EUR 5,6 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.). Die Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 von EUR 6,8 Mio. in 2017 auf EUR 22,0 Mio. Dies resultiert im Wesentlichen aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts von EUR 19,0 Mio. (Vj. EUR 4,4 Mio.) aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs. Zusätzlich wurden Wertberichtungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Fälligkeit von über 180 Tagen in Höhe von EUR 0,08 Mio. vorgenommen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich ein Anstieg um EUR 4,6 Mio. auf EUR 9,0 Mio. (Vj. EUR 4,4 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus den zusätzlichen Aufwendungen aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs, insbesondere aus der Dotierung der Rückstellung für Abfindungen und Halteprämien in Höhe von EUR 2,8 Mio. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen im Zusammenhang mit der Cashpoolvereinbarung mit der Gesellschafterin in Höhe von EUR 0,08 Mio. enthalten. Im Vorjahr sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin und der Cashpoolvereinbarung mit der Gesellschafterin in Höhe von EUR 3,8 Mio. enthalten. Der deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf die in 2017 erfolgte Zinsfreistellung der Darlehensforderung durch die Gesellschafterin zurückzuführen. 2.3.2 Finanzlage Kapitalstruktur: Die Gesellschaft übernahm mit Zugehörigkeit zur Wittur-Gruppe eine Garantie für einen zwischen der Wittur Holding GmbH als Darlehensnehmer und der Credit Suisse International als Konsortialführer am 17. Februar 2015 geschlossenen Darlehensvertrag. Der Darlehensstand am 31. Dezember 2018 betrug EUR 464 Mio. auf den Term Loan B. In diesem Zusammenhang wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Neben der LM Liftmaterial GmbH stellen weitere Konzernunternehmen Sicherheiten. Die der Wittur Holding GmbH durch die Credit Suisse zugesagte kurzfristige Kreditlinie lag bei insgesamt EUR 80 Mio., davon wurden zum 31. Dezember 2018 EUR 0,0 Mio. genutzt. Diese Finanzierung wurde am 4. Oktober 2019 vorzeitig zurückgezahlt und durch zwei neue langfristige Darlehen in Höhe von EUR 770 Mio. und eine kurzfristige Kreditlinie in Höhe vom EUR 90 Mio. abgelöst. Für diese Neufinanzierungen haftet die LM Liftmaterial GmbH inhaltlich in gleicher Weise wie auch für die bisherige Finanzierung. Mit der Inanspruchnahme der LM Liftmaterial GmbH ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage in den wichtigen Märkten, der Stellung der übrigen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Märkten und der Ertragslage dieser Konzerngesellschaften aktuell nicht zu rechnen. Das aus der Bilanz ersichtliche negative Eigenkapital resultiert im Wesentlichen aus den negativen Ergebnissen der vorangegangenen Geschäftsjahre sowie aus der Verschmelzung in 2016. Das negative Ergebnis 2018 ergibt sich zum einen aus dem im Rahmen der Geschäftstätigkeit weiterhin niedrigen Umsatzerlösen und hierzu relativ hohen Materialaufwendungen, sowie aus den zusätzlichen Aufwendungen, die durch die beschlossene Einstellung der Geschäftstätigkeit verursacht werden. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis hat die Gesellschafterin mit Vertrag vom 18. Dezember 2017 die verbleibende Darlehensforderung für die Jahre 2018 und 2019 zinsfrei gestellt. Finanzierung: Die Finanzierung der Gesellschaft selbst erfolgt über Darlehen der Gesellschafterin Wittur Holding GmbH, das konzerninterne Cashpooling sowie erhaltene Anzahlungen. Bankverbindlichkeiten bestehen seitens der LM Liftmaterial GmbH nicht. Mit dem Erlassvertrag vom 18. Dezember 2017 hat die Gesellschafterin auf einen Darlehensteilbetrag in Höhe von EUR 4 Mio. verzichtet. Die verbleibende Darlehensforderung wurde zudem für die Jahre 2018 und 2019 zinsfrei gestellt und betrug zum 31. Dezember 2018 inklusive bis dahin aufgelaufener Zinsen EUR 48,5 Mio. Der Nominalbetrag sowie die aufgelaufenen Zinsen sind in mehr als fünf Jahren (1. April 2024) fällig. Darüber hinaus beinhaltet die Darlehensvereinbarung mit der Wittur Holding GmbH einen Rangrücktritt für das gewährte Darlehen inklusive der bis zur Endfälligkeit auflaufenden Zinsen. Zusätzlich besteht von Seiten der Gesellschafterin Wittur Holding GmbH eine Patronatserklärung, wonach die LM Liftmaterial GmbH mit zusätzlichen Liquiden Mitteln bis zu einem Höchstbetrag ausstattet wird. Am 6. November 2019 wurde diese Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2022 verlängert und der Höchstbetrag auf EUR 40,0 Mio. erhöht, so dass die Gesellschaft in der Lage ist, allen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der Finanzierungsstruktur der LM Liftmaterial GmbH ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass die durch die Einstellung des Geschäftsbetriebs entstandenen Aufwendungen sowie die zukünftig im Rahmen der sukzessiven Einstellung des Geschäftsbetriebes anfallenden Aufwendungen finanziell darstellbar sind. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgt stufenweise nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestandes voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten. Liquidität: Zudem ist die Gesellschaft durch Zugehörigkeit zur Wittur-Gruppe an den konzerninternen Cashpool angeschlossen, wodurch eine ausreichende Liquiditätsversorgung gewährleistet ist. Die Cashpool-Vereinbarung mit der Wittur Holding GmbH ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es besteht zwar ein ordentliches Kündigungsrecht von drei Monaten zum Quartalsende. Aufgrund der o.g. Patronatserklärung ist die Gesellschaft jedoch in der Lage, allen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von EUR 56,8 Mio. zum 31. Dezember 2017 auf EUR 59,9 Mio. zum 31. Dezember 2018 erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich von EUR 21,6 Mio. zum 31. Dezember 2017 auf EUR 0,0 Mio. zum 31. Dezember 2018. Der Rückgang resultiert insbesondere aus den außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie die Software aufgrund der beschlossenen sukzessiven Einstellung des Geschäftsbetriebs. Das Investitionsvolumen in 2018 lag bei EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.). Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände. Der Buchwert der Beteiligung an der New Lift Neue Elektronische Wege Steuerungsbau GmbH betrug zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.). Der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses überschlägig ermittelte Marktwert liegt über diesem Buchwert. Zum Jahresende belaufen sich die Vorräte auf EUR 2,3 Mio. (Vj. EUR 3,6 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr ein hoher Bestand an Kundenaufträgen zum Stichtag noch nicht an Kunden ausgeliefert war. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von EUR 5,2 Mio. zum 31.12.2017 auf EUR 4,4 Mio. zum 31.12.2018 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf das verbesserte Forderungsmanagement zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen bei EUR 0,5 Mio. (Vj. EUR 1,7 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr zum Bilanzstichtag noch offenen gewährten Gutschrift der Gesellschafterin für Managementdienstleistungen und Trademarkfees in Höhe von EUR 1,5 Mio. Im Geschäftsjahr wurde ebenfalls auf Managementdienstleistungen in Höhe von EUR 0,9 Mio. und Trademarkfees EUR 0,5 Mio. durch die Gesellschafterin verzichtet. Die liquiden Mittel haben sich von EUR 1,3 Mio. auf EUR 0,9 Mio. verringert. Die Gesellschaft bilanziert einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 42,1 Mio. (Vj. EUR 14,0 Mio.). Aufgrund der von der Alleingesellschafterin abgegebenen harten Patronatserklärung bis zur Höhe von Mio. EUR 40 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 sowie des Rangrücktritts auf das Gesellschafterdarlehen über Mio. EUR 48,5 liegt keine Unterbilanz im insolvenzrechtlichen Sinne vor. Mit dem Erlassvertrag vom 18. Dezember 2017 hat die Muttergesellschaft teilweise auf die Darlehensforderung in Höhe von EUR 4 Mio. verzichtet. Die verbleibende Darlehensforderung wurde zudem für die Jahre 2018 und 2019 zinsfrei gestellt und betrug zum 31. Dezember 2018 inklusive bis dahin aufgelaufener Zinsen EUR 48,5 Mio. Der Nominalbetrag sowie bis dahin aufgelaufene Zinsen sind in mehr als fünf Jahren (1. April 2024) fällig, Sonderkonditionen bestehen nicht. Die Darlehensvereinbarung beinhaltet einen Rangrücktritt für das gewährte Darlehen inklusive der bis zur Endfälligkeit aufgelaufenen Zinsen. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2018 EUR 4,4 Mio. im Vergleich zu EUR 1,2 Mio. zum 31. Dezember 2017. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für Abfindungen und Halteprämien in Höhe von EUR 2,8 Mio. zurückzuführen, die in der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs bis zum 31.12.2020 begründet ist. Zusätzlich resultiert der Anstieg aus der Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung gegenüber dem Vorjahr von EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,7 Mio. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich von EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,9 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken in Vergleich zum Vorjahr (von EUR 2,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,2 Mio. zum Bilanzstichtag 2018), da die Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb der Ziele unter Abzug von Skonto bezahlt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von EUR 52,9 Mio. auf EUR 53,2 Mio. im Geschäftsjahr 2018 gestiegen. Dies resultiert aus dem Anstieg der Cashpooling-Verbindlichkeit auf EUR 3,5 Mio. (Vj. EUR 2,0 Mio.). Von dieser Cashpooling-Verbindlichkeit wurden am 11. Februar 2019 EUR 1,5 Mio. in ein Intercompany-Darlehen mit einer Laufzeit von 24 Monaten umgewidmet. Für dieses Darlehen besteht keine Rangrücktrittsvereinbarung. Zusätzlich fallen jährliche Zinsen in Höhe von TEUR 68 für das Intercompany-Darlehen an. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT3.1 Prognosebericht 3.1.1 Gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2019 Für 2019 wird von einem Rückgang des Wachstums ausgegangen. Der IWF prognostiziert das globale Wachstum auf 3,5 % im Jahr 2019. Für Europa wird ein moderates Wachstum mit 1,6 %, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), angenommen. Für China wird ein Wirtschaftswachstum von 6,2 %, gemessen am BIP, prognostiziert 2. Aufzugsindustrie und deren Entwicklung im Jahr 2019 Für 2019 wird erwartet, dass der globale Aufzugsmarkt in der Aufzugsindustrie leicht ansteigt. Es wird erwartet, dass der Markt in China stabil bleibt, während für Indien und Südostasien ein starkes Wachstum prognostiziert wird. Für den europäischen Markt wird ebenfalls ein stabiles Wachstum erwartet, obwohl Unsicherheiten infolge des Brexits bestehen. In Nordamerika, im Mittleren Osten und Afrika wird eine stabile Entwicklung in 2019 erwartet. Des Weiteren wird ein starkes Wachstum im Modernisierungs- und Instandhaltungsmarkt erwartet und insoweit mit steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Wachstumsimpulse verspricht man sich auch durch die Einführung neuer Normen für den Aufzugsmarkt in verschiedenen Regionen. Diese neuen Normen gelten erstmals ab September 2017 für Neuinstallationen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird erwartet, dass der Geltungsbereich neuer Normen auch auf bestehende Aufzüge ausgeweitet und damit zusätzliches Auftragspotenzial auf dem Modernisierungsmarkt generiert wird. 3.1.2 Prognose für die Gesellschaft Die LM Liftmaterial GmbH erwartet für das laufende Jahr 2019 aufgrund der strategischen Entscheidung zur sukzessiven Einstellung des Geschäftsbetriebs einen Umsatz von EUR 22 Mio. Für das Jahr 2020 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz von EUR 4 Mio. Diese Umsätze resultieren aus der Abarbeitung des bestehenden Auftragsbestands und Auftragseingängen aus abgegebenen Angeboten im Geschäftsjahr 2019. Die Auftragsannahmen werden auf ein notwendiges Minimum reduziert. Für die Abarbeitung des Auftragsbestands wird weiterhin Fachpersonal in den Bereichen Applikation Engineering, Einkauf, Buchhaltung, Service und Customer Support vorgehalten. Alle bekannten negativen Effekte begründet durch die Einstellung des Geschäftsbetriebs wurden im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 bereits berücksichtigt. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019 beläuft sich auf ein negatives EBITDA in Höhe von rd. EUR 6,2 Mio.; für das Jahr 2020 wird mit einem ebenfalls negativen EBITDA in Höhe von rd. EUR 4,0 Mio. gerechnet. Unter der Voraussetzung, dass auch für 2020 eine Zinsfreistellung erfolgt, werden sich die Jahresfehlbeträge 2019 und 2020 in derselben Höhe bewegen. In Bezug auf die Unterbilanz sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit wird ausdrücklich auf die Ausführungen im Abschnitt "2.1 Einstellung des Geschäftsbetriebs" verwiesen. 3.2 Chancen und Risikobericht Chancen und Risikomanagement der Wittur-Gruppe Als globaler Akteur in der Aufzugsbranche und einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzugskomponenten ist die unternehmerische Tätigkeit der Wittur-Gruppe sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken führt das Management der Wittur-Gruppe regelmäßig eine einheitliche, systematische Befragung des lokalen Managements durch. Diese rollierend durchgeführte Abfrage der wesentlichen Chancen und Risiken wird vor dem Hintergrund immer komplexerer Unternehmensstrukturen sowie zunehmender Internationalität der Gruppe permanent weiterentwickelt. Die Risikopolitik der Wittur-Gruppe entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu erkennen und zu minimieren. Neben der Identifizierung der relevanten Geschäftsrisiken durch das lokale Management der operativen Einheiten sollen auch Maßnahmen aufgenommen werden, die bei Eintreten der Risiken entsprechend umgesetzt werden können. Der zeitliche Horizont der Risikobetrachtung beträgt in der Regel drei Jahre. Jedes Ereignis, das einen (positiven oder negativen) Einfluss auf das Geschäftsergebnis hat, welcher über den 3-Jahres-Plan hinausgeht, stellt dabei eine Chance bzw. ein Risiko dar. Alle Risiken werden auf Gruppenebene verifiziert und im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Wesentlichkeit (Relevanz) bzgl. der Auswirkung auf das Gruppenergebnis priorisiert und entsprechend nachverfolgt. Chancen und Risiken der LM Liftmaterial GmbH Die Chancen- und Risikoberichterstattung der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2018 durch die geplante sukzessive Einstellung des Geschäftsbetriebs geprägt. Aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft wurde mit dem Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2019 bestimmt, dass der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft nicht fortzuführen und sukzessive einzustellen ist. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgt stufenweise nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestands, voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten. Die nachfolgende Darstellung der Chancen- und Risikokategorien berücksichtigt die Sondersituation, in der sich die Gesellschaft demzufolge befindet: Marktchancen und -risiken Chancen und Risiken hieraus ergeben sich für die Gesellschaft aufgrund der sukzessiven Einstellung des Geschäftsbetriebs bis voraussichtlich zum 31.12.2020 nicht mehr. Wie dargestellt, erfolgt lediglich noch die Abarbeitung des bestehenden Auftragsbestands sowie aus eventuellen Auftragseingängen aus im Geschäftsjahr 2019 abgegebenen Angeboten; Auftragsannahmen werden auf ein notwendiges Minimum reduziert. Operative Chancen und Risiken Operative Chancen, z.B. aus der gruppenweiten Standardisierung der Qualitätskontrolle, lassen sich von der Gesellschaft im Zuge der sukzessiven Einstellung des Geschäftsbetriebs allenfalls noch bedingt realisieren. Konjunkturelle Entwicklungen sind nicht mehr von Belang. Operative Risiken ergeben sich naturgemäß im Rahmen der planmäßigen Abarbeitung der verbliebenen Aufträge. Wir erwarten hieraus jedoch keine bemerkenswerten Einzel- oder Sonderrisiken. Für mögliche Gewährleistungsfälle besteht eine entsprechend dotierte Rückstellung. Sollten sich ungeplante Garantieverpflichtungen sowie aus dem Ersatzteilgeschäft zusätzliche nicht vorhersehbare Verpflichtungen ergeben, werden diese von anderen Konzerngesellschaften entsprechend der Planung für die Wittur-Gruppe übernommen werden. Finanzchancen und -risiken Liquiditäts-, Zahlungsausfall-, Zins- und Fremdwährungsrisiken werden fortlaufend zentral überwacht. Es werden geeignete Maßnahmen getroffen, um diese Risiken für die Gesellschaft zu minimieren. Liquiditätsrisiko: Für die Gesellschaft können sich im Rahmen der Abwicklung bis zur möglichen Schlussliquidation Liquiditätsrisiken aus unbekannten bzw. unvorhersehbaren Verpflichtungen ergeben. Die LM Liftmaterial GmbH ist in den Cashpool der Wittur-Gruppe eingebunden und verfügt so jederzeit über ausreichende Liquidität. Die Cashpoolvereinbarung ist auf unbegrenzte Zeit geschlossen, kann jedoch mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Quartal beidseitig gekündigt werden. Sollte die Cashpoolvereinbarung gekündigt werden, kann sich für die Gesellschaft ein Liquiditätsengpass ergeben. Aus der Gesellschafterfinanzierung sollten sich aufgrund der langen Laufzeit (bis zum 1. April 2024) grundsätzlich keine Liquiditätsrisiken ergeben. Darüber hinaus besteht diesbezüglich in voller Höhe eine Rangrücktrittserklärung. Aufgrund der harten Patronatserklärung, welche von der Gesellschafterin Wittur Holding GmbH bis zu einem Höchstbetrag von EUR 40,0 Mio. bis zum 30. Juni 2022 gewährt wurde, ist die Liquidität der LM Liftmaterial GmbH sichergestellt. Nach der derzeitigen Planung ist somit eine geordnete Abwicklung bis zur möglichen Schlussliquidation gewährleistet. Durch das am 4. Oktober 2019 neu aufgesetzte Finanzierungsmodell bei der Wittur Holding GmbH mit Ablösung der alten Finanzierung durch Aufnahme von zwei neuen langfristigen Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 770 Mio. und Einräumung einer kurzfristigen Kreditlinie in Höhe vom EUR 90 Mio. ist die Finanzierung der Wittur-Gruppe und damit der LM Liftmaterial GmbH weiterhin sichergestellt. Zahlungsausfallrisiko: Zahlungsausfallrisiken bestehen darin, dass ein Kunde oder Geschäftspartner nicht in der Lage ist, seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig und vollständig nachzukommen. Das Zahlungsausfallrisiko hängt von den individuellen Charakteristiken der jeweiligen Gegenpartei ab. Das Zahlungsausfallrisiko wird minimiert, indem die Gesellschaft nur mit Geschäftspartnern zusammenarbeitet, die eine Bonitätsprüfung durchlaufen haben. Transaktionen auf Kredit werden nur nach vorhergehender Prüfung der Kreditwürdigkeit durchgeführt. Die Forderungsstruktur wird durch die Gesellschaft regelmäßig überwacht und analysiert. Derzeit sind keine erwähnenswerten Risiken zu erkennen; und wir erwarten auch im Rahmen der planmäßigen Abarbeitung der verbliebenen Aufträge keine wesentlichen derartigen Risiken. Zinsrisiko: Die Gesellschaft ist aufgrund der fixen Verzinsung der Cashpool-Verbindlichkeiten sowie der festen Verzinsung des Gesellschafterdarlehens bis zum Laufzeitende derzeit keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Ein Zinsrisiko besteht jedoch insoweit, als bislang in Bezug auf das Gesellschafterdarlehen noch keine Zinsfreistellung für das Geschäftsjahr 2020 ausgesprochen worden ist. Sollte keine Zinsfreistellung erfolgen, würde dies das Jahresergebnis 2020 um rd. EUR 3,5 bis 4,0 Mio. verschlechtern. Fremdwährungsrisiko: Im Geschäftsjahr sowie zum Stichtag bestehen nur geringe Risiken aus Fremdwährung, da die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit in der Eurozone ausübt und Rechnungen ausschließlich in EUR fakturiert. Dies wird sich auch im Rahmen der planmäßigen Abarbeitung der verbliebenen Aufträge nicht ändern. Gesamtbeurteilung der Risikolage Für die LM Liftmaterial GmbH ist die planmäßige Einstellung des Geschäftsbetriebs, bis voraussichtlich zum 31.12.2020, beschlossen. Dementsprechend ergeben sich nur noch einzelne Risiken, insbesondere im Bereich der Liquidität. Die Liquiditätsrisiken sind durch die oben genannte Rangrücktrittserklärung sowie die Patronatserklärung zumindest bis zum 30. Juni 2022 abgedeckt. Chancen können aufgrund der beschriebenen Sondersituation derzeit nicht identifiziert werden.
Sulzemoos, 6. Dezember 2019 Ahmet Kanbolat, Geschäftsführer Urs Affolter, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2018AKTIVA
Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit 01.01. bis zum 31.12.2018
LM Liftmaterial GmbH, SulzemoosAmtsgericht München, HRB 223151Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018VorbemerkungenDie Gesellschaft war bis zum 31. März 2016 ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Sematic S.p.A. Italien. Seit dem 1. April 2016 gehört die Gesellschaft zum unmittelbaren Anteilsbesitz der Wittur Holding GmbH, Sulzemoos. Die Akquisition der Gesellschaft erfolgte in einem ersten Schritt durch die Wittur LM Holding GmbH. Im zweiten Schritt wurde die Gesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf die Wittur LM Holding GmbH verschmolzen, welche zuvor am 13. Januar 2016 gegründet worden war. Im letzten Schritt kam es dann zur Umfirmierung der Wittur LM Holding GmbH in LM Liftmaterial GmbH. Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. September 2019 wurde aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft bestimmt, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft nicht fortzuführen und einzustellen. Die Einstellung des Geschäftsbetriebes erfolgt sukzessive nach Maßgabe der Erfordernisse des restlichen Auftragsbestandes, voraussichtlich bis zum 31.12.2020. Darüber hinaus wird das Ersatzteilgeschäft für die Gewährleistungsfrist aufrechterhalten werden. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurde aufgrund der vorstehend erwähnten Beschlussfassung durch die Gesellschafterversammlung nicht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen. Soweit sich die Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bei einzelnen Bilanzposten auswirkt, wird dies nachfolgend gesondert dargestellt. Aufgrund einer von der Alleingesellschafterin abgegebenen harten Patronatserklärung bis zur Höhe von Mio. EUR 40 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 sowie des Rangrücktritts auf das (zinslos gestellte) langfristige Gesellschafterdarlehen über Mio. EUR 48,5 ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert und es liegt keine Unterbilanz im insolvenzrechtlichen Sinne vor. In Bezug auf eine ausführliche Darstellung der Sachlage verweisen wir auf den Abschnitt "2.1 Einstellung des Geschäftsbetriebs" im Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - bis auf die vorstehend erwähnte Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - grundsätzlich unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Ausweisänderungen erfolgten im Bereich der Vorräte; diese werden dort erläutert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist durch die o.g. Verschmelzung entstanden und wurde bisher, dem Lebenszyklus der Produkte der Gesellschaft entsprechend, planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs und somit des Wegfalls der Fortführungsannahme wurden die immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Geschäfts- und Firmenwert zum 31. Dezember 2018 außerplanmäßig vollständig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert, bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 EUR (bis 31.12.2017: 410,00 EUR) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft Büroausstattung, Computer-Hardware, Messeaufbauten und Maschinen. Aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs wurden die Büroausstattung und die Messeaufbauten in voller Höhe außerplanmäßig zum 31. Dezember 2018 abgeschrieben. Die Computer-Hardware wurde aufgrund der teilweise verkürzten Restnutzungsdauer außerplanmäßig abgeschrieben, wobei von einer Restnutzungsdauer bis zum 31. Dezember 2020 ausgegangen wurde. Die Maschinen wurden auf die aktuell niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben, falls diese geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten waren. Des Weiteren wurden die Maschinen aufgrund der teilweise verkürzten Restnutzungsdauer außerplanmäßig abgeschrieben, wobei von einer Restnutzungsdauer bis zum 31. Dezember 2020 ausgegangen wurde. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt; Abschreibungen erfolgen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Der für die bestehende Beteiligung überschlägig ermittelte Marktwert liegt oberhalb des Buchwerts, so dass keine außerplanmäßige Abschreibung angezeigt war. Vorräte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt mit den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Bei den Vorräten wurden bislang gesammelt unter den Waren ausgewiesene Vorratsbestände entsprechend in die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bzw. in die unfertigen Erzeugnissen umgegliedert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte ebenfalls angepasst; hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs und somit des Wegfalls der Fortführungsannahme wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von 180 Tagen, die bereits teilweise einzelwertberichtigt wurden, nun vollständig wertberichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen, die in Folgejahren, bis längstens zum 31.12.2020, zu Aufwand führen. Das Eigenkapital wird mit dem Nominalwert angesetzt. Der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wurde gemäß § 268 Abs. 3 HGB am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite ausgewiesen (Aktiva D.). Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, einschließlich der sich aus der o.g. Einstellung des Geschäftsbetriebs ergebenden zusätzlichen Verpflichtungen und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank bekannt ermittelt und gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden, sofern sie innerhalb eines Jahres fällig sind, nach den Grundsätzen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Ansonsten werden sie unter Berücksichtigung des Realisations- und des Imparitätsprinzips bewertet. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen bzw. Steuerentlastungen mit dem unternehmensindividuellen Ertragssteuersatz von z.Z. 26,3 % (15,8 % KSt plus SolZ sowie 10,5 % GewSt) bewertet. Ein sich gegebenenfalls daraus insgesamt ergebender aktiver latenter Steuerüberhang würde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB nicht bilanziert. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Der Buchwert der Finanzanlagen beträgt zum 31.12.2018, unverändert gegenüber dem Vorjahr, TEUR 8.995. Der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses überschlägig ermittelte Marktwert liegt über diesem Buchwert. Vorräte Bei den Vorräten wurden bislang gesammelt unter den Waren ausgewiesene Vorratsbestände von insgesamt TEUR 2.425 in die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 1.104) bzw. in die unfertigen Erzeugnisse (TEUR 1.321) umgegliedert und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 535 (Vj. TEUR 208) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen - wie im Vorjahr - Steuerforderungen gegen das Finanzamt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Posten, die zu Aufwand in den Folgejahren Ruhren. Es handelt sich hierbei um abgegrenzte Zahlungen gegenüber Lieferanten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 3.196 (Vj. TEUR 634). Davon entfallen TEUR 2.789 auf die Rückstellungen für Abfindungen und Halteprämien, die auf die vorgesehene Einstellung des Geschäftsbetriebs zurückzuführen sind. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Rückstellungen die Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 667 (Vj. TEUR 372) sowie weitere Rückstellungen aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs in Höhe von TEUR 361. Letztere teilt sich wie folgt auf: Entschädigungszahlungen aus Leasingverpflichtungen TEUR 113, Beratungskosten TEUR 107, Verpflichtungen für die Gebäuderäumung und -renovierung TEUR 60 und sonstige Verpflichtungen TEUR 80. Erhaltene Anzahlungen Es handelt sich hierbei um erhaltene Anzahlungen auf kurzfristige Bestellungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.178 (Vj. TEUR 2.185) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 53.212 (Vj. TEUR 52.873). Davon entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.168 (Vj. TEUR 2.299), davon gegenüber dem Gesellschafter TEUR 112 (Vj. TEUR 0). Auf Cashpooling mit dem Gesellschafter entfallen TEUR 3.502 (Vj. TEUR 2.005) und auf ein Gesellschafterdarlehen (inklusive aufgelaufener Zinsen) TEUR 48.542 (Vj. TEUR 48.542). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.168 (Vj. TEUR 2.299) und die Verbindlichkeiten aus Cashpooling haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Darlehensverbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter hat in voller Höhe eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und ist mit einer Rangrücktrittsvereinbarung unterlegt. Zusätzlich wurde von der Muttergesellschaft Wittur Holding GmbH eine Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2022 gewährt, welche die LM Liftmaterial GmbH mit zusätzlichen Liquiden Mitteln bis zu einem Höchstbetrag von Mio. EUR 40 ausstattet, so dass die Gesellschaft stets in der Lage ist, allen fälligen Verbindlichkeiten nachzukommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen betragen TEUR 13 (Vj. TEUR 73) und haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 120 (Vj. TEUR 77) beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 75 (Vj. TEUR 68) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 1). Sämtliche sonstige Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden erbracht und der Gefahrenübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 4.713 auf TEUR 1.753 in 2018 zurückgegangen. Der deutliche Rückgang resultiert im Wesentlichen daraus, dass die verbleibende Darlehensforderung mit dem Erlassvertrag vom 18. Dezember 2017 durch die Muttergesellschaft für die Jahre 2018 und 2019 zinsfrei gestellt wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge in 2018 enthalten Forderungsverzichte der Gesellschafterin auf die Trademarkfee in Höhe von TEUR 529 und die Management Service Fee in Höhe von TEUR 904. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge Forderungsverzichte auf Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von insgesamt TEUR 4.000. Des Weiteren sind Erträge aus Kostenverrechnungen an Mitarbeiter von TEUR 153 (Vj. TEUR 147) angefallen. Zusätzlich sind periodenfremde Erträge von TEUR 132 (Vj. TEUR 297) aus der Auflösung von Rückstellungen, Gewinne aus Anlagenabgang von TEUR 0 (Vj. TEUR 85) sowie sonstige Erträge aus Vorjahren von TEUR 25 (Vj. TEUR 170) im laufenden Abschluss enthalten. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Ausgangsfrachten TEUR 586 (Vj. TEUR 626), IT-Kosten TEUR 437 (Vj. TEUR 373), Gebühren des Gesellschafters für Markennutzung und Managementdienstleistungen TEUR 1.434 (Vj. TEUR 526), Weiterbelastung für Miete und Personalverleih TEUR 498 (Vj. TEUR 480). Aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs sind folgende zusätzliche Aufwendungen enthalten: Abfindungen und Halteprämien von TEUR 2.789, Entschädigungszahlungen aus Leasingverpflichtungen von TEUR 113, Beratungskosten von TEUR 107, Verpflichtungen für Gebäuderäumung und -renovierung von TEUR 60, sonstige Verpflichtungen von TEUR 80.. Die Abschreibungen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.064 (Vj. TEUR 2.440). Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 19.049 (Vj. TEUR 4.401) durchgeführt, aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs und somit des Wegfalls der Fortführungsarmahme. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die entgeltlich erworbene Software in Höhe von TEUR 782 (Vj. TEUR 0) sowie auf die Sachanlagen in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 0) aufgrund der beschlossenen Einstellung des Geschäftsbetriebs und somit des Wegfalls der Fortführungsannahme vorgenommen. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden TEUR 84 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 600 (Vj. TEUR 900) beinhalten die Ausschüttungen der New Lift Neue Elektronische Wege Steuerungsbau GmbH im Geschäftsjahr. Im Zinsaufwand sind im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen im Zusammenhang der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 84 enthalten. Im Vorjahr sind im Zinsaufwand Aufwendungen im Zusammenhang mit der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin und der Cash-Pooling-Vereinbarung in Höhe von TEUR 3.778 enthalten. Der deutliche Rückgang im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die verbleibende Darlehensforderung mit dem Erlassvertrag vom 18. Dezember 2017 durch die Gesellschafterin für die Jahre 2018 und 2019 zinsfrei gestellt wurde. Im Berichtsjahr 2018 fielen keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an (Vj. Ertrag aus latenter Steuer TEUR 578). Haftungsverhältnisse Die LM Liftmaterial GmbH übernahm mit ihrer Zugehörigkeit zur Wittur-Gruppe eine Garantie für einen zwischen der Wittur Holding GmbH als Darlehensnehmer und der Credit Suisse International als Konsortialführer am 7. Februar 2015 geschlossenen Darlehensvertrag. Der Darlehensstand des langfristigen Term Loan B betrug am 31. Dezember 2018 Mio. EUR 464. In diesem Zusammenhang wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Neben der LM Liftmaterial GmbH stellen weitere Konzernunternehmen Sicherheiten. Die der Wittur Holding GmbH durch die Credit Suisse zugesagten kurzfristigen Kreditlinien liegen bei insgesamt EUR 80 Mio. Diese kurzfristigen Kreditlinien waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen. Die LM Liftmaterial GmbH haftet im gleicher Form auch für die unter dem 4. Oktober 2019 geschlossene Neufinanzierung über Mio. EUR 770 bzw. Mio. EUR 90 (siehe hierzu auch die Nachtragsberichterstattung unten). Mit der Inanspruchnahme der LM Liftmaterial GmbH ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage in den wichtigen Märkten, der Stellung der übrigen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Märkten und einer positiven Ertragslage dieser Konzerngesellschaften aktuell nicht zu rechnen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 408 (Vj. TEUR 338). Die gesamten finanziellen Verpflichtungen werden wie folgt fällig:
Diese Verträge wurden ursprünglich geschlossen, um eine sichere Planungsgrundlage für die Liquiditätssteuerung zu haben und den Umfang der Fremdfinanzierung zu minimieren. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres 71,8 Mitarbeiter (Vj. 68,3 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon waren (11,3) gewerbliche Arbeitnehmer, 60,4 Angestellte im Durchschnitt während des Geschäftsjahres beschäftigt. Zum Stichtag waren 76 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 69 Mitarbeiter). Davon waren 13 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 10). Geschäftsführer Derzeitige Mitglieder der Geschäftsführung:
Im Laufe des Geschäftsjahres sowie seit Geschäftsjahresende ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung:
Für die Geschäftsführer wird hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den IFRS-Konzernabschluss der Wittur International Holding GmbH, Sulzemoos, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den IFRS-Konzernabschluss der Elevate (BC) S.C.A., Luxemburg, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Als außergewöhnlich im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB sind zu qualifizieren:
ErgebnisverwendungAufgrund des bestehenden Verlustvortrages wurde kein Ergebnisverwendungsvorschlag erstellt. Nach dem GmbHG ist der in 2018 erzielte Jahresfehlbetrag in Höhe von 28.088.848,61 EUR dem bestehenden Verlustvortrag zuzurechnen. Der danach sich ergebende Verlustvortrag beträgt 42.061.528,02 EUR. NachtragsberichtAm 4. Oktober 2019 wurde die Finanzierung bei der Wittur Holding GmbH vorzeitig zurückgezahlt und durch zwei neue langfristige Darlehen in Höhe von EUR 770 Mio. und eine kurzfristige Kreditlinie in Höhe vom EUR 90 Mio. abgelöst. Als Sicherheit wurden neben Kontensalden die Anteile an verschiedenen Tochterunternehmen verpfändet. Die Haftung der LM Liftmaterial GmbH in Zusammenhang mit diesen Darlehen aus der Umschuldung hat sich gegenüber dem bisherigen Stand (siehe oben "Haftungsverhältnisse") inhaltlich nicht geändert. Außerdem wurden am 11. Februar 2019 EUR 1,5 Mio. der Cashpooling-Verbindlichkeit in ein Intercompany-Darlehen mit einer Laufzeit von 24 Monaten umgewidmet. Für dieses Darlehen besteht keine Rangrücktrittsvereinbarung.
Sulzemoos, 6. Dezember 2019 Ahmet Kanbolat, Geschäftsführer Urs Affolter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LM Liftmaterial GmbH, Sulzemoos, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LM Liftmaterial GmbH, Sulzemoos, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir machen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in den Abschnitten "Vorbemerkungen" und "Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie "1.1 Geschäftsmodell" und insbesondere "2.1 Einstellung des Geschäftsbetriebs" des Lageberichts in Bezug auf die Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufmerksam. Die gesetzlichen Vertreter verweisen dazu auf den am 16. September 2019 von der Gesellschafterversammlung gefassten Beschluss zur Einstellung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft und legen dar, dass aufgrund der Rangrücktrittserklärung sowie einer Patronatserklärung der Alleingesellschafterin eine geordnete Abwicklung bis zur möglichen Schlussliquidation gewährleistet ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung des Geschäftsbetriebs zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Einstellung des Geschäftsbetriebs, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 6. Dezember 2019 Deloitte
GmbH
Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer Oliver Pointl, Wirtschaftsprüfer |
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