Einhaus-Gruppe Operating GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhard Reinartz seit 27.3.2024 | Geschäftsführer |
Volker Johannes Weiss seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Martin Broszat seit 30.7.2020 | Prokura |
Jörg Heiner Ahmann seit 30.8.2017 | Prokura |
Marlies Schweins seit 28.3.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SMT Scharf GmbHHammJahresabschluss zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016Wirtschaftliches Umfeld Die SMT Scharf GmbH entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen und Logistiksysteme für den Bergbau unter Tage und für den Tunnelbau. Das Geschäftsprofil der SMT Scharf GmbH lässt sich anhand folgender Kriterien beschreiben: Geschäftsfelder Hauptprodukt des Unternehmens sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die im untertägigen Bergbau eingesetzt werden. Sie sind technisch in der Lage, Personal und Material bis zu 45 Tonnen bei Steigungen von bis zu 35 Grad zu transportieren. Ein Nebenprodukt sind Sessellifte für den Bergbau. Zum Produktportfolio gehört auch die Entwicklung und Installation von Schienen- und Kabelführungssystemen, die zum Beispiel zur Energieversorgung von Transportmaschinen benötigt werden. Das derzeit im Aufbau befindliche Geschäftsfeld Tunnellogistik, das in den kommenden Jahren zusätzliches Umsatzpotenzial verspricht, soll zu einem weiteren Standbein ausgebaut werden. Art des Geschäfts Kern der Geschäftstätigkeit ist die Produktion und Installation von Neuanlagen. Dazu kommen nachgelagerte Services und Dienstleistungen (Ersatzteile, Wartungen, Reparaturen). Deren Anteil am Umsatz betrug im Durchschnitt der vergangenen Jahre etwa 50 Prozent - mit zuletzt deutlich steigender Tendenz aufgrund der Zurückhaltung bei Neuinvestitionen der Bergwerksbetreiber. SMT Scharf tritt auf Kundenwunsch vereinzelt auch als Betreiber von Bahnen auf. Kundengruppen Die Produkte von SMT Scharf werden vorrangig im Steinkohlebergbau (Segment Kohlebergbau), zunehmend aber auch beim Abbau von Gold, Platin, Kupfer, Nickel oder Salzen, dem sogenannten Hard Rock -Bergbau verwendet (zusammengefasst im Segment Nicht -Kohle -Bergbau). Unternehmen aus dem Tunnelbau sollen zukünftig hinzukommen (Segment Tunnel). Regionen SMT Scharf vertreibt die eigenen Produkte über Tochtergesellschaften, die in den weltweit wichtigsten Bergbaunationen ansässig sind. Dazu gehören v.a. die Auslandsmärkte in Russland, Polen, China und Südafrika. Der deutsche Heimatmarkt spielt im Bergbau nur noch eine untergeordnete Rolle. Nach vorläufigen Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft 2016 um 3,1% und damit etwas schwächer als im Vorjahr (3,2%). Die chinesische Volkswirtschaft konnte sich nach einem schwachen Beginn im Jahresverlauf zunehmend stabilisieren. Auch in Russland setzte eine Erholung gegenüber 2015 ein, gleichwohl entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dort weiter rückläufig. Auch in Polen schwächte sich das Wachstum nach den dynamisch verlaufenden Vorjahren leicht ab, lag aber immer noch deutlich über dem Niveau der Eurozone. In Südafrika konnte sich das Wachstumstempo nicht beschleunigen. Die vier genannten Länder stellen die wichtigsten Absatzmärkte von SMT Scharf dar; die dortigen Kunden sind zusammen regelmäßig für mehr als 75% des Konzernumsatzes verantwortlich.
SMT Scharf begrenzt den Einfluss von Wechselkursrisiken durch teilweise Verlagerung von Produktions- und Einkaufsprozessen in die Absatzmärkte des Unternehmens. Neuanlagen werden jedoch weiterhin überwiegend in Deutschland gefertigt. In den vier wichtigsten Währungen der SMT Scharf GmbH gab es im Berichtszeitraum dennoch teilweise starke Bewegungen: Der südafrikanische Rand, aber auch der russische Rubel verzeichneten angesichts der sich stabilisierenden Rohstoffpreise einen Wertgewinn gegenüber dem Euro (Kaufkraftminderung des Euro von knapp 15% beziehungsweise 20% im Vergleich zum Vorjahr). Die Produkte von SMT Scharf sind in diesen Ländern - umgerechnet in die Landeswährung - also wieder deutlich billiger geworden. Dagegen wertete der Euro gegenüber dem chinesischen Yuan Renminbi um 4% auf.
Die Preise der wichtigsten energetischen Rohstoffe und Metalle sind im Berichtszeitraum gefallen. Damit hat sich die seit Anfang 2011 zu beobachtende Abwärtsbewegung der Rohstoffpreise fortgesetzt. Der für SMT Scharf wichtige Kohlesektor ist dabei besonders betroffen. Der Kohlepreis ist auf dem Weltmarkt in den vergangenen zwölf Monaten um 17 % gefallen. Auf Sicht der vergangenen fünf Jahre sind es 35%. In diesem schwierigen Umfeld sind die Betreiber der weltweiten Kohleminen und -bergwerke auch in Folge von Überkapazitäten nicht mehr in der Lage, entsprechend zu investieren. Selbst notwendige Instandhaltungsinvestitionen werden nur verzögert umgesetzt. Allerdings steigt insgesamt die Nachfrage nach Service- und Reparatur- Dienstleistungen entsprechend. Die Entwicklungen in der Weltwirtschaft und die Zurückhaltung bei den Bergbauinvestitionen werden nach Einschätzung des Fachverband Bergbaumaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dazu führen, dass sich das Geschäft für die deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen im laufenden Jahr weiter rückläufig entwickeln wird. Aufgrund der schwachen Branchenkonjunktur rechnet der Fachverband für das Gesamtjahr mit einem erneuten Umsatzrückgang in der Branche im oberen einstelligen Prozentbereich. Neben den anhaltend niedrigen Rohstoffpreisen trägt dazu auch die unerwartet starke Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China bei. Die sinkende Nachfrage durch einen der weltweit größten Rohstoffabnehmer trug einen wichtigen Teil zu den geringeren Investitionen der globalen Bergbauindustrie bei. Steuerungssystem Für die SMT Scharf GmbH ist das jeweilige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) die wesentliche Steuerungsgröße, eine weitere Größe ist die Materialaufwandsquote. Für den Vertrieb spielt der jeweilige Marktanteil von SMT Scharf am weltweiten Gesamtmarkt oder in den Zielmärkten eine Rolle. Geschäftsentwicklung Der Umsatz im Jahr 2016 sank gegenüber dem Vorjahr um -5.211 T€ auf 21.787 T€. (Vorjahr 26.998 T€). Davon entfielen 19.317 T€ auf Märkte außerhalb Deutschlands, was gegenüber 2015 einem Rückgang des Anteils auf 89 % entsprach. Die Gesellschaft hat sich trotz des schwierigen Marktumfeldes mehr als behauptet und deutlich besser als der Markt abgeschnitten. Das Vorjahresergebnis, welches eine Betriebsleistung in Höhe von 26.684 T€ und ein positives Ergebnis beinhaltete konnte trotz geringerer Betriebsleistung von 21.139 T€ noch um 284 T€ übertroffen werden. Das EBIT der Gesellschaft liegt bei 1.459 T€ (Vorjahr 1.015 T€). Zum Jahresende 2016 lag der Auftragsbestand der SMT Scharf GmbH bei 5.520 T€ (Vorjahr 4.539 T€) was gegenüber dem Vorjahr einen erfreulichen Anstieg um 22% darstellt. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Vermögenslage: Das Eigenkapital belief sich per 31. Dezember 2016 auf 14.660T€ gegenüber 13.822 T€ ein Jahr zuvor. Bei einer Bilanzsumme von 25.969 T€ entspricht das einer Eigenkapitalquote von 56 % gegenüber 50 % ein Jahr zuvor.Das Umlaufvermögen lag zum Jahresende leicht über dem Wert des Vorjahrs. Trotz erhöhter Vorräte wirkte sich hier das aktive Forderungsmanagement positiv aus. Die Forderungen liegen mit 14.578 T€ weit unter dem Vorjahreswert von 16.405 T€. Haupteinfluss der reduzierten immateriellen Vermögensgegenstände war eine Sonderabschreibung in Höhe von 1.009 TE für ein aktiviertes Entwicklungsprojekt, für das die Gesellschaft von keiner zukünftigen Nutzbarkeit ausgeht. Die Finanzanlagen liegen bei 733 T€ (Vorjahr 840 T€). Die Verringerung resultiert aus der Liquidation der SMT Scharf International OÜ, Estland. Die wesentlichen Änderungen auf der Passivseite ergaben sich aus dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen (-1.452 T€) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-1.899 T€). Ertragslage: Die SMT Scharf GmbH erzielte im Jahr 2016 ein Ergebnis in Höhe von 839 T€ (Vorjahr 554 T€). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zur Betriebsleistung) sank gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch Wertberichtigungen auf Vorratsvermögen im Vorjahr, von 66% auf 59 %. Dagegen stieg die Personalaufwandsquote auf 23 % (Vorjahr 22%) aufgrund des geringeren Umsatzes. Die übrigen Aufwendungen und Erträge stiegen auf 18% der Betriebsleistung (Vorjahr 12%). Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:
Finanzlage: Der Bestand liquider Mittel einschließlich der Wertpapiere des Umlaufvermögens verminderte sich auf 582 T€ (Vorjahr 792 T€). Ein Teilbetrag von 356 T€ (Vorjahr 362 T€) der Wertpapiere und liquiden Mittel ist nach wie vor für einen Härte- und Sozialfonds zweckgebunden. Investitionen: Im Geschäftsjahr 2016 investierte die Gesellschaft 146T€ in Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen in einem für SMT Scharf üblichen Umfang. Die Finanzanlagen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Liquidation der SMT Scharf International OÜ, Estland. Der Bilanzgewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 6% von 13.697 T€ im Vorjahr auf 14.535 T€. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Trotz des schwierigen Marktes in 2016 konnte die SMT Scharf GmbH das Jahr mit einem positiven Ergebnis abschließen. Die Vermögens- und Finanzierungssituation des Unternehmens blieb weiterhin stabil: Die Eigenkapitalquote liegt über 50%, die Finanzverschuldung ist niedrig. In der Folge ist die SMT Scharf GmbH für die Aufgaben der kommenden Geschäftsjahre gut aufgestellt. Forschung und Entwicklung Der Aufbau von lokalen Kompetenzzentren mit wachsender Fertigungstiefe hat erfolgreich stattgefunden, v.a. in Polen, Russland und China. Die Schaffung von Synergien durch weitere Vernetzung der Standorte wird effizient umgesetzt. Durch internationale Projektteams werden wichtige Weiter- und Neuentwicklungen der vorhandenen Produktpalette beschleunigt und durch gezielte Kundenabstimmung auf die jeweilige Nachfrage am lokalen Markt verbessert. Gleichzeitig sorgen eine lokale Fertigung sowie ein globales Lieferantennetzwerk für Lieferzeiten, die den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Ein innovativer, modularer Aufbau der Maschinen trägt durch möglichst viele Gleichteile zur Kostenoptimierung bei. Für innovative Anwendungen jenseits des untertägigen Kohlebergbaus können neue Transporttechniken auf Basis unserer Erfahrung mit Einschienenhängebahnen für den Tunnelbau sowie den Abbau von weiteren Bodenschätzen entwickelt werden. Die SMT Scharf GmbH investierte im Jahr 2016 nicht in Entwicklungsprojekte für Forschung und Entwicklung, die die Aktivierungskriterien erfüllen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2016 2.412 T€ (2015: 2.090 T€). Personal Zum 31. Dezember 2016 hatte die SMT Scharf GmbH 78 Mitarbeiter, darunter 3 Auszubildende. Im Vorjahr waren es 87 Beschäftigte (davon 5 Auszubildende). Anfang 2006 wurde aufgrund einer Betriebsvereinbarung ein Härte- und Sozialfonds mit 990 T€ dotiert, der bei der SMT Scharf GmbH und der SMT Scharf Saar GmbH die Folgen betriebs- oder krankheitsbedingter Kündigungen sowie anderer Härten abmildern soll. Darüber hinaus werden die Mittel des Fonds vereinbarungsgemäß zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben zur Verfügung gestellt. Eine von Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzte Kommission entscheidet über die Verwendung der Mittel. Seit Beginn 2015 wurde dieser Härte- und Sozialfonds zwischen beiden Gesellschaften getrennt. Er betrug bei der SMT Scharf GmbH am Geschäftsjahresende 356 T€ (Vorjahr 362 T€). Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Risikomanagement SMT Scharf GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem (RMS) das in die Planungs-, Steuerungs- und Kontrollabläufe der Gesellschaft vollständig integriert ist. Damit ist das RMS ein zentraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmenssteuerung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Ziele des Risikomanagements sind die Früherkennung von Chancen und Risiken, um unmittelbar geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten und danach laufend zu überwachen. Das Risikomanagement basiert ganz wesentlich auf internen Regelungen, die in Form von Richtlinien festgeschrieben und im Prozess der Unternehmenssteuerung und -überwachung implementiert sind. Wesentliche Elemente des Prozesses sind die strategische und operative Planung, die Wochen-, Monats- und Quartalsberichterstattung an die Geschäftsführung sowie die Vorbereitung von Investitionsentscheidungen. Die fortlaufende Berichterstattung dient konzernweit der Steuerung des geschäftlichen Erfolgs ebenso wie der laufenden Chancen- und Risikoüberwachung und -kommunikation. Kurzfristig auftretende Risiken werden unverzüglich und auf direktem Wege an diejenigen Organisationseinheiten kommuniziert, die für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der jeweiligen Risiken verantwortlich sind. Risikomanagementbeauftragte innerhalb dieser Organisationseinheiten haben die Aufgabe, die Risikomaßnahmen zu koordinieren und die Risikokommunikation an die jeweils übergeordnete Ebene zu gewährleisten. Das interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil des Risikomanagements der SMT Scharf GmbH. Hauptziel des IKS ist es, sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle in der Berichterstattung zutreffend abgebildet werden. Abweichungen von internen oder externen Regelungen sollen so verhindert werden. Bezogen auf die externe Rechnungslegung soll v.a. die Konformität der Abschlüsse mit den jeweils geltenden Regelwerken gewährleistet werden. Dazu sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement entsprechend den rechnungslegenden Einheiten gegliedert. Innerhalb der SMT Scharf -Gruppe bestehen einheitliche Regelungen zur Rechnungslegung, deren Einhaltung fortlaufend kontrolliert wird. Zur Steuerung einzelner Risiken der Rechnungslegung, z. B. bei versicherungsmathematischen Bewertungen, werden fallweise externe Spezialisten hinzugezogen. In der SMT Scharf Gruppe wird konzernweit seit dem 2. Quartal 2016 ein Compliance Management System (CMS) aufgesetzt. Dadurch sollen potenzielle Regelverstöße rechtzeitig erkannt und verhindert werden. Das CMS soll dabei helfen, angemessene Reaktionen auf Compliance-Sachverhalte für alle Konzerngesellschaften einheitlich zu definieren und zu kommunizieren. Der Zertifizierungsprozess für das CMS und mit dem Thema betraute Personen (Compliance Officer) ist zum Zeitpunkt der Berichtveröffentlichung noch nicht vollständig abgeschlossen. Risiken des Unternehmens SMT Scharf GmbH ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die aus dem unternehmerischen Handeln der Gesellschaft in der Gruppe resultieren. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Risikoberichts zu erhöhen, werden diese Risiken verschiedenen Kategorien zugeordnet und dort zusammengefasst. Die SMT Scharf GmbH unterscheidet zwischen Umfeld- und Branchenrisiken, leistungswirtschaftlichen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken sowie sonstigen Risiken. Umfeld- und Branchenrisiken Markt- und Absatzrisiken Die SMT Scharf GmbH agiert weltweit. Dabei ist sie unterschiedlichen politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Den Risiken, die daraus resultieren, begegnet sie, indem die Rahmenbedingungen sorgfältig beobachtet und Marktentwicklungen soweit wie möglich antizipiert werden. Gesamtwirtschaftlich könnten eine Rezession in den Zielmärkten oder Nachfragerückgänge einzelner Kundengruppen das Geschäft der SMT Scharf GmbH beeinträchtigen. In vielen Ländern spielen zudem die politische Kontinuität und die Stabilität der Eigentumsverhältnisse an den Bergwerken eine Rolle. Regierungswechsel oder Wechsel in der Eigentümerstruktur von Bergwerken können personelle Wechsel bei Kunden nach sich ziehen. Dadurch können sich Projekte deutlich verzögern. Diesem Risiko begegnet SMT Scharf GmbH durch permanente Marktbeobachtung sowie eine vorangetriebene Diversifizierung durch Erschließung neuer Märkte. Umweltrisiken Umweltrelevante Beanstandungen oder Schadensfälle am Standort der SMT Scharf GmbH sind nicht bekannt. Einige der von SMT Scharf GmbH genutzten Gebäude sind mit Materialien errichtet worden, die Asbest enthalten. Diese Materialien werden regelmäßig überwacht; bei Umbaumaßnahmen wird auf eine fachgerechte Entsorgung geachtet. Leistungswirtschaftliche Risiken Produktionsrisiken SMT Scharf ist als Industrieunternehmen Risiken von Betriebsunterbrechungen, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und unerwarteten technischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Diese können sowohl intern zu Abweichungen von geplanten Ergebnissen führen als auch die mit Kunden oder Lieferanten getroffenen Vereinbarungen stören. Interne Richtlinien zum Projekt- und Qualitätsmanagement, zu Produkt- und Arbeitssicherheit sowie zum Umweltschutz sollen dazu beitragen, diese Risiken zu reduzieren. Der Ausfall von Produktionsanlagen ist über Betriebsunterbrechungsversicherungen abgesichert. Beschaffungsrisiken Negative Entwicklungen der Material- und Energiepreise sowie Ausfälle in der Belieferung mit Vorprodukten stellen ebenfalls potenzielle Risiken dar. Diesen Risiken begegnet SMT Scharf GmbH durch eine möglichst dauerhafte Lieferantenbindung und die weltweite Erschließung alternativer Lieferanten. Zudem überarbeitet SMT Scharf die Konstruktionen der eigenen Produkte kontinuierlich mit dem Ziel, sie kostengünstiger zu gestalten. Personalrisiken Der wirtschaftliche Erfolg von der SMT Scharf GmbH hängt unter anderem davon ab, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu binden und weitere geeignete Mitarbeiter zu gewinnen. Lohnerhöhungen und Steigerungen der Personalnebenkosten können zu Kostenerhöhungen führen, die SMT Scharf GmbH nicht über die Preise weitergeben kann. Dieses Risiko verringert SMT Scharf GmbH durch Rationalisierungen in der Produktion. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken SMT Scharf steuert die interne Liquidität über ein zentrales Liquiditätsmanagement. Dieses System stellt sicher, dass erforderliche Mittel zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts und der geplanten Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen. Es bestehen keine Liquiditätsrisiken, da ausreichende bestehende Bankguthaben sowie Kredit- und Avallinien zur Verfügung stehen. Freie liquide Mittel legt SMT Scharf so an, dass sie kurzfristig verfügbar sind und vergleichsweise sichere Erträge erzielen. Die Zusammenarbeit mit mehreren Bankinstituten soll Ausfallrisiken begrenzen. Währungsrisiken Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit ist SMT Scharf GmbH insbesondere Währungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Diesen Risiken begegnet die Gruppe durch den Einsatz geeigneter Sicherungsinstrumente. Dazu gehört, ausgewählte offene Positionen in fremder Währung durch Devisentermingeschäfte abzusichern. Das Risiko höherer Produktpreise in den Auslandsmärkten infolge eines starken Euros wird durch einen zunehmenden Auslandsanteil beim Teileeinkauf abgeschwächt. Kreditausfallrisiken Ausfallrisiken werden unter anderem durch den Abschluss von Akkreditiven und durch die Begrenzung von Kreditlimits für einzelne Kunden gemindert. Zinsrisiken sind derzeit von nachrangiger Bedeutung. Sonstige Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten bestehen derzeit nicht. Sonstige Risiken Rechtliche Risiken SMT Scharf GmbH unterliegt den üblichen Haftungsrisiken, die sich insbesondere aus der Produkthaftung sowie aus Patent-, Steuer-, Wettbewerbs- und Umweltrecht ergeben. Für denkontrollierten Umgang mit diesen Risiken besteht ein Konzept mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Um sich darüber hinaus gegen potenzielle Schäden abzusichern, hat SMT Scharf GmbH Versicherungen gegen Sachschäden, Produkthaftung und anderer Risiken abgeschlossen. IT-Risiken Klare Richtlinien regeln detailliert den Umgang mit Informationen sowie die sichere Nutzung von Informationssystemen. Zur Gewährleistung eines größtmöglichen Maßes an Datensicherheit setzt SMT Scharf zeitgemäße und anwendungsgerechte technische Schutzmaßnahmen ein. Chancenbericht Wachstum der Weltwirtschaft Mittelfristig wird das verarbeitende Gewerbe sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industrieländern verstärkt Rohstoffe und Energie für weiteres Wirtschaftswachstum benötigen. In der Folge sollten die Rohstoffpreise nach Ende des letzten Superzyklus nun wieder ansteigen, die Förderung würde dann für Bergwerksbetreiber wieder rentabler. Die SMT Scharf GmbH rechnet damit, dass verschobene oder abgesagte Investitionen in die Infrastruktur der Bergwerke in der nächsten Aufschwungphase kurz- bis mittelfristig nachgeholt werden. Dies dürfte aufgrund einer anziehenden Nachfrage nach Bergwerksausrüstung steigende Umsatzerlöse nach sich ziehen. Abbau des Investitionsstaus in Bergwerken Die Bergwerkskonzerne haben in der letzten Boomphase der vergangenen zehn Jahre die Produktivität ihrer Bergwerke zunehmend aus den Augen verloren. Nach Ende des Booms resultiert daraus ein Investitionsstau, der sich nach Einschätzung von SMT Scharf in Auflösung befindet. Kurzfristig wird auch das Wachstum der Weltwirtschaft wieder an Schwung gewinnen, der Bedarf an Kohle und sonstigen Rohstoffen steigt, sodass die Bergwerksbetreiber größere Anreize haben, wieder verstärkt in Neuanlagen zu investieren. Komplexere geologische Lagerstätten von Rohstoffvorkommen Mittelfristig wird der Abbau der weltweiten Rohstoffvorkommen in immer unzugänglicheren Lagerstätten erfolgen. Dadurch steigt der Anreiz für die Bergbauindustrie, Produkte von SMT Scharf einzusetzen. Neben der höheren Kosteneffizienz haben diese den Vorteil, dass sie speziell für schwierige Bedingungen unter Tage entwickelt wurden und sich bereits im deutschen Steinkohlebergbau bewährt haben. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Die Gesamtbewertung der Chancen- und Risikolage hat ergeben, dass die erkannten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die SMT Scharf GmbH haben. Eine völlige Sicherheit, dass alle relevanten Risiken identifiziert und gesteuert werden können, gibt es jedoch nicht. Nachtragsbericht Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage haben, sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016 nicht eingetreten. Wir verweisen auf die entsprechende Angabe im Anhang zum Jahresabschluss. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert Anfang 2017 folgende BIP-Wachstumsraten in den Zielmärkten von SMT Scharf:
China, Russland, Polen und Südafrika bleiben auf absehbare Zeit die Kernmärkte von SMT Scharf GmbH. Für 2017 wird ein Wachstum des polnischen Markts auf dem Niveau der Weltwirtschaft erwartet. Für China wird hingegen eine weitere Abkühlung des Wachstums erwartet. Erfreulich ist die Prognose einer Rückkehr des Wirtschaftswachstums in Russland sowie eines stärkeren Wachstums in Südafrika. Der IWF trifft seine Prognosen auf der Basis gestiegener politischer Risiken in Bezug auf den Freihandel. Trotz der Risiken für die Weltkonjunktur geht die Geschäftsführung für das Jahr 2017 davon aus, dass sich eine Trendumkehr im Markt für Bergbauausrüstung auf dem Weg befindet. SMT Scharf GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von mindestens 21 Mio. EUR und ein leicht positives EBIT. Für 2017 wird zudem eine Eigenkapitalquote auf Vorjahresniveau erwartet. Mittel- bis langfristig erwartet die Geschäftsführung trotz des aktuell schwierigen Branchenumfeldes eine Verbesserung auf dem weltweiten Markt für Bergbauausrüstung und eine Auflösung des Investitionsstaus, insbesondere bei den chinesischen Bergwerksbetreibern, die ihre Infrastruktur optimieren müssen. Die Rohstoffproduktion wird aufgrund des zwar temporär schwächeren, aber langfristig nachhaltigen Wachstums der Weltwirtschaft zunehmen. Die Wachstumsschwäche der Schwellenländer kann zudem als vorübergehend angenommen werden. Langfristig wird der Wohlstand dort weiter wachsen. Damit einher geht ein nachhaltig steigender Energiebedarf weltweit. Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostizieren für 2040 allerdings einen stark steigenden Anteil erneuerbarer Energien zur Erreichung der international vereinbarten Klimaziele von Paris. Die Nachfrage nach Kohle bleibt dabei in China zwar in absoluten Zahlen mit Abstand am größten, geht aber auch hier weiter zurück. Im Jahr 2040 soll die Kohle dort einen Anteil von weniger als 45% am Energiemix haben. Um sich weiter zu diversifizieren und die Abhängigkeit von Kohlebergwerksbetreibern weiter zu reduzieren, wird SMT Scharf GmbH darauf hinarbeiten, das Geschäft mit Hard Rock- Minenbetreibern sowie mit Tunnellogistik mittel- bis langfristig zu einem zweiten Standbein auszubauen. Darüber hinaus sollen strategische Maßnahmen in drei Bereichen (operative Exzellenz, externes Wachstum, organisches Wachstum) zu einer verbesserten Positionierung der SMT Scharf GmbH beitragen. So soll eine überproportionale Partizipation an Marktchancen im nächsten Branchenaufschwung ermöglicht werden.
Hamm, 10. März 2017 SMT Scharf GmbH, Hamm Hans Joachim Theiß Wolfgang Embert Rolf Ferdinand Oberhaus Bilanz zum 31.12.2016AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2016
Anhang zum Jahresabschluss 2016Angaben zur Gesellschaft Alleinige Gesellschafterin der SMT Scharf GmbH ist die SMT Scharf AG, Hamm. Die SMT Scharf GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der SMT Scharf AG, Hamm, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird, einbezo- gen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der Anteilsbesitz am 31.12.2016 umfasst:
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff., 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie -Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Die SMT Scharf GmbH hat ihren Sitz in Hamm und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamm mit der Nummer HRB 5719. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gliederungsschema nach Inkrafttreten des BilRUG nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 27.562 T€ ergeben. Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zeitraum für die Ermittlung der Durchschnittszinssätze zur Bewertung von Pensionsrückstellungen von sieben auf zehn Jahre verlängert. Die Bewertung erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der Anpassung an das BilRUG und das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, beibehalten. Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bilanziert: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren bewertet. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Die Festlegung der Abschreibungssätze der Vermögensgegenstände erfolgt entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Dabei werden Anlagen mit der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen, aber keine Fremdkapitalzinsen. Bei Zugängen zu den beweglichen Anlagegütern wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bei vorhandenen Anlagengütern wird, soweit dies näherungsweise den tatsächlichen Entwertungsverlauf der betreffenden Vermögensgegenstände abbildet, noch teilweise die degressive Abschreibungsmethode angewandt mit Übergang auf die lineare Methode, sobald diese zu höheren Abschreibungssätzen führt. Auf Zugänge an beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung pro rata temporis verrechnet. Geringwertige Anlagegüter bis 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Darüber hinaus werden bewegliche Anlagegüter, die selbständig nutzungsfähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 €, aber nicht 1.000 € übersteigen, über einen Sammelposten jährlich zu einem Fünftel abgeschrieben. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, die ausgehend von dem Vorjahresinventurwert und den Zugängen des laufenden Jahres ermittelt werden. Zur Berücksichtigung des niedrigeren Marktpreises wird vom Durchschnittspreis abgewichen, wenn in den letzten sechs Monaten vor dem Bilanzstichtag Zugänge zu Anschaffungskosten vorlagen, die unter dem Durchschnittspreis lagen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB oder niedrigeren beizulegenden Werten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige angemessene Material- und Fertigungsgemein- kosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen werden einzeln im Umfang erkennbarer Risiken wertberichtigt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes der SMT Scharf GmbH, Hamm, von aktuell 32,1 % und umfasst Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitbedarf. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet unter Beachtung des Anschaffungswert- und Realisationsprinzips. Bei einer kürzeren Laufzeit erfolgt die Umrechnung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Altersversorgung wurden nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der so genannten "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G ermittelt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der zum 31. Dezember 2016 4,01 % p.a. beträgt. Der Rententrend wurde mit 1,0 % p.a. bei der Ermittlung berücksichtigt. Eine Rückstellung für Altersteilzeit wird auf Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung (Zinssatz 2,02 %) unter Zugrundelegung der Sterbetafel 2008 des Statistischen Bundesamtes gebildet. Der Gehaltstrend wird mit 1,7 % p.a. berücksichtigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Alle Angaben im Anhang erfolgen - sofern nicht anders angegeben - in 1.000 € (T€). Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel aufgeführt (Anlage zum Anhang). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen in Höhe von 127 T€ aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft gegen die Organträgerin SMT Scharf AG (Gesellschafterin). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ebenfalls aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit < 1 Jahr. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens und flüssigen Mittel beinhalten 356 T€ für einen Härte- und Sozialfonds, der von Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrats gemeinsam verwaltet wird. Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst insbesondere Patentgebühren sowie KFZ-Steuern. Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren aus der Aktivierung selbst geschaffener Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuer; sie betragen 55 T€ (Vorjahr 961 TE). Die aktiven latenten Steuern führen zu einer Ausschüttungssperre in Höhe von 154 T€ (Vorjahr 0 - FE). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2016 beträgt 233 T€ und unterliegt der Ausschüttungssperre. Die Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Altersteilzeitverträge 234 T€ (Vorjahr 444 T€), sowie langfristige Risiken aus Rechtstreitigkeiten 31 T€ (Vorjahr 31 T€). Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich aus Personalrückstellungen 329 T€ (Vorjahr 1.366 T€), aus Vertriebsrückstellungen 854 T€ (Vorjahr 825 T€), sowie sonstigen Rückstellungen 252 T€ (Vorjahr 484 T€) zusammen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin SMT Scharf AG bestehen in Höhe von 113 T€. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld abgesichert. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie folgt aufgestellt:
Die latenten Steuern ergeben sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 32,1 % (Vorjahr: 32,1 %). Anfallende passive latente Steuern aus Wertdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 23 T€ (Vorjahr 455 T€) und bei Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 32 T€ (Vorjahr 155 1 - €) werden saldiert mit aktiven latenten Steuern in Höhe von 209 T€ (Vorjahr 186 T€). Diese entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen und Alterszeitzeitverpflichtungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Pkws und Kopierer. Die Verträge haben Laufzeiten bis zu fünf Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen der Miet- und Leasingverträge wurden 2016 Zahlungen in Höhe von 116 T€ (Vorjahr: 68T€) als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Die Summe der Nominalbeträge der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Mietverträgen und Operating-Leasing-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Wechselkursgewinnen und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Darin sind 2.896 T€ (Vorjahr 1.744 T€) periodenfremde Erträge enthalten, welche im Wesentlichen aus der Liquidation der estnischen Gesellschaft SMT Scharf International sowie der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 593 T€ (Vorjahr 1.163 1 T€) resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Verwaltungs-, Vertriebs- und Betriebsaufwendungen und Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen, soweit diese nicht unter anderen Posten auszuweisen sind. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrug im Geschäftsjahr insgesamt 2.412 T€ (Vorjahr 2.090 T€). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten keine periodenfremden Steuern. Sonstige Angaben Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) im Jahresdurchschnitt betrug
Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt: Dipl.-Ing. Wolfgang Embert, Hamm, (Vorstand SMT Scharf AG) Dipl.-Kfm. Hans Joachim Theiß, Hamm, (Vorstand SMT Scharf AG) Dipl.-Betriebswirt Rolf Ferdinand Oberhaus, Bochum, (Vorstand SMT Scharf AG) Die Geschäftsführer erhalten Bezüge, die sich aus einer festen jährlichen Grundvergütung und einer erfolgsabhängigen jährlichen Tantieme zusammensetzen, sowie Ersatz ihrer Aus- lagen. Da die Geschäftsführung in Personalunion vom Vorstand der SMT Scharf AG übernommen wird, wurden für das Geschäftsjahr 201 6 keine Aufwendungen erfasst. Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren und derzeitigen Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. deren Angehörigen in Höhe von 548 Te Es bestehen keine Kredite oder Haftungsverhältnisse zugunsten aktiver oder ehemaliger Geschäftsführer. Währungsrisiken werden fallweise durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum Bilanzstichtag liegen keine derartigen Geschäfte vor. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamm, 10. März 2017 Hans Joachim Theiß Wolfgang Embert Rolf Ferdinand Oberhaus Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2016 (in €)
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SMT Scharf GmbH, Hamm für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 10. März 2017 Rödl
& Partner GmbH
gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer gez. Schumacher, Wirtschaftsprüfer |
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