Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 711313
Vorher
LahrLogistics Immobilien GmbH
Eingetragen
11.4.2014
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Halten, Verwalten und Vermieten von Logistik-Immobilien, das Betreiben eines Zolllagers sowie die Erbringung von Logistik- und Lagerdienstleistungen für Waren und Gegenstände aller Art, insbesondere für Haus- und Gartenbedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
fenaco GenossenschaftCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

fenaco Genossenschaft
Switzerland
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LahrLogistics GmbH

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LahrLogistics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LahrLogistics GmbH, Lahr - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LahrLogistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg i. Br., 12. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Hunn, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

30.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.391,14 201
2. Geleistete Anzahlungen 481.056,94 12
606.448,08 213
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken und Maschinen 21.374.691,08 21.989
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.166.905,60 2.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.432,33 271
4. Anlagen im Bau 720.040,15 350
24.501.069,16 25.024
25.107.517,24 25.237
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.437,20 4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 78.550,11 116
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 903.363,49 636
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 231.252,06 92
4. Sonstige Vermögensgegenstände 36.244,55 0
1.249.410,21 844
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 112.945,38 170
1.362.355,59 1.018
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.961,70 39
26.499.271,73 26.294

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gekennzeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 65.815,34 66
III. Gewinnvortrag 272.844,70 273
IV. Jahresüberschuss 0,00 0
438.660,04 439
439
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.500,00 2
2. Sonstige Rückstellungen 314.943,43 234
318.443,43
236
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.825.653,00 5.255
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.749,68 43
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.158.638,06 19.657
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 637.112,60 627
5. Sonstige Verbindlichkeiten 35.014,92 37
25.742.168,26 25.619
26.499.271,73 26.294

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

EUR EUR EUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 7.249.316,56 7.133
2. Sonstige betriebliche Erträge 19.721,03 312
7.269.037,59 7.445
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.998.313,31 2.887
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 624.764,28 607
3.623.077,59 3.494
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.123.512,88 1.133
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.890.548,01 2.185
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 426.836,66 428
davon an verbundene Unternehmen: EUR 320.686,91 (Vj TEUR 313)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.061,40 2
2.289
8. Ergebnis nach Steuern 202.001,05 204
9. Sonstige Steuern 87.062,22 87
10. Aufwand aus Besserungsabrede 114.938,83 117
11. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Absatz 2 HGB.

Form und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Vorschriften der §§ 266 Absatz 2 und 3 bzw. 275 Absatz 2 HGB.

Die Gesellschaft ist unter der Firma LahrLogistics GmbH mit Sitz in Lahr im Handelsregister des Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 711313 eingetragen.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das Anlagevermögen ist mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungen des Anlagevermögens wurden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Gebäude wurden mit einer Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände und andere abnutzbare Sachanlagen wurden mit einer Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Nettowert von 800 EUR im Jahr des Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden nach § 253 Absatz 1 HGB in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um alle ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Es bestehen keine langfristigen Fremdwährungsposten.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der beigefügten Anlage zum Anhang (Anlagespiegel).

Das Anlagevermögen betrifft im Wesentlichen ein unbebautes und ein bebautes Grundstück. Die Halle 2 und 3 wurden am 20. Juli 2018 vom Bauträger an die Gesellschaft übergeben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen - wie im Vorjahr - in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind - wie im Vorjahr - keine Forderungen gegen den unmittelbaren Gesellschafter enthalten.

Unter den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind - wie im Vorjahr - in voller Höhe Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen, die ihrem Charakter nach, wie im Vorjahr, in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und beinhalten u. a. Beträge für Urlaubs- und Überstundenansprüche, Nachtzuschläge, Interner Jahresabschluss, Archivierungskosten, Erfolgsprämien sowie ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahreswerte in Klammern):

31.12.2023 Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit über einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit üer 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 4.826 429 4.397 2.681
(5.255) (429) (4.826) (3.110)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85 86 0 0
(43) (43) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 20.159 1.721 18.438 18.438
(19.657) (1.219) (18.438) (18.438)
4. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 637 13 624 624
(627) (3) (624) (624)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 35 35 0 0
(37) (37) (0) (0)
25.742 2.284 23.459 21.743
(25.619) (1.731) (23.888) (22.172)

Die Gesellschaft hat ein Hypotheken Darlehen in Höhe von ursprünglich 8.150 TEUR bei der Commerzbank aufgenommen. Davon sind 1.650 TEUR durch Grundpfandrechte gesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 20.796 TEUR (Vj. 20.284 TEUR). Diese beinhalten langfristigen Darlehen gegenüber den Gesellschaftern, der fenaco Genossenschaft, Bern/Schweiz, verbundenes Unternehmen, in Höhe von 18.438 TEUR (Vj. 18.438 TEUR) und der ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe, beteiligtes Unternehmen, in Höhe von 624 TEUR (Vj. 624 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 51 TEUR (Vj. 26 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten von 1.669 TEUR (Vj. 1.194 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11 TEUR (Vj. 0 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten von 2 TEUR (Vj. 2 TEUR).

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und beteiligten Unternehmen ist durch den vertragsmäßigen Cost-Plus-Ansatz nur bedingt vorhersehbar.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 33 TEUR (Vj. 36 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2 TEUR (Vj. 1 TEUR).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze in Höhe von 7.249 TEUR betreffen zu 6.096 TEUR die verbundenen Unternehmen und zu 794 TEUR Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

2023
Umsatz Fenaco (Schweiz) 5.891 TEUR
Umsatz Traveco 205 TEUR
Umsatz ZG (Inland) 794 TEUR
Umsatz Dritte (Inland) 359 TEUR
Gesamtumsatz 7.249 TEUR

In der GuV gesondert ausgewiesen ist die wieder aufgelebte Verbindlichkeit eines bedingten Forderungsverzichtes der fenaco Genossenschaft, Bern/Schweiz, in Höhe von 115 TEUR berücksichtigt.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen fallen in den Folgejahren folgende Aufwendungen an:

TEUR
2024 147
2025 133
Ab 2026 113
Summe 393

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lebt der in 2017 ausgesprochene Forderungsverzicht in Höhe des jeweiligen Jahresüberschusses wieder auf, sobald ein Jahresüberschuss von mindestens 50 TEUR erwirtschaftet wird. Der Gesellschafter fenaco Genossenschaft, Bern/Schweiz, verzichtete im Geschäftsjahr 2017 auf eine Forderung gegen die Gesellschaft in Höhe von 1.700 TEUR. Hieraus ergeben sich nach Wiederaufleben eines Betrages von 115 TEUR in 2023 für die Gesellschaft verbleibende Verpflichtungen aus Besserungsabrede in Höhe von 1.082 TEUR.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 76 Mitarbeiter (Vj. durchschnittlich 82,5 Mitarbeiter).

Geschäftsführung:

Herr Daniel Thomann, Oberbuchsiten/Schweiz

Leiter Logistik LahrLogistics, Lahr

Herr Daniel Petermann, Wilchingen/Schweiz

Leiter Logistik Landi Schweiz AG, Dotzigen, Schweiz

Herr Frank Honauer, Rheinau

Leiter Logistik ZG Raiffeisen eG, Karlsruhe

Bezüge der Geschäftsführung

Lahrlogistics verzichtet wegen der Schutzklausel §286 Absatz 4 HGB auf die Veröffentlichung der Bezüge der Organe.

Angaben entsprechend § 285 Nr. 14a HGB:

Die LahrLogistics GmbH wird in den Konzernabschluss der fenaco Genossenschaft, Bern/Schweiz, welcher den größten und kleinsten Konsolidierungskreis umfasst, einbezogen. Er ist im Internet unter www.fenaco.com erhältlich.

Nachtragsbericht § 285 Nr. 33 HGB

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 wurde im Mai 2024 eine Neuorientierung des Neubauprojektes beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 550 TEUR auf die Anlagen im Bau vorgenommen.

 

Lahr, 16. Februar 2024

LahrLogistics GmbH

Daniel Petermann

Daniel Thomann

Frank Honauer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.854.358,83 12.610,55 0,00 1.866.969,38
2. Geleistete Anzahlungen 11.408,99 469.647,95 0,00 0,00 481.056,94
1.865.767,82 482.258,50 0,00 0,00 2.348.026,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.267.192,37 16.615,00 0,00 25.283.807,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.869.964,20 50.219,30 0,00 0,00 3.920.183,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.145,99 74.769,79 0,00 0,00 1.182.915,78
4. Anlagen im Bau 350.183,67 369.856,48 0,00 0,00 720.040,15
30.595.486,23 511.460,57 0,00 0,00 31.106.946,80
32.461.254,05 993.719,07 0,00 0,00 33.454.973,12
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.652.906,21 88.672,03 0,00 1.741.578,24
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.652.906,21 88.672,03 0,00 1.741.578,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.278.646,48 630.469,81 0,00 3.909.116,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.455.476,04 297.801,86 0,00 1.753.277,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 836.914,27 106.569,18 943.483,45
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.571.036,79 1.034.840,85 0,00 6.605.877,64
7.223.943,00 1.123.512,88 0,00 8.347.455,88
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.391,14 201.452,62
2. Geleistete Anzahlungen 481.056,94 11.408,99
606.448,08 212.861,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.374.691,08 21.988.545,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.166.905,60 2.414.488,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.432,33 271.231,72
4. Anlagen im Bau 720.040,15 350.183,67
24.501.069,16 25.024.449,44
25.107.517,24 25.237.311,05

Lagebericht 2023

der LahrLogistics GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die beiden genossenschaftlich organisierten Unternehmen fenaco Bern und ZG Raiffeisen Karlsruhe, betreiben in Lahr unter dem Dach der LahrLogistics GmbH ein gemeinsames Logistikzentrum und Zolllager für den Umschlag von Haus- und Gartenartikeln.

Angefangen im 2015 mit 12 Mitarbeitern, haben wir in den vergangenen Jahren ein Team von 72 Mitarbeitern aufbauen können. Die Unternehmensentwicklung orientiert sich am Budget, letztendlich sind jedoch die tatsächlichen Auftragseingänge im Wareneingang und Warenausgang maßgebend für die Entscheidungen, ob der Personalbestand auf- oder abgebaut wird. In den monatlichen Cockpits werden die Entwicklungen zusammen mit der Geschäftsleitung eng verfolgt und besprochen. Das Hauptziel im operativen und strategischen Bereich ist immer die verlässliche Belieferung der Märkte, ohne dass Lieferrückstände zu verzeichnen sind.

LahrLogistics hat die Aufgabe, den heutigen Detailhandelskanal «LANDI» in der Schweiz (280 Läden) mit folgenden Dienstleistungen zu betreiben:

- Kommissionierung und Warenbereitstellung der Bestellungen

- Belieferung der Läden ab Lager (inkl. Reparaturgüter, wenn vorhanden)

- Rückwärtslogistik (Gebinde, Warenretouren, Entsorgungen, Reparaturgüter)

- Umfassende ganzheitliche Zollabwicklungen im Import und Export für die Landi Schweiz AG inklusive Betrieb eines Zollfreilagers

Zudem bedient LahrLogistics die Läden der ZG Raiffeisengruppe in Deutschland mit einem Teil des ZG-Sortimentes.

Teilweise fungiert der Lagerstandort Lahr auch als Nachschublager für den Standort Dotzigen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemeine Lage in der Logistikbranche:

Die während der Pandemie gestörten Lieferketten haben sich normalisiert, da die Logistikkosten besonders in der Containerbeschaffung deutlich zurückgegangen sind. Die Großhandelsbranche hatte 2023 real 4,4 % weniger Umsätze als 2022. Unternehmen haben seither einen niedrigeren Bedarf an Lagervolumen, da sie ihren Artikelbestand durch zeitnahe Lieferungen erhalten.

Zusätzlich zu dieser Normalisierung gibt es einige wichtige Trends und Entwicklungen in der Logistikbranche:

Digitalisierung und Automatisierung: Die Branche erlebt eine verstärkte Einführung von digitalen Technologien und Automatisierungslösungen. Dies umfasst den Einsatz von Lagerverwaltungssystemen, automatisierten Lagersystemen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Lieferkettenprozessen. Diese Technologien tragen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion bei.

Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit gewinnt in der Logistik zunehmend an Bedeutung. Unternehmen setzen vermehrt auf umweltfreundliche Transportlösungen und nachhaltige Verpackungsmaterialien. Dies umfasst den Einsatz von Elektrofahrzeugen, die Optimierung von Routen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und die Implementierung von Recycling- und Wiederverwendungsstrategien.

E-Commerce-Wachstum: Der anhaltende Boom des E-Commerce führt zu einer steigenden Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen Lieferdiensten. Dies erfordert von Logistikunternehmen flexible und skalierbare Lösungen, um die steigenden Volumina zu bewältigen und die Erwartungen der Kunden hinsichtlich schneller Lieferzeiten zu erfüllen.

Geopolitische Faktoren: Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte beeinflussen weiterhin die Logistikbranche. Änderungen in Handelsabkommen, Zölle und politische Unsicherheiten können zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten in den Lieferketten führen. Unternehmen müssen flexibel und anpassungsfähig bleiben, um auf solche Herausforderungen reagieren zu können.

Arbeitsmarkt: Der Fachkräftemangel in der Logistikbranche bleibt eine Herausforderung. Die Rekrutierung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte, insbesondere von LKW-Fahrern und Lagerarbeitern, ist nach wie vor schwierig. Unternehmen investieren verstärkt in Schulungsprogramme und attraktive Arbeitsbedingungen, um dieser Problematik entgegenzuwirken.

Technologische Innovationen: Neben der Digitalisierung erleben auch andere technologische Innovationen, wie Blockchain für mehr Transparenz und Sicherheit in Lieferketten sowie Drohnen und autonome Fahrzeuge für die Zustellung, zunehmende Bedeutung.

Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass sich die Logistikbranche weiterhin dynamisch entwickelt und sich an die sich verändernden Marktbedingungen und Kundenanforderungen anpasst.

Weltpolitische Ereignisse:

Die weltpolitische Lage hat signifikante Auswirkungen auf die Logistikbranche. Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte, wie etwa die Auseinandersetzungen zwischen großen Wirtschaftsmächten, führen zu Unsicherheiten und zusätzlichen Kosten in den Lieferketten. Änderungen in Handelsabkommen und Zöllen können zu Verzögerungen und Umleitungen im Transportwesen führen, was eine flexible und anpassungsfähige Logistikstrategie erfordert.

Zusätzlich gewinnt Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung. Logistikunternehmen stehen unter Druck, umweltfreundliche Transportlösungen und nachhaltige Praktiken zu implementieren, was sowohl Chancen zur Verbesserung des Unternehmensimages als auch Risiken durch erhöhte Kosten und regulatorische Anforderungen mit sich bringt.

Diese weltpolitischen und branchenspezifischen Ereignisse erfordern eine kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Risikomanagementstrategien. Durch proaktive Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden können wir sicherstellen, dass Risiken frühzeitig erkannt und angemessen adressiert werden, um die Stabilität und Effizienz unserer Betriebsabläufe zu gewährleisten.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 7.249 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 7.423) um 2 % gesunken. Die Netto-Umsatzerlöse aus reinen Logistikdienstleistungen lag bei den Umsatzerlösen mit TEUR 6.300 unter dem Vorjahr (TEUR 6.900). Dies entspricht eine Umsatzminderung von 9 %. Das Jahr 2023 war geprägt von geringen Lagerbestand in der zweiten Jahreshälfte und einen niedrigeren Umschlag (Anlieferungen und Auslieferungen) als im Vorjahr. Besonders das Entladen von unpalettisierten Container hat um 21 % zum Vorjahr abgenommen.

Die Logistikdienstleistungen, die für externe Kunden und nicht für unsere Gesellschafter ausgeführt wurden, sind im Vergleich zum Vorjahr um 42 % gesunken.

Die personellen und kostenrelevanten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs waren gering.

Es gab eine deutliche Entspannung der Beschaffungskosten besonders im Energie- und Heizkostenbereich.

Für 2024 wird mit einem hohen Tarifabschluss beim Groß- und Außenhandel gerechnet. Hierdurch werden die Personalkosten im Jahr 2024 im Vergleich zu den Vorjahren überproportional ansteigen.

Lahrlogistics war bzw. ist sehr vom Geschäftsablauf der Landi Schweiz AG (Hauptkunde der Lahrlogistics sowie Fenaco Tochtergesellschaft) abhängig. Das Jahr 2023 war durch strategische Entscheidung der Landi (zum Beispiel Abbau des Lagervolumens aller Läger) geprägt. Im Jahr 2024 werden mehr Artikel und höheres Lagervolumen durch die Landi in Lahr eingelagert. Die Logistikdienstleistungen werden im Jahr 2024 deutlich ansteigen. Die hohen Preissteigerungsraten der Kreditoren erreichen langsam ein Normalniveau.

3. Ertragslage

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss betrug wie im letzten Jahr 0 Euro. Lahrlogistics hat sein Budgetzielwert beim Logistikumsatz für 2023 nicht erreicht. Der Nettoumsatz aus reinen Logistikdienstleistungen war mit TEUR 6.300 24 % geringer als budgetiert. Außerdem ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 129 auf TEUR 3.623 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,7 %. Gegenläufig sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 296 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In der relativen Betrachtung handelt es sich hierbei um einen Rückgang von 13,5 %. Die Abschreibungen sind aufgrund wenig Veränderungen im Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.133 um 0,8 % auf TEUR 1.124 Euro gesunken.

Die Gesellschafter waren vertraglich verpflichtet, das Ergebnis (Cost-Plus) auszugleichen, da Lahrlogistics höhere Kosten besonders durch die niedrige Lagerauslastung hatte.

4. Finanzlage

Das Treasury der Lahrlogistics GmbH disponiert die Verfügbarkeit von Liquidität. Dabei wird die Einhaltung der Kreditlinie überwacht und die kostenoptimale Auslastung der durch die unterschiedlichen Gesellschafter zur Verfügung gestellten Rahmen sichergestellt. Die Dispositionen werden wöchentlich durchgeführt.

Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 994 vorgenommen, um den Standort an die neue Organisationsstruktur anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies gilt gleichermaßen für Immobilien, technische Einrichtungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.124 gegenüber. Immobilien werden durch Kreditaufnahme langfristig finanziert.

Das Anlagevermögen wird durch Eigenkapital und langfristig angelegte Fremdmittel mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren abgedeckt.

Die Zahlungsfähigkeit ist durch die Cost Plus Vereinbarung mit der ZG Raiffeisen und Landi Schweiz AG sowie durch Darlehen und Kontokorrentvereinbarungen jederzeit vollumfänglich sichergestellt.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 206, entsprechend 0,8 %, auf TEUR 26.499. Das Anlagevermögen hatte Zugänge von TEUR 994.

Die Forderungen gegen verbundene und beteiligte Unternehmen sind Ende des Jahres TEUR 1.135 (56 %) höher als im Vorjahr (TEUR 728). Der Anstieg der Forderungen um 56 % ist hauptsächlich durch eine deutlich höhere Cost Plus Verrechnung im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr zu begründen.

Wegen der Cost Plus Verrechnung am Ende des Jahres sind auch die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen TEUR 231 um 151 % höher als im Vorjahr (TEUR 92).

Die wesentlichen Investitionen waren:

IT-Erweiterungen (Anlagen im Bau, Neubau Halle 4+5) 398 TEUR
Intralogistik und Bau Halle 4+5 (Anlagen im Bau) 235 TEUR
Vorprojekt (Planung) Halle 4+5 (Machbarkeitsprüfung) 135 TEUR
IT Archivierung D3 53 TEUR
WLAN Access Points Halle 2+3 39 TEUR
Exoskelette 36 TEUR

6. Prognose, Chancen und Risiken

6.1 Prognose für 2024

Wie auch schon die letzten Jahre bestätigten wir auch, dass das Jahr 2024 ausschließlich von den budgetierten Mengen im Warenein- und Warenausgang der Hauptkunden Landi Schweiz AG und ZGR abhängen.

Die ZGR und die Landi Schweiz AG setzen im 2024 auf weitere Fortschritte in der Mengenplanung, weshalb wir mit mehr Umsatz als im Jahr 2023 rechnet. Insgesamt sollen die zu verarbeiteten Mengen 2024 in der Lagerung wieder über dem Vorjahr liegen. Die 2023 im Schnitt belegten 35.954 Palettenplätze sollen für 2024 wieder auf 42.400 erhöht werden.

Im Wareneingang erwarten wir bei den Ganzpalettenanlieferungen mit LKW ein Zuwachs von 30 % und beim Ausladen von loser Ware aus Containern von 91 %.

Bei den Auslieferungen werden bei den Ganzpaletten wie auch in der Kommissionierung 33 % Mehrvolumen prognostiziert.

Im Schnitt über die gesamten Mengen ergibt dies rund 35 % Mehrvolumen.

6.2 Chancen

6.2.1 Personalentwicklung

Die Fortschritte im Aufbau des Festpersonals, der Besetzung von Schlüsselpositionen mit den richtigen Mitarbeitenden, wie auch der Optimierung von Prozessabläufen, hat 2023 zu einem reibungslosen Betrieb geführt.

Das wichtigste Gut eines Unternehmens sind ausschließlich die Mitarbeitenden, denn jeder einzelne von ihnen trägt schlussendlich einen wesentlichen Teil zum Erfolg bei. Aus diesem Grund setzen wir stetig auf persönliche und fachliche Weiterentwicklung, weshalb 2022 auch ein Weiterbildungskonzept eingeführt wurde, auf dem definiert wurde mit welcher Funktion welche Kurse zu absolvieren sind. Mitarbeitende mit einer positiven Grundeinstellung, die sich zudem mit der Unternehmenskultur und den Unternehmenszielen identifizieren, haben automatisch auch die Motivation und den Willen zur Prozess-Weiterentwicklung und ihrem persönlichen Beitrag zur Zielerreichung. Es wird vor allem bei den wöchentlichen und saisonalen Volumenschwankungen sehr hilfreiche sein, wenn alle an einem Strang ziehen und auch bereit sind Mehrarbeit mit Überstunden, Samstags- und Feiertagseinsätzen zu leisten. Auf den erreichten Fortschritten wird auch in diesem Jahr wieder im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiter aufgebaut.

6.2.2 Auftragsentwicklung

Die Auftragsauslastung ist abhängig von den Hauptkunden Landi Schweiz AG und ZG Raiffeisen. Bis April 2024 waren die Lagerkapazitäten sehr gut ausgelastet, welche dann aber bis Jahresende wegen fehlenden Wareneingängen stark abgenommen haben. Bis zum Jahresende war das Lager im Schnitt zu 86 % belegt. Fehlende Abverkäufe in den Märkten, führten zudem zu einem Rückgang der ausgelieferten Paletten um 12 %. Aus diesem Grund wurden Vorkehrungen für 2024 getroffen, damit die Lagerkapazitäten mit zusätzlichen Sortimenten über das ganze Jahr in Zukunft besser ausgelastet werden.

6.2.3 IT & Systeme

Das Netzwerk wird von der fenaco IT überwacht, damit Sicherheitsrisiken wie Redundanzen frühzeitig erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden können. End-of-Life Daten jeglicher IT-Komponenten sind bekannt und werden frühzeitig mit modernster Technik ersetzt oder erweitert.

Die IT-Systeme werden regelmäßig mit Updates optimiert. Beim seit 2015 eingesetzten Lagerverwaltungssystem WAMAS 5.5, wird 2025 ein Upgrade auf die neusten Version WAMAS 5.19 vorgenommen. Mit diesem Upgrade werden verschiedenste Optimierungen erreicht, die im aktuellen WAMAS nicht zur Verfügung stehen. Ebenfalls wird die Einführung von Pick-by-Voice mit dem neuen WAMAS möglich sein, was eine qualitative und quantitative Effizienzsteigerung in der Kommissionierung bringend wird.

6.3 Risiken

6.3.1 Risikomanagement

Alle Chancen und Entscheidungen, bergen auch Risiken, die von den verantwortlichen Personen zu tragen sind. Die Risiken so früh wie möglich zu erkennen und einzuschätzen ist eine permanente Pflicht der Unternehmensleitung. Aber auch das Erkennen von Chancen und deren konsequente Nutzung gehören zum unternehmerischen Grundgedanken.

Erkennbare Einzelrisiken werden in unserem Risikomanagementsystem zeitnah erfasst, bewertet und eingegrenzt. Alle denkbaren Risiken sind erfasst, werden besprochen und bewertet.

Nach der vorgenommenen Risikoanalyse bestehen keine akuten Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

6.3.2 Risiken während und außerhalb von Pandemien

Oberste Priorität haben die Gesundheit unserer Mitarbeitenden sowie die unserer Kunden. Zum Schutze der Mitarbeitenden wurde daher das Hygieneschutzkonzept erstellt, über das alle informiert wurden. Änderungen im Konzept werden immer umgehend an die Mitarbeitenden weitergegeben. Von den Führungsverantwortlichen werden Kontrollen durchgeführt, damit die vorgegebenen Schutzmaßnahmen auch eingehalten werden.

Wiederkehrend informieren wir unsere Mitarbeitende über die Wichtigkeit der Handhygiene, wie z. B. regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren. Maßnahmen werden je nach Eskalationsstufe umgehend eingeleitet und kommuniziert.

6.3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken, Ausfallrisiken

Die Dienstleistungstarife werden jährlich wiederkehrend geprüft und angepasst, da nur so den steigenden Kosten bspw. bei Energie oder auch wegen Tariferhöhungen Rechnung getragen werden kann. Die Ausfallrisiken im Forderungsbestand sind sehr gering, da unsere Gesellschafter auch die Hauptkunden sind, welche finanziell gut gerüstet sind.

Bei den vorstehenden Prozessen werden Kredit- und Risikomanagement permanent miteinander abgestimmt. Das Zinsänderungsrisiko im kurzfristigen Bereich, ist für die Lahrlogistics gering, da wir für einen festen Zinssatz das Kontokorrent bei der fenaco erhöhen können. Vorsorglich wird durch ein sehr enges Monitoring im Bereich Treasury eine erhöhte Aufmerksamkeit auf das Liquiditätsmanagement gelegt.

6.3.4 Personalrisiko

Die Personalbeschaffung bleibt unverändert und weiterhin herausfordernd, weshalb sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt mit Fokus auf die Logistik nicht entspannen wird. Selbst wenn das Festpersonal während den letzten Monaten leicht aufgebaut werden konnte, werden wir auch 2024 wegen den wöchentlichen Schwankungen während der Haupt- und Nebensaison in hohem Maße mit Leiharbeitern die Auftragsspitzen abdecken müssen. Auch sollen weiterhin Leiharbeiter mit guten Leistungen und einem positiven Beitrag zur Unternehmenskultur, nach 9-monatigem Einsatz übernommen werden.

Wir legen hohen Wert darauf, qualifizierte Mitarbeitende zu halten und ebenso qualifiziertes Personal zusätzlich zu gewinnen. Nach wie vor achten wir darauf, dass das vorhandene Knowhow in den verschiedenen Bereichen weiter auf mehreren Personen aufgebaut werden kann, damit wir bei sich abzeichnende oder auch akuten Ereignissen umgehend reagieren können.

6.3.5 IT-Risiken

Die Verfügbarkeit von erforderlichen IT-Systemen und die Sicherung dieser Systeme gegen unbefugte Zugriffe oder infrastrukturelle Ausfälle hat eine hohe Priorität. Unser Unternehmen wird in diesem Bereich speziell von der fenacoIT unterstützt. Die Georedundanz wird mit zwei Leitungen an zwei konzerneigenen Serverstandorten der fenaco in Sursee (CH) und Winterthur (CH) sichergestellt. Die Verfügbarkeit der Systeme liegt im Normalfall auf einem hohen Niveau, so dass es zu keinen betriebskritischen Ausfällen kommt. Sofern IT-Störungen auftreten, arbeiten die Verantwortlichen mit ihren Keyusern wie auch den Systempartnern eng zusammen, damit Betriebsstörungen rasch behoben werden können und dadurch Lieferrückstände vermieden werden können. Wie Warenverfügbarkeit in den Verkaufsstellen der Kunden hat dabei die höchste Priorität.

6.3.6 Risiken im Compliance

Bewusste oder unbewusste Verstöße gegen Gesetze und andere Vorschriften, führen zu entsprechenden Maßnahmen. Wir begrenzen diese Risiken durch Mitarbeiterschulungen, sowie die Inanspruchnahme der Expertise rechtlicher Berater.

Ebenfalls wird dem Hinweisgeberschutz-Gesetz Rechnung getragen, indem hierfür ein Meldeportal eingerichtet und auch den Mitarbeitenden mitgeteilt wurde.

6.3.7 Zusammenfassende Chancen- und Risikobeurteilung

Es ist in unserem Sinne, stetig nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln, damit die Risiken kontinuierlich vermindert oder auch behoben werden können.

Mit dem IKS werden Prüfungen vorgenommen, damit auch Maßnahmen definiert und eingeleitet werden können, selbst dann wenn die einzelnen Ereignisse eher unwahrscheinlich sind. Vor allem die Mitarbeitenden tragen einen wesentlichen Teil zur Risikobeurteilung bei und kommunizieren erkannte Schwachstellen umgehend an die Vorgesetzten, damit Betriebsunterbrüche verhindert werden können.

 

Lahr, 06.03 2024

LahrLogistics GmbH

Daniel Thomann, Geschäftsführer

Daniel Petermann, Geschäftsführer

Frank Honauer, Geschäftsführer

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. September 2024 festgestellt.

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