Assenagon Client Service GmbHLiquidiert

Prannerstraße 8, 80333 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 188202
Eingetragen
8.10.2010
Branche
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.BeteiligungsgesellschaftenWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Anlagenberatung sowie die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs 1a Satz 2 Nr.1a, 1 und 2 KWG.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Schneider
seit 15.7.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Assenagon S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Assenagon GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Assenagon Client Service GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 694.371,78 510.938,08
b) andere Forderungen 304.279,49 998.651,27 286.012,78
2. Forderungen an Kunden 35.840,51 27.613,52
3. Immaterielle Anlagewerte 187,50 589,50
4. Sachanlagen 8.959,00 16.000,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 293,00 301,60
6. Rechnungsabgrenzungsposten 30.990,59 0,00
1.074.921,87 841.455,48

PASSIVA

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 16,97
2. Sonstige Verbindlichkeiten 650.077,37 512.123,51
3. Rückstellungen a) andere Rückstellungen 124.844,50 29.315,00
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
300.000,00 300.000,00
1.074.921,87 841.455,48

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Zinserträge aus Kredit - und Geldmarktgeschäften 169,54 551,09
2. Zinsaufwendungen 822,93 254,14
- 653,39 296,95
3. Provisionserträge 2.433.664,07 2.144.412,77
4. Provisionsaufwendungen 1.487.586,87 1.135.182,14
946.077,20 1.009.230,63
5. Sonstige betriebliche Erträge 6.288,86 24.718,98
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen andere Verwaltungsaufwendungen 757.452,89 723.418,70
- 757.452,89 - 723.418,70
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 7.550,10 13.805,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 393,63 1.812,96
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 186.316,05 295.209,15
10. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 186.316,05 295.209,15
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Assenagon Client Service GmbH (im Folgenden: "Assenagon" oder "Gesellschaft") wurde am 11.05.2010 errichtet und nach der Zulassung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 08.10.2010 ins Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München.

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Assenagon GmbH, München, die wiederum eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Assenagon S.A., Luxemburg, ist.

Zweck der Gesellschaft ist die Anlageberatung sowie der Anlage- und Abschlussvermittlung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a, 1 und 2 KWG.

Der Schwerpunkt der Gesellschaft im Berichtszeitraum lag in der Anlage- und Abschlussvermittlung. Die Kundengruppe umfasst ausschließlich professionelle Kunden oder geeignete Gegenparteien i.S.d. § 31a Abs. 2 und 4 WpHG. Im Berichtsjahr erfolgte strategiegemäß keine Anlageberatung.

Strategie der Gesellschaft

Die Gesellschaft erbringt die Dienstleistung der Anlage- und Abschlussvermittlung über einen externen Partner. Dabei handelt es sich um die Firma Crossflow Financial Advisors GmbH, München (im Folgenden "Crossflow"). Die Geschäftsführer von Crossflow besitzen dezidierte Expertise insbesondere im Sa- les-Trading von Exchange Traded Products und erfolgversprechende Kundenkontakte, die über lange Jahre gewachsen sind.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierte sich die Anlage- und Abschlussvermittlung auf Exchange Traded Products (ETPs), worunter Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs) zu verstehen sind. Crossflow wurde dabei für Rechnung und unter der Haftung der Gesellschaft als vertraglich gebundener Vermittler nach § 2 Abs. 10 KWG tätig. Der vertraglich gebundene Vermittler wurde über einen Kooperationsvertrag (Tied-Agent Vertrag) an Assenagon angebunden. Assenagon hat die Zuverlässigkeit und fachliche Eignung des vertraglich gebundenen Vermittlers und dessen Geschäftsführer bzw. deren Mitarbeiter entsprechend § 25e KWG überprüft und sichergestellt. Der vertraglich gebundene Vermittler wurde entsprechend der KWG-Vermittlerverordnung der BaFin angezeigt und in das entsprechende öffentliche Register eingetragen.

Über die Konstruktion wird Crossflow die Möglichkeit gegeben, Vermittlungsaufträge von institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen und großen Kapitalgesellschaften (letztere sogenannte Corporates) entgegenzunehmen und über Assenagon an eine Abwicklungsstelle weiterzuleiten. Diese Orders werden wie eigengenerierte Orders von Assenagon behandelt. Dafür wurde mit der Abwicklungsstelle (Baader Bank AG, Unterschleißheim) ein entsprechender Vermittlungsvertrag geschlossen.

Darüber hinaus hat sich Assenagon in Zusammenarbeit mit Crossflow davon überzeugt, dass die Abwicklungsstelle, ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut, über geeignete Mitarbeiter, Systeme, Prozesse und aufsichtsrechtliche Zulassungen zur Darstellung der erforderlichen Dienstleistungen verfügt. Zudem wurde auch eine gemeinsame Prozessdefinition in Zusammenarbeit aller Beteiligten umgesetzt. Vermittelte Orders werden unverzüglich intern erfasst und in einem elektronischen Orderzettel dokumentiert. Von der Abwicklungsstelle erhält die Depotbank des Kunden eine rechtlich bindende Abwicklungsbestätigung (Wertpapierabrechnung). Diese Wertpapierabrechnung wird von der Depotbank mit den vom Kunden mitgeteilten Geschäftsdaten abgeglichen.

Assenagon ist für die Überwachung und Kontrolle der Abwicklung der vermittelten Wertpapierorders verantwortlich, delegiert diese operative Tätigkeit jedoch an Crossflow. Die Abwicklung der vermittelten Geschäfte wird von Crossflow spätestens am darauffolgenden Bankarbeitstag überwacht und kontrolliert. Die Abwicklungsstelle stellt dafür entsprechende Informationen zur Verfügung. Eine Datensicherung ist gewährleistet und wird von Assenagon regelmäßig überwacht. Crossflow wurde voll in die IT-Infrastruktur der Assenagon- Gruppe integriert.

Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch weitere Finanzdienstleistungen erbringen, die sich von dem Business Case Sales Trading im ETF-Bereich unterscheiden können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war dies jedoch nicht der Fall.

Im August 2014 wurde die einvernehmliche Aufhebung des Kooperationsvertrages (Tied Agent Vertrag) zwischen der Gesellschaft und Crossflow angekündigt. Die Aufhebung wurde zum Ablauf des 31.01.2015 wirksam.

Wettbewerbsstruktur und Marktstellung

Haftungsdächer für Anlage- und Abschlussvermittler werden von verschiedenen Institutionen angeboten. Hierzu gibt es keinen Marktüberblick. Im Zusammenhang mit einer bankenunabhängigen Anlage- und Abschlussvermittlung von ETPs durch Crossflow hat Assenagon CS ein Alleinstellungsmerkmal im deutschsprachigen Raum.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2014

Entwicklung der Weltwirtschaft

Im Jahr 2014 setzte sich die verhaltene Wirtschaftsentwicklung des Vorjahres fort. Das reale Weltsozialprodukt stieg nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds um 3,3 %. Unter den Industrieländern wiesen die USA und Großbritannien das höchste Wachstum auf. Japan litt darunter, dass die Regierung die Umsatzsteuer erhöht hatte und dies Investoren und Verbraucher verunsicherte.

Im Euroraum wuchs die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 0,8 %. In den Reformländern gab es erste Stabilisierungserfolge. In Irland erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 %, in Spanien um 1,3 % und in Portugal um 1,0 %. Griechenland kam zum ersten Mal seit 2007 aus der Rezession. Dagegen war die Lage in Italien und Frankreich weiterhin schwierig. Beiden Staaten gelang es nicht, die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durchzusetzen. In Deutschland hat sich die Wirtschaft im Verlauf des Jahres nicht so dynamisch entwickelt wie ursprünglich erwartet.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern war die Konjunktur unterschiedlich. Indien war eines der wenigen Länder, in denen sich das Wachstum im Verlauf des Jahres beschleunigt hat. Ausschlaggebend dafür war, dass der neue Ministerpräsident Modi nach seiner Wahl einen Reformkurs eingeschlagen hat. In China verlangsamte sich das Wachstumstempo von 7,7 auf 7,4 %. Hauptgrund waren die vielen Ungleichgewichte vorallem auf den Immobilienmärkten und im Bankenbereich. In Brasilien nahm das reale Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,3 % zu. Russland rutschte im Zusammenhang mit den politischen Auseinandersetzungen um die Ukraine und dem niedrigeren Ölpreis in die Rezession.

Die Preissteigerung hat sich in den Industrieländern deutlich verringert. Im Euroraum betrug sie zum Jahresende nur noch (0,3) %. Dazu trugen sowohl die schwache Nachfrage als auch der drastische Rückgang der Ölpreise bei. Der Preis für Öl der Sorte Brent verringerte sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte in US-Dollar gerechnet um über 40 %.

Die Geldpolitik blieb insgesamt expansiv. Die amerikanische Notenbank beendete zwar die Käufe von Wertpapieren auf den Kapitalmärkten. Sie beließ die Leitzinsen jedoch auf dem außerordentlich niedrigen Niveau. Die Bank von Japan hat ihre Käufe von Wertpapieren ausgeweitet. Die Europäische Zentralbank beschloss neue Maßnahmen zur Erhöhung der Bankenliquidität. Sie senkte darüber hinaus die Leitzinsen in zwei Schritten von 0,25 auf 0,05. Die Zinsen für Einlagen der Banken bei der EZB wurden erstmals negativ. Damit sollte die Kreditgewährung der Banken angeregt und eine Deflation im Euroraum verhindert werden.

Auf den Devisenmärkten war der US-Dollar insgesamt fest. Er wertete sich im Verlauf des Jahres gegenüber dem Euro von 1,37 auf 1,21 Dollar je Euro auf. Gegenüber dem japanischen Yen ging der US-Dollar von 105 auf 119,57 Yen je Dollar nach oben. (Quelle: Jahresgutachten 2014/15 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung; Chefvolkswirt Assenagon Dr. Martin W. Hüfner)

Entwicklung der Branche

Die Entwicklung der Finanzmärkte war im Berichtszeitraum insgesamt erfreulich. Geholfen haben dabei die niedrigen Zinsen und die ungewöhnlich hohe Liquidität. Bei Aktien stieg der MSCI World im Verlauf des Jahres um 5,50 %. In den Industrieländern gingen die Kurse besonders stark in den USA und Japan nach oben. In den Vereinigten Staaten wurden neue Höchststände erreicht. Die europäischen Märkte fielen im zweiten Halbjahr etwas zurück. Dabei spielten auch die geopolitischen Spannungen als Folge der Auseinandersetzungen um die Ukraine eine Rolle.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern nahmen die Aktienkurse vor allem in Indien und - im zweiten Halbjahr - in China deutlich zu. Die indischen Märkte reagierten auf die Politik des neuen Ministerpräsidenten. In China spielte der expansive Kurs der People's Bank of China eine Rolle. In Russland gingen die Kurse zurück. Belastet haben in einigen Staaten auch die Abflüsse von Kapital und die daraus folgende Abwertung der Währung. Sie zwangen einige Zentralbanken, die Zinsen trotz niedrigen Wachstums hoch zu halten beziehungsweise sie noch zu erhöhen.

Auf den Bondsmärkten stiegen die Kurse ungeachtet der bereits erreichten niedrigen Zinsen an. Die Bondrenditen erreichten in einigen Märkten historische Tiefstände. Im Bereich kürzerer Laufzeiten waren die Bondrenditen erstklassiger Bonität zum Teil negativ.

Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Für Assenagon verlief das abgelaufene Geschäftsjahr grundsätzlich erfolgreich, wodurch ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 186.316,05 erzielt wurde. Die Prognose konnte insofern aufgrund der Verpflichtungen, die mit der Auflösung des Tied Agent Vertrages einhergehen, nicht erfüllt werden.

Die vermittelten Umsätze der Crossflow Financial Advisors GmbH belaufen sich auf:

ETP- Umsatz 2011: EUR 6,35 Mrd.
ETP- Umsatz 2012: EUR 4,57 Mrd.
ETP- Umsatz 2013: EUR 4,94 Mrd.
ETP- Umsatz 2014: EUR 5,55 Mrd.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Berichtsjahr positiv. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Die Gesellschaft konzentriert sich auf die Vermittlung von ETF Produkten über Crossflow unter ihrem Haftungsschirm. Crossflow hat neben der Geschäftsführung derzeit drei Arbeitskräfte, zwei Vollzeitbeschäftigte und einen Werksstudenten.

Crossflow hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin im ETF-Markt als Kompetenzträger im ETF-Segment etabliert. Weitere Kunden wurden als Bestandskunden hinzu gewonnen. In 2014 hatte Crossflow Handelsaktivitäten mit 93 institutionellen Kunden, darunter Versicherungen, Banken und Fondsgesellschaften.

Es besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 250.000,00. Die Gesellschaft wurde in die Unternehmensversicherung der Assenagon-Gruppe einbezogen.

Die Geschäftsführer steuern die Gesellschaft über den finanziellen Leistungsindikator EBT (Earnings Be- fore Taxes) exklusive der Gewinnabführung an die Assenagon GmbH. Das EBT exkl. Gewinnabführung beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr EUR 186.316,05 (Vorjahr: EUR 295.209,15). Prognostiziert waren EUR 278.000,00. Die Abweichungen ergeben sich aus den Rückstellungen, die in Verbindung mit der Vertragsauflösung Crossflow gebildet wurden.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt positiv entwickelt.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014 erzielte Assenagon Provisionserträge in Höhe von EUR 2.433.664,07 (Vorjahr: EUR 2.144.412,77).

Die im Berichtszeitraum von Crossflow vermittelten Umsätze waren etwas höher als im Vorjahr. Die Provisionsaufwendungen sind daher von EUR 1.135.182,14 auf EUR 1.487.586,87 gestiegen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Form der anderen Verwaltungsaufwendungen, die größtenteils aus Fremdleistungen und Aufwendungen für Infodienste/Marktdaten bestehen, belaufen sich auf EUR 757.452,89 (Vorjahr: EUR 723.418,70).

Finanzlage

Das Finanzmanagement hat zum Ziel, ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb unter Minimierung externer Finanzierungsquellen sicherzustellen. Zahlungsmittelüberschüsse werden bei inländischen Banken als Sichteinlagen vorgehalten bzw. als kurzfristige Termingelder angelegt. Im Geschäftsjahr bestand jederzeit die Möglichkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Guthaben auf den Bankkonten betrugen zum 31. Dezember 2014 EUR 694.371,78. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Kapitalstruktur zum 31.12.2014 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 27,90 % gekennzeichnet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 1.074.921,87 (Vorjahr: EUR 841.455,48).

Die Forderungen an Kreditinstitute, hier täglich fällig, haben zum 31.12.2014 einen Anteil von 64,60 % (Vorjahr: 60,72 %) und die Forderungen an Kreditinstitute, hier andere Forderungen, haben zum 31.12.2014 einen Anteil von 28,31 % (Vorjahr: 33,99 %) an der Bilanzsumme.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum 31.12.2014 EUR 650.077,37 (Vorjahr: EUR 512.123,51). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist auf noch offene Provisionszahlungen an Crossflow zurückzuführen.

Rückstellungen wurden zum 31.12.2014 in Höhe von EUR 124.844,50 (Vorjahr: EUR 29.315,00) gebildet. Der Anstieg resultiert aus der zu gewährenden Sonderzahlung an Crossflow. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung sind bei Auflösung des Tied Agent Vertrages 50 % der Sicherungsrücklage fällig. Die Sicherungsrücklage beträgt EUR 200.000,00.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von EUR 107,10 getätigt (Vorjahr: EUR 1.999,75). Die Abschreibungen betrugen EUR 7.550,10 (Vorjahr: EUR 13.805,75).

Zwischen der Assenagon GmbH, München, und der Gesellschaft besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr für die Gesellschaft positiv.

C. Nachtragsbericht

Mit Ablauf des 31.01.2015 endet der Vertrag zur Haftungsübernahme zwischen der Gesellschaft und Crossflow. Da hiermit der Zweck der Gesellschaft entfällt, wurde die Zulassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 10.09.2010 mit Ablauf des 31.01.2015 an diese vollständig zurückgegeben.

Die Gesellschaft hat die Vermittlungsvereinbarung mit der Baader Bank AG, Unterschleißheim vom 13. Juli 2010 mit Ablauf des 31. Januars 2015 gekündigt.

D. Prognosebericht

Die Assenagon Geschäftsführung hat die Entscheidung getroffen, die Assenagon Client Service GmbH entsprechend dem Wegfall der bisherigen Geschäftsgrundlage noch im laufenden Geschäftsjahr zu schließen. Die Gesellschaft wird entweder liquidiert oder auf die Assenagon GmbH verschmolzen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 nicht weiter aktiv sein und aufgelöst wird, ist eine Prognose der Geschäftsentwicklung nicht sinnvoll - daher wird auf diese verzichtet.

E. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Von Assenagon wurden geeignete Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Im Berichtszeitraum wurden die internen Risikoüberwachungssysteme um die Punkte Vertragsrisiken und Rechtsrisiken (d.h. Risiken aus Klagen, welche sich durch eine falsche Kundeneinstufung und dem damit verbundenen Schutzbedürfnis der Kunden ergeben könnten) erweitert.

Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in vollem Umfang gewährleistet. Per 31.12.2014 bestand ein Risikodeckungspotenzial in Höhe von EUR 382.664 (Vorjahr: EUR 320.955). Die Erhöhung des Risikopotenzials lässt sich im Wesentlichen durch die Erhöhung des Umsatzes der Gesellschaft im vierten Quartal erklären. Für die identifizierten Risiken ergibt sich ein Risikopotenzial in folgender Höhe: Operationelles Risiko EUR 53.550, Adressenausfallrisiko gesamt EUR 108.631. Liquiditätsrisiko EUR 0, Marktpreisrisiko EUR 0.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards sowie gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen verfügt Assenagon über ein Überwachungssystem, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Die Gesellschaft kann hinsichtlich der IT-Systemlandschaft auf bereits vorhandene Strukturen innerhalb der Assenagon-Gruppe zurückgreifen.

Das Überwachungssystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Zum internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien und Arbeitsanweisungen

der Einsatz zuverlässiger Software (inklusive deren kontinuierlicher Verbesserung)

die Auswahl und Schulung der Mitarbeiter des vertraglich gebundenen Vermittlers sowie des

Personals der Assenagon-Gruppe

regelmäßige Risikoberichte (inklusive einer regelmäßigen Risikoinventur)

regelmäßige Compliance- Berichte

Limitsystem in Bezug auf Adressenausfallrisikopositionen und Einzelorders

Regelungen zur Vertretungsvollmacht

Maßnahmen zur Funktionstrennung

laufende Prüfungen durch die Interne Revision

Crossflow verwendet eine Abwicklungsdatenbank, die zum einen die Abwicklungsankündigung für die Kunden generiert und versendet und zum anderen die Historie der einzelnen Geschäfte abspeichert. Auf Basis dieser Daten erfolgt eine sofortige Abstimmung mit der Abwicklungsstelle. Eine unterschiedliche Erfassung von Handelsgeschäften ist dadurch ausgeschlossen. Zum Ende eines jeden Abrechnungszeitraums erfolgt eine Überprüfung der Zahlen durch Assenagon im Zusammenwirken mit Crossflow und der Abwicklungsstelle.

Die Unternehmensleitung der Gesellschaft und der Crossflow unterhalten regelmäßige Status-Besprechungen, in denen die oben genannten Themenbereiche des internen Überwachungssystems besprochen und im Nachgang dazu implementiert oder verbessert werden.

Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Unternehmensleitung der Gesellschaft wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Das Überwachungssystem ist als integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der Gesellschaft implementiert.

Arten von Risiken

Die Darstellung der Risiken des Instituts erfolgt vor Risikobegrenzungsmaßnahmen (Bruttodarstellung).

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken bestehen ausschließlich gegenüber Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten und resultieren hauptsächlich aus den Forderungen gegenüber der Abwicklungsstelle, Baader Bank AG sowie Forderungen gegenüber der Assenagon Asset Management S.A., der UniCredit Bank AG und Universal-Investment-Gesellschaft mbH. Um das Ausfallrisiko dieser Forderungen gering zu halten, erfolgt eine Rechnungsstellung auf monatlicher bzw. quartalsweiser Basis. Darüber hinaus wird im Rahmen des internen Limitsystems die Einhaltung eines festgeIegten Limits überwacht und bei Überschreitung risikoreduzierende Maßnahmen geprüft. In der Vergangenheit war keine Bildung von Risikovorsorge erforderlich.

Die Steuerung und Überwachung der Adressenausfallrisiken erfolgt in Anlehnung an den Kreditrisikostandardansatz nach Solvabilitätsverordnung (SolvV). Die Eigenmittelanforderungen errechnen sich aus der Summe der risikogewichteten Aktiva, multipliziert mit einem Kapitalkoeffizienten. Die Aktiva bestehen aus den potenziell ausfallgefährdeten Forderungen, deren Höhe aus der Finanzbuchhaltung entnommen wird. Der Kapitalkoeffizient wird in Anlehnung an Basel III auf 10,5 % angesetzt. Für eine besonders konservative Beurteilung der Adressausfallrisiken und die Berücksichtigung der Möglichkeit des zeitlichen Zusammentreffens von Forderungsausfällen (Risikokonzentration) werden sämtliche Forderungen mit 100 % bei der Risikogewichtung der Aktiva eingerechnet.

Bei den Forderungen an Kreditinstitute besteht eine Konzentration auf die UniCredit Bank AG. Im Rahmen des internen Limitsystems wird die Einhaltung eines festgelegten Limits überwacht und bei Überschreitung eine zusätzliche, unabhängige Bankverbindung geprüft.

Risikokategorie und Einzelrisiko Bedeutung für das Institut Eintrittswahrscheinlichkeit
Adressenausfallrisiko der Baader Bank AG hoch niedrig
Adressenausfallrisiko der Assenagon Asset Management S.A. hoch niedrig
Adressenausfallrisiko der Universal-Investment-Gesellschaft mbH niedrig niedrig
Adressenausfallrisiko der UniCredit Bank AG hoch niedrig

Marktpreisrisiken

Das Institut tätigt keine Eigengeschäfte und hat daher keine Marktpreisrisiken.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken können potenziell durch die Geltendmachung von Auszahlungsansprüchen des vertraglich gebundenen Vermittlers entstehen. Diese Liquiditätsrisiken sind dadurch erheblich minimiert, dass die Auszahlungsansprüche des vertraglich gebundenen Vermittlers erst nach Zahlungseingang der Vermittlungsprovision fällig werden.

Die Bedeutung des Liquiditätsrisikos für das Institut wird als mittel eingestuft, die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig.

Operationelle Risiken

Das operative Risiko der Gesellschaft liegt zum Einen in der Abhängigkeit von Crossflow und zum Anderen in der fehlerhaften Ausführung einer Order. Bis zur Identifizierung und Korrektur eines Fehlers kann bei negativen Marktbewegungen ein Verlust entstehen, den Assenagon zu tragen hat. Durch den Kommunikationsmechanismus der Gesellschaft bzw. des vertraglich gebundenen Vermittlers gegenüber allen involvierten Parteien werden Fehler unverzüglich erkannt, spätestens jedoch mit Orderbestätigung der Abwicklungsbank.

Bei Einzelorders über einem Nominalbetrag von EUR 50 Mio. gilt eine besondere Informationspflicht an die Geschäftsleitung. Durch diese Informationspflicht wird ein erhöhtes Risikobewusstsein beim Ausführen einer Order erzielt, was die Ergreifung zusätzlicher Maßnahmen ermöglicht.

Zudem hat Assenagon eine Unternehmensversicherung abgeschlossen, die nach Berücksichtigung eines Selbstbehalts extreme operative Schadensfälle bis EUR 10 Mio. pro Jahr abdeckt. In Höhe des Selbstbehalts von EUR 200.000 wurde eine Rücklage gebildet. Operationelle Risiken werden ein Jahr im Voraus prognostiziert.

Die Anzahl der operativen Fehler hat sich im Berichtszeitraum weiter reduziert. Dies ist den überarbeiteten Risikoprozessen, einem gesteigerten Risikobewusstsein der Mitarbeiter des vertraglich gebundenen Vermittlers sowie den verbesserten IT-Systemen geschuldet.

Die Bedeutung der operationellen Risiken für das Institut wird als mittel eingestuft, die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch.

Der vertraglich gebundene Vermittler, Crossflow Financial Advisors GmbH, hat die Zusammenarbeit mit der Assenagon Client Service GmbH zum 31. Januar 2015 gekündigt. Die Geschäftsführung der Assenagon Client Service hat entschieden, nach der Trennung keine weiteren vertraglich gebundenen Vermittler anzubinden. Um mögliche Risiken vorzubeugen, welche sich nach der Trennung rückwirkend ergeben könnten, hat die Assenagon Client Service das Vertragswerk mit Crossflow so gestaltet, dass die Crossflow-Mitarbeiter auch in Zukunft Rechenschaft für die bis zur Trennung geleisteten operativen Tätigkeiten ablegen müssen und für Verschulden in der Vergangenheit auch zukünftig haftbar gemacht werden können.

Compliance Risiken

Compliance Risiken werden im Rahmen der regelmäßig stattfindenden, quartalsweisen Statusbesprechungen analysiert und beurteilt. Dabei wird der vertraglich gebundene Vermittler intensiv in den Prozess mit eingebunden. Im Berichtszeitraum gab es keine Auffälligkeiten.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Bedeutung der Compliance Risiken für das Institut wird als hoch eingestuft, die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig.

Rechtsrisiken

Im Berichtszeitraum wurden Rechtsrisiken neu in die Risikoüberwachung des Instituts aufgenommen. Als Rechtsrisiken sind all jene Risiken definiert, welche sich aus schlechten bzw. unzureichenden Verträgen ergeben könnten sowie Rechtsrisiken, welche sich aus den Risiken einer falschen Kundeneinstufung ergeben. Das Risiko schlechter bzw. unzureichender Verträge wird als niedrig eingestuft, Rechtsrisiken durch eine falsche Kundeneinstufung als mittel.

Im Rahmen der Reduzierung der Rechtsrisiken durch eine falsche Kundeneinstufung wurde ein Prozess zur Freigabe von Kunden eingeführt. Bedingt dadurch darf der vertraglich gebundene Vermittler nur Dienstleistungen an jene Kunden erbringen, welche von der Geschäftsführung der Assenagon Client Service GmbH schriftlich freigegeben wurden. Die Namen aller freigegebenen Kunden befinden sich auf einer "Positivliste", die den Mitgliedern der Assenagon- Geschäftsführung sowie allen Mitarbeitern des vertraglich gebundenen Vermittlers jederzeit in der aktuellen Fassung zur Verfügung steht.

Derzeit sind keine Rechtsrisiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Andere Risiken

Im Berichtszeitraum wurde die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation um den Punkt "andere Risiken" erweitert. Unter andere Risiken fallen Risiken aus ausgelagerten Aktivitäten (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel), IT-Berechtigungen (Eintrittswahrscheinlichkeit niedrig), Ausfall der IT & Infrastruktur (Eintrittswahrscheinlichkeit mittel) und Zeichnungsberechtigungen (Eintrittswahrscheinlichkeit niedrig). Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Durch die Fokussierung auf die Vermittlung von ETPs ist die Gesellschaft in einem Geschäftsfeld mit hohem Standardisierungsgrad tätig.

Die Gesellschaft hat daher keine mit der Konzeption des Fonds-Produktes selbst verbundenen Risiken zu tragen, ist jedoch für die sachgemäße Übermittlung der jeweiligen Order an die Abwicklungsstelle verantwortlich.

Die Erfahrung aus anderen Banken im ETP Sales-Trading hat ergeben, dass Schäden in der Abwicklung selten auftreten. Deutlich risikomindernd wirkt im vorliegenden Geschäftsfeld auch der unmittelbare Versand der unverbindlichen Abwicklungsankündigung nach verrichteter Vermittlungsleistung, die auch von der Abwicklungsstelle inhaltlich mit der tatsächlich gehandelten Transaktion abgestimmt werden muss und voraussichtlich auch vom Kunden zu Kontrollzwecken herangezogen wird. Ferner wurde die Trade-Software des vertraglich gebundenen Vermittlers im Laufe des Geschäftsjahres verbessert, wodurch die Fehlervermeidung weiter optimiert wurde.

Da es sich auch bei diesem Geschäftsfeld um die Vermittlung von Fonds handelt, konnte diese unternehmerische Tätigkeit auch ohne Weiteres in die Unternehmensversicherung (D&O und E&O-Versicherung) integriert werden.

Rechtliche (insbesondere vertragliche) Risiken konnten auch dadurch minimiert werden, dass die juristischen Vorgaben des anwaltlichen Beraters unter Berücksichtigung praxisgerechter Umsetzungsvorgaben in die Vertragswelt weitestgehend eingearbeitet werden konnten.

Darüber hinaus sind mögliche, aus diesem Unternehmensbereich resultierende Reputationsrisiken unter Abwägung mit dem wirtschaftlich positiven First- Mover Effekt und der eingegangenen Risiken überschaubar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

 

München, 04.02.2015

gez. die Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 31. Dezember 2014

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Assenagon Client Service GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 2. April 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Stifsohn, Wirtschaftsprüferin

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, insbesondere der §§ 340 ff HGB, sowie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Ferner waren die geschäftszweigtypischen Vorschriften für Finanzdienstleister in Form des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 340a Abs. 1 HGB enthaltenen Normen ist die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens und Trivialsoftware mit Anschaffungskosten von Euro 150,01 bis ca. Euro 400,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben. Soweit die Anschaffungskosten derartiger Vermögensgegenstände darüber lagen wurden diese aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung al I er erkennbaren Risiken bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden aktiviert soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden al I e erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Ein Wechsel gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anschaffungskosten (in Euro)
Stand 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Immaterielle Anlagewerte 9.372,26 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 53.476,33 107,10 4.455,60 0,00
Summe 62.848,59 107,10 4.455,60 0,00
Abschreibungen (in Euro)
Stand 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Immaterielle Anlagewerte 8.782,76 402,00 0,00 0,00
Sachanlagen 37.476,33 7.148,10 4.455,60 0,00
Summe 46.259,09 7.550,10 4.455,60 0,00
Buchwerte (in Euro)
Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2013
Immaterielle Anlagewerte 187,50 589,50
Sachanlagen 8.959,00 16.000,00
Summe 9.146,50 16.589,50

Die Sachanlagen entfallen in voller Höhe auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Angaben und Erläuterungen zu anderen Rückstellungen

Die Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten Euro 22.049,50
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht Euro 550,00
Rückstellungen für Beiträge Euro 2.245,00
Rückstellungen für Provisionen Euro 100.000,00

Gesamtbetrag der Fremdwährungsposten

Auf Fremdwährung lautende Forderungen sind in Höhe von Euro 20.342,23 enthalten. Die auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten belaufen sich auf Euro 30.990,59.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Restlaufzeitengliederung für Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Fristenuntergliederung nach § 9 Abs. 2 RechKredV wird unterschieden in:

bis drei Monate

mehr als drei Monate bis ein Jahr

mehr als ein Jahr bis fünf Jahre

mehr als fünf Jahre

Zum Abschlussstichtag lagen nur Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten vor.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Euro
Forderungen an Kreditinstitute 0,00
Forderungen an Kunden 34.570,51
Sonstige Vermögensgegenstände 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 223.693,95

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge und die Provisionsaufwendungen resultieren hauptsächlich aus der Anlage- und Abschlussvermittlung von Exchange Traded Products für Dritte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die nicht aus dem Kreditgeschäft resultieren, in Höhe von Euro 158,39 (Vorjahr: Euro 1.630,59), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 6.057,17 (Vorjahr: Euro 747,65) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 73,30 (Vorjahr: Euro 358,24).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Fremdleistungen Euro 439.200,00 (Vorjahr: Euro 439.200,00), Infodaten/Marktdaten Euro 130.685,38 (Vorjahr: Euro 125.361,77), Abschluss- und Prüfungskosten Euro 42.900,00 (Vorjahr: Euro 41.700,00), Beratungsaufwendungen Euro 27.418,97 (Vorjahr: Euro 27.556,36), Werbekosten Euro 7.753,11 (Vorjahr: Euro 12.174,08), Bewirtungs-, Kommunikations-, Bürobedarfs- sowie Portokosten zusammen. Des Weiteren sind in den anderen Verwaltungsaufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 54.914,31 (Vorjahr: Euro 9.089,18) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 393,63 (Vorjahr: Euro 982,39).

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Hans Günther Bonk, Geschäftsführer, Krailling

 

Vassilios Pappas, Geschäftsführer, Grünwald

 

Ronald Siebel, Geschäftsführer, München

Vergütungen der Geschäftsführer

Im Berichtsjahr wurden keine Vergütungen für geleistete Tätigkeiten gewährt.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
in Euro
Vorjahreswert
in Euro
Sonstige Verbindlichkeiten 223.693,95 331.981,45

Konzernzugehörigkeit

Für die Assenagon Gruppe wird kein Konzernabschluss aufgestellt. Die deutsche Muttergesellschaft, Assenagon GmbH, München, macht von der Befreiung nach § 293 Abs. 1 HGB Gebrauch. Die Assenagon S.A. Luxemburg, als oberste Gesellschaft, stellt ebenso keinen Konzernabschluss auf.

Mutterunternehmen

Mit der Assenagon GmbH, München, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahrs waren keine Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt.

Honorare für Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf Euro 59.420,00 und bezieht sich mit Euro 36.300,00 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit Euro 23.120,00 auf andere Bestätigungsleistungen.

 

München, 04.02.2015

gez. Hans Günther Bonk, Geschäftsführer

gez. Vassilios Pappas, Geschäftsführer

gez. Ronald Siebel, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2015 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.