IfNA - Institut für Neuartige Antriebstechnik GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hanns-Walter Dr. Schulz seit 11.11.2020 | Geschäftsführer |
Sören Gerhard Heinrich Dr. Bräutigam seit 11.11.2020 | Geschäftsführer |
Thomas Dries seit 4.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LINDIG GmbHHörselberg-Hainich (vormals: Eisenach)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LINDIG GmbH, Hörselberg-Hainich Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der LINDIG GmbH, Hörselberg-Hainich, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LINDIG GmbH, Hörselberg-Hainich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen der gesetzlichen Bestimmung haben die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft auf die Angabe der Geschäftsführer Vergütung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a/b HGB verzichtet. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Montabaur, den 29. September 2023 Beul-Klatt-Krimphoff
& Partner mbB
Sven Weimar, Wirtschaftsprüfer Christian Klatt, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen LINDIG GmbH unterliegt im Berichtsjahr wie in den Vorjahren gemäß §§ 290 ff. HGB der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses. Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz seit dem 25.05.2022 in Hörselberg-Hainich und ist beim Amtsgericht Jena im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer HRB 510743 eingetragen. Bis zum 24.05.2022 hatte die Gesellschaft ihren Sitz in Eisenach. Die Übermittlung des Konzernabschlusses für das Jahr 2021 an den Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers erfolgte am 14. November 2022; die Veröffentlichung im Bundesanzeiger selbst am 18. November 2022. Der Konzernabschluss umfasst das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022 und wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung erfolgt unter Anwendung der Deutschen Rechnungslegungsstandards. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der LINDIG GmbH, Hörselberg-Hainich, 9 inländische Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die LINDIG GmbH unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Es bestehen weitere mittelbare Anteile an verbundenen Unternehmen, welche gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht eingezogen wurden, da diese für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind. C. Konsolidierungsgrundsätze Für 7 der 9 einbezogenen Gesellschaften erfolgte im Geschäftsjahr 2014 die Erstkonsolidierung, 2 neue Gesellschaften kamen in 2022 hinzu. Fremdanteile an Tochtergesellschaften, an denen die Muttergesellschaft nicht zu 100 % beteiligt ist werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals dargestellt und erläutert. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt. der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände. Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Mutterunternehmens, den 31. Dezember, aufgestellt. Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind entsprechend §§ 303, 305 HGB eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen bzgl. konzerninterner Geschäftsvorfällen konnte verzichtet werden, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind (§ 304 Abs. 2 HGB). D. Bilanzierungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert zum Vorjahresabschluss. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften aktiviert. Hierunter wird die Software sowie Rechte und Muster der Flight Design ausgewiesen, die zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren) bewertet wird. Der ebenfalls hierunter erfasste Geschäfts-/Firmenwert wird vermindert um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer fünfzehn Jahre) ausgewiesen. Er enthält einen GoF aus dem Einzelabschluss eines Tochterunternehmens in Höhe von T€ 153 (ursprüngliche AK: T€ 1.203). Der Geschäfts-/Firmenwert, der auf die in 2019 dazu erworbenen 15 % der LIFT AIR GmbH und die in 2021 dazu erworbenen 44 % der HORTEN GmbH entfällt, wurde entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer auf 10 Jahre abgeschrieben. Die in 2022 erworbenen Gesellschaften sind die Rosenblatt Arbeitsbühnen GmbH und LINDIG Mitarbeiterbeteiligungs-GmbH. Einen Geschäfts- /Firmenwert hat nur die Rosenblatt Arbeitsbühnen GmbH, welcher als Zugang im Anlagenspiegel dargestellt ist. Dieser wird entsprechend der Nutzungsdauer auf 10 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauerschätzung erfolgte unter Berücksichtigung von §§ 253 Abs. 3 S. 3 i.V.m. 298 Abs. 1 S. 1 HGB. Bezogene Entwicklungskosten in Höhe von T€ 6.765 wurden als geleistete Anzahlungen aktiviert und werden nach Fertigstellung abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 sind an Entwicklungskosten T€ 658 angefallen. Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Es werden planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern nach der linearen sowie degressiven Methode verrechnet:
Es werden planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer verrechnet. Für die Neuzugänge von neuen beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Berichtsjahr wurde die lineare AfA-Methode gewählt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,-- werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Zwecks Verbesserung des Einblicks in die Altersstruktur des Konzernanlagevermögens entschied sich der Konzern im Konzernanlagespiegel zur Darstellung gemäß der sog. "Bruttomethode". Demzufolge werden im Konzernanlagespiegel - trotz grundsätzlicher Einzelerwerbsfiktion - die ursprünglichen kumulierten Anschaffungskosten-/Herstellungskosten des erworbenen Tochterunternehmens sowie deren kumulierte Abschreibungen auch weiterhin in den Konzernanlagespiegel übernommen. Die Bruttodarstellung erfolgt im Jahr der Erstkonsolidierung unter Verwendung eines gesonderten Spaltenausweises. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bei dauerhafter Wertminderung angesetzt. Zum Bilanzstichtag waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 96 erforderlich. Vorräte Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Der Bestand der Waren und RHB wird zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen bewertet. Die verlustfreie Bewertung ist durch ständige Kontrollen gewährleistet. Soweit Typen nicht mehr verkaufbar sind, werden diese ausgebucht oder - falls möglich - in Einzelfällen an die Industrie zurückgegeben. Andere, nicht gängige Posten wurden insbesondere wegen langer Lagerdauer und/oder Überbestand einzeln abgewertet. Der Bestand an Werbe-/Büromaterial wird zu Festwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken wurden Einzelabwertungen sowie zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalabwertungen vorgenommen. Diese Ausfallrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Wertpapiere Die sonstigen Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bilanziert. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Sonderposten Der Sonderposten wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Errechnung der für die Deckung der gegebenen Pensionszusage erforderlichen Pensionsrückstellung erfolgte unter Berücksichtigung des IDW RH FAB 1.021 nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 und Abs. 2 HGB auf der Grundlage der gegebenen Zusage durch ein versicherungsmathematisches Gutachten. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Grundsätzlich müssen zu erwartende Renten- und Gehaltssteigerungen sowie eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt werden. Der Rechnungszins zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 1,78 % beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" nach Dr. Klaus Heubeck. Der Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 714 wurde mit dem 10-Jahresdurchschnittzinsatz ermittelt. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beläuft sich auf T€ -1, der Personalaufwand auf T€ 81. Aus der handelsbilanziellen Bewertung der Pensionsverpflichtungen resultiert ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 14. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Für das Deckungsvermögen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, welche an den Versorgungsberechtigten verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist. Der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf T€ 568. Der im Zeitwert enthaltene Ertrag aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen beläuft sich auf T€ 103, die enthaltenen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 81. Rückstellungen Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen und den immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung sowie aufgrund nutzbarer Verlustvorträge wurde eine passive latente Steuer nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Betrag erhöht sich von T€ 6 im Vorjahr auf T€ 8 im Geschäftsjahr 2022. Folgende Steuersätze liegen dem Ansatz zu Grunde:
E. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
Für die Gesellschaften LINDIG Fördertechnik GmbH, HORTEN Aircraft GmbH, Arbeitsbühnen LINDIG GmbH, LINDIG Invest GmbH, LIFT Air GmbH, FLIGHT DESIGN general aviation GmbH, LINDIG FahrAkademie GmbH, LINDIG Mitarbeiterbeteiligungs GmbH sowie die Rosenblatt Arbeitsbühnen GmbH wurde die Regelung des § 264 Abs. 3 HGB angewendet. Aufgrund von § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
Im Konzernabschluss enthaltene assoziierte Unternehmen
Die Gesellschaften sind aufgrund ihrer Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Jahresergebnis von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht gesondert mittels der Equity-Methode in der Konzernbilanz ausgewiesen. F. Erläuterungen zur Konzernbilanz Sachanlagevermögen Die Entwicklung ist dem Konzern-Anlagespiegel zu entnehmen, welcher als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Das Sachanlagevermögen der einbezogenen LINDIG Fördertechnik GmbH enthält andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Stapler und Arbeitsbühnen mit einem Buchwert in Höhe von T€ 18.367. Die Arbeitsbühnen dienen prinzipiell der kurzfristigen Vermietung. Die Stapler sind für Vorführzwecke, im Wesentlichen aber zur kurzfristigen Vermietung bestimmt. Ausleihungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese Bilanzansätze beinhalten verzinsliche und unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.
Aktive Rechnungsabgrenzung Dieser Posten beinhaltet insbesondere Versicherungen, Kfz-Steuern und diverse Werbemaßnahmen. Weitere T€ 170 resultieren aus der Auslagerung der Pensionsverpflichtungen in einen Pensionsfonds gem. § 4e EStG. Eigenkapital Das Stammkapital der Muttergesellschaft, der LINDIG GmbH, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 50. Der Konzernbilanzgewinn beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 46.952.655,75. Der Konzernbilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Bei den sonstigen Anpassungen handelt es sich um eine Anpassung des Gewinnvortrags bei der LINDIG Fördertechnik aufgrund einer Anpassung aus der Betriebsprüfung der Jahre 2015 bis 2018 zum 01. Januar 2022 um € 183.725,00. Sonderposten Beim Sonderposten handelt es sich um eine als Investitionszuschuss auszuweisende Forschungszulage auf aktivierte selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, welcher über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes aufgelöst werden wird. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Hinsichtlich Art, Berechnung und Ausweis dieses Postens verweisen wir auf die Ausführungen auf den vorherigen Seiten des Anhangs. Sonstige Rückstellungen Bei dem Ausweis handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Resturlaub und Überstunden (T€ 515), Sonderzahlungen (T€ 563), Garantiekosten (T€ 461), Jahresabschlusskosten (T€ 185), Beratungs- und Verwaltungskosten (T€ 116), Berufsgenossenschaft (T€ 20) und sonstige (T€ 28). Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des Erfüllungsbetrages. Auf der Basis einer Gesamtzusage zur Einführung von Wertguthaben (Zeitwertkonto) haben Arbeitnehmer der LINDIG Fördertechnik GmbH und LINDIG GmbH die Möglichkeit ein individuelles Wertguthaben aus bestimmten Entgelt-/Umwandlungsvarianten aufzubauen. Die Verpflichtung hieraus beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 1.139. Es besteht ein Kollektivvertrag zur Sicherung von Wertguthaben. Dieser Vertrag sieht die Rückdeckung von Zeitwertkonten durch ein Versicherungsprodukt vor. Hierdurch wird dem gesetzlich geforderten Insolvenzschutz für Zeitwertkonten der Arbeitnehmer genüge getan. Es erfolgte eine Saldierung dieser Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.139 mit der Rückstellung. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unter anderem durch Sicherungsübereignung der finanzierten Geräte besichert. Des Weiteren besteht eine Grundschuld ohne Brief in Höhe von TEUR 1.600 auf dem Flurstück Niederkaufungen sowie eine weitere Grundschuld ohne Brief in Höhe von TEUR 750 auf dem Grundstück in Erfurt, Zusätzlich besteht eine Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 400 auf dem Grundstück Krauthausen, Am Marktrasen 4 sowie in Höhe von TEUR 358 auf dem Grundstück in Wernigerode, Am Köhlerteich 13. In 2019 kamen zwei weitere Grundschulden hinzu. In Höhe von TEUR 750 auf dem Grundstück Justus-Liebig-Straße 5 in Erfurt und in Höhe von TEUR 3.000 auf dem Grundstück Am Flugplatz 4 in Hörselberg-Hainich. Des Weiteren besteht seit 2021 eine Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 8.000 auf dem Betriebsobjekt in Krauthausen. Die Grundschulden entfallen in Höhe von TEUR 3.858 auf die Lindig Fördertechnik GmbH und in Höhe von TEUR 11.000 auf die LINDIG GmbH. G. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zum Großteil mit dem Handel und Service von Flurfördertechnik und Kfz aller Art sowie von Reinigungstechnik, An- und Verkauf von Gebrauchtgeräten aller Art, dem Industriereifenservice sowie der Vermietung von Gabelstaplern und Kfz aller Art sowie Reinigungstechnik erzielt. Zudem trägt das Geschäft rund um die Vermietung von Arbeitsbühnen kontinuierlich zur Umsatzentwicklung bei. Daneben bestehen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Flugzeugen. Die Umsatzerlöse teilen sich auf in
Der überwiegende Teil der Erlöse wird im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Der überwiegende Anteil an den sonstigen betrieblichen Erträgen resultiert aus verrechneten sonstigen Sachbezügen KFZ mit TEUR 297, Versicherungsentschädigungen/Schadensersatz mit TEUR 113, Erträgen aus dem Verkauf von Finanzanlagen mit TEUR 299, Erträgen aus der Herabsetzung der Wertberichtigung und Zuschreibung zu Forderungen mit TEUR 11, Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 15, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 76, Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen TEUR 25, sowie aus sonstigen Erträgen. Aufwendungen für bezogene Leistungen Der Aufwand für Mieten Fremdgeräte Bühnen, Miete fremde Stapler / Batterie, Mieten fremde Bühnen sonstige sowie Fremdfracht Mietgeräte steht in Verbindung mit den korrespondierenden Umsatzerlösen. Aus diesem Grunde erfolgt der Ausweis der Aufwendungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.599 unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen. Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von TEUR 96 in Anspruch genommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Raumkosten, insbesondere Mieten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen/Instandhaltungen, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie sonstige Aufwendungen, die im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs anfallen, ausgewiesen. H. Sonstige Angaben Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz gem. §313 Abs. 2 Nr. 4 HGB beziffert sich auf TEUR 498. Die Beteiligungen an Personengesellschaften in Höhe von TEUR 159 haben sich gegenüber dem Vorjahr vermindert. Ebenfalls minderten sich die Beteiligungen an Kapitalgesellschaften von TEUR 396 im Vorjahr auf TEUR 339. Es wird von der Befreiung nach § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverträge mit der Sven Lindig Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG für Werkstatt-, Verwaltungs- und Lagergebäude sowie 3 Abstellhallen in Krauthausen sowie weitere Mietverträge mit unterschiedlichen Verpächtern. Für die mit der Linde Leasing GmbH, Commerz Real Mobilienleasing GmbH, SüdLeasing GmbH, TARGO Leasing GmbH, sowie der UniCredit Leasing GmbH bestehenden Leasingverträge wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 8.073 aufgewendet. Die Restmietforderungen der bestehenden Verträge beziffern sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 15.762 (Vj. TEUR 19.432). Das bei der Commerzbank geführte Avalkonto weist zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von TEUR 0,00 aus. Die kurzfristige Bürgschaft dient gegenüber einem Kunden zur Absicherung eines Liefervertrages. Daneben bestehen aus Miet- und Leasingverträgen sowie ähnlichen Verträgen finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag von untergeordneter Bedeutung. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter nach § 267 Abs. 5 HGB betrug im Geschäftsjahr 2022 367 Personen (Vj. 362,) davon 173 (Vj. 159) gewerbliche Arbeitnehmer und 194 (Vj. 203) kaufmännische Arbeitnehmer. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers hat betragen für:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde wahrgenommen von: Herrn Sven Lindig, Vorsitzender der Geschäftsführung Herrn Jens Wenzke, Digitalisierung und Fördertechnik Herrn Stefan Keil, Finanzen und Fördertechnik Herrn Dr. Sören Bräutigam, Strategie und Luftfahrt Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss der Muttergesellschaft mit in den Gewinnvortrag einzustellen und auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeitsangaben Die LINDIG GmbH, Hörselberg-Hainich, ist das Unternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Hörselberg-Hainich, 29. September 2023 Sven Lindig Jens Wenzke Stefan Keil Dr. Sören Bräutigam Konzern-Anlagensplegel zum 31.12.2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel der LINDIG GmbH zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
*) Gemäß Empfehlung E-DRÄS
13.B46
Der Finanzmittelfonds umfasst die/den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds sowie seine Veränderung wird nachfolgend dargestellt:
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die LINDIG GmbH fungiert als Konzernobergesellschaft für den Konzern mit insgesamt 9 direkt oder indirekt gehaltenen, vollkonsolidierten Tochtergesellschaften. Der Konsolidierungskreis wurde in 2022 um zwei Gesellschaften erweitert. Unternehmensbereiche Im Konzern werden folgende Unternehmensbereiche tangiert:
Die Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens umfasst hierbei die Beteiligung an Gesellschaften in diesen Unternehmensbereichen sowie die Erbringung diverser Konzern-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und den Erwerb, das Bebauen und Vermieten von Liegenschaften. Standorte Die Unternehmensgruppe hat ihren Hauptstandort zum 25.05.2022 von Eisenach nach Hörselberg-Hainich verlegt und ist weiterhin an 7 weiteren Standorten mit nicht selbständigen Geschäftseinheiten präsent. 2. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation stärken die Wettbewerbsfähigkeit und bilden die Basis für den langfristigen Erfolg. Insbesondere in der Flugsparte wurden Aktivierungen vorgenommen. Diese betrugen im Jahr 2022 T€ 658. Sie haben sich insbesondere auf die Fertigungsentwicklung sowie die Weiterentwicklung von Fluggeräten bezogen. II. Wirtschaftsbericht 1.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum war auch im Jahr 2022 von einem sehr verhaltenen Konjunkturverlauf geprägt. Die deutsche Wirtschaft hatte aufgrund der Multi-Krisen (nach Lieferengpässen und Corona-Pandemie der Vorjahre nun noch Ukraine-Krieg. Energiekrise und extreme Inflation) erneut ein schwieriges Jahr zu bewältigen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um moderate 1,9 % und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. (Quelle: Statistik des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V. - bbi). In der Flurförderzeugbranche konnte in 2022 ein Umsatzwachstum von 8 % auf 3,9 Mrd. EUR verzeichnet werden. Nominal ist dies (nach einem Wachstum von 10 % in 2021) zwar ein zweiter deutlicher Anstieg in Folge. Die Rückgänge in den vorherigen Krisenjahren sowie der Einfluss der Inflation relativieren jedoch dieses Wachstum. Wie in den Jahren davor ist noch immer eine Investitionszurückhaltung in einzelnen Branchen festzustellen, während insbesondere die Logistikbranche weitere Zuwächse beschert. Die stärksten Wachstumsraten in der Flurförderzeugbranche verzeichneten den Meldungen zufolge das Gebrauchtgeschäft (10 %), Schulungen (10 %) und Vermietung (11 %). Das Neugeschäft musste einen Rückgang von 6 % verkraften. Das Kundendienst- und Ersatzteilgeschäft (7,5 bzw. 9 %) entwickelten sich mit dem Markt. In der Arbeitsbühnenbranche war ein Anstieg der Nachfrage nach Vermietmaschinen um 9,5 % zu verzeichnen. Damit konnte nach dem Rückgang in 2020 zum zweiten Mal in Folge ein Anstieg trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erzielt werden. Betroffen sind alle Produktkategorien. Einzelne Regionen und Branchen ergeben ein recht heterogenes Bild. (Quelle: Statistik des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V. - bbi). 2. Geschäftsverlauf und Lage Investitionen Im Jahr 2022 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in einer Gesamthöhe von T€ 12.979 (Vj. T€ 20.225) getätigt. Im Wesentlichen entfallen T€ 954 (Vj. T€ 344) auf Neuanschaffungen im Fuhrpark sowie T€ 5.270 (Vj. T€ 6.244) auf Stapler und Arbeitsbühnen der LINDIG Fördertechnik GmbH, sowie T€ 3.630 (Vj. T€ 7.222) auf Grundstücke und Gebäude der LINDIG Fördertechnik GmbH und der LINDIG GmbH. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen beliefen sich auf T€ 40 (Vj. T€ 629). Für immaterielle Vermögensgegenstände wurden T€ 1.446 (Vj. T€ 2.144) aufgewendet. Insgesamt hat sich nach erfolgten planmäßigen sowie außerplanmäßigen Abschreibungen ein Bestand an Anlagevermögen in Höhe von T€ 57.621 (Vj. T€ 51.611) ergeben. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das abgelaufene Geschäftsjahr schloss mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 85.658 (Vj. T€ 76.564) und einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.494 (Vj. T€ 3.566) ab. Beim Verkauf von Neugeräten in der Sparte Flurförderzeuge tragen die unterschiedliche Dynamik und Abrechnung von Großprojekten sowie der Produktmix (inkl. Regalanlagen) zu Umsatzschwankungen im Mehrjahresvergleich bei. Der Neugeräteumsatz konnte in 2022 um 41,3 % gesteigert werden. Die Umsätze mit Gebrauchtgeräten verzeichneten nach einem außerordentlich guten Vorjahr nun einen Umsatzrückgang um 22,3 % Im Kundendienst konnte der Umsatz um 5,2 % gesteigert werden. Bei der Vermietung von Flurförderzeugen (+9,6 %) und Arbeitsbühnen (+11,5 %) konnten ebenfalls Steigerungen verbucht werden. Die Ertragslage der Unternehmensgruppe wurde in 2022 durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Die Umsatz- und Absatzentwicklung verlief insgesamt zufriedenstellend. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen wirkten sich erhöhend auf die Abschreibungen aus. Diese beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 6.359 (Vj. T€ 5.842). Des Weiteren waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 96 zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 18.201 (Vj. T€ 17.362). Wesentliche Bestandteile dieses Aufwandpostens sind insbesondere Aufwendungen für Geräteleasing, Fahrzeugkosten, Mietkosten, Beratungskosten und Versicherungsprämien, welche sich preisbedingt leicht erhöht haben. Das Konzernjahresergebnis beträgt T€ 1.494 (Vj. T€ 3.566). Das gute Ergebnis konnte trotz weiterer Anlaufverluste und kriegsbedingt brach liegender Produktion in der Ukraine in der Flugbranche durch die guten Ergebnisse der LINDIG Fördertechnik GmbH erreicht werden. Die im Lagebericht des Vorjahres aufgestellte Erwartung in Bezug auf Stabilität bei Absatz und Umsatz bei gleichzeitigen Risiken der im Aufbau befindlichen Aktivitäten hat sich somit erfüllt. Die Bilanzsumme beläuft sich auf T€ 77.814 (Vj. T€ 71.766). Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund von Zugängen an Geschäfts- und Firmenwerten und Entwicklungskosten auf T€ 9.361 (Vj. T€ 8.324) erhöht. Das Sachanlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 47.238 (Vj. T€ 41.768) und hat sich aufgrund der Investitionen erhöht. Das Vorratsvermögen hat sich mit T€ 8.561 (Vj. T€ 8.452) ebenfalls gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 8.086 (Vj. T€ 8.749), sie sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Eigenkapitalquote ist von 62 % auf 59 % gefallen. Dies liegt hauptsächlich an der Erhöhung der Bilanzsumme (Anlagevermögen/Bankverbindlichkeiten). Die Rückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 2.564 (Vj. T€ 2.560). Hiervon entfallen T€ 529 (Vj. T€ 931) auf Steuerrückstellungen, T€ 146 (Vj. T€ 170) auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie T€ 1.889 (Vj. T€ 1.459) auf sonstige Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 21.355 (Vj. T€ 15.503). Die bestehenden Verbindlichkeiten wurden gemäß der Tilgungspläne getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Jahresende auf T€ 3.675 (Vj. T€ 3.880). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets geordnet. Mitarbeiterentwicklung Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wurde im Laufe des Jahres um fünf Mitarbeiter auf 367 Mitarbeiter (Vj. 362) erhöht. Die Ausbildung junger Nachwuchskräfte wurde fortgeführt. Im Jahre 2022 waren durchschnittlich 15 Ausbildungsplätze besetzt, davon 11 im gewerblichen Bereich und 4 im kaufmännischen Bereich. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 20.459 (Vj. T€ 19.690) erhöht. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für uns wesentlichen Steuerungsgrößen sind Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), sowie Umsatzrendite. Nachfolgend stellen wir diese Zahlen den Vorjahresbeträgen gegenüber:
Die Umsatzerlöse konnten durch abgeschlossene Projekte für Neufahrzeuge und Regale im Flurförderzeugbereich deutlich gesteigert werden. Bei den Ergebnisgrößen wirken sich die Anlaufverluste im Bereich Luftfahrt noch negativ aus. In 2021 sind positive Einmaleffekte aus Beteiligungsverkäufen enthalten. Insgesamt entspricht die Umsatzrendite somit unseren Erwartungen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage haben könnten, hinzuweisen. Die im Aufbau befindlichen Sparten der Luftfahrtbranche können jederzeit noch zu Verzögerungen bzw. Risiken führen. Trotz kriegsbedingter zusätzlicher Verzögerungen und strategischer Korrekturen erwarten wir keine kritischen Auswirkungen hieraus auf die Unternehmensgruppe. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, waren über die geopolitischen Geschehnisse unserer Zeit hinaus weder im Berichtszeitraum noch für die Zukunft erkennbar. Risiken, die im Falle ihres Eintretens in wesentlichem Umfang nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, werden kontinuierlich bewertet. Die LINDIG GmbH Unternehmensgruppe hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung und monatlichen Geschäftsanalyse implementiert. Unsere Branchen unterliegen zwar zunehmend auch Preisänderungsrisiken, diese können jedoch im Markt gut weitergegeben werden. Auf konjunkturelle Risiken ist unser Unternehmen vorbereitet, so dass Maßnahmen zur Erhaltung der Wirtschaftlichkeit bei Bedarf kurzfristig eingeleitet werden können. Risiken durch Lieferengpässe bzw. kaum noch kalkulierbare Liefertermine sind durch entsprechende rechtliche Absicherung und z.B. durch große Mietgeräte- und Gebrauchtgerätepools minimiert. Aufgrund unserer Finanzierungspolitik und hoher Eigenkapitalquote sind Zinsveränderungsrisiken gut beherrschbar. Drohendem Fachkräftemangel begegnen wir durch fokussierte und weitsichtige Personalpolitik. Potenzielle zukünftige Fremdwährungsrisiken (aus den neuen Geschäftsbereichen) werden regelmäßig betrachtet. Aufgrund einer hohen Eigenkapitalquote, geringem Verschuldungsgrad und weiter positiv erwarteter Geschäftsentwicklung sehen wir keine Liquiditätsrisiken. Im Bereich Debitorenmanagement wurden grundlegende Richtlinien festgelegt, die ständig kontrolliert und angepasst werden. Neukundenanlagen erfolgen erst nach Bonitätsprüfung, Zahlungseingänge werden zeitnah überwacht, Prozesse sind im Qualitätsmanagement dokumentiert. Es besteht eine Warenkreditversicherung. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. 2. Chancenbericht gemäß § 315 Abs. 1 Satz 4 HGB: Das Chancenmanagementsystem der LINDIG-Gruppe mit deren Muttergesellschaft, der LINDIG GmbH, ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Es ist als Instrument auf der Ebene der Geschäftsleitung sowie leitender Angestellter verankert. Für die turnusmäßigen Sitzungen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko- Chancen-Profile entwickelt und zur Diskussion gestellt. Bedingt durch aktuelle multiple geopolitische Risiken wurde die Sensibilität bedarfsgerecht angepasst. Durch den Abbau von Hierarchien im klassischen Sinne werden neue Organisationsformen gelebt, in welchen den Mitarbeitern gewisse Spielräume eingeräumt werden. Dieses innovative und kreative Engagement, für welches die LINDIG Fördertechnik GmbH als Kernsparte schon mehrfach ausgezeichnet wurde, soll auch zukünftig als wichtiger Faktor des Chancenmanagementsystems verankert bleiben. Das Team arbeitet daran, kontinuierlich seine Prozesse zu optimieren, sowie das Dienstleistungsangebot regelmäßig zu erweitern, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Geschäftsführung der LINDIG GmbH sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, neben dem derzeitigen Hauptgeschäft der LINDIG Fördertechnik GmbH, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Die LINDIG-Gruppe zählt zu den investitionsfreudigen Unternehmen. Neben dem Ausbau von Standorten und Tätigkeitsfeldern der Fördertechnik-Sparte wird in den Aufbau und die Weiterentwicklung von Geschäftsaktivitäten im Bereich Luftfahrt investiert. Für einige Aktivitäten werden weitere Schritte nur bei Einstieg von Investoren geplant. Durch die ständige Weiterentwicklung und Innovationen sehen wir uns für die Zukunft breit gefächert aufgestellt. 3. Prognosebericht Die Umsatzerlöse liegen im Geschäftsjahr 2023 bisher über dem Niveau von 2022. Für Neugeräte im Bereich Flurförderzeuge erwarten wir für das Gesamtjahr erneut einen starken Umsatzzuwachs, der aus einem großen Auftragsbestand sowie der Abrechnung von Großprojekten resultiert. Umsatzsteigerungen sind auch in vielen anderen Bereichen zu erwarten. Treffsichere Prognosen sind durch die anhaltende Marktverunsicherung (sich nur langsam stabilisierende Lieferketten, Energieversorgung, Inflation) nicht möglich. Die Unternehmensgruppe LINDIG hat in allen Bereichen Vorsorge getroffen, um gestärkt aus dieser Krisensituation hervorzugehen. Das operative Ergebnis des Konzerns wird voraussichtlich wieder deutlich positiv werden. Der Investitionszurückhaltung einiger Branchen stehen eine gute Nachfrage in anderen Branchen, Nachholeffekte, verstärkte Nachfrage nach neuen Dienstleistungen und ein robustes Kerngeschäft entgegen. Insgesamt rechnen wir für 2023 somit mit steigenden Umsätzen und einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Aufgrund hoher Marktunsicherheiten können keine Werte beziffert werden. In der Luftfahrtsparte ist die Produktion durch den Konflikt in der Ukraine Anfang 2022 zum Erliegen gekommen. Die Entwicklungsprojekte laufen weiter. Im Herbst 2023 ist die Wiederaufnahme der Produktion mit Hilfe weiterer Bankdarlehen geplant. Durch zusätzliche Investoren soll die Zukunftsperspektive abgesichert werden. Darüber hinaus sind Risiken der künftigen Entwicklung derzeit nicht zu erkennen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen, zumal höhere Risikograde in den neuen Unternehmensbereichen liegen und geopolitische Krisen an Bedeutung gewonnen haben.
Hörselberg-Hainich, 29. September 2023 Die Geschäftsführung |
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