Drees Beteiligungsverwaltung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Remo Rickler seit 22.12.2023 | Prokura |
Klaus Hamm seit 22.12.2023 | Prokura |
Simon Winter seit 22.12.2023 | Prokura |
Eric Frese seit 27.12.2018 | Prokura |
Veit Scholl seit 2.12.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
C******** J******* B****** | 12.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Chrysantil Stiftung – Stiftung bürgerlichen Rechts | 12.50% |
Familienstiftung Veit Scholl – Stiftung bürgerlichen Rechts | 11.98% |
Erich Bracher-Stiftung – Stiftung bürgerlichen Rechts | 11.20% |
Irene und Erika Fischer Stiftung – Stiftung bürgerlichen Rechts | 11.20% |
Wolfram Scholl Familienstiftung – Stiftung bürgerlichen Rechts | 10.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
9 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 9 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Christof Fischer GmbHKernen im RemstalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung 2023
(HRB 3174)Bilanz 2023Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Christof Fischer GmbH hat Ihren Sitz in Kernen im Remstal. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 3174 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 (3), §§ 266 ff. HGB). Wegen der Ausweitung der Umsatzerlöse (§ 277 (1) HGB) haben wir gem. § 265 (5) HGB eine Zwischensumme unter die Umsatzerlöse aus unserem Kerngeschäft ausgewiesen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Wenn die Börsen- oder M arktpreise beziehungsweise beizulegende Werte niedriger sind, werden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Wertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Ermittlung der Rückstellung für Pensionen erfolgt mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgte mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegebenen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt 1,82 % (i. Vj. 1,78 %). Der Berechnung liegen angenommene jährliche Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,0 % zu Grunde. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht vorgenommen, da der Bestand für die Versorgungsberechtigten seit dem 01.01.2002 geschlossen ist. Zukünftige Rentensteigerungen wurden wie im Vorjahr in Höhe von 1 % bzw. 3 % (aufgrund unterschiedlicher Versorgungszusagen) bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bestehende Aktivwerte (=Zeitwert) der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 6.000 (i. Vj. T€ 5.924) sind an die bezugsberechtigten Personen verpfändet. Gemäß § 246 (2) Satz 2 HGB werden diese Vermögensgegenstände mit den Altersversorgungsverpflichtungen (Erfüllungsbetrag T€ 12.713) verrechnet. Die Aufwendungen (T€ 271) des Geschäftsjahres sind im Personalaufwand mit T€ 52 und im Zinsaufwand mit T€ 219 enthalten. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung aufgrund der Anwendung des Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre bzw. 7 Jahre beträgt zum 31.12.2023 T€ 181. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 (6) HGB. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wird gem. Art. 67 (1) Satz 2 EGHGB von dem Beibehaltungsrecht Gebrauch gemacht. Der Betrag der Überdeckung beträgt T€ 21. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu dem am Abschlussstichtag gültigen Kurs bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagespiegel
4.2 sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen (T€ 1.440) und Personalverpflichtungen (T€ 2.402). 4.3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sicherheiten bestehen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsverkehr im Rahmen der üblichen Eigentumsvorbehalte. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Gesamtkostenverfahren Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 5.2 Aufgliederung der Umsätze nach geographischen Märkten Die Umsatzerlöse Kerngeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
5.3 Zinsergebnis Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen betragen T€ 219 (i. Vj. T€ 223). 6. sonstige Pflichtangaben 6.1 Angaben der Namen und Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Geschäftsführer der Gesellschaft ist:
Der vorgenannte Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Am 13.05.2023 wurde als Aufsichtsorgan und Ansprechpartner für die Geschäftsleitung der Gesellschaftsrat von drei M itgliedern, bestehend aus:
als Bevollmächtigte der Gesellschafterversammlung für eine weitere Amtsperiode von 3 Jahren gewählt. 6.2 Angaben der Gesamtbezüge der Organe für die Tätigkeit im Berichtsjahr Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu verzichten. 6.3 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von T€ 48 beinhaltet T€ 34 für Abschlussprüfungsleistungen, T€ 13 für Steuerberatungsleistungen und T€ 1 für andere Beratungsleistungen. 6.4 Angaben zu Unternehmen mit Anteilsbesitz von 20 % oder mehr Die Christof Fischer GmbH, Kernen im Remstal, besitzt an folgenden Gesellschaften mindestens den fünften Teil der Anteile:
6.5 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
6.6 sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden die folgenden wesentlichen Verpflichtungen, die nicht als Verbindlichkeiten auszuweisen waren:
6.7 Anteile an Sondervermögen (§ 285 Nr. 26 HGB) Der im Anlagevermögen unter der Pos. "Finanzanlagen, Nr. 4 Wertpapiere des Anlagevermögens" ausgewiesene Investmentfond (Sondervermögen nach § 1 (10) KAGB) hat zum Bilanzstichtag einen geringeren Buchwert von T€ 175 unter dem Nominalwert von Mio. 8,0 EUR. Eine Abschreibung wurde nicht vorgenommen, da die Wertminderung voraussichtlich nicht dauerhaft ist. 6.8 aktive latente Steuern Zum Bilanzstichtag wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 418 gebildet. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Sie beruhen auf temporären Unterschiedsbeträgen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen in Höhe von insgesamt T€ 1.411. Der Differenzbetrag setzt sich aus Vorräten (T€ 1.242), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 244) und Rückstellungen (T€ -75) zusammen. Die Ermittlung der aktiven latenten Steuern entspricht den aktuellen deutschen Tarifbelastungen für Ertragssteuern von ca. 30 %. 6.9 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 6.10 Vorschlag Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 13.356 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Kernen im Remstal, den 26. April 2024 Veit Scholl, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Christof Fischer GmbH ist ein Großhandelsunternehmen (produktionsverbindender Handel) für Bauteile der Kälte- und Klimatechnik. Das Unternehmen beliefert Kunden aus dem Handwerksbereich sowie ausgewählte Industriekunden und Seriengerätehersteller mit einem Produktprogramm von ca. 20.000 Artikeln verschiedener Hersteller aus dem In- und Ausland. Die Wertschöpfung umfasst dabei nicht nur die lagermäßige Führung des Produktportfolios sondern auch umfangreiche Servicedienstleistungen im Bereich technische Beratung, Logistik und Systemtechnik. 2. Zweigniederlassungsbericht Das Unternehmen betreibt neben dem Hauptsitz in Kernen im Remstal ein Logistikzentrum in Fellbach sowie weitere unselbständige Zweigniederlassungen in Berlin, Bremen, Chemnitz, Essen, Köln, Düsseldorf, Arnsberg, Freiburg, Hannover, Hamburg, Ketsch bei Mannheim, München und Nürnberg. 3. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung sind für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung, da die Produktentwicklung bei unseren Vorlieferanten (Herstellern) stattfindet. Hauptaugenmerk wird deshalb auf die ständige Verbesserung der Prozessqualität im Handelsbereich gelegt. Im Bereich Systemtechnik entwickeln wir in Richtung Optimierung der System-Energieeffizienz und neuen, umweltfreundlicheren Kältemitteln. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Darüber hinaus wirkten sich ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland entsprechend aus. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen, die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Dennoch blieb in unserem Sektor die Nachfrage noch relativ konstant, da unsere Produkte in der Regel eher am Ende der Bauprojekte installiert werden. Gegen Jahresende konnten wir aber bereits eine deutlich einsetzende Zurückhaltung spüren, Projekte werden verschoben oder ganz storniert. Unser Markt ist geprägt von einem Verdrängungswettbewerb zwischen mehreren spezialisierten Großhandelsunternehmen, die jeweils mit zahlreichen Standorten im Bundesgebiet vertreten sind. Fischer zählt zu den führenden Unternehmen der Branche. 2. Geschäftsverlauf Im Jahresverlauf erwirtschafteten wir saisonübliche Umsätze, die jedoch zum Jahresende hin rückläufige Tendenz zeigten. Unser Umsatzwachstum von 4,7 % spiegelt in etwa die Preiserhöhungen wider. Die Gesellschaft konnte ihre stabile Marktposition erneut behaupten und die neuen Standorte Köln und Düsseldorf am Markt etablieren. 3. Lage Die Lage des Unternehmens kann als sehr stabil bezeichnet werden. a) Ertragslage Im Berichtsjahr erzielte die Christof Fischer GmbH im Kerngeschäft einen Gesamtumsatz von 178,86 Mio. €, was einem Wachstum von 4,45 % gegenüber dem Vorjahr (VJ: 171,16 Mio. €) entspricht. Der Jahresüberschuss liegt mit 13,356 Mio. € zwar deutlich unter Vorjahr, ist absolut und operativ gesehen vor dem Hintergrund deutlicher Kostensteigerungen aber durchaus zufriedenstellend und über Plan, da wir entgegen unseren Erwartungen den Rohertrag stabil halten bzw. leicht steigern konnten. b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanz- und Vermögenslage Die Finanz- und Vermögenslage kann nach wie vor als sehr stabil bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Bilanzsumme beträgt 142,55 Mio. € (VJ: 134,16 Mio. €). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 123,21 Mio. € (VJ: 115,62 Mio. €). Die Eigenkapitalquote ist unter Einschluss des Jahresüberschusses 2023 mit 86,4 % (VJ: 86,2 %) im Branchenvergleich auf sehr hohem Niveau, der verbleibende Fremdkapitalanteil setzt sich wie bisher aus Pensions- und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende 2023 über liquide Mittel von 32,1 Mio. € (VJ: 25,4 Mio. €) und damit über gute Liquiditätsreserven, die die Verbindlichkeiten deutlich übersteigen und die zur Sicherung des laufenden Betriebs und für zukünftige Investitionen vorgehalten werden. Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als stabil und geordnet bezeichnet werden. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsleitung steuert das Unternehmen über folgende Leistungsindikatoren:
III. Prognosebericht Wir erwarten für 2024 tendenziell eher rückläufige Märkte, planen aber mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem leicht verringerten Jahresüberschuss. Die F-Gaseverordnung, die die Verwendung und den stufenweisen Phaseout der bisher gebräuchlichen Kältemittel regelt und bisher unsere Planungsgrundlage war, wurde erwartungsgemäß revidiert und drastisch verschärft. Sie sieht Einschränkungen für den Einsatz bestimmter Stoffe vor, die den Bau insbesondere von kleineren Kälteanlagen, mit den aktuell verfügbaren Produkten und Technologien mangels geeigneter Alternativen quasi zum Erliegen bringen könnte. Hier setzen wir langfristig auf die Einführung neuer Technologien und Produkte. Die Transformationsphase wird allerdings von hohen Unsicherheiten, Verfügbarkeitsproblemen und Lagerbestandsabwertungen geprägt sein. Der tatsächliche Impact auf unser Geschäft und unsere Leistungsindikatoren ist aus heutiger Sicht noch nicht konkret abzuschätzen. In jedem Falle erwarten wir eher negative Auswirkungen auf unsere künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unter Berücksichtigung unserer Eigenkapital- und Liquiditätssituation gehen wir kurz- bis mittelfristig aber keinesfalls von einem bestandsgefährdenden Risiko aus. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Erfassung, Analyse und Reaktion auf Geschäftsrisiken ist ein Bestandteil der Unternehmensführung der Gesellschaft. Entsprechende Informations- und Kommunikationsstrukturen stellen sicher, dass die Geschäftsleitung regelmäßig über alle Geschäftsbereiche informiert ist und bei sich abzeichnendem Handlungsbedarf zeitnah entsprechende M aßnahmen einleiten kann. Das Risikomanagementsystem basiert auf dem monatlichen Berichtswesen. Die Analysen zu Abweichungen dienen der Geschäftsführung als Instrument zur Unternehmensführung. Branchenspezifische Risiken Zusätzlich zu den aktuellen durch die EU-Gesetzgebung entstehenden Risiken sehen wir nicht nur für unser Unternehmen, sondern vor allem auch für die Unternehmen unseres Zielmarktes einen eklatanten Personalmangel, der weiteres Wachstum langfristig begrenzen könnte. Darüber hinaus zeigen sich aktuell starke Konzentrationstendenzen auf der Abnehmerseite - viele Kleinbetriebe werden verkauft und in größere Strukturen integriert. Die zukünftig zugelassenen, natürlichen Kältemittel sind entweder hoch entzündlich (Propan, Isobutan), giftig (Ammoniak) oder technisch deutlich komplizierter zu handhaben und in bestimmten Anwendungsbereichen ineffizienter (CO 2 ). Ein Großteil der Betriebe und Mitarbeiter in unserer Branche ist auf den Einsatz dieser Stoffe nicht ausreichend vorbereitet, zumal vielfach, vor allem bei den brennbaren Stoffen, auch noch klare Regelungen in Bezug auf Installationsvorschriften, Haftungsfragen etc. fehlen. Indirekte Systeme (Kältesystem mit brennbarem Kältemittel im Freien und zweiter Wärmeträgerkreislauf mit Sole oder Wasser) könnten u.U. in weiten Teilen nicht mehr durch unsere Kunden, sondern durch Betriebe anderer Branchen (Haustechnik etc.) installiert werden. Ertragsorientierte Risiken Neben der nach wie vor dynamischen Kostenentwicklung in den Bereichen Personal, Energie und Transport, könnten der sukzessive Wegfall unseres Kältemittelgeschäfts sowie die disruptiven regulatorischen Entwicklungen im Markt und der damit einhergehende Preisdruck und ggf. Umsatzverlust rückläufige Roherträge und Überschüsse verursachen. Darüber hinaus belasten die extrem angestiegenen und teilweise hochkomplexen bürokratischen Anforderungen und Dokumentationspflichten unsere Kostenstruktur mit kundenseitig nicht wertschöpfenden internen Prozessen und hohem Beratungsaufwand. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der ausgezeichneten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit trotz der angespannten Situation zumindest kurzfristig nicht erkennbar. Währungsrisiken, z.B. aus der Beschaffung von Ware in US-Dollar oder aus der Beteiligung an der Christof Fischer AG, bestehen nur in geringem Umfang. Die Zinssituation und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung lassen vermuten, dass auch in unserer Branche das Insolvenzrisiko ansteigen wird und wir deshalb vermehrt mit Forderungsausfällen zu rechnen haben. 2. Chancenbericht Der durch den gesetzgeberischen Druck verursachte technologische Wandel kann nach wie vor auch Chancen eröffnen, unser Geschäft mit neuen Produkten, Konzepten und noch umfassenderen Serviceleistungen, auszubauen. Unsere langjährige Expertise im Bereich Systemtechnik, vor allem mit den Kältemitteln CO 2 und Ammoniak, kann hier von Vorteil sein. 3. Gesamtaussage Mit Blick auf die seitens der EU angedachten gesetzlichen Änderungen sowie die wirtschaftliche und politische Gesamtsituation müssen wir festhalten, dass die Rahmenbedingungen für unser Unternehmen deutlich riskanter und volatiler werden und wir entsprechende Strategien entwickeln müssen, um diesen Themen zu begegnen. Grundsätzlich sehen wir unser Geschäftsmodell aber weiterhin als langfristig tragfähig. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und Unabhängigkeit sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken allerdings vergleichsweise gut aufgestellt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft kurzfristig gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen betreibt eine sehr konservative Risikopolitik. Derzeit werden für die Anlage der Liquidität in der Hauptsache Festgeldanlagen und langfristige Wertpapieranlagen genutzt. Die Gesellschaft verfügt über einen breit gestreuten, insgesamt solventen Kundenstamm, mit dem in der Regel langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Forderungsausfälle treten in branchenüblichem Umfang auf, bestandsgefährdende Einzelrisiken sind nicht zu erkennen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement und eine Warenkreditversicherung. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Kernen im Remstal, den 26. April 2024 Veit Scholl, Geschäftsführender Gesellschafter BESTÄTIGUNGSVERM ERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Christof Fischer GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Christof Fischer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Christof Fischer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 26. April 2024 HWS
GmbH & Co. KG
Michael Lacher, Wirtschaftsprüfer Heiko Lukaschek, Wirtschaftsprüfer |
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