Sunrise Medical Holdings GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Kröner seit 3.12.2025 | Geschäftsführer |
Björn Axel Weise seit 3.12.2025 | Prokura |
Georg Nagel seit 11.5.2023 | Prokura |
Kai Schyktanz seit 30.9.2021 | Geschäftsführer |
Thomas Hardt seit 24.7.2019 | Geschäftsführer |
Adrian John Platt seit 29.6.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ray Dutch Holding IV B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sunrise Medical GmbHMalschJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Die Sunrise Medical-Gruppe gehört zu den weltweit größten Herstellern von Pflegeprodukten. Die Geschäftstätigkeit umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Rollstühlen und Rollstuhlzubehör. Zum 30. Juli 2015 wurde die Sunrise Medical-Gruppe von Equistone Partners Europe, München, an die Nordic Capital, Stockholm, verkauft. Im Rahmen dieses Erwerbs wurde die Cidron Ollopa Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, gegründet, um das akquirierte Geschäft zu halten. Die operative Struktur der erworbenen Gesellschaften wurde hierdurch nicht beeinflusst. Sunrise Medical GmbH ist die deutsche Produktions- und Vertriebstochtergesellschaft der Cidron Ollopa B.V., Amsterdam, Niederlande. Das Marktumfeld in Europa ist, getrieben durch den technischen Fortschritt und die demografische Entwicklung bei gleichzeitig hohem Wohlstandsniveau, geprägt durch eine hohe und weiter wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Gesundheitswesens. Gleichzeitig steigen die Kosten der gesundheitlichen Versorgung. Um die Kosten zu begrenzen, werden in erster Linie Reformen durchgeführt und Kostendämpfungsmaßnahmen erlassen. Vor diesem Hintergrund ist auch in Zukunft mit Preisdruck und einem intensiven Wettbewerb zu rechnen, in dem eine technologische Differenzierung und Kosteneffizienz von hoher Bedeutung sind. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2022/2023 war von einer positiven Absatzentwicklung einerseits und von Kostensteigerungen andererseits gekennzeichnet. A. Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse haben sich im Vorjahresvergleich um 3,8 % auf TEUR 103.456 erhöht. Die Umsatzerhöhung ist im Wesentlichen auf höhere Erlöse mit Dritten im In- und Ausland zurückzuführen, primär auf eine erhöhte Nachfrage von Elektroprodukten sowie Preiserhöhungen. Die im Vorjahr prognostizierte Erhöhung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich wurde realisiert. Entwicklung des operativen Ergebnisses (EBIT) Das Bruttoergebnis vom Umsatz hat sich um TEUR 2.774 auf TEUR 32.067 erhöht, da Preiserhöhungen der Produkte im Absatzbereich höhere Beschaffungskosten teilweise kompensiert haben sowie im Wesentlichen durch die erhöhte Nachfrage im In- und Ausland. Daneben haben geringere Frachtaufwendungen, hauptsächlich verursacht durch Änderungen der Incoterms vereinzelter Kunden im Streckengeschäft sowie erhöhtes Einkaufsvolumen im europäischen Beschaffungsmarkt, und Veränderungen im Produktmix das Bruttoergebnis vom Umsatz verbessert. Für die Erhöhung der Vertriebskosten um TEUR 1.247 auf TEUR 14.205 sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen erheblich höhere Aufwendungen für Gehälter, Marketing und Reisekosten ursächlich. Wesentlich bedingt durch geringere Konzernumlagen, Personalaufwendungen sowie Abschreibungen haben sich die Verwaltungskosten im Vorjahresvergleich um TEUR 225 auf TEUR 3.241 verringert. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.387 resultiert im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aus der Verschmelzung der VIDA Global GmbH enthaltenen Aufwendungen im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.764, deren Anteile im Geschäftsjahr 2021/2022 erworben wurden. Das EBIT hat sich somit im Vorjahresvergleich um TEUR 3.160 auf TEUR 11.080 erhöht, was die Erwartungen des Vorjahres übertroffen hat. (Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich). Entwicklung von Finanzergebnis und Jahresüberschuss Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahresvergleich erheblich verändert: TEUR 2.355 (Vorjahr: TEUR 1.769), was in erster Linie aus Zinserträgen für das Cashpool- Guthaben resultiert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich um TEUR 515 auf TEUR -78 reduziert (Ertrag aus Steuern vom Einkommen und Ertrag), was vor allem aus der Zuführung zu einer Rückstellung aufgrund der Betriebsprüfung im Vorjahr resultiert. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung hat sich somit aufgrund der Erhöhung des EBIT, des höheren Finanzergebnisses und des Ertrags aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 4.261 auf TEUR 13.513 erhöht. B. Finanz- und Vermögenslage Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 10.698 (Vorjahr: TEUR 14.527) reduziert, was vor allem auf die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ohne Forderungen aus Cashpool, die zum Finanzmittelfonds gehören) sowie die Abnahme der Verbindlichkeiten zurückzuführen ist (Vorjahr: Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen). Zum 30. Juni 2023 weist die Gesellschaft Forderungen aus Cashpool in Höhe von TEUR 15.293 (Vorjahr: TEUR 18.855) und Verbindlichkeiten aus Cashpool in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 378) gegen die Cashpool-Führerin Cidron Ollopa B.V., Amsterdam, Niederlande, aus. Im April 2018 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Konzern umfinanziert. Hierfür wurden alle gegenwärtigen und künftigen Ansprüche aus Bankguthaben und sämtliche Forderungen der Gesellschaft als Sicherheiten verpfändet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen bis 2025 zu begleichen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich zinsbedingt um TEUR 2.955 auf TEUR 63.456. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um TEUR 215 reduziert, was aus stichtagsbezogenen Schwankungen resultiert. Die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Cashpool-Forderungen, die zum Stichtag 30.06.2023 TEUR 15.293 (Vorjahr TEUR 18.855) betragen haben. Die Eigenkapitalquote der Sunrise Medical GmbH ist im Vorjahresvergleich mit 10,3% unverändert geblieben. Der Rückgang der Steuerrückstellungen um TEUR 638 auf TEUR 0 wurde primär durch den Ausgleich der Verpflichtungen aus der Betriebsprüfung verursacht. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 303 auf TEUR 6.753 im Wesentlichen aufgrund der Umsatzsteigerung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich primär aufgrund der Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens um TEUR 10.531 auf TEUR 18.308 reduziert. Ferner haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 962 auf TEUR 5.514 reduziert, was auf eine frühere Bezahlung der Lieferanten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus der Verpflichtung zur Abführung des erwirtschafteten Jahresüberschusses gestiegen. 3. Umweltschutz und Qualitätsmanagement Der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Rohstoffen und Energie ist seit jeher in unseren unternehmerischen Prinzipien verankert. Die Sunrise Medical GmbH ist seit 2004 entsprechend der Anforderungen der Umweltmanagement-Norm nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Unsere Gesellschaft ist auditiert nach dem Medizinproduktegesetz des Bundesministeriums für Gesundheit. Die Qualität und Herstellung unserer Produkte entspricht den Anforderungen nach DIN EN ISO 13485. 4. Personal Die Mitarbeiterzahl hat sich von 270 Mitarbeitern zum Ende des Vorjahres auf 273 Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 erhöht. 5. Investitionen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 Höhe von TEUR 1.570 getätigt. Schwerpunkte waren hierbei Investitionen in Grundstücke und Gebäude sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.155). 6. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft investiert kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um TEUR 163 auf TEUR 2.712 erhöht und betreffen diverse Neuentwicklungen und Verbesserungen von Rollstühlen und deren Komponenten. In der Forschung und Entwicklung sind 16 (Vorjahr 16) Mitarbeiter (teilweise in Teilzeit) beschäftigt. 7. Chancen- und Risikobericht Die Ölpreise und die Dollarentwicklung verlaufen unstetig und lassen auch zukünftig Preisschwankungen im Beschaffungsbereich, insbesondere bei Teilen, die aus Aluminium gefertigt werden, und bei in den USA und Asien bezogenen Handelswaren erwarten. Dem Risiko der Wechselkursschwankungen wird begegnet, indem die Beschaffung immer häufiger in Eurowährung erfolgt. Nach wie vor bestehen Lieferengpässe, auf welche die Firma mit entsprechenden Logistikmaßnahmen und Lagermanagement reagiert. Weitere mögliche Änderungen im System der Krankenkassen und ein erhöhter Wiedereinsatz von Mobilitätsprodukten würden sich auf das erwartete Marktwachstum auswirken. Dem verschärften Preisdruck im Gesundheitswesen begegnen wir mit Produktivitätsverbesserungen und Kosteneinsparungen auf allen Ebenen des Wertschöpfungsprozesses. Wie in der Vergangenheit wollen wir diesem Druck mit ständigen Produkt- und Verfahrensinnovationen aktiv und erfolgreich begegnen. Daraus ergeben sich Chancen für Umsatzsteigerungen in der Zukunft in allen Kernsegmenten. Im Unternehmen bestehen Reporting- und Controlling-Systeme, die dazu beitragen, eventuelle Risiken zu erkennen und einzuschränken. Neben Langfristbetrachtungen werden insbesondere im laufenden Geschäft detaillierte Budgetplanungen erstellt und der regelmäßigen Kontrolle unterzogen. Die Vorgaben basieren auf jährlich überprüften Managementzielen, die im Konzern abgestimmt werden, und neben Umsatz- und Ergebniszielen auch Qualitätsziele wie Produktqualität und Kundenzufriedenheit beinhalten. Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine regelmäßige Analyse offener Posten, die Einrichtung von Kreditlimits und ein korrespondierendes Mahnwesen reduziert. Für die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft ist die Werthaltigkeit unserer Ansprüche aus Ausleihungen (TEUR 63.456) und Cashpool-Forderungen (TEUR 15.293) gegen die Cidron Ollopa B.V., Amsterdam, von entscheidender Bedeutung. Momentan liegen keine Anzeichen für eine mangelnde Werthaltigkeit dieser Ansprüche vor. 8. Prognosebericht Die globale Ausrichtung der Unternehmensgruppe und die bestehende Organisationsstruktur weltweit werden die Marktstellung der Gesellschaft weiter festigen. Das Produktportfolio wird kontinuierlich durch neue Entwicklungen verbessert und erweitert. Dies wird die bestehende Wettbewerbssituation positiv beeinflussen. Aufgrund der starken Marktposition wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit Umsatzsteigerungen in den Kernsegmenten gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine Umsatzerhöhung im einstelligen Prozentbereich, da der Rückgang der Lieferengpässe und die Nachfragesteigerung unserer Produkte das Wachstum erhöhen werden. Beim EBIT gehen wir vor allem aufgrund der Verbesserungen im Produktmix von einer Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich aus.
Malsch, 21. Februar 2024 Sunrise Medical GmbH Die Geschäftsführung Thomas Hardt Kai Schyktanz Udo Loosen Bilanz zum 30. Juni 2023der Sunrise Medical GmbH, MalschAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB in der Fassung des BilRUG sowie des GmbHG aufgestellt. Die Sunrise Medical GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist unter HRB 727105 mit Sitz in Malsch im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gegliedert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Soweit erforderlich, werden bei dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, und sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf die voraussichtliche Nutzungsdauer, angesetzt. Soweit erforderlich, werden bei dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden einzeln zu den Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Risiken wegen verminderter Gängigkeit werden durch Bewertungsabschläge individuell berücksichtigt. Im Geriatrie-Bereich werden Demonstrationszwecken dienende Rollstühle sofort als Vertriebskosten ergebniswirksam erfasst. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominal- bzw. Nennwert bewertet. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Risiken durch in Abhängigkeit von der Altersstruktur pauschal ermittelte Wertberichtigungen, verbleibende Risiken durch zusätzliche individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden, soweit sie kurzfristig fällig sind, mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte auf der Grundlage der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3, Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen vom 19. Juni 2013. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 0,76 % zu Grunde gelegt. Der Gehaltstrend wurde mit 2,00 % berücksichtigt. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die Heubeck Richttafeln 2018 G verwendet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden, soweit sie kurzfristig fällig sind, mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Fremdwährungsverbindlichkeit werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte, Zinsswapgeschäfte) werden wegen des umfassenden Cashpoolings auf Konzernebene nicht lokal genutzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt entwickelt: Anlagespiegel zum 30. Juni 2023
Finanzanlagen Als Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird ein an die Cidron Ollopa B.V., Amsterdam/Niederlande, gewährtes Darlehen ausgewiesen, das im Jahr 2024 zurückzuzahlen ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 5.866 (Vorjahr: T€ 4.465) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 15.293 (Vorjahr: T€ 18.855) Cashpool-Guthaben. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital
Das zum Bilanzstichtag voll eingezahlte Stammkapital der einzigen Gesellschafterin Sunrise Medical Holdings GmbH, Malsch, beträgt € 5.500.000,00. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen (in Summe T€ 2.687 für Altersteilzeit, Resturlaub, Mitarbeiterboni, anteiliges Weihnachtsgeld, Überstundenguthaben und ähnliche Verpflichtungen), kundenbezogene Rückstellungen für Kundenboni, Garantieleistungen und ausstehende Gutschriften (in Summe T€ 3.615) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (in Summe T€ 432) ausgewiesen. Verbindlichkeiten
Die für die zum Bilanzstichtag bestehenden Darlehensverpflichtungen gestellten Sicherheiten betreffen die Verpfändung von gegenwärtigen und künftigen Ansprüchen aus Bankkonten und Forderungen. Insgesamt T€ 5.532 (Vorjahr: T€ 4.453) der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen, T€ 491 (Vorjahr: T€ 378) aus Cashpool-Verbindlichkeiten, T€ 2.145 (Vorjahr: T€ 2.002) aus einem konzerninternen Darlehen sowie T€ 54.103 (Vorjahr: T€ 43.990) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von T€ 54.036 (Vorjahr: T€ 43.836) und resultieren mit T€ 53.903 (Vorjahr: T€ 40.390) aus Ergebnisabführung und aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 133 (Vorjahr: T€ 3.446). Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftete zum Bilanzstichtag im Rahmen der mit der Natixis, London/UK, und weiteren Banken zum 16. April 2018 abgeschlossenen First und Second Lien Facilities Agreements gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung des Gesamtdarlehensbetrags in Höhe von bis zu T€ 568.665 zuzüglich Zinsen und Kosten. Der Geschäftsführung liegen zurzeit keine Anzeichen für eine drohende Inanspruchnahme aus dieser Haftung vor, weil die betroffenen Konzerngesellschaften ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit anderen Konzerngesellschaften im Rahmen des Cash Concentrating Agreements für alle Verbindlichkeiten, die der Cashpool-Führerin Cidron Ollopa B.V., Amsterdam, aus diesem Agreement gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf, entstehen. Es gibt zurzeit keine Anzeichen für eine drohende Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis, weil die betroffenen Konzerngesellschaften ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich zum 30. Juni 2023 wie folgt dar:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 103.456 (Vorjahr: T€ 99.654) wurden 51,7 % (Vorjahr: 49,8 %) im Inland erzielt. Im Ausland wurden entsprechend 48,3 % (Vorjahr: 50,2 %) der Erlöse erwirtschaftet. Bezogen auf die Gesamtumsatzerlöse wurden 33,3 % (Vorjahr: 37,1 %) innerhalb der EU, 12,8 % (Vorjahr: 10,7 %) im übrigen Europa und 2,1 % (Vorjahr: 2,4 %) in Ländern außerhalb Europas erwirtschaftet. In den Umsatzerlösen sind in Höhe von T€ 137 (Vorjahr: T€ 207) Erlöse aus der Weiterbelastung von Entwicklungskosten an andere Konzerngesellschaften enthalten, für Produkte, die von den Konzerngesellschaften vertrieben werden. Sämtliche Umsatzerlöse betreffen, wie im Vorjahr, den einzigen Geschäftsbereich Mobility. Materialaufwand Der Materialaufwand resultiert aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren in Höhe von T€ 57.819 (Vorjahr: T€ 56.675) und aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 1.287 (Vorjahr: T€ 1.790). Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge Unter dieser Position sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 8 (Vorjahr: T€ 47) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten enthält Steuererträge für Vorjahre in Höhe von T€ 78 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von T€ 437). E. Sonstige Angaben Latente Steuern Aufgrund des mit der Gesellschafterin Sunrise Medical Holdings GmbH, Malsch, bestehenden Organschaftsverhältnisses sind Angaben zu den latenten Steuern auf Ebene des Organträgers zu machen. Geschäftsführer Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2022/2023 bestellt:
Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ein Geschäftsführer hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer, einschließlich Teilzeitbeschäftigten, aber ausschließlich Auszubildende, betrug im Berichtszeitraum:
Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wurde in Höhe von T€ 59 berücksichtigt. Davon entfallen T€ 45 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 14 auf Steuerberatungsleistungen. Ergebnisabführungsvertrag mit der Sunrise Medical Holdings GmbH Die Gesellschaft hat mit ihrer Alleingesellschafterin, der Sunrise Medical Holdings GmbH, mit Wirkung zum 1. Juli 2016 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Daher wird der Gewinn in Höhe von T€ 13.543 an die Gesellschafterin abgeführt. Konzernabschluss Die Gesellschaft gehörte zum Bilanzstichtag zum Konzern der Cidron Ollopa Holding B.V., Amsterdam, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Sunrise Medical GmbH wird in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Amsterdam verfügbar. Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die auf den Jahresabschluss zurückwirken.
Malsch, 21. Februar 2024 Sunrise Medical GmbH Geschäftsführung Thomas Hardt Kai Schyktanz Udo Loosen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sunrise Medical GmbH, Malsch Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sunrise Medical GmbH, Malsch, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sunrise Medical GmbH, Malsch, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 21. Februar 2024 Deloitte
GmbH
Steffen Schmidt, Wirtschaftsprüfer Boris Branski, Wirtschaftsprüfer |
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