Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 51940
Vorher
Contimax GmbHFarmers Land Handels GmbH
Eingetragen
16.6.2005
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Der Handel mit Lebensmitteln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephanie Kruse
seit 14.10.2025
Prokura
Yannic Wenk
seit 24.11.2022
Prokura
Hakan Tan
seit 9.12.2014
Prokura
Ralph Schulz
seit 6.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Ralph SchulzFARMERS LAND Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Farmers Land Food GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Farmers Land Food GmbH beliefert seit über 20 Jahren nationale und internationale Kunden mit qualitativ hochwertigen Tiefkühlprodukten. Ihr Hauptprodukt ist Seafood aus Asien und der Türkei, welches insbesondere bei Discountern und Großvertriebsformen des Lebensmitteleinzelhandels auf dem deutschen Markt Anklang findet.

Seit 2024 hat die Farmers Land Food GmbH die Lizenzrechte der Marke Nordsee für TK und frische Seafood Produkte erworben. Diese werden wiederum nunmehr mit der Firma Lidl Deutschland, Billa und Spar Österreich erfolgreich vertrieben.

Die Farmers Land Gruppe besteht aus der Farmers Land Holding GmbH als Muttergesellschaft und der 100%igen Tochter Farmers Land Food GmbH. Das operative Tagesgeschäft wird ausschließlich von der Farmers Land Food GmbH ausgeführt.

Als Handelsunternehmen ist die Farmers Land Food GmbH "IFS Broker" und "Bio" zertifiziert. Unsere Qualitätssicherung erfolgt durch eine laufende Überwachung in Europa und Asien sowie durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, wie Laboren, weltweit. Wir handeln nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund sind Fisch- und Garnelenprodukte auf Wunsch unserer Kunden ASC, MSC und Global-Gap zertifiziert.

Unser Qualitäts- und Lebensmittelsicherheits-Managementsystem basiert, gemäß den Anforderungen des IFS Broker, auf einer umfänglichen Gefährdungs- und Risikoanalyse. Sämtliche in Anspruch genommenen Lieferanten unterliegen einer sorgfältigen Auswahl, Kontrolle und Bewertung.

Kunden und Märkte

Die Kunden stehen bei uns im Fokus. Wir gewinnen und festigen das Vertrauen unserer Kunden durch qualitativ hochwertige Produkte und Leistungen sowie ein marktgerechtes Preis-/Leistungsverhältnis. Zu unseren Kunden gehören insbesondere bedeutende Konzerne und Unternehmen aus dem nationalen und internationalen Lebensmitteleinzelhandel, Cash & Carry - Großhandel und Großhandelsketten.

Produkte

Unsere Produkte sind unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte innovativ und erfüllen hohe Qualitätsstandards. Der Schwerpunkt unseres Produktsortiments umfasst insbesondere

§ Tiefkühlfisch,

§ Krusten- und Schalentiere

§ Convenience Food, § Desserts, Kuchen, Eis

§ sowie Bio-Gemüse

Das Produktsortiment richtet sich nach der jeweiligen Marktlage und den Anforderungen unserer Kunden. Die Produkte werden sorgfältig hinsichtlich ihrer Attraktivität und Qualität für den europäischen Markt entwickelt. Diese werden grundsätzlich am Hauptsitz, Ratingen, vom Konzept über die Verpackungsgestaltung bis hin zur Abwicklung der gesamten Logistik konzipiert.

Lieferanten

Die Lieferantenauswahl erfolgt konsequent im Sinne eines möglichst optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses. Unsere internationale Suche nach marktfähigen Innovationen wird gemäß individuellen Kundenvorgaben durchgeführt. Bei der Auswahl unserer Lieferanten achten wir darauf, dass diese ebenfalls nach internationalen Standards wie ISO, IFS oder BRC zertifiziert sind und entsprechende Qualitätsmanagementsysteme implementiert haben.

Steuerungssysteme

Unsere wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen sind das Ergebnis vor Berücksichtigung von Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die auf Monatsbasis rollierend ermittelte Forecast-Jahres-Planungsrechnung.

Sämtliche finanzielle Steuerungsgrößen werden für die gesamte Gesellschaftsgruppe mindestens monatlich bestimmt, geplant und fortlaufend einer Überwachung unterzogen.

Strategische Finanzierungsmaßnahme

Die Farmers Land Food GmbH überwacht laufend die Liquidität bzw. Zahlungsfähigkeit und Risiken aus Fremdwährungen. In 2023 erfolgt die Steuerung der liquiden Mittel auf Gesellschaftsebene.

Die Farmers Land Food GmbH entwickelt am Hauptsitz alle neuen Produkte mit eigenen erfahrenen und qualifizierten Produktmanagern. Bei der Entwicklung werden Produkte von der Idee bis zur Realisierung laufend begleitet.

Die Leistungen der Produktentwicklung bestehen aus:

§ Musterbeschaffung und Vorauswahl von potenziellen Produkten

§ Anpassungen nach Vorgabe

§ Rohwaren - Monitoring hinsichtlich der Verfügbarkeit.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP):

in % 2023 2022 2021 2020 2019 2018
Welt 3,3 3,5 6,3 -2,8 2,8 3,6
Eurozone 0,5 3,4 5,6 -6,1 1,6 1,8
Deutschland -0,2 1,8 3,2 -3,8 1,1 1,0

Quelle: World Economic Outlook Database des IWF

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die relevanten Märkte deutlich beruhigt. Die enorm volatilen und in 2022 stark gestiegene Faktorpreise normalisierten sich, hier besonders die Energiepreise.

Während sich die Wirtschaft weltweit weiter relativ stabil zeigt, sind die Eurozone und Deutschland abgehängt. Das nach Ende der Auswirkungen der Corona-Pandemie gestiegene Wachstum ist in eine Phase der Stagnation übergegangen.

Zwar gingen auch die Inflationsraten deutlich zurück und die bestehenden Lieferengpässe lösten sich auf, aber dennoch liegt weiter große Unsicherheit über dem Land und seinen Akteuren. Steigende Reallöhne wirkten sich kaum auf die Konsumneigung aus, so dass insgesamt keine positiven Impulse zu beobachten waren.

Die Konjunkturprogramme in vielen Ländern der Welt liefen aus und stützten das Wachstum weniger. Das Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 % wurde wesentlich durch die USA und die BRIC-Staaten getragen.

Quelle: World Economic Outlook Database des IWF

Die Wirtschaft in der Eurozone ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) um 0,5 % gewachsen. Von den größeren Euro-Ländern trug Frankreich ein Wachstum von 1,1 %, Italien von 0,9 % und Spanien 2,5 % bei. Die deutsche Wirtschaft bildet mit einem Minus von 0,2 % hier das Schlusslicht.

Quelle: World Economic Outlook Database des IWF

Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiterhin unbeeindruckt; die Zahl der Erwerbstätigen sank zum Jahresende 2023 um 0,2 % auf 46,0 Mio. Überproportional trägt der öffentliche Sektor zu diesem Rückgang bei.

Quelle: DeStatis

Die zwischenzeitlich deutlich gesunkene Inflation betrug 2023 auf Jahresbasis noch 5,9 %. Zinssenkungen auf breiter Front werden erst Ende 2024 oder 2025 erhofft.

Quelle: DeStatis

Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost in Deutschland bis 2023

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost bei deutschen Konsumenten lag im Jahr 2023 bei insgesamt 49,4 Kilogramm.

Im Jahr 1978 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten noch bei 13,7 Kilogramm.

Die Bezeichnung Tiefkühlkost umfasst dabei sowohl tiefgefrorenes Gemüse und Obst (einschließlich Obstsäfte), als auch Fleisch- und Fischprodukte sowie Pizzen und Tiefkühlgerichte. Auch Backwaren, Beilagen und Snacks, sowie Kartoffelprodukte werden hinzugezählt. Ausgenommen ist das Speiseeis.

2. Geschäftsverlauf und -entwicklung

Auf Basis der neuen Geschäftsausrichtung, dass die Farmers Land Gruppe nunmehr auch mit der Marke Nordsee Ihr Geschäftskonzept ausbaut, besteht ein stetiges Wachstum für die Unternehmensgruppe.

Das Produktsortiment umfasst 4 wesentliche Produktgruppen. Der Handel mit Seafood-Produkten ist das ursprüngliche Kerngeschäft und repräsentiert auch heute noch mit rd. 63 % den wesentlichen Umsatzanteil.

Auch im Jahr 2023 konnte das Geschäft mit dem Hauptkunden des Foodservice-Bereichs wieder stark zulegen, auch konnten weitere Kunden akquiriert werden und das Geschäft mit den Bestandskunden ausgeweitet werden.

Um die Auswirkungen der Inflation in Deutschland auf der Einkaufsseite zu begrenzen, wurden die Kostenerhöhungen an den Kunden durch Preiserhöhungen weitergegeben.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,78 % auf 23,3 Mio. € gesunken.

Der Umsatzverlust lässt sich durch zwei wesentliche Umstände erklären. Zum einen hat der unerwartet schlechte Sommer dazu geführt, dass die BBQ-Saison kürzer ausfiel als geplant.

Dies führte zu einem deutlich geringeren Absatz von Grillprodukten im Vergleich zu den Vorjahren.

Zum anderen konnten unsere Vorlieferanten aufgrund von Umweltkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen im Ursprungsland Türkei die benötigten Waren nicht in dem erforderlichen Umfang liefern.

Der Rohertrag ist im Zuge dessen um ca. 15 % gesunken. Somit wird ein Rohertrag von 5,33 % erreicht.

Dem gesunkenen Umsatz steht ein verringerter Materialaufwand von 7,35 % gegenüber. Der Materialaufwand umfasst dabei Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren in Höhe von 18,1 Mio. €. Aufgrund des geplanten Auftragsvolumen und des erwarteten Arbeitsaufkommens wurde Personal aufgebaut, sodass sich die Personalkosten um 30,2 % gegenüber dem Vorjahr erhöhten.

Einhergehend mit den sinkenden Umsätzen sind die damit verbundenen Transportkosten um 7 % gesunken

Das Betriebsergebnis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verringerte sich im Vergleich zu 2022 im Jahr 2023 von 519 T€ auf 928 T€.

Im Finanzergebnis zeigen sich keine großen Änderungen zu 2022.

Bei dem Ertragsteueraufwand handelt sich um die teilweise Auflösung der aktiven latenten Steuern und um die Ergebnisse aus der inzwischen beendeten Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 354 T€ erzielt (i. Vj. Jahresüberschuss: 659 T€).

2. Vermögenslage

Zum Ablauf des Geschäftsjahres betrug die Bilanzsumme 7,5 Mio. € (i. Vj.: 10,5 Mio. €). Das negative Eigenkapital vermindert sich auf 2,7 Mio. €. Laut den derzeitigen Planzahlen und der stetig ansteigenden Auftragslage geht die Geschäftsführung davon aus, dass das negative Eigenkapital innerhalb der nächsten 5 Jahre ausgeglichen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich aufgrund des verringerten Umsatzes um 1.154 T€ und liegen zum Bilanzstichtag bei 1.117 T€. Die sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen eine Minderung um 463 T€.

Der Kassenbestand sowie die Bankguthaben erhöhte sich um 12 T€ auf 36 T€.

Das Umlaufvermögen hat sich in der Summe um 2.657 T€ gemindert und beträgt nunmehr 49,0 % der Bilanzsumme. Dies resultiert aus dem laufenden Factoring und den geringen Anzahlungen auf Warenbestellungen. Diese sind im Zuge dessen von 1.098 T€ auf 202 T€ gesunken.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt weiterhin 27,5 %.

Kennzeichen zur Kapitalstruktur:

2023 2022
Ergebnis T€ 354 659
Wirtschaftliches EK (einschließlich Darlehen Gesellschafter) T€ 2.037 2.872
Eigenkapitalquote 27,5 % 27,5 %

Die Steuerrückstellungen betragen 3 T€ (i. Vj. 3 T€).

Darüber hinaus wurden Rückstellungen nach den Vorschriften des HGB im geschäftsüblichen Rahmen gebildet. Das Rückstellungsniveau der sonstigen Rückstellungen erhöhten im Vergleich zum Vorjahresniveau um 120 T€ auf 227 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzieren sich um 947 T€ auf 1.242 T€.

3. Finanzlage und Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bei Farmers Land Food GmbH konzentrieren wir uns auf folgende finanzielle Indikatoren:

§ Umsatz

§ Rohgewinn

§ Lagerbestand

§ Jahresergebnis nach Steuern

Diese Indikatoren werden unmittelbar aus der Buchführung abgeleitet.

Hierbei liegt der Hauptfokus für unser Unternehmen bei den bedeutenden finanziellen Leistungsindikatoren auf dem Umsatz sowie dem Ergebnis nach Steuern.

Der Anstieg des Umsatzes und auch des Jahresergebnisses ist mit dem kompletten Wegfall der "Nachwirkungen" des Verkaufs der Produktionsstätte zu begründen sowie die Fokussierung auf das Kerngeschäft, dem Handel mit Tiefkühlwaren.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich in 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 und der Vorjahre deutlich verbessert dar. In 2023 zeigt sich deutlich, dass die Gesellschaft auf dem richtigen Weg ist und die Konzentration auf den Handel mit Seafood sich als richtig erweist. Der Verlauf des ersten Quartals 2024 bestärkt diesen Trend durch eine gute Auftragslage und die bisher guten Monatsergebnisse.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancen

Wesentliche Chancen für die Berichtsfirma ergeben sich aus laufenden Entwicklungen mit namhaften Neukunden im Bereich der Lebensmittelindustrie.

Chancen in der künftigen Entwicklung ergeben sich insbesondere aus neuen, innovativen Produkten, die einen positiven Einfluss auf den Marktanteil haben können. Dies wird zusätzlich durch die Einbindung der Geschäftsaktivitäten in die Farmers Land Gruppe begünstigt.

2. Risiken

Die Hauptabsatzgebiete der Farmers Land Food GmbH befinden sich im Euro-Wirtschaftsraum, wobei der Schwerpunkt in Deutschland liegt. Als Lieferant der Lebensmittelbranche mit Produkten, die über den Einzelhandel abgesteuert werden, unterliegen die Chancen und das Risiko aus dem Geschäft der Farmers Land Food GmbH im Wesentlichen auch dem Kaufverhalten der Endverbraucher.

Die Zeit nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hat gezeigt, wie vormals stabile Märkte über Nacht volatil werden können. Im Fall dieses Unternehmens betrifft das vor allem die Energie- und die relevanten Rohstoffmärkte. Als Spiegelbild der weltweiten Unsicherheit ist eine Absicherung über Termingeschäfte unverhältnismäßig teuer. Es besteht somit die Gefahr, dass die Preise, die sich deutlich beruhigt haben, neuerlich unerwartet und stark ansteigen. Auch bei sorgfältiger Beobachtung dieser Märkte ist nicht sichergestellt, dass solche Preiserhöhungen künftig rechtzeitig und in voller Höhe an unsere Kunden weitergegeben werden können. Das bedeutet Ergebnisrisiken.

Zudem ist Ziel des Risikomanagements die Begrenzung finanzieller, operativer und sonstiger für den Bestand des Unternehmens relevanter Risiken.

Bestandsgefährdende Risiken ergeben sich aus der derzeitigen wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, die weiterhin durch eine bilanzielle Überschuldung gekennzeichnet ist. Da die Geschäftsleitung weiterhin von einem Wachstum ausgeht, muss sichergestellt werden, dass die Liquidität durch die Banken gesichert werden. Das Unternehmen begegnet Liquiditätsrisiken aus der Vorfinanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit durch eine prospektive und laufende Überwachung des Liquiditätsstatus und der Einhaltung der Kreditlinien.

Die Vorräte werden überwiegend auf der Grundlage fester Absatzverträge beschafft, sodass Risiken aus fehlender Nachfrage für eingelagerte Produkte entsprechend reduziert werden.

Ein Risiko besteht weiterhin darin, dass bestimmte Waren nur gegen Anzahlung oder Vorkasse bezogen werden können. Diese Risiken werden in Abwägung der Chancen aus den bezogenen Produkten eingegangen. Es besteht jedoch auch wieder die Möglichkeit, durch die guten Ergebnisse eine bessere Bonität bei den jeweiligen Kreditversicherern zu erhalten.

Das Unternehmen begegnet dem Kundenrisiko aus dem Geschäftsjahr 2023 mit einem fokussierten Aufbau und Diversifikation des Kundenstamms.

Risiken resultieren ferner aus Einkäufen in Fremdwährungen in Verbindung mit zum Teil langen Zeiträumen zwischen Vertragsabschluss und Zahlung.

Längerfristige Verträge mit Großabnehmern wurden zu festen Preisen abgeschlossen. Die Auftragslage ist als konstant zu bewerten. Bonitätsrisiken auf Kundenseite wird mit geeigneten Informationsmitteln und vorhandenen Erfahrungswerten begegnet.

Nachverfolgung und Chargenmanagement wird beachtet und durch die Zertifizierungen gewährleistet.

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen im Verlust vom Schlüsselkunden und der langen zeitlichen Abweichung zwischen dem Zeitpunkt der Vorfinanzierung der Waren und der abschließenden Auslieferung samt Zahlung durch den Kunden.

Es sind keine weiteren Risiken grundlegender Art bekannt, die ein wesentliches Risiko für das operative Geschäft des Unternehmens darstellen.

Es liegen keine wesentlichen rechtlichen Risiken bzw. Prozessrisiken vor.

3. Prognosebericht

Die verfügbaren Konjunkturprognosen deuten für 2024 auf ein geringes Wachstum oder sogar eine Stagnation hin, besonders in Deutschland. Das betrifft fraglos auch die Lebens- und Genussmittelbranche. Die Inflation ist deutlich niedriger, aber die weitere Entwicklung ist unsicher. Das Gleiche gilt für die Zinsentwicklung. Farmers Land Food GmbH rechnet mit steigenden Personalkosten, da die allgemeinen Lohnsteigerungen nachvollzogen werden müssen. Der Zinsaufwand steigt ebenfalls moderat. Entlastende Faktoren auf der Einkaufsseite sind nicht in Sicht. Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich normalisiert und üben aktuell keinen besonderen Druck aus.

Auf der Kundenseite sind erwartungsgemäß ein verhaltenes Nachfragewachstum und starker Preisdruck zu beobachten. Dieser Aufgabe stellen wir uns weiterhin. Trotz allerbester Planung können die tatsächlichen Ergebnisse immer von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. So steht der wirtschaftliche Erfolg indirekt in starker Abhängigkeit vom Kaufverhalten der Endverbraucher und damit vom Erfolg ihrer Kunden in der Lebensmittelindustrie.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aus heutiger Sicht Umsätze auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie ein positives Ergebnis.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Verwendung von Finanzinstrumenten (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Zum Bilanzstichtag sind Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Dollarkurses vorhanden.

2. Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Aktuell konzentriert sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Farmers Land Food GmbH auf die Entwicklung neuer innovativer Produkte, die einen positiven Einfluss auf den Marktanteil haben können.

3. Bestehende Zweigniederlassungen (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

 

Ratingen, 13.09.2024

Geschäftsführung

Ralph Schulz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 160.251,00 145.180,00
I. Sachanlagen 160.251,00 145.180,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.251,00 145.180,00
B. Umlaufvermögen 3.600.160,20 6.880.941,10
I. Vorräte 2.008.252,85 3.060.836,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.555.972,60 3.796.335,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 101.328,93 313.131,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 35.934,75 23.769,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.447,79 99.868,77
D. Aktive latente Steuern 699.542,09 785.718,81
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.774.357,97 3.128.089,70
Aktiva 7.383.759,05 11.039.798,38

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 515.885,00 515.885,00
III. Verlustvortrag 3.743.974,70 4.403.003,57
IV. Jahresüberschuss 353.731,73 659.028,87
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.774.357,97 3.128.089,70
B. Rückstellungen 226.543,28 107.031,91
C. Verbindlichkeiten 7.147.809,03 10.932.766,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.242.326,84 2.189.096,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.242.326,84 2.189.096,98
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.905.482,19 8.743.669,49
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.023.740,80 1.658.746,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.881.741,39 7.084.923,32
D. Passive latente Steuern 9.406,74
Passiva 7.383.759,05 11.039.798,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.427.035,53 5.231.916,40
2. Personalaufwand 1.087.485,29 834.620,16
a) Löhne und Gehälter 942.811,26 727.042,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 144.674,03 107.577,61
davon für Altersversorgung 14.315,61 15.693,35
3. Abschreibungen 50.873,99 46.588,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 50.873,99 46.588,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.408.751,69 2.875.120,27
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 292.846,74 75.302,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.786,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 393.211,72 371.888,42
davon an verbundene Unternehmen 197.666,65 235.647,59
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 143.273,56 371.049,19
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 95.583,46 368.013,19
8. Ergebnis nach Steuern 356.226,05 732.649,55
9. sonstige Steuern 2.494,32 73.620,68
10. Jahresüberschuss 353.731,73 659.028,87

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Farmers Land Food GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ratingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 51940

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Die Bilanzierung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung, da die Geschäftsführung von der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft ausgeht.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach allgemeinen handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR (netto) wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr direkt als Aufwand erfasst.

Die in den Vorräten enthaltenen Waren wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Selbst hergestellte Waren wurden zu den steuerlichen Herstellungskosten bewertet. Vom handelsrechtlichen Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten wurde Gebrauch gemacht. Vertriebsgemeinkosten und Zinsen für Fremdkapital wurden nicht miteinbezogen.

Soweit Bestandsrisiken vorliegen, die sich aus der Lagerdauer und verminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Haftungsverhältnisse berücksichtigen die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Haftungsverhältnisse sind mit dem Betrag vermerkt, mit dem die Gesellschaft nach den Verhältnissen im Bilanzstichtag haftet. Bestehende Rückgriffsforderungen werden nicht abgezogen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus einer betragsmäßig begrenzten Bürgschaft in Höhe von 6.500 TEUR als Sicherheit für (durchgeleitete) Bankkredite des Gesellschafters. In Bezug auf diese Kredite bestehen ferner Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von dinglichen Sicherheiten (Raumsicherungsübereignung Warenbestand, Globalzession Forderungen). Das Risiko einer Inanspruchnahme steht im Zusammenhang mit der bereits in den Vorjahren eingeleiteten Sanierung der Farmers Land Gruppe.

Angaben zur Bilanz

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Zugang der Abschreibungen EUR 50.873,99
Abgang der kumulierten Abschreibungen EUR 20.439,02

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Sachanlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 3.1 beigefügten Anlagenspiegel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen insbesondere umsatzsteuerliche Erstattungsansprüche gegenüber der Organträgerin Farmers Land Holding GmbH.

Es werden sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 470.035,99 (Vorjahr: EUR 933.462,73) ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten debitorische Kreditoren (EUR 225.138,03), Kautionen (EUR 960,00), Umsatzsteuerforderungen gegen die umsatzsteuerliche Organträgerin (EUR 6.178,05) und übrige Forderungen (EUR 237.759,91). Bei den debitorischen Kreditoren handelt es sich im Wesentlichen um Vorauskassenzahlungen an Lieferanten in Fernost und in der Türkei.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

§ Rückstellungen für Personalkosten EUR 159.728,08
§ Rückstellungen für Abschluss und Prüfung EUR 30.000,00
§ Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht EUR 6.290,40
§ Übrige EUR 27.488,80

Die nachfolgende Darstellung zeigt den Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
EUR
gegenüber Kreditinstituten 1.242.326,84
aus Lieferungen und Leistungen 855.038,60
gegenüber Gesellschaftern 4.911.741,39
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 169.675,65
Summe 7.178.782,48

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 2.297.041,09 (Vorjahr: EUR 4.340.432,32). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 4.881.741,39 (Vorjahr: EUR 6.000.000,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession der Außenstände, durch die Abtretung der Ansprüche aus verschiedenen Lebensversicherungen des Geschäftsführers, durch Bürgschaften der alleinigen Gesellschafterin sowie durch persönliche Bürgschaften des Geschäftsführers abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter resultieren aus verzinslichen Verrechnungskonten und betragen TEUR 4.882 (Vorjahr: TEUR 6.874). In Höhe von TEUR 4.882 (Vorjahr: TEUR 6.000) haben diese im Zusammenhang mit dem qualifizierten Rangrücktritt eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (größer 5 Jahre) und im Übrigen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung wie folgt angefallen:

Sonstige betriebliche Erträge:

TEUR
Periodenfremde Erträge 105
Erträge aus Vertragsstrafen und Schadensersatz 12
Buchgewinn aus dem Verkauf von Sachanlagen 9
Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung 5

Sonstige betriebliche Aufwendungen:

TEUR
Periodenfremde Aufwendungen 5

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 13 Angestellte.

Finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 77.331,84 p.a. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus sonstigen Mietverträgen, zahlbar in 2024 (EUR 3.408,00), in 2025 (EUR 3.048,00) Zum Bilanzstichtag bestehen ebenfalls Verpflichtungen aus Leasingverträgen und sind zahlbar in 2024 (EUR 62.662,68), sowie in 2025 (EUR 43.748,48).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Ralph Schulz, Kaufmann, Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe haben wir gemäß § 285 Nr. 17 HBG verzichtet.

Bilanzielle Überschuldung:

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bilanziell mit TEUR 2.774 (Vorjahr: TEUR 3.128) überschuldet. Die Farmers Land Unternehmensgruppe musste sich - bedingt durch marode Geschäftsbereiche - einer umfassenden Sanierung unterziehen. In den beiden zurückliegenden Jahren 2018 und 2019 wurden dazu konkrete Sanierungsmaßnahmen von der Unternehmensleitung umgesetzt, die den Fortbestand der Farmers Land Food GmbH abgesichert haben. Zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung wurde im Juli 2019 durch die alleinige Gesellschafterin ein qualifizierter Rangrücktritt auf maximal TEUR 6.000 ihrer Forderungen gegen die Gesellschaft ausgesprochen. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist durch diesen Sanierungsplan für die kommenden Jahre fortentwickelt worden und kann demzufolge auch zukünftig ihre Zahlungsfähigkeit sicherstellen.

Die Rangrücktrittserklärung gilt gegenüber allen Gläubigern für die Laufzeit des Darlehens.

Nachtragsbericht

Der Ausbruch des Ukraine-Krieges und seine Auswirkungen lassen nachhaltige Belastungen auch für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens erwarten. In welchem Umfang sich die Auswirkungen endgültig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens insgesamt niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nur schwer abzuschätzen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 353.731,73 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ratingen, 13.09.2024

Ralph Schulz

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Farmers Land Food GmbH, Ratingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Farmers Land Food GmbH, Ratingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Farmers Land Food GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. September 2024

FRTG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang Hohl, Wirtschaftsprüfer

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