Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 62082
Eingetragen
11.6.2010
Branche
Rettungs- und KrankentransportdiensteAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
1. Die Verfolgung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke. 2. Dieser Gesellschaftszweck wird insbesondere verwirklicht durch Erledigung der in § 2 Rettungsdienstgesetz Rheinland-Pfalz festgelegten Aufgaben im räumlichen Zuständigkeitsbereich der Gesellschafter: Wahrnehmung der Aufgaben des Rettungsdienstes einschließlich Krankentransport sowie Blut- und Organtransport, Durchführung von Patientenfahrten und Fahrdiensten für ärztliche Bereitschaftsdienste. 3. Die Gesellschaft kann Rettungswachen auch im Gebiet von DRK-Kreisverbänden betreiben, die nicht Gesellschafter sind. 4. Die Gesellschaft kann sich an anderen gemeinnützigen Gesellschaften des Roten Kreuzes im In- und Ausland beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steven Pöselt
seit 21.4.2023
Prokura
Stephan Franz Theis
seit 15.6.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
DRK-Kreisverband Vorderpfalz e.V.
0.00%
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Rheinland-Pfalz
0.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DRK-Kreisverband Vorderpfalz e.V.
Germany
25.000 €
50.00%
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Rheinland-Pfalz
Germany
25.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH

Ludwigshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 752.596,71 760.127,71
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.059.316,01 3.310.717,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 377.560,60 254.803,60
4.189.473,32 4.325.648,46
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 59.191,16 59.191,16
4.248.664,48 4.384.839,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 281.289,04 375.783,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.901.376,18 3.346.347,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gegen Gesellschafter 56.940,08 6.405,45
4. sonstige Vermögensgegenstände 61.552,18 66.913,21
4.019.868,44 3.419.666,48
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 157,39 798.387,92
4.301.314,87 4.593.838,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.845,70 628,00
8.563.825,05 8.979.305,98

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.049.948,09 1.049.948,09
III. Gewinnrücklagen 1.678.907,64 1.322.938,18
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
2.753.855,73 2.397.886,27
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.807.699,19 2.049.949,19
C. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 411.631,82 369.205,49
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 969.552,43 158.318,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 985.718,46 749.001,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 553,26 1.014,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 1.265.309,26 3.140.597,96
5. sonstige Verbindlichkeiten 368.879,90 112.706,79
3.590.013,31 4.161.640,03
E. Rechnungsabgrenzungsposten 625,00 625,00
8.563.825,05 8.979.305,98

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 27.653.811,84 31.482.561,88
2. sonstige betriebliche Erträge 846.780,23 970.755,31
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.083.512,30 2.231.046,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.815.242,35 4.898.754,65 3.734.147,63 5.965.194,40
4. Personalaufwendungen
a) Löhne und Gehälter 15.312.789,18 14.526.189,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.970.442,38 3.900.383,92
davon für Altersversorgung: EUR 1.040.649,56 (Vorjahr: EUR 1.039.724,73) 19.283.231,56 18.426.573,61
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 988.380,86 1.048.428,59
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.207.478,39 3.771.548,26
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 485,33 159,18
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.975,18 5.172,84
9. Erträge / Aufwendungen aus dem DRK-internen Finanzausgleichsfonds -1.243.712,70 3.004.992,01
10. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 355.969,46 231.566,66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Formale Darstellung

Die DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH wird beim Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein unter der Registernummer HRB 62082 geführt. Die Bilanzierung erfolgte nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256 und der §§ 264 bis 283 HGB aufgestellt unter Anwendung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. In Übereinstimmung mit § 265 Abs. 6 Satz 2 HGB wurde für den DRK-internen Finanzausgleich die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Aufwendungen aus dem DRK-internen Finanzausgleichsfonds" erweitert. Es handelt sich um Aufwendungen aus dem DRK-internen Finanzausgleich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit weitgehend im Anhang dargestellt. Ein grundlegender Bewertungswechsel gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Ausweisstetigkeit wurde gewahrt.

Die Gesellschaft ist nach der Abgabenordnung als gemeinnützig eingestuft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu den Anschaffungskosten inklusive der Skonti, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für den begonnenen Neubau der Rettungswache in Speyer und den geplanten Neubauten der Rettungswache Mutterstadt sowie den Erweiterungsbau der Rettungswache in Bad Dürkheim wurden Herstellungskosten aktiviert. Diese betreffen Materialeinzel- und Materialgemeinkosten. Investitionskostenzuschüsse der Gesellschafterin werden passiviert und über die Laufzeit der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Erhaltene Investitionszuschüsse für Fahrzeuge, die noch unter den Anlagen im Bau ausgewiesen werden, werden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt und bei Umbuchung der Fahrzeugkosten in die Betriebs- und Geschäftsausstattung ebenfalls in den Sonderposten für Investitionszuschüsse umgebucht und sodann analog den Abschreibungen des bezuschussten Fahrzeuges aufgelöst.

Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Abschreibungen planmäßig nach Maßgabe der Nutzungsdauer ermittelt. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Das Sachanlagevermögen wird über die Dauer von 1 bis 33 Jahren abgeschrieben. Wesentliche Nutzungsdauern betreffen mit 6 Jahren Fahrzeugneuanschaffungen und 8 Jahre für neue Krankentragen.

Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden die Anschaffungskosten in der Regel im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Dies betrifft nicht geringwertige Wirtschaftsgüter von Beatmungseinheiten, EKG und Defibrillatoren, Ausbildungsmitteln, mobiler IT-Ausstattung, mobiler Datenerfassung sowie von Datenterminals und Datenfunkendgeräte. Hier erfolgt eine lineare Abschreibung auf Basis von deren betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten aktiviert

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Als Sonderposten für Investitionszuschüsse wurden Zuschüsse zur Finanzierung des Sachanlagevermögens passiviert.

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst. Der jeweilige Abzinsungssatz ist aus den von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Abzinsungssätzen entnommen.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Der Ausweis des Anlagevermögens erfolgt nach der Bruttomethode im beigefügten Anlagengitter Anlage 1, Seite 8).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Bei den Forderungen und Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 118.000,00 EUR vorgenommen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen Forderungen aus der Abrechnung der Leitstellengebühr und den Sachkosten- und Telefonabrechnungen der integrierten Leitstelle zwischen der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH und dem DRK- Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Mainz und betreffen somit den Verrechnungsverkehr.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von unverändert 25.000,00 EUR wurde voll erbracht. Sämtliche Anteile an der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH hält der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V..

Die Kapitalrücklage zeigt sich unverändert zum Vorjahr.

Gemäß dem Gesellschafterbeschluss vom 21. November 2023 wurde der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 231.566,66 EUR den Gewinnrücklagen zugeführt. Die Bilanz ist nach § 268 Abs. 1 HGB unter vollständiger Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Bilanzgewinn zum 01.01.2023 0,00
Jahresüberschuss 2023 355.969,46
Einstellung in die Rücklagen -355.969,46
Bilanzgewinn zum 31.12.2023 0,00

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse betrifft erhaltene Zuschüsse für die Anschaffung von Rettungsfahrzeugen, und deren Ausstattung. Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen erfolgswirksam aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche (297.481,71 EUR), für Archivierungskosten (21.400,00 EUR), für ausstehende Nebenkosten der angemieteten Räumlichkeiten (35.889,47 EUR) und für die Prüfung und Erstellung des Jahresabschlusses (17.997,24 EUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Summe davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit über ein Jahr davon mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren geischerte Beträge
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 969.552,43 849.644,00 119.908,43 39.908,43 519.472,56
Vorjahr 158.318,41 20.000,00 80.000,00 58.318,41 158.318,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 985.718,46 985.718,46 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 749.001,90 749.001,90 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 553,26 553,26 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.014,97 1.014,97 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 1.265.309,26 1.265.309,26 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 3.140.597,96 3.140.597,96 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 368.879,90 368.879,90 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 112.706,79 112.706,79 0,00 0,00 0,00
Summe laufendes Jahr 3.590.013,31 3.470.104,88 119.908,43 39.908,43 519.472,56
Summe Vorjahr 4.161.640,03 4.023.321,62 80.000,00 58.318,41 158.318,41

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von nominal 519.472,56 EUR durch Grundschulden an der Rettungswache in Neustadt an der Weinstraße gesichert. Weiterhin bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehälte bei den anderen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe den Verrechnungsverkehr aus Dienstleistungen mit der Tochtergesellschaft DRK - Patientenfahrdienst Vorderpfalz GmbH.

In den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind Verbindlichkeiten in Höhe von 0,00 EUR (i. Vj. 346.877,89 EUR) aus Leitstellengebühren sowie mit 9.021,96 EUR (im Vorjahr 38.728,06 EUR) aus dem Verrechnungsverkehr ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind ebenfalls in Höhe von 1.256.287,30 EUR (i. Vj. 2.754.992,01 EUR) Verbindlichkeiten aus dem DRK-internen Finanzausgleich ausgewiesen. Diese betreffen in Höhe von 743.712,70 EUR Forderungen aus dem DRK-internen Finanzausgleich für das Geschäftsjahr 2023 und in Höhe von 2.000.000 EUR Verbindlichkeiten aus dem DRK-internen Finanzausgleich für das Geschäftsjahr 2022. Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Mainz. Die Gesellschafterin ist ein verbundenes Unternehmen.

Die Umsatzerlöse der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Erträge aus Benutzungsgebühren 23.465.843,21 26.540.916,27
Erträge aus Leitstellengebühren 1.100.496,43 1.849.625,05
Erträge aus Notarzteinsätzen 1.544.559,34 1.683.565,20
Erstattungen Personalaufwendungen nach RettDG 1.323.000,00 1.151.514,00
Übrige 219.912,86 256.941,36
27.653.811,84 31.482.561,88

Die Umsatzerlöse beinhalten periodenfremde und neutrale Aufwendungen in Höhe von 2.584,06 EUR (i. Vj. 9.145,95 EUR). Diese betreffen Erlösschmälerungen aus dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde und neutrale Erträge in Höhe von 190.052,31 EUR (i. Vj. 157.729,04 EUR).

In den Materialaufwendungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 5.812,28 EUR (i. Vj. 7.230,36 EUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Erhöhung der Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.000,00 EUR (i. Vj. 0,00 EUR) sowie sonstige periodenfremde und neutrale Aufwendungen in Höhe von 57.708,42 EUR (i. Vj. 117.038,53 EUR) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind mit 0,00 EUR (i. Vj. 59,18 EUR) Zinserträge aus verbundenen Unternehmen enthalten. Die Zinserträge aus der Abzinsung der Rückstellungen betragen 300,00 EUR (i. Vj. 100,00 EUR).

4. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH hat am 26. Januar 2015 aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 4. Juni 2014 gegenüber der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden eine Bürgschaftserklärung abgegeben. Danach verbürgt sich die Gesellschaft als Selbstschuldnerin für sämtliche, auch zukünftige Verbindlichkeiten der DRK- Patientenfahrdienst Vorderpfalz GmbH gegenüber der Zusatzversorgungskasse.

Zur Absicherung eines Kontokorrentkredits besteht eine weitere Bürgschaft zu Gunsten der DRK-Patientenfahrdienst GmbH in Höhe von 20.000,00 EUR. Darüber hinaus bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Da die DRK-Patientenfahrdienst Vorderpfalz GmbH planmäßig wirtschaftet und für Forderungen der Zusatzversorgungskasse zunächst selbst aufkommen müsste, sowie bisher eine ausreichende Liquidität aufweist, wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus der von der DRK- Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH abgegebenen beiden Bürgschaften als gering eingeschätzt.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 294.893,08 EUR. Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 216.113,98 EUR. Weitere wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.

Unternehmensorgane

Geschäftsführer ist:

Herr Stephan Theis, Limburgerhof

Mit Verweis auf das Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung.

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 318 (i. Vj. 307) hautamtliche Mitarbeiter (inkl. der Geschäftsführung), 42 (i. Vj. 30) Auszubildende zum Notfallsanitäter und 151 (i. Vj. 142) Aushilfen, beschäftigt.

Zur Gewährung einer zusätzlichen Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung der Arbeitnehmer besteht die Mitgliedschaft bei der Bayerischen Versicherungskammer. Der Umlagesatz lag bei 3,75 % zuzüglich 4,0 % Sanierungszuschlag.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wird 8.000,00 EUR netto betragen. Weitere Bestätigungs-, Steuerberatungs- oder sonstige Leistungen sind vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr nicht erbracht worden.

Angaben nach § 285 Satz 1 Nr.11 HGB

Die DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH hält sämtliche Anteile an der DRK- Patientenfahrdienst Vorderpfalz GmbH, Ludwigshafen am Rhein, die im Jahr 2013 errichtet wurde.

Zum 31. Dezember 2023 betrug das Eigenkapital der DRK-Patientenfahrdienst Vorderpfalz GmbH 123.322,85 EUR. Der Jahresüberschuss im Jahr 2023 betrug 32.026,16 EUR. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist noch nicht festgestellt.

Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB: Vorgänge von besondere Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die Auswirkungen der weltweiten Konflikte und politischen Zusammenwirkens sind weiterhin nicht komplett abschätzbar. Die Gesellschaft sieht sich weiterhin mit steigende und höheren Fahrzeugkosten (Instandhaltungskosten) konfrontiert. Notwendige Ersatzteile können nicht zeitnah geliefert werden und sorgen für lange Standzeiten in den Werkstätten.

Die Inflationsrate im August 2024 lag mit + 1,9% zum Vorjahresmonat unter der Rate im Juli 2024 mit +2,3%. Die Inflationsrate hat sich in diesem Jahr auf einem Niveau von etwa 2% stabilisiert. Die Gesellschaft leidet ebenfalls wie die Privathaushalte (Zielgruppe der Gesellschaft) weiterhin stark unter den exorbitant gestiegenen Kosten durch die gestiegenen Personalkosten.

Die Geschäftsführung der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH erwartet vor dem Hintergrund der zuvor geschilderten Situation für das Geschäftsjahr 2024 wie im Geschäftsjahr 2023 niedrigere Einsatzzahlen. Zudem muss weiterhin mit deutlich höheren Instandhaltungskosten sowie mit Lieferproblemen (Fahrzeuge, Ersatzteile, Medikamente und Verbrauchsmaterial) gerechnet werden.

Konzernzugehörigkeit

Die DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH stellt als Alleingesellschafterin keinen Konzernabschluss auf, noch wird diese in einen Konzernabschluss einbezogen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres soll den Gewinnrücklagen zugeführt werden.

 

Ludwigshafen am Rhein, 16. Dezember 2024

Stephan Theis B.A., Geschäftsführer

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 899.596,78 9.773,86 0,00 0,00 909.370,64
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.713.982,87 695.869,22 1.097.274,01 68.098,06 8.380.676,14
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 254.803,60 145.855,06 ** 0,00 -23.098,06 377.560,60
9.868.383,25 851.498,14 1.097.274,01 45.000,00 * 9.667.607,38
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 59.191,16 0,00 0,00 0,00 59.191,16
59.191,16 0,00 0,00 0,00 59.191,16
9.927.574,41 851.498,14 1.097.274,01 45.000,00 9.726.798,54
Abschreibungen/Wertberichtigungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 139.469,07 17.304,86 0,00 156.773,93
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.403.265,72 971.076,00 1.052.981,59 5.321.360,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.542.734,79 988.380,86 1.052.981,59 5.478.134,06
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.542.734,79 988.380,86 1.052.981,59 5.478.134,06
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 752.596,71 760.127,71
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.059.316,01 3.310.717,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 377.560,60 254.803,60
4.189.473,32 4.325.648,46
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 59.191,16 59.191,16
59.191,16 59.191,16
4.248.664,48 4.384.839,62

* = In Höhe von EUR 45.000,00 erfolgte eine Umgliederung in die Sonderposten für Investitionszuschüsse.
** = unter Verrechnung von Zuschüssen in Höhe von EUR 1.149.784,51.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Gegenstand der Gesellschaft ist die Wahrnehmung des Rettungsdienstes als Teil des Bevölkerungsschutzes. Gemäß dem Übertragungsvertrag mit dem DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Mainz, vom 6. Mai 2010 betreibt die Gesellschaft den Rettungsdienst in den kreisfreien Städten Ludwigshafen am Rhein, Frankenthal, Neustadt, Speyer sowie in den Landkreisen Rhein-Pfalz und Bad Dürkheim sowie als Mitbetreiber die Integrierte Leitstelle in Ludwigshafen am Rhein. Seit 1. Januar 2013 ist der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. alleiniger Gesellschafter.

In Deutschland ist der Rettungsdienst nach dem Föderalismusprinzip des Grundgesetzes Ländersache und wird daher durch Landesgesetze geregelt. In Rheinland-Pfalz erfolgt dies durch das RettDG. Der Rettungsdienst umfasst die Notfallrettung und den qualifizierten Krankentransport nach Maßgabe der Ländergesetze:

Die Notfallrettung umfasst die boden- oder luftgebundene medizinische Notfallversorgung, sowie den sich gegebenenfalls anschließenden Notfalltransport.

Krankentransport umfasst die Beförderung von Patienten, die im Zusammenhang mit der Beförderung einer Betreuung durch medizinisches Fachpersonal oder der besonderen Einrichtung eines Rettungsmittels bedürfen oder bei denen dies aufgrund ihres Zustandes zu erwarten ist.

Bei der öffentlich-rechtlichen Durchführung sind die Landkreise oder Kommunen durch Landesrecht Träger des Rettungsdienstes ("kommunale Pflichtaufgabe"). Dies ist in § 3 RettDG verankert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 fiel die globale Inflation von 8,7% im Januar auf 3,7% im Dezember 2023. 2024 soll die Rate bei 3,0 % liegen, 2025 bei 2,2 %.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gesunken. Die preisbereinigte Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ist ebenfalls um 0,4% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Bei der preisbereinigten Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 blieb die wirtschaftliche Dynamik gedämpft, teilweise bedingt durch Inflation, höhere Energiekosten und Lieferkettenprobleme. Die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ist, ähnlich wie das BIP, voraussichtlich leicht gesunken. Erste Schätzungen gehen von einem Rückgang um etwa -0,3 % aus, was sich auch auf die einzelnen Sektoren unterschiedlich auswirkte.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten 2023 nach den amtlichen Zahlen ein Volumen von 668,4 Mrd. EUR. Das entspricht einem Rückgang um 1% im Vergleich zu 2022. Der Export und der Import von Waren und Dienstleistungen ist im Jahr 2023 ebenfalls gesunken (Export um 1,4 %, der Import um 9,7 %).

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht und ist zum Vorjahresniveau erneut etwas gestiegen. In Zahlen waren es 0,7% oder 333.000 Personen. Im Gegensatz dazu ist der Fachkräftemangel im Gesundheitssystem, ebenfalls deutlich bundesweit im Rettungsdienst spürbar, weiterhin ansteigend. Gründe hierfür liegen vornehmlich der Zunahme an Reduzierungen von Vollzeitkräften im Hinblick auf die Demografie.

Gleichwohl werden dem Sektor Gesundheits- und Sozialbereich sehr gute Wachstumschancen eingeräumt. Angesichts der alternden Bevölkerung wird das Gesundheits- und Sozialwesen schon im Jahr 2040 der größte Wirtschaftsbereich in Deutschland sein. Wie eine gemeinsame Projektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ergab, könnten dort in knapp 20 Jahren bundesweit sieben Millionen Menschen arbeiten - etwa 660.000 mehr als derzeit. Es bleibt aber abzuwarten, wie der im Gesundheitswesen bestehende Fachkräftemangel insgesamt ausgeglichen werden kann.

Auch das Geschäftsfeld der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH ist von den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen betroffen. Der deutschlandweite steigende Fachkräftemangel im Gesundheitssystem führt zu einer problematischen Besetzung der Rettungsmittel. Trotz Anstieg der Auszubildenden zur Ausbildung zum Notfallsanitäter kann diesem Fachkräftemangel nur leicht entgegengewirkt werden.

Die Einsatzzahlen 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Die gesunkenen Einsatzzahlen lassen sich auf einen grundlegenden Rückgang sowie die Abgabe von fünf Einsatzfahrzeugen im Jahr 2023 zurückführen.

Die Auswirkungen durch lange Lieferketten und Lieferproblemen machen sich weiterhin bemerkbar. Besonders im Bereich des Fuhrparks, sind vermehrt lange Standzeiten zu verzeichnen.

Die Rahmenbedingungen direkt im Rettungsdienst wurden zu dem wie in Vorjahren auch nachhaltig durch die Einnahmen- und Ausgabensituation der Krankenkassen entscheidend beeinflusst. In den letzten Jahren konnte die Einnahmenseite der Krankenkassen nur leicht gesteigert werden. Als Obergrenze für die Verhandlungen und Kostensteigerungen im Rettungsdienst legen die Krankenkassen oftmals die Grundlohnsummensteigerung zugrunde. Mit diesem Gestaltungsspielraum werden dann auf Landesebene die Benutzungsentgeltverhandlungen zwischen DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. und den Krankenkassen verhandelt, um die steigenden Personalkosten aus Tarifverhandlungen, Veränderungen der Personalnebenkosten sowie steigende Sachkosten (z.B. Energiekosten, Kosten für medizinisches Verbrauchsmaterial, Infektionsschutz, usw.) zu refinanzieren. Entgegen der Einnahmensituation sind die Personalkosten im Jahr 2023 durch Umgruppierungen aufgrund der Betriebszugehörigkeit und der tariflich geregelten Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Form von monatlichen Einmalzahlungen (August - Dezember) gestiegen.

Dabei ist das Geschäftsfeld der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH aber generell konjunkturresistenter als andere Branchen: In Erfüllung ihres Gesellschaftszwecks führt die DRK- Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH die bodengebundene Notfallrettung durch, ist Mitbetreiber der integrierten Leitstelle und unterstützt als Partner die Luftrettung. Sie ist die größte Rettungsorganisation im Rettungsdienstbereich Vorderpfalz und erhält Kraft der mit den Aufgabenträgern geschlossenen Verträge von der Leitstelle Einsatzfahrten zugewiesen. Die Einsatzpauschalen hat der Gesellschafter DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. mit den Kostenträgern ausgehandelt. Dies müssen auch den Rettungsdienstorganisationen ermöglichen die Inflationskostensteigerungen im Einkauf über die Einsatzpauschalen abzuwälzen.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsätze des Geschäftsjahres aus Benutzungsgebühren fielen mit EUR 23,5 Mio. deutlich geringer als geplant aus. Geplant waren Umsatzerlöse von EUR 26,5 Mio.. Die Planabweichung resultiert aus den deutlich niedrigeren als geplanten Einsatzfahrten.

Auch fiel der Jahresfehlbetrag vor dem DRK-internen Finanzausgleich mit - EUR 0,8 Mio. deutlich geringer als geplant aus. Daher kam es im Geschäftsjahr 2023 zu einem Ertrag aus dem Finanzausgleich, um die Verluste auszugleichen. Geplant waren noch Abführungen von Gewinnen in den Finanzausgleich. Durch den Jahresüberschuss nach dem DRK-internen Finanzausgleich, der leicht über dem Vorjahr lag, konnte sich aber die Eigenkapitalquote um 5,5 Punkte auf 32,2% erhöhen und lag über dem Plan.

Insgesamt muss festgestellt werden, dass der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 gerade vor dem Hintergrund der Probleme bei den Lieferketten und der Schwierigkeit Fachkräfte an die DRK- Rettungsdienst zu binden und neu am Arbeitsmarkt zu akquirieren als positiv anzusehen ist.

3. Lage

3.1. Ertragslage

In der nachfolgenden Tabelle ist die Ertragslage der Gesellschaft in zusammengefasster Form dargestellt:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Betriebliche Erträge 28.313 100,0 32.306 100,0 -3.993 -12,4
Betriebsaufwendungen -29.298 -103,5 -29.088 -90,1 -210 0,7
Betriebsergebnis -985 -3,5 3.218 9,9 -4.203 > 100,0
Finanzergebnis -11 0,0 -5 0,0 -6 > 100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern und vor DRK internem Finanzausgleich und Sondereinflüssen -996 -3,5 3.213 9,9 -4.209 > 100,0
Erträge / Aufwendungen DRK interner Finanzausgleich 1.244 4,4 -3.005 -9,3 4.249 > 100,0
Sondereinflüsse 108 0,4 24 0,1 84 > 100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern =Jahresüberschuss 356 1,3 232 0,7 124 53,4

Das Betriebsergebnis reduzierte sich aufgrund der deutlich niedrigeren Umsatzerlöse bei gestiegenen Betriebsaufwendungen und schloss negativ ab. Das Jahresergebnis konnte lediglich aufgrund der Erträge aus dem DRK internen Finanzausgleich sowie dem höheren Ergebnis aus Sondereinflüssen positiv abschließen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass im Jahresergebnis TEUR 236 für die Beschaffung der persönlichen Schutzausrüstung enthalten sind.

Der Rückgang der betrieblichen Erträge wird durch wesentlich geringere Umsatzerlöse verursacht. Der Rückgang der Umsatzerlöse betrifft maßgeblich geringere Erlöse aus den Benutzungsentgelten. Diese reduzierten sich um EUR 3, 1 Mio. auf EUR 23,5 Mio.. Die Einsatzzahlen lagen bei ca. 61.600 nach ca. 71.900 im Vorjahr. Ebenso reduzierte sich die gefahrene Kilometerleistung. Gegenläufig zeigte sich die Erhöhung der Einsatzpauschalen zum 1. Juli 2023 und 1. November 2023. Die Umsatzerlöse aus Leitstellengebühren reduzierte sich um EUR 0,8 Mio. auf 1,1 Mio. EUR. Dies steht auch im Zusammenhang mit der Reduzierung der Einsatzfahrten.

Der Anstieg der Betriebsaufwendungen entfällt maßgeblich auf um ca. 0,9 Mio. EUR höhere Personalkosten. Hierin spiegeln sich der Personalaufbau (höhere durchschnittliche Beschäftigtenanzahl zum Vorjahr) der höhere Personalaufwand pro Kopf, der sich in Umgruppierungen aufgrund der Betriebszugehörigkeit bei einzelnen Mitarbeitern, sowie der Auszahlung einer tariflich geregelten Inflationsausgleichsprämie in Form von Einmalzahlungen (August - Dezember 2023) manifestiert, wider.

Die Anzahl der durchschnittlichen Beschäftigten entwickelte sich wie folgt:

2023 Anzahl Vorjahr Anzahl Veränderung Anzahl
Durchschnittlich Beschäftigte Festangestellte incl. der Geschäftsführung 318 307 12
Auszubildende 41 30 11
Aushilfen 151 142 9

Die sonstigen Aufwendungen stiegen zudem um EUR 0,5 Mio. an. Der Anstieg ist inflationsgetrieben und enthält Sondereffekte. Die Umlagen der Kosten vom DRK-Landesverband sind alleine um EUR 0,5 Mio. angestiegen.

Demgegenüber konnten die Materialaufwendungen deutlich um EUR 1,1 Mio. EUR vermindert werden. Davon entfallen 0,8 Mio. EUR auf die Leitstellengebühren, die sich auf 1,1 Mio. EUR reduzierten. Auch die direkten damit zusammenhängenden KfZ-Kosten verminderten sich deutlich. Zum einen durch die geringeren Einsatzfahrten, zum anderen aber auch durch Sondereffekte, wie den wieder deutlich gesunkenen Benzinpreis.

3.2. Vermögenslage

Nachfolgend wird die Vermögenslage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
VERMÖGEN TEUR % TEUR % TEUR %
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 4.249 49,6 4.385 48,8 -136 -3,1
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.315 50,4 4.594 51,2 -279 -6,1
Vermögen insgesamt 8.564 100,0 8.979 100,0 -415 ·4,6
KAPITAL
Eigenkapital 2.754 32,2 2.398 26,7 356 14,8
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.808 21,2 2.050 22,9 -242 -11,8
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 141 1,6 155 1,7 -14 -9,0
Kurzfristiges Fremdkapital 3.861 45,0 4.376 48,7 -515 -11,8
Kapital insgesamt 8.564 100,0 8.979 100,0 -415 -4,6

Die Anlagendeckungsquote (Eigenkapital zuzgl. Sonderposten für Investitionszuschüsse und mittel- und langfristiges Fremdkapital zu Sachanlagevermögen) liegt bei 110,7 % (im Vorjahr 105,0 %) und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. 49,6 % (Vorjahr 48,8 %) der Bilanzsumme auf der Aktivseite entfallen auf das Anlagevermögen. Trotz der Lieferengpässe fielen die Investitionen höher als im Vorjahr aus. Dies betrifft maßgeblich die Investition in den Neubau der Rettungswache Speyer.

Der Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens betrifft hauptsächlich die Flüssigen Mittel. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich demgegenüber. Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich maßgeblich aufgrund geringerer Gesellschafterverbindlichkeiten. Hier wurden Verbindlichkeiten aus dem DRK-internen Finanzausgleich zurückgeführt.

3.3. Finanzlage

3.3.1. Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote liegt bei verminderter Bilanzsumme mit 32,2 % mit 5,5 Punkten über dem Vorjahresniveau. Zusammen mit dem Sonderposten für Investitionszuschüsse beträgt die Quote 43,4 %. (i.Vj. 49,6 %). Dies kann als stabil angesehen werden.

3.3.2. Liquidität

Der Finanzmittelbestand beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 0,0 Mio. Da das Kontokorrentkonto bei der Sparkasse Rhein-Haardt zum 31. Dezember 2023 einen negativen Überhang hatte, ist der Saldo (EUR 0,8 Mio.) unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Maßgeblich durch den Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und einem deutlichen Rückgang der Gesellschafterverbindlichkeiten ist im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 1,1 Mio. festzustellen. Im Vorjahr konnte noch eine Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 0,9 Mio. erzielt werden.

Die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft war auch durch die eingeräumte Bankkontokorrentlinie in Höhe von TEUR 450 sowie eine bis zum 30.04.2024 befristete Kreditlinie in Höhe von TEUR 500 bei der Sparkasse Rhein-Haardt im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben.

3.3.3. Investitionen

Die Zugänge in Höhe von EUR 2,0 Mio. (vor Verrechnung von Fahrzeugzuschüssen bei den Anlagen im Bau in Höhe von EUR 1,1 Mio.) betreffen wie im Vorjahr maßgeblich Fahrzeuganschaffungen sowie Investitionen in den Neubau der Rettungswache in Speyer.

Die Fahrzeuganschaffungen führten zu Ausgaben in Höhe von EUR 1,0 Mio. für dreizehn Fahrzeuge, die noch nicht zugelassen sind und unter den Anlagen im Bau ausgewiesen werden. Ferner wurden in fünf weitere Fahrzeuge, die im Geschäftsjahr 2023 zum Einsatz kamen, EUR 0,4 Mio. EUR investiert. Investitionen in den Neubau der Rettungswache Speyer fielen in Höhe von EUR 0,3 Mio. an, in neue Krankentragen in Höhe von EUR 0,2 Mio.

4. Entwicklung der Leistungsindikatoren

Die Leistungsindikatoren sind bei der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH maßgeblich das Ergebnis vor Ausgleichen des DRK-internen Finanzausgleiches, die Eigenkapitalausstattung (inkl. des Anlagendeckungsgrades) sowie die Zahl der Einsatzfahrten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde vor Ausgleichen des DRK-internen Finanzausgleiches ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,8 erzielt, der deutlich unter dem Jahresüberschuss vor Ausgleichen des DRK-internen Finanzausgleiches in Höhe von EUR 3,3 Mio. EUR im Vorjahr liegt. Mit 53,3% (inkl. Sonderposten für Investitionszuschüsse) wird eine solide Eigenkapitalquote gezeigt, die um 3,7 Punkte über dem Vorjahr liegt.

Die Einsatzzahlen lagen in Summe im Jahr 2023 bei ca. 61.600 nach ca. 71.900 Einsatzfahrten im Vorjahr.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Gemäß Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 21 geplant. Dies liegt wesentlich höher wie das Ergebnis des Wirtschaftsjahr 2023. Begründet liegt diese Erhöhung an den höheren Einsatzpauschalen. Die Einsatzfahrten wurden anhand des Wirtschaftsjahr 2023 abzgl. eines zu erwarteten Rückgang der Einsatzzahlen geplant. Die Planumsatzerlöse aus Benutzungsentgelten liegen bei EUR 26,0 Mio.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2024 soll bei nicht zu erfolgenden Ausschüttungen an den Gesellschafter durch den erwarteten Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Jahres 2023 liegen. Dem entsprechend wird auch die Anlagendeckungsquote steigen.

2. Risiko- und Chancenbericht

Der Rettungsdienstauftrag ist nach der Neufassung des Rettungsdienstgesetztes im Jahr 2020 für unsere Gesellschaft gesichert. Die DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH erfüllt dabei einen öffentlich-rechtlichen Auftrag, der im Kern geringeren Wettbewerb aufweist.

Aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung sowie der Änderungen in der Notfallversorgung wird sich die Anzahl der Einsätze der Notfallrettung auf stabilem Niveau halten, wobei die Zahl der Krankentransporte weiterhin als rückläufig eingeschätzt wird. Der Grund für die rückläufigen Krankentransporte liegt in der geänderten ambulanten Versorgungsstruktur und den Fahrtendurchführung durch Wettbewerber.

Der Fachkräftemangel, die Gewinnung von qualifizierten Nachwuchskräften, die Mitarbeiterbindung, eine höhere Investition in Aus- und Fortbildung sowie der Neubau der Rettungswache Speyer werden das Geschäftsjahr 2024 den Rettungsdienst prägen. Die Abwanderung von Fachkräften vom Gesundheitssektor in andere Sektoren wird weiterhin durch die vergleichsweisen attraktiven Rahmenbedingungen im DRK-Haustarifvertrag, der internen Betriebsvereinbarung "Arbeitszeit im Rettungsdienst" und der Arbeitsplatzbedingungen gegengesteuert.

Der Tarifvertrag wurde erneut auf Basis des DRK Reformtarifvertrages angepasst. Neben der Erhöhung der Entgelttabellen wurde unter anderem die stufenweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeitverlängerung bis auf 42 Stunden vereinbart. Durch die Anpassung des Tarifvertrages und den internen Regelungen sehen wir trotz aller Schwierigkeiten, die Chance auch zukünftig ausreichendes Fachpersonal zu finden.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen durch das Unternehmen verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Zweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Das Unternehmen verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, sowie aus Zahlungsmitteln, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Unternehmens. Das Management stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH in Übereinstimmung mit den entsprechenden Handlungsanweisungen durchgeführt werden. Währungsrisiken bestehen nicht.

4. Auswirkungen der internationalen Konflikte auf die Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsführung der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH erwartet vor dem Hintergrund der internationalen Konflikte für das Geschäftsjahr 2024 wie im Geschäftsjahr 2023 niedrigere Einsatzzahlen. Zudem muss weiterhin mit deutlich höheren Instandhaltungskosten sowie mit Lieferproblemen (Fahrzeuge, Ersatzteile, Medikamente und Verbrauchsmaterial) gerechnet werden. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Anhang zu den Entwicklungen unter Punkt 4 zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres.

 

Ludwigshafen am Rhein, 16. Dezember 2024

Stephan Theis B.A., Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DRK-Rettungsfahrdienst Vorderpfalz GmbH, Ludwigshafen am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH, Ludwigshafen am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DRK-Rettungsdienst Vorderpfalz GmbH, Ludwigshafen am Rhein für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunfts-orientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 16. Dezember 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Höhere
(Düsseldorf)

Christian Roos, Wirtschaftsprüfer

Markus Grötecke, Wirtschaftsprüfer

Bemerkung zur Offenlegung:

In der Gesellschafterversammlung vom 11.12.2024 wurde der Jahresabschluss 2023 beschlossen.

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